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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Elfen-Saga

Die Elfen als Hörspielserie!

Im September sind bei Folgenreich die ersten drei Teile der von Zaubermond Audio produzierten neuen Hörspielserie zu den Elfenromanen von Bernhard Hennen erschienen.

Der erste Hörspiel-Zyklus umfasst fünf Teile und bildet den Roman „Elfenwinter“ ab:

  1. Der Untergang von Vahan Calyd
  2. Firnstayns Kinder
  3. Königstein
  4. Der Fluch des Schicksalswebers
  5. Elfenwinter

Weitere Teile sind bereits geplant, chronologisch an der Reihe wären “Elfenlicht” und “Elfenkönigin“ – damit wäre die Trilogie um den dritten Trollkrieg dann abgeschlossen.
Die Hörspiele wollen natürlich ganz unbedingt bei mir einziehen, womit wohl niemand gerechnet hätte. :elf:

Ein Interview mit der Produktmanagerin von Folgenreich, Doerte Poschau, findet sich hier. Außerdem gibt es hier ein Spezial zu der neuen Hörspielreihe, in dem einiges zu entdecken ist – beispielsweise Hörproben oder ein noch bis morgen laufendes Gewinnspiel.

Und da ich das Cover zur dritten Folge so wunderschön finde…

Königstein

Bernhard Hennen – Elfenlicht

Erscheinungsjahr: 2006
Erneut gelesen im Juni 2011

Ein Zeitalter lang haben sie die Geschicke der Welt bestimmt, doch nun beginnt das Licht der Elfen zu verblassen. Einzig die Königin Emerelle und ihr Schwertmeister Ollowain stellen sich den übermächtigen Trollen. Als Emerelle mit der Kraft ihrer Magie einen der goldenen Albenpfade zerstört und so tausende Trollkrieger ins Nichts stürzen, scheint das Reich der Elfen gerettet. Doch über das zerrissene goldene Netz dringen dunkle Schatten ins Herzland. Schatten, die das Schicksal aller Völker Albenmarks bedrohen…

Wie bei allen Elfenbüchern von Bernhard Hennen brauchte es auch hier nur ein paar Sätze, um mich tief in eine andere Welt zu ziehen und alles andere zu vergessen. Immer wieder aufs neue wurde ich von der vielfältigen Geschichte verzaubert. Sie hat mich tief berührt, mir intensive Bilder beschert, mich öfter melancholisch gestimmt, mir manchmal ein Lächeln entlockt – und auch einige Tränen.

Die vielen miteinander verbundenen Handlungsstränge bieten sowohl ein Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren als auch neue Charaktere, die man im Verlauf der Geschichte teilweise besser kennen und schätzen lernt. Es gibt schockierende, humorvolle, emotionale, tragische und düstere Momente, die mich einfach nicht losgelassen und noch länger beschäftigt haben.

In diesem Buch erfährt man einiges über die Kobolde und ihre Lebensweise, so dass man – genau wie durch die Trolle – eine weitere Sicht auf die Ereignisse erhält. Dabei gibt es jedoch keine Schwarz-Weiß-Malerei, denn nicht die Abstammung sondern der eigene Charakter und getroffene Entscheidungen bestimmen den Weg, den jede einzelne Figur geht. Niemand ist „gut“ oder „böse“, nur weil er einem bestimmten Volk angehört.

Vier Jahre hat es gedauert, bis ich mich getraut habe, dieses Buch noch einmal zu lesen. Und ich dachte, mich kann ein ganz bestimmtes Ereignis nicht mehr so schlimm erschüttern – immerhin wusste ich ja, was auf mich zukommt. Allerdings hat mir das überhaupt nicht geholfen – ich war wieder völlig fertig, irgendwie hat es mich noch schlimmer erwischt als beim ersten Lesen. Vielleicht ja auch, weil ich nun schon recht lange und (zu?) intensiv an meiner ultimativen Lieblingsfigur hänge. Immer noch. Was sicherlich nicht normal ist, aber… naja, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und ohne Ollowain, das geht für mich nicht mehr. ;)

Die Illustrationen in der Hardcoverausgabe von „Die Elfen“…

… sind einfach wunderschön!
Das glaubt ihr nicht? Dann schaut selbst:

Und, überzeugt? ;)

