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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Nibelungen (Reihe)

Bernhard Hennen – Der Ketzerfürst

Erscheinungsjahr: 1997
Gelesen im Januar 2011

Nur der Feuervogel, glaubt der Spielmann Volker von Alzey, vermag ihn zu seiner verschollenen Geliebten zu führen. Und so folgt er dessen Spur und reitet ins Land der Franken. Doch statt dem Fabelwesen begegnet er Fürst Ricchar und seinem unheimlichen Heer. Dieser will das verhaßte Christentum ausrotten und dem Römischen Reich zu neuem Ruhm verhelfen. Wie viele andere kann sich auch Volker dem Charisma des Anführers nicht entziehen. Als er jedoch eine Bardin vor dem Scheiterhaufen rettet, wendet sich sein Schicksal jählings, und in höchster Not bleibt ihm nur die Flucht. Bald darauf entbrennt ein verheerender Krieg zwischen dem König der Nibelungen und dem Ketzerfürsten…

In der Vorgeschichte Das Nachtvolk hatte ich ja ein wenig Probleme mit Volker und Golo, die ich nicht wirklich sympathisch und auch etwas flach fand. Das hat sich jedoch in diesem Roman geändert, ich konnte bei beiden neue Facetten entdecken und hatte einen ganz anderen Zugang zu ihnen. Mit der Zeit stand mir Volker ziemlich nah, auch wenn meine heimliche Lieblingsfigur Hagen von Tronje war – der (leider?) nur am Rand aufgetaucht ist.

Wir geraten mitten hinein in die Auseinandersetzungen zwischen Christen, Heiden und dem Mithraskult. Daher begleiten uns Krieg und Gewalt auch über weite Strecken des Buches, jedoch geht es nicht nur darum. Es gibt auch eine mythische und manchmal sogar philosophische Seite. Dabei hat mir gut gefallen, wie sich der Mythos vom Feuervogel und die Suche nach ihm wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, auch wenn dieser nicht immer zu sehen war.

Der Roman hat mich gefesselt, berührt, überrascht und zum Nachdenken gebracht. Er hat eine besondere Atmosphäre ausgestrahlt, trotz einiger Kämpfe überwog da für mich die mystische Seite. Vielleicht ja auch, weil ich vor allem darüber nachgegrübelt habe – und Mythen einfach sehr mag.

Bernhard Hennen – Das Nachtvolk (Die Nibelungen 8)

Erscheinungsjahr: 1997
Gelesen im Januar 2010

Volker von Alzey genießt als Barde und Minnesänger von Worms einen besonderen Ruf. Nicht nur, dass er die schönsten Lieder zu singen und die unglaublichsten Geschichten zu spinnen weiß – er versteht sich auch auf das weibliche Geschlecht. Als er sich mit der Frau eines sächsischen Gesandten einlässt, wird ihm dieser Fehltritt zum Verhängnis. Hagen, der über alle Dinge am Königshofe wacht, weist ihn aus der Stadt. Volker soll die Nichte König Gunthers wiederfinden, die in den geheimnisvollen Sümpfen Aquitaniens lebt. Dort soll, so lautet eine Sage, das verwunschene Nachtvolk hausen, das von keinem menschlichen Heer zu besiegen ist. Keine Frage, dass Volker die Herausforderung annimmt, doch schon bald steckt er in Schwierigkeiten, die er sich auch mit seiner blühenden Phantasie nicht ausmalen konnte…

Der Romanzyklus “Die Nibelungen” entstand nach einer Idee von Kai Meyer und umfasst neun Bände verschiedener Autoren (Jana Held, Bernhard Hennen, Jörg Kastner und Kai Meyer). Diese Reihe ist keine Nacherzählung des Nibelungenliedes, die Titel lassen sich jedoch in die Chronologie des Liedes einordnen – und so gesehen wäre „Das Nachtvolk“ der achte Teil.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Volker und seinem Knappen Golo erzählt, dabei haben die verschiedenen Hintergründe und Sichtweisen der beiden durchaus ihren Reiz und wirken sich auch auf die Sprache aus. Für mich fühlte es sich nur ziemlich merkwürdig an, keinen von beiden so wirklich sympathisch zu finden. Einfach ungewohnt, trotzdem hat mich dieses Buch gefesselt und mir eine schöne Lesezeit bereitet.

Richtig gut gefallen hat mir die Darstellung von Hagen, auch wenn er nur auf ein paar Seiten zu Wort gekommen ist. Er wird glücklicherweise nicht als eine düstere Figur beschrieben, sondern als aufmerksamer Wächter, für den bei aller Freundschaft seine Treue zum König an erster Stelle steht. Möglicherweise bin ich da aber auch ein wenig vorbelastet…

Und dann ist da noch die mystische Seite dieses Romans, die mich ziemlich fasziniert hat. Das von vielen alten Geschichten umgebene Nachtvolk wirkt erst mysteriös, nach und nach erfährt man jedoch mehr über die Morrigan und ihre Schwestern. Diese Beschreibungen sorgten auch immer für eine besondere Atmosphäre und haben mich damit für die ein wenig flach geratene Figur von Volker entschädigt.

