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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Figuren-Interview

Der Blender und der Foggwulf: Figuren-Interview zur Phileasson-Saga

Im Rahmen der Fantasywoche durfte ich ein Figuren-Interview zur Phileasson-Saga von Bernhard Hennen und Robert Corvus führen. Was lag also näher, als die beiden Drachenführer zum Interview zu bitten? Bereits in jungen Jahren wurde ihnen prophezeit, dass einer von ihnen den Titel König der Meere tragen wird. Die Oberste Hetfrau, die Anführerin Thorwals, ruft die Wettfahrt um diesen Titel mit folgenden Worten aus:

Ihr sollt eine Reise antreten, die euch in die fernsten Winkel Aventuriens führen wird. Ihr werdet euch an Aufgaben beweisen, denen sich noch kein Mensch zu stellen wagte. Es wird eine Fahrt sein, wie sie nie zuvor ein Recke gewagt hat. Es wird ein Weg von Blut und Tränen sein. Ein Weg, so gefährlich, dass vielleicht keiner von euch beiden je wieder vor mich treten wird. Wer siegreich zu mir zurückkehrt, der darf sich fortan König der Meere nennen. Und kein anderer soll diesen Titel führen, solange er lebt!

(aus Nordwärts, Seite 119)

Die Thorwaler sind ein Seefahrervolk aus dem Nordwesten Aventuriens, das als Plünderfahrer gefürchtet und als Handelspartner geschätzt wird. Ihre Drachenschiffe steuern alle Küsten des Kontinents an und die Ottajasko, die Schiffsgemeinschaft, ist ein unverzichtbarer Baustein der thorwalschen Gesellschaft.

Hier noch ein paar Details zu den beiden Drachenführern:

 Asleif Phileasson, der „Foggwulf“
(berühmtester Entdecker Thorwals)
Beorn Asgrimmson, der „Blender“
(gefürchtetster Plünderfahrer Thorwals)
Körpergöße:1,82 Schritt1,76 Schritt
Haarfarbe:weißblondschwarz
Hauptwaffe:Schwert FejrisSchwert
Drachenschiff:SeeadlerSeeschlange

Ging es nicht eigentlich um ein Interview? Das wohl! Und damit geht es nun auch los …

Warum werdet ihr den Titel König der Meere erringen, was zeichnet euch dafür aus?

Phileasson: Niemand liebt das Meer so sehr wie ich. Die Zyklopeninseln und Kap Brabak, die Charyptik und das Nordmeer bis hinauf zu Yumudas Insel habe ich erkundet. Ich kenne die Küsten nicht nur im Osten, sondern auch im Westen des Meers der Sieben Winde. Wer außer mir hat zweimal das sagenhafte Güldenland bereist?
Beorn: Wir sind zum Wettkampf um diesen Titel angetreten und auch wenn der Foggwulf unbestritten ein großer Entdecker sein mag, so bin ich ohne Zweifel der zähere Kämpfer.

Und welchen Ruf hat der jeweils andere?

Beorn: Phileasson ist ein vom Glück gesegneter Entdecker. Wenn die Geschichten über seine Güldenlandfahrten denn stimmen, überlebt er Reisen, bei denen andere Drachenführer schon auf der Anfahrt ertrinken.
Phileasson: Aus Beorn hätte ein ehrenhafter Recke werden können, aber er hat sich entschlossen, ein gewissenloser Raubmörder zu werden. Seinetwegen weinen sich Waisen in den Schlaf, und rechtschaffene Menschen zittern, wenn sein Name an ihr Ohr dringt.

Warum habt ihr euch für den Weg des Entdeckers bzw. Plünderfahrers entschieden?

Phileasson: Ist es nicht das Versprechen der See, den Wagemutigen an unbekannte Gestade zu führen? Warum leben wir, wenn nicht, um die Wunder der Welt zu schauen?
Beorn: Ruhm stopft keine hungrigen Mäuler. Wer an meiner Seite reist, der muss sich bewusst sein, dass ich kaum ein Risiko scheue. Ich gehe dorthin, wohin andere nicht einmal ihre Träume führen. Wer diesen Einsatz wagt, der kehrt reich zurück. Fragt meine Ottajasko.

Und was würdet ihr als euren größten Erfolg bezeichnen?

Beorn: Mein Überfall auf Porto Paligan. Er hat mich reich gemacht. Aber stolz gemacht hat mich die Tatsache, dass die Al’Anfaner sich seit diesem Überfall nicht einmal mehr sicher fühlen, wo sie sich zuhause wähnen. Es war höchste Zeit, dieses Sklavenhalterpack das Fürchten zu lehren.
Phileasson: Die zweimalige Überquerung des Meeres der Sieben Winde. Aus dem Güldenland habe ich eine grüne Maske mit drei Augen heimgebracht, die nun das Drachenhaupt am Vordersteven der Seeadler schmückt.

Wonach habt ihr eure Ottajasko für die Wettfahrt ausgewählt?

