Fantasywoche

Willkommen …

... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

Phantastik-Autoren-Netzwerk

Blog via E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 21 anderen Abonnenten an

Lesungen auf YouTube:

Online

Users: 10 Guests, 2 Bots

Einträge mit dem Schlagwort Bernd Perplies

Bernd Perplies – In den Abgrund (Magierdämmerung 3)

Gelesen im Oktober 2012
Erscheinungsjahr: 2011
Verlagsseite

Wellington ist es gelungen, die Wahre Quelle der Magie unter seine Kontrolle zu bringen – er verfügt somit über eine Waffe, wie sie die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Holmes und Randolph werden vom Luftschiff des Vatikans aufgesammelt, wo sie neben Misstrauen und Geheimnissen auch die Magieragentin Lionida Diodato erwartet. Kendra und Jonathan sind auf einem geheimnisvollen fliegenden Schiff unterwegs zur Wahren Quelle, um diese mit dem Quellschloss zu schließen und so zu verhindern, dass die Welt im Chaos versinkt.

Ich bin wieder gut in die Geschichte hinein gekommen, auch wenn meine Lektüre der ersten beiden Teile schon länger her war. Zum einen lag das an den noch immer intensiven Eindrücken, die ich dazu im Kopf hatte, zum anderen erleichtern die kleinen eingebauten Hinweise dies auch sehr. Schnell stellte sich wieder die für mich so besondere Magierdämmerungs-Stimmung ein und ich bin einfach nur im Buch versunken.

Gleich zu Beginn gibt es eine sehr überraschende Entwicklung, die mich ein wenig sprachlos gemacht hat und staunend an den Seiten kleben ließ. Und das war nicht die letzte, denn die Geschichte ist gespickt mit ihnen und ich konnte nur sehr wenige Dinge im Voraus erahnen. Dazu kommen wunderbares Kopfkino sowie eine ruhige Erzählweise mit viel Platz für Details und die einzelnen Figuren.

Das Wiedersehen mit manchen Charakteren fühlte sich an, als ob man gute Freunde trifft. Sie sind mir im Verlauf dieser Reihe mit ihren ganz individuellen Eigenheiten und Hintergründen doch sehr ans Herz gewachsen. Aber es gibt auch jemanden, der im zweiten Band nur kurz aufgetaucht ist (und mich da schon so schön angelacht hat), und im dritten Teil zu einer Hauptfigur wurde. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Meine Lieblingsfigur wurde jedoch ein ganz neuer, rätselhafter und auch tragischer Charakter, der mich einfach voll erwischt hat. Ich war ihm völlig hilflos ausgeliefert. ;)

Genauso ging es mir mit diesem Buch: Ich habe förmlich an ihm geklebt, mitgefiebert, mitgelitten, mich um alte und neue Lieblingsfiguren gesorgt. Ein mitreißender, magischer und mehr als gelungener Abschluss einer für mich besonderen Reihe, die mich sehr bewegt und beeindruckt hat.

Ein Blick ins Bücherregal von Bernd Perplies

Und schon geht diese Reihe in die dritte Runde – heute gewährt uns Bernd Perplies einen Blick in sein Bücherregal! :)

© Bernd Perplies

Bernd Perplies, geboren 1977 in Wiesbaden, studierte Filmwissenschaft, Germanistik, Buchwissenschaft und Psychologie in Mainz und arbeitet heute im Deutschen Filminstitut – DIF in Frankfurt am Main. Darüber hinaus ist er freiberuflich als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist tätig, unter anderem für das Rollenspiel-Rezensions-Portal Ringbote.de, das Genre-Magazin „Space View“ und für Pegasus Spiele.

Und jetzt kommt Bernd zu Wort:

Ich behaupte in meiner Autoren-Vita immer wieder gerne, dass ich mit 1000 Büchern und einer tapferen Grünpflanze zusammenlebe (mittlerweile dürften es eher 2000 Bücher und zwei Pflanzen sein, aber das ist ein unwichtiges Detail). Einen kleinen Ausschnitt meiner Sammlung habe ich nun auf Wunsch von Marny einmal abgelichtet.

