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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Katharina Gerlach

Katharina Gerlach – Schwanenprinz: Die wilden Schwäne (Schätze Neu Erzählt 7)

Erscheinungsjahr: 2016
Gelesen im November 2016
Verlag: Independent Bookworm
Autorenseite

Rezension

Prinz Laurent gibt der Prinzessin des benachbarten Königreiches einen Korb, als diese ihn über ihre geplante Hochzeit informiert. Daraufhin verwandelt sie ihn und seine sechs Brüder in Schwäne, denen jedoch die Flucht gelingt. Zusammen mit ihrer einzigen Schwester, die ihnen in einem Flugapparat gefolgt ist, stürzen die Prinzen über einem Friedhof ab. Dort suchen sie nach einem Weg, ihre Verwandlung rückgängig zu machen, bevor die wütende Prinzessin sie findet.

In der Reihe „Schätze Neu Erzählt“ erscheinen Kurzgeschichten, die Märchen aus ungewohnten Perspektiven erzählen. Angesiedelt in einer magischen Welt, in der sich Zauberei und Technologie (Steampunk) miteinander verbinden. Das Märchen, so wie ich es kannte, würde sich in dieser Geschichte also verändern. Aber konnte mich die Atmosphäre auch überzeugen und eine Verbindung zwischen „meinem“ Märchen und der neuen Interpretation herstellen?

Die Geschichte beginnt im Luftschiffhangar, wo die königlichen Gäste herumgeführt werden und Prinz Laurent von dem ganzen „Kronprinzenquatsch“ genervt ist. Es wird deutlich, dass neue dampfgetriebene Erfindungen diese Welt verändern und zu prägen beginnen. Über die Luftschiffe habe ich mich dabei besonders gefreut, weil sie mich einfach faszinieren.

Anfangs gab es kaum Verbindungen zu dem mir bekannten Märchen, was ich allerdings nicht als Nachteil empfunden habe, weil mich diese neue Perspektive gefesselt hat. Außerdem konnte ich mich so ganz auf die neue Welt einlassen und die Figuren kennenlernen, ohne am Original zu „kleben“. Mir hat auch gefallen, dass die Geschichte überwiegend auf einem Friedhof (und seiner Umgebung) spielt – dazu noch der ungewöhnliche Geist, zu dem sich Laurent hingezogen fühlt. Stimmungsvoll und auch mystisch.

Die Elemente des Märchens, die in die Adaption eingeflossen sind, machen für mich den Kern der wilden Schwäne aus. Vielleicht sind es aber auch einfach nur die Dinge, die mich sehr berührt und dafür gesorgt haben, dass es mein Lieblingsmärchen wurde. Die Stimmungen und Gefühle, die ich mit diesen Elementen verbinde, waren auch im „Schwanenprinz“ vorhanden – in mir. Sie wurden in eine Geschichte und eine Welt transportiert, die sehr von dem Original abweicht und dessen neue Kombination gleichzeitig stimmig auf mich gewirkt hat.

Diese Mischung aus bekannten und neuen Elementen hat mir sehr gefallen – es ist etwas Neues entstanden, das sich trotzdem nach „meinem“ Märchen anfühlt. Eine Variante, in der es immer noch um Selbstlosigkeit, Liebe und Zusammenhalt geht. Aber eben auch um Mechanik und einen Geist. All das hat mich berührt und beim Lesen glücklich gemacht, ich werde also gerne an diese Version zurückdenken. Es war einmal … alles ganz anders.

(Enthält auch das Original-Märchen und die Bonus-Geschichte „Heim und Herd“.)

[Gastbeitrag] Hörbuch und Recherche zu „Schottlands Wächter“

Heute darf ich euch einen Gastbeitrag präsentieren! Katharina Gerlach erzählt uns etwas über das Hörbuch zu „Schottlands Wächter“ und die Recherche zur Reihe. Zu gewinnen gibt es auch noch etwas – aber erstmal übergebe ich die Tastatur an Katharina. :)

Gastbeitrag

Danke, Marny, dass ich mein Hörbuch „Schottlands Wächter“ vorstellen darf. Ich weiß, dass dir die Geschichte gut gefallen hat (denn wer hat mich immer wieder gebeten, einen Folgeband zu schreiben?). Ich muss zugeben, dass ich selbst lieber lese als höre. Aber ich weiß, dass es sehr viele LeserInnen gibt, die gleichzeitig HörerInnen sind.
In Schottlands Wächter geht es um Bryanna, ein junges Mädchen aus Schottland. Sie entdeckt, dass die Wesen, die sie aus Fabeln, Märchen und Legenden kennt, tatsächlich existieren, als sie ihren gekidnappten Vater retten will. Dabei gerät sie zwischen die Fronten eines drohenden Krieges.

Hörbuch-q

Als ich “Schottlands Wächter” geschrieben habe, war die Recherche einfach. Die meisten Fabelwesen kannte ich aus den Erzählungen meiner schottischen Adoptivfamilie. Natürlich legte ich mir ein paar Sagen- und Märchenbücher zu, um die Erinnerungen zu vertiefen, aber das war alles. Jetzt, beim zweiten Band, ist das alles komplizierter geworden.
Ein Teil der Geschichte spielt in einer ausgedachten Welt, in die Kaylee gerät und aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Ich habe lange gebraucht, um diese dunkle Welt so zu gestalten, dass sie vom Gefühl her zu den Sagen und Märchen passt, die ich bereits verwendet habe.

Der weitaus schwierigere Teil betrifft Bryannas Reise. Sie muss nach Cornwall, Wales und Südengland, und sich dort nicht nur gegen die Fabelwesen behaupten, sondern auch mit dem Wächter dieser drei Länder zurecht kommen. Keine leichte Aufgabe. Um die Fabelwesen möglichst gut darstellen zu können, lese ich seit etwa einem Jahr das Mabionigon, eine Sammlung keltischer Sagen und Legenden, sowie etliche Märchenbücher speziell über Wales und Cornwall.

