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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Hamburg

Florian Tietgen – Blauer Mond

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Mai 2016
Autorenseite
Qindie

Rezension

Marcel, der vor 30 Jahren als Marc Menulis mit „Blauer Mond“ einen Sommerhit landete, kommt nach einem Sturz von der Bühne ins Krankenhaus. Dort trifft er auch seine Jugendliebe Ines wieder – noch immer versteht Marcel nicht, warum sie ihn damals verlassen hatte. Und auch der rätselhafte Junge, der sich von ihm „Blauer Mond“ nennen lässt und den sonst nur Ines sehen kann, ist wieder da. Welches Geheimnis verbindet die drei? Und gibt es eine zweite Chance für Marcel und Ines?

Die Geschichte hat mich schnell eingefangen, weil ich die schöne Sprache und die erzeugte Stimmung sehr mochte. Poetisch, direkt und berührend. Ein wenig melancholisch, voller Musik und verschiedenster Zwischentöne. Ich habe mich beim Lesen wohl gefühlt, die Atmosphäre und die unterschiedlichen Aspekte dieser Geschichte sehr genossen.

Es geht um die Liebe zwischen Marcel und Ines, um ihre Geschichte und den Grund dafür, warum sie ihn verlassen hat. Aber auch um Musik und Marcels Erfahrungen nach seiner Entdeckung und dem Sommerhit, den er nie so richtig leiden konnte. Durch den geheimnisvollen Jungen gibt es eine mystische Ebene, die immer wieder auftaucht und alles miteinander verbindet.

In den Roman eingewoben wurden Andeutungen zu Ereignissen aus Politik und Weltgeschehen, die nicht nur einen zeitlichen Rahmen schaffen, sondern auch zeigen, was Marcel bewegt. Die Kapitel wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, es gibt also zwei Zeitlinien, auf denen sich die Handlung entwickelt. Die Geschichte spielt in Hamburg und ich hatte viel Spaß daran, einige mir bekannte Orte in diesem Buch wiederzufinden.

Marcel ist eine nachdenkliche und innerlich zerrissene Figur, die mir sehr nah war. Seine verschiedenen Facetten machen ihn unsicher – er weiß nicht, wer er ist. Die traurigen Momente überwiegen jedoch nicht, es gibt auch Freude, Zusammenhalt, Begeisterung und Szenen, bei denen mich der trockene Humor zum Grinsen gebracht hat.

„Blauer Mond“ war für mich eine berührende und abwechslungsreiche Geschichte, die sensibel und poetisch erzählt wurde. Nachdenklich, voller Gefühle, Erinnerungen und Musik. Ein Buch, zu dem ich mir eine Playlist wünschen würde. Ein Roman, der mich auf unterschiedliche Weise beeindruckt und sehr begeistert zurück lässt. Und es gibt ein wunderbares Ende, das für mich perfekt zu der Geschichte passt!

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Mein Lieblingszitat:

Man sagt, etwas zu vergessen bedeutet, es wäre nicht wichtig. Aber Seelen arbeiten anders, sie schieben gerade die wichtigen Dinge ins Vergessen, wenn die uns am Leben und Weiterleben hindern.

Fabienne Siegmund & Thilo Corzilius – Das Mädchen und der Leuchtturm

Erscheinungsjahr: 2015 als eBook, 2016 als Taschenbuch
Gelesen im Januar 2016
Verlag: ohneohren

Rezension

Der Student Jean lernt die wunderschöne Faith kennen, die in einem unsichtbaren Leuchtturm mitten in Hamburg wohnt. Sie erzählt ihm von einem Fluch, der auf ihr liegt – immer wenn sie glücklich ist, regnet es. Da Faith ihm nicht mehr dazu erzählen will und auf später vertröstet, macht sich Jean allein auf die Suche nach einer Lösung zu einem Rätsel, das er kaum versteht. Dadurch verändert sich sein Leben für immer, denn lebendig gewordene Märchen und Legenden drängen in seine bisher so normale Welt …

Geschichten sind wichtig. Das betont Jean, gleich nachdem er darum bittet, ihn nicht für vollkommen verrückt zu erklären. Denn das, was er erzählen will, ist kein Märchen sondern hat sich wirklich zugetragen. Er ist davon überzeugt, dass jedem Menschen etwas Ähnliches passieren kann, wenn er nur daran glaubt. An die Wunder, die in den Falten und Ritzen unserer Welt existieren. Und wisst ihr was? Ich glaube ihm. Allein schon deshalb, weil es mir mit magischen Momenten ähnlich geht – andere sehen diese nicht, nur weil sie es nicht wollen.

