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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge mit dem Schlagwort Christoph Hardebusch

10 Bücher, bei denen meine Neugier meine Zweifel besiegt hat …

Es gibt diese Bücher, die einen reizen und gleichzeitig sind da diese Bedenken … Passt die Geschichte zu mir und meinem Lesegeschmack? Meine Neugier führt mich gelegentlich zu Büchern, an die ich mich erst nicht so rangetraut habe. Manchmal geht das daneben und manchmal treffen die Geschichten meinen Geschmack. Hier geht es jetzt um 10 Bücher, die mir dann trotz meiner Zweifel sehr gefallen haben.

  1. Florian Tietgen – … wenn es Zeit ist …
    Belastet mich die Gewalt in diesem Roman zu sehr oder ist er zu „literarisch“ für mich? Nichts von beidem! Die Geschichte um den innerlich zerrissenen Henrik wird sehr feinfühlig und vielschichtig erzählt. Sie thematisiert verschiedene Themen, die keine „leichte“ Kost sind und bedrücken können. Mir war das aber nicht zu viel, weil es auch positives und Hoffnung gab. (Rezension)
  2.  

  3. Selma J. Spieweg – Boris & Olga 1: Tod dem Zaren
    Meine Befürchtung, dass ich mit reinem Steampunk womöglich nicht klar komme, hat sich in diesem Fall nicht bewahrheitet. Vielleicht, weil sich die Mechanik manchmal wie Magie angefühlt hat. Vielleicht aber auch, weil die Geschichte sehr intensiv auf mich wirkte und ich zu Boris mit seinen vielfältigen Empfindungen und Unsicherheiten einen ganz besonderen Zugang hatte. (Rezension)
  4.  

  5. Peter S. Beagle – Das letzte Einhorn
    Ich mag den Film, aber bei dem Buch hatte ich Bammel davor, dass es zu anspruchsvoll für mich ist. Glücklicherweise gab es aber jemanden, der mich immer wieder auf den Roman neugierig gemacht hat – so lange, bis ich es einfach lesen musste und danach völlig begeistert war. Beispielsweise von der wundervollen Sprache, der magischen Poesie, diesen schönen Beschreibungen und Ideen. Ein Held ist nur dann ein richtiger Held, wenn er vom Augenblick seiner Geburt an in Schwierigkeiten steckt. (Rezension)
  6.  

  7. Fabienne Siegmund & Tatjana Kirsten – Der Karussellkönig
    Hier hatten mich die düsteren Andeutungen verunsichert, die ich sowohl beim Verleger als auch bei Fabienne mitbekam. Die Geschichte ist aber nicht nur düster, sondern es gibt auch Hoffnung. Mina sucht nach ihrer Freundin, um sie zu retten. Sie gibt nicht auf und findet schließlich einen Weg zu ihr, aber alles hat seinen Preis. Es gibt Geheimnisse und alte Geschichten. Träume und Erinnerungen. Liebe und Schuld. Antworten, die man vielleicht gar nicht hören möchte. Und einen Helden, der selbst Hilfe braucht. (Rezension)
  8.  

  9. Erik Kellen – Die blaue Königin
    Die Geschichte ist mir 2014 noch als „Die letzte Muse“ unter dem Pseudonym Rebecca Vali begegnet – und wurde als sinnlicher Liebesroman verkauft, was mich ein wenig abgeschreckt hat. Der literarische Bezug, eine Muse und nicht zuletzt die Leseprobe sorgten dann dafür, dass ich das Buch lesen wollte. Die sinnliche Seite ist ein wichtiger Teil des Romans, der sich aber mit vielen anderen Dingen verbindet – und erst das Gesamtpaket berührt mich auf eine sehr intensive Weise. Ich mag die Tiefe der Geschichte, denn es geht auch darum, wie man mit den Wunden, die einem das Leben beibringt, umgeht. (Rezension)
  10.  

  11. Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht
    Vampire und ich … sind jetzt ja nicht so die besten Freunde. Aber manchmal bin ich zu neugierig und versuche es doch – hier trugen die Hexen in der Geschichte und die Begeisterung im Freundeskreis dazu bei. Ein Wohlfühlbuch mit einer dichten Atmosphäre und leiser Erzählweise. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Hintergründe, die in die Geschichte eingebaut wurden. Das Wissen, das vermittelt wird, ohne belehrend zu wirken, dafür aber meine Neugier geweckt hat. (Rezension)
  12.  

  13. Christoph Hardebusch – Die Werwölfe
    Werwölfe verband ich vor diesem Buch vor allem mit Horror, und das ist eindeutig nicht mein Genre. Hier hat mich die Beschreibung aber sehr neugierig gemacht – genauer gesagt die Verbindung zwischen Lord Byron und dem geheimnisvollen Erbe der Werwölfe. Die auftretenden historischen Figuren sind abwechslungsreiche und oft nicht ganz einfache Charaktere, die mein Interesse geweckt haben und gelungen in die historisch-phantastische Handlung eingearbeitet wurden. Es geht mystisch und düster zu, außerdem liebe ich die poetischen Szenen! (Rezension)
  14.  

  15. Natalie Matt & Silas Matthes – Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich
    Hier hat mich die Zielgruppe abgeschreckt, die Reihe richtet sich ja an die Fans von „Game of Thrones“ – und das ist einfach nicht so meins. Der Inhalt klang allerdings spannend und nach einer besuchten Lesung war ich mir dann sicher, dass ich es trotz meiner Bedenken einfach mal mit dieser Reihe versuchen muss. Den ersten Band habe ich begeistert gelesen, eine faszinierende und sehr fesselnde Geschichte mit einer unheimlich dichten Atmosphäre. Lange nicht so düster, wie ich befürchtet hatte, sondern eine spannende Mischung aus High Fantasy und Mystery.
  16.  

