Willkommen …

... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

Phantastik-Autoren-Netzwerk

Blog via E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 21 anderen Abonnenten an

Lesungen auf YouTube:

Online

Users: 3 Guests, 3 Bots

Einträge mit dem Schlagwort Thomas Finn

Die Gezeitenwelt als eBook!

Die Gezeitenwelt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Thomas Finn, Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser und Karl-Heinz Witzko. In dieser Saga geht es um eine Welt, die nach einem Kometeneinschlag von einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes heimgesucht wird. Jedoch ist dies nicht das Ende, sondern der Beginn einer neuen Epoche, die von wundersamer Magie, phantastischen Abenteuern und rätselhaften Entdeckungen geprägt ist.

Die Saga umspannt einen Zeitraum von etwa 50 Jahren und ist grob in drei Roman-Staffeln aufgeteilt, von denen bisher jedoch nur die erste veröffentlicht wurde. In diesen fünf Bänden lernt man die Protagonisten und Antagonisten kennen, erfährt die Grundlagen für kommende Konflikte und auch erste Geheimnisse werden gelüftet. Zusätzlich ist eine Vorgeschichte erschienen, die ca. 500 Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt.

  • Band 0: Magus Magellan – Das Geheimnis der Gezeitenwelt (Vorgeschichte)
  • Band 1: Bernhard Hennen – Der Wahrträumer
  • Band 2: Hadmar von Wieser – Himmlisches Feuer
  • Band 3: Thomas Finn – Das Weltennetz
  • Band 4: Thomas Finn – Die Purpurinseln
  • Band 5: Karl-Heinz Witzko – Das Traumbeben

Jetzt habe ich auf den Facebook-Seiten von Karl-Heinz Witzko und Thomas Finn gelesen, dass die Bücher als eBook erscheinen. Die Vorgeschichte „Das Geheimnis der Gezeitenwelt“ ist bereits erschienen, dazu schreibt Karl-Heinz Witzko:

Der Roman ist das Präludium zur eigentlichen Serie. Er spielt einige Jahrhunderte in der Vergangenheit, in einer sehr unruhigen und kriegerischen Zeit, und wurde von uns vier Autoren gemeinsam verfasst.
Die folgenden 5 Bände der Serie werden dann in wöchentlichem Abstand erscheinen und bis zum Sommer (falls im August nicht schon wieder Herbst ist oder Frühwinter) ausschließlich bei Thalia erhältlich sein. Danach bei anderen Onlineshops.

Und wer schon immer mal wissen wollte, wer bei der Vorgeschichte welche Teile geschrieben hat, wird bei Thomas Finn fündig:

Da dieser Roman gleich von vier Autoren verfasst wurde, kam übrigens früh die Frage auf, welche Passagen eigentlich von wem stammen? Hier nun die Auflösung: Bernhard nahm sich des Ritters „Lorenzo“ an, Hadmar des Weisen „Guelfo“, Karli der Rebellin „Sarmantha“ und meiner einer der lieblichen „Prinzessin Genia“. Mir ist übrigens heute noch ein wenig blümerant zumute … :)

Es tut sich was! Vor zwei Jahren hatte ich hier auch etwas zur Gezeitenwelt-Reihe geschrieben, und eine Rezi zu der Vorgeschichte gibt es auch.

Thomas Finn – Schwarze Tränen

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juni 2014
Verlagsseite
Autorenseite

Lukas Faust ist ein Nachfahre des berühmten Doktor Faust und schlägt sich als Trickdieb durchs Leben. Seine betrügerische Ex-Freundin, die eigentlich ein Sukkubus ist, lockt ihn in das Faustzimmer von Staufen, wo er von einem Zauberer dazu gezwungen wird, das Erbe seines Ahnen anzutreten, das ihm anschließend gleich wieder abgenommen werden soll. Während des Kampfs um das Zauberbuch, den Höllenzwang, erscheint der Pudel Mephistopheles, der sich als Teufel vorstellt und selbst nicht weiß, wieso er dort aufgetaucht ist. Sicher ist nur, dass in der Hölle ein Machtkampf zwischen gefallenen Engeln und Dämonen ausgebrochen ist. Nur wer die drei Teufelstränen besitzt, beherrscht die Hölle – und einer dieser Tränen war am „Höllenzwang“ angebracht, womit Lukas mitten in den Kampf um den Höllenthron hineingeraten ist.

