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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Weltenmagie

Blogtour zu „Das Lied der Elfen“ von Aileen P. Roberts: Figuren-Interview mit Nordhalan

Heute darf ich euch im Rahmen der Blogtour zum letzten Teil der Weltenmagie-Trilogie bei mir begrüßen! :) Nachdem es gestern bei Yasmin um das Thema „Vaterrolle: DNA macht noch lange keinen Papa aus“ ging, darf ich heute dem Zauberer Nordhalan ein paar Fragen stellen. Kennengelernt habe ich ihn mit der Weltennebel-Trilogie – und es wurde schnell deutlich, dass er eine „meiner“ Figuren ist. Daher freue ich mich natürlich sehr über diese Gelegenheit, bin aber auch ganz schön nervös. Hmmm. Hier ist es ja auch eher unmagisch, zumindest im Vergleich zu Albany. Und vielleicht hätte ich auch noch etwas mehr aufräumen sollen … Aber jetzt ist es zu spät!

Blogtour Weltenmagie 3

Ich freue mich sehr, dass Du Dir Zeit für ein Interview nimmst. Darf ich Dir Tee oder Kaffee anbieten?

Kaffee? Darian hat mir davon erzählt. Er mochte ihn früher sehr. Toran hingegen fand ihn scheußlich. Ich denke, ich nehme einen Tee. Ah, ich sehe dort drüben eine Packung Hexentee. Das klingt doch gut!

Stand für Dich schon immer fest, dass Du Zauberer werden willst, oder gab ein bestimmtes Erlebnis den Ausschlag?

Ich wurde mit der Gabe geboren und wusste immer darum, daher kam für mich nie ein anderer Weg in Frage. Das war schon damals nicht ganz einfach, weil Magie bei den meisten Menschen verpönt war. Ein Vorteil für die jungen Leute, die heute auf den Geisterinseln ausgebildet werden.

Welche Talente sind bei Dir besonders ausgeprägt?

Zauberstäbe herstellen und – ich glaube ich kann ganz gut unterrichten. :)

Gibt es Völker, die besonders oder nur selten magiebegabt sind?

Bei Elfen ist die Magiebegabung ausgeprägt. Eher selten bei Dunkelelfen. Bei Menschen kommt sie gelegentlich vor, bei Trollen gar nicht, ebenso weiß ich von keinen Gnomenzauberern. Zwergenmagier gibt es ebenfalls weniger. Das größte Talent besitzen die weiblichen Mischlinge, die Nebelhexen – erstaunliche Wesen, die ich sehr schätze.

Gibt es Talente, die nur selten vorkommen?

Hüter der Steine, die die Drachen rufen, sind leider sehr selten geworden seitdem sie von den Dämonen ausgelöscht wurden. Auch das Talent Zauberstäbe herzustellen kommt selten vor.

Darf sich jeder Zauberer einen Zauberstab erschaffen? Und ab welchem Zeitpunkt?

In der Regel gelingt das niemandem, der seine Ausbildung nicht abgeschlossen hat und die Grundausbildung umfasst etwa dreißig Sommer. Anschließend werden die Talente herausgearbeitet und geschult. Ich kenne niemanden, dem das vor seinem 80. Geburtstag gelang. *räusper* Doch, nun kenne ich jemanden …

Wonach wird der Lebensbaum eines Zauberers ausgewählt?

Der Lebensbaum wird nicht gewählt, er wählt den Zauberer!

Das Lied der Elfen

Die Diomár existierten lange Zeit nur im Geheimen, bevor sie zu einem offiziellen Zaubererbund wurden. Was hat sich dadurch verändert?

Die Diomár waren tatsächlich eine Weile ein recht zwielichtiger und eigenbrötlerischer Haufen. Verzeih mir diese Wortwahl, aber so war es. Zum Glück ist das heute anders. Wir sind offener und lassen Wesen, die sich für uns interessieren, auch gerne auf die Geisterinseln. Das haben wir Darian und seinen Freunden zu verdanken. Die Völker beginnen uns zu akzeptieren und uns teilweise sogar zu vertrauen.

Besonders talentierte MagierInnen dürfen nach einer langen Ausbildung in den Kreis der Diomár aufgenommen werden. Die alten Regeln geben um die hundert Sommer und Winter vor, es gibt aber auch Überlegungen, die Gesetze zu lockern. Befindet sich der Zaubererbund im Wandel?

Ja, ich denke das ist er. Aber das ist auch gut so. Das einzig stetige ist der Wandel.

Wie hat sich Dein Leben verändert, als Du das Oberhaupt der Diomár geworden bist?

Es hat sich sehr verändert und ich mag mein neues Leben, auch wenn es viel Verantwortung birgt. Die Menschen achten mich und meine Entscheidungen und die meisten haben mittlerweile gemerkt, dass wir Zauberer nichts Böses tun und jene die jung sind in die richtigen Bahnen lenken. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten.

Gibt es Orte, an denen Du Dich besonders gern aufhältst?

Ich liebe die Geisterinseln und den Kreis der Seelen, der erfüllt ist von ursprünglicher Magie. Aber auch auf der Nebelinsel fühle ich mich sehr wohl. Dort sind die Wesen sehr offen, freundlich und unkompliziert. Northcliff liegt mir ebenfalls am Herzen, nur könnte ich auf einige Adlige dort gut verzichten.

Wenn Du mal einen freien Tag hättest, wie würdest Du ihn verbringen?

Ich glaube ich würde mir eure Welt genauer betrachten. Schon das was ich jetzt bei diesem kurzen Besuch alles gesehen habe ist erstaunlich!

