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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Schottland

Aileen P. Roberts – Schatten über Duntulm Castle

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juli 2014
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Unter der Führung von Charles Edward Stuart, genannt Bonnie Prince Charlie, kämpfen die Schotten im zweiten Jakobitenaufstand um ihre Freiheit. Auf der Isle of Skye rettet ausgerechnet ein englischer Soldat Caitlin MacArthur das Leben und wird dadurch zum Verräter an seinen eigenen Leuten. Gregory Davis, so sein Name, wird vom Clan MacArthur gefangen genommen und verbringt einige Zeit in ihrem Dorf. Dabei kommen sich Gregory und Caitlin näher, jedoch steht ihre Liebe unter keinem guten Stern – auch weil Caitlin für Frieden mit dem benachbarten Clan sorgen soll, indem sie Paden MacKenzie heiratet …

Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt, weil ich mich gleich mitten in der Geschichte fühlte und mir die Atmosphäre so gut gefallen hat. Durch die so wunderbar beschriebenen Landschaften war ich gleich in Schottland angekommen – auch emotional. Alles wirkte sehr direkt auf mich, so dass ich das Gefühl hatte, mit dabei zu sein und nicht einfach „nur“ ein Buch zu lesen. Bei Fantasygeschichten passiert mir das ja öfter, bei historischen Romanen ist das in diesem Ausmaß aber eher selten.

Mit dazu beigetragen haben sicherlich auch die überzeugenden Figuren, die nah bei mir waren und mich berührt haben. Ich hing an so mancher nur kurz auftauchender Nebenfigur, aber natürlich auch an den Hauptfiguren. Manche Charaktere sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen, einige mochte ich gleich und eine hat mich dann irgendwie total über den Haufen gerannt. Und das wurde auch noch mit jeder Seite schlimmer! Ich schwärme also für Angus, einen älteren Mann, der ein Heilkundiger ist und das alte Wissen nicht nur bewahrt, sondern auch lebt. Als einziger MacArthur glaubt er noch an die alten Götter, feiert die alten Feste der Kelten und verehrt die Natur. Das führt zu der einen oder anderen mystischen Szene, aber auch zu tieferen Gesprächen und humorvollen, augenzwinkernden Andeutungen, bei denen ich dann kichern musste.

Noch mystischer ist allerdings der Sídhe-Hengst, zu dem Caitlin eine besondere Beziehung hat. Er kommt und geht wie der Nebel zwischen den Welten und ist den meisten Menschen unheimlich. Aber ist er wirklich ein schlechtes Omen? Vielleicht ist das Geisterpferd ja auch einfach nur anders – und wir wissen ja, was Menschen gerne mit Dingen machen, die sie nicht verstehen …

Die Auseinandersetzungen zwischen den Clans und der gemeinsame Hass auf die Engländer sind sehr gut eingefangen, sehr stimmungsvoll aber nicht zu ausschweifend. Mir haben die geschichtlichen Details gut gefallen, die sparsam aber regelmäßig eingestreut wurden, und daher sowohl für Neulinge als auch für mit dem Thema vertraute Leser geeignet sind. Manches davon hat mich emotional heftig erwischt, vor allem die Schlacht von Culloden mit ihren Folgen. Das zeigt nicht nur, wie sehr mich dieser Abschnitt der schottischen Geschichte berührt, sondern auch, wie einfühlsam und intensiv diese Szenen geschildert wurden.

Mir hat gut gefallen, dass die Liebesgeschichte nicht zuviel Platz eingenommen hat. Sie ist da und auch präsent, aber sie wird nicht über das ganze Buch ausgebreitet. Es gibt andere gleichberechtigte Themen, die auch ganz andere Emotionen ansprechen und diesen Roman abwechslungsreich machen. Die Geschichte beginnt relativ ruhig, aber schon nach ein paar Kapiteln wird das Tempo deutlich angezogen und die Spannung steigt auf jeder Seite.