Phileasson: Ich erwarte viele unterschiedliche Aufgaben. Niemand kann alles, aber in meiner vielfältigen Mannschaft wird sich immer jemand finden, der die Fähigkeiten mitbringt, die uns allen weiterhelfen. Ich habe eine hervorragende Fährtenleserin dabei, einen Magier, sogar einen Elfen. Und einen Skalden, der unsere Heldentaten besingt.
Beorn: Ich suche unerschrockene Kämpfer an meiner Seite. Unsere Reise führt uns ins Ungewisse. Da ist es gut zumindest in einem Punkt Gewissheit zu haben: In meiner Ottajasko findet sich niemand, der in der Gefahr Fersengeld geben wird. Ganz gleich, was sich uns in den Weg stellt.

Verwendung von Inhalten aus dem „Das Schwarze Auge“-Fanpaket gemäß den Nutzungsbedingungen.

Erzählt uns doch etwas über das vielleicht ungewöhnlichste Mitglied.

Beorn: Üblicherweise vertraue ich nur echten Thorwalern. So ist gewiss der Elf Galayne der ungewöhnlichste Recke unter uns. Aber er hat sich bewiesen. Er hält seinen Platz im Schildwall wie jeder andere auch. Das wohl!
Phileasson: Ich habe gezögert, Leomara della Rescati an Bord zu nehmen. Eigentlich habe ich es nur deswegen getan, um ihren Onkel Vascal dabeizuhaben. Schließlich ist eine solch gefährliche Reise nichts für eine Neunjährige. Aber Leomara ist kein einfaches Mädchen. Sie steht in Kontakt mit der Welt der Geister, und ihre Visionen haben uns schon oft geholfen.

Wie seht ihr die beiden Travia-Geweihten bzw. ihre Rolle in eurer Ottajasko?

Phileasson: Ich erinnere mich an das Gespräch, das ich mit Shaya auf den Klippen vor Thorwal geführt habe. Eine steife Brise hat sie umgeweht, aber sie ist einfach wieder aufgestanden, hat den Schnee von ihrer orangeroten Robe geputzt und weitergeplappert. Trotz ihrer zierlichen Gestalt ist sie hart im Nehmen, und inzwischen ist sie zum Herzen unserer Schiffsgemeinschaft geworden.
Beorn: Ich sehe mit großer Sorge, wie sehr die Ereignisse im Himmelsturm Lenya verändert haben. Sie ist nicht mehr die, die sie einmal war. Ich fürchte, dass diese Veränderung Travias Missfallen erregt.

Erzählt uns doch etwas über euren Glauben an Swafnir.

Beorn: Der Gottwal lebt in dem Element, dem ich mich verschrieben habe. Er ist mir nahe, wenn ich mich der Ungewissheit der See anvertraue. Er versteht, was einen Thorwaler bewegt. Er ist manchmal grausam, aber gerecht. Er schützt die Starken und Mutigen.
Phileasson: Wir sind Swafnirs Kinder, und er schaut auf unsere Taten, um die Recken zu erwählen, die am Ende der Zeiten an seiner Seite stehen sollen, wenn es gegen die große Schlange geht. Stets bin ich mir bewusst, dass er uns sieht – und ich will ihn stolz machen, das wohl!

Und wie haltet ihr es mit den anderen Göttern?

Phileasson: Die Götter sind rätselhaft, aber die Welt ist wunderschön, und deswegen bin ich denen dankbar, die sie geschaffen haben und die sie erhalten.
Beorn: Ich respektiere die Götter. Ich habe Travias Kraft in Lenya aufscheinen sehen. Doch viele der Zwölfe scheinen mir fremd. Firun der Gott des Winters ist mir vertraut. Boron, den Totengott respektiere ich, erfülle ich doch oft seinen Willen. Aber insgesamt halte ich es mit den Zwölfen wie mit einem Bären, der aus dem Winterschlaf erwacht ist. Ich störe ihre Wege nicht. Mein Herz und meine Huldigung aber gehören Swafnir.

Was ist euch wichtig, außer König der Meere zu werden?

Beorn: Meine Ottajasko, die Frauen und Männer, die mit mir durchs Feuer gehen, möglichst vollzählig in den Heimathafen zurück zu bringen.
Phileasson: Die Wunder der Welt zu sehen – und mich deucht, dass uns diese Reise Dinge schauen lassen wird, die unsere kühnsten Träume übertreffen.


Und schon sind sie wieder weg, unsere beiden Drachenführer. Ob bereits die nächste Aufgabe wartet?
*ein herzliches Dankeschön hinterher ruft*

Wer jetzt neugierig geworden ist oder die beiden einfach nur wiedersehen will, muss allerdings keine Wettfahrt gewinnen, denn die ersten drei Bände der Phileasson-Saga warten bereits auf euch:

Blogtour zu „Das Lied der Elfen“ von Aileen P. Roberts: Figuren-Interview mit Nordhalan

Heute darf ich euch im Rahmen der Blogtour zum letzten Teil der Weltenmagie-Trilogie bei mir begrüßen! :) Nachdem es gestern bei Yasmin um das Thema „Vaterrolle: DNA macht noch lange keinen Papa aus“ ging, darf ich heute dem Zauberer Nordhalan ein paar Fragen stellen. Kennengelernt habe ich ihn mit der Weltennebel-Trilogie – und es wurde schnell deutlich, dass er eine „meiner“ Figuren ist. Daher freue ich mich natürlich sehr über diese Gelegenheit, bin aber auch ganz schön nervös. Hmmm. Hier ist es ja auch eher unmagisch, zumindest im Vergleich zu Albany. Und vielleicht hätte ich auch noch etwas mehr aufräumen sollen … Aber jetzt ist es zu spät!