Die Geschichte beginnt mit einer sehr dichten und unheimlichen Atmosphäre, denn im Prolog wird erzählt, wie Doktor Faust sich 1431 seine Teufelsträne im Silber- und Bleibergwerk Teufelsgrund beschafft hat. Ein klein wenig düster und gleichzeitig faszinierend, weil mich die Stimmung und natürlich meine Neugier gepackt hat. Wie geht es weiter? Was steckt hinter diesen Teufelstränen?
Danach wird in die heutige Zeit gewechselt und wir lernen Lukas kennen, der mit seinem Leben nicht wirklich glücklich ist. Sein Herz schlägt für die Bühnenzauberei und Illusionen, aber um überleben zu können, schlägt er sich als Trickdieb durch. Ein zerrissener junger Mann, der mir gleich sympathisch war.

In diesem Roman wurden sehr viele mystische Aspekte eingearbeitet und miteinander verbunden – beispielsweise treffen wir auf Agrippa von Nettesheim und Abraham von Worms. Das betrifft auch deutsche Sagen, meine persönlichen Favoriten waren da der Nibelungenmythos und die Wilde Jagd! :) Es gibt wahnsinnig viele Verbindungen, Andeutungen, Details, die mich begeistert und oft auch neugierig auf mehr gemacht haben. Ich habe sicherlich nicht alles erkannt, aber wieder einiges gelernt und vor allem hatte ich einen Heidenspaß dabei!

„Schwarze Tränen“ ist eine rasante und extrem spannende Geschichte, bei der die Seiten nur so dahin fliegen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, gehetzt zu werden, es war einfach nur so, dass mich die Ereignisse mitgerissen haben. Ich hatte sehr detailliertes Kopfkino und einige Szenen sind noch immer nah bei mir. Genau wie einige der Figuren, denn neben Lukas habe ich noch die Hexe Millepertia und Abraham von Worms in mein Herz geschlossen. Und Mephisto hat mich durch seinen Humor oft zum Lachen und Schmunzeln gebracht, zum Ende hin aber auch auf ganz andere Weise berührt.

In diesem Buch trifft man auf die verschiedensten Wesen, Mythen und Stimmungen. Es gibt unheimliche Szenen, die aber nicht blutig-detailliert waren, sondern für mich vor allem von der schaurigen Atmosphäre getragen wurden. Aber auch viele humorvolle Momente, die dafür sorgen, dass die Geschichte immer wieder aufgelockert wird und man oft schmunzeln muss. Trotz Höllenpakten und Höllenbewohnern ist das hier aber kein düsterer Roman, sondern ein höllisch unterhaltsames Spektakel mit Tiefgang. Die intelligenten Dialoge, der Ideenreichtum und die Vielschichtigkeit der Geschichte haben mich genauso beeindruckt wie das großartige und für mich sehr emotionale Ende.

Thomas Finn – Der silberne Traum (Die Chroniken der Nebelkriege 0)

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im April 2013
Verlagsseite

Die Elfe Fi erwacht auf dem verlassenen Schiff des Klabauters Koggs Windjammer und kann sich an nichts mehr erinnern. Sie ahnt jedoch, dass sie eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat – nur welche? Und was ist mit ihrem Volk geschehen, dessen Heimat die Nebelkönigin Morgoya zerstört hat? Um Antworten auf ihre Fragen zu finden, muss sie als erstes die Besatzung des Schiffes befreien, welche von einer Sirene verzaubert und entführt wurde. Dabei stößt sie auch auf einen weiteren Gefangenen: Nikk, einem Vertreter des Meervolks. Zusammen nehmen sie den Kampf gegen die von Morgoya entsandten finsteren Schattenkreaturen auf…

