Erscheinungsjahr: 2005 bzw. leicht überarbeitet 2010
Gelesen im Juli 2010
Herkunft: Gekauft
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Was als Reise auf das Rittergut ihrer Großeltern beginnt, wird für die junge Alica zum schaurigen Fantasy-Märchen der etwas anderen Art: In dem Gemäuer treibt ein Geisterfalke sein Unwesen. Ihn soll Alica von unserer Welt nach „Nebenan“ bringen – die aller Märchenwesen. Bald darauf verliebt sich Alica in einen jungen Husaren, François, der ihr im Spiegel erscheint. Und dann ist da auch noch der Heinzelmann Wallerich. Während der auf modernste Technik setzt, verstrickt sich Alica bald immer tiefer in schwarze Magie. Denn sie will nicht nur ihren Auftrag erfüllen, sondern auch François wiedersehen. Dafür schreckt sie sogar vor einem Pakt mit der gefürchteten Dunklen Königin nicht zurück …Bernhard Hennen - Alica: Klappentext

Dieses Buch ist eine leicht überarbeitete Neuausgabe von „Alica und die Dunkle Königin“ und spielt kurz vor Weihnachten in der Eifel. Der Zugang zu Alica ist mir sehr leicht gefallen, vielleicht auch weil sie in einer schwierigen familiären Situation zu ihren Großeltern „abgeschoben“ wird. Wem gefällt das schon, vor allem wenn man ein recht angespanntes Verhältnis zum Großvater hat?

Bereits nach ein paar Seiten steckte ich tief in der Geschichte und konnte mich kaum von dem Roman trennen. Ich war einfach gefesselt von der schönen Atmosphäre und den vielen Facetten. Denn nicht nur Geister und eine zarte Liebesgeschichte spielten hier eine Rolle, sondern es ging auch um die Franzosenfeldzüge als historischen Hintergrund.

Dann gibt es noch einen Bezug zum Roman „Nebenan“ – und nicht nur durch Andeutungen, denn wir treffen hier auch auf bereits bekannte Figuren. So gibt es ein Wiedersehen mit dem Heinzelmann Wallerich und der Möwe Schnapper, besonders gefreut habe ich mich allerdings über die Hexe Knuper.

An „Alica“ hat mich vieles berührt und in eine magische Welt entführt. Mir gefiel die Romantik, die niemals kitschig wirkte. Die geheimnisvolle Welt der Geister. Die mystische Dunkle Königin, deren Ansehen sich im Lauf der Zeit so verändert hat. Die Zweifel und auch die Tragik – oder kann eine Liebe zu einem Geist doch gut ausgehen?