Blogtour Weltenmagie 3

Ich freue mich sehr, dass Du Dir Zeit für ein Interview nimmst. Darf ich Dir Tee oder Kaffee anbieten?

Kaffee? Darian hat mir davon erzählt. Er mochte ihn früher sehr. Toran hingegen fand ihn scheußlich. Ich denke, ich nehme einen Tee. Ah, ich sehe dort drüben eine Packung Hexentee. Das klingt doch gut!

Stand für Dich schon immer fest, dass Du Zauberer werden willst, oder gab ein bestimmtes Erlebnis den Ausschlag?

Ich wurde mit der Gabe geboren und wusste immer darum, daher kam für mich nie ein anderer Weg in Frage. Das war schon damals nicht ganz einfach, weil Magie bei den meisten Menschen verpönt war. Ein Vorteil für die jungen Leute, die heute auf den Geisterinseln ausgebildet werden.

Welche Talente sind bei Dir besonders ausgeprägt?

Zauberstäbe herstellen und – ich glaube ich kann ganz gut unterrichten. :)

Gibt es Völker, die besonders oder nur selten magiebegabt sind?

Bei Elfen ist die Magiebegabung ausgeprägt. Eher selten bei Dunkelelfen. Bei Menschen kommt sie gelegentlich vor, bei Trollen gar nicht, ebenso weiß ich von keinen Gnomenzauberern. Zwergenmagier gibt es ebenfalls weniger. Das größte Talent besitzen die weiblichen Mischlinge, die Nebelhexen – erstaunliche Wesen, die ich sehr schätze.

Gibt es Talente, die nur selten vorkommen?

Hüter der Steine, die die Drachen rufen, sind leider sehr selten geworden seitdem sie von den Dämonen ausgelöscht wurden. Auch das Talent Zauberstäbe herzustellen kommt selten vor.

Darf sich jeder Zauberer einen Zauberstab erschaffen? Und ab welchem Zeitpunkt?

In der Regel gelingt das niemandem, der seine Ausbildung nicht abgeschlossen hat und die Grundausbildung umfasst etwa dreißig Sommer. Anschließend werden die Talente herausgearbeitet und geschult. Ich kenne niemanden, dem das vor seinem 80. Geburtstag gelang. *räusper* Doch, nun kenne ich jemanden …

Wonach wird der Lebensbaum eines Zauberers ausgewählt?

Der Lebensbaum wird nicht gewählt, er wählt den Zauberer!

Das Lied der Elfen

Die Diomár existierten lange Zeit nur im Geheimen, bevor sie zu einem offiziellen Zaubererbund wurden. Was hat sich dadurch verändert?

Die Diomár waren tatsächlich eine Weile ein recht zwielichtiger und eigenbrötlerischer Haufen. Verzeih mir diese Wortwahl, aber so war es. Zum Glück ist das heute anders. Wir sind offener und lassen Wesen, die sich für uns interessieren, auch gerne auf die Geisterinseln. Das haben wir Darian und seinen Freunden zu verdanken. Die Völker beginnen uns zu akzeptieren und uns teilweise sogar zu vertrauen.

Besonders talentierte MagierInnen dürfen nach einer langen Ausbildung in den Kreis der Diomár aufgenommen werden. Die alten Regeln geben um die hundert Sommer und Winter vor, es gibt aber auch Überlegungen, die Gesetze zu lockern. Befindet sich der Zaubererbund im Wandel?

Ja, ich denke das ist er. Aber das ist auch gut so. Das einzig stetige ist der Wandel.

Wie hat sich Dein Leben verändert, als Du das Oberhaupt der Diomár geworden bist?

Es hat sich sehr verändert und ich mag mein neues Leben, auch wenn es viel Verantwortung birgt. Die Menschen achten mich und meine Entscheidungen und die meisten haben mittlerweile gemerkt, dass wir Zauberer nichts Böses tun und jene die jung sind in die richtigen Bahnen lenken. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten.

Gibt es Orte, an denen Du Dich besonders gern aufhältst?

Ich liebe die Geisterinseln und den Kreis der Seelen, der erfüllt ist von ursprünglicher Magie. Aber auch auf der Nebelinsel fühle ich mich sehr wohl. Dort sind die Wesen sehr offen, freundlich und unkompliziert. Northcliff liegt mir ebenfalls am Herzen, nur könnte ich auf einige Adlige dort gut verzichten.

Wenn Du mal einen freien Tag hättest, wie würdest Du ihn verbringen?