© Bernd Perplies

Man sieht sofort: Als Konsument liegt mein Schwerpunkt eher auf der Science-Fiction, als auf der Fantasy. Ganz oben – mehr zu erahnen als zu sehen – befinden sich einige im doppelten Wortsinne fantastische Brettspiele, wie das an den Film „Blade Runner“ erinnernde „Android“ von Fantasy Flight Games, mit dem man buchstäblich Stunden (und der Plural darf sehr weit ausgelegt werden) seinen Spaß haben kann. Darunter beginnt meine Sammlung an „Meisterwerken der Science Fiction“, die Heyne seit ein paar Jahren herausbringt und deren Bände ich treu kaufe, auch wenn ich bei Weitem noch nicht alle gelesen habe. Oben rechts steht außerdem eine Original-Kennedy-Space-Center-Tasse, die ich vor gut fünfzehn Jahren bei einem USA-Besuch in Sichtweite der Raketenabschussrampen in einem Souvenirladen erworben habe.

Ein Regalbrett tiefer ruht – unverkennbar – der TIE-Fighter-Prototyp von Darth Vader aus „Star Wars“, das glaube ich einzige Modell, das ich jemals fertig gebaut und mit Farbe versehen habe. Rechts tummeln sich ein paar Zinnminiaturen: eine sehr schön bemalte von einem Freund, der mittlerweile einen Miniaturen-Bemalservice betreibt, zwei eher schäbig bemalte aus meiner eigenen Zeit als Pinselschwinger (sicher zwanzig Jahre her) und drei, die ich nicht einmal angefangen habe. Ihr seht den roten Faden in all dem? In meiner Jugend war ich sehr groß darin, neue Projekte anzufangen. Aber ich habe auch recht schnell das Interesse daran wieder verloren, weil ich etwas Neues, noch Spannenderes entdeckte habe.

Drittes Regalbrett: Meine „Perry Rhodan“-Romansammlung, alles Taschenbücher von Heyne. Den größten Teil davon habe ich gelesen, um sie für verschiedene Rezensionsportale zu besprechen, etwa den „Ringboten“, das „X-Zine“ oder das Portal „Roter Dorn“. Auch schon wieder diverse Jahre her. Davor hat sich eine kleine Gruppe Lego-Soldaten versammelt. Lustig daran: Es handelt sich um die Lego-Version der kleinen grünen Plastiksoldaten aus den „Toy Story“-Filmen. Irgendwie gefiel mir diese Ereigniskette: Aus den Klassikern der Sandkastenzeit jedes Jungen werden Digitalgeschöpfe, die dann wieder als Lizenzprodukte reale Form annehmen. Man beachte die stilechten Basen, auf denen die „Soldätchen“ stehen.

Darunter folgt meine eigene Romansammlung in allen existierenden Varianten, also inklusive der „Weltbild“-Edition von „Tarean“ und der Audible-Hörbuch-Belege. Solange noch Platz besteht (also nicht mehr lange), darf Tad Williams mit seiner großartigen „Schwerter“-Tetralogie mit mir das Regalbrett teilen. Demnächst muss er aber vermutlich umziehen. ;-) In den Ecken zu sehen: Der einzige, wirklich hübsche Preis, den ich jemals gewonnen habe (obwohl in Gold bepinselt, handelt es sich eigentlich um die Silbermedaille des „RPC Fantasy Award“, die mir 2011 für „Magierdämmerung – Für die Krone“ verliehen wurde). Zur Rechten stapeln sich ein paar Autogrammkarten und Aufkleber für die nächste Convention.

Ganz unten wird es etwas unaufgeräumter, weswegen das Regalbrett nur noch im Anschnitt zu sehen ist – *Hüstel*. Der genaue Betrachter erkennt weitere Science-Fiction und Fantasy-Romane sowie ein wenig Promo-Material für Brettspiele.

© Bernd Perplies

Herzlichen Dank, lieber Bernd! :)

Bernd Perplies & Christian Humberg – Schrecken über Bondingor (Drachengasse 13, Band 1)

Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im August 2011

Nacht für Nacht versetzt er die Einwohner von Bondingor in Angst und Schrecken: der Nachtfresser. Er macht sich über Lagerräume her, frisst alles leer und hinterlässt nichts als Chaos. Die drei Freunde Tomrin, Hanissa und Sando hecken einen Plan aus. Sie wollen den Nachtfresser finden und dem Spuk ein Ende bereiten. Dabei entdecken sie, was es mit ihm wirklich auf sich hat…

Die Stadt Bondingor liegt im Königreich Mintaria und ist die Heimat vieler verschiedener Völker, was sich auch in den Namen einiger Stadtteile niederschlägt: Vielvölkerviertel, Feenfeld, Zwergenviertel, Gnomen-Eck und Alvaron, das Elfenviertel. Wir lernen Tomrin (den Sohn des Hauptmanns der Stadtgarde), Hanissa (die Tochter einer Köchin in der Magischen Universität) und Sando (der im Hafenviertel bei dem Zwerg Gump lebt) kennen – und sind auch bei ihrem ersten Zusammentreffen und dem Beginn ihrer Freundschaft dabei.