Was hat Dich geprägt?

Mein langes Leben, die vielen Kriege und Verluste die ich erleiden musste. Natürlich meine Ausbildung, Wesen mit denen ich zu tun hatte. Das alles prägt.

Wer steht Dir besonders nah?

Wo soll ich beginnen? Die gesamte Northclifffamilie. Dann natürlich Lilith, die eine gute Freundin und mir Hilfe ist. Und Kayne. Er ist ein besonderer junger Mann.

Was ist Dir wichtig?

Darian, Leána, Kayne und Toran haben mir viel aus eurer Welt erzählt. Achtet auf sie, zerstört nicht eure Natur, sie ist von Magie und Wesen beseelt, die ihr vermutlich gar nicht wahrnehmen könnt. Und verliert euch nicht in sinnlosen Kriegen. Kriege bringen nur Leid. Öffnet euch der Magie – wir helfen euch dabei!

Herzlichen Dank für dieses Interview! :)

Ich danke dir für dieses … ähm … Interview? Der Hexentee ist übrigens köstlich. Du musst mir verraten welche Kräuter er enthält, ich werde mir einen in Albany zusammenstellen.

Dafür, dass Du meine vielen Fragen beantwortet hast … Im Hexentee waren Apfelminze, Hanfblätter, Zitronenverbene, Ringelblumen, Spitzwegerich und Rosenblüten. ;)

Gewinnspiel

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ihr eins von drei signierten Taschenbüchern von „Das Lied der Elfen“ gewinnen könnt! Um teilzunehmen, müsst ihr 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und mir bis zum 12. November 2015 als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage beantworten:

Wenn ihr nach Albany reisen könntet, was würdet ihr dort machen?

Die Ziehung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Morgen geht es bei Barbara dann mit einem Beitrag zum Thema Freundschaft weiter!

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Aileen P. Roberts – Das Lied der Elfen (Weltenmagie 3)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Oktober 2015
Autorenseite
Verlag: Goldmann

Rezension

Leána, Kayne und Rob kämpfen in der sterbenden Welt Sharevyon um ihr Leben – und darum, diese Welt verlassen zu können, ohne den Mysharen eine Möglichkeit zu geben, ebenfalls durch das Portal zu gelangen. In Albany werden weiterhin Nebelhexen getötet und der Bärtige treibt seine Pläne voran, um Königin Kaya zu stürzen …

Bereits die ersten Zeilen haben es geschafft, mich wieder tief in diese Geschichte zu entführen. Und das nicht nur inhaltlich, sondern auch emotional. Meine facettenreichen Gefühle zu dieser Reihe waren wieder da – und auch die Angst, dass sich meine Lieblingsfigur einfach opfert.

Die Spannung steigt mit jeder Seite, denn sowohl in Sharevyon als auch in Albany spitzen sich die Ereignisse immer mehr zu und sorgen für viel Dramatik. Mein Hass auf den Bärtigen erreichte eine neue Ebene, während immer deutlicher wurde, welcher meiner zwei Verdächtigen sich hinter ihm verbirgt.

Es gab zwei Stellen, an denen ich ernsthaft überlegt habe, ob ich das Buch weiterlese, weil ich durch bestimmte (teilweise auch erst sich anbahnende) Ereignisse völlig durch den Wind war. Sowas passiert mir nur selten – es zeigt sehr deutlich, wie nah mir viele Figuren stehen und dass dieser Band eine emotionale Achterbahnfahrt für mich war.

Manchmal musste ich aber auch aus Rührung weinen, weil mich sehr innige Beziehungen oder bestimmte Szenen so berührt haben. Und es gab mindestens drei Szenen, wegen denen ich Tränen gelacht habe. Meine Dunkelelfen-Infizierung ist dabei munter weiter fortgeschritten, vor allem wegen Jel, Nal und einer Figur, die ich erst in diesem Buch kennen und schätzen gelernt habe. Am meisten erwischt hat mich da aber Nal, auch wenn er ja gar nicht so oft bzw. lang vorkam.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Weiterentwicklung der Figuren über die gesamte Trilogie, besonders deutlich zeigt sich das für mich bei Toran und Kayne. Toran ist nicht nur erwachsen geworden, er hat auch eine wunderbare Tiefe erhalten. Und Kayne zieht sich nicht mehr zurück und blockiert Annäherungsversuche, sondern öffnet sich.

Die Geschichte hält viele Überraschungen und so einige Schocks für uns bereit, natürlich auch (und erst recht) zum Ende hin. Mal hat es mich völlig kalt erwischt, mal hatte ich im Gefühl, dass da noch etwas Unschönes auf uns wartet. Es gab aber auch positive Überraschungen und Entwicklungen, die mich stolz auf „meine“ Figuren gemacht haben.

