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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Florian Tietgen

10 Bücher, bei denen meine Neugier meine Zweifel besiegt hat …

Es gibt diese Bücher, die einen reizen und gleichzeitig sind da diese Bedenken … Passt die Geschichte zu mir und meinem Lesegeschmack? Meine Neugier führt mich gelegentlich zu Büchern, an die ich mich erst nicht so rangetraut habe. Manchmal geht das daneben und manchmal treffen die Geschichten meinen Geschmack. Hier geht es jetzt um 10 Bücher, die mir dann trotz meiner Zweifel sehr gefallen haben.

  1. Florian Tietgen – … wenn es Zeit ist …
    Belastet mich die Gewalt in diesem Roman zu sehr oder ist er zu „literarisch“ für mich? Nichts von beidem! Die Geschichte um den innerlich zerrissenen Henrik wird sehr feinfühlig und vielschichtig erzählt. Sie thematisiert verschiedene Themen, die keine „leichte“ Kost sind und bedrücken können. Mir war das aber nicht zu viel, weil es auch positives und Hoffnung gab. (Rezension)
  2.  

  3. Selma J. Spieweg – Boris & Olga 1: Tod dem Zaren
    Meine Befürchtung, dass ich mit reinem Steampunk womöglich nicht klar komme, hat sich in diesem Fall nicht bewahrheitet. Vielleicht, weil sich die Mechanik manchmal wie Magie angefühlt hat. Vielleicht aber auch, weil die Geschichte sehr intensiv auf mich wirkte und ich zu Boris mit seinen vielfältigen Empfindungen und Unsicherheiten einen ganz besonderen Zugang hatte. (Rezension)
  4.  

  5. Peter S. Beagle – Das letzte Einhorn
    Ich mag den Film, aber bei dem Buch hatte ich Bammel davor, dass es zu anspruchsvoll für mich ist. Glücklicherweise gab es aber jemanden, der mich immer wieder auf den Roman neugierig gemacht hat – so lange, bis ich es einfach lesen musste und danach völlig begeistert war. Beispielsweise von der wundervollen Sprache, der magischen Poesie, diesen schönen Beschreibungen und Ideen. Ein Held ist nur dann ein richtiger Held, wenn er vom Augenblick seiner Geburt an in Schwierigkeiten steckt. (Rezension)
  6.  

  7. Fabienne Siegmund & Tatjana Kirsten – Der Karussellkönig
    Hier hatten mich die düsteren Andeutungen verunsichert, die ich sowohl beim Verleger als auch bei Fabienne mitbekam. Die Geschichte ist aber nicht nur düster, sondern es gibt auch Hoffnung. Mina sucht nach ihrer Freundin, um sie zu retten. Sie gibt nicht auf und findet schließlich einen Weg zu ihr, aber alles hat seinen Preis. Es gibt Geheimnisse und alte Geschichten. Träume und Erinnerungen. Liebe und Schuld. Antworten, die man vielleicht gar nicht hören möchte. Und einen Helden, der selbst Hilfe braucht. (Rezension)
  8.  

  9. Erik Kellen – Die blaue Königin
    Die Geschichte ist mir 2014 noch als „Die letzte Muse“ unter dem Pseudonym Rebecca Vali begegnet – und wurde als sinnlicher Liebesroman verkauft, was mich ein wenig abgeschreckt hat. Der literarische Bezug, eine Muse und nicht zuletzt die Leseprobe sorgten dann dafür, dass ich das Buch lesen wollte. Die sinnliche Seite ist ein wichtiger Teil des Romans, der sich aber mit vielen anderen Dingen verbindet – und erst das Gesamtpaket berührt mich auf eine sehr intensive Weise. Ich mag die Tiefe der Geschichte, denn es geht auch darum, wie man mit den Wunden, die einem das Leben beibringt, umgeht. (Rezension)
  10.  

  11. Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht
    Vampire und ich … sind jetzt ja nicht so die besten Freunde. Aber manchmal bin ich zu neugierig und versuche es doch – hier trugen die Hexen in der Geschichte und die Begeisterung im Freundeskreis dazu bei. Ein Wohlfühlbuch mit einer dichten Atmosphäre und leiser Erzählweise. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Hintergründe, die in die Geschichte eingebaut wurden. Das Wissen, das vermittelt wird, ohne belehrend zu wirken, dafür aber meine Neugier geweckt hat. (Rezension)
  12.  