[Elfen-Special] Ausgaben, Reihenfolge & Zitate

Ausgaben

Die erste Ausgabe von „Die Elfen“ ist im November 2004 erschienen und 912 Seiten stark. Mein Exemplar habe ich (das erste mal) im Februar 2006 gelesen – es gab da ein paar Hindernisse zu überwinden… Wegen der sehr unterschiedlichen Meinungen war ich mir ziemlich unsicher und bin länger um das Buch herum geschlichen. Dann wollte ich es wagen, wurde aber durch die Enttäuschung einer Freundin abgeschreckt. Der Titel flog von meiner Wunschliste und dann… entdeckte ich das Literaturschock-Forum, in dem kurz nach meiner Anmeldung eine Leserunde zu dem Buch angeboten wurde. Also siegte meine Neugier… Und ich bin sehr froh darüber! ;)

Die Elfen

Im Januar 2009 erschien dann eine limitierte Sonderausgabe, die etwas günstiger war und als Bonusmaterial noch ein Interview mit den beiden Autoren bereit hielt. Diese Ausgabe habe ich nicht, aber ich habe sie meinem Bruder geschenkt – und natürlich einen Blick auf das Interview geworfen…

Die Elfen (Sonderausgabe)

Und am 13. Juni erscheint dann ja die vollständig überarbeitete, illustrierte und um zwei Novellen ergänzte Hardcover-Ausgabe, die unbedingt bei mir einziehen möchte.

Die Elfen

Reihenfolge

Der Beginn: Die Elfen
Meiner Meinung nach der Einstieg in diese Welt – durch die Zeitsprünge umfasst die Geschichte einen Zeitraum von 1000 Jahren.

Die Trilogie um den dritten Trollkrieg:
Elfenwinter – Elfenlicht – Elfenkönigin

Während Nuramon und Farodin nach ihrer Geliebten suchen, finden in der Welt der Menschen und in der Albenmark folgenschwere Ereignisse statt – Emerelle, die Königin der Elfen, muss während des Trollkrieges Entscheidungen treffen, von denen das Schicksal ihres Volkes abhängt.

Elfenritter: Die Ordensburg – Die Albenmark – Das Fjordland
Hier geht es um das Schicksal von Gishild, der letzten Königin des Fjordlands. Man lernt auch die Seite der Tjuredkirche kennen und erhält Einblick in ihre Orden – ganz ohne Elfen geht es zwar nicht zu, aber diese Kapitel sind eher kurz.

Drachenelfen
Die neue Reihe spielt in der Frühzeit der Albenmark, als noch die Drachen herrschten und die Elfen deren Diener waren. Die „Drachenelfen“ entwickeln sich zu Elitekriegern und stützen die Herrschaft der Drachen so lange, bis sie selbst nach der Macht in Albenmark greifen und es zu den legendären Drachenkriegen kommt.
Der erste Teil erscheint im Oktober 2011.

Ein wenig aus der Reihe tanzen diese beiden ungewöhnlichen Bücher:
Elfenlied und Elfenwelten.

Zitate

Um noch etwas eure Neugier zu wecken, habe ich einige Zitate herausgesucht – so leicht gebe ich ja nicht auf. ;)

Märchenhaft…

Wenn er ausatmete, war da ein leises Klirren, wie von Eiszapfen, die in hohen Tannenwipfeln aneinander schlugen, nur zarter. Der Kuss der Eisfee! Ein Märchen, das man den Kindern erzählte, fiel ihm ein. Es hieß, die Eisfee sei unsichtbar und wandere in Nächten, in denen es so kalt war, dass selbst das Licht der Sterne gefror, durch das Fjordland. Näherte sie sich, dann verschwand der dampfende Atem, und ein leises Klirren lag in der Luft. Kam sie so nahe, dass ihre Lippen das Antlitz eines Wanderers berührten, dann brachte ihr Kuss den Tod.

Farodin, Nuramon und Noroelle…

Farodin und Nuramon waren unterschiedlich, doch jeder war auf seine Art beeindruckend. Beide hatten ihre eigene Vollkommenheit, so wie das Licht des Tages ebenso reizvoll war wie die Dunkelheit der Nacht, oder Sommer und Winter, Frühling und Herbst. Noroelle wollte nichts davon missen, und der Vergleich des Äußeren der beiden Männer brachte sie einer Entscheidung für einen von ihnen nicht näher.

Humorvoll…

“Man sagt von den Kentauren, dass ihnen gern die Zunge durchgeht. Sie ist so schnell, dass sie manchmal sogar die Wirklichkeit überholt.”

Der erste „Auftritt“ von Ollowain…

“Ich bin nicht dein Feind, Menschensohn.” Er strich sich mit nachlässiger Geste das Haar aus dem Gesicht. “Mein Name ist Ollowain. Ich bin der Wächter der Shalyn Falah. Meine Königin hat mich beauftragt, dich das letzte Stück Weg zu ihrer Burg zu geleiten.”