Nach so einer Einführung konnte mir Jean natürlich nur sympathisch sein, aber mich haben noch andere Dinge für ihn eingenommen. Beispielsweise mag er Regen genauso gern wie ich und ruht in sich selbst. Es war spannend zu verfolgen, wie sich sein bisher so normales Leben verändert, als er hinter den Vorhang blickt und versucht, das alles zu verstehen. Dort sind Hexen, Flüche und Kobolde keine Mythen, sondern etwas ganz Normales.

Aber auch Faith stand mir nah, wenn auch auf eine etwas geheimnisvollere Weise. Mir hat gefallen, dass ihre Geschichte nach und nach ans Licht gekommen ist und der Roman dabei immer mehr Fahrt aufgenommen hat. Es begann eher ruhig und dennoch fesselnd, aber mit jeder Seite steigerte sich die Spannung und irgendwann saß ich dann total gebannt vor meinem Reader, weil mich die Entwicklung so faszinierte.

Sehr begeistert hat mich auch, dass die Schauplätze in Hamburg so wunderbar beschrieben wurden. Die verschiedenen Stadtteile mit ihren ganz eigenen Stimmungen, die Alster, die Sehenswürdigkeiten und Landschaften. Aber auch die magische Seite von Hamburg, die ich zu gerne besser kennenlernen würde. Wenn ich das nächste Mal in Winterhude bin, halte ich sicher Ausschau nach dem Leuchtturm. Meine Chancen stehen schlecht, aber man kann ja nie wissen … Und ich bin davon überzeugt, dass es ihn gibt!

Im Schreibstil erkenne ich beide Autoren wieder, die zusammen natürlich ganz anders schreiben als allein. Aber das ist eine angenehme Mischung, die sich gut ergänzt und trotz der Unterschiede sehr harmonisch auf mich wirkt – wie aus einem Guss. Wenn ich nicht schon ein paar Geschichten von Fabienne Siegmund gelesen hätte, würde mir das wahrscheinlich nicht einmal auffallen. Aber ich hatte meine Freude daran.

„Das Mädchen und der Leuchtturm“ war für mich eine sehr fesselnde und magische Lektüre mit vielen Überraschungen und gelungenen Figuren. Es gab auch einige Nebenfiguren, die es mir angetan haben und mich einfach nicht loslassen. Natürlich liebe ich die wunderbaren Hamburg-Details, aber auch die poetischen Textstellen und die Geschichten innerhalb der Geschichte. Und den Leuchtturm! Eine faszinierende Mischung, die mich sehr begeistert hat. Und von Thilo Corzilius muss ich wohl doch endlich mal einen Roman lesen, bisher kenne ich von ihm nur Kurzgeschichten …

Zitat:

Natürlich waren wir alle irgendwie Spinner. Mehr oder weniger. Das war es wohl, was die Welt früher oder später aus uns machte.

Hamburg ♥

Hamburg ist schon seit längerer Zeit meine Lieblingsstadt und irgendwie wird das immer schlimmer … Inzwischen fühlt es sich wie nach-Hause-kommen an, wenn ich dort ankomme. In Wolfsburg ist mir das noch nie passiert. ;) Es gibt dort wunderbar viel Wasser, maritimes, Grünanlagen, unheimlich viel Kultur und einfach so viel zu entdecken! Auch viele ruhige Ecken in dieser großen Stadt …

Ich gehe gern in der Speicherstadt spazieren, auch weil ich die Atmosphäre sehr mag und immer neue Details entdecken kann. Und ein Gebäude ruft mir jedes Mal zu, dass da eine Geschichte darauf wartet, erzählt zu werden. Natürlich liebe ich den Hafen und die Alster, und ich muss einfach bei jedem Besuch nach Oevelgönne. Dabei kann ich dann praktischerweise auch ein wenig Schiffchen fahren. :) Manchmal gehe ich aber auch zu Fuß, von den Landungsbrücken aus oder von Altona.

HH an der Wand

Im Stadtpark verlaufe ich mich ja gern, aber das übe ich noch – und das Planetarium ist klasse, da war ich sogar schon mal auf einer Lesung. Der Friedhof Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt und im letzten Jahr habe ich den Loki-Schmidt-Garten für mich entdeckt, da möchte ich auch unbedingt noch einmal hin. Allerdings gibt es auch viele Dinge, die ich mir gerne mal anschauen möchte – und immer auch etwas Kultur: Theater, Oper, Konzerte oder Ausstellungen. Eine riesige Auswahl …

Mit der Zeit haben sich auch einige Hamburg-Bücher angesammelt – abseits von Romanen. Und die haben jetzt ein eigenes Regalfach erhalten, es wurde Zeit. Das ist eigentlich auch der Grund für diesen Beitrag. :) So gesammelt ist das irgendwie ein schöner Anblick. Und schon ein ganz schöner Stapel, auch wenn ich mich da immer zu bremsen versuche. Vieles kommt auf die Wunschliste (aber manchmal ist es einfach ärgerlich, wenn bestimmte Bücher plötzlich nicht mehr erhältlich sind – auch nicht gebraucht).

