[Leipziger Buchmesse 2012] Tag 1

Die Tage vor meinem Messe-Urlaub waren leider so stressig, dass ich mir mal wieder keine schönen Fragen ausdenken konnte – und die Vorfreude hatte sich irgendwie auch schon länger nicht blicken lassen. Glücklicherweise war das am Donnerstag anders! Die Vorfreude war wieder da (wenn auch gedämpft, aber immerhin), dafür hatte sich meine Aufregung über Nacht aufgelöst. Es war schön, wieder auf dem Messegelände zu sein – und meine Füße trugen mich fast wie von selbst zur Fantasy-Leseinsel.

Mike Elbrecht

Dort las Mike Elbrecht um 10:30 Uhr aus „Plötzlich Hexe“, dem ersten Teil seiner Mondopal-Reihe. Eine von vielen besuchten Lesungen, durch die ich herausfinden wollte, ob das Buch etwas für mich ist oder eher nicht. Diese Geschichte klang zwar vom Inhalt her interessant, war mir dann aber leider zu jugendlich. Für die erste kleine Kopfkino-Szene hat es aber trotzdem gereicht. ;)

Nina Maruhn

Es folgte die Lesung von Nina Maruhn aus „Weltenreiter“, dem Beginn der Chroniken von Tydia. Die gelesenen Szenen hatten mich gleich am Haken und ich war direkt ein wenig verwirrt, als es nicht mehr weiter ging. Ich mochte die Atmosphäre und den Stil, also… Schwupps, der erste Zugang auf der Wunschliste!
Auf der Fantasy-Leseinsel war es übrigens gar nicht so „leer“, wie man es für den Vormittag des ersten Messetages vermuten würde. Das lag an den Schulklassen, die ganz plötzlich da waren und nicht nur Fragen, sondern auch Lärm mitbrachten.

Katrin Lankers

Weiter ging es mit „Elfenblick“ von Katrin Lankers. Auf das Buch bin ich erst vor kurzem aufmerksam geworden und mir kam eine Lesung ganz gelegen, um den Liebesgeschichten-Anteil zu prüfen. Leider klingt es danach, als ob dieser für mich zu hoch wäre – und dazu kommt noch, dass einige Szenen auf mich zu jugendlich-frech wirkten. Vielen wird dieses sicher gut gefallen, aber es ist eben einfach nicht das, was ich persönlich gerne lese.

Ann-Kathrin Karschnick

Es folgte Ann-Kathrin Karschnick, die aus „Die Feuerritter“ las. Das Buch hatte ich ja letztes Jahr begeistert gelesen, daher ist es vielleicht nicht ganz so verwunderlich, dass bei der Lesung wieder viele Bilder, Eindrücke und Emotionen in meinem Kopf waren. Der Besuch in Teinemaa hat mir gefallen, auch wenn meine persönliche Lieblingsfigur nur am Rande erwähnt wurde (aber ich muss jetzt wieder öfter an sie denken…).

Danach war es Zeit, sich auf die Jagd nach etwas zu essen zu machen – ich habe mich für die bewährte Körnerstange mit Tomate-Mozarella entschieden. Nach einem kurzen Aufenthalt an der frischen Luft habe ich dann erstmal die Halle 2 erkundet, mir Stände und Zeichnungen angeschaut, Cosplayer bestaunt und auch die ersten Elfen entdeckt.
Um 14 Uhr ging es dann schon wieder zurück zur Fantasy-Leseinsel, diesmal allerdings nicht zu einer Lesung sondern zu meinem Treffen mit Lilach Mer. Da war ich dann ja doch ein wenig aufgeregt, mal wieder völlig unnötig. ;) Nachdem wir uns gefunden hatten (ein Erkennungszeichen ist nicht zu unterschätzen, aber wir hatten beide nicht daran gedacht), haben wir uns ein Plätzchen zum Quatschen gesucht – und die Stunde verging wie im Flug! Eine sehr schöne Zeit, in der wir über viele verschiedene Dinge gesprochen haben – und mein Schwänchen wurde auch noch ganz lieb signiert.

Oliver Plaschka

Weiter ging es mit der Lesung von Oliver Plaschka aus „Die Magier von Montparnasse“. Wieder eine Lesung zu einem Buch, das ich bereits gelesen habe – und es gerne noch einmal tun würde. Ich war wieder mitten in der Geschichte und hatte wundervolles Kopfkino! Hach … So schön!

