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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Evelyn Boyd

Evelyn Boyd – Das verwunschene Karussell

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juli 2015
Verlag: impress
Autorenseite

Rezension

Caitlin reist nach New England, um als Alleinerbin die Angelegenheiten ihrer verstorbenen Lieblingstante Megan zu regeln – und herauszufinden, was genau passiert ist. Hat ihr Tod etwas mit dem historischen Karussell zu tun, an dessen Restauration sie zusammen mit dem geheimnisvollen Alan gearbeitet hat? Caitlin entschließt sich dazu, diese Arbeit fortzuführen – aber es gibt auch Menschen, die das nicht gerne sehen und sie davon abbringen wollen …

Die Geschichte beginnt mit einem düsteren Prolog, der Megans letzte Momente zeigt und auch eine mysteriöse Stimmung verbreitet. Unheimlich und gleichzeitig fesselnd, denn meine Neugier war geweckt: Wer war dieser Schatten im Nebel und was wollte er von Megan?

Danach lernen wir Caitlin und ihr Leben in London kennen. Der Zugang zu ihr fiel mir leicht, ich mochte die Mischung aus Zurückhaltung, Neugier und Zielstrebigkeit. Und dass sie nicht einfach der Begeisterung ihrer Freundin oder dem Wunsch ihrer Mutter folgt, sondern sich die Zeit nimmt, das für sie Passende zu finden. Gut gefallen haben mir auch die Erinnerungen an ihre Tante, die zeigen, warum diese für sie der wichtigste Mensch in ihrem Leben war.

Port Pine stellt sich als ein winziger Küstenort heraus, mit weiß und hellblau gestrichenen Häusern, maritimer Dekoration und Läden, die mittags geschlossen haben. Die Einwohner sind eigensinnig, verschroben, rätselhaft oder auch einfach nur nett – eine Mischung, die auf mich sehr authentisch wirkt. Neben dem geheimnisvollen Alan, der sich schnell in mein Herz geschlichen hat, mochte ich auch Sally besonders gern: Megans Freundin und Inhaberin eines Buchladens, in dem ich zu gerne mehr Zeit verbracht hätte – bei einer Tasse Tee und mit einem Stapel Bücher neben mir.

Aber nicht alles ist so beschaulich, wie es klingt! Es gibt Geheimnisse und Interessen, die Caitlin gefährlich werden können. Und natürlich die mystische Legende um das Karussell, welches nun mitten im Wald steht. Die Geschichte wird in leisen Tönen erzählt, ist aber dennoch durchgehend spannend und bietet einige Überraschungen. Neben der wunderbar dichten Atmosphäre gefällt mir auch die zarte Liebesgeschichte und das Spiel mit der Legende – man rätselt, ob die Ereignisse etwas damit zu tun haben oder nicht.

Ich liebe die dichte Atmosphäre und die Legende um das Karussell. Es gibt unheimliche Szenen, die mir eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen, aber auch ruhige Momente, Spannung und etwas Romantik. Eine gelungene Mischung, mit der ich an einem verregneten Tag eine wunderbare Zeit hatte.

Lesung aus „Das verwunschene Karussell“

Eine meiner Autoren-Neuentdeckungen 2014 war ja Evelyn Boyd, ich hatte den ersten Teil ihrer Seerosen-Saga gelesen und war davon sehr begeistert, weil mich die melancholisch-mystische Geschichte intensiv erwischte und einfach total meinen Geschmack traf. Anfang des Jahres habe ich dann den zweiten Teil gelesen, der eine noch stärkere mystische Seite hatte und mich unter anderem nach Finnland entführt hat. Seitdem ist bei mir der Finnland-Virus ausgebrochen! Chronisch. ;)

Wenn mir Bücher so gut gefallen, mag ich ja auch gern die anderen Geschichten des Autors lesen, und so ist auch „Das verwunschene Karussell“ schnell auf meinem Reader gelandet. Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte, sie klingt so schön geheimnisvoll! Jetzt gibt es bei youtube auch eine tolle Lesung dazu, die meine Neugier ordentlich anstachelt … Sehr stimmungsvoll! Ich hab sie mir schon mehrfach angehört. :)

Wie sieht es denn bei euch aus, habt ihr schon etwas von Evelyn Boyd gelesen oder ist vielleicht eines ihrer Bücher auf eurem Wunschzettel oder noch ungelesen auf dem Reader?