HH-Regalfach

Letztens habe ich auch die tolle Stadtteile-Reihe vom Junius Verlag entdeckt und ich befürchte, dass die alle bei mir einziehen wollen. Zwei sind es ja schon!
Einen Bildband habe ich auch noch, aber der bleibt bei seinen Kollegen stehen. :) Das Thema Hamburg verteilt sich auch immer mehr in der Wohnung: Bilder, Kühlschrankmagnete, Müslischalen, Notizblöcke, Bleistifte, …

Ich habe sogar eine Tasche! :) Und Tassen. Natürlich Tassen …

HH-Tassen

Ich freue mich immer über Fantasybücher, die auch in Hamburg spielen. Mein erstes war von Tom Finn, da bin ich ja auch noch auf den Zeitreise-Roman „Der Funke des Chronos“ gespannt. Es folgten Anika Beer, Erik Kellen und Ann-Kathrin Karschnick. Möglicherweise habe ich da auch noch jemanden vergessen … Ich wollte darüber eigentlich mal einen Beitrag schreiben, aber das ist ja schon ein sehr spezielles Thema. ;) Wobei mir da gerade eine tolle Idee kommt … Nej, auch das noch!

Im SuB schlummert auch noch „Der Goldschatz der Elbberge“ von Martin Schemm. Ein historisch-fantastischer Roman, der im Jahr 1065 spielt. Der Hamburger Erzbischof Adalbert lässt eine Gruppe Männer durch einen alten Stollen in die Tiefe des Sollonbergs (Süllberg in Blankenese) hinabsteigen, um dort einen sagenumwobenen Schatz der zwergenhaften Schwarzalben zu heben. Als die Männer tatsächlich in das Zwergenreich gelangen und Hand anlegen an den goldenen Schatz, vollzieht sich ein alter Fluchzauber, der das Land an der Elbe in Angst und Schrecken versetzt, während zugleich das Machtgefüge des Erzbischofs zerfällt …

Wie ist das bei euch – gibt es da vielleicht auch eine Stadt, die es euch ganz besonders angetan hat?

Ann-Kathrin Karschnick – Phoenix. Tochter der Asche (Phoenix 1)

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im August 2014
Autorenseite
Verlagsseite

Rezension

Nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika liegt Europa in Trümmern, es herrscht Chaos. Eine überirdische Macht, die Saiwalo, übernahmen die Herrschaft und bauten den Kontinent mit Hilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, durch die Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi trifft. Eine Phoenix und sogenannte Seelenlose, die im Auftrag der Saiwalo gejagt wird und etwas mit der Mordserie verbindet, denn sie kannte die Opfer …

Die Geschichte wird auch als Dystopie eingestuft, was mich anfangs abgeschreckt hat, einfach weil das nicht „mein“ Genre ist und ich düstere Bücher ohne Magie normalerweise meide. In diesem Fall war meine Neugier aber stärker, denn mir hatten „Die Feuerritter“ gut gefallen und außerdem reizte mich neben dem Teslapunk auch die Phoenix. Glücklicherweise, denn mir wäre sonst eine sehr fesselnde und ungewöhnliche Geschichte entgangen!

Das Buch beginnt rasant, wir lernen die flüchtende Tavi kennen und werden in dieses so andere Hamburg geworfen, wo die Menschen sich nicht gegen die Unterdrückung durch die Saiwalo wehren, weil sie es so gewohnt sind und niemand absichtlich getötet wird. Zumindest kein Mensch. Die nun als Seelenlose abgestempelten Wesen gibt es seit dem Anbeginn der Zeit, sie sind aber erst durch das fehlgeschlagene Experiment sichtbar geworden.

Tavi war von der ersten Seite an nah bei mir, ich empfand sie als sehr präsent und hatte schnell das Gefühl, sie schon länger zu kennen. Die Phoenix hat für mich eine besondere Ausstrahlung, die sicher auch etwas mit ihrem langen Leben und den vielfältigen Erfahrungen zu tun hat. Und natürlich mit dem, was sie ist.

