Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im November 2010
Herkunft: Leserunde
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Verlag: Heyne

Auf der Korvette Ihrer Majestät Siorys nehmen die junge Kapitänin Roxane und der Freibeuter Jaquento Kurs auf die Drachenküste, um das schwarze Schiff, die Todsünde, zu verfolgen. Das Piratenschiff mit seiner mysteriösen und hochgefährlichen Ladung ist unterwegs zu unerforschten Gestaden jenseits der Drachenküste.
Unterdessen versucht der bärbeißige Admiral Thyrane mithilfe der ehemaligen Sklavin Sinao und des jungen Maestre Manoel zu beweisen, dass die mächtige Handelscompagnie in der Sturmwelt ein schmutziges Geheimnis versteckt. Dabei gerät er mitten hinein in das Intrigenspiel der Mächtigen und wird prompt auf Lessan eingesperrt, doch seine Mannschaft hält wie Pech und Schwefel zu ihm und wagt einen Befreiungsversuch, der sie alle den Kopf kosten könnte.
Im geheimnisvollen Reich des Drachenkaisers geraten Jaquento und Roxane in höchste Gefahr – und machen dabei eine schreckliche Entdeckung. Die Zeit drängt, und als alle in einem gewaltigen magischen Sturm wieder aufeinandertreffen, schlägt zum letzten Mal die Stunde der Freibeuter. Werden Jaquento und seine Gefährten der Macht ihrer Gegner standhalten und den Untergang der Welt verhindern können?Christoph Hardebusch - Sturmwelten 3: Klappentext

Beim Lesen des letzten Teils der Sturmwelten-Trilogie ist mir verstärkt aufgefallen, wie viele Details und Zusammenhänge ich in der Zwischenzeit vergessen hatte. Es ist jetzt nicht so, dass ich gar nichts mehr wusste – aber viele Einzelheiten waren einfach verschwunden. Daher würde ich empfehlen, die einzelnen Bände nicht mit einem zu großen zeitlichen Abstand zu lesen – dann hat man sicher (noch) mehr von den Büchern. Andererseits ist das natürlich ein hervorragender Grund für eine erneute Lektüre.

Die Atmosphäre der Geschichte, der Stil und die lebendigen Figuren haben mich schnell wieder eingefangen – ich war erneut tief in den Sturmwelten versunken und von jeder Seite gefesselt. Dabei entstanden auch viele beeindruckende Bilder in meinem Kopf, die mich teilweise auch noch ein wenig länger begleitet haben.
Neben einem Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren lernt man aber auch neue interessante Figuren kennen, die für die ein oder andere Überraschung sorgen. Trotzdem hängt mein Herz doch mehr an meinen „alten Freunden“, und Jaq ist nach wie vor meine Lieblingsfigur – auch wenn Franigo da ziemlich aufgeholt hat.

Das entscheidende Seegefecht hat mich sehr beeindruckt und mitgerissen – auch weil dort jede Figur ihren Platz eingenommen und so zum Finale beigetragen hat. Im Verlauf der Geschichte werden die meisten Fragen beantwortet und im detailliert erzähltem Nach-Ende gibt es einen Ausblick auf das weitere Leben der einzelnen Charaktere, was mir sehr gefallen hat. Dafür war der Epilog dann ziemlich rätselhaft, schlug aber auch einen Bogen zum Beginn dieser Reihe und beendete sie daher sehr rund.