„Das Lied der Elfen“ war für mich eine abwechslungsreiche, intensive und emotionale Lektüre, die mich völlig mitgerissen hat. Freundschaft und Zusammenhalt sind während der gesamten Reihe ein wichtiges Thema, neben der Bedrohung durch die Mysharen ging es aber auch um die persönliche Weiterentwicklung. Die Weltenmagie-Trilogie wird mit einem für mich sehr runden Ende abgeschlossen und hinterlässt unglaublich viele Eindrücke. Und natürlich Figuren, die auch nach dem Lesen bei mir bleiben und mich einfach sehr berührt haben. Außerdem gefällt mir, dass man die Geschichte noch weiterspinnen kann …

Reihenfolge:

  1. Der letzte Drache
  2. Das vergessene Reich
  3. Das Lied der Elfen

Aileen P. Roberts – Das vergessene Reich (Weltenmagie 2)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im April 2015
Autorenseite
Verlag: Goldmann

Rezension

Leána und ihre Freunde haben in der anderen Welt am Glastonbury Tor ein verschlossenes Portal entdeckt, das in die Elfenwelt führen könnte. Gibt es eine Möglichkeit, die Elfen Albanys vor dem Vergehen zu bewahren? Eine Gruppe wird durch das Portal geschickt, um diese Welt zu erkunden – unter ihnen sind auch Leána, Kayne und Rob. Die fremde Welt Sharevyon ist allerdings dem Untergang geweiht, wenn die Drachen und andere magische Wesen nicht zurückkehren, denn es gibt dort keine Magie mehr. Irgendetwas ist merkwürdig in diesem Reich und doch denkt die Gruppe aus Albany über eine Rettungsaktion nach – nicht ahnend, dass sie mitten in einer tödlichen Falle stecken …

Der zweite Teil der Weltenmagie-Trilogie begann für mich sehr emotional, weil ich wegen einem Ereignis aus dem letzten Band gleich wieder einen dicken Kloß im Hals hatte. Die gedämpfte Stimmung und Traurigkeit konnte ich daher intensiv spüren, aber ich war auch auf Kayne stolz, der Leána die Aufgabe abnimmt, die Elfen über das entdeckte Portal zu unterrichten. Ich war also gleich wieder mitten in der Geschichte und bei „meinen“ Figuren.

Die neue Welt, Sharevyon, ist so völlig anders als erwartet. Verfallen, ausgelaugt, ohne Magie und irgendwie seltsam. So eine Art dystopische Elfenwelt, in der es so einige Überraschungen und rätselhafte Dinge gibt. Sogar eine Figur, die mich abschreckt und gleichzeitig sehr neugierig macht. Ich bin so gespannt, was mich da im abschließenden Band erwartet! Und ich hoffe, auch etwas von den Dunkelelfen in Sharevyon zu sehen und nicht nur zu hören …

Aber nicht nur in der neu entdeckten Welt gibt es mitreißende Ereignisse und viel zu spekulieren, auch in Albany tut sich da einiges! Beispielsweise treibt der Bärtige, den ich ja heiß und innig hasse, weiter sein Unwesen – allerdings gefällt mir, dass man etwas über seinen Hintergrund und seine Motive erfährt. Er ist nicht einfach nur „böse“, sondern es gibt Gründe dafür, warum er tut, was er eben tut. Möge sein von Marvachân verfluchtes Haupt in der Sonne verrotten!

Ich habe mich darüber gefreut, dass Nordhalan in diesem Band eine etwas größere Rolle eingenommen hat – immerhin gehört er zu meinen Lieblingsfiguren aus der Weltennebel-Trilogie. Auch mit Toran konnte ich mich in diesem Buch anfreunden. Er ist zwar immer noch keine Lieblingsfigur von mir, aber mir gefällt seine Entwicklung! Dieser Band hat ihn reifer werden lassen, was auch an der Auseinandersetzung mit Verlust und Wut liegt. Glücklicherweise hat er Jel’Akir an seiner Seite, die mich auch mit ihrer Klugheit und ihrem Einfühlungsvermögen beeindruckt hat.

Es gibt zwei Figuren, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe – dieselben wie im ersten Band. :) Kayne tat mir oft leid, aber ich habe auch seine innere Stärke bewundert, obwohl er manchmal schon verdammt dickköpfig ist und manches nicht annehmen kann (da gab es beispielsweise eine Szene mit Darian, wegen der ich fast geheult hätte). Nal’Righal wirkt auf viele sicher kühl und fast schon abweisend, aber irgendwie hatte er mich ja gleich erwischt, und das wurde in diesem Buch nur noch schlimmer! Ich hatte auch wieder etwas zum Grinsen – und wenn jemand Toran den Kopf zurecht rücken kann, dann Nal …

Die stimmungsvolle Geschichte hat einen extremen Sog entwickelt, es war an allen Ecken unheimlich spannend und ich war doch so neugierig, wie es weitergeht! Die neue Welt und ihre Geheimnisse waren seltsam aber auch sehr faszinierend, ich konnte schön spekulieren und wurde doch oft überrascht. Eine Geschichte, in die ich völlig versinken konnte und die mir intensive Lesestunden bereitet hat. Und ein Ende, das mich emotional ziemlich erwischt hat, auch wenn niemand gestorben ist. Oder noch nicht? Da hilft wohl nur weiterlesen! Im September erscheint der abschließende Band …

Reihenfolge der Weltenmagie-Trilogie:

  1. Der letzte Drache
  2. Das vergessene Reich
  3. Das Lied der Elfen

Blogtour zu „Das vergessene Reich“ von Aileen P. Roberts: Dunkelelfen

Heute darf ich euch im Rahmen der Blogtour zum zweiten Teil der Weltenmagie-Trilogie bei mir begrüßen! Wir sind tatsächlich schon bei der vorletzten Station angelangt und nachdem es gestern bei Yagmur ein Figureninterview zu entdecken gab, widme ich mich nun den Dunkelelfen.

Bereits in der Edda, der isländischen Sammlung germanischer Mythen, werden sie erwähnt. Dort wird vom „kleinen Volk“ der Alben gesprochen, die sich in zwei Gruppen aufteilen: den Lichtalben und den Dunkelalben. Die Lichtalben leben in den Wäldern und Feldern, die Dunkelalben unter der Erde. Aus den Dunkelalben der germanischen Überlieferung wurden die Zwerge und Trolle der deutschen und skandinavischen Überlieferung.