  17. Bernhard Hennen – Nebenan
    Nach einigen schiefgegangenen Versuchen hatte ich das mit mir und der lustigen Fantasy eigentlich aufgegeben, mein Humor reichte wohl nur für einzelne Figuren – bestenfalls. Hier habe ich dann aber eine Ausnahme gemacht, weil ich einfach zu neugierig darauf war, was mein Lieblingsautor daraus macht. Überraschenderweise (zumindest für mich) hat der Humor voll meinen Geschmack getroffen. Mir hat gefallen, dass dieser nicht so abgehoben oder übertrieben war, sondern fein und leicht schräg. Und mit viel Situationskomik! Außerdem hätte ich ohne diese Geschichte ja nie meinen liebsten Öko-Terroristen kennengelernt … (Rezension)
  18.  

  19. Monika Jaedig – Silbernes Band
    Wieder Vampire. Diesmal konnte ich Island nicht widerstehen – und der stimmungsvollen Leseprobe. Der Roman hat auf mich sehr emotional und vielschichtig gewirkt, denn es geht um verschiedenen Beziehungen, die Welt der Unsterblichen und den Hintergrund der einzelnen Figuren. Außerdem gibt es eingeflochtene Erzählungen im isländischen Sagastil, die ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind. (Rezension)

Blogtour zu „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch: Interview

Heute begrüße ich euch im Rahmen der Feuerstimmen-Blogtour bei mir! Nachdem es gestern im Filmtheaterlesesaal um Geschlechterrollen in der Fantasyliteratur ging, darf ich nun Christoph Hardebusch ein paar Fragen stellen …

© Casjen Klosterhuis

© Casjen Klosterhuis

Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in München.

 


Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Als Erzähler. Das ist, was sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht.

Und wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Nicht sehr aufregend, muss ich gestehen. Aufstehen, Frühstücken, frisch machen, arbeiten. Und auch wenn dabei Phantasiewelten entstehen, von außen ist die Arbeit vor allem vor dem Computer sitzen und in die Tasten hauen.

Herrscht auf Deinem Schreibtisch eher Chaos oder Ordnung?

Da ich ihn mit zwei Katzen teile und dementsprechend wenig Platz ist, eher Ordnung. Das Chaos wandert auf und in Büroschränke, Regale und oft genug den Boden.

Mit „Feuerstimmen“ kehrst Du nach einem Ausflug ins Historische (Die eiserne Krone) wieder zur klassischen Fantasy zurück. Was schätzt Du an dem Genre?

Fantasy ist seit ich lesen kann Teil meines Lebens. Als ich mit dem Schreiben begann, war es nur natürlich, dass ich bei ihr gelandet bin. Sowohl als Leser als auch als Autor schätze ich die Weite, die Offenheit, diese grenzenlose Kreativität, die man in ihr ausleben kann.

Wie ist die Welt, in der Dein neuer Roman spielt, aufgebaut?

Nach Ausflügen in verschiedene andere Gefilde, kehre ich jetzt wieder zur klassischen Fantasy zurück. Eine magische Welt, deren Besonderheit jedoch ihre Verbundenheit mit der Macht der Musik ist. Harmonie spielt in ihr eine große Rolle …

Verrätst Du uns etwas über die Hauptfiguren?

Die Geschichte wird aus der Sicht zweier Figuren erzählt, die sich wie in einem Duett abwechseln. Da wäre der Barde Aidan, der vor einer dunklen Vergangenheit flieht, und die junge Königin Elena, die von großer Sorge um die ihr anvertrauten Menschen umgetrieben wird. Sie sind sehr unterschiedlich, und natürlich macht dies einen Reiz bei ihrem Zusammentreffen aus.

Ein zentrales und für mich sehr reizvolles Thema sind die Barden. Hast Du zu ihnen einen besonderen Bezug oder mussten sie aus Gründen einfach in die Geschichte?

Musik ist in der Fantasy ja durchaus ein klassisches Thema, und durch die Zusammenarbeit mit Van Canto, einer a capella Band, bot es sich an, dieses aufzugreifen und in den Mittelpunkt zu stellen.

Gibt es eine Figur oder Szene, die Dir besonders nah ist?

Natürlich gibt es Szenen, die während des Schreibens sehr intensiv sind. Ich kann allerdings schlecht auf sie verweisen, ohne wichtige Ereignisse vorwegzunehmen. Bei den Figuren ist es einfach: Durch die Konzentration auf Aidan und Elena sind mir die beiden sehr ans Herz gewachsen. Sie sind sehr unterschiedlich, aber natürlich macht gerade das den Reiz aus, und zu erzählen, wie ihre Wege miteinander verflochten sind, war sehr schön.

Von der ersten Idee zum Buch: Wie lange hast Du daran gearbeitet und welche Klippen galt es dabei zu umschiffen?

Irgendwo zwischen anderthalb und zwei Jahren. Da der Roman in der engen Zusammenarbeit mit Van Canto entstanden ist, war vieles für mich, beziehungsweise uns Neuland. Damit meine ich nicht die ganzen Fragen, die hinter den Kulissen geklärt werden mussten, und für die wir zum Glück mit Piper und edel offene und hilfsbereite Partner hatten – das ist ein eigenes Thema! -, sondern in der direkten kreativen Zusammenarbeit. Wir standen durchgehend in regem Austausch, damit dieses Projekt so werden konnte, wie es unseren Visionen entsprach.

War von Anfang an geplant, daraus ein Multimedia-Projekt zu machen?

Ja, das Buch wurde von der ersten Idee an mit Van Canto entwickelt, so wie das Album auch in Zusammenarbeit mit mir entstanden ist. Alles andere hätte für uns keinen Sinn ergeben.