Ich glaube ich würde mir eure Welt genauer betrachten. Schon das was ich jetzt bei diesem kurzen Besuch alles gesehen habe ist erstaunlich!

Was hat Dich geprägt?

Mein langes Leben, die vielen Kriege und Verluste die ich erleiden musste. Natürlich meine Ausbildung, Wesen mit denen ich zu tun hatte. Das alles prägt.

Wer steht Dir besonders nah?

Wo soll ich beginnen? Die gesamte Northclifffamilie. Dann natürlich Lilith, die eine gute Freundin und mir Hilfe ist. Und Kayne. Er ist ein besonderer junger Mann.

Was ist Dir wichtig?

Darian, Leána, Kayne und Toran haben mir viel aus eurer Welt erzählt. Achtet auf sie, zerstört nicht eure Natur, sie ist von Magie und Wesen beseelt, die ihr vermutlich gar nicht wahrnehmen könnt. Und verliert euch nicht in sinnlosen Kriegen. Kriege bringen nur Leid. Öffnet euch der Magie – wir helfen euch dabei!

Herzlichen Dank für dieses Interview! :)

Ich danke dir für dieses … ähm … Interview? Der Hexentee ist übrigens köstlich. Du musst mir verraten welche Kräuter er enthält, ich werde mir einen in Albany zusammenstellen.

Dafür, dass Du meine vielen Fragen beantwortet hast … Im Hexentee waren Apfelminze, Hanfblätter, Zitronenverbene, Ringelblumen, Spitzwegerich und Rosenblüten. ;)

Gewinnspiel

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ihr eins von drei signierten Taschenbüchern von „Das Lied der Elfen“ gewinnen könnt! Um teilzunehmen, müsst ihr 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und mir bis zum 12. November 2015 als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage beantworten:

Wenn ihr nach Albany reisen könntet, was würdet ihr dort machen?

Die Ziehung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Morgen geht es bei Barbara dann mit einem Beitrag zum Thema Freundschaft weiter!

Blogtour-Banner

Waffenruhe-Blogtour von Katharina Gerlach

Heute hält die Blogtour zum ersten Teil der Fantasy-Krimi-Reihe “Gendarmerie Magique” von Katharina Gerlach bei mir und ich bin schon ganz aufgeregt, weil ich gleich ein Interview mit drei Figuren führen darf. Huuu … Damit ich da nicht nur wirres Zeug von mir gebe, trinke ich erstmal einen Tee zur Beruhigung – und versorge euch mit ein paar Basis-Informationen. Guter Plan, oder? ;)

Die Autorin über sich:

Seit ich denken kann, habe ich Geschichten erzählt und später auch aufgeschrieben. Doch erst vor zwei Jahren, mit dem Beginn der eBook-Welle, wurde ich zur Indie-Autorin. Zwar waren meine Manuskripte von Lektoren traditioneller Verlage gelobt worden, aber keiner traute sich, etwas zu veröffentlichen, das nicht in eine sauber beschriftete Box passte.

Nun, genau wie meine Bücher, passe ich nicht in eine einzige Kiste. Ich bin die Tochter eines Försters und studierte Forstwissenschaftlerin. Ich bin die Schwester dreier Brüder und Mutter dreier Töchter. Tief im Herzen bin ich immer noch das wilde Kind aus dem Wald, gleichzeitig ordentlich, fast pedantisch, andererseits total chaotisch – Ich muss so sein. Meine Muse (der kreative Teil von mir) zerrt mich in eine Richtung, mein Innerer Lektor (der logische, ordentliche Teil), in eine andere.

Es gibt drei Dinge auf der Welt, die ich mehr als alles liebe: meine Familie, Geschichten (meine und die von anderen) und die Natur. Das beste, was mir passieren kann, ist, wenn ein mir unbekannter Leser eine Rezension für eines meiner Bücher hinterlässt, um mir zu sagen, wie sehr es ihm/ihr gefallen hat.

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Über das Buch:
CSI mit Magie aber (fast) ohne Ekelfaktor

Obwohl die neunzehnjährige Moira Bellamie nachweislich keine Magie hat, ist es ihr gelungen, einen Praktikumsplatz bei der Gendarmerie Magique, der magischen Polizei, zu erhalten. Um den hart erkämpften Job zu behalten, steckt sie all ihre Energie in die Aufklärung eines Einbruchs im Nationalmuseum, wo wertvolle, antike Waffen gestohlen wurden. Es war nicht vorgesehen, dass sie sich dabei in ihren Partner Druidus verliebt. Als immer mehr Menschen mit einer der gestohlenen Waffen ermordet werden, muss Moira unkontrollierbare Magie zähmen, oder die Menschen, die sie liebt werden sterben, allen voran ihr Partner.

Waffenruhe

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Interview, das ich mit Moira, Druidus und Sabio führen durfte:

Wer seid Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor.