Eine meiner Lieblingsstellen…

“Ist es Zauberei, wenn dein Auge zu langsam ist, meiner Hand zu folgen?”
“Kein Mensch kann sich ohne Zauberei so schnell bewegen”, beharrte Mandred.
Der Anflug eines Lächelns spielte um Ollowains Lippen. “Ganz recht, Mandred. Kein Mensch.”

Hier taucht mein wohl am meisten zitierte Satz auf… Oder ist es schon ein Motto?

Der Menschensohn strich fast zärtlich über das Doppelblatt der Waffe und bewunderte die verschlungenen Elfenknoten, die es schmückten. “Schöne Arbeit.” Mandred wandte sich zu seinem Sohn. “So sieht die Waffe eines Mannes aus.” Er wollte sie Ollowain zurückgeben, doch dieser schüttelte nur den Kopf. “Ein Geschenk, Mandred. In der Welt der Menschen sollte man stets auf Ärger gefasst sein. Ich bin gespannt zu sehen, ob du mit der Axt besser kämpfst als mit dem Schwert.”

Etwas über die Albenpfade…

Es gibt fünf Welten, die uns bekannt sind. Ihre Wurzeln nennen wir Albenpfade. Sie durchziehen die einzelnen Welten und verbinden sie miteinander. Die Kraft, die in ihnen fließt, macht die Magie und den natürlichen Zauber unserer Gefilde erst möglich.

Zwerge tauchen auch auf…

“Wenn ihr die Kinder der Dunkelalben seid, dann sagt mir, wieso ihr im Sonnenlicht wandelt. Heißt es nicht, dass ihr in der Finsternis lebt?”
Alwerich grinste. “Und ihr Elfen lebt im Licht des Tages, und doch sah ich dich auch bei Nacht wandern.”

Seelen…

Es gibt Albenkinder, die sich an ihre früheren Seelen erinnern. Die meisten davon sind Zwerge. Vielleicht findest auch du eines Tages den Pfad zu deinen früheren Leben. Die Zauberei ist dir nicht fremd, und deine Sinne sind sehr wach. Der erste Schritt auf diesem Weg ist es anzuerkennen, dass der Nuramon, der sich einst opferte, und der Nuramon, der vor uns steht, ein und dasselbe Albenkind sind.

Und zuletzt: Die Shalyn Falah…

“Heißt es nicht, man dürfte auf der Shalyn Falah kein Blut vergießen?”, fragte Orgrim. Der Troll musste schreien, um das Tosen des Wasserfalls zu übertönen.
Farodin blickte auf die blassrosa Flecken, die langsam vom Sprühwasser weggewaschen wurden. “Dieselbe Frage habe ich gestern Nacht Ollowain gestellt. Er meinte, der Stein der Brücke werde so schlüpfrig, dass man sie nicht mehr überqueren könne, wenn sie mit Blut benetzt sei. Ich habe aber auch von einer Prophezeiung gehört, in der es heißt, dass an dem Tag, an dem der weiße Stein der Shalyn Falah mit Blut besudelt werde, sich ewige Finsternis auf die Brücke senken werde.”

[Elfen-Special] Es geht los!

Am 13. Juni ist es soweit: „Die Elfen“ erscheinen bei Heyne fliegt als gebundene Ausgabe! Dabei handelt es sich um eine vollständig überarbeitete Neuausgabe, die von Michael Welply illustriert wurde und neben einem Glossar auch zwei Novellen enthält: „Nuramon der Wanderer“ von James Sullivan und „Farodin“ von Bernhard Hennen.

Die Elfen

Der Künstler Michael Welply hat bereits über 70 Bücher aus verschiedenen Ländern illustriert, von ihm stammt beispielsweise auch das Cover von Elfenwinter. Er wurde in London geboren, wuchs in Kanada auf und lebt heute in Frankreich. Hier sind neben weiteren Infos auch zwei der Illustrationen zu finden.

Wie man auf der Seite von James Sullivan nachlesen kann, kennt er Bernhard Hennen seit Mitte der 90er Jahre. Und steckte mitten in den Vorbereitungen zu den Magisterprüfungen, als dieser ihn 2003 fragte, ob er mit ihm einen Elfenroman schreiben wolle.
Der Roman wurde nach Erzählperspektiven aufgeteilt: Farodin und Mandred waren Bernhards Figuren, während James sich um Nuramon und Noroelle gekümmert hat.