„Der silberne Traum“ ist die Vorgeschichte zu der bisherigen Trilogie „Die Chroniken der Nebelkriege“ und sowohl für Neueinsteiger als auch für Kenner der Reihe geeignet. Man benötigt kein Vorwissen, sondern kann durch das Prequel auch einfach eine neue Reihe für sich entdecken und die älteren Bücher dann mit etwas mehr Hintergrundwissen lesen. Wer die Trilogie bereits kennt, erfährt hier die Vorgeschichte von einigen bekannten Figuren, entdeckt aber auch neue Charaktere und Hintergründe.

Das Buch wirkte gleich in mehrfacher Hinsicht wie für mich „gemacht“, was vielleicht auch die große Faszination erklärt, mit der ich diesen Roman gelesen habe. Es gab nicht nur Elfen sondern auch Meerwesen, für beides habe ich ja eine Schwäche. Was aber nicht heißt, dass ich jeden Vertreter dieser Wesen auch automatisch mag. Hier war es jedoch so, weil ihre Charaktere Tiefe und Ausstrahlungskraft besaßen.

Außerdem habe ich die oft maritime Atmosphäre sehr genossen – ich bin ja ein bekennendes Meerkind und war begeistert davon, wie stimmungsvoll und bildreich die Beschreibungen bei mir ankamen. Ich war dort, mitten in der Geschichte. Nicht nur an Deck eines Schiffes, sondern auch unter der Meeresoberfläche.
Dann gibt es noch Magie in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen und eine große Bandbreite an Wesen, die sehr individuell auf mich wirken und nicht einfach „aufgezählt“ wurden.

Diese fesselnde Geschichte ist ziemlich temporeich, es gibt aber auch wundervolle mystische Szenen, die mich sehr berührt haben und für einen Ausgleich sorgen. Auch der Humor kam nicht zu kurz und hat meinen Geschmack genau getroffen, so dass ich häufig grinsen musste. Es gab überraschende Entwicklungen und auch eine tragische Figur, die mich gleich voll erwischt hat. Aber das kenne ich ja schon. ;)

Bisher kannte ich nur den ersten Teil (Das unendliche Licht), bei dem ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte. Diese Tiefe bekomme ich nun im Prequel, worüber ich wirklich glücklich bin, weil ich den Stil des Autors, seine Ideen und die erschaffenen Welten sehr mag. Eine Wohlfühlbuch, das mich verzaubert hat! Mit vielen intensiven Eindrücken, die mich noch länger begleiten…

Die Gezeitenwelt von Magus Magellan

Die Gezeitenwelt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Thomas Finn, Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser und Karl-Heinz Witzko. In dieser Saga geht es um eine Welt, die nach einem Kometeneinschlag von einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes heimgesucht wird. Jedoch ist dies nicht das Ende, sondern der Beginn einer neuen Epoche, die von wundersamer Magie, phantastischen Abenteuern und rätselhaften Entdeckungen geprägt ist. Mehr zum Hintergrund erfährt man hier.

Die Saga umspannt einen Zeitraum von etwa 50 Jahren und ist grob in drei Roman-Staffeln aufgeteilt, von denen bisher jedoch nur die erste veröffentlicht wurde. In diesen fünf Bänden lernt man die Protagonisten und Antagonisten kennen, erfährt die Grundlagen für kommende Konflikte und auch erste Geheimnisse werden gelüftet. Zusätzlich ist eine Vorgeschichte erschienen, die ca. 500 Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt. Mehr dazu findet sich auch hier.