  13. Christoph Hardebusch – Die Werwölfe
    Werwölfe verband ich vor diesem Buch vor allem mit Horror, und das ist eindeutig nicht mein Genre. Hier hat mich die Beschreibung aber sehr neugierig gemacht – genauer gesagt die Verbindung zwischen Lord Byron und dem geheimnisvollen Erbe der Werwölfe. Die auftretenden historischen Figuren sind abwechslungsreiche und oft nicht ganz einfache Charaktere, die mein Interesse geweckt haben und gelungen in die historisch-phantastische Handlung eingearbeitet wurden. Es geht mystisch und düster zu, außerdem liebe ich die poetischen Szenen! (Rezension)
  14.  

  15. Natalie Matt & Silas Matthes – Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich
    Hier hat mich die Zielgruppe abgeschreckt, die Reihe richtet sich ja an die Fans von „Game of Thrones“ – und das ist einfach nicht so meins. Der Inhalt klang allerdings spannend und nach einer besuchten Lesung war ich mir dann sicher, dass ich es trotz meiner Bedenken einfach mal mit dieser Reihe versuchen muss. Den ersten Band habe ich begeistert gelesen, eine faszinierende und sehr fesselnde Geschichte mit einer unheimlich dichten Atmosphäre. Lange nicht so düster, wie ich befürchtet hatte, sondern eine spannende Mischung aus High Fantasy und Mystery.
  16.  

  17. Bernhard Hennen – Nebenan
    Nach einigen schiefgegangenen Versuchen hatte ich das mit mir und der lustigen Fantasy eigentlich aufgegeben, mein Humor reichte wohl nur für einzelne Figuren – bestenfalls. Hier habe ich dann aber eine Ausnahme gemacht, weil ich einfach zu neugierig darauf war, was mein Lieblingsautor daraus macht. Überraschenderweise (zumindest für mich) hat der Humor voll meinen Geschmack getroffen. Mir hat gefallen, dass dieser nicht so abgehoben oder übertrieben war, sondern fein und leicht schräg. Und mit viel Situationskomik! Außerdem hätte ich ohne diese Geschichte ja nie meinen liebsten Öko-Terroristen kennengelernt … (Rezension)
  18.  

  19. Monika Jaedig – Silbernes Band
    Wieder Vampire. Diesmal konnte ich Island nicht widerstehen – und der stimmungsvollen Leseprobe. Der Roman hat auf mich sehr emotional und vielschichtig gewirkt, denn es geht um verschiedenen Beziehungen, die Welt der Unsterblichen und den Hintergrund der einzelnen Figuren. Außerdem gibt es eingeflochtene Erzählungen im isländischen Sagastil, die ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind. (Rezension)

Florian Tietgen – Blauer Mond

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Mai 2016
Autorenseite
Qindie

Rezension

Marcel, der vor 30 Jahren als Marc Menulis mit „Blauer Mond“ einen Sommerhit landete, kommt nach einem Sturz von der Bühne ins Krankenhaus. Dort trifft er auch seine Jugendliebe Ines wieder – noch immer versteht Marcel nicht, warum sie ihn damals verlassen hatte. Und auch der rätselhafte Junge, der sich von ihm „Blauer Mond“ nennen lässt und den sonst nur Ines sehen kann, ist wieder da. Welches Geheimnis verbindet die drei? Und gibt es eine zweite Chance für Marcel und Ines?

Die Geschichte hat mich schnell eingefangen, weil ich die schöne Sprache und die erzeugte Stimmung sehr mochte. Poetisch, direkt und berührend. Ein wenig melancholisch, voller Musik und verschiedenster Zwischentöne. Ich habe mich beim Lesen wohl gefühlt, die Atmosphäre und die unterschiedlichen Aspekte dieser Geschichte sehr genossen.

Es geht um die Liebe zwischen Marcel und Ines, um ihre Geschichte und den Grund dafür, warum sie ihn verlassen hat. Aber auch um Musik und Marcels Erfahrungen nach seiner Entdeckung und dem Sommerhit, den er nie so richtig leiden konnte. Durch den geheimnisvollen Jungen gibt es eine mystische Ebene, die immer wieder auftaucht und alles miteinander verbindet.

In den Roman eingewoben wurden Andeutungen zu Ereignissen aus Politik und Weltgeschehen, die nicht nur einen zeitlichen Rahmen schaffen, sondern auch zeigen, was Marcel bewegt. Die Kapitel wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, es gibt also zwei Zeitlinien, auf denen sich die Handlung entwickelt. Die Geschichte spielt in Hamburg und ich hatte viel Spaß daran, einige mir bekannte Orte in diesem Buch wiederzufinden.

Marcel ist eine nachdenkliche und innerlich zerrissene Figur, die mir sehr nah war. Seine verschiedenen Facetten machen ihn unsicher – er weiß nicht, wer er ist. Die traurigen Momente überwiegen jedoch nicht, es gibt auch Freude, Zusammenhalt, Begeisterung und Szenen, bei denen mich der trockene Humor zum Grinsen gebracht hat.