Evelyn Boyd – Kjell. Versuchung der Ewigkeit (Die Seerosen-Saga 2)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Januar 2015
Autorenseite
Verlag: Impress

Rezension

Sofie hat sich nach den dramatischen Ereignissen in Schweden in ihr Elternhaus zurückgezogen, wo sie sich den ganzen Winter über vor der Welt versteckt und trauert. Selbst ihre beste Freundin Kari kommt nicht an sie heran. Als der Winter schwindet, beschließt Sofie ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Sie entscheidet sich für ein Studium der Skandinavistik und nimmt einen Job als Betreuerin einer Schüler-Reisegruppe nach Finnland an. Dort lernt sie den charmanten Kimi kennen, aber Sofie kann Kjell nicht vergessen. Sie meint sogar, ihn in der Nähe des Sees gesehen zu haben – nur ein Trugbild? Sofie wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und trifft eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändert und sie auf eine gefährliche Reise schickt …

Das Buch beginnt mit einem tragischen Prolog – einer misslungenen Beschwörung, die damit endet, dass der See und alles Leben in ihm gefriert. Damit hatte mich der zweite Teil der Seerosen-Saga gleich am Haken, weil es mystisch-dramatisch los ging und ich natürlich spekuliert habe, was das für Sofie bedeuten könnte. Mir gefielen die Worte der angefangenen Beschwörung, in der eine Seele getrunken und ein Herz gegeben wird. Sie wirkten auch bedeutungsvoll, so dass ich nach einer Verbindung zum Titel gesucht habe.

Sofie hat die Ereignisse aus dem ersten Band überlebt, ihr Herz ist allerdings nicht heile davongekommen. Es leidet, während ihr Verstand versucht, die Erlebnisse zu erfassen. Ihre Gedanken drehen sich um Verlust und Trauer – darum, dass fast jeder der ihr etwas bedeutet, sie verlassen hat. Aber eines Tages erwacht ihr Überlebenswille, weil sie eben nicht – wie in einem Lied im Radio – verloren und gebrochen enden will. Das alles konnte ich sehr gut nachvollziehen, sicher auch, weil es so sensibel beschrieben wurde. Sofies Gefühle kamen direkt bei mir an, ohne dass auf die Tränendrüse gedrückt wurde.

Die Geschichte führt uns nach Finnland, Island und Norwegen, was mich unheimlich gefreut hat, weil ich eine Vorliebe für die nördlichen Länder habe. Die Landschaften wurden wundervoll und für mich sehr intensiv beschrieben, ich hatte da klare Bilder vor Augen und war mittendrin. So liebevoll, dass die Autorin einfach meine Vorliebe teilen muss. ;) Ich muss zugeben, dass ich mich ganz besonders über den Island-Aufenthalt gefreut habe, weil das für mich ein besonderes und mystisches Land voller Gegensätze ist. Völlig erwischt hat mich aber Finnland, da haben mich die Beschreibungen wohl mitten ins Herz getroffen – genauso wie „mein“ Finne!

Damit meine ich natürlich Kimi. :herz: Er ist auf eine nette Art frech und dazu sehr charmant, so dass ich mich irgendwie gleich in ihn verguckt hatte. Zu meiner eigenen Überraschung, denn normalerweise erwischen mich tragische Figuren – und da war nichts tragisches in seiner Ausstrahlung. Wobei … Zum Ende hin hatte ich ja ganz schön Panik, dass die Tragik doch noch zum Zuge kommt! Kimi wirkt auf mich wie der Gegenpart von Kjell. Der eine ist verschlossen und düster, der andere offen und charmant. Beide haben für mich etwas Besonderes, das mich öfter an sie denken lässt …

Eine meiner Lieblingsszenen in diesem Buch zeigt Finnland von einer ganz anderen Seite, zumindest war mir der finnische Tango bis dahin unbekannt. So wunderbar stimmungsvoll, dass ich neugierig darauf geworden bin. Und ich muss zugeben, dass mich einige Stücke sehr berühren, obwohl ich mit normalem Tango nicht wirklich etwas anfangen kann. Uuups.