Im Tabletop-Spiel „Warhammer Fantasy“ werden die Dunkelelfen als von Sadismus und Grausamkeit geprägte bösartige Gesellschaft dargestellt, die auf einem kühlen und feuchten Kontinent leben. Eine Negierung der Hochelfen, ihrer verhassten Vettern – ein Bürgerkrieg trennte das einst gemeinsame Volk.

In der sechsteiligen Romanreihe „Die Saga vom Dunkelelf“ von R. A. Salvatore geht es um Drizzt Do’Urden, der nicht so bösartig wie seine Verwandten ist. Er gehört zu den Drow, die auch als Dunkelelfen bekannt sind, und im Unterreich leben. Sie sind Meister im Foltern und schmerzhaften Töten. Das eigene Vorankommen fördern sie durch Mord, Intrigen und Täuschung, auch wenn das Gedeihen der Gemeinschaft über das einzelner Individuen gestellt werden kann.

Blogtour: Das vergessene Reich

Aber wie sind die Dunkelelfen in Albany?

Sie streben danach, ihre Kampfkunst zu verbessern, in der Gesellschaft aufzusteigen und eines Tages ein Còmhragâr zu werden – ein Mitglied der Garde der Herrscherfamilie. Nach 300 Jahren Ausbildung gibt es eine Eignungsprüfung, in der sich entscheidet, ob man aufgenommen wird oder nicht. Zwischen der ersten und zweiten Ausbildungsstufe müssen die Dunkelelfen für etwa zwei Monde die Oberfläche Albanys erforschen, was ihrer Bildung dient. Inzwischen ist es aber auch möglich, dass sie länger an die Oberfläche geschickt werden, denn die Dunkelelfen sind nun ganz offensichtlich ein Teil von Albany.

Ihr Gott ist Marvachân, der Herr des Feuers und des Schwertes. Nach einem ehrenvollen Tod speisen sie bis zur Wiedergeburt an seiner Tafel. Männer und Frauen sind gleichberechtigt, es gibt auch viele Kriegerinnen unter den Còmhragâr. Dunkelelfenfrauen, die für den Erhalt der Art sorgen, genießen großes Ansehen. Sie ziehen die nächsten Krieger des Unterreichs auf und werden mit größtem Respekt behandelt.

Die Gänge nahe der Oberfläche liegen in Finsternis, damit wird es Menschen und Elfen beinahe unmöglich gemacht, sich zurechtzufinden. Das eigentliche Reich der Dunkelelfen beginnt erst darunter, mit magisch schimmernden Moosen und Flechten, Bäumen und Büschen mit leuchtenden Blättern, phosphoreszierenden Steinen und in mattem Grün oder Blau leuchtenden Berghängen. Es gibt viele giftige Kreaturen wie beispielsweise die spinnenartigen Dahmanen, aber auch tödliche Moose oder Pilze. Die große Stadt der Dunkelelfen ist Kyrâstin, dort findet sich auch das Ewige Feuer – ein bis zur Decke reichender Kristallturm auf einer steinernen Insel, in dem Flammen flackern.

Die Dunkelelfen sind ein stolzes und langlebiges Volk, das nicht leichtfertig Bindungen eingeht. Häufig aus politischen Entscheidungen heraus, die Liebe wird jedoch auch hoch geachtet. Ein leidenschaftliches Volk mit einem komplexen aber für Menschen nicht unbedingt leicht nachzuvollziehendem Verhaltenskodex, beispielsweise würde es Schande über einen bringen, wenn man das Mitglied einer ehrwürdigen Familie einfach so um Hilfe bittet. Diese muss man sich verdienen, indem man ihm einen Gefallen tut – erst danach ist man in der Lage, ehrenvoll eine Gegenleistung verlangen zu können.

Bild: http://blogtouren.de/

Bild: http://blogtouren.de/

Und jetzt möchte ich euch noch zwei Dunkelelfen vorstellen, die mir in dieser Reihe besonders ans Herz gewachsen sind. :)

Als erstes Nal’Righal, der mich ziemlich heftig erwischt hat und inzwischen auch dafür sorgt, dass die seltsamen Blicke, mit denen ich bedacht werde, nicht weniger werden. Er ist ein Còmhragâr-Krieger und Abkömmling der Herrscherfamilie, der an die Oberfläche geschickt wurde, um die Soldaten von Northcliff auszubilden. Nal hat dunkelgraue Haare und ein markantes Gesicht mit hohen Wangenknochen. Er ist größer als die meisten Dunkelelfen und – ungewöhnlich für sein filigranes Volk – so muskulös, dass man seine Schultern mit denen eines menschlichen Schmieds vergleichen kann. Nal scheut keine klaren Worte, wenn es um Dinge geht, die ihm wichtig erscheinen. Er ist ein beeindruckender Krieger, der seine leidenschaftliche Seite hinter einer kühlen und fast schon abweisenden Ausstrahlung verbirgt.

Jel’Akir befindet sich noch in der Ausbildung und ist für ihr Volk von eher kleiner Statur. Sie hat feine, anmutige Gesichtszüge und dunkelgraue Haare. Ihre Augen haben eine ähnliche Färbung und zeigen ihre Wissbegier und Klugheit. Jel amüsiert sich manchmal darüber, dass die Menschen sie nicht wahrnehmen, aber sie mag dieses kurzlebige Volk. Besonders verbunden ist sie Leána und Toran. Sie ist von der Wärme und lebenspendenden Energie der Sonne fasziniert, auch wenn das Licht des Tages in ihren Augen schmerzt. Im Unterschied zu den meisten Dunkelelfen mag Jel Pferde, selbst wenn sie noch keine herausragende Reiterin ist. Und sie fühlt sich an der Oberfläche wohl!