Zu Leon hatte ich auch einen guten Draht, allerdings verspürte ich öfter den Drang ihn anzuschreien, dass er auf der falschen Seite steht. Bei ihm hat mir gefallen, dass sein familiärer Hintergrund thematisiert wird und er nicht „einfach so“ ein Anhänger der Saiwalo ist. Ich fand ihn sehr glaubwürdig – seine Zweifel, seine Zerrissenheit, seine Reaktionen. Jemand, der allzu schnell die Seiten wechselt, hätte mich da nicht überzeugen können, weil die anerzogenen Werte ja tief in einem stecken. Daher ist Leon für mich eine sehr stimmige Figur, auch wenn mir bei einer Szene dann doch die Nerven durchgegangen sind …

Es gibt auch eine Nebenfigur, die es mir sehr angetan hat – mal wieder. ;) Geheimnisvoll, nicht leicht zu durchschauen und doch hat sie mich gleich berührt. Ich hoffe natürlich auf ein Wiedersehen, auch weil sie mich noch länger beschäftigt hat …

Neben den tollen Figuren haben mich aber auch andere Dinge begeistert: Der Teslapunk, mit dem ich hier zum ersten Mal in Berührung gekommen bin und der mich nicht überfordert hat. Die leise Liebesgeschichte, die nur einen kleinen Teil dieses Romans ausmacht. Details zu der Macht der unheimlichen Saiwalo, zu denen nur ihre Wächter sprechen können. Dieses so andere, düstere Hamburg mit den verschiedenen „Seelenlosen“. Die Spannung, die sich von Seite zu Seite steigerte und von der ich manchmal ganz hibbelig wurde.

Der Auftaktband der Phoenix-Trilogie war für mich eine emotionale und sehr mitreißende Lektüre, die mich überrascht und begeistert hat. Ein abwechslungsreicher Genremix, der einige Schubladen durchbricht und eine ungewöhnliche Geschichte bietet, die mich auf ganz unterschiedliche Weise anspricht. Ich bin schon gespannt darauf, wie es mit der Reihe weitergeht! :)

  1. Tochter der Asche
  2. Erbe des Feuers
  3. ?

Erik Kellen – Das Lied von Schnee & Liebe (The Empires of Stones 2)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juni 2014
Autorenseite
The Empires of Stones
Qindie

Rezension

In New York begegnet Anevay dem Gangsterboss Leonardo Szuda, der die Kämpferin in ihr erkennt und noch Großes mit ihr vorhat. Bei der Suche nach ihrem Vater gelangt ein Kompass des Nordischen Feuerbundes in ihre Hände, der eines Nachts zum Leben erwacht.
In Hammaburg arbeitet Robert weiter an der Kriegsmaschine des Kronprinzen, gleichzeitig erschafft er eine neue Identität, ein zweites Ich – den Night Captain! Dieser begibt sich auf Spurensuche, als immer deutlicher wird, dass etwas Dunkles im Feuerbund seine Kreise zieht …

Der zweite Teil der TEOS-Saga beginnt mit dem König von Brooklyn, Leonardo Szuda. Im ersten Moment war ich davon überrascht, auf keine der beiden Hauptfiguren zu stoßen, gleichzeitig hatte diese neue Figur aber auch etwas, was mich neugierig gemacht hat – und Ausstrahlung! An dem Gangsterboss hat mir auch gefallen, dass er nicht einfach „böse“ dargestellt wurde, sondern wunderbar undurchsichtig. Am Ende des Kapitels trifft er auf Anevay und ihre Begegnung hat mir das erste intensive Kopfkino dieses Romans beschert. Aber noch lange nicht das letzte …

Schnell war ich tief in der Geschichte versunken und völlig fasziniert von der bunten Mischung, die da vor uns ausgebreitet wird. Magie, Tragik, Intrigen, der Kampf ums Überleben, die verschiedenen Kulturen, Leid, Zusammenhalt, Geheimnisse, Gewalt – das alles wurde miteinander verwoben und zu einer abwechslungsreichen Geschichte verknüpft. Dazu gibt es noch viele wunderbare Details und Ereignisse, bei denen ich aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen bin und völlig gebannt vor meinem Reader saß.

Die eingearbeitete nordische Mythologie hat mich oft dazu gebracht, glücklich vor mich hin zu grinsen, weil es einfach großartig ist, wenn eine Geschichte von einem Thema, das einen begeistert, so durchdrungen ist. Ich liebe die Beschreibungen von Hammaburg und die für mich sehr besondere, magische Verbindung zwischen Anevay und Robert. Ein wärmendes Licht inmitten einer Welt voller Misstrauen und Einsamkeit, weit entfernt – dafür aber sehr intensiv. Die beiden mag ich einzeln schon sehr, aber zusammen ist das einfach … magisch. Das toppt sogar noch meine Begeisterung für den Night Captain, und die ist nun wirklich nicht zu unterschätzen.

Natürlich haben sich auch die Clangeister in mein Herz geschlichen, alle drei. Denn auch wenn Poe die Nasenspitze vorn hat, reizen mich die anderen nicht weniger, jeder auf seine ganz eigene Weise. Auch die ein oder andere Nebenfigur hat mich erwischt und ist nah bei mir – so wie ich es mag. ;) Genau wie im ersten Band hat es mir hier auch wieder Famke besonders angetan, ich bin ja so gespannt, ob wir irgendwann mehr über sie erfahren werden. Meine Daumen sind gedrückt!