Hinter magischen Pforten, verborgen vor den Augen der Menschen, liegt Albenmark, die geheimnisvolle Welt der Elfen. Als sich ein längst besiegt geglaubter Feind erhebt, wird das Fundament der Welten erschüttert. Ein ungleiches Trio, zerrissen zwischen der Suche nach einer verlorenen Liebe und dem Kampf gegen einen Dämon, der ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint, entscheidet über den Sieg von Licht oder Finsternis.

Quelle

Hier gibt es auch eine Leseprobe, und hier findet ihr meine Eindrücke zum Reread im letzten Jahr. Manchmal bin ich einfach ein Wiederholungstäter…

[Hörbuch] Bernhard Hennen – Elfenwinter

Erscheinungsjahr: 2007 (das Buch wurde 2005 veröffentlicht)
Dauer: 466 Min. (gekürzt)
Sprecher: Hans Peter Hallwachs
Gehört im September 2010

Von ihrem jubelnden Volk umgeben zieht die ebenso schöne wie kühle Königin der Elfen, Emerelle, zum sagenhaften Fest der Lichter, bei dem die Fürsten aller Elfenstämme Albenmarks ihre Macht bestätigen sollen. Doch unter der glitzernden Oberfläche der Feierlichkeiten schwelen Unzufriedenheit und Machtgier. Zwei Mordanschläge hat die Elfenkönigin nur durch eine glückliche Fügung des Schicksals überlebt. Dennoch versucht Ollowain, der Kommandant ihrer Leibwache, die Herrscherin vergeblich davon abzuhalten, an dem Fest teilzunehmen. Ollowain hegt den Verdacht, dass der Auftraggeber für den Mord unter den Elfenfürsten selbst zu finden ist…

Durch die Intrigen um Macht und Rache sowie die Trollkriege droht in dieser Geschichte die Gefahr von innen und außen. Es gibt daher viele Kämpfe, man wird von den Ereignissen förmlich mitgerissen. Neben den ruhigeren Momenten der Freundschaft und Zuneigung haben es mir auch die tollen Beschreibungen der Schauplätze angetan. Und mir gefällt, dass eine Figur nicht automatisch gut oder böse ist, nur weil sie einer bestimmten Rasse angehört.

Der Sprecher Hans Peter Hallwachs hat eine eindringliche und etwas raue Stimme, die für mich gut zu dieser Reihe passt. Er setzt sie sehr abwechslungsreich ein, so dass ihm zärtliche, tragische und kämpferische Szenen gleich gut gelingen. Man spürt die Veränderung der Atmosphäre, verweilt bei nachdenklichen Momenten, leidet bei tragischen Entwicklungen oder Andeutungen, spürt die Gewalt einer Schlacht und die Verzweiflung.

Im Gegensatz zu „Die Elfen“ konnte ich hier mit den Kürzungen gut leben und habe sie nicht stetig bemerkt. Immerhin habe ich nur wenige Ollowain-Szenen vermisst, dafür wurde bei den Trollen mehr gekürzt. Da ich das Buch schon kenne, kamen beim Hören wieder viele Eindrücke und Bilder hoch, die ich beim Lesen hatte. So war ich wieder tief in dieser Welt verschwunden – und werde das Hörbuch sicher öfter nutzen, wenn ich in Elfenwinter-Stimmung gerate.

Elfenwinter
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Bernhard Hennen, James Sullivan – Die Elfen

Erscheinungsjahr: 2004
Erneut gelesen im Juli 2010
Verlagsseite

Klirrende Kälte herrscht im Land am Fjord, als Mandred Torgridson mit seinen Gefährten auszieht, die Bestie zu jagen, die nahe seinem Dorf ihr Unwesen treibt. Doch während am Himmel das Feenlicht tanzt, bricht aus dem Unterholz ein Wesen, halb Mann, halb Eber, und beschert den Jägern einen schnellen Tod. Allein Mandred rettet sich schwer verletzt in einen nahen Steinkreis, aber seine Wunden sind zu tief und die Kälte zu grimmig. Als er wider Erwarten erwacht, findet er sich am Fuße einer Eiche wieder, die ihm ihre wundersamen Heilkräfte zuteil werden lässt. Mandred erkennt, dass er in die geheimnisumwobene Welt der Elfen hinübergewechselt ist. Und der Verdacht beschleicht ihn, die Bestie könne von hier gekommen sein. Unerschrocken tritt er vor die ebenso schöne wie kühle Elfenkönigin und fordert Rache für die Opfer des Mannebers. Die Königin beruft daraufhin die legendäre Elfenjagd ein, um die Bestie unschädlich zu machen. Mit Mandred reisen auch Nuramon und Farodin in die Gefilde der Menschen, zwei Elfen, die so manches Geheimnis umgibt und die in der Tradition der Minnesänger um die Gunst der Zauberin Noroelle werben. Bald jedoch ist die Jagd von Tod und Täuschung überschattet. Der Manneber entpuppt sich als Dämon aus alten Zeiten. Er lockt Mandred und die Elfen in eine Eishöhle, und während die Gefährten schon meinen, über ihn gesiegt zu haben, versiegelt er die Höhle, raubt Nuramon seine Gestalt und dringt in die Welt der Elfen ein, um sie für immer zu vernichten…