Und ich liebe die mystische Seite dieser Geschichte! Die verschiedenen Wesen haben mich sehr fasziniert – manchmal unheimlich, oft etwas dunkler oder wilder. Aber nachvollziehbar, denn nicht selten geht es um die Auswirkungen unerwiderter oder verlorener Liebe. Und beeindruckend, sie lassen mich auch einfach nicht los … :)

„Kjell. Versuchung der Ewigkeit“ lässt mich mit unheimlich vielen intensiven Eindrücken zurück, die nun mein Leben bereichern. Eine abwechslungsreiche und stimmige Geschichte mit einer dichten Atmosphäre, die sowohl ruhigere als auch actionreichere Szenen bietet. Mit einer starken mystischen Seite, beeindruckenden Figuren und einer Liebe, die tiefer geht, die Seele trifft. Die Geschichte hat mich völlig begeistert und dürfte auch den Lesern gefallen, die den ersten Teil zu melancholisch fanden.

Allerdings muss ich auch warnen: Es ist möglich, dass bei euch der Finnland-Virus ausbricht. Und dass ihr unbedingt gern mehr wunderbar mystische Geschichten von der Autorin lesen möchtet! ;) Ich bin ja direkt froh, dass ich zumindest noch „Das verwunschene Karussell“ auf dem SuB habe …

Reihenfolge der Seerosen-Saga:

  1. Kjell. Das Geheimnis der schwarzen Seerosen
  2. Kjell. Versuchung der Ewigkeit

Evelyn Boyd – Kjell. Das Geheimnis der schwarzen Seerosen

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im August 2014
Verlagsseite

Rezension

Die neunzehnjährige Sofie hat ihre Eltern durch einen Autounfall verloren und verbringt ein paar Wochen in dem Ferienhaus in Schweden, in dem sie mit ihrer Familie als Kind so glückliche Urlaubstage verbracht hat – bis dort ihr älterer Bruder ertrank. Sofie möchte etwas zur Ruhe kommen, aber dann begegnet sie dem geheimnisvollen Kjell, der sich trotz seiner seltsamen Stimmungsschwankungen immer mehr in ihre Gedanken schleicht und mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun hat, als sie ahnt.

Der Roman hat mich als erstes durch seine dichte Atmosphäre beeindruckt, die Sofies Trauer und Stärke einfängt, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Die Stimmung wirkte auf mich eher melancholisch – vielleicht ja auch, weil Sofie bewusst ist, dass sie die Trauer noch lange begleiten wird, das Leben aber weitergeht.

Schweden wurde so detailliert und liebevoll beschrieben, dass ich klare Bilder vor Augen hatte, obwohl ich noch nie dort war. Eine wunderbare und abwechslungsreiche Landschaft, die auch ihre mystischen und dunklen Seiten hat. Und das „Hej“ ist sehr ansteckend! ;)

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sofie erzählt und glücklicherweise hatte ich gleich einen guten Draht zu ihr. Sie ist einsam, verkriecht sich aber nicht vor der Welt, sondern versucht mutig in die Zukunft zu sehen. Mir hat es auch gefallen, wenn sie mal wütend wurde und rumgeschrien hat. Und ich konnte nachvollziehen, wie es ihr mit Kjell ging. Er hat mich fasziniert, auch wenn ich manchmal sprachlos vor meinem Reader saß. Wie kann man nur so begnadet darin sein, romantische Szenen so schnell zu zerstören?

Das Schweden, das Sofie jetzt erlebt, ist viel düsterer und geheimnisvoller als das aus ihrer Kindheit. Ihr macht eine seltsame Frau Angst, es verschwinden immer wieder junge Frauen und dann treibt auch noch eine Diebesbande ihr Unwesen. Aber Sofie lernt auch nette Menschen kennen – und dann ist da natürlich der Kater, den sie noch von früher kennt: Captain One Ear!

Ich habe diese melancholische und mystische Geschichte sehr genossen, sie hat mich unglaublich gefesselt und die Zeit vergessen lassen. Es gab romantische Momente, aber auch unheimliche Szenen. Ich hatte viel Spaß beim Spekulieren, wobei ich mich da ziemlich an Kjell gehängt habe. ;)

Das Buch ist eher nichts für Leser, die lieber fröhliche Bücher mit großen Happy-Ends lesen, aber mir hat gerade das gefallen. Diese Melancholie und Wehmut, die sich durch die ganze Geschichte zieht und auch in dem sehr stimmigen Ende zu finden ist. Der mystisch-geheimnisvolle Teil hat mir aber nicht weniger gut gefallen! :) Ein Roman, der mich sehr berührt und meinen Blick auf Seerosen verändert hat. Und eine Autorin, von der ich unbedingt mehr lesen möchte!

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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