(Klick aufs Cover führt zu Amazon)

Mein größtes Problem dabei ist die Fülle an Wesen, die die keltische Kultur mit sich bringt. Ich brauche eine möglichst ausgewogene Balance zwischen Wesen, die bekannt sind (in diesem Fall sind das überwiegend Figuren aus der Artus-Sage, denn die ist im Süden von GB am stärksten verbreitet) mit den weniger bekannten. Gleichzeitig will ich mir aber auch genügend für den Abschlussband der Trilogie aufheben, der Bryanna und Kaylee voraussichtlich nach Irland führen wird, zumindest zeitweise. Vor meinem inneren Auge sehe ich bereits eine Szene mit einer Banshee (einem Fabelwesen, das den Tod ankündigt).

Wenn aber einer von euch ein paar Lieblingswesen hat, die in Wales, Cornwall oder Südengland leben, dürft ihr sie mir gerne nennen. Wenn sie in meine Geschichte passen, bringe ich sie unter. Versprochen!

© Katharina Gerlach


GEWINNSPIEL

Verlost werden zwei Audible-Codes für einen kostenlosen Download des Hörbuchs oder für diejenigen, die lieber selber lesen, das eBook.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 31. Juli 2016. Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten.

Um teilzunehmen, beantwortet als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse (im dafür vorgesehenen Feld nur für Admins sichtbar) und der Info, für welchen Gewinn (Hörbuch-Code oder eBook) ihr in den Lostopf hüpfen wollt, folgende Frage:

Gibt es einen Sagenkreis oder eine bestimmte mythologische Figur/Wesen, das euch ganz besonders reizt?

Viel Glück! :)

Katharina Gerlach – Regen für Juma

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im August 2015
Autorenseite
Verlag: Independent Bookworm

Rezension

Juma wandert mit ihrer Familie zum größten Dorf des Stammes, um dort ihre Ausbildung zu beginnen. Ihr großer Traum ist es, die nächste Stammesführerin zu werden, doch ihr seltenes magisches Talent sorgt dafür, dass sie zur Schülerin der Dorfzauberin bestimmt wird. Juma entdeckt, dass die Regengöttin immer noch schläft und der Feuergott Mubuntu etwas mit der ungewöhnlich langen Hitzeperiode zu tun hat. Zusammen mit der Dorfzauberin versucht sie alles, um die Regengöttin zu wecken und damit ihren Stamm zu retten. Und dann ist da noch Netinu, der Sohn der Stammesführerin, der um sie wirbt und ihr mehr bedeutet, als sie zugeben möchte …

Die Geschichte spielt im steinzeitlichen Afrika bei den wenig bekannten Nok, von denen man nur weiß, dass sie wunderschöne Tonskulpturen und Überreste von Brandöfen hinterließen. In diesem Roman wird ihnen Leben eingehaucht – durch die Figuren, aber auch die Dorfgemeinschaft mit ihren Strukturen, Ritualen, Festen und Göttern. In der Hierarchie des Stammes stehen Frauen deutlich über den Männern und es gibt Aufgabenbereiche, die sehr oder auch gar nicht angesehen sind.

Ich habe nicht so den Bezug zu Afrika, trotzdem hatte mich das Buch schnell erwischt und entwickelte eine starke Sogwirkung. Anfangs lag das vor allem an Juma, die mir gleich sehr nah war und mich neugierig gemacht hat. Ich wollte einfach wissen, wie es mit ihr weitergeht und ob sie es schafft, ihren Traum zu verwirklichen. Und dann war da noch die dichte Atmosphäre, mit der ich mich einfach wohl gefühlt habe.

Neben Juma gibt es in der Geschichte aber noch einige andere Figuren, die sich in mein Leserherz geschlichen haben. Beispielsweise ihr Vater, der viel verloren hat und doch soviel gibt. Oder Netinu, der sich zu einem starken Protagonisten entwickelt und mich mit seinen Facetten beeindruckt hat. Und natürlich die Dorfzauberin, die ich zu gern noch besser kennenlernen würde, weil ich sie so sehr mag und als spannende Figur empfinde.

Sehr begeistert hat mich auch die magisch-schamanische Seite dieses Romans, damit hat die Autorin bei mir einen absoluten Volltreffer gelandet! Das, was die Dorfzauberin ihrer Schülerin vermittelt und beibringt, hat mir extrem gut gefallen. Genauso wie Jumas Erlebnisse mit ihrer eigenen Magie, die Mischung aus Wissen und Intuition. Besonders angetan haben es mir die Seelenreisen, da war ich dann immer völlig abwesend und hatte intensives Kopfkino.

„Regen für Juma“ war für mich eine sehr fesselnde und magische Lektüre, die mich beeindruckt hat und glücklich zurücklässt. Ich mochte die leise und berührende Liebesgeschichte, die präsent war, aber für meinen Geschmack nicht zuviel Raum eingenommen hat. Und das gelungene Ende, das sich noch weiterspinnen lässt …

Katharina Gerlach – Musics Tod (Kurzgeschichte)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im September 2014
Autorenseite

Rezension

Daniel möchte der Schulband beitreten, aber dazu benötigt er die Einwilligung seines Vaters. Doch dieser macht die Musik für den Tod seiner geliebten Frau verantwortlich und will nicht auch noch seinen Sohn verlieren. Diejenigen, die Daniel seit seiner Geburt jagen, sind ihm jedoch schon dicht auf den Fersen. Ob ihm der Fremde, den er auf einem Rave trifft, helfen kann?

Mir hat gefallen, dass man bereits auf der ersten Seite spürt, wie sehr Daniel Musik und Rhythmus liebt. Wie sehr sie ein Teil von ihm sind, auch wenn sein Vater sie aus seinem Leben verbannt hat. Und ich mag die Atmosphäre, die mich sanft in die Geschichte zieht und auch mystische Klänge annimmt.

Durch die eingestreuten Details sah ich vieles sehr deutlich vor mir, es war also gerade die richtige Portion, um meine Phantasie zu beflügeln. Es gibt Dinge, über die ich gern mehr wissen würde und die mich noch etwas beschäftigen. Bilder, die mich noch länger begleiten. Aber genau das macht für mich auch eine gute Kurzgeschichte aus!

Und dann gibt es noch eine Figur, die es mir besonders angetan hat. Sie hat eine außergewöhnliche Ausstrahlung und reizt mich auf unterschiedliche Weise. Genauer werde ich da jetzt aber nicht, immerhin will ich ja nicht zu viel verraten. ;)

Mit „Musics Tod“ habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt, mir gefällt die phantastische Seite mit ihren gelungenen Ideen. Man spürt die Liebe zur Musik, sie ist von Anfang an präsent. Eine berührende und stimmungsvolle Geschichte!