Mechthild Gläser

Als nächstes las Mechthild Gläser aus „Stadt aus Trug und Schatten“, eines meiner ich-kann-mich-nicht-so-recht-entscheiden-Bücher. Den Hintergrund der Geschichte finde ich spannend: Seelen, die Nachts ein eigenes Leben führen. Die geheimnisvoll-düstere Atmosphäre, die während der Lesung entstand, hat mir sehr gefallen und mich neugierig auf mehr gemacht. Auch der Stil liegt auf meiner Wellenlänge, und… Da war Kopfkino, viel Kopfkino. Also noch ein Buch auf der Wunschliste, allerdings sollte ich wohl besser auf die Taschenbuchausgabe warten.

Christian von Aster

Weiter ging es mit der Lesung von Christian von Aster aus „Der letzte Schattenschnitzer“ – ebenfalls ein Buch, bei dem ich mir unsicher bin. Die Lesung hat mir bei einer Entscheidung allerdings nicht wirklich weitergeholfen: Einerseits mag ich den Humor des Autors, der auch eine tolle Lese-Stimme und starke Präsenz hat. Aber andererseits konnte mich der Text nicht wirklich überzeugen… Ich werde also nochmal reinlinsen, wenn mir das Buch mal wieder über den Weg läuft.

Einführung

Und dann war es schon Zeit für die Verleihung des SERAPH 2012! Der Jurypreis der im Mai 2011 gegründeten Phantastischen Akademie wurde zum ersten Mal und in zwei Kategorien verliehen, die Nominierungen finden sich hier. Oliver Graute und Natalja Schmidt begannen die Verleihung mit einem kleinen Rückblick zur Entstehung des Vereins zur Förderung der phantastischen Literatur in Deutschland. Klasse, was die Jungs und Mädels da auf die Beine gestellt haben!

Laudatio bestes Buch

Als erstes wurde der Preis für das beste Buch verliehen – die nominierten Bücher der Shortlist wurden mit einem Jury-Zitat beschrieben, bevor Boris Koch die Laudatio hielt. Gewonnen hat Christian von Aster, womit mein Bauchgefühl nicht so ganz daneben lag (das hatte zwei Autoren in „Verdacht“). Ich wusste irgendwie, dass mein Favorit nicht gewinnen würde – was mich aber trotzdem nicht davon abgehalten hat, fleißig bis zuletzt die Daumen zu drücken. ;) Trotzdem schade.

Gewinner bestes Buch

Christian von Aster konnte gar nicht glauben, dass er wirklich gewonnen hatte, sondern hielt das alles für eine Verwechslung. So wie sich selbst als „Füllmaterial“ auf der Shortlist. So kann man sich irren… ;) Es war schön zu beobachten, wie sehr er sich gefreut hat!
Danach wurde der von den Stadtwerken Leipzig gesponserte und mit 2000 Euro dotierte Förderpreis für das beste Debüt an Nina Maria Marewski für „Die Moldau im Schrank“ verliehen, die ihr Glück nicht fassen konnte und in einen Jubelschrei ausbrach.

Gewinner bestes Debüt

Die Gewinner wurden mit Sekt, Orangensaft, Schokolade und Kuchen gefeiert – ein gelungener Abschluss für die bewegende Verleihung eines besonderen Preises! Und ich hatte das Gefühl, dass sich irgendwie alle dort getroffen haben, zumindest war in meiner Nähe richtig was los. Da war plötzlich die tapfer gegen eine fiese Erkältung kämpfende Ann-Kathrin Karschnick, mit der ich kurz gesprochen habe. Dann habe ich Darkstar kennengelernt, dessen Blog ich schon lange und regelmäßig lese. Genauso wie Feenfeuer, der ja eigentlich inkognito bleiben wollte, aber von Oliver „geoutet“ wurde. Uuups. Hab mich gefreut, euch kennenzulernen!

3 Comments

  1. Ah, da ist ja schon der erste Bericht. :-)

    Wieder sehr schön geworden, auch die Fotos, im Gegensatz zu meinen.

    Und jetzt lese ich Tag 2. ;-)

  2. Bevor ich alles durcheinanderbringe oder vergesse, schreibe ich es lieber schnell auf. Fehlt jetzt nur noch der letzte Tag… Und was war denn dieses mal los, dass meine Fotos noch am besten waren? Aber auch nur in klein – und so viele waren nix. Hmpf, jedes Jahr das gleiche…

  3. […] [Leipziger Buchmesse 2012] Tag 1 […]

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