  • Band 0: Magus Magellan – Das Geheimnis der Gezeitenwelt (Vorgeschichte)
  • Band 1: Bernhard Hennen – Der Wahrträumer
  • Band 2: Hadmar von Wieser – Himmlisches Feuer
  • Band 3: Thomas Finn – Das Weltennetz
  • Band 4: Thomas Finn – Die Purpurinseln
  • Band 5: Karl-Heinz Witzko – Das Traumbeben

Die Lektüre der Bücher ist bei mir schon eine ganze Weile her, zuletzt habe ich 2008 die Vorgeschichte gelesen. Aber ich muss immer mal wieder an die Gezeitenwelt denken, sicherlich auch weil mich die Komplexität beeindruckt und noch länger beschäftigt hat. Natürlich können einem nicht alle Bücher gleich gut gefallen, weil sie eben von vier verschiedenen Autoren stammen, die ihren ganz eigenen Stil und ihre eigenen Vorlieben haben. Bei mir war es so, dass ich mich mit einem Buch schwer getan habe, dafür aber von vier Romanen sehr angetan war.

Vielschichtige Charaktere, die sich entwickeln und auch mal ganz andere Seiten zeigen. Humorvolle aber auch tragische Szenen, die einen zum Lachen und Weinen bringen. Mystische und märchenhafte Momente, die mich glücklich gemacht haben. Eine komplexe, detailreiche und faszinierende Welt voller Geheimnisse, die zum Spekulieren verführt. Überraschende Wendungen, die mich zum Staunen gebracht haben. Vielfältige Eindrücke, die mich noch länger beschäftigen. All das macht diese Reihe für mich zu etwas Besonderem – und zu einer unvollendeten Saga, die ich irgendwann zu gerne weiterlesen würde.

Ich gebe die Hoffnung einfach nicht auf, auch wenn sie noch so klein und unwahrscheinlich ist. Und ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag vielleicht den einen oder anderen Leser ein wenig auf die Reihe neugierig machen konnte. ;)

Thomas Finn – Weißer Schrecken

Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im Dezember 2010

Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten … Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet.

Dieser Roman hat eine mysteriöse Grundstimmung – von Anfang an passieren Dinge, die man sich nicht erklären kann. Im Verlauf der Geschichte nehmen diese unheimlichen Ereignisse zu, die Atmosphäre wird intensiver und bedrohlicher. Man versucht die Ereignisse, Andeutungen und einzelnen Verbindungen zu einem großen Ganzen zusammenzufügen – und ist schneller als man denkt wild am Spekulieren!

Bis auf ein paar wenige Szenen, die mir etwas zu grausam waren, fand ich den Grusel-Faktor angenehm. Nicht blutig, sondern schaurig und sehr fesselnd. Damit ist es auch für zarter besaitete Gemüter wie mich sehr geeignet. Außerdem gefällt mir die mythische Seite auch sehr – die ganzen dezent eingestreuten Sagen und Bräuche rund um den Nikolaus, Ruprecht, Perchta und die wilde Jagd.
In die 5 Freunde konnte ich mich größtenteils leicht hineinversetzen, nur bei einer Figur hatte ich manchmal Schwierigkeiten, die ein oder andere Handlung so ganz nachzuvollziehen. Die Charaktere wirkten auch aufgrund der beschriebenen Gefühlswelt sehr realistisch und vor allem menschlich auf mich.

Die Geschichte hinterlässt bei mir einen absolut runden Eindruck, auch wenn vieles offen gelassen wurde. So wirkt das Buch aber auch noch länger nach, denn über einige Dinge werde ich sicher noch öfter nachdenken und mir detaillierte Entwicklungen oder Möglichkeiten vorstellen.
Jedenfalls bin ich sehr froh, dass mich die recht spontan besuchte Lesung (was tut man nicht alles für sympathische Autoren und eine nette Begleitung) zu diesem Buch verführt hat. Ich habe die Lesezeit sehr genossen, trotz (oder wegen?) so einiger eiskalter Schauer – und die Zeit rund um Nikolaus sehe ich nun mit ganz anderen Augen. Wer weiß, ob sich in den alten Geschichten nicht doch ein Körnchen Wahrheit verbirgt …

[Thomas Finn] Webseiten-Relaunch und große Weihnachtsverlosung

Thomas Finn hat seiner Webseite einen Relaunch gegönnt, der sie im Heute ankommen lässt.
Aktualisiert wurden dabei unter anderem die Rubriken „Theater“, „Audio“ und „Tipps“, neu hinzugekommen ist die „Fan-Ecke“ (u.a. mit einer Bildergalerie aus Fan-Zeichnungen und -Basteleien).