Musics Tod

[Gastbeitrag] Katharina Gerlach über ihre Serie mit Märchenneuerzählungen

Am 4. Oktober ist die erste Novelle aus Katharina Gerlachs Reihe mit Märchenneuerzählungen erschienen, die sich einem meiner früheren Lieblingsmärchen annimmt: Schneeweißchen und Rosenrot! In diesem Gastbeitrag erzählt uns Katharina, wie es dazu gekommen ist und was sie da noch geplant hat. Jetzt aber viel Spaß beim Lesen! :)

© Katharina Gerlach
 

Ich wurde 1968 geboren und wuchs mit drei jüngeren Brüdern mitten in einem Wald im Herzen der Lüneburger Heide auf. Während einer Lehre zur Landschaftsgärtnerin schrieb ich meinen ersten Roman, ein Buch voller Anfängerfehler. Zum Glück gab es auch Bücher darüber, wie man es richtig macht, und so erschienen bald die ersten Kurzgeschichten.
 
 

Seit ich lesen gelernt habe liebe ich fantastische Geschichten, insbesondere Märchen. Trotzdem dachte ich nicht an eine Serie, als ich anfing meine erste Märchen-Neu-Erzählung zu schreiben. Meine Muse (das ist die Personifikation meiner kreativen Seite – ja, ich bin etwas verrückt) überredete mich dazu, indem sie mich mit Ideen überschüttete.

Bisher schrieb ich Variationen zu “Schneeweißchen und Rosenrot” (Grimm, erhältlich bei Amazon), “Die Schöne und das Biest” (Joseph Jacobs, voraussichtlich Januar 2015), und “Brüderchen und Schwesterchen” (Grimm, evtl. April 2015). Im Augenblick arbeite ich an “Das Waldhäuschen” (Grimm). Es ist das Lieblingsmärchen meiner Mutter und relativ unbekannt. Anfang nächstes Jahr werde ich mich dann der Geschichte “Die sieben Schwäne” zuwenden. Geplant ist eine Veröffentlichung alle 3-4 Monate. Mal sehen, wie schnell ich die Novellen fertig schreiben kann.

Das Besondere dieser Serie kam, als meine Muse nach Beendigung der ersten Geschichte, die ganz mit traditioneller Magie gefüllt ist, darauf bestand, dass der zweite Band eine Steampunk Novelle sein müsse. Als ich sie dazu genauer befragte, erhielt ich die Grundlagen für das dritte Buch der Serie. So wie es meine Muse geplant hat, wird in meiner Welt die Magie langsam von der Technologie verdrängt. Die beiden scheinen sich nicht gut zu vertragen. Je mehr ich über diese Welt lerne, desto mehr Geschichten möchte ich in ihr ansiedeln. Zum Glück gibt es dort ebenso viele winzige (und größere) Königreiche, wie es Märchen gibt, die ich nacherzählen kann.

Das eBook “Der Zwerg und die Zwillinge” enthält die Nacherzählung, eine Bonus Kurzgeschichte und das Original der Brüder Grimm. Es kostet weniger als eine Tasse Kaffee im Bistro um die Ecke.

P.S.: Als Steampunk bezeichnet man Geschichten, die in einem fiktiven Zeitalter spielen, in dem alle Maschinen mit Dampf angetrieben werden. Meistens ist die Gesellschaft viktorianisch geprägt, in meinen Geschichten aber nicht.

Der Zwerg und die Zwillinge

Zum Buch
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Ein Blick ins Bücherregal von Katharina Gerlach

Diese Reihe hat ordentlich Staub angesetzt, aber der wird jetzt vom Herbstwind weggeweht *puuust* und es geht munter weiter. Heute dürfen wir einen Blick in das Bücherregal von Katharina Gerlach werfen! :)

© Katharina Gerlach
Ich wurde 1968 geboren und wuchs mit drei jüngeren Brüdern mitten in einem Wald im Herzen der Lüneburger Heide auf. Während einer Lehre zur Landschaftsgärtnerin schrieb ich meinen ersten Roman, ein Buch voller Anfängerfehler. Zum Glück gab es auch Bücher darüber, wie man es richtig macht, und so erschienen bald die ersten Kurzgeschichten.

Zurzeit lebe ich mit meinem Mann, drei Kindern und einem Hund in einem Häuschen nicht weit von Hildesheim und – na, was wohl – schreibe an meinem nächsten Roman.

Mein Bücherregal und seine Bewohner

Als Autorin hat man sozusagen die Verpflichtung, viel zu lesen. Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass man die Bücher auch alle besitzen muss. Aber ich, Katharina Gerlach, bin eine Bücherpackratte. Da verwundert es sicherlich niemanden, dass sich bei mir viele, viele Bewohner auf den Regalen angefunden haben.

In meiner privaten Sammlung stehen (fast) alle Bewohner brav in Reih und Glied, die meisten von ihnen alphabetisch nach Autor sortiert (Ausnahmen siehe unten). Wahrscheinlich fühlen sie sich langsam etwas eingeengt. Immerhin gibt es mittlerweile so viele von ihnen wie in einer Kleinstadt (knapp 2000). Da wird es selbst auf den längsten Regalen eng. Dabei sind doch letztes Jahr erst fünfhundert Bewohner in die nahe Bibliothek umgezogen. Sie fühlten sich von mir vernachlässigt, weil ich sie nur ein einziges Mal gelesen hatte.