Nach über 4 Jahren habe ich das Buch erneut gelesen und dabei festgestellt, dass ich mich doch ein wenig verändert habe. Die Geschichte verzaubert mich immer noch sehr, aber ich scheine jetzt etwas mehr Action gewöhnt zu sein als damals. Und ich hatte einiges vergessen! Merkwürdigerweise wusste ich aber noch fast alle Szenen, in denen Ollowain auftaucht – was mich sehr überrascht, da ich damals doch noch gar kein Ollowain-Fan war.

Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und bietet weit mehr als Romantik und Kämpfe. Es gibt auch märchenhafte Szenen, Momente der Freundschaft, magische Augenblicke und tragische Erlebnisse. Die Suche nach Noroelle zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, ein ständiger Begleiter ist aber auch die Zeit. Dabei denke ich nicht nur an die Zeitsprünge, sondern auch an die verschiedenen Lebensspannen der Alben- und Menschenkinder. Dazu kommt noch, dass die Menschen nur dieses eine Leben haben und nicht wiedergeboren werden – was auch ein Grund für die unterschiedliche Lebensweise ist.

An der erschaffenen Welt hat mir vieles gefallen – besonders aber die beseelten Bäume, das System der Albenpfade, die Suche nach dem eigenen Schicksal, die verschiedenen Völker und Landschaften. Viele der beschriebenen Orte und Szenen sah ich deutlich vor mir, da hatte ich oft wunderbares Kopf-Kino. Und die tollen Figuren berühren einfach, auch abseits der Hauptcharaktere. Obilee und Yulivee mochte ich wieder sehr, auch wenn ich die eine nicht so traurig und die andere nicht so frech in Erinnerung hatte. Und ich hatte einigen Spaß mit den Gegensätzen zwischen Mandred und Ollowain.

Der mitreißende Schreibstil, die tollen Ideen und liebevoll ausgearbeiteten Figuren machen „Die Elfen“ auch bei einem Reread zu einem absoluten Wohlfühlbuch mit einer besonderen Atmosphäre und vielen Emotionen. Die intensiven Eindrücke begleiten mich auch noch nach dem Lesen, so dass ich noch etwas in dieser Welt bleiben kann und beispielsweise über die Zwerge und Nuramon nachdenke.
Einen Unterschied zum ersten Lesen gab es aber doch noch: Ich habe nur einmal geheult, auch wenn ich öfter mal Tränen in den Augen hatte. Und… es war nicht wegen Noroelles Entscheidung.

Reihenfolge der Elfenbücher von Bernhard Hennen

Auf die Idee zu diesem Beitrag bin ich durch die Suchbegriffe, mit denen mein Blog gefunden wurde, gekommen. Dort taucht „Reihenfolge Elfenbücher“ nämlich öfter auf, also warum nicht der Anfrage einen eigenen Beitrag widmen?
Es ist allerdings nur ein Versuch und einzig die von mir bevorzugte Reihenfolge, sicherlich gibt es da mehrere passende Wege… Ich hoffe aber trotzdem, damit euer Interesse zu wecken.

Die Elfen

Damit fängt alles an, der Einstieg in diese Welt – durch die Zeitsprünge umfasst die Geschichte einen Zeitraum von 1000 Jahren.

Von allen Wesen, die Fantasywelten bevölkern, sind die Elfen die geheimnisvollsten und unnahbarsten. Sie scheinen dem Traum des Menschen nach ewiger Jugend und Schönheit entsprungen zu sein. Doch haftet ihnen auch ein Hauch von Tragik und Vergänglichkeit an. Diese Elfenwelt wird von einem Dämon bedroht. Die beiden Elfen Nuramon und Farodin, denen sich der Nordländer Mandred aus der Menschenwelt an­schließt, ziehen gegen das Ungeheuer zu Felde. Doch vor allen Dingen suchen sie nach einem Weg, ihre ge­meinsame Geliebte, die Zauberin Noroelle, zu befreien, die Opfer des Dämons geworden ist und auf ewig in eine triste Parallelwelt verbannt wurde. Verzweifelt stürzen sie sich ins Abenteuer und versuchen, sie zurückzuholen. Dabei wird so manches Geheimnis gelüftet, eine Schlacht geschlagen und das Schicksal der Elfenwelt besiegelt.

