Die Stimmen anderer wollen mir vorgeben,
wer und wie ich zu sein habe. Sie klingen laut.
Dabei geht es doch um mich, um mein Leben,
wie ich es fülle und mit wem ich es verbringe.

Sie sagen, werde endlich reif und erwachsen,
komme in der Wirklichkeit an, sei kein Träumer.
Soll ich ihre Erwartungen erfüllen, mich anpassen,
verbiegen – und meine ganz eigene Welt verraten?

Nur um nicht allein zu sein, es leichter zu haben,
um als Teil einer Gruppe angenommen zu werden?
Unter Menschen, die mich nicht sehen – meine Gaben,
meine Macken und Vorlieben, meine Leidenschaften?

Nein, ich werde niemals aufgeben, ich selbst zu sein.
Nicht auf das verzichten, was meine Seele tanzen lässt.
Das bin ich, das ist mein Herz – mein inneres Heim,
das mich zum Strahlen bringt und glücklich macht.

Meine Stimme sagt mir ganz eindringlich,
dass nur der eigene Weg der richtige ist.
Denn erwachsen zu sein bedeutet für mich,
zu sich selbst zu stehen und diesen Weg zu gehen.

Mag er auch steinig sein, man bleibt sich treu,
hinterlässt seine ganz eigenen Fußabdrücke,
entdeckt sich dabei auch immer wieder neu,
begleitet von Neugier, Mut und Hingabe.

© Marny Leifers