„Schatten über Duntulm Castle“ ist der erste historische Roman von Aileen P. Roberts, die mich auch in diesem Genre voll überzeugen konnte. Ich mag die dichte Atmosphäre, die historischen Details, die wunderbaren Beschreibungen von Schottland und die gelungenen Figuren. Die Geschichte mit mystischen Anklängen bietet eine abwechslungsreiche Mischung und eine spannende Lektüre, aus der ich viele Eindrücke mitnehme, die mich noch länger begleiten werden. Von Angus mal ganz zu schweigen … :herz:

Margot S. Baumann – Rigantona

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Juli 2013

Rina heißt eigentlich Rigantona und verbringt ihren Urlaub in Schottland. Als die junge Schweizerin beim Steinkreis im Glen Coe beobachtet, wie acht Menschen spurlos verschwinden, stellt sie Nachforschungen an. Dabei begegnet ihr Nico, der sie für die Wiedergeburt der keltischen Göttin Rigantona hält und geheimnisvolle Andeutungen macht. Auch wenn Rina ihn erst für einen Spinner hält, lässt sie sich auf ihn ein und wird so mit mystischen Ereignissen, Clanfehden und der Geschichte Schottlands konfrontiert.

Ich bin bekennender Schottland-Fan und habe auch eine Schwäche für Steinkreise, daher konnte ich diesem Buch natürlich nicht widerstehen. Dieser Roman ist nicht „nur“ eine Liebesgeschichte, sondern beinhaltet auch mystische, spannende und historische Aspekte. Diese Mischung hat mir gut gefallen, besonders natürlich die Verflechtung der Geschichte Schottlands mit Rinas Schicksal.

Die passende Stimmung wollte sich anfangs aber so gar nicht einstellen, mir fehlte dieses Spezielle, das ich mit Schottland verbinde – oder überhaupt irgendeine Art von Atmosphäre. Auf mich wirkte alles recht glatt und kühl, glücklicherweise wurde das aber besser. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin mit der Stimmung in dieser Geschichte erst ein wenig warm laufen musste, zumindest kam diese ungefähr nach einem Drittel viel besser bei mir an. Ab dem Zeitpunkt hatte ich dann auch öfter Kopfkino und war in der Geschichte angekommen.

Mit der Liebesgeschichte zwischen Rina und Nico war ich nicht so glücklich. Sie ist nicht zu aufdringlich, was mir ja meistens gut gefällt, aber mir fehlte da einfach die emotionale Seite. Die Entwicklung von einem Flirt zur großen Liebe ist völlig an mir vorbei gegangen, zack, plötzlich war sie da. Gefühlt aus heiterem Himmel. Leider kamen da auch später keine tieferen Gefühle bei mir an. Bei einem anderen Paar war das ganz anders, ich konnte die Anziehungskraft, die Zweifel und die sich entwickelnde Liebe deutlich spüren.

Dieser Roman konnte mich leider nicht überzeugen, weil mir die emotionale Seite einfach sehr wichtig ist. Ich möchte mit den Figuren mitfiebern, ihre Emotionen spüren und nicht nur davon lesen. Dazu kommt noch die schwächelnde Atmosphäre, die mir den Einstieg in diese Geschichte sehr erschwert hat. Zu schade, denn die Handlung an sich entspricht meinem Geschmack …

Rigantona

Britta Strauß – Sturmherz

Erscheinungsjahr: 2012
Gelesen im Juli 2013
Verlag: Drachenmond

Rezension

Mari und ihr Vater betreiben auf der zu den schottischen Orkneys gehörenden Insel Westray eine auf exotische Pflanzen spezialisierte Gärtnerei. Bei einem abendlichen Strandspaziergang stößt sie auf einen schwer verletzten Seehund und versucht, ihm zu helfen. Während dieser immer schwächer wird, döst sie kurz ein und findet beim Erwachen an seiner Stelle einen jungen, nackten Mann vor. Mari erinnert sich an Geschichten über Selkies – Seehundmenschen, denen man nachsagt, genauso kaltherzig wie verführerisch zu sein. Was steckt hinter dieser Legende? Und was hat die Gier der Menschen diesen Wesen angetan?

Bereits die ersten Seiten dieses Romans haben mich verzaubert, weil eine so intensive und auch tragische Atmosphäre erzeugt wurde, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich war gleich mitten in der Geschichte, ganz nah bei den Figuren, ihren Gedanken und Gefühlen. Mit nur wenigen Worten wurden beeindruckende Bilder und Stimmungen erschaffen, die mich tief berührt haben.