Wie war die Zusammenarbeit mit der Metal-A-Capella-Band Van Canto und inwieweit habt ihr euch gegenseitig inspiriert?

Es war absolut phantastisch. Es klingt so nach Klischee, aber bei der Freisetzung der kreativen Energien ist etwas entstanden, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Wir haben die ganze Zeit bis ins Detail zusammengearbeitet, uns zusammengesetzt und beraten, uns gegenseitig inspirieren und anregen lassen. Ich bin Van Canto sehr dankbar, auch meine eigene Arbeit auf diese Weise neu entdecken zu können.

Was bedeutet Dir Musik? Und welche Vorlieben hast Du da?

Mir persönlich ist Musik sehr wichtig. Auch beim Schreiben läuft eigentlich immer Musik – meist Soundtracks. Mein Musikgeschmack ist sehr breit, und worauf ich Lust habe, hängt immer auch von Augenblick und Stimmung ab. Man findet mich eigentlich in jedem Jahr einige Male in der Oper, aber auch auf Festivals und Konzerten der härteren Gangart. Ähnlich wie bei der Lektüre schränke ich mich ungern ein; wenn mir etwas gefällt, dann gefällt es mir eben, das Genre ist dabei nicht wichtig.

Was war bisher Dein schönstes Erlebnis als Autor?

Da gibt es so viele. Man vergisst manchmal im Schreiballtag, wie großartig der eigene Beruf ist. Wenn man ein neues Buch zum ersten Mal in der Hand hält. Die Stille bei einer Lesung, bevor man den ersten Satz sagt. Ein nettes Wort, eine nette Email.

Welche Autoren-Macken hast Du?

Es gibt eine Handvoll Vertipper, die mir immer wieder unterlaufen. Inzwischen habe ich dafür Autokorrekturen, so weiß mein Rechner, dass ich nicht nciht schreiben wollte …

Gibt es ähnliche Figuren-Typen, die sich durch deine Geschichten ziehen?

Ich versuche eigentlich, Abwechslung in meine Bücher zu bringen. Nicht nur um meiner Leser/innen willen, sondern auch um meinetwillen. Aber ich denke, dass meine Figuren sich allgemein oft im grauen Spektrum des Seins bewegen; wenn ich etwas versuche, dann vielschichtige Charaktere zu schreiben.

Was liebst Du am Schreiben – und was magst Du nicht so?

Die Freiheit. Sowohl im kreativen Sinn, als auch beruflich. Und schwierig ist … die Freiheit. Es fällt mir manchmal schwer, Strukturen zu schaffen, die ein Unterfangen wie ein Fantasyroman aber benötigt.

Schreibst Du inzwischen anders als vor einigen Jahren?

Ich denke schon. Aber ich fürchte, das Urteil darüber liegt bei den Leser/innen.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich möchte meine Leser/innen unterhalten. Eine spannende Geschichte erzählen. Natürlich fließt meine Sicht auf die Welt in meine Romane ein, und ebenso natürlich freue ich mich, sollte ich hier und da einen Denkanstoß liefern. Aber ich sehe mich nicht als Lehrer; denken muss jede/r für sich selbst.

Was liest Du selbst gern?

Quer durch den Garten. Fantasy, klar, Science Fiction, generell Phantastik. Aber auch historische Romane, den einen oder anderen Krimi. Ich mag Bücher aus anderen Kulturkreisen, die mir ein kleines Fenster in eine mir fremde Welt öffnen. Und sehr viele Sach- und Fachbücher, das bringt die Recherche mit sich, was aber meinen Interessen sehr entgegen kommt.

Woran arbeitest Du gerade?

Wieder Fantasy, aber etwas umfangreicher als „Feuerstimmen“, vor einem der Antike nachempfundenen Hintergrund. Ein sehr altes Projekt, an dem ich schon vor dem ersten Troll-Band gearbeitet habe, und das sich weiter und weiter entwickelt hat und jetzt endlich in Worte gefasst werden kann.

Herzlichen Dank für das Interview – ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg! :)

Ich habe zu danken!


Gewinnspiel!

Am Ende der Blogtour werden unter allen TeilnehmerInnen 5x je eine Ausgabe von „Feuerstimmen“ verlost. Ab dem 28.03. erfolgt die Auslosung der Gewinner/innen, die per Mail benachrichtigt und auf den teilnehmenden Blogs bekannt gegeben werden.
Um teilzunehmen, beantwortet mir als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage:

Welche Rolle spielt Musik in eurem Leben?

Das Kleingedruckte:
Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten. Hinterlasse uns eine Möglichkeit (E-Mail etc.), um Dich nach dem Gewinnspiel zu kontaktieren. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist nur innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz möglich. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Wir übernehmen keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg.
Das Gewinnspiel endet am 27. März 2016 um 23:59 Uhr.

blogtour-feuerstimmen


Links:

Auf Fantastische Bücherwelt rezensierte Romane von Christoph Hardebusch:

  • Die Werwölfe (Rezi)
  • Feuerstimmen (Rezi)
  • Smart Magic (Rezi)
  • Sturmwelten 1 (Rezi)
  • Sturmwelten 2: Unter schwarzen Segeln (Rezi)
  • Sturmwelten 3: Jenseits der Drachenküste (Rezi)

Die einzelnen Stationen dieser Blogtour findet ihr in der Ankündigung.
Viel Glück bei der Verlosung – und hoffentlich hat euch unsere Reise mit den Feuerstimmen gefallen! Nach der großartigen Lesung auf der Leipziger Buchmesse, über die Susanne von Literaturschock auch hier berichtet hat, muss ich mir ganz unbedingt noch das Hörbuch kaufen. Vor allem wegen der CD mit den Bardenliedern, von denen war ich ja völlig hin und weg …

