Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Dezember 2009
Herkunft: Gekauft
Verlag: Zauberfeder
Autorenseite

In seinen eigens für dieses Artbook verfassten Texten verleiht der Autor ausgewählten Charakteren, Völkern und Schauplätzen der bekannten Elfen-Saga eine noch größere Tiefe. Einschneidende Ereignisse seiner Romane verdichten sich zu einer phantastischen Atmosphäre. Darauf abgestimmt erschufen die renommierten Zeichner Mia Steingräber, Jenny Dolfen und Felix Mertikat mit ihren detailreichen Illustrationen lebendige Interpretationen der Figuren und Geschichten. Gemeinsam mit der Fotografin Marja Kettner fand Hennen zudem in den Weiten Islands und Irlands Bildmotive, die den Schauplätzen seiner Bücher entsprungen zu sein scheinen.Bernhard Hennen - Elfenwelten: Klappentext

Das Vorwort war für mich eine gelungene Einstimmung auf dieses Artbook und eine Einladung zu dem Abenteuer, sich auf die Bilder anderer einzulassen. Es geht um Reisen, sowohl den tatsächlichen als auch denen im Geiste mit einem Buch in der Hand. Um die Andersartigkeit dieser Bilder, die eben nicht die eigenen sind und daher völlig fremd wirken, aber möglicherweise auch die eigene Phantasie übertreffen.

Die verschiedenen Texte zu Ereignissen, Völkern, Schauplätzen, Figuren, Waffen und der Heraldik werden häufig aus fiktiven Quellen zitiert. Oft von Jornowell, dem Sohn von Alvias, und seinen „Gedanken eines Weltenwanderers“ – von ihm stammt auch das wunderbare Schlusswort „Warum reist man?“, das auf mich sehr passend wirkt und einfach einen runden Eindruck hinterlässt. Aber auch Ahnab Glops wird als Quelle herangezogen, wenngleich sich dieser als Lutin um eine elfenfeindliche Sicht bemüht.

Durch die Kombination von fesselnden Texten, wunderschönen Zeichnungen und Bildern entsteht eine dichte Atmosphäre, durch die man intensiv in die Welt der Elfen und Menschen versinken kann. Wirklich erstaunlich, wie viele Bilder ich da mit mir herumtrage, die bei dieser Lektüre nun wieder an die Oberfläche kamen! Gleichzeitig konnte ich auch einen Blick über den Rand meines ganz persönlichen Kopf-Kinos werfen, sicher nicht zum letzten Mal …

Ich bin der unstete Wanderer. Ich schreibe von den Wundern dieser Welt für all jene, die, gleich meinem Vater, nicht frei sind, sie mit eigenen Augen zu sehen. Und nun, geneigter Leser, schließe ich dieses Buch, schließe du deine Augen und reise im Geiste noch einmal zu jenen Orten, die dein Herz berührten, denn diese Freiheit vermag uns niemand zu nehmen.Bernhard Hennen - Elfenwelten