Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Mai 2009
Herkunft: Leserunde
Autorenseite
Verlag: Heyne

In der Seeschlacht vor Hequia is es dem Schwarzen Schiff gelungen, allen Verfolgern zu entkommen. Nun soll die Offizierin Roxane nach Corbane zurückkehren, um sich dort vor einem Kriegsgericht zu verantworten, während dem Freibeuter Jaquento der Strick droht. Zudem schickt die Marine von Thaynric Admiral Thyrane aus, um die mysteriösen Vorfälle in der Sturmwelt zu untersuchen. Erst allmählich und mit Hilfe der befreiten Sklavin Sinao und des jungen Maestre Manoel kommt er einem uralten Geheimnis auf die Spur …Christoph Hardebusch - Sturmwelten 2: Klappentext

Durch das Einstreuen von Infos zum letzten Band war ich schnell wieder in der Geschichte drin, auch wenn die Lektüre von Teil 1 schon etwas her ist. Bei mir kamen nach und nach immer mehr Erinnerungen an Ereignisse und Emotionen hoch, die wohl nicht allzu tief geschlummert hatten.
Das Personal wurde aufgestockt, mit Thyrane gibt es eine neue Hauptfigur und einen weiteren Handlungsstrang. Dafür sind ein paar interessante Nebenfiguren etwas zurückgetreten – was mich natürlich nicht davon abgehalten hat, mir meine Gedanken zu ihnen zu machen. Wie gewohnt wechselt die Erzählperspektive häufig, und nicht selten geschieht dies an spannenden Stellen. Da ich alle Handlungsstränge interessant finde, hat sich meine Ungeduld aber in Grenzen gehalten.

Die Atmosphäre dieser Geschichte war für mich wieder etwas besonderes, wozu sicher auch die gelungenen Schilderungen der Landschaft und der Seegefechte beigetragen haben. Dazu hatte ich oft herrliches Kopf-Kino, was ein angenehmer Ausgleich zu der Spannung und den Geheimnissen war. Zu den Figuren hatte ich einen guten Zugang – es fehlt mir aber immer noch etwas an Tiefe, um so richtig mit ihnen mitfiebern zu können. Was wohl einfach an den vielen verschiedenen Personen liegt.

Dafür hat mir die Darstellung der Magie sehr gefallen. Man erfährt etwas über die Art der Magie, ihre Beschaffenheit und wie sie sich anfühlt. Dabei gibt es sowohl Szenen, die der Ausübung der Magie gewidmet sind, als auch welche zu der Auswirkung des Zaubers. Ich hatte das Gefühl, die Anwesenheit und Macht dieser Magie zu spüren.
Das Ende bietet viele Andeutungen und offenen Fragen, der befürchtete gemeine Cliffhanger blieb jedoch glücklicherweise aus – so dass ich die Wartezeit bis zum nächsten Band gut überstehen sollte.