Druidus: „Ladies first.“
Sabio (gleichzeitig): „Dies ist Moira Bellamie, Tochter von Lavant Bellamie. Ja, dem Lavant Bellamie.“
Moira: „Du kannst mich nicht als irgendjemandes Tochter vorstellen, Sabio. Ich bin mehr als die Herkunft meiner Gene.“
Sabio: „Entschuldige, Kleine. Ich weiß, dass du eine unglaublich gute Beobachterin bist und eine rundum nette Person.“
„Nett trifft es nicht ganz.“ Druidus ginst. „Ich sollte es wissen, nicht wahr?“
Moira schlägt ihn auf dem Arm, aber lächelt dabei.
M: „Mein Partner Druidus. Sabio hat uns zusammen getan. Vielleicht denkt er, ich würde Schutz brauchen.“
D: „Viel wahrscheinlicher denkt er, dass ich Überwachung brauche. Schließlich ist er als Commissaire Magique für uns verantwortlich.“

Sabio, erzähl uns doch etwas über die Welt, in der Ihr lebt. Wie ist sie aufgebaut und welche Rolle spielt die Magie?

„Nun, unsere Welt ist gar nicht so verschieden von eurer. Der größere Unterschied ist, dass wir Magie nutzen, wo ihr Elektrizität einsetzt. Jeder Mensch, jedes Tier, und jede Pflanze ist von Magie erfüllt, und die meisten benutzen sie ganz unbewusst. Menschen mit großem Talent können entweder in Fabriken arbeiten, wo Zaubersprüche für den täglichen Bedarf hergestellt werden, oder sie können die Beherrschung der Kunst studieren. Dabei lernen sie, Zaubersprüche ohne Sicherheitsauslöser zu kontrollieren.“
„Vergiss die Nerls nicht“, unterbricht Moira. „Sie sind sooo niedlich. Manche von ihnen sind noch kleiner als ein Stecknadelkopf.“
D: „Und sie sind ausgesprochen praktisch, wenn es um Handarbeit geht. Viele der Hebel und Dinge in den Maschinen, die wir benutzen, sind zu klein für unsere Hände. Wir überlassen diese Arbeiten den Nerls.“
S: „Sie werden mit Magie bezahlt, aber das System ist ziemlich kompliziert. Lassen Sie uns mit den Grundlagen anfangen …“
D: „Oh nein, das werden wir nicht, Sabio. Moira und ich wollen noch vor Mitternacht nach Hause.“

Moira, warum möchtest Du unbedingt in der Gendarmerie Magique arbeiten?

„Ich wusste, dass diese Frage kommt. Warum kann jemand nicht mal was anderes fragen? Warum immer drauf rumreiten, ob ich in der Lage sein werde, genug Magie zu kontrollieren? Nun, ich will Ihnen was sagen. Ich bin ja vielleicht nicht sehr gut mit Zaubersprüchen, und ja, ich habe einmal beinahe einen Tatort ruiniert, aber ich bin entschlossen und lerne schnell. Ich kann dieselbe Arbeit machen wie magisch ausbalancierte Menschen.“
Sabio legt ihr die Hand auf die Schulter und hält sie zurück. „Die Frage war nicht als Beleidigung gemeint, weißt du? Es war echtes Interesse.“
Moira seufzt. „Entschuldigung. Ich bin ein bisschen empfindlich, wenn es um meine Behinderung geht.“

Druidus, wie war Dein erster Eindruck von Moira?

„Traumfrau.“ Druidus wirft Moira ein Blick zu und grinst verlegen. „Nee, nicht wirklich. Als ich sie zuerst traf, saß sie halb betäubt in einer Blutpfütze und versuchte, mir etwas Wichtiges zu sagen. Ich kann mich nicht wirklich erinnern, ob ich überhaupt irgendetwas an diesem Punkt dachte. Ich hatte eine Aufgabe zu erfüllen. Aber jetzt weiß ich, dass sie ausgesprochen schön ist.“
Moira wird rot, erwidert aber den zärtlichen Blick aus seinen Augen.

Was hat Euch geprägt?

Sabio: „Meine Urgroßmutter war eine sehr neugierige Frau, die immer wissen musste, wie Dinge funktionierten. Ich habe viel von ihr gelernt. Sie lehrte mich, immer weiter nach Wissen zu suchen, denke ich.“
(Autorenkommentar: Wow, das wusste ich nicht. Warum hast du mir das nicht früher gesagt, Sabio? Vergiss es. Ich habe ja nicht gefragt.)
D: „Nun, Moira wurde bestimmt von ihrer Beziehung zu ihrem Vater geprägt. Dadurch hatte ich es wirklich schwer, sie von meinen Qualitäten zu überzeugen.“
M: „Als ob das Leben mit deinen Eltern so viel leichter gewesen wäre.“
D: „Wenigstens hatte ich alles, was man mit Geld kaufen kann.“
M: „Geld ist nicht dasselbe, und das weißt du.“
Druidus legt einen Arm um Moiras Schultern. „Du hast wie immer Recht, Liebling.“

Sabio, gibt es unterschiedliche Arten der Magie? Und wovon hängt die magische Begabung des Einzelnen ab?