Die Beziehung zwischen den Hauptfiguren Mari und Louan gefällt mir auch deshalb so gut, weil sie auf mich reifer wirkt und die beiden sich der Probleme von Anfang an bewusst sind. Eine Liebe, die nicht von Dauer sein kann, und in der trotz romantischer Szenen immer etwas tragisches mitschwingt. Intensive Gefühle, die aber nicht blind für alles andere machen.
Aber auch einige der Nebenfiguren haben bei mir einen starken Eindruck hinterlassen, besondere Menschen wie Maris Vater und auch ihre Großmutter (über sie wird nur wenig erzählt, jedoch hat mich die Art, wie Mari an sie denkt, beeindruckt).

Einen Teil meiner Faszination für diese Geschichte macht sicherlich auch die Tatsache aus, dass ich sowohl für die Orkneys als auch für Selkies eine nicht gerade kleine Schwäche habe. Aber gerade darum bin ich da auch etwas anspruchsvoller, denn diese Dinge besitzen für mich eine Ausstrahlung, die ich dann auch – in welcher Form auch immer – in einem Roman über sie wiederfinden möchte. In „Sturmherz“ ist das mehr als gelungen, ich bin so sehr in die Atmosphäre und die Geschichte eingetaucht, dass ich einfach DA war und alles hautnah miterlebt habe.

Dieses Buch war für mich eine unglaublich intensive Lektüre, die ich einfach nur genossen habe. Mit wunderbaren Szenen, von denen ich sogar geträumt habe. Eine emotionale und tiefe Geschichte, die mich mitgerissen und beeindruckt hat. Ein Roman, in dem man die Liebe der Autorin zum Meer auf jeder Seite spürt. Facettenreiche Figuren, die mich berührt haben und ein Teil von mir geworden sind. Ein wundervolles, tragisches, bewegendes, meeriges Buch, das einfach wie für mich gemacht war!

Katharina Gerlach – Schottlands Wächter

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im April 2013
Infos zum Buch

Rezension

Die vierzehnjährige Bryanna lebt in Schottland und ist fasziniert davon, die Wahrheit hinter den Märchen und Legenden zu erforschen. Daher sind ihr auch die Mythen ihrer Heimat nicht fremd. Als sie jedoch eines Tages einige davon mit eigenen Augen sieht, zweifelt sie an ihrem Verstand, obwohl ihr bester Freund aus Kindertagen ein Hobgoblin war. Bevor sie mit ihrem Vater, einem Kryptozoologen, darüber sprechen kann, wird dieser von einer Frau entführt, deren Geruch Bryanna seltsam bekannt vorkommt. Anstatt die Polizei zu rufen, nimmt sie die Verfolgung auf – und beginnt so eine gefährliche und gleichzeitig magische Reise, auf der ihr viel Wissen geschenkt wird.

Das Buch wird Lesern ab 12 Jahren empfohlen, was mich ein wenig verunsichert hat, weil mir diese Altersgruppe ein bisschen zu „jung“ ist. Aber da ich Schottland und Mythen nicht widerstehen kann, musste ich das einfach ausprobieren! Glücklicherweise, denn ich hätte sonst eine wunderbare Geschichte verpasst, die mich auf eine magische Reise mitgenommen hat. Meine Befürchtung überlebte nicht lang, denn bereits die ersten Seiten nahmen mich gefangen und zeigten mir, dass da kein oberflächliches Buch auf mich wartete.

Mir gefiel, wie liebevoll die Beziehung zwischen Vater und Tochter beschrieben wurde. Nicht perfekt, dafür mit sympathischen Ecken und Kanten sowie einer besonderen Nähe. Ich mochte die ruhige und doch fesselnde Erzählweise des Romans. Die Art, wie die verschiedenen Landschaften und Wesen vor meinen Augen lebendig wurden. Die unterschiedlichen Stimmungen, welche bei mir sehr direkt ankamen. Die Zusammenhänge und der Aufbau der verschiedenen Welten.