Im Großen und Ganzen vertragen sich meine Lieblinge sehr gut miteinander. Da stehen Sachbücher neben Kinderfantasy, Krimis neben SciFi und Liebesroman neben historischen Romanen. Natürlich gibt es auch ein paar Gruppen, die lieber unter sich bleiben. Die Grafic Novels und Comics zum Beispiel teilen sich ihr Regal nur mit den Märchenbüchern – strikt getrennt natürlich, Märchen unten, Grafic Novels und Comics oben. Die gesammelten Werke von Karl May beanspruchen sogar mehrere Regalreihen ganz für sich allein.

deutsche Bücher

deutsche Bücher

Die englischen Bücher haben natürlich ihr eigenes Dorf. Bei ihnen ist wesentlich weniger Variation in den Genres; es ist fast alles Fantasy oder SciFi. Das liegt daran, dass ich erst wenige Jahre vor dem Abitur angefangen habe, fremdsprachige Bücher zu lesen… ach, da ist ja sogar noch das französische von John Steinbeck (La Perle). Ich dachte, es wäre ausgewandert. Na, wie man sich irren kann…

Doch wie überall in Deutschland ist auch mein Bücherregal überaltert. Nur selten zieht ein neuer Bewohner ein. Nicht, dass ich mir keine Bücher mehr kaufe, nein, aber heutzutage bevorzuge ich die digitale Variante. Man kann sie so viel einfacher verstauen (zumal die Regale auf dem Dachboden wirklich schon sehr voll sind).. Die besten Bücher, die ich lese werden allerdings im Nachhinein immer noch als Druckausgabe angeschafft, sofern erhältlich. So ganz kann ich dann doch nicht auf Papierbücher verzichten. Immerhin hat damit meine Sucht angefangen.

englische Bücher

englische Bücher

Hier noch eine Liste mit einigen meiner liebsten AutorInnen (ungeordnet):
Diana Wynne Jones, Neil Gaiman, Tamorra Pierce, Alexander Wolkow, Joan Aiken, Michael Ende, L.M. Montgomery, Dean R. Koonz, Danyelle Leafty, Alan Dean Foster und viele mehr.

So, und jetzt schreibe ich fleißig weiter neue Bewohner für die Regale anderer Leserinnen.

© Katharina Gerlach

Herzlichen Dank, liebe Katharina! :)

Katharina Gerlach – Waffenruhe

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Mai 2014
Buchseite
Autorenseite

Rezension

Moira Bellamie ist es gelungen, als Anwärterin bei der Gendarmerie Magique, der magischen Polizei, angenommen zu werden, obwohl sie nachweislich kaum Magie besitzt. Ihr großer Traum ist es, eine dauerhafte Anstellung zu erhalten. Dafür steckt sie auch all ihre Energie in die Aufklärung eines Einbruchs in das Nationalmuseum, bei dem wertvolle Waffen gestohlen wurden. Moira hat nicht damit gerechnet, dass ihr dabei die Liebe begegnet – und noch weniger damit, dass sie unkontrollierbare Magie zähmen muss, um die Menschen die sie liebt zu beschützen.

Das Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten gefesselt, weil mir die Stimmung gefiel und ich einfach wissen wollte, wie es mit Moira weitergeht. Ich hatte gleich einen guten Zugang zu ihr und habe mich gefreut, sie und ihr Umfeld im Verlauf der Geschichte so gut kennenzulernen. Überhaupt waren mir viele Figuren sehr nah – sicherlich auch, weil die Autorin es versteht, Gefühle so zu beschreiben, dass sie direkt bei mir ankommen.

Ich mag die ruhige Erzählweise, bei der viel Platz für Details bleibt. Dass es auch ohne ständige Action spannend ist, weil der Fall, die Figuren und die Hintergründe fesseln. Mir gefallen die verschiedenen Arten der Magie und der Aufbau dieser Welt. Neben den Menschen gibt es noch Vampire, Elfen und Werwölfe, aber auch Nerls, die ihre Dienste beispielsweise als Diktiergerät, Wecker oder Anrufbeantworter anbieten und dafür mit einer von den Menschen nicht benötigten Form der Magie bezahlt werden.

Der Fall beginnt mit einem Diebstahl, wird dann aber immer komplexer und rätselhafter. Verschwundene Personen, Morde – wie hängt das alles zusammen? Dazu kommt noch der historisch anmutende Hintergrund der Waffen, welcher mich sehr fasziniert hat. Die Krimi-Ebene verbindet sich mit Magie und Zwischenmenschlichem zu einer für mich abwechslungsreichen und mitreißenden Mischung.

Der phantastische Krimi „Waffenruhe“ ist der erste Teil der Serie „Gendarmerie Magique“ und hat mich voll überzeugt – ich hoffe also sehr darauf, dass es weitere Bände geben wird. :) Eine ruhig erzählte und doch spannende Geschichte, die ohne allzu viel Blut auskommt, dafür aber mit tollen Ideen und einigen Überraschungen punkten kann. Eine emotionale Lektüre, bei der ich einige Figuren – und nicht zu vergessen die Nerls – in mein Herz geschlossen habe und viele Eindrücke mitnehme. Gut, ein paar Tränchen habe ich auch vergossen – aber das zeigt ja nur, wie sehr mich die Geschichte erwischt hat und dass ich einfach eine emotionale Leserin bin …

Waffenruhe-Blogtour von Katharina Gerlach

Heute hält die Blogtour zum ersten Teil der Fantasy-Krimi-Reihe “Gendarmerie Magique” von Katharina Gerlach bei mir und ich bin schon ganz aufgeregt, weil ich gleich ein Interview mit drei Figuren führen darf. Huuu … Damit ich da nicht nur wirres Zeug von mir gebe, trinke ich erstmal einen Tee zur Beruhigung – und versorge euch mit ein paar Basis-Informationen. Guter Plan, oder? ;)

Die Autorin über sich:

Seit ich denken kann, habe ich Geschichten erzählt und später auch aufgeschrieben. Doch erst vor zwei Jahren, mit dem Beginn der eBook-Welle, wurde ich zur Indie-Autorin. Zwar waren meine Manuskripte von Lektoren traditioneller Verlage gelobt worden, aber keiner traute sich, etwas zu veröffentlichen, das nicht in eine sauber beschriftete Box passte.

Nun, genau wie meine Bücher, passe ich nicht in eine einzige Kiste. Ich bin die Tochter eines Försters und studierte Forstwissenschaftlerin. Ich bin die Schwester dreier Brüder und Mutter dreier Töchter. Tief im Herzen bin ich immer noch das wilde Kind aus dem Wald, gleichzeitig ordentlich, fast pedantisch, andererseits total chaotisch – Ich muss so sein. Meine Muse (der kreative Teil von mir) zerrt mich in eine Richtung, mein Innerer Lektor (der logische, ordentliche Teil), in eine andere.

Es gibt drei Dinge auf der Welt, die ich mehr als alles liebe: meine Familie, Geschichten (meine und die von anderen) und die Natur. Das beste, was mir passieren kann, ist, wenn ein mir unbekannter Leser eine Rezension für eines meiner Bücher hinterlässt, um mir zu sagen, wie sehr es ihm/ihr gefallen hat.

