Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Februar 2009
Herkunft: Gekauft
Verlag: Heyne
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In der Welt der Elfen gelten die fuchsköpfigen Lutin als ein Volk von Beutelschneidern, Lügnern und Betrügern. Dennoch gelingt es der jungen Ganda Silberhand, zur Vertrauten der Elfenkönigin Emerelle auserwählt zu werden. Was Emerelle nicht ahnt, Ganda gehört zu den Anführern einer Widerstandsgruppe gegen die Herrschaft der Elfen. Als Ganda sich als eine der engsten Beraterinnen des Trollherrschers am Sturz der Königin beteiligt, stößt sie auf eine unglaubliche Verschwörung, die Albenmark noch tiefgreifender verändern könnte als der Krieg zwischen Elfen und Trollen. Ein Geheimnis, das bereits ihren Vater und ihre Mutter getötet hat. Doch Ganda ist eine Lutin – und Lutin sind dickköpfig und mutig. So gerät sie schon bald in gefährliches Abenteuer, dass das Schicksal aller Völker Albenmarks für immer bestimmen wird…

»Elfenlied« versammelt neben der Novelle über das Geheimnis Gandas einen Gedichtzyklus, der vom Leben der Blütenfee Mondblüte erzählt, einen umfangreichen Bildteil mit Fotos und Illustrationen sowie eine Zeitleiste zu den wichtigsten Ereignissen aus Bernhard Hennens großer Elfensaga.Bernhard Hennen - Elfenlied: Klappentext

Das Buch ist in drei Bereiche gegliedert. GANDAS GESCHICHTE enthält die Novelle über das Geheimnis dieser Lutin. Wir lernen Ganda dort besser kennen und erhalten Einblick in Teile ihrer Vergangenheit. Die von ihr selbst niedergeschriebene Lebensgeschichte fand den Weg in Ollowains Hände, der diese aufbereitet und zusammen mit MONDBLÜTES BLATTLYRIK herausgegeben hat. Da es bei den Blattgedichten für die Anordnung der Wörter keine festgelegte Reihenfolge gibt, werden neben der favorisierten Lesart auch immer noch zwei weitere Varianten angeboten. Das lud mich zum Spielen mit den einzelnen Wörtern und Auslegungsmöglichkeiten ein. Aufgelockert wird das ganze durch die handschriftlichen Bemerkungen der Lutin, denen man auch Gandas besondere Verbindung zu Mondblüte anmerkt.

DIE WELT DER ELFEN bietet uns mit Bildern und Zeichnungen einen Vorgeschmack auf dem in diesem Jahr erscheinenden Bildband. Dort treffen Phantasie und Wirklichkeit aufeinander – die sich natürlich nicht gleichen, sondern womöglich sogar kollidieren können. Bei mir persönlich war es so, dass “meine” Figuren natürlich anders aussahen und auch eine etwas andere Ausstrahlung hatten, einzelne Details jedoch übereinstimmten – z.B. Ollowains Haare oder Fenryls Augenpartie.
Ein Highlight ist dann noch die Zeitleiste, die alle bedeutenden Ereignisse der Romane “Die Elfen”, “Elfenwinter” und “Elfenlicht” aufführt. Das Lesen der Chronologie war für mich bestes Kopf-Kino – ich war wirklich erstaunt, wie viele Bilder ich da noch in mir trage.

Elfenlied ist für mich vor allem ein Buch für Fans der Hennen-Elfen, das einige Leckerbissen bereithält. Gewiss ein etwas anderes Buch – kein Roman, sondern eine Mischung verschiedener Dinge: eine Novelle, 99 ungewöhnliche Gedichte, eine Zeitleiste, Bilder, Zeichnungen, eine Karte, Infos über die Elfenbücher und die Entstehung des Projekts Elfenwelten. Man sollte sich bewusst sein, dass dies eben keine Fortsetzung der Elfen-Reihe sondern eher so etwas wie ein Tagebuch ist, wozu auch die andere Buch-Höhe passt.