Die Trilogie um den dritten Trollkrieg: Elfenwinter – Elfenlicht – Elfenkönigin

Während Nuramon und Farodin nach ihrer Geliebten suchen, finden in der Welt der Menschen und in der Albenmark folgenschwere Ereignisse statt – Emerelle, die Königin der Elfen, muss während des Trollkrieges Entscheidungen treffen, von denen das Schicksal ihres Volkes abhängt.

Elfenwinter

Beim Fest der Lichter trachten Attentäter nach dem Leben der Elfenkönigin Emerelle. Die Elfenfürsten sind zerstritten und intrigant, und der Schwertmeister Ollowain hat alle Hände voll zu tun, das Leben seiner Herrscherin zu schützen. Niemand ahnt jedoch zunächst, dass die eigentliche Gefahr vom Volk der Trolle ausgeht, das die Elfen überfällt und ihr Reich ins Chaos stürzt. Ein brutaler Krieg nimmt seinen Anfang, und Ollowain flieht mit der verwundeten Königin und einer Schar zweifelhafter Verbündeter ins Fjordland. Doch der Feind ist ihnen auf den Fersen …

Elfenlicht

Die Trolle sind wieder in Angriffsstimmung. Eigentlich hatte Schwertmeister Ollawain schon gehofft, sie seien endgültig geschlagen. Aber dann sammeln die verschlagenen Wesen mit ihrem tollkühnen Helden Orgrim und der verschlagenen Schamanin Skanga ihre Kräfte wieder, um die Elfen, Kentauren und Kobolde vernichtend zu besiegen und aus der Welt von Albenmark endgültig zu tilgen. Da treibt die Angst vor ihrer Macht die Elfenkönigin Emerelle zu einer Verzweiflungstat, die das drohende Kriegsgeschick beeinflussen könnte: Sie zerstört einen wichtigen Albenpfad, um die Angreifer zurückzuhalten – und löst damit eine Kettenreaktion aus, die die Völker Albenmarks in eine verzweifelte Lage bringt…

Elfenkönigin

Vom Thron vertrieben, flüchtet Elfenkönigin Emerelle in die Wildnis des Verbrannten Landes, einer Region Albenmarks, die während der Drachenkriege verwüstet wurde. Verzweifelt begibt sie sich in den Jadegarten, um das Orakel zu befragen – eine mächtige Schamanin, die der Drachenatem beschützt. Der Spruch der Alten ist rätselhaft, doch Emerelle erkennt in den Worten einen Hinweis darauf, dass nicht alle Alben ihre Welt verlassen haben. Und so beschließt sie, sich auf die Suche nach den letzten Angehörigen des Schöpfervolkes zu machen…

Elfenritter: Die Ordensburg – Die Albenmark – Das Fjordland

Hier geht es um das Schicksal von Gishild, der letzten Königin des Fjordlands. Man lernt auch die Seite der Tjuredkirche kennen und erhält Einblick in ihre Orden – ganz ohne Elfen geht es zwar nicht zu, aber diese Kapitel sind eher kurz.

Die Ordensburg

Die Ordensritter der Tjuredkirche unterwerfen eine Provinz nach der anderen. Nur das Fjordland leistet noch Widerstand mit Hilfe der Elfen, bis Gishild, die Tochter des Königs, von den Ordensrittern entführt wird. In der Gefangenschaft begegnet sie Luc, der zum Ritter ausgebildet werden soll…

Die Albenmark

Gishild gilt für ihr Volk im Fjordland als verschollen und muss in der Gefangenschaft die Weihen zur Novizin der Tjuredkirche über sich ergehen lassen. Luc reift zu einem jungen Ordensritter heran und soll nun erste Verantwortung übernehmen. Doch während ihre Freundschaft sich zu einer zarten Liebe entwickelt, drohen die Wirren des Krieges sie zu entzweien…

Das Fjordland

Als Kinder waren sie unzertrennlich. In ihrer Jugend gestanden sie einander ihre Liebe. Doch nun stehen sich Gishild, die Prinzessin und nunmehr Kriegerkönigin des Fjordlandes, und Luc, der Ordensritter der Tjuredkirche, an der Spitze zweier feindlicher Heere gegenüber. Der Krieg um die letzten freien Provinzen hat begonnen, und auf dem Schlachtfeld wird sich das Schicksal der Elfen, der Menschen und das Schicksal Gishilds und Lucs entscheiden…