„Das Lied von Schnee & Liebe“ war für mich eine mitreißende, überraschende und magische Geschichte mit facettenreichen Figuren und einer dichten Atmosphäre. Ein komplexer und für mich sehr emotionaler Roman, der kleine Schock-Momente aber auch wunderbar poetische Beschreibungen bereit hält. Und ein Ende, das extrem neugierig auf den nächsten Band macht! Allerdings muss ich auch warnen: Es könnte nämlich passieren, dass man nicht nur alles um sich herum vergisst, sondern plötzlich auch anfängt, mit nordischen Götternamen zu fluchen. Uuups. Aber immerhin lerne ich wenigstens ein klein wenig das Fluchen, auch wenn ich ja immer noch rot werde, wenn mir mein Lieblingsfluch laut herausrutscht …

Reihenfolge

  1. Das Lied von Anevay & Robert
  2. Das Lied von Schnee & Liebe

Erik Kellen – Das Lied von Anevay & Robert (The Empires of Stones 1)

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im August 2013
Autorenseite
The Empires of Stones
Qindie

Rezension

In New York wird die sechzehnjährige Indianerin Anevay in das Gefängnis „Fallen Angels“ gebracht, weil man glaubt, dass sie eine „Wild One“ sein könnte – eine Zauberin der Stämme. Kann Anevay dem Martyrium, das sie dort erwartet, entkommen?
In London bricht Lord Robert Humberstone zu einer Reise nach Hammaburg auf, wo er im Auftrag der Königin und des Nordischen Feuerbundes eine Kriegsmaschine bauen soll. Aber will er seine Begabung wirklich dafür einsetzen und so weiteres Blutvergießen fördern? Kann er den politischen Machtspielen entkommen?

Diese Steamfantasy-Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Anevay und Robert erzählt. Es gibt noch weitere Handlungsstränge, die jedoch nur eingeführt wurden und für mich einen Ausblick auf den nächsten Band darstellen. Die verschiedenen Erzählperspektiven haben ganz unterschiedliche Stimmungen, am ungewöhnlichsten waren für mich die Kapitel aus der Sicht von Anevay, auch weil ich anfangs nicht einordnen konnte, in welche Richtung sich das entwickelt.

Der Hintergrund der Reihe „The Empires of Stones“ (Die Imperien der Steine) hat mich fasziniert, weil die Welt unserer gleicht und doch ganz anders ist. Germanien und Britannien sind nicht nur Verbündete, ihre Reiche sind auch durch eine riesige Brücke verbunden. Außerdem bilden sie zusammen mit Schweden, Norwegen, Island, Dänemark und den Niederlanden den Nordischen Feuerbund, wo der alte Glaube an die nordischen Götter herrscht. Über die vielen eingeflochtenen Details und Andeutungen dazu habe ich mich wahnsinnig gefreut! Nicht nur, weil es ein Lieblingsthema von mir ist, sondern auch, weil es so wunderbar umgesetzt wurde. Und ich hoffe sehr, mehr von den Odinstöchtern lesen zu dürfen, weil ich sonst wahrscheinlich vor Neugier eingehe. ;)

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, weil es so spannend losgeht, dass man direkt in die Handlung „geworfen“ wird, und weil die Figuren gleich so präsent sind. Zu allen habe ich eine Verbindung gespürt, mal mehr und mal weniger intensiv. Die beiden Hauptcharaktere wirken sehr unterschiedlich auf mich, was sicherlich auch an dem Tempo und den Emotionen der jeweiligen Kapitel liegt. Bei Anevay gibt es sehr viel Leid und Verzweiflung, eine Szene musste ich auch erstmal verdauen. Robert hat mich nicht nur gleich „erwischt“, ich habe mich bei seinen Kapiteln auch einfach wohl gefühlt und es sehr genossen, durch die vielen Facetten, Geheimnisse und Erfindungen tief in diese Welt abzutauchen.

Die Beschreibungen von Hammaburg waren für mich ein weiteres Highlight, weil sie eine so dichte Atmosphäre besaßen und mir nicht nur Bilder, sondern auch Gerüche und Stimmungen sehr direkt vermittelten. Zum Teil liegt das sicher daran, dass ich dafür als bekennender Hamburg-Fan einfach empfänglicher bin. Man spürt jedoch auch sehr deutlich die Liebe des Autors zu dieser Stadt.

