Mein geliebtes wildes Herz – wo willst du hin?
Du hörst nur auf dich selbst, bist einzigartig,
für meine Seele ein unbeschreiblicher Gewinn.
Allein der Sehnsucht und den Träumen folgend.

Einem Schmetterling hinterher laufen wie ein Kind,
sich im Wald verlieren, trösten lassen und neu finden,
achtsam lauschen den Stimmen von Wasser und Wind,
den Krähen folgen, wenn mein wildes Herz es verlangt.

Meine Träume realisieren, nicht nur auf dem Papier,
ganz egal, wie anders oder normal sie sich anfühlen.
Den Mut zu finden, es einfach zu tun – jetzt und hier,
auf mein wildes Herz hören und nicht auf die Zweifel.

Meine Sehnsüchte nicht in Schubladen stecken,
sondern in die Freiheit entlassen und ihnen folgen.
Beobachten, wie sie sich dort dehnen und strecken,
vielleicht auch verändern – so wie mein wildes Herz.

Aber warum ist da kein Stolz, warum verstecke ich mich?
Mein Licht verblasst im Alltag, anstatt ihn aufzuhellen.
Dabei liebe ich mein wildes Herz – das bin wirklich ich,
aber ich muss darauf achten, es auch im Trubel zu hören.

© Marny Leifers