Das vergessene Reich

Weiter geht es mit drei Dunkelelfen-Fragen, die ich Aileen stellen durfte! :)

Welche Dunkelelfen-Klischees wolltest Du durchbrechen?

Ich kenne eigentlich gar nicht so viele Dunkelelfenbücher bzw. Klischees über sie. Aber meist werden sie ja als extrem grausam beschrieben, meist die Gegenspieler zu den „guten“ Elfen. Auch bei mir sollten sie kriegerisch sein, aber trotzdem wollte ich auch ihre guten und „menschlichen“ Seiten herausstellen. Stolze Individuen, die sich auch unterscheiden. So gibt es bei mir sogar einen recht gutmütigen senilen Dunkelelfen. :)

Wie hast Du Deine Dunkelelfen und das Unterreich entwickelt, hattest Du da von Anfang an sehr klare Vorstellungen oder ist das nach und nach entstanden?

Ich hatte ein stolzes Volk vor Augen mit seinen eigenen Regeln, ein sehr kultiviertes aber auch strenges Volk, das in Städten von großer Schönheit unter der Erde lebt – lange Zeit unentdeckt von Menschen und anderen Rassen. In „Weltennebel“ lernt man ja die Herrscherstadt Kyrâstin kennen. In Weltenmagie spielt zwar alles auf der Oberfläche, aber die Dunkelelfen sind nun Teil der Welt von Albany und bringen auch etwas von ihrer Kultur und ihrer Kampfkunst mit ein und unterrichten die Soldaten von Northcliff.

Liegt Dir eine Deiner Dunkelelfen-Figuren besonders am Herzen oder hat sich in Deinen Alltag geschlichen?

Nicht nur eine. :) Ich mag den zerstreuten und liebenswürdigen Dunkelelfenmagier Ray’Avan, auch Nal’Righal wurde – eigentlich unabsichtlich – von einer unnahbaren und anfangs wenig sympathischen Figur zu jemandem, mit dem man durchaus befreundet sein könnte (zumindest, wenn man auf Totenköpfe als Teelicht vor seinem Fenster steht). Das war jetzt ein kleiner Insider.
Auch Jel’Akir hat sich derart in das Buch gedrängt, dass ich sie nicht mehr rausbekommen habe. Aber Toran braucht sie – und deshalb durfte sie bleiben.

Gewinnspiel

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ihr eins von drei signierten Taschenbüchern von „Das vergessene Reich“ gewinnen könnt!
Um teilzunehmen, müsst ihr 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und mir bis zum 13. Mai 2015 als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage beantworten:

Was würde euch am meisten fehlen, wenn ihr nicht mehr an der Oberfläche leben könntet?

Die Ziehung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Morgen beendet Yasmin dann die Blogtour mit dem Thema: Umgang mit Verlust und Wut.

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Quellen
Edmund Jacoby – 50 Klassiker. Die Mythen und Sagen des Nordens
http://de.wikipedia.org/wiki/Warhammer_Fantasy
http://de.faerun.wikia.com/wiki/Drow
Aileen P. Roberts – Das Reich der Dunkelelfen (Weltennebel 2)
Aileen P. Roberts – Der letzte Drache (Weltenmagie 1)
Aileen P. Roberts – Das vergessene Reich (Weltenmagie 2)

Aileen P. Roberts – Der letzte Drache (Weltenmagie 1)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im November 2014
Verlagsseite
Autorenseite

Rezension

Am 25. Geburtstag von Prinz Kayne zeigt sich, dass er kein rechtmäßiger Thronerbe von Albany ist, weil die Drachen ihm die Weihe zur Unsterblichkeit verweigern. Die schon lange existierenden Zweifel an seiner Abstammung waren also berechtigt und sein Vater ist nicht Darian von Northcliff, sondern der Zauberer Samukal, der einst Dämonen beschworen hat.

Kayne will sich allein aus der Burg schleichen, doch dabei hat er die Rechnung ohne seine Freunde, die Nebelhexen Leána und Siah sowie Toran von Northcliff, gemacht. Zusammen reisen sie durch Albany und entdecken ein magisches Portal in unsere Welt, das sie in die schottischen Highlands führt. Dort begegnen sie unter anderem dem geheimnisvollen Rob, der Leána fasziniert und den etwas mit Albany verbindet …

Der Prolog hat mich gleich voll erwischt, weil er sowohl meine mystische als auch meine tragische Seite anspricht. Auf eine sehr stimmungsvolle Weise, die zum Spekulieren einlädt und mich sehr berührt hat. Der Wechsel zum 1. Kapitel hat sich dann ein wenig wie ein Bruch angefühlt, einfach weil es eine ganz andere Atmosphäre war, die mich aber trotzdem überzeugt hat. Ich konnte mich leicht in die „eigentliche“ Geschichte fallen lassen und mitfiebern, hatte dabei aber immer noch den wunderbaren Prolog im Hinterkopf und war auf der Suche nach Verbindungen.