D: „Nun stell ihm doch nicht solche Fragen. Er redet stundenlang darüber, wenn man ihn lässt.“
S: „Ich halte mich kurz. Versprochen. In unserer Welt gibt es drei Formen von Magie, die auf komplizierte Weise miteinander verbunden sind. Eine Form der Magie balanciert eine andere aus. Wenn das Gleichgewicht gestört wird, hat das normalerweise tödliche Folgen. Die drei Arten von Magie sind einem Kreislauf von Veränderungen unterworfen. Die eine Art wird durch den Prozess der Photosynthese zur Nächsten. Diese wird dann von Menschen genutzt und von den Nerls in die Ausgangsform zurück verwandelt. Aber, wie es Druidus bereits so wortgewandt ausgedrückt hat, wenn ich auf die Details eingehen würde, bräuchten Sie ein paar mehr Schreibblöcke für Ihren Dictanerl.“
M: „Ich denke auch wir sollten das nicht zu sehr vertiefen, auch wenn Sabios Wissen wirklich, wirklich faszinierend ist.“

Moira, ohne Dir zu nahe treten zu wollen, wie gehst du mit Magie um?

M: „Na ja, Magie reagiert sonderbar, wenn ich in der Nähe bin. Normalerweise sind Zaubersprüche berechenbar.“
S: „Zumindest die, die in Fabriken produziert werden.“
M: „Aber wenn ich sie verwende, geht zwangsläufig etwas schief. Dies führt meistens zu einer mehr oder weniger schlimmen Katastrophe. Nur manchmal ist es lebensrettend, wie ich auf die harte Tour lernen musste.“
Interviewer: „Aber warum geschieht das?“
M: „Ich weiß nicht. Es ist nicht so, dass ich Dinge anders mache als andere Leute; es ist mehr eine Unverträglichkeit meiner Aura mit der Magie um mich herum. Normalerweise versuche ich Zaubersprüchen einfach aus dem Weg zu gehen.“

Druidus, spielt die Magie in Deinem Leben eine wichtige Rolle?

D: „Abgesehen von der großen Rolle, die sie im Leben eines jeden Menschen spielt? Nein. Ich benutze Magie wie jeder andere. Aber meine Mutter ist Auralogin, das heißt, sie testet die Auren von Menschen, um deren magisches Talent zu bestimmen.“

Die Geschichte beginnt mit einem Einbruch ins Nationalmuseum, bei dem wertvolle antike Waffen gestohlen werden. Habt Ihr zu Museen oder bestimmten Waffen eine besondere Verbindung?

D: „Nein.“
M, S: „Ja, selbstverständlich.“
M: „Meine Eltern nahem mich immer in Museen mit, als ich ein Kind war. Ich habe viele glückliche Erinnerungen daran.“
S: „Ich habe weitreichende Forschung in einigen Museen gemacht. Es überrascht mich stets, wie sehr ich vom Studium der alten Meister inspiriert werde.“

Sabio, wie bist Du zu Moiras Mentor geworden?

„Das war ganz ungeplant. Ich habe bemerkt, dass sie außergewöhnlich gut beobachten kann. Ihr fielen einige wirklich winzige Änderungen in einem der klassischen Bilder auf, und da musste ich sie einfach in meinem Team haben. Je mehr ich sie kennenlernte, desto mehr wuchs sie mir ans Herz. Zuerst war sie kaum mehr als ein interessantes Rätsel, aber sie wurde schnell zu einer Freundin.“

Moira, woran hängt Dein Herz?

M: „Ich werde Mitglied der Gendarmerie Magiques, komme was da wolle. Alles andere ist zweitrangig.“
D: „Hey, sogar meine Liebe zu dir?“
M: „Ja.“
D: „Das ist ziemlich unfair, weißt du?“
M: „Wenigstens es ist aufrichtig.“
S zwinkert D zu: „Wenn man bedenkt, wie viele Leute ich in meinem Leben bereits kennengelernt habe, denke ich, dass sich Moira in diesem Fall selbst belügt.“
D: „Das ist beruhigend.“

Druidus, hast Du eine Lieblingsszene?

D: „Sie meinen im Roman? Natürlich habe ich die, aber steht mir nicht frei, die Geheimnisse einer Frau auszuplaudern.“

Wenn Ihr einen Wunsch frei hättet, welchen würdet Ihr wählen?

S: „Das ist eine rein spekulative Frage, für die es keine wahre Antwort gibt. Da ich keine Wünsche gewährt bekomme, weiß ich nicht, worum ich im Ernstfall bitten würde.“
D: „Spielverderber.“
M: „Hat dir die Königin der Elfen nicht vorgeschlagen, sie würde dir jeden Wunsch erfüllen, Druidus?“
D: „Ich mochte das Preisschild nicht, das daran hing.“
M: „Ich würde jedenfalls wünschen, dass Frankas und Tords Baby gesund zur Welt kommt und prächtig gedeiht.“
D: „Ich würde für die Eltern Gesundheit und Wohlstand hinzufügen. Damit wären wir die perfekten Pateneltern, oder nicht?“
Alle drei lachen.