Fünf Jahre Internetpräsenz, 20 Newsletter, Webseitenrelaunch und das nahe Weihnachtsfest sind gleich vier Gründe, um zu feiern. In der großen Weihnachtsverlosung kann man noch bis zum 16. Dezember zahlreiche Buchpakete gewinnen.
Ganz besonders lacht mich da natürlich die Trilogie „Die Wächter von Astaria“ an, schließlich bin ich seit der tollen Lesung auf den Fantasydays mehr als neugierig auf diese Reihe. Trotz eines gruseligen Sternenvampirs…

Ich drücke mir daher also auch selbst die Daumen, wünsche euch aber nichtsdestoweniger viel Glück bei der Verlosung!

Thomas Finn – Das unendliche Licht (Die Chroniken der Nebelkriege 1)

Erscheinungsjahr: 2006
Gelesen im April 2009

Auf der Jagd nach Irrlichtern zerstören Geisterpiraten das Dorf des jungen Irrlichtfängers Kai. Nachdem er alles verloren hat, folgt Kai dem Elfenjungen Fi nach Hammaburg, der sagenhaften Stadt der Windfänger und Magier an der Elbe. Kai kann sich nicht erklären, warum seit dem Überfall der Piraten ein seltsames Brennen seinen Körper verzehrt und er kann sich auch keinen Reim darauf machen, warum der berühmte Däumlingszauberer Thadäus Eulertin ausgerechnet ihn als Schüler aufnimmt. Nach einer harten Lehrzeit enthüllt sich bei seiner Weihe zum Zauberer, dass Kai der letzte Feuermagier ist – der Bewahrer des unendlichen Lichts, das die einzige Kraft ist, die die Welt vor der bösen Nebelkönigin Morgoya retten kann. Die grausame Zauberin hat im Norden ein finsteres Reich errichtet, dessen Schatten bereits auf Hammaburg fällt…

Die Geschichte übte eine große Faszination auf mich aus, ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen und war auch gedanklich oft dort. Wir begegnen einigen Landschaften Europas, die leicht veränderte Namen tragen. Beispielsweise wurde aus Hamburg Hammaburg und aus den Alpen das Alptraumgebirge. Mir hat das gefallen, denn ich hatte so nicht nur oft ein Bild der Natur vor Augen, sondern habe mir auch Gedanken über den möglichen Hintergrund einiger Namen gemacht.

Es tauchen auch viele Wesen aus Märchen und Sagen auf, die einem im ersten Moment vertraut sind aber doch irgendwie anders zusammengemischt wurden. Und wie immer frage ich mich dann, welche Darstellung wohl eher stimmt oder ob es überhaupt „die eine“ richtige gibt. Auf jeden Fall hat das zur bunten und abwechslungsreichen Atmosphäre beigetragen, welche noch durch einen ordentlichen Schuss Magie ergänzt wurde. Über die Ideen des Autors konnte ich manchmal nur staunen, allein das Haus in der Windmachergasse bietet viele nicht immer angenehme Überraschungen.

Besonders gefallen haben mir auch die vielen Plätze in Ham(ma)burg, die sehr liebevoll beschrieben wurden. Das war für mich ein zusätzlicher Reiz, da ich diese Stadt sehr mag und die meisten Orte kenne oder zumindest ein passendes Bild vor Augen hatte. Richtig warm ums Herz wurde mir, als auch noch einer meiner Lieblingsplätze auftauchte – der Rathausplatz mit dem künstlichen Wasserbecken, auf dem fast immer Schwäne zu sehen sind.
Und auch die vielen Elementarwesen und die Lyren waren ganz nach meinem Geschmack, magisch und doch geheimnisvoll.