„Blauer Mond“ war für mich eine berührende und abwechslungsreiche Geschichte, die sensibel und poetisch erzählt wurde. Nachdenklich, voller Gefühle, Erinnerungen und Musik. Ein Buch, zu dem ich mir eine Playlist wünschen würde. Ein Roman, der mich auf unterschiedliche Weise beeindruckt und sehr begeistert zurück lässt. Und es gibt ein wunderbares Ende, das für mich perfekt zu der Geschichte passt!

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Mein Lieblingszitat:

Man sagt, etwas zu vergessen bedeutet, es wäre nicht wichtig. Aber Seelen arbeiten anders, sie schieben gerade die wichtigen Dinge ins Vergessen, wenn die uns am Leben und Weiterleben hindern.

Florian Tietgen – … wenn es Zeit ist …

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im Mai 2014
Infos zum Buch
Autorenseite

Rezension

Henrik kann seinen Hang, zuzuschlagen, nicht kontrollieren. Wenn er in Wut gerät, wird er wie sein Vater, dessen Gewalt ihn geprägt hat. Aber da ist auch seine beste und einzige Freundin Michi, die fest davon überzeugt ist, dass sein Atem heilen kann. Und Jan, den er am liebsten küssen würde. Henrik ist innerlich zerrissen und fürchtet, dass er wie von seinem Vater vermutet pervers ist. Ihn tröstet die Erinnerung an seine Großmutter, die ihm ein Kästchen gab, das er erst öffnen sollte, wenn es Zeit ist. Ist der richtige Moment gekommen, als er immer öfter Farben sieht, die die Menschen wie Nieselregen umgeben?

Der Roman beginnt im Jahr 1976 mit dem 16-jährigen Henrik, führt uns kapitelweise aber auch weiter zurück in seine Vergangenheit und sogar in die Zeit vor seiner Geburt. Durch die Jahreszahlen in den Kapitelüberschriften weiß man aber immer, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Es wird also nicht chronologisch erzählt, sondern mit vielen kurzen Rückblenden gearbeitet, die ein Stückchen seines Lebens beleuchten. Dadurch wirkt die Geschichte auf mich auch persönlicher, weil es sich so anfühlt, als ob ein Freund von seinem Leben erzählt.

Das Buch beginnt mit Gewalt und dem ungewöhnlichen Anfang einer Freundschaft, allerdings stand für mich die Neugier auf die Hintergründe im Vordergrund. Henrik hat etwas in mir berührt und ich wollte mehr über ihn wissen. Warum kann er seine Wut nicht kontrollieren? Wodurch wurde er geprägt? Welche Gewalt hat er selbst erfahren? Meine Fragen wurden im Lauf der Geschichte nicht einfach nur beantwortet, ich durfte Henrik auf einer tiefen Ebene kennenlernen, die auf mich sehr sensibel gewirkt hat.

Mir gefällt die feinfühlige und stimmungsvolle Art, in der dieser Roman geschrieben wurde. Trotz der brutalen und bedrückenden Szenen wirkt die Geschichte sanft auf mich. Ruhig erzählt, mit Blick auf die Hintergründe und Henriks Zerrissenheit. Ein vielschichtiges Portrait seiner Seele. Sehr fesselnd!

Der Roman thematisiert verschiedene Themen, die keine „leichte“ Kost sind und bedrücken können. Mir war das aber nicht zu viel, weil es nicht nur negatives gab, sondern auch positives. Szenen, die mich traurig gestimmt haben, aber auch Hoffnung. Ich hatte vor dem Lesen vermutet, dass mich die Gewalt am meisten belastet, aber da habe ich mich geirrt. Das war dann doch der damalige Umgang mit Homosexuellen und die fehlende Akzeptanz von Andersartigkeit. Mir war natürlich klar, dass das ein schwieriges Thema sein wird, ich habe nur unterschätzt, wie krass das war. Und vielleicht auch, wie sehr mir das zu Herzen geht. Ein immer noch aktuelles Thema, auch nach all den Jahren.

„… wenn es Zeit ist …“ war für mich eine tiefgründige und feinfühlig erzählte Geschichte, die mich so sehr berührt hat, dass ich oft Tränchen in den Augen hatte. Mit einem Ende, das für mich perfekt zu dem Buch passt und einen Ausblick darauf gibt, wie es weitergeht. Der Roman hinterlässt bei mir nicht nur viele Eindrücke, er macht auch nachdenklich und sorgt für so einige Reflektionen. Von dieser Geschichte hat man länger etwas und nimmt vieles mit – eine Bereicherung, die ich nicht missen möchte.

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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