Christoph Hardebusch – Feuerstimmen

Erscheinungsjahr: 2016
Gelesen im März 2016
Autorenseite
Verlag: Piper

Rezension

Nach Jahrhunderten erwacht der fünfte Drache – ein Geschöpf der Finsternis, das die Welt unterwerfen will. Seine Macht wächst im Verborgenen und zeigt sich den Menschen erst spät. Die junge Königin Elena versucht alles, um ihr Volk zu retten, und doch ist es der Barde Aidan, der im Kampf gegen den Drachen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Wenn er die Vergangenheit hinter sich lassen und seiner besonderen Gabe vertrauen kann …

Der Prolog erzählt von den fünf Drachen und der zerbrochenen Harmonie, von überdauernden Liedern und einer Stimme aus Feuer, die zu den Herzen der Sterblichen singt. Denn was schläft, kann mit all seinen Schrecken wieder erwachen. Dieser mystische Einstieg hat mich nicht nur gefesselt, sondern auch unheimlich neugierig gemacht. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft werden hier noch um das verbindende und ausgleichende Element der Harmonie ergänzt, ohne das die Welt zerstört werden würde. Mir hat auch die Vorstellung gefallen, dass jedes Element von einem Drachen verkörpert wird.

Aidan stand mir schnell nah, was sicherlich auch an seiner tragischen Vergangenheit liegt. Ein begabter Barde, der keiner mehr sein will, weil er große Schuld auf sich geladen hat und an dieser Last fast zerbrochen ist. Er ist nicht um Worte verlegen und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen, der auch mal respektlos sein kann. Aidan ist gleichzeitig frech und nachdenklich, eine reizvolle Mischung.

Aber er wäre nichts ohne seinen besten Freund Revus, der ihn mitgeschleift hat, als er voller Verzweiflung und Schuldgefühle war. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, über die Jahre gewachsen und gereift. Revus kann man einfach nur mögen, so unverbrüchlich wie er an der Seite seines Freundes steht.

Elena mochte ich auch, aber der Zugang zu ihr ist mir etwas schwerer gefallen, weil sie für meinen Geschmack manchmal zu perfekt war. Das wurde erst besser, als sie weniger „königlich“ reagiert hat und ich andere Seiten von ihr kennenlernen konnte. Als sie Gefühle zeigte und dadurch für mich zugänglicher wurde.

Das zentrale Thema der Musik hat mich beeindruckt – ein roter Faden, der alles miteinander verbindet und verschiedene Facetten bietet. Lieder, die sich durch das ganze Buch ziehen, mal mit Texten und mal mit der Beschreibung von Gefühlen, Gesängen und Harmonien. Manchmal magisch, manchmal unterhaltend. Sie summen in mir und lassen mich nach der Melodie suchen. Dazu kommen dann noch die Barden selbst, die mich generell reizen und in dieser Geschichte voll erwischt haben. So sehr, dass ich nicht genug von ihnen bekommen kann und mich insgeheim frage, wie wohl der Lebensweg einiger anderer Barden aussehen könnte.

„Feuerstimmen“ war für mich eine sehr fesselnde, magische und stimmungsvolle Lektüre, die mich mit einer abwechslungsreichen Mischung begeistern konnte. Die Musik wurde auf vielfältige Weise eingebunden, es gab wunderbar mitreißende Kampfszenen und eine Liebesgeschichte, die den Roman nicht dominiert hat, obwohl sie wichtig war. Mir hat gefallen, dass die Freundschaft zwischen Aidan und Revus keinen geringeren Stellenwert hatte und mich auch genauso berühren konnte.

Mehr Musik zum Multimedia-Projekt:

  • Hörbuch (3 MP3-CDs) plus 1 Audio-CD mit 18 Bardenliedern
  • Konzeptalbum „Voices of Fire“ von Van Canto

Christoph Hardebusch – Smart Magic

Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im September 2012
Autorenseite
Verlag: Heyne

Rezension

Der fünfzehnjährige Tom lebt in Berlin bei Pflegeeltern, die viele Waisenkinder bei sich aufgenommen haben. Jedoch nicht, um ihnen eine Familie zu bieten, sondern um sie für Diebstähle und Betrügereien auszunutzen. Sein einziger Freund in diesem trostlosen und von Angst geprägtem Leben ist sein älterer Leidensgenosse Alex, der für ihn so etwas wie ein Bruder geworden ist. In Toms Umfeld taucht immer wieder ein Rabe auf, der ihm Ratschläge zu geben versucht – und er beschließt, diesem zu folgen. So entdeckt er den Zugang zu einer anderen Welt, in der es Magie und Fabelwesen gibt. Dort erwartet Tom auch sein Schicksal, das über die Zukunft der beiden vor langer Zeit getrennten Welten entscheidet…

Mit diesem Buch habe ich mich schnell wohl gefühlt, mir gefiel die Atmosphäre und der Schreibstil – der zwar „jugendlicher“ und etwas moderner, aber nicht zu umgangssprachlich auf mich wirkte. Zu Tom hatte ich gleich einen guten Zugang, und auch Matani ist mir rasch ans Herz gewachsen. Über die beiden erfährt man bereits zu Beginn einiges, so dass ich da ein klares Bild vor Augen hatte, welches sich im Verlauf der Geschichte um weitere Facetten ergänzte.