An einer Stelle hätte ich mir etwas mehr Innenschau gewünscht, weil ich es nicht ganz nachvollziehen kann, dass diese Entwicklung einfach hingenommen wird – ohne Gedanken dazu, ohne zu hinterfragen oder diese zu verarbeiten. Möglicherweise wird mir ja im nächsten Band klar, warum das so war. Und vielleicht werden dort dann auch ein paar der vielen offenen Fragen beantwortet – sicherlich kommen aber auch neue hinzu. Ich störe mich nicht daran, weil ich Geschichten mag, die mich auch abseits der Lesezeit beschäftigen und mich zum Spekulieren bringen. Für jeden Leser ist das aber sicherlich nichts.

„Das Lied von Anevay & Robert“ ist nicht nur ein wunderbar gestaltetes Buch, es bietet auch einfach einen schönen Schreibstil, an dem mir der Umgang mit der Sprache gefällt. Es werden intensive Bilder und Eindrücke vermittelt, die auch dazu beigetragen haben, dass dieser Roman bei mir noch nachwirkt und mich beschäftigt. Eine facettenreiche, magische, bewegende und tiefe Geschichte, die mich nicht nur beeindruckt sondern auch neugierig zurücklässt …

Thomas Finn – Der silberne Traum (Die Chroniken der Nebelkriege 0)

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im April 2013
Verlagsseite

Die Elfe Fi erwacht auf dem verlassenen Schiff des Klabauters Koggs Windjammer und kann sich an nichts mehr erinnern. Sie ahnt jedoch, dass sie eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat – nur welche? Und was ist mit ihrem Volk geschehen, dessen Heimat die Nebelkönigin Morgoya zerstört hat? Um Antworten auf ihre Fragen zu finden, muss sie als erstes die Besatzung des Schiffes befreien, welche von einer Sirene verzaubert und entführt wurde. Dabei stößt sie auch auf einen weiteren Gefangenen: Nikk, einem Vertreter des Meervolks. Zusammen nehmen sie den Kampf gegen die von Morgoya entsandten finsteren Schattenkreaturen auf…

„Der silberne Traum“ ist die Vorgeschichte zu der bisherigen Trilogie „Die Chroniken der Nebelkriege“ und sowohl für Neueinsteiger als auch für Kenner der Reihe geeignet. Man benötigt kein Vorwissen, sondern kann durch das Prequel auch einfach eine neue Reihe für sich entdecken und die älteren Bücher dann mit etwas mehr Hintergrundwissen lesen. Wer die Trilogie bereits kennt, erfährt hier die Vorgeschichte von einigen bekannten Figuren, entdeckt aber auch neue Charaktere und Hintergründe.

Das Buch wirkte gleich in mehrfacher Hinsicht wie für mich „gemacht“, was vielleicht auch die große Faszination erklärt, mit der ich diesen Roman gelesen habe. Es gab nicht nur Elfen sondern auch Meerwesen, für beides habe ich ja eine Schwäche. Was aber nicht heißt, dass ich jeden Vertreter dieser Wesen auch automatisch mag. Hier war es jedoch so, weil ihre Charaktere Tiefe und Ausstrahlungskraft besaßen.

Außerdem habe ich die oft maritime Atmosphäre sehr genossen – ich bin ja ein bekennendes Meerkind und war begeistert davon, wie stimmungsvoll und bildreich die Beschreibungen bei mir ankamen. Ich war dort, mitten in der Geschichte. Nicht nur an Deck eines Schiffes, sondern auch unter der Meeresoberfläche.
Dann gibt es noch Magie in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen und eine große Bandbreite an Wesen, die sehr individuell auf mich wirken und nicht einfach „aufgezählt“ wurden.

Diese fesselnde Geschichte ist ziemlich temporeich, es gibt aber auch wundervolle mystische Szenen, die mich sehr berührt haben und für einen Ausgleich sorgen. Auch der Humor kam nicht zu kurz und hat meinen Geschmack genau getroffen, so dass ich häufig grinsen musste. Es gab überraschende Entwicklungen und auch eine tragische Figur, die mich gleich voll erwischt hat. Aber das kenne ich ja schon. ;)

Bisher kannte ich nur den ersten Teil (Das unendliche Licht), bei dem ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte. Diese Tiefe bekomme ich nun im Prequel, worüber ich wirklich glücklich bin, weil ich den Stil des Autors, seine Ideen und die erschaffenen Welten sehr mag. Eine Wohlfühlbuch, das mich verzaubert hat! Mit vielen intensiven Eindrücken, die mich noch länger begleiten…

Erik Kellen – GezeitenZauber

Erscheinungsjahr: 2013 (bzw. als „Dragonsoul“ bereits 2011)
Gelesen im Februar 2013
Autorenseite

Rezension

Die 17-jährige Nilah ahnt nicht, dass sie etwas Besonderes ist. In ihrem Blut verbirgt sich eine Macht, die das größte Geheimnis aller Zeiten ist. Als sie zusammen mit ihrem Vater nach Irland reist, um der Beerdigung ihrer Großmutter beizuwohnen, geschehen Dinge, die Nilah an ihrem Verstand zweifeln lassen. Sie gerät in einen Kampf, der 2.000 Jahre geruht hat und nun wieder aufgeflammt ist. Zwischen den „Einzigen“, dessen Ziel die Vernichtung ihrer Seele ist, und Liran, einem sagenumwobenen keltischen Krieger, der sie um jeden Preis beschützen will.