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Über das Buch:
CSI mit Magie aber (fast) ohne Ekelfaktor

Obwohl die neunzehnjährige Moira Bellamie nachweislich keine Magie hat, ist es ihr gelungen, einen Praktikumsplatz bei der Gendarmerie Magique, der magischen Polizei, zu erhalten. Um den hart erkämpften Job zu behalten, steckt sie all ihre Energie in die Aufklärung eines Einbruchs im Nationalmuseum, wo wertvolle, antike Waffen gestohlen wurden. Es war nicht vorgesehen, dass sie sich dabei in ihren Partner Druidus verliebt. Als immer mehr Menschen mit einer der gestohlenen Waffen ermordet werden, muss Moira unkontrollierbare Magie zähmen, oder die Menschen, die sie liebt werden sterben, allen voran ihr Partner.

Waffenruhe

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Interview, das ich mit Moira, Druidus und Sabio führen durfte:

Wer seid Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor.

Druidus: „Ladies first.“
Sabio (gleichzeitig): „Dies ist Moira Bellamie, Tochter von Lavant Bellamie. Ja, dem Lavant Bellamie.“
Moira: „Du kannst mich nicht als irgendjemandes Tochter vorstellen, Sabio. Ich bin mehr als die Herkunft meiner Gene.“
Sabio: „Entschuldige, Kleine. Ich weiß, dass du eine unglaublich gute Beobachterin bist und eine rundum nette Person.“
„Nett trifft es nicht ganz.“ Druidus ginst. „Ich sollte es wissen, nicht wahr?“
Moira schlägt ihn auf dem Arm, aber lächelt dabei.
M: „Mein Partner Druidus. Sabio hat uns zusammen getan. Vielleicht denkt er, ich würde Schutz brauchen.“
D: „Viel wahrscheinlicher denkt er, dass ich Überwachung brauche. Schließlich ist er als Commissaire Magique für uns verantwortlich.“

Sabio, erzähl uns doch etwas über die Welt, in der Ihr lebt. Wie ist sie aufgebaut und welche Rolle spielt die Magie?

„Nun, unsere Welt ist gar nicht so verschieden von eurer. Der größere Unterschied ist, dass wir Magie nutzen, wo ihr Elektrizität einsetzt. Jeder Mensch, jedes Tier, und jede Pflanze ist von Magie erfüllt, und die meisten benutzen sie ganz unbewusst. Menschen mit großem Talent können entweder in Fabriken arbeiten, wo Zaubersprüche für den täglichen Bedarf hergestellt werden, oder sie können die Beherrschung der Kunst studieren. Dabei lernen sie, Zaubersprüche ohne Sicherheitsauslöser zu kontrollieren.“
„Vergiss die Nerls nicht“, unterbricht Moira. „Sie sind sooo niedlich. Manche von ihnen sind noch kleiner als ein Stecknadelkopf.“
D: „Und sie sind ausgesprochen praktisch, wenn es um Handarbeit geht. Viele der Hebel und Dinge in den Maschinen, die wir benutzen, sind zu klein für unsere Hände. Wir überlassen diese Arbeiten den Nerls.“
S: „Sie werden mit Magie bezahlt, aber das System ist ziemlich kompliziert. Lassen Sie uns mit den Grundlagen anfangen …“
D: „Oh nein, das werden wir nicht, Sabio. Moira und ich wollen noch vor Mitternacht nach Hause.“

Moira, warum möchtest Du unbedingt in der Gendarmerie Magique arbeiten?

„Ich wusste, dass diese Frage kommt. Warum kann jemand nicht mal was anderes fragen? Warum immer drauf rumreiten, ob ich in der Lage sein werde, genug Magie zu kontrollieren? Nun, ich will Ihnen was sagen. Ich bin ja vielleicht nicht sehr gut mit Zaubersprüchen, und ja, ich habe einmal beinahe einen Tatort ruiniert, aber ich bin entschlossen und lerne schnell. Ich kann dieselbe Arbeit machen wie magisch ausbalancierte Menschen.“
Sabio legt ihr die Hand auf die Schulter und hält sie zurück. „Die Frage war nicht als Beleidigung gemeint, weißt du? Es war echtes Interesse.“
Moira seufzt. „Entschuldigung. Ich bin ein bisschen empfindlich, wenn es um meine Behinderung geht.“

Druidus, wie war Dein erster Eindruck von Moira?

„Traumfrau.“ Druidus wirft Moira ein Blick zu und grinst verlegen. „Nee, nicht wirklich. Als ich sie zuerst traf, saß sie halb betäubt in einer Blutpfütze und versuchte, mir etwas Wichtiges zu sagen. Ich kann mich nicht wirklich erinnern, ob ich überhaupt irgendetwas an diesem Punkt dachte. Ich hatte eine Aufgabe zu erfüllen. Aber jetzt weiß ich, dass sie ausgesprochen schön ist.“
Moira wird rot, erwidert aber den zärtlichen Blick aus seinen Augen.

Was hat Euch geprägt?

Sabio: „Meine Urgroßmutter war eine sehr neugierige Frau, die immer wissen musste, wie Dinge funktionierten. Ich habe viel von ihr gelernt. Sie lehrte mich, immer weiter nach Wissen zu suchen, denke ich.“
(Autorenkommentar: Wow, das wusste ich nicht. Warum hast du mir das nicht früher gesagt, Sabio? Vergiss es. Ich habe ja nicht gefragt.)
D: „Nun, Moira wurde bestimmt von ihrer Beziehung zu ihrem Vater geprägt. Dadurch hatte ich es wirklich schwer, sie von meinen Qualitäten zu überzeugen.“
M: „Als ob das Leben mit deinen Eltern so viel leichter gewesen wäre.“
D: „Wenigstens hatte ich alles, was man mit Geld kaufen kann.“
M: „Geld ist nicht dasselbe, und das weißt du.“
Druidus legt einen Arm um Moiras Schultern. „Du hast wie immer Recht, Liebling.“

Sabio, gibt es unterschiedliche Arten der Magie? Und wovon hängt die magische Begabung des Einzelnen ab?