In der anderen Welt angekommen, konnte ich mich kaum von dem Roman trennen. Es gab unheimliche Momente, die mich verfolgt haben. Wesen und Entwicklungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Ein Volk, das mich sehr fasziniert und an Indianer erinnert hat. Und überall war Magie – die dieser Welt, aber auch Toms ganz individuelle. Mir hat es dort so gut gefallen, dass ich über einige Dinge gerne noch etwas mehr wissen würde und daher nichts gegen eine Fortsetzung hätte, auch wenn die Handlung eigentlich abgeschlossen ist.

„Smart Magic“ hat einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt, ich wurde einfach mitgerissen und habe mit den Figuren gebangt, gehofft und gelitten. So, wie es für mich bei einem guten Buch sein muss! Ich habe die Geschichte erlebt, statt nur von ihr zu lesen. Eine intensive Lektüre voller Magie und Entwicklungen. Und eine, die mir wundervolles Kopfkino beschert und mich noch länger begleitet hat …

Christoph Hardebusch – Jenseits der Drachenküste (Sturmwelten 3)

Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im November 2010
Autorenseite
Verlag: Heyne

Rezension

Auf der Korvette Ihrer Majestät Siorys nehmen die junge Kapitänin Roxane und der Freibeuter Jaquento Kurs auf die Drachenküste, um das schwarze Schiff, die Todsünde, zu verfolgen. Das Piratenschiff mit seiner mysteriösen und hochgefährlichen Ladung ist unterwegs zu unerforschten Gestaden jenseits der Drachenküste.
Unterdessen versucht der bärbeißige Admiral Thyrane mithilfe der ehemaligen Sklavin Sinao und des jungen Maestre Manoel zu beweisen, dass die mächtige Handelscompagnie in der Sturmwelt ein schmutziges Geheimnis versteckt. Dabei gerät er mitten hinein in das Intrigenspiel der Mächtigen und wird prompt auf Lessan eingesperrt, doch seine Mannschaft hält wie Pech und Schwefel zu ihm und wagt einen Befreiungsversuch, der sie alle den Kopf kosten könnte.
Im geheimnisvollen Reich des Drachenkaisers geraten Jaquento und Roxane in höchste Gefahr – und machen dabei eine schreckliche Entdeckung. Die Zeit drängt, und als alle in einem gewaltigen magischen Sturm wieder aufeinandertreffen, schlägt zum letzten Mal die Stunde der Freibeuter. Werden Jaquento und seine Gefährten der Macht ihrer Gegner standhalten und den Untergang der Welt verhindern können?

Beim Lesen des letzten Teils der Sturmwelten-Trilogie ist mir verstärkt aufgefallen, wie viele Details und Zusammenhänge ich in der Zwischenzeit vergessen hatte. Es ist jetzt nicht so, dass ich gar nichts mehr wusste – aber viele Einzelheiten waren einfach verschwunden. Daher würde ich empfehlen, die einzelnen Bände nicht mit einem zu großen zeitlichen Abstand zu lesen – dann hat man sicher (noch) mehr von den Büchern. Andererseits ist das natürlich ein hervorragender Grund für eine erneute Lektüre.

Die Atmosphäre der Geschichte, der Stil und die lebendigen Figuren haben mich schnell wieder eingefangen – ich war erneut tief in den Sturmwelten versunken und von jeder Seite gefesselt. Dabei entstanden auch viele beeindruckende Bilder in meinem Kopf, die mich teilweise auch noch ein wenig länger begleitet haben.
Neben einem Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren lernt man aber auch neue interessante Figuren kennen, die für die ein oder andere Überraschung sorgen. Trotzdem hängt mein Herz doch mehr an meinen „alten Freunden“, und Jaq ist nach wie vor meine Lieblingsfigur – auch wenn Franigo da ziemlich aufgeholt hat.

Das entscheidende Seegefecht hat mich sehr beeindruckt und mitgerissen – auch weil dort jede Figur ihren Platz eingenommen und so zum Finale beigetragen hat. Im Verlauf der Geschichte werden die meisten Fragen beantwortet und im detailliert erzähltem Nach-Ende gibt es einen Ausblick auf das weitere Leben der einzelnen Charaktere, was mir sehr gefallen hat. Dafür war der Epilog dann ziemlich rätselhaft, schlug aber auch einen Bogen zum Beginn dieser Reihe und beendete sie daher sehr rund.

Christoph Hardebusch – Die Werwölfe

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Februar 2010
Autorenseite
Verlag: Heyne

Rezension

Europa, Anfang des 19. Jahrhunderts: Als der junge Adlige Niccolo Viviani in die Schweiz fährt, ahnt er nicht, dass diese Reise sein Leben für immer verändern wird. Am Genfer See lernt er den berühmten Dichter Lord Byron kennen, der ein uraltes Geheimnis hütet: das Erbe der Werwölfe. Doch als er Niccolo ebenfalls zu einem Werwolf machen will, werden sie von der Inquisition überrascht. Eine wilde Hetzjagd beginnt, und Niccolo muss nicht nur aus Genf fliehen, sondern auch Valentine, die Frau die er liebt, zurücklassen. Fortan versucht er verzweifelt, auf seiner Flucht durch ganz Europa mehr über das Rätsel der Wolfsmenschen und deren Widersacher zu erfahren, einem mysteriösen Orden von Werwolfjägern unter dem Befehl eines gewissen Kardinal della Genga. Schließlich gerät Niccolo in die Hände seiner Feinde und wird vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt: Um sich selbst und seine geliebte Valentine zu retten, muss er sich mit einer noch älteren, noch dunkleren Macht verbünden…

Der Zugang zu dieser Geschichte ist mir durch die liebenswerte Figur von Niccolo Viviani sehr leicht gefallen. Dem jungen Mann mit der großen Verbundenheit zur Literatur sowie zu seiner Schwester und Valentine erwarten jedoch Veränderungen, die ihn aus seiner gewohnten Welt herausreißen. Bei seiner Grand Tour, die ihm sein Vater vor der beschlossenen Soldatenlaufbahn zugesteht, begegnet er ungewöhnlichen Persönlichkeiten, die ihn von seinem Weg abweichen lassen. Ganz besonders gilt dies für Lord Byron, der auf mich äußerst charismatisch und geheimnisvoll wirkte.