Drachenelfen

Die neue Reihe spielt in der Frühzeit der Albenmark, als noch die Drachen herrschten und die Elfen deren Diener waren. Die Drachenelfen entwickeln sich zu Elitekriegern und stützen die Herrschaft der Drachen so lange, bis sie selbst nach der Macht in Albenmark greifen und es zu den legendären Drachenkriegen kommt.
Man kann diese Reihe auch lesen, ohne die anderen Elfenromane zu kennen – es gibt allerdings viele Anspielungen auf die bisher erschienen Bücher, die einem dann entgehen.

  1. Drachenelfen
  2. Drachenelfen. Die Windgängerin
  3. Drachenelfen. Die gefesselte Göttin
  4. Drachenelfen. Die letzten Eiskrieger
  5. Drachenelfen. Himmel in Flammen

Elfenmacht (erscheint am 20. März 2017)

Ein wenig aus der Reihe tanzen:

Kinder der Nacht [Kurzgeschichte]

Die Drachenelfe Nandalee ist auf der Flucht vor den mächtigen Himmelsschlangen. Denn seit sie eine von ihnen getötet hat, ist ihr Leben verwirkt. Doch nicht nur sie selbst, auch ihre Kinder Meliander und Emerelle schweben in höchster Gefahr. Als die Feinde immer näher kommen und sie alle in eine ausweglose Situation geraten, trifft Nandalee eine folgenschwere Entscheidung. Eine Entscheidung, die das Schicksal ihrer Tochter Emerelle für immer verändern wird.

Elfenlied

Das Buch enthält eine Autobiographie (in Form einer Novelle) über Ganda Silberhand, herausgegeben von Ollowain; einen Gedichtzyklus der Auenfee Mondblüte, kommentiert von Ganda; eine Chronologie der ersten drei Elfenromane sowie das Making-off eines Elfenbildbandes.

Elfenwelten

Mit eigens für dieses Artbook verfassten Texten verleiht der Autor ausgewählten Charakteren, Völkern und Schauplätzen der bekannten Elfen-Saga eine noch größere Tiefe. Einschneidende Ereignisse der Romane verdichten sich zu einer phantastischen Atmosphäre.
Darauf abgestimmt erschufen die Zeichner mit ihren detailreichen Illustrationen lebendige Interpretationen der Figuren und Geschichten. Gemeinsam mit der Fotografin fand der Autor in den Weiten Islands und Irlands Bildmotive, die den Schauplätzen seiner Bücher entsprungen zu sein scheinen…

Nuramon von James A. Sullivan
Der Roman erzählt Nuramons weiteres Schicksal als letztes Albenkind in der Welt der Menschen. James A. Sullivan war Co-Autor bei „Die Elfen“ und Nuramon eine seiner Figuren.

[Artbook] Bernhard Hennen – Elfenwelten

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Dezember 2009
Verlagsseite

In seinen eigens für dieses Artbook verfassten Texten verleiht der Autor ausgewählten Charakteren, Völkern und Schauplätzen der bekannten Elfen-Saga eine noch größere Tiefe. Einschneidende Ereignisse seiner Romane verdichten sich zu einer phantastischen Atmosphäre. Darauf abgestimmt erschufen die renommierten Zeichner Mia Steingräber, Jenny Dolfen und Felix Mertikat mit ihren detailreichen Illustrationen lebendige Interpretationen der Figuren und Geschichten. Gemeinsam mit der Fotografin Marja Kettner fand Hennen zudem in den Weiten Islands und Irlands Bildmotive, die den Schauplätzen seiner Bücher entsprungen zu sein scheinen.

Das Vorwort war für mich eine gelungene Einstimmung auf dieses Artbook und eine Einladung zu dem Abenteuer, sich auf die Bilder anderer einzulassen. Es geht um Reisen, sowohl den tatsächlichen als auch denen im Geiste mit einem Buch in der Hand. Um die Andersartigkeit dieser Bilder, die eben nicht die eigenen sind und daher völlig fremd wirken, aber möglicherweise auch die eigene Phantasie übertreffen.

Die verschiedenen Texte zu Ereignissen, Völkern, Schauplätzen, Figuren, Waffen und der Heraldik werden häufig aus fiktiven Quellen zitiert. Oft von Jornowell, dem Sohn von Alvias, und seinen „Gedanken eines Weltenwanderers“ – von ihm stammt auch das wunderbare Schlusswort „Warum reist man?“, das auf mich sehr passend wirkt und einfach einen runden Eindruck hinterlässt. Aber auch Ahnab Glops wird als Quelle herangezogen, wenngleich sich dieser als Lutin um eine elfenfeindliche Sicht bemüht.

