Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Oktober 2009
Herkunft: Gekauft
Verlag: Heyne
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Vom Thron vertrieben und von Meuchelmördern verfolgt, flüchtet Elfenkönigin Emerelle in die Wildnis des Verbrannten Landes, einer Region Albenmarks, die während der Drachenkriege verwüstet wurde und nie wieder erblühte. Dort begibt sie sich in den Jadegarten, um ein Orakel zu befragen – eine mächtige Schamanin, die der Drachenatem beschützt. Doch der Spruch der Alten ist rätselhaft. Emerelle sieht in den Worten einen Hoffnungsschimmer – sie glaubt, einen Hinweis darauf erhalten zu haben, dass nicht alle Alben ihre Welt verlassen haben. So beschließt sie, sich trotz aller Gefahren auf die Suche nach den letzten Angehörigen des alten Schöpfervolkes zu machen, um mit ihrer Hilfe den Schwertmeister Ollowain zu retten, ihre große Liebe. Unterdessen regiert der junge Gilmarak, König der Trolle, Albenmark und versucht sich dem Einfluss der unheimlichen Schamanin Skanga zu entwinden, die die Geschicke ihres Volkes im Geheimen lenkt. Denn Gilmarak hat andere Vorstellungen von der Zukunft – er will nicht länger, dass die Trolle im eisigen Norden ausharren. Also schmiedet er einen Bund mit den Kobolden, hortet Silber und Gold und baut eine Flotte von Steppenschiffen, um in die Welt hinaus zu ziehen und sie zu verändern. Er ahnt jedoch nicht, dass sich längst Widerstand in den Reihen seiner Neider regt und abermals Tod und Vernichtung das Herzland zu überziehen drohen.Bernhard Hennen - Elfenkönigin: Klappentext

Mit diesem Band ist die Trilogie um den dritten Trollkrieg abgeschlossen (Elfenwinter – Elfenlicht – Elfenkönigin) und es zeigt sich, was für Auswirkungen die Herrschaft der Trolle hat und wie Emerelle wieder zurück auf den Thron kommt. Die Geschichte wird durch viele Handlungsstränge aufgebaut und miteinander verbunden, neben den bereits erwähnten Themen geht es beispielsweise auch um Kadlins Suche nach dem Leichnam ihres Vaters und die Entstehung des Ordens vom Aschebaum.

Dabei gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, die man nun teilweise noch besser kennenlernt (das ging mir ganz besonders mit Emerelle und Eleborn so). Es werden jedoch auch neue ebenso interessante Charaktere eingeführt, die einem schnell ans Herz wachsen. Es gibt viele Intrigen und Auseinandersetzungen, aber ebenso auch (ungewöhnliche) Freundschaften und tolle Landschaftsbeschreibungen. Eine gute Mischung aus Kämpfen, Spannung, Geheimnissen, ruhigeren (mitunter auch besinnlichen) Momenten und Emotionen – bei der auch überraschende und schockierende Szenen nicht fehlen.

Von der ersten Zeile an konnte ich wieder völlig in dieser Welt versinken und habe alles um mich herum vergessen. Die Geschichte reißt einen so mit, dass man sich immer sagt: Ach, ein Kapitel geht noch… Schlafmangel gehört also dazu, genauso wie die Erkenntnis, wie „kurz“ doch 900 Seiten sein können.

Und dann wäre da ja noch Ollowain… *heulseufzschnief* Ich wurde ja von Herrn Hennen höchstselbst gewarnt, trotzdem hat sein weiteres Schicksal meine schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Und nicht nur das, nun überkommen mich auch gewisse Zweifel, was sein Ende in „Die Elfen“ und „Das Fjordland“ betrifft. Es gibt also definitiv noch eine Leidens-Steigerung zu Ollowains Tod, mit einer fatalen Auswirkung auf mich. Hoffentlich wird das bald mal wieder besser!