Eines der Dinge, die dieses Buch für mich zu etwas besonderem machen, sind die auftretenden historischen Figuren. Abwechslungsreiche und oft nicht ganz einfache Charaktere, die mein Interesse geweckt haben und gelungen in die historisch-phantastische Handlung eingearbeitet wurden. Die Zeit des beginnenden 19. Jahrhunderts war Neuland für mich, und so habe ich das eine oder andere mal das Internet zu bestimmten Personen befragt, was mir Spaß bereitet hat.
Gut gefallen haben mir auch die Wolf-Kapitel, in denen sehr stimmungsvoll und intensiv diese deutlich andere von Freiheit geprägte Sichtweise spürbar war.

Überhaupt hat mich die Atmosphäre in diesem Buch überzeugt, mystisch und düster – anfangs wirkt alles noch viel heller, aber mit der Zeit werden die Entwicklungen und Auseinandersetzungen einfach „dunkler“. Durch die nicht zu detaillierte Schilderung der Kämpfe wurde es mir aber nie zu blutig oder brutal, auch wenn ich manche Sätze zum Verinnerlichen noch einmal lesen musste.
Anfreunden musste ich mich dagegen erst einmal mit den für mich überraschend auftauchenden Vampiren, welch ein Schock! Aber da mich die Geschichte zu dem Zeitpunkt schon völlig gefesselt hatte, musste ich einfach weiterlesen.

Den Schreibstil habe ich wieder sehr genossen, ganz besonders die poetischen Szenen und den immer wieder durchblitzenden besonderen Humor. Die Geschichte liest sich flüssig und nimmt einen schnell gefangen, bietet viele Eindrücke, unterschiedliche Landschaften und Schauplätze sowie eine ganz eigene Interpretation der Werwölfe.
Allerdings muss ich auch eine Warnung aussprechen! Denn es könnte durchaus passieren, dass durch dieses Buch ein Interesse an gewissen historischen Figuren geweckt wird. Mir geht das vor allem bei Lord Byron so – ich überlege nun tatsächlich ernsthaft, ein Vampirbuch zu lesen. Ja, ich!

Zwei kurze Geschichten aus den Sturmwelten von Christoph Hardebusch

Christoph Hardebusch stellt hier zwei kurze Geschichten aus den Sturmwelten, die für die Magazine Nautilus und Envoyer geschrieben wurden, zum Download zur Verfügung.

Der direkte Weg:
Ein Mittel gegen Skorbut
Höflichkeit

Halloween-Fantasy-Lesenacht mit Bernhard Hennen und Christoph Hardebusch in Hamburg

Leider konnte Mel diesmal nicht mit, trotzdem bin ich zur Halloween-Lesenacht gefahren – obwohl die beiden Autoren ja auch bei den Fantasydays sind. Aber… Nun ja, ein Grund für einen Hamburg-Ausflug ist mir ja immer recht. ;-)

Am frühen Nachmittag hatte ich dann das richtige Thalia gefunden, und mir gleich meine Karte gekauft. Über den Ort der Lesung bin ich ebenfalls gestolpert, nett und klein – wie der ganze Laden. Und große Nervosität überkam mich… Sagte ich eigentlich schon mal, dass ich aufgrund meiner Schüchternheit nicht wirklich geeignet für sowas bin?

Vor der Lesenacht habe ich dann natürlich noch ein wenig im Laden gestöbert, dabei aber die Stuhlreihen im Auge behalten. Und kaum war ich mal etwas länger „abgelenkt“, füllten sich diese ordentlich. Also nichts wie hin, habe einen Platz in der letzten Reihe gefunden. Die gute Nachricht: Es gab zu dem Zeitpunkt nur drei Reihen. :)

Eine nette Thalia-Mitarbeiterin hat dann die Fantasy-Nacht eingeleitet (es waren weniger als erwartet gekommen, scheinbar hat sich die Veranstaltung nicht so rumgesprochen und „nur“ Hardcore-Fans angelockt) und die beiden Autoren kurz vorgestellt, dabei kam es bereits zu den ersten Lachern. Nach ein paar Worten zu Herrn Hennen wurde Herr Hardebusch erstmal als junger Autor vorgestellt, was zu einem lustigen Wortwechsel führte. Und danach war sie sich nicht mehr ganz sicher, ob Herr Hardebusch die Trolle geschrieben hat oder doch etwas anderes…

Christoph Hardebusch hat drei Stellen aus „Die Werwölfe“ vorgelesen, die nicht zu gruselig waren, aber teilweise schon eine unheimliche Stimmung verbreiteten. Ich kann da ja leider nicht so viel ab, sonst wäre das Buch spätestens jetzt auf meiner Wunschliste. Ich mag ja seinen Stil, zudem trifft man in der Geschichte auf überraschende Figuren – beispielsweise Lord Byron. Und es gab auch die ein oder andere Szene mit trockenem Humor. :)

Bernhard Hennen hat zwei Stellen aus „Elfenkönigin“ gelesen, was ich nach zwei Wochen ja immer noch irgendwie verarbeiten muss. Leider war gleich die erste eine meiner heulintensiveren, und so musste ich ordentlich kämpfen, um nicht in Tränen auszubrechen (wie peinlich!). Ich muss leider zugeben, dass mir das nicht ganz gelungen ist – zumindest waren es nur ein paar kleine… Aber wie soll ich bei Emerelles Gedanken über Ollowain und Falrach sowie einem Vergleich mit Farbschichten auch meine Fassung bewahren? Unmöglich!

