Es war für mich ein schwieriges Jahr, das mich sehr viele Nerven gekostet hat und immer wieder längere Phasen bereit hielt, in denen ich außer arbeiten nichts geschafft habe. 2018 begann mit Zahnschmerzen und einiges klappte nicht, beispielsweise hat mir die Grippe ja einen Strich durch die Leipziger Buchmesse gemacht. Und im Juni ist meine letzte Katze gestorben – sie ist wirklich alt geworden, aber natürlich vermisse ich ein Kätzchen. Am meisten hat mich aber der Job belastet, auf ganz unterschiedliche Weise. Der Dezember war da auch wirklich heftig, was ich kurz vor Weihnachten auch daran gemerkt habe, dass ich mich total ausgebrannt gefühlt habe.

Das sind die ersten Dinge, die mir zu 2018 einfallen – aber das ist natürlich längst nicht alles, ich hatte sehr viele schöne Erlebnisse! Beispielsweise habe ich der Hitze getrotzt und war nicht nur (das erste Mal) auf dem Tolkien-Tag, sondern auch auf der FeenCon. Ich hatte einen wunderbaren Sommerurlaub in Schleswig, wo ich mich auch direkt wieder zu Hause gefühlt habe. Meine Wegfahr-Pläne für Oktober und November konnte ich tatsächlich komplett umsetzen, was ich ja kaum glauben konnte.

Und ich habe etwas getan, was ich mich knapp 30 Jahre nicht mehr getraut habe, weil es da immer nur blöde Sprüche gab: Zeigen, dass ich ein großer Fan von a-ha und ein noch größerer Fan von Morten Harket bin. Davor hatte ich mich da meist zurückgehalten … Die Sprüche und Schubladen sind noch immer da, sogar noch schlimmer als früher. Ich fühle mich trotzdem weder oberflächlich noch unreif – ganz im Gegenteil. Reif oder erwachsen zu sein bedeutet für mich, zu dem zu stehen, was einem gefällt. Und in meinem Fall … Dafür fehlt es mir an der Geduld, mich dafür immer wieder zu rechtfertigen – ich versuche das auch weniger zu tun, da hätten wir also schon so etwas wie einen guten Vorsatz für 2019!

Ein weiterer guter Vorsatz ist, dass ich unbedingt wieder mehr schreiben möchte – mir fehlt das sehr. Mein armer Blog … Natürlich hat die DSGV viel Zeit geschluckt – es warten auch immer noch 800 Beiträge darauf, überarbeitet oder gelöscht zu werden. Aber ich blogge noch immer gern und an Ideen mangelt es nicht, das Schreiben macht mir Spaß. Ja, es gibt viele Hürden. Und auch viele Erwartungen, die ich einfach nicht erfüllen kann und oft auch nicht will. Es ist ja aber auch mein Blog, daher lege ich da die Inhalte fest – und ich kann nur so schreiben, wie ich eben schreibe. Und meinen eigenen Anspruch erfüllen. Ein paar Vorhaben konnte ich aber doch umsetzen, besonders gefreut habe ich mich ja über das Herbstlande-Interview mit Oliver Plaschka. Und ich habe im Sommerurlaub sogar zwei Gedichte verzapft, eins davon ist Stimmen.

Und jetzt wird es richtig gruselig: 2018 habe ich nämlich nur 8 Bücher gelesen – und das knickt mich jetzt mal so richtig! Da habe ich letztes Jahr gedacht, es kann gar nicht mehr weniger werden, und dann das … *sich weinend in die Ecke stellt*
Es geht mir dabei nicht einmal darum, dass die meisten Blogger das in einem Monat lesen – oder dass das auch so erwartet wird. Sondern darum, dass ich gerne lese und mir das regelmäßige lesen sehr gefehlt hat.

Nun wird es lustig: Bei nur 8 gelesenen Büchern fällt es mir unheimlich schwer, mich für DAS Highlight zu entscheiden. Da muss ich über mich selbst den Kopf schütteln … Wobei, eigentlich zeigt das ja nur, dass ich eine verflucht gute Buchauswahl getroffen habe. Ich hab mich jetzt für 5 entschieden:

Die Rezension zu „Die 13 Gezeichneten“ wird mein nächster Beitrag – ich freue mich schon sehr darauf! Immerhin hat mich die Geschichte total mitgerissen, bietet u.a. großartige Figuren und eine dichte Atmosphäre. Die Sache mit den Zeichen hat mich völlig fasziniert! Uuuund ich kann euch dann endlich von meiner Lieblingsfigur erzählen …

Und jetzt ist es Zeit, Danke zu sagen! Danke für die netten Begegnungen und schönen Momente. Danke für Vertrauen und Freundschaft, für Humor und Herzblut, für Hilfe und Mitgefühl. Danke für eure Treue, auch wenn es hier etwas anders ist und 2018 nicht so viel los war.

Kommt gut in das neue Jahr, habt eine schöne Zeit! Für 2019 wünsche ich euch alles Gute, viel Glück und Gesundheit – und natürlich wunderbare Bücher. Hört nie auf zu träumen und neugierig zu sein! Ich werde das Jahr mit den letzten Seiten meines aktuellen Buchs und Musik ausklingen lassen … Hilft mir bestimmt dabei, mein böses Jahresend-Tief endgültig loszuwerden. Aber sieht gut aus, ich kann schon wieder lachen und Pläne machen. Also auf in eine neue Runde!