Die Sprache, in der diese Geschichte erzählt wird, hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie ist nicht nur wunderschön und teilweise poetisch, sondern „klingt“ auch und berührt etwas in mir. Sie wirkt sehr direkt auf mich, ist voller großartiger Bilder und bewegender Gedanken. Es wird eine Atmosphäre erzeugt, die mich einfach nicht mehr losgelassen hat.

Die Geschichte spielt in Hamburg und Irland, beide Orte werden sehr liebevoll und stimmungsvoll beschrieben. Ich konnte die Weite und den Zauber Irlands spüren, die alte Macht des Landes. Das Gefühl, dass dort Mythen überdauern und lebendiger sind als anderswo. Hamburg hat noch etwas intensiver auf mich gewirkt – sicherlich auch, weil ich die Stadt sehr mag und einige der erwähnten Dinge kenne. Es war ein anderes Hamburg, gefährlicher und düsterer, aber nicht weniger faszinierend. Und es gab eine wundervolle Stelle, an der beschrieben wurde, warum diese Stadt für jemanden, der sich zum Wasser hingezogen fühlt, wie ein kleiner Traum ist. Für jemanden wie mich.

Zu Nilah hatte ich schnell einen guten Zugang, sie war mir einfach sympathisch und wirkte „echt“ auf mich. Mal nachdenklich, mal wütend, mal sensibel. Und aus verschiedenen Gründen auch sehr reif – mir gefällt, dass man nach und nach erfährt, warum sie sich so entwickelt hat. Besonders gut hat mir auch die Beziehung zu ihrem Vater gefallen, diese besondere Nähe wurde sehr liebevoll beschrieben. Nilah ist Veganerin und ich fand den Umgang mit diesem Thema sehr angenehm. Kein erhobener Zeigefinger, keine Belehrungen. Stattdessen erfährt der Leser, warum sie sich dafür entschieden hat, und denkt so vielleicht eher darüber nach.

Liran hat mich irgendwie sofort „erwischt“, das ging wohl auch gar nicht anders. Mystischer Hintergrund, tragische Andeutungen, Schwertfuchtler. Hm. Dazu noch eine tolle Ausstrahlung und viele Facetten. In ihm steckt so viel mehr als ein wieder erwachter Krieger, der sich nach zwei Jahrtausenden in einer völlig neuen Welt zurecht finden muss. Er macht so einiges durch – und ich auch, weil ich wieder ganz nah bei meiner Lieblingsfigur bin, mitleide und einfach sehr emotional lese. Viele der Nebenfiguren haben auf mich auch sehr präsent und außergewöhnlich gewirkt. Individuelle Charaktere, die einen starken Eindruck hinterlassen und dazu beitragen, dass sich diese Geschichte so abwechslungsreich und lebendig anfühlt.

Die Spannung in „GezeitenZauber“ steigt stetig an und im letzten Drittel war ich fast soweit, vor Aufregung an den Nägeln zu kauen. Es gibt einige unheimliche Wesen, überraschende Ereignisse sowie viele Gelegenheiten zum Mitfiebern und Mitleiden. Diese mitreißende Geschichte bietet viele Kämpfe, aber sie ist auch mystisch und lässt sich Zeit für sensible Momente. Voller Magie und Tiefe, wunderbar illustriert, außerdem hinterlässt sie bei mir eine Vielzahl von Bildern und Emotionen. Eine bewegende Lektüre, die mich beschäftigt hat und deren Fortsetzung ich kaum erwarten kann. Und eine der Geschichten, die man mit jeder gelesenen Seite mehr liebt und einfach genießt.

Reihenfolge:

  1. GezeitenZauber
  2. SeelenZauber

Anika Beer – Als die schwarzen Feen kamen

Erscheinungsjahr: 2012
Gelesen im April 2012
Autorenseite
Verlag: cbt

Rezension

Gabriel kann die Kreaturen sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen. Wesen, die Ausdruck ihrer düsteren Gefühle und Ängste sind. Die meisten Menschen kennen ihre Schattenkreatur nicht, lassen sich aber von dessen Bedürfnissen lenken. Etwas an Maries Schatten, einem Schwarm unheimlicher schwarzer Feen, beunruhigt Gabriel so sehr, dass er sie warnt. Aber ihr fällt es schwer, ihm zu glauben, da sie dahinter einen schlechten Scherz einer Freundin vermutet. Erst als es ihrer Mutter schlecht geht und Marie kleine sich bewegende Schatten unter deren Haut sieht, wendet sie sich wieder an ihn. Zusammen versuchen sie das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dafür haben sie allerdings nicht viel Zeit, denn diese sind dabei, in die Realität vorzudringen.

