Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im April 2008
Herkunft: Gekauft
Verlag: Heyne
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Gishild, die letzte Prinzessin des Fjordlands, wurde als Kind von den Ordensrittern der Tjuredkirche entführt. Gut bewacht wird sie auf der Ordensburg von Valloncour zur Novizin ausgebildet, um einmal als Kriegerin gegen ihre heidnische Heimat ins Feld zu ziehen. Tapfer widersetzt sie sich den Lehren der Ordensritter – bis es einem von ihnen gelingt, ihr Vertrauen und auch ihr Herz zu gewinnen: Luc, ein Novize aus armen Verhältnissen, der über besondere Kräfte verfügt und alles dafür tun würde, um ein Ritter zu werden.

Der Hauptteil der Geschichte dreht sich um Gishild und Luc – ihre Gedanken und Gefühle, Prüfungen und Unterschiede. Gishilds Zerrissenheit kann man förmlich spüren, sie muss erkennen das Pflicht und Wunsch nicht unbedingt übereinstimmen. Man kann auch gut verfolgen, wie ihr Panzer mit der Zeit Risse bekommt. Sie entwickelt Sympathien für einige Personen, auch wenn sie sich sagt, dass das ihre Feinde sind. Einsamkeit ist ein nicht zu unterschätzender Gegner, ebenso die Verführungskünste des Ordens.

Man erfährt auch, was den Orden im allgemeinen und einzelne Personen im besonderen antreibt. Sie bekommen kein Schild „Achtung, böse!“ verpasst, sondern wir bekommen die Möglichkeit, uns auch in diese Figuren hineinzuversetzen. Es gibt liebenswerte und menschliche Eigenschaften, aber ebenso Intrigen und Verblendung – und natürlich den Glauben an Tjured. Ich muss sie nicht mögen, kann sie nun aber vielleicht ein wenig besser verstehen.

In der zweiten Hälfte gibt es auch wieder mehr Elfen-Kapitel, und genau diese reißen mich emotional immer am meisten mit. Ich habe zu ihnen und speziell zu einigen Figuren durch die vorhergehenden Bücher einfach eine so starke (wenn nicht fast schon ungesunde) Bindung aufgebaut, dass ich da einfach nicht aus meiner Haut kann.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger – welchen ich persönlich aber nicht ganz so schlimm fand, da einige Dinge noch offen sind und man spekulieren kann.