D: „Nun stell ihm doch nicht solche Fragen. Er redet stundenlang darüber, wenn man ihn lässt.“
S: „Ich halte mich kurz. Versprochen. In unserer Welt gibt es drei Formen von Magie, die auf komplizierte Weise miteinander verbunden sind. Eine Form der Magie balanciert eine andere aus. Wenn das Gleichgewicht gestört wird, hat das normalerweise tödliche Folgen. Die drei Arten von Magie sind einem Kreislauf von Veränderungen unterworfen. Die eine Art wird durch den Prozess der Photosynthese zur Nächsten. Diese wird dann von Menschen genutzt und von den Nerls in die Ausgangsform zurück verwandelt. Aber, wie es Druidus bereits so wortgewandt ausgedrückt hat, wenn ich auf die Details eingehen würde, bräuchten Sie ein paar mehr Schreibblöcke für Ihren Dictanerl.“
M: „Ich denke auch wir sollten das nicht zu sehr vertiefen, auch wenn Sabios Wissen wirklich, wirklich faszinierend ist.“

Moira, ohne Dir zu nahe treten zu wollen, wie gehst du mit Magie um?

M: „Na ja, Magie reagiert sonderbar, wenn ich in der Nähe bin. Normalerweise sind Zaubersprüche berechenbar.“
S: „Zumindest die, die in Fabriken produziert werden.“
M: „Aber wenn ich sie verwende, geht zwangsläufig etwas schief. Dies führt meistens zu einer mehr oder weniger schlimmen Katastrophe. Nur manchmal ist es lebensrettend, wie ich auf die harte Tour lernen musste.“
Interviewer: „Aber warum geschieht das?“
M: „Ich weiß nicht. Es ist nicht so, dass ich Dinge anders mache als andere Leute; es ist mehr eine Unverträglichkeit meiner Aura mit der Magie um mich herum. Normalerweise versuche ich Zaubersprüchen einfach aus dem Weg zu gehen.“

Druidus, spielt die Magie in Deinem Leben eine wichtige Rolle?

D: „Abgesehen von der großen Rolle, die sie im Leben eines jeden Menschen spielt? Nein. Ich benutze Magie wie jeder andere. Aber meine Mutter ist Auralogin, das heißt, sie testet die Auren von Menschen, um deren magisches Talent zu bestimmen.“

Die Geschichte beginnt mit einem Einbruch ins Nationalmuseum, bei dem wertvolle antike Waffen gestohlen werden. Habt Ihr zu Museen oder bestimmten Waffen eine besondere Verbindung?

D: „Nein.“
M, S: „Ja, selbstverständlich.“
M: „Meine Eltern nahem mich immer in Museen mit, als ich ein Kind war. Ich habe viele glückliche Erinnerungen daran.“
S: „Ich habe weitreichende Forschung in einigen Museen gemacht. Es überrascht mich stets, wie sehr ich vom Studium der alten Meister inspiriert werde.“

Sabio, wie bist Du zu Moiras Mentor geworden?

„Das war ganz ungeplant. Ich habe bemerkt, dass sie außergewöhnlich gut beobachten kann. Ihr fielen einige wirklich winzige Änderungen in einem der klassischen Bilder auf, und da musste ich sie einfach in meinem Team haben. Je mehr ich sie kennenlernte, desto mehr wuchs sie mir ans Herz. Zuerst war sie kaum mehr als ein interessantes Rätsel, aber sie wurde schnell zu einer Freundin.“

Moira, woran hängt Dein Herz?

M: „Ich werde Mitglied der Gendarmerie Magiques, komme was da wolle. Alles andere ist zweitrangig.“
D: „Hey, sogar meine Liebe zu dir?“
M: „Ja.“
D: „Das ist ziemlich unfair, weißt du?“
M: „Wenigstens es ist aufrichtig.“
S zwinkert D zu: „Wenn man bedenkt, wie viele Leute ich in meinem Leben bereits kennengelernt habe, denke ich, dass sich Moira in diesem Fall selbst belügt.“
D: „Das ist beruhigend.“

Druidus, hast Du eine Lieblingsszene?

D: „Sie meinen im Roman? Natürlich habe ich die, aber steht mir nicht frei, die Geheimnisse einer Frau auszuplaudern.“

Wenn Ihr einen Wunsch frei hättet, welchen würdet Ihr wählen?

S: „Das ist eine rein spekulative Frage, für die es keine wahre Antwort gibt. Da ich keine Wünsche gewährt bekomme, weiß ich nicht, worum ich im Ernstfall bitten würde.“
D: „Spielverderber.“
M: „Hat dir die Königin der Elfen nicht vorgeschlagen, sie würde dir jeden Wunsch erfüllen, Druidus?“
D: „Ich mochte das Preisschild nicht, das daran hing.“
M: „Ich würde jedenfalls wünschen, dass Frankas und Tords Baby gesund zur Welt kommt und prächtig gedeiht.“
D: „Ich würde für die Eltern Gesundheit und Wohlstand hinzufügen. Damit wären wir die perfekten Pateneltern, oder nicht?“
Alle drei lachen.

Herzlichen Dank für dieses Interview! :)

M: „Wir haben zu danken. Es hat Spaß gemacht.“
D: „Überwiegend…“
S: „Und wenn Sie wirklich mehr darüber wissen wollen, wie die Magie in unserer Welt funktioniert, warum schließen Sie sich mir nicht auf einen Kaffee an? Gleich vor dem Blog-Studio gibt eine Maschine, und das Zeug, das sie ausspuckt, ist gar nicht mal so schlecht.“

Blogtour Gendarmerie Magique

Und zum Abschluss noch ein Blog Tour Giveaway:

Giveaway for „Swordplay – A Gendarmerie Magique novel“

[Vorfreude] Katharina Gerlach – Urchin King

Am 31. August veröffentlicht Katharina Gerlach die deutsche Ausgabe ihres Romans „Urchin King“, der in den USA bei „The Kindle Book Reviews“ sogar bis in das Halbfinale für das beste Indie-Buch 2012 kam.