Bereits nach den ersten Sätzen hatte mich die wunderbar dichte Atmosphäre eingefangen und dafür gesorgt, dass ich das Buch nur ungern zur Seite gelegt habe. Mir wurde mal wieder bewusst, wie sehr ich tiefgründige Geschichten mag – und dieser Roman gab mir da einiges! Allein die Idee mit den Schattenkreaturen bietet vieles, worüber man nachdenken kann. Wie fühlt es sich an, diese ständig zu sehen? Wie furchtbar sieht meine eigene aus? Wie sehr beeinflusst mich meine Schattenkreatur? Und gibt es vielleicht auch so eine Art Gegenstück, ein Lichtwesen, das alle positiven Gedanken und schönen Momente verkörpert?

Die beiden Hauptfiguren waren sympathisch und wirkten auf mich auch sehr nah, so dass ich schnell mit ihnen mitgefiebert habe. In Marie konnte ich mich leicht hinein versetzen, was auch – aber nicht nur – an ihrer zurückhaltenden Art lag. Bei Gabriel war das eher intuitiv, da er ja ein sehr rätselhafter aber für mich auch faszinierender Charakter ist, über den man nach und nach mehr erfährt. Die zarte Liebesgeschichte war ganz nach meinem Geschmack, denn die Annäherung wurde sehr liebevoll und behutsam beschrieben. Ich konnte viel Gefühl spüren, ohne dass große Worte darum gemacht wurden. Einfach schön!

„Als die schwarzen Feen kamen“ ist eine Geschichte voller unheimlicher Wesen, die mir öfter eine Gänsehaut verursacht haben. Die Stimmung wird immer düsterer und es scheint so, als ob die anfängliche Hoffnung mit jeder Seite mehr schwindet. Es gibt aber auch Szenen, die einem Halt geben – und in Marie die Kraft wecken, sich ihrer Schattenkreatur zu stellen. Das Buch hat mich aufgewühlt, mir viele Bilder beschert, mich zum Weinen und Nachdenken gebracht. Eine sehr stimmungsvolle und emotionale Lektüre, die einen starken Eindruck bei mir hinterlassen hat. Und einige Dinge, über die ich immer mal wieder nachdenke, da nicht alle Ereignisse bis ins kleinste Detail aufgelöst wurden. Ich mag sowas ja, da ich als Leser auch gern etwas gefordert werde …

[neu entdeckt] Ulrich Alexis Christiansen – Hamburgs dunkle Welten. Der geheimnisvolle Untergrund der Hansestadt

Als ich nach der Lektüre von „Lycidas“ (Christoph Marzi) wieder mal in Hamburg und auf dem Weg zur U-Bahn war, wurde mir schlagartig klar: Auch Hamburg könnte so eine uralte Metropole haben! Oder besser: Warum spielte eine der Geschichten nicht in Hamburg? Schade… Irgendjemand sollte das schreiben. Wer auch immer. Fragen Sie nicht! ;)

Jedenfalls ist mir heute ein toller Bildband über den Weg gelaufen, in dem es um den geheimnisvollen Untergrund von Hamburg geht – und der mich mehr als nur reizt… Ein Zufall?

Hamburgs dunkle Welten

Hamburgs über tausendjährige Geschichte hat ihre Spuren auch im Untergrund hinterlassen. Sie sind zum Teil besser erhalten als die mehrfach veränderten Zeugnisse an der Oberfläche. Neben mittelalterlichen Kirchgemäuern finden sich die Eiskeller der großen Brauereien aus dem 19. Jahrhundert und die vielfältigsten Verkehrsbauten des letzten Jahrhunderts, die zum Teil als Pionierleistungen in die Technikgeschichte eingingen. Während des Zweiten Weltkrieges entstanden zahlreiche Bunker, im Kalten Krieg folgten unterirdische Zivilschutzanlagen. Ulrich Alexis Christiansen durchforscht seit Jahren diese dunklen Welten der Hansestadt. Nach ausführlichen Archivstudien erkundete er zu Fuß und mit Fototechnik ausgerüstet die noch vorhandenen Anlagen und legt nun einen faszinierenden Band vor, der zugleich viele unbekannte historische Aufnahmen enthält. Die zweite Auflage des erfolgreichen Bildbandes enthält 343 hochwertige Abbildungen.

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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