Die Weltenmagie-Reihe spielt ungefähr 20 Jahre nach der Weltennebel-Trilogie, die ich ja sehr mag. Daher habe ich mich natürlich gefragt, ob es Aileen P. Roberts schafft, mich mit den Hauptfiguren in Weltenmagie auch wieder so intensiv zu erwischen. Es war ein ganz klein wenig durchwachsener, denn mit einer von ihnen bin ich nicht so wirklich warm geworden. Dafür gab es aber auch Hauptfiguren, die mich gleich angesprungen haben – und auch Nebenfiguren …

Es gab tatsächlich wieder einen Dunkelelfen, der mich fasziniert hat, auch wenn er etwas undurchsichtig und nicht immer nett ist. Aber er hat mich zum Grinsen gebracht und sich irgendwie in mein Herz geschlichen. Es wird sich noch zeigen, ob das gut oder schlecht ist … Meine absolute Lieblingsfigur ist aber Kayne, sicherlich auch wegen seiner tragischen Seite, aber nicht nur. Es gab ein paar Szenen, bei denen ich ihn am liebsten umarmt und etwas getröstet hätte – und das ist etwas, was mir nicht allzu oft passiert.

Und wo ich gerade bei Kayne bin … Ich hätte gerne etwas mehr über seine Magie bzw. darüber, wie er sie erlernt hat, erfahren. Das ist mir zu kurz gekommen, aber vielleicht musste das ja aus dramaturgischen Gründen noch warten – ich hoffe da einfach mal auf die nächsten Bände. ;) Möglicherweise ist mir das besonders aufgefallen, weil es in unserer Welt kaum magische Wesen gibt und mich Albany da doch sehr verwöhnt hat. Ich litt da also auch ein wenig an Heidefee-Entzug. *g*

Es gab auch eine Phase, in der mir die humorvollen Ereignisse aufgrund der fremden Kultur etwas zu viel waren. Das hat zwar gepasst und trifft ganz sicher den Geschmack von vielen Lesern, jedoch nicht so sehr meinen ganz persönlichen Humor. Der hatte dafür an anderen Stellen seinen Spaß. Und die Geschichte entwickelte sich dann ja schnell in eine andere Richtung weiter, die mich wieder voll überzeugen konnte.

„Der letzte Drache“ war für mich eine spannende und gleichzeitig sehr emotionale Lektüre, die mich auch mit einem Ereignis konfrontiert hat, an dem ich ganz schön zu knabbern hatte. Eine berührende Geschichte mit tollen Ideen und viel Platz für Spekulationen, die bei mir für wunderbares Kopfkino gesorgt hat. Ich habe mich über das Wiedersehen mit einigen lieb gewonnenen Figuren gefreut, es konnten sich aber auch ein paar neue in mein Herz schleichen. Und natürlich bin ich extrem neugierig, wie es im 2. Teil „Das vergessene Reich“ weitergeht! :)

Weltenmagie 1

Blogtour zu „Der letzte Drache“ von Aileen P. Roberts

Heute hält die Blogtour zum ersten Teil der Weltenmagie-Trilogie von Aileen P. Roberts bei mir und ich darf ein Interview mit der Autorin führen. Das hatte ich schon länger vor, aber irgendwie ist es nie dazu gekommen. Also ist JETZT wohl einfach der richtige Moment dafür! :) Vielleicht ja auch, weil ich gerade „Der letzte Drache“ lese und schon wieder völlig in der magischen Geschichte abgetaucht bin. Ich liebe ja die Weltennebel-Trilogie, aber die Chancen stehen gut, dass mich auch Weltenmagie begeistert. Vielleicht habe ich ja auch Glück und es überleben ein paar meiner Lieblingsfiguren. *g*

Oooh jeeh, das wird nix!
Meine Güte … Horac, bist du das?
Oooh jeeh, das Augenlicht schwindet auch schon!
Neeein, hier ist es nur dunkel.
Oooh jeeh, kein Geld für Strom … Das wird nix!
Neeein, das ist nur gemütlicher. Schau, da drüben brennt eine Kerze.
Oooh jeeh, eine blaue Kerze? Kein Geld für ordentliche Kerzen … Das wird nix!
Das ist eine blaue Meditationskerze. Hat mir Tagilis letzte Woche gegeben …
Oooh jeeh, nicht nur das Augenlicht schwindet, sondern auch der Geist.
Hmpfn.
Oooh jeeh, gefolgt von der Sprache …
Horac! Ich bin nicht verwirrt!
Oooh jeeh, das sagen sie alle … Das wird nix!
Oooh jeeh! Schnell zum Interview …

© Aileen P. Roberts

 
Ich wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Aileen P. Roberts ist mein Pseudonym, in Wirklichkeit heisse ich Claudia Lössl. Nach zahllosen Umwegen und einer abgebrochenen Banklehre (das war wirklich nicht mein Ding!) studierte ich Sozialpädagogik und arbeitete später auch als Reitlehrerin und Reitpädagogin.

Mit 19 Jahren reiste ich zum ersten Mal nach Schottland und entdeckte dort meine keltische Seele. Ich glaube, ich wollte niemals etwas anderes, als mit Pferden umgehen, Bücher schreiben und in Schottland leben – seit Herbst 2013 habe ich mir diesen Traum erfüllt.
 
 

Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Humorvoll, chaotisch, fantasievoll, manchmal stur.

Wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Was bitte ist ein normaler Tag??
Einen „normalen“ oder geregelten Tag gibt es bei mir eigentlich nicht. Kommt immer drauf an, an welchen Tagen die Kleine in den Kindergarten geht (momentan nur 3), an diesen Tagen setze ich mich so bald es geht an den Computer und schreibe, und immer dann wenn sie schläft. Erst eine Tasse Tee, dann einen Kaffee oder umgekehrt  . Entweder ich habe einen ganzen Tag zum Schreiben (selten) oder ich muss nachmittags Reitstunden geben, oder ich muss mich um die Pferde kümmern, unser junges Pferd reite ich gerade selbst ein.
Kind abholen, oder sie war ohnehin schon im Stall dabei. Abendessen (Mittagessen vergesse ich in der Regel *g*). Kleinen Wirbelwind ins Bett bringen, dann lesen oder fernsehen oder wenn mein Mann und ich uns noch aufraffen können, noch ein bisschen schreiben. Wie ihr seht, jeder Tag ist anders … Zwischendrin Leserunden, Facebook etc. – manchmal wünschte ich, der Tage hätte sehr viel mehr als 24 Stunden …

Wenn Du Dir einen perfekten Tag wünschen könntest, wie sähe dieser aus und wo würdest Du ihn verbringen?