Zu Beginn gab es eine Stelle, die für mich logisch nicht ganz schlüssig war und mich mehr aus der Geschichte gerissen hat, als die wenigen Rechtschreibfehler. Und es gab die ein oder andere Andeutung, zu der ich gerne etwas mehr gewusst hätte. Keine wichtigen Szenen, mich hat die mythologische Seite von „Schottlands Wächter“ einfach nur sehr fasziniert. Was mich nicht verwundern sollte…

Daher habe ich die Reise durch Schottlands Mythen auch sehr genossen! Ich bin dabei nicht nur mir bereits bekannten (und teilweise sehr geliebten) Sagen begegnet, sondern durfte auch einige neue entdecken – beispielsweise den Boobrie, Am Fear Liath Mor oder Finfolkaheem.

Das Buch hat mir eine magische Lesezeit, wundervolles Kopfkino und einen Aufenthalt in verschiedenen Welten beschert. Eine Geschichte der ruhigeren Art, deren Entwicklung mich nicht oft überraschen konnte, die mich aber trotzdem begeistert zurück lässt. Und deren letzte Worte mich glücklich gemacht haben, da meine heimliche Lieblingsfigur es dann nicht mehr ganz so eilig mit dem Sterben hatte …

(Klick aufs Cover führt zu Amazon)

Aileen P. Roberts – Highlandsommer (Deana und der Feenprinz 1)

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Oktober 2010

Auf magische Weise scheint das Leben von Deana MacLennan, einem Mädchen aus den schottischen Highlands, mit dem des geheimnisvollen Ciaran verwoben zu sein. Seit Deanas Kindheit taucht er fast jeden Sommer in dem kleinen Dorf auf der Isle of Skye auf und verschwindet dann wieder spurlos aus ihrem Leben, so wie der Feenprinz aus dem Märchen ihrer Großmutter. Obwohl Deana versucht, sich auf die Schule und die Ausbildung der Pferde auf dem Highlandponygestüt ihres Onkels zu konzentrieren, lässt Ciaran sie einfach nicht los. Als Deana siebzehn geworden ist, verbringen die beiden einen märchenhaften Sommer in den Highlands, doch obwohl Ciaran ihr versprochen hat, sich bald bei ihr zu melden, ist er plötzlich wieder verschwunden.

Die Geschichte von Darina und dem Feenprinzen berührt die kleine Deana ganz besonders – so sehr, dass sie noch ganz darin versunken ist, als sie Ciaran begegnet. Und ihn für einen Feenprinzen hält. Zwischen dem geheimnisvollen Jungen und Deana entsteht schnell eine ganz besondere Bindung, an der auch die langen Zeiten der Trennung und die Ungewissheit nichts ändern. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich Deana zu einer jungen Frau, und damit ändern sich auch die Gefühle zwischen den beiden.

Mit den wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und dem liebevollen Durcheinander einer Großfamilie könnte dies eine Liebesgeschichte ähnlich der von Rosamunde Pilcher sein (das meine ich positiv, ich mag die Autorin nämlich sehr). Und doch ist „Highlandsommer“ mehr, denn die Geschichte hinter der Geschichte sorgt für einige märchenhafte Momente – und eine Atmosphäre nicht ganz von dieser Welt.

Die liebevoll gezeichneten Figuren muss man einfach gern haben, ganz besonders denke ich dabei an Deanas Großmutter. Nicht allein aufgrund ihrer Begabung als Geschichtenerzählerin, auch durch ihren besonderen Charakter und ihr gemütliches Cottage habe ich sie sehr ins Herz geschlossen. Mir hat aber auch gefallen, dass man die Natur auf jeder Seite spüren konnte und die Pferde so intensiv beschrieben wurden – selbst ich als Pferdeneuling hatte sie schnell lieb gewonnen, sah sie förmlich vor mir und musste über den einen oder anderen Streich grinsen.

So hat sich dieser Roman schnell zu einem Wohlfühlbuch entwickelt, dem es trotz der kuscheligen Atmosphäre nicht an Spannung fehlte. Schließlich gibt es nur Andeutungen zu Ciarans Leben und ich habe mich ständig gefragt, was für ein Geheimnis ihn und seine Familie umgibt. Dazu erfährt man dann wohl im nächsten Band etwas mehr, der vielversprechenderweise „Ciarans Geheimnis“ heißt.

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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