Klappentext:

Vierzehn Jahre lang war Pauls Existenz als Straßenkind sein einziger Schutz vor einem uralten Gesetz, das alle zweitgeborenen Zwillinge zum Tode verurteilt. Als er erfährt, dass er der jüngere Zwilling des zurückgebliebenen Kronprinzen ist, der wegen seiner Behinderung hingerichtet werden soll (aber fliehen will), stimmt er zu, die Rolle des überraschend genesenen königlichen Erben zu spielen. Paul versucht, sich daran zu gewöhnen, wie ein Prinz aufzutreten, merkt aber schnell, dass sein wichtigstes Talent, unbemerkt zu bleiben, jetzt sein größtes Handicap ist. Er weiß, dass er wie alle zweitgeborenen Zwillinge hingerichtet werden wird, wenn man ihn entdeckt.

Für die deutsche Ausgabe gibt es ein neues Cover, das ich euch hier als Erste präsentieren darf:

Urchin King

Und da ich ja immer neugierig bin, habe ich die Autorin gefragt, ob sie noch etwas zu der Entstehung der Geschichte schreiben mag. Mochte sie. :) Also gibt es noch eine Zugabe:

Die Idee zu diesem Buch entstand während eines Seminars mit Andreas Eschbach in Wolfenbüttel. Wir bekamen die Aufgabe, eine Kurzgeschichte zu schreiben, bei der man sofort erkennt, dass sie in einer Fantasiewelt spielt, ohne dies ausdrücklich zu sagen. Es war also eine Aufgabe zum berühmt-berüchtigten Show-Don’t-Tell (Zeigen, nicht sagen).

So entstand die Erstfassung der Szene in der Kapelle der Mutter, wo die Zwillinge die Rollen tauschen. Natürlich hat sich die Szene bei der Überarbeitung des Romans sehr verändert, aber die Grundidee ist immer noch vorhanden. Den Rest des Romans verdanke ich einem Schreibkurs der amerikanischen Autorin Holly Lisle, in dem ich gelernt habe, Geschichten so spannend zu konstruieren, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen mag. Mir jedenfalls ging es beim Schreiben so, dass ich immer schneller tippte, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Zum Glück gibt es meine Korrekturleserin *grins*.

Ich hoffe sehr, dass viele dieses Buch mögen werden. Danke, dass Du es auf Deiner Seite vorstellst.

Interview mit Katharina Gerlach

Katharina Gerlach wurde 1968 geboren und wuchs mit drei jüngeren Brüdern mitten in einem Wald im Herzen der Lüneburger Heide auf. Schon früh verschwand sie tagelang in magischen Abenteuern, vergangenen Zeiten oder unheimlichen Märchenwäldern, denn auch junge Wilde lernen irgendwann Lesen. Es blieb nicht beim Lesen. Während einer Lehre zur Landschaftsgärtnerin schrieb sie ihren ersten Roman, ein Buch voller Anfängerfehler. Zum Glück gab es auch Bücher darüber, wie man es richtig macht, und so erschienen bald die ersten Kurzgeschichten. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann, drei Kindern und einem Hund in einem Häuschen nicht weit von Hildesheim und – na, was wohl – schreibt an ihrem nächsten Roman. Katharina Gerlach hat diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht, sowie ein E-Book für die Serie „The 33 Worst Mistakes Writers Make About…“ der bekannten amerikanischen Fantasy-Autorin Holly Lisle.

© Katharina Gerlach

Liebe Katharina – vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview nimmst! Als erstes interessiert mich, wie Du Dich selbst beschreiben würdest.

Oh je – Workaholic? Kindskopf? Mieseste Hausfrau alive? Es fällt mir schwer, dazu eine wirklich passende Antwort zu finden. Ich habe so viele Interessen, so viele gute und schlechte Eigenschaften, Organisationstalent und Liebe für das, was ich tue. Eigentlich gibt es dafür kein einzelnes Wort. „Mutter“ kommt dem vielleicht am nächsten, und „Autorin“.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich habe als Kind meinen Geschwistern, Freunden, Cousinen und Cousins immer Geschichten erzählt und geschrieben (die meisten habe ich sogar noch in einer Kiste). Unbedarft, wie ich war, habe ich mal einen Roman (epische Fantasy von 175 Seiten, hahaha) an ein paar Verlage geschickt, die ihn aber alle ablehnten (zu Recht, wie ich heute weiß). Danach habe ich nur noch für mich geschrieben. Erst, als meine beste Freundin ihr Hofarchiv auf dem Dachboden wieder entdeckte und tausend interessante Fakten ausgrub, entschloss ich mich meine Liebe zum Beruf zu machen.

Von Dir gibt es Phantastik, aber auch historische Romane, Sachbücher und Lyrik. Bevorzugst Du etwas davon oder schreibst Du alles gern?

Na ja, Lyrik kann man das nicht wirklich nennen, es sind eher Kniddelverse (so hat mein Opa sie immer genannt), also reimende, oft humoristische Gedichtchen. Sachbücher sind schon eher interessant, aber nur soweit sie anderen Autoren helfen (meine Dissertation mal außen vor gelassen, die musste ich schreiben – lange Geschichte).
Historische Romane schreibe ich gerne, aber nicht so oft, weil sie einfach so wahnsinnig viel Zeit brauchen. Wegen der notwendigen Recherche brauche ich für einen historischen Roman bis zu einem Jahr, bevor er fertig ist.
Am liebsten schreibe ich Fantasy. Das war schon immer meine größte Leidenschaft. Es macht mir besondere Freude, Welten so zu entwickeln, dass sie in sich schlüssig sind (was in Fantasy leider oft nicht der Fall ist, denk nur an die vielen Welten mit mehr als einem Mond, wo es weder Auswirkungen auf Tidenhub noch Religionen hat). Ich genieße es, Lebewesen zu entwickeln, die es in keiner Mythologie gibt, oder aber an mythischen Wesen neue Facetten zu entdecken.
Ganz klar, meine Leidenschaft sind phantastische Geschichten.

Schottlands Wächter

In „Schottlands Wächter“ verarbeitest du ja eine Vielzahl schottischer Mythen. Musstest Du dafür recherchieren oder beschäftigst Du Dich schon länger damit? Und hast Du vielleicht einen Buchtipp für alle Interessierten?