Durch die Kombination von fesselnden Texten, wunderschönen Zeichnungen und Bildern entsteht eine dichte Atmosphäre, durch die man intensiv in die Welt der Elfen und Menschen versinken kann. Wirklich erstaunlich, wie viele Bilder ich da mit mir herumtrage, die bei dieser Lektüre nun wieder an die Oberfläche kamen! Gleichzeitig konnte ich auch einen Blick über den Rand meines ganz persönlichen Kopf-Kinos werfen, sicher nicht zum letzten mal…

Bernhard Hennen – Elfenkönigin

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Oktober 2009
Verlagsseite

Vom Thron vertrieben und von Meuchelmördern verfolgt, flüchtet Elfenkönigin Emerelle in die Wildnis des Verbrannten Landes, einer Region Albenmarks, die während der Drachenkriege verwüstet wurde und nie wieder erblühte. Dort begibt sie sich in den Jadegarten, um ein Orakel zu befragen – eine mächtige Schamanin, die der Drachenatem beschützt. Doch der Spruch der Alten ist rätselhaft. Emerelle sieht in den Worten einen Hoffnungsschimmer – sie glaubt, einen Hinweis darauf erhalten zu haben, dass nicht alle Alben ihre Welt verlassen haben. So beschließt sie, sich trotz aller Gefahren auf die Suche nach den letzten Angehörigen des alten Schöpfervolkes zu machen, um mit ihrer Hilfe den Schwertmeister Ollowain zu retten, ihre große Liebe. Unterdessen regiert der junge Gilmarak, König der Trolle, Albenmark und versucht sich dem Einfluss der unheimlichen Schamanin Skanga zu entwinden, die die Geschicke ihres Volkes im Geheimen lenkt. Denn Gilmarak hat andere Vorstellungen von der Zukunft – er will nicht länger, dass die Trolle im eisigen Norden ausharren. Also schmiedet er einen Bund mit den Kobolden, hortet Silber und Gold und baut eine Flotte von Steppenschiffen, um in die Welt hinaus zu ziehen und sie zu verändern. Er ahnt jedoch nicht, dass sich längst Widerstand in den Reihen seiner Neider regt und abermals Tod und Vernichtung das Herzland zu überziehen drohen.

Mit diesem Band ist die Trilogie um den dritten Trollkrieg abgeschlossen (Elfenwinter – Elfenlicht – Elfenkönigin) und es zeigt sich, was für Auswirkungen die Herrschaft der Trolle hat und wie Emerelle wieder zurück auf den Thron kommt. Die Geschichte wird durch viele Handlungsstränge aufgebaut und miteinander verbunden, neben den bereits erwähnten Themen geht es beispielsweise auch um Kadlins Suche nach dem Leichnam ihres Vaters und die Entstehung des Ordens vom Aschebaum.

Dabei gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, die man nun teilweise noch besser kennenlernt (das ging mir ganz besonders mit Emerelle und Eleborn so). Es werden jedoch auch neue ebenso interessante Charaktere eingeführt, die einem schnell ans Herz wachsen. Es gibt viele Intrigen und Auseinandersetzungen, aber ebenso auch (ungewöhnliche) Freundschaften und tolle Landschaftsbeschreibungen. Eine gute Mischung aus Kämpfen, Spannung, Geheimnissen, ruhigeren (mitunter auch besinnlichen) Momenten und Emotionen – bei der auch überraschende und schockierende Szenen nicht fehlen.

Von der ersten Zeile an konnte ich wieder völlig in dieser Welt versinken und habe alles um mich herum vergessen. Die Geschichte reißt einen so mit, dass man sich immer sagt: Ach, ein Kapitel geht noch… Schlafmangel gehört also dazu, genauso wie die Erkenntnis, wie „kurz“ doch 900 Seiten sein können.

Und dann wäre da ja noch Ollowain… *heulseufzschnief* Ich wurde ja von Herrn Hennen höchstselbst gewarnt, trotzdem hat sein weiteres Schicksal meine schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen. Und nicht nur das, nun überkommen mich auch gewisse Zweifel, was sein Ende in „Die Elfen“ und „Das Fjordland“ betrifft. Es gibt also definitiv noch eine Leidens-Steigerung zu Ollowains Tod, mit einer fatalen Auswirkung auf mich. Hoffentlich wird das bald mal wieder besser!

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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