Leider wurden die Figuren nur an der Oberfläche angekratzt, mir fehlte da die Tiefe – und auch Emotionen sind nur selten bei mir angekommen. Ich mochte viele Figuren (allen voran Kai, Fi und Dystariel), aber so richtig mitfiebern konnte ich nicht mit ihnen. Die fehlende Nähe macht mich schon irgendwie traurig – der Bezug zu den Personen ist mir nicht nur sehr wichtig, hier war auch noch reichlich Potential vorhanden. Für meinen Geschmack hätte ruhig weniger Action, aber dafür mehr Details über die Gefühle der Charaktere dabei sein können.

Magus Magellan – Das Geheimnis der Gezeitenwelt (Gezeitenwelt 0)

Erscheinungsjahr: 2004
Gelesen im März 2008

Die Gezeitenwelt ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier Autoren Bernhard Hennen, Karl-Heinz Witzko, Thomas Finn und Hadmar von Wieser. Die Saga umspannt einen fiktiven Zeitrahmen von etwa 50 Jahren und ist grob in drei Roman-Staffeln untergegliedert. Zusätzlich ist eine Vorgeschichte erschienen, die ca. 500 Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt – und genau um die geht es in diesem Buch.

Beim Lesen habe ich nicht gemerkt, dass hier vier verschiedene Autoren am Werk waren – alles wirkte harmonisch und aus einem Guss, selbst der Humor ging in dieselbe Richtung. Das stelle ich mir recht schwierig vor, selbst wenn Die phantasmagorischen Vier auf einer Wellenlänge liegen.
Die Vorgeschichte der Gezeitenwelt bringt einem näher, wie dort die Magie funktioniert. Sie ist nicht einfach nur da, als Zaubersack bunter Möglichkeiten, wie in vielen Fantasybüchern. Es gibt Gründe und eine gewisse Logik, wie sie funktioniert. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich sie durchschaut habe, aber zumindest bin ich ihr ein gutes Stück näher gekommen.

Es gibt viele interessante Figuren, die ihre Eigenheiten haben und sich im Verlauf der Geschichte entwickeln. Dazu zähle ich auch Personen, die ich vielleicht nicht mochte oder nicht richtig einordnen konnte, welche aber sehr spannend gezeichnet waren. Für mich persönlich gab es keine absoluten Sympathieträger beim ersten Kennenlernen, meine zwei Favoriten bildeten sich erst später. Allerdings ist es wohl fast besser, wenn man sein Herz nicht zu sehr an die Figuren hängt, da die Autoren nicht sehr zimperlich mit ihnen umgehen. Neben vielen Überraschungen und Grinsern erwarteten mich so auch ein paar Schocks, besonders zum Ende hin.

Einen besonderen Reiz hat auch die Tatsache, dass man in dieser Vorgeschichte auf einige Personen trifft, die in den späteren Büchern Heilige sind. Es ist merkwürdig, weil man vielleicht doch eine etwas andere Vorstellung von ihnen hatte. Aber auch beruhigend, weil es doch „nur“ Menschen sind – und man mal wieder lernt, dass Mythos und Wahrheit nicht immer übereinstimmen.
Ich hatte einige kleine aha-Effekte, bin mir aber sicher dass diese sich beim erneuten Lesen der Gezeitenwelt um ein vielfaches steigern würden. Damit warte ich dann, bis (hoffentlich) die 2. Staffel erscheint.

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

Leser-Navi mit Herz: Bücherblogs

Archiv

Blog-Verzeichnis

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogverzeichnis
Bloggeramt.de
Blogverzeichnis
Blog Suche
Blog Verzeichnis
tauschen