Ich habe in Schottland eine „Zweitfamilie“ (quasi adoptiert) und kannte mich daher bereits gut mit vielen Fabelwesen aus, bevor ich mich entschloss, diese Geschichte zu schreiben. Trotzdem habe ich zahlreiche Bücher gewälzt und mit vielen Leuten gesprochen. Dabei habe ich viele, mir unbekannte Wesen entdeckt und begeistert mit eingebaut.
Wer mehr über schottische Fabelwesen erfahren will, sollte unbedingt „Not of This World“ (Maurice Fleming), „Scottish Myths & Legends“ (Judy Hamilton) und „The Folklore of the Scottish Highlands“ (Anne Ross) lesen.

Magst Du Mythen und Märchen allgemein recht gerne oder bevorzugst Du eine bestimmte Richtung? Vielleicht reizen Dich ja auch einzelne Legenden ganz besonders?

Ich liebe klassische Märchen aus allen Ländern (besonders aus Skandinavien und Russland) und finde es immer wieder toll, wenn ein/e Autor/in es schafft, sie neu zu erzählen (gegen Ende des Jahres werde ich meinen Versuch veröffentlichen, Schneeweißchen und Rosenrot aufleben zu lassen). Immer wieder stolpere ich über Legenden, Mythen und Märchen, die ich am liebsten sofort in neue Geschichten umsetzen würde. Leider hat mein Tag auch nur 24 Stunden.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich möchte, dass meine Leser/innen in erster Linie Spaß haben. Wenn sie nebenbei die versteckten Fakten absorbieren, ist das ganz besonders schön. Natürlich baue ich in alle meine Geschichten Dinge ein, die in unserer Welt real sind, aber sie sind nicht immer so leicht zu finden wie in „Schottlands Wächter“.

Im Mai ist Dein Science-Fantasy-Roman „Paralans Kinder“ erschienen. Verrätst Du uns etwas über die Handlung und die Hauptfiguren?

Der Roman spielt auf einer Welt, die zum größten Teil mit Eis bedeckt ist. Die Idee dazu kam mir, als ich mir überlegt habe, welche Welten in den „unendlichen Weiten“ unseres Alls wohl möglich wären. Als ich die Welt Paralan hatte, tauchte Joloran, einheimischer Ermittler, auf. Je mehr ich seinen Charakter kennen lernte (ja, das ist auch Recherche), desto klarer wurde es, welchen Fall er bearbeiten muss. Auf Paralan wurden 15 paralanische Mädchen entführt. Und natürlich muss sich Joloran mit den Menschen arrangieren, die er überhaupt nicht mag. Auftritt Vera Staven, eine junge Galaktipol, die mit Männern ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Im Grunde genommen ist „Paralan’s Kinder“ ein Plädoyer dafür, Unbekanntes mit offenen Augen zu prüfen. Es ist auch eine Geschichte über Freundschaft, und natürlich ein spannender (wie ich hoffe) SciFi Krimi.

Paralans Kinder

Du hast den „Independent Bookworm“ gegründet, einen Zusammenschluss von Indie-Autoren. Wie kam es dazu und wie lange gibt es Euch schon?

Ich habe den „Independent Bookworm“ vor zwei Jahren gegründet. Mehrere meiner amerikanischen Freunde suchten nach einer Plattform, auf der wir gemeinsam ein wenig Werbung machen können. Also richtete ich einen Gruppenblog ein und wir posten abwechselnd ein Mal pro Woche. Das hat ganz gut funktioniert.
Als ich nun für meine deutschen Romane einen Verlag gründen musste (sonst kann ich nur über Amazon verkaufen), schien mir das Konzept eines Zusammenschlusses von Indie Autoren/innen sinnvoll zu sein. Somit war „Independent Bookworm“ genau der richtige Name.
Im Augenblick arbeite ich mich in die Anforderungen für deutsche Verlage ein. Sobald ich das Wesentliche begriffen habe werde ich auch andere deutsche Indie Autoren/innen einladen, meinem Verlag beizutreten. Natürlich werde ich darauf achten, dass Qualität, Genres und Stil zu meinen Romanen passen.

Wird es die Seite irgendwann auch in einer deutschsprachigen Variante geben oder richtet sie sich vor allem an ein englischsprachiges Publikum?

Die deutsche Webseite ist in Arbeit. Ich hoffe, sie im August hochladen zu können, aber da ich Mutter zweier Kinder im Schulalter bin, kann es wegen der Ferien zu Verzögerungen kommen. Ein Platzhalter für die Seite steht aber seit wenigen Tagen im Netz: http://IndependentBookworm.de

Was liest Du selbst gern?

Geschichten mit interessanten Charakteren. Dabei kommt es mir gar nicht so sehr auf das Genre an. Trotzdem ertappe ich mich dabei, dass ich meistens zu Krimis, Fantasy, Scifi oder Jugendromanen greife. Auch Kinderbücher lese ich immer wieder gerne. Seit ich selbst ernsthaft schreibe, bin ich aber auch kritischer geworden. Bücher, die mich nicht im ersten Kapitel überzeugen, lese ich nicht mehr zu Ende. Dafür habe ich zu wenig Zeit.

Woran arbeitest Du gerade?

Wie immer an einer ganzen Menge. Ich habe in diesem Jahr noch zwei „normale“ Romane und einen Finde-deinen-eigenen-Weg Roman zu veröffentlichen. Dann liegen eine Menge neu geschriebene Kurzgeschichten zur Überarbeitung und Veröffentlichung an. Für den amerikanischen Markt bereite ich gerade eine Kurzgeschichtensammlung vor, die am 24. Juli erscheinen wird. Die 35 darin enthaltenen Geschichten sind außergewöhnlich gut, finde ich. Der Titel (für die, die gut Englisch lesen können und Lust darauf haben): The Adventure of Creation, Think Sideways Writers Anthology.
Außerdem muss ich bis nach den Sommerferien einen Roman fertig überarbeiten und ins deutsche übersetzen (ja, ich schreibe die Erstfassungen immer auf Englisch), der in einer Fantasy-Variante des Steinzeitlichen Afrikas spielt. Dort herrscht eine fürchterliche Dürre, und nur die Hauptperson, Juma, kann etwas dagegen tun.

Oh je, nun ist das hier aber ziemlich lang geworden. Ich hoffe, ich habe niemanden gelangweilt. Danke, dass ich mich auf Deiner Seite präsentieren durfte.

Ich bedanke mich herzlich für das Interview und wünsche Dir viel Erfolg!


Meine Rezension zu Schottlands Wächter kann man hier nachlesen.

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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