Herzlichen Dank für dieses Interview! :)

M: „Wir haben zu danken. Es hat Spaß gemacht.“
D: „Überwiegend…“
S: „Und wenn Sie wirklich mehr darüber wissen wollen, wie die Magie in unserer Welt funktioniert, warum schließen Sie sich mir nicht auf einen Kaffee an? Gleich vor dem Blog-Studio gibt eine Maschine, und das Zeug, das sie ausspuckt, ist gar nicht mal so schlecht.“

Blogtour Gendarmerie Magique

Und zum Abschluss noch ein Blog Tour Giveaway:

Giveaway for „Swordplay – A Gendarmerie Magique novel“

Corvidæ-Blogtour von Simone Keil

Corvidæ-Blogtour

Nachdem die Corvidæ-Blogtour gestern bei Alexandra gestartet ist, geht es heute schon bei mir weiter. Ich hatte Besuch von meinen beiden Lieblingsfiguren und durfte sie ein wenig ausfragen! Natürlich war ich aufgeregt, aber immerhin auch gut vorbereitet. Da waren Fragen. :) Aber lest selbst…

Cat, erzähl uns doch etwas über Rokan.

Cat: Rokan ist mutig und treu – der beste Freund, den man sich nur wünschen kann. Wenn er doch nur endlich einsehen würde, dass diese Tier-Präparate…
Rokan: Cat, bitte, wir waren uns doch einig, dass das heute kein Thema sein sollte.
Cat: Ja, entschuldige. Aber ich kann diese kalt-schimmernden Augen einfach nicht ertragen. Also, Rokan. Er hat mich auf meinem Weg begleitet, obwohl wir uns kaum kannten und er hat sein Leben für mich aufs Spiel gesetzt. Er hat Sinn für Humor und wenn er auf seiner Flöte spielt, ist das reinste Poesie. Wenn auf jemanden die Bezeichnung „guter Mensch“ zutrifft, dann auf ihn.
Rokan: Wobei Mensch natürlich nur eine Seite der Medaille einbezieht.
Cat (lacht): Natürlich. Und die andere ist nicht weniger großartig.

Rokan, und wie würdest du Cat beschreiben?

Rokan: Als erstes sind mir ihre Augen aufgefallen. Ihr habt doch dieses Sprichwort, von Seelenfenstern, nicht wahr? Cats Augen sind solche Fenster. Man kann in ihnen lesen, was sie zu verbergen sucht.
Cat: Oha! Ich bin nicht sicher, ob ich mehr darüber hören möchte.
Rokan (lacht): Keine Angst, es ist dein Mut und deine Güte, auf die ich hinaus wollte, und die Liebe, die du in dir trägst.

Habt ihr eine Lieblingsszene in Corvidæ?

Rokan (errötet): Hm. Nein, eigentlich nicht, ich wüsste nicht, für welche ich mich entscheiden sollte.
Cat: Also, ich habe mehrere, aber ich glaube, es ist die Szene, als ich Agnès zum ersten Mal gesehen habe. Die Szene ist nicht spektakulär und auch nicht wichtig, aber dieses Bild hat sich so fest auf meine Netzhaut gebrannt, als wäre es ein Foto.

Cat, Großmutter Rose hatte ja eine Vorliebe für Johnny Cash. Was für Musik magst du?

Cat: Ich mag jegliche Art von Musik, je nachdem, in welcher Stimmung ich gerade bin. Aber besonders mag ich, wenn Rokan musiziert. Er spielt nicht einfach nur Melodien, er transportiert Gefühle.

Rokan, du spielst ja selbst ein Instrument. Welche Bedeutung hat Musik für dich?

Rokan: Jede Bedeutung, die möglich ist. Musik kann den Geist befreien, trösten, mich an andere Orte bringen oder auch Personen zu mir bringen, die ich vermisse. Und sie hat heilende Kräfte. Töne sind wie diese Tabletten, die ihr einnehmt, wenn ihr krank seid. Nur wirkungsvoller.

Was hat euch geprägt?

Cat: Ich denke, das ist die Beziehung zu meiner Schwester. Als Zwillinge standen wir uns sehr nahe, bis Großmutter Rose starb. Aber auch danach haben die Kindheitserfahrungen sich auf mein weiteres Leben ausgewirkt. Auch wenn Lizzie nicht mehr bei mir war, war sie doch nie ganz weg.
Rokan: Unser Volk lebt im Einklang mit der Natur, wir hören auf das Flüstern der Bäume und das Rauschen der Bäche. Ich könnte mir nicht vorstellen, in einer Stadt zu leben. Ich muss etwa drei Jahre alt gewesen sein, als ich zum ersten Mal bewusst eine Katze wahrnahm. Ich warf mit Kieseln nach ihr, die ich zuvor aus dem Bach gesammelt hatte. Zuerst lief sie weg, doch dann drehte sie um, sprang auf meine Brust und bohrte ihre Krallen in mein Fleisch. Ich war starr vor Angst und sie hätte mich mühelos töten können, aber sie ließ von mir ab und stolzierte davon. Ich habe niemals ihre Augen vergessen. Und die Narben erinnern mich noch heute daran, dass man jedem Lebewesen mit Respekt begegnen muss.

Glaubt ihr an ein vorbestimmtes Schicksal?