Das Töchterlein schläft ausnahmsweise mal bis halb 9, gemütliches Frühstück mit Familie mit Blick aufs Meer in unserem Cottage in Schottland. Ausritt mit einem der Pferde, gegen Mittag anfangen zu schreiben, etwa bis zum späten Nachmittag. Pause und gemütlich Tee oder Cappuccino trinken. Abends kommen dann durch ein magisches Portal ein paar gute Freunde aus Deutschland und unsere supernetten schottischen Nachbarn, wir machen uns einen gemütlichen Abend am Kamin (bei gutem Wetter Lagerfeuer) und beobachten, wie der Mond langsam in Richtung der Äußeren Hebriden wandert … Klingt ziemlich perfekt, oder?

War von Anfang an geplant, die Geschichte Albanys in zwei Trilogien zu erzählen oder ergab sich das erst nach der Veröffentlichung von Weltennebel?

Nein, war es nicht und ich bin eigentlich auch kein großer Fan von Endlosserien, deshalb habe ich bewusst Weltennebel mit „Im Schatten der Dämonen“ abgeschlossen. Nur hatte ich das Gefühl, ich hätte in Albany noch etwas zu erzählen und habe – 3 Bücher später – gemeinsam mit einigen anderen Vorschlägen, dem Goldmann Verlag die Idee für eine Fortsetzung geschickt. Ich habe mich sehr gefreut, dass es ihnen gefallen hat. Ich habe aber bewusst versucht so zu schreiben, dass man grundsätzlich Weltenmagie lesen kann, ohne Weltennebel zu kennen. Wenn jemand wissen möchte wie alles begann, bin ich natürlich auch nicht böse. 

Weltenmagie 1

Wie leicht oder schwer ist Dir die Rückkehr nach Albany gefallen?

Sehr leicht, es war fast wie nach Hause kommen.  Mir fällt es immer sehr schwer, eine von mir entworfene Welt und vor allem die Figuren, mit denen ich viel Zeit verbracht habe, zu verlassen und so habe ich mich sehr darauf gefreut. Da es – das verrate ich jetzt schon mal – im 2. Band in eine ganze andere Welt geht, bin ich um das Schaffen einer neuen Welt jedoch auch nicht herumgekommen.

Gibt es dort eine Figur, die Dir besonders am Herzen liegt?

Schwierige Frage, auch wenn ich nicht immer zu allen nett bin, sind sie mir doch alle wichtig. Wenn ich mich entscheiden müsste, ist es vielleicht Kayne. Der junge Zauberer hat es auf Grund seiner Herkunft nicht leicht und manchmal steht er sich selbst im Weg.

Hat Dich während des Schreibens von „Der letzte Drache“ eine bestimmte Musik begleitet oder brauchst Du dazu eher Ruhe?

Nein, diesmal keine besondere Musik, außer man möchte den schottischen Wintersturm, der mich in Teil 1 begleitet hat, als Musik bezeichnen …

Wie sieht Dein Schreibtisch aus, herrscht da eher Chaos oder Ordnung?

CHAOS *räusper*

Zusammen mit Deinem Mann hast Du ja „Der Kampf der Halblinge“ geschrieben, wie seid Ihr dabei vorgegangen?

Zunächst hatten wir überlegt, dass jeder bestimmte Figuren übernimmt und dann deren Part schreibt. Das hat dann aber nicht so richtig funktioniert. Schließlich sind wir dazu übergegangen, Szenenweise zu schreiben, jeder hat die Teile des anderen gelesen und korrigiert oder ein wenig angeglichen. Natürlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten und hin und wieder hat es gekracht, aber wir haben es beide unbeschadet überlebt ;-) und könnten uns auch vorstellen, ein weiteres Buch gemeinsam zu schreiben.

Der Kampf der Halblinge

Entwickeln sich Deine Figuren auch mal ganz anders als geplant oder nehmen mehr Platz ein?

Das passiert fast jedes Mal! Manche Figuren die überleben sollten sterben „aus Versehen“, andere denen ich nur kleine Rollen zugewiesen hatte, möchten auf einmal mehr Beachtung haben. So war es diesmal bei der Dunkelelfe Jel’Akir, sie sollte eigentlich nur eine Nebenrolle bekommen und dann … na lest selbst …

Deine Geschichten spielen oft in Schottland, in ihnen spürt man auch Deine Liebe zu diesem Land. Warum gerade Schottland?

Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Seitdem ich mit 19 das erste Mal in den Highlands war, zieht es mich immer wieder dort hin. Ich persönlich glaube ja, dass man nicht nur einmal lebt. Vielleicht war ich in einem früheren Leben schon einmal dort …

Mit „Schatten über Duntulm Castle“ ist Dein erster historischer Roman erschienen. Wie aufwändig war die Recherche? Und könntest Du Dir vorstellen, weitere Bücher in diesem Genre zu schreiben?