Mir gefällt, dass die drei gleichberechtigt behandelt werden und man auch ihr Umfeld kennenlernt. Es fällt leicht, sie zu mögen – jeder von ihnen hat bestimmte Fähigkeiten/Eigenschaften, mit denen sie sich gegenseitig ergänzen und so sehr vielseitig sind. Wie die ganze Geschichte, die mich auch einige Male überraschen konnte – obwohl man meint, schnell die Lösung zu wissen. ;)

Es ist ein abenteuerliches, magisches, geheimnisvolles aber auch sehr humorvolles Buch, das mich öfter zum Schmunzeln gebracht hat. Ich mag die Atmosphäre und die lockere Art, mit der die verschiedenen Elemente kombiniert werden. Und Gumps Brandung! Genauso wie die Magische Universität und ihre Bibliothek – da gab es eine Szene, die mich einfach verzaubert hat.

Mit dem ersten Band der Drachengasse 13 hatte ich eine wunderbare Lesezeit, die mich auf die weiteren Teile neugierig macht. Ich konnte mich mit der Geschichte einfach nur wohlfühlen und alles andere um mich herum vergessen.
Und da ich ein Mädchen bin, darf ich das wohl schreiben: Ich fand sie total niedlich!

Bernd Perplies – Gegen die Zeit (Magierdämmerung 2)

Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im März 2011

London 1897. Der Konflikt zwischen den beiden Magierfraktionen des Silbernen Kreises spitzt sich zu. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und hält die Anhänger Dunholms, darunter Jonathan und seine Mitstreiter, gefangen. Diesen läuft die Zeit davon. Die Wahre Quelle der Magie muss unbedingt geschlossen werden, sonst ist die Menschheit dem Untergang geweiht…

Der zweite Teil der Magierdämmerung schließt nahtlos an den ersten Band an und bietet eine temporeiche Geschichte, von der man einfach mitgerissen wird. Ich habe es genossen, wieder diese besondere Stimmung zu spüren und „alte Bekannte“ wiederzutreffen. Es gibt jedoch auch einen neuen Handlungsstrang und einige neue Figuren zu entdecken.

Die Atmosphäre ist düster, aber nicht hoffnungslos. Sie wird auch durch einige humorvolle Szenen aufgelockert, die mich zum Grinsen brachten. Ganz besonders gilt das für den verbalen Schlagabtausch zwischen Randolph und Jupiter Holmes.
Im Vergleich zum ersten Band wird das Tempo deutlich angezogen, es passiert sehr viel – vor lauter Spannung und Action weiß man manchmal gar nicht, um wen man am meisten bangen soll. Es gibt aber auch ruhige Momente, in denen man etwas Luft holen und so einige Überraschungen verarbeiten kann.

Neben den liebevoll ausgearbeiteten und gut durchdachten Charakteren haben mich aber auch die vielen Bilder beeindruckt, die vermittelt wurden. Stimmungsvoll, intensiv und abwechslungsreich – einfach perfektes Kopfkino!
Das Buch hat mich mitgerissen, berührt und auch etwas leiden lassen. Denn die Figuren werden nicht geschont, und dummerweise hänge ich ja immer sehr an liebgewonnenen Protagonisten und fiebere so richtig mit …

Bernd Perplies – Für die Krone (Magierdämmerung 1)

Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im Januar 2011

London 1897. Eines Nachts findet der junge Reporter Jonathan Kentham in einer Gasse einen sterbenden Mann. Dieser übergibt ihm einen Ring, der Jonathans Leben grundlegend verändern soll. Unfreiwillig wird er in den Kampf rivalisierender Magier hineingezogen. In den Ruinen des untergegangenen Atlantis wurde ein uraltes Siegel gebrochen und die Wahre Quelle der Magie geöffnet. Die ganze Welt droht im Chaos zu versinken…

Im Prolog erleben wir mit, wie Atlantis gefunden und die Wahre Quelle der Magie geöffnet wird – dabei hatte ich so einige Bilder aus der Verfilmung von „20.000 Meilen unter dem Meer“ vor Augen. Diese veränderten sich nach dem Brechen des Siegels jedoch schnell, die chaotische Magie wirkt wie eine Urgewalt und hat weitreichende Auswirkungen. Vieles verändert sich, und bei einer ganz direkt betroffenen Person bin ich fast an die Grenzen meiner Phantasie gestoßen – das Ergebnis war auf jeden Fall eine ziemlich gruselige Erscheinung.