Jana Held – Die Flammenfrau (Die Nibelungen 1)

Erscheinungsjahr: 1997
Gelesen im Februar 2009

Eine Weissagung lässt Bruno von Falkenstein, einen Ritter aus Burgund, in den hohen Norden ziehen. Hier soll er der sagenumwobenen Flammenfrau begegnen und ein Kind mit Namen Brunhild zeugen. Doch kaum hat der Recke mit seinem jungen Gefährten Faramund die Eiswüste erreicht, so stürzt ein Adler vom Himmel herab, um sie anzugreifen. Es scheint, als seien die Mannen aus Burgund in den tödlichen Zweikampf zweier Kriegerinnen geraten, die für das Wohl einer geheimnisvollen Göttin streiten…

Im Nibelungenlied ist Brunhild die stolze und kampferprobte Amazone aus dem hohen Norden, die König Gunther nur mit Siegfrieds Hilfe erobern konnte. In diesem chronologisch ersten Teil der Reihe „Die Nibelungen“, die nach einer Idee von Kai Meyer entstand und keine Nacherzählung des Sagenstoffes ist, geht es um die Heimat von Brunhild. Genauer gesagt um den Machtkampf zweier Schwestern, die den verschiedenen Seiten einer Göttin dienen. Luovana steht auf der lichten und liebenden Seite des Lebens, während Lursa den dunklen Aspekt verkörpert.

Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass Bruno von Falkenstein auch als Schwertmeister bezeichnet wurde, habe ich mich mit der Geschichte wohl gefühlt. Das Buch kann ja auch nichts dafür, dass dieser Begriff für mich schon vergeben ist. ;)
Die Atmosphäre ist winterlich und auch magisch, da es dort Priesterinnen und mächtige Zauberer gibt. Auch ist das Element Feuer stark vertreten, in Form der Macht des Feuers aber auch der besonderen Lage der Flammenburg, die von einem Lavastrom umgeben ist.

Es gibt einige interessante Figuren, die ich gerne noch etwas länger begleitet und besser kennengelernt hätte. Besonders tut mir das bei Bruno leid, denn durch seine tragische Vergangenheit und seine Persönlichkeit gab es dort viel Potential.
Gefallen hat mir in dieser Welt der Gegensätze auch die Darstellung der beiden Seiten. Es wurde nichts als „böse“ verurteilt, sondern einfach als ein anderer Weg gesehen, eine andere Seite derselben Macht.

Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und bot mir auch Überraschungen und ein befriedigendes Ende, aber mit einer detaillierteren Zeichnung der Charaktere hätte mir das Buch noch mehr gegeben. Auch fand ich Pyros‘ Gebrauch der Magie etwas „eckig“ – wahrscheinlich weil ich keine Zauberkräfte mag, die man mal eben aus dem Ärmel schüttelt und die nichts von einem fordern.

Die Nibelungen

Der Romanzyklus „Die Nibelungen“ entstand nach einer Idee von Kai Meyer und umfasst folgende Bände:

  • Kai Meyer – Der Rabengott
  • Alexander Nix (Kai Meyer) – Das Drachenlied
  • Jana Held – Die Flammenfrau
  • Bernhard Hennen – Das Nachtvolk
  • Jörg Kastner – Das Runenschwert
  • Alexander Nix (Kai Meyer) – Die Hexenkönigin
  • Jana Held – Das Zauberband
  • Bernhard Hennen – Der Ketzerfürst
  • Alexander Nix (Kai Meyer) – Der Zwergenkrieg

Diese Reihe ist keine Nacherzählung des weltberühmten Nibelungenliedes. Jeder Roman erzählt eine Geschichte um einen Helden des Epos, die Romane lassen sich allerdings in die Chronologie des Liedes einordnen:

  • Die Flammenfrau
  • Der Rabengott
  • Hagen kommt nach Worms und beginnt seinen Aufstieg zum Berater
  • Das Runenschwert
  • Siegfried tötet Nibelung und Schilbung. Er stiehlt Alberich die Tarnkappe.
  • Siegfried erschlägt den Drachen.
  • Das Zauberband
  • Das Drachenlied
  • Der Zwergenkrieg
  • König Dankrat von Burgund stirbt. Gunther besteigt den Thron.
  • Die Hexenkönigin
  • Das Nachtvolk
  • Der Ketzerfürst
  • Siegfried kommt nach Worms.
  • Die Helden reisen nach Island und kämpfen um Brunhilds Hand.
  • Siegfried heiratet Kriemhild, Gunther vermählt sich mit Brunhild.
  • Hagen tötet Siegfried und versenkt den Nibelungenhort im Rhein.
  • Kriemhild heiratet den Hunnenkönig Etzel.
  • Die Burgunden folgen Kriemhilds Einladung zur Hunnenburg.
  • Kriemhild lässt die Burgunden von den Hunnen ermorden.
SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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