Sagen wir mal, der erste rein historische. Bei „Der Feenturm“ stand ja Fantasy auch eher im Hintergrund. Und bei beiden Büchern war die Recherche natürlich aufwendiger als in reinen Fantasybüchern, wobei man in diesem Fall Welten entwerfen muss, was auch nicht gerade wenig Arbeit macht. Aber für Duntulm Castle und auch den Feenturm musste ich viele Fachbücher lesen, größtenteils englisch und ich habe auch die meisten Orte für meine Recherche besucht, was mir viel Spaß gemacht hat.
Für „Schatten über Duntulm Castle“ hatte ich lange Zeit keinen Verlag, deshalb habe ich es mehrfach überarbeitet und hatte so auch mehr Zeit, noch mehr geschichtliche Details zu ergänzen.
Ja, doch, historische Romane machen mir auch sehr Spaß, ich könnte mir vorstellen, wieder einen zu schreiben.

Schatten über Duntulm Castle

Gibt es in der Geschichte Schottlands eine Zeit oder eine Persönlichkeit, die Dich besonders interessiert?

Nach wie vor die Keltenzeit – und über diese Persönlichkeiten ist ja leider nichts bekannt. Ich würde zu gern wissen, wer in der alten Ruine des Brochs gelebt hat, der auf dem Hügel hinter unserem Cottage in Schottland steht. Wie haben sie gelebt, was haben sie schon damals gewusst, und was würden sie über uns denken, wenn sie uns heute sehen würden?
Natürlich gibt es auch sonst noch zahlreiche spannende Figuren, Robert the Bruce, Bonnie Prince Charlie, Maria Stewart, aber ich glaube, es sind eher diejenigen, über die noch niemand geschrieben hat, die mich interessieren.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich schreibe Bücher, die ich selbst gern lesen würde, deshalb würde es mir auch sehr schwer fallen, über etwas zu schreiben, nur weil es gerade „in“ ist.
Gerade in meinen Schottlandromanen versuche ich den Lesern zu vermitteln, dass Großbritannien mehr ist als Regen und schlechtes Essen. Beides ist weniger dramatisch als man meinen möchte. Schottland ist ein raues Land, das habe ich selbst schon häufig erlebt, aber wenn die Sonne rauskommt und das Meer zum Strahlen bringt, ist das vergessen. Es hat seine eigene Faszination und ich glaube, entweder man mag es oder eben nicht.
Außerdem glaube ich, dass in Fantasyromanen oft mehr Wahrheit steckt als man glauben möchte. Warum soll es nicht andere Welten oder Wesen geben, die die meisten mit ihren Sinnen nur nicht wahrnehmen können …

Was liest Du selbst gern?

Ich lese selbst gerne Fantasy, ab und zu historische Romane, auch mal einen Thriller oder Krimi zwischendrin.

Woran arbeitest Du gerade?

Lektorat von „Das Vergessene Reich“ und ich schreibe Teil 3 von Weltenmagie.

Herzlichen Dank für das Interview – ich wünsche Dir viel Erfolg!

Vielen Dank für das schöne Interview und euer Interesse!
 


 

GEWINNSPIEL

Im Rahmen der Blogtour könnt ihr eins von drei signierten Print-Exemplaren von „Der letzte Drache“ gewinnen. Dazu müsst ihr bis zum 3. November folgende Frage als Kommentar (mit Angabe eurer eMail-Addy) beantworten:

Was verbindest du mit Schottland?

Die Gewinner werden auf der Blogtouren-Seite bekanntgegeben.
(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren. Bei Betrugsversuchen wird der Teilnehmer disqualifiziert. Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands.)

Morgen geht es dann bei Barbara mit den bisherigen Veröffentlichungen weiter! :)

[Vorfreude] Aileen P. Roberts – Der letzte Drache (Weltenmagie 1)

Aileens Weltennebel-Reihe mochte ich ja sehr, daher freue ich mich auch schon riesig auf die Fortsetzung, die 20 Jahre später spielen wird. Der erste Teil der Weltenmagie-Trilogie erscheint im September und ich drücke mir schon mal selbst die Daumen, dass die Lieblingsfiguren-Sterberate da nicht ganz so hoch ist … ;)

Kurzbeschreibung

Er wurde geboren, um Albanys Krone zu tragen – doch als Prinz Kayne vor der Thronbesteigung die Weihe zur Unsterblichkeit erhalten soll, verweigern ihm die Drachen diese Gunst. Denn nicht der einstige König, sondern der grausame Zauberer Samukal soll sein Vater sein. Vor den Anfeindungen flieht Kayne aus der Hauptstadt, an seiner Seite Leána, die schöne Tochter einer Dunkelelfin und eines Menschen. Sie entdecken ein magisches Portal – und geraten in unsere Welt. In Schottland treffen sie auf den geheimnisvollen Rob, der Leána nicht nur von Anfang an fasziniert, sondern der auch für Albanys Schicksal von entscheidender Bedeutung sein wird …

Im zweiten Teil, der im März 2015 erscheinen wird, geht es um die Elfenwelt Sharevyon, die Leána und Kayne vor dem Aussterben bewahren wollen. Ich bin ja schon sooo neugierig! Und horte besser schon mal Taschentücher … Da laufen doch sicher tragische Elfen herum, die ich dann wieder schneller in mein Herz schließe, als mein Kopf denken kann. Manchmal reicht es ja schon, wenn sie nur melancholisch gucken. Puh, ich bin echt ein leichtes Opfer …

Meine Weltennebel-Rezensionen:

  1. Das magische Portal
  2. Das Reich der Dunkelelfen
  3. Im Schatten der Dämonen
SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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