(Ich entschuldige mich für die beiden unscharfen Bilder, eigentlich wollte ich sie euch ja ersparen…)

Als nächstes folgte die beliebte Fragerunde, und es wurden soviele interessante Dinge erzählt, dass ich sicher viel vergessen habe – trotz nächtlicher Notizen.

Christoph Hardebusch wird als nächstes den 3. Sturmwelten-Teil veröffentlichen. Danach kommt etwas ganz neues, noch geheimnisvolles (die Infos dazu müssten aber bald „freigegeben“ werden, der Titel wird wahrscheinlich im Herbst 2010 erscheinen). Es wird auch einen 4. Teil der Trolle geben, aber nicht vor 2011.
Von Bernhard Hennen erscheint als nächstes der Bildband „Elfenwelten“, von dem er zufälligerweise ein Vorabdruck-Exemplar mit hatte, welches rumgegangen ist (und nun muss ich das unbedingt haben, wirklich wunderschön – mit vielen tollen Zeichnungen). 2010 wird von ihm nichts erscheinen, dafür aber 2011 gleich zwei Romane aus der Drachenelfen-Trilogie (der erste spielt vor Emerelles Geburt, im zweiten taucht sie dann auf).

Von Christoph Hardebusch gibt es bei Werkzeugs ja einige Sachen, beispielsweise Shirts und Taschen. Von Bernhard Hennen leider nicht, dafür denkt er schon länger an Zinnfiguren. Der bekannte Künstler hat sich bisher damit herausreden können, dass es zu den Figuren ja keine Bilder gibt – mit „Elfenwelten“ ändert sich das allerdings… Man darf also gespannt sein!

Ein weiteres Thema war das Cover bzw. der Einfluss auf die Covergestaltung. Bei den Elfen-Covern liegen die Rechte gleich bei mehreren Künstlern: Einer lieferte das Schwert, der nächste den Hintergrund – und wieder ein anderer den Schnee auf dem Schwert bei „Elfenwinter“. Und bei „Die Elfen“ war das Schwert an sich auf dem Cover „einfach da“, und während der Arbeit am Buch hat Bernhard Hennen es dann in die Geschichte „reingeschrieben“.
Christoph Hardebusch konnte bei den Sturmwelten-Covern Kritik anbringen, und ein paar winzige Änderungen wurden daraufhin sogar vorgenommen.

Und der Rest folgt als buntes Durcheinander:
Manche Prologe entstehen auf Anraten des Verlages, um den Leser bei einem ruhigen Beginn durch einen actionreichen Prolog zu binden.
Bezüglich einer Übersetzung der Elfen gibt es Verhandlungen mit China und England. Frankreich hatte ein Problem mit der Dicke und hat das Buch in drei Teilen herausgebracht – wobei jeder Teil ca. stolze 20 Euro kostet.
Veränderung der Hörbuch-Szene in den nächsten Jahren, da der neue E-Book-Reader Kindle auch über die Funktion verfügt, vorzulesen.
Das Hörbuch zu „Die Werwölfe“ erscheint im Frühling.
Nach Nuramon wurde diesmal gleich zweimal gefragt.
Beide Autoren lesen keine Bücher deutscher Kollegen, um Ähnlichkeiten zu vermeiden.
John Howe arbeitet am Cover zu „Drachenelfen“.
Und Markus Heitz will trotz aller Warnungen als nächstes eine Space Opera schreiben.

Und dann ging es ans Signieren – bevor ich nervös werden konnte, war ich auch schon dran. Die erste Hürde war das Podest, das mir immerhin bis zum Knie ging. Dann wurde ich von Herrn Hennen mit den Worten begrüßt „Wir kennen uns, aber mir ist der Name entfallen…“. Das liegt auch gar nicht an mir, sondern ist ein generelles Problem mit Namen und Zahlen. Dazu gab es auch eine kleine Geschichte, am Zoll wurde er nach dem Geburtsdatum seiner Tochter gefragt, und wusste nur den Monat – was ihm so peinlich war, dass er rot geworden ist, und beim Erzählen gleich noch mal.
Diesmal hat er mich auch nichts gefragt, was mich etwas verwirrt hat, und fing gleich mit dem Schreiben an. Aber er hat meine Lieblingsfigur noch gewusst, denn meine Ausgabe von „Elfenkönigin“ ziert nun diese Signatur:

Und auch „Die Trolle“ sind nun einmalig geworden, nachdem ich Herrn Hardebusch beim Blättern in „Elfenwelten“ aufgeschreckt habe:

Christoph Hardebusch – Sturmwelten. Unter schwarzen Segeln (Sturmwelten 2)

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Mai 2009
Autorenseite
Verlag: Heyne

Rezension

In der Seeschlacht vor Hequia is es dem Schwarzen Schiff gelungen, allen Verfolgern zu entkommen. Nun soll die Offizierin Roxane nach Corbane zurückkehren, um sich dort vor einem Kriegsgericht zu verantworten, während dem Freibeuter Jaquento der Strick droht. Zudem schickt die Marine von Thaynric Admiral Thyrane aus, um die mysteriösen Vorfälle in der Sturmwelt zu untersuchen. Erst allmählich und mit Hilfe der befreiten Sklavin Sinao und des jungen Maestre Manoel kommt er einem uralten Geheimnis auf die Spur…

Durch das Einstreuen von Infos zum letzten Band war ich schnell wieder in der Geschichte drin, auch wenn die Lektüre von Teil 1 schon etwas her ist. Bei mir kamen nach und nach immer mehr Erinnerungen an Ereignisse und Emotionen hoch, die wohl nicht allzu tief geschlummert hatten.
Das Personal wurde aufgestockt, mit Thyrane gibt es eine neue Hauptfigur und einen weiteren Handlungsstrang. Dafür sind ein paar interessante Nebenfiguren etwas zurückgetreten – was mich natürlich nicht davon abgehalten hat, mir meine Gedanken zu ihnen zu machen. Wie gewohnt wechselt die Erzählperspektive häufig, und nicht selten geschieht dies an spannenden Stellen. Da ich alle Handlungsstränge interessant finde, hat sich meine Ungeduld aber in Grenzen gehalten.