Cat: Nein.
Rokan: Nein.
Cat (lacht): Da wären wir uns ja einig. Ich möchte das aber noch ein wenig ausführen. Unser ganzes Leben besteht aus unendlich vielen Möglichkeiten und es liegt an jedem selbst, zu bestimmen, welchen Weg er einschlägt und was er aus diesen Möglichkeiten macht.
Rokan: So ist es. Unser Volk glaubte lange Zeit daran, dass alles vorher bestimmt ist und dass man seinem Schicksal nicht entgehen kann, aber der Weg, den ich mit dir, Cat, gegangen bin, hat mir gezeigt, dass es nicht so ist. Ich hätte mich in mein Schicksal fügen können, aber ich habe mich dagegen entschieden und letztendlich war das die richtige Entscheidung. Wir haben immer eine Wahl und können unser Schicksal selbst beeinflussen. Umso schöner, wenn man Freunde an seiner Seite hat.
Cat: Ich bin froh, dass ich nicht alleine gehen musste. Danke!

Cat, gibt es magische Augenblicke in deinem Leben?

Cat: Jeder Augenblick ist magisch. Jeder Sonnenaufgang, jede Blume, die nach der Schneeschmelze wieder blüht, wenn man sich in einem Musikstück verliert oder in einem Buch wieder findet, das sind Momente in denen mir bewusst wird, dass das Leben voller Magie ist, man muss nur die Augen offen halten und daran glauben, dann kann man die Magie sehen, die uns überall umgibt.

Rokan, woran denkst du, wenn du in den Himmel siehst?

Rokan: An Darko. Ich weiß, dass er nun an krâs Seite sitzt, aber er fehlt mir immer noch.

Mögt ihr Geschichten?

Cat: Seit meiner Kindheit! Es gab nichts Schöneres für mich, als Großmutter zuzuhören, wenn sie erzählte, und dabei heißen Kakao zu trinken. Das war ein warmes, vertrautes Gefühl, voller Liebe und Geborgenheit.
Rokan: Mein Volk gibt die Geschichten seiner Herkunft von jeher mündlich weiter. Wir schreiben sie nicht auf. Es gehört zu unseren Verpflichtungen, die Geschichten zu lernen und weiter zu geben. Schon immer liebte ich die Zeit des Erzählens, wenn das ganze Dorf sich um das Feuer versammelte.

Cat, wie ist es, selbst Teil einer Geschichte zu sein?

Cat: Sind wir das nicht alle? Jeder ist doch Teil einer Geschichte. Seiner eigenen und auch der von anderen, wenn sich die Geschichten überschneiden oder berühren, oder wenn man etwas sagt oder tut, das Auswirkungen auf die Geschichte anderer hat.

Rokan, sind Geschichten nur Geschichten oder möglicherweise auch mehr?

Was für eine Frage! Du hast das Buch doch gelesen, oder etwa nicht? Jede Geschichte – auch wenn sie nur fiktiv sein mag – hat ihren Ursprung in irgendjemandem, der sie nieder schreibt, deshalb findet man auch immer Wahrheit darin. Die Wahrheit der Autoren, die Wahrheit der Figuren und nicht zuletzt auch die Wahrheit der Leser. Eine Geschichte ist niemals nur eine Geschichte, sie besteht aus Gefühlen und Wünschen, Sehnsüchten und Ängsten, aus Gedanken, Handlungen und aus einer Ansammlung von Wahrheiten, die sich zu einer oder mehreren neuen Wahrheiten zusammen fügen. Mehr könnte das „wirkliche“ Leben auch nicht leisten.

Die Geschichte von Corvidæ wurde erzählt. Was macht ihr nun?

Cat: Leben. Das Leben mit allen Sinnen erfahren und genießen.
Rokan: Ich werde das Dorf meiner Väter wieder aufbauen. Außerdem muss ich unbedingt gegen Vorak im Wurfzabel gewinnen, er wird langsam größenwahnsinnig, wenn ihn niemand in seine Schranken weist.
Cat: Ach, ich vermisse den frechen Zwerg!
Vorak (aus dem off): Dümmste aller Dummen, ich habe dir wohl schon tausendmal gesagt, dass ich kein Zwerg bin!

Corvidæ-Blogtour

Für mich ist dieses Interview etwas Besonderes, auch weil es mich berührt und in eine nachdenkliche Stimmung versetzt. Eine wunderbare Möglichkeit, Cat und Rokan (besser) kennenzulernen. Und ich hoffe natürlich, dass sie euch neugierig auf mehr gemacht haben! Corvidæ ist eine tiefe Geschichte mit leisen Zwischentönen und poetischen Stellen, die den Leser fordert. Eine intensive Lektüre mit detailliert ausgearbeiteten Charakteren. Einfach ein wundervolles Buch voller Humor und Wärme, dem ich noch viel mehr Leser wünsche. Meine Rezension kann hier nachgelesen werden, allerdings bezog sich diese noch auf die ältere Version.

Die weiteren Stationen der Blogtour sind:

Ich wünsche uns noch eine schöne Blogtour! :)

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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