Die Atmosphäre dieser Geschichte war für mich wieder etwas besonderes, wozu sicher auch die gelungenen Schilderungen der Landschaft und der Seegefechte beigetragen haben. Dazu hatte ich oft herrliches Kopf-Kino, was ein angenehmer Ausgleich zu der Spannung und den Geheimnissen war. Zu den Figuren hatte ich einen guten Zugang – es fehlt mir aber immer noch etwas an Tiefe, um so richtig mit ihnen mitfiebern zu können. Was wohl einfach an den vielen verschiedenen Personen liegt.

Dafür hat mir die Darstellung der Magie sehr gefallen. Man erfährt etwas über die Art der Magie, ihre Beschaffenheit und wie sie sich anfühlt. Dabei gibt es sowohl Szenen, die der Ausübung der Magie gewidmet sind, als auch welche zu der Auswirkung des Zaubers. Ich hatte das Gefühl, die Anwesenheit und Macht dieser Magie zu spüren.
Das Ende bietet viele Andeutungen und offenen Fragen, der befürchtete gemeine Cliffhanger blieb jedoch glücklicherweise aus – so dass ich die Wartezeit bis zum nächsten Band gut überstehen sollte.

Christoph Hardebusch – Sturmwelten (Sturmwelten 1)

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Juni 2008
Autorenseite
Verlag: Heyne

Rezension

Seit erstmals Schiffe den gewaltigen Ozean überquerten, spricht ganz Corbane von der Sturmwelt: Ein Reich inmitten der Weltmeere, dessen Schätze, Magie und Gefahren einzigartig sind. Als der junge Adelige Jaquento auf einem Schiff anheuert, um die alte Welt hinter sich zu lassen, kennt er deshalb nur ein Ziel: Er will das legendäre Inselreich entdecken. Doch kaum dort angekommen, gerät Jaquento auf das Piratenschiff Todsünde, dessen charismatischer Kapitän Deguay ihn in eine ebenso faszinierende wie undurchsichtige Welt entführt.

Zur gleichen Zeit nimmt auch das Kriegsschiff Mantikor Kurs auf Sturmwelt-Gewässer. Für die junge Roxane ist es ihr erster Einsatz als Offizierin. Doch schon bald wird die Fahrt von den düsteren Launen des Kaptitäns überschattet, der alles daransetzt, ein mysteriöses schwarzes Schiff zu kapern.
Als schließlich sowohl die Freibeuter als auch die Marine vor der Küste der Sklaveninsel Hequia auf ihre Beute treffen, muss Jaquento eine Entscheidung treffen, von der nicht nur das Schicksal der Inseln abhängt…

Ein Fantasyroman vor nautischem Hintergrund war für mich etwas komplett neues. Ich liebe zwar das Meer, bin in Bezug auf Abenteuerromane aber ein fast unbeschriebenes Blatt. Deshalb war ich auch positiv überrascht, dass ich beim Lesen so wenig Verständnisprobleme hatte – und die meisten davon wurden vom Glossar beantwortet, welches auch viele schiffstechnische Begriffe erläutert. Mir entgingen natürlich Anspielungen auf marinehistorische Bücher, diese waren aber für die Geschichte an sich nicht wichtig, sondern eher ein zusätzlicher Reiz für Kenner.

Der mysteriöse Prolog hat mich fasziniert und kam mir während des Lesens immer wieder in den Sinn. Ich suchte nach möglichen Verbindungen, dadurch sind aber nur noch mehr Fragen entstanden. Überhaupt wurden viele Fragen und Andeutungen in diesem ersten Teil nicht aufgelöst, was die Spannung auf die Folgebände natürlich umso größer macht. Das lässt mich aber nicht unbefriedigt zurück, da man regelmäßig mit neuen Infos angefüttert wurde.

Der Zugang zu den Figuren fiel mir leicht, auch wenn dieser nicht so tief war, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht liegt das auch daran, dass es einfach so viele interessante Personen gibt, die in 4 Erzählsträngen aufeinander treffen. Einige Charaktere blieben meinem ersten Eindruck treu, manche veränderten sich aber auch. Und bei einigen schlummert noch ihre Vergangenheit im Dunkeln, die hoffentlich in den Folgebänden erzählt werden wird. Über manche meiner Lieblingsfiguren wurde (im Vergleich zu anderen) nicht allzu viel geschrieben – und ich bin immer wieder angetan davon, wenn man schon mit wenigen Sätzen eine besondere Verbindung oder Anziehungskraft schaffen kann.

Die Sturmwelten sind sehr abwechslungsreich – es gibt düstere aber auch humorvolle Szenen, verschiedene Handlungsorte und einige Überraschungen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Die gelungenen Beschreibungen der Umgebung haben mir oft tolles Kopfkino beschert, ich konnte zum Beispiel auch das Meer riechen und den Wind spüren.
Neben den Unterschieden zwischen der Marine und den Piraten ging es für mich in diesem Buch auch um Träume, Freiheit und Freundschaft. Außerdem war ich damit beschäftigt, mich in das Magiesystem einzudenken (und mich zu fragen, welches Prinzip dahinter stecken mag) und die vielen Geheimnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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