Schnell erlag ich der besonderen Atmosphäre dieser Geschichte, die sehr abwechslungsreich und lebendig auf mich wirkte. Man spürt die Lebensweise der damaligen Zeit und taucht tief in die geheimnisvolle Welt der Magier ein. Dabei ist es von Vorteil, zwei Magie-Anfänger unter den Protagonisten zu haben – denn so erhält auch der Leser nach und nach einen Einblick in das Wesen dieser speziellen Magie.

Die Charaktere sind sehr individuell und es macht Spaß, einige von ihnen näher kennenzulernen. Verglichen mit den meisten anderen Figuren wirkt Jonathan etwas blass, aber immerhin wird er in diese ihm fremde Welt geworfen und muss sich erstmal zurechtfinden. Ich bin mir sicher, dass er sich da noch entwickeln und seinen ganz eigenen Weg finden wird. Einige der Protagonisten habe ich schon sehr ins Herz geschlossen, neben Jonathan vor allem Randolph und die McKellens. Und natürlich Nevermore und Watson!

Ich bin mit recht großen Erwartungen an das Buch herangegangen, da mir die Tarean-Trilogie so gut gefallen hatte. Insgeheim fürchtete ich sogar, dass dies ein Fehler sein könnte. War es aber nicht, denn meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen! Diese Geschichte ist ganz anders, und doch gibt es hier viele Dinge, die mir bereits bei „Tarean“ sehr gefallen haben: Die detaillierten Beschreibungen, die auch für wunderbares Kopf-Kino sorgen. Individuelle Figuren, mit denen man so richtig mitfiebern kann. Einprägsame Szenen, die mich noch länger begleiten. Freundschaften! Und natürlich der Reiz, ganz wild zu spekulieren…

Der erste Teil der Magierdämmerung war für mich ein absolutes Wohlfühlbuch, in das ich gedanklich auch jetzt (fast 2 Bücher später) noch öfter zurückkehre. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, muss mich während der Wartezeit jedoch glücklicherweise nicht über einen gemeinen Cliffhanger ärgern.
Einen Nachteil hat das Buch jedoch: Die Messlatte für die folgenden Lektüren liegt nun sehr hoch!

Einstimmung auf die Magierdämmerung…

Auf der Website von Bernd Perplies kann man sich nun die Karten von London und Europa anschauen, die in den Klappen der Magierdämmerung-Bücher zu finden sein werden.
Wer sich jetzt auf die Bücher und das Jahr 1897 einstimmen möchte: klick.

[Bernd Perplies] Audio-Lesung

Hier kann man sich einen Auszug aus dem 6. Kapitel von „Tarean. Ritter des Ersten Lichts“ anhören, den Bernd Perplies eingelesen hat.

Diese Stelle war eigentlich für die Lesung auf der Buchmesse Leipzig geplant, jedoch wurde sie ein Opfer einiger Spoiler und durch eine Szene aus dem zweiten Teil „Tarean. Erbe der Kristalldrachen“ ersetzt. Und so sollte man auch hier die beiden ersten Teile kennen, wenn man nicht auf Spoiler treffen möchte…

Bernd Perplies – Tarean. Ritter des Ersten Lichts

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Januar 2010
Verlagsseite

Im Herzen Nondurs erwacht eine uralte Macht, die eine Gefahr für ganz Endar darstellt und alles Leben zu vernichten droht. Tarean erhält von der Drachin Kesrondaia den Auftrag, die letzten Überlebenden des Kristalldrachenordens zu sammeln. Denn nur mit vereinten Kräften können die Kristalldrachen und ihre Ritter das wiedererwachte Böse in seine Schranken weisen…

Der dritte Teil der Tarean-Trilogie hatte mich schnell wieder gepackt und sorgte dafür, dass ich in jeder freien Minute nach Endar reiste. Der Aufenthalt dort fühlte sich ein wenig wie nach-Hause-kommen an, auch wenn es natürlich reichlich neues zu entdecken gab.
In der Geschichte gibt es verschiedene Handlungsstränge, da sich die Gefährten trennen müssen – außerdem wird man durch die Erzählperspektive von General Jaular immer wieder mitten in den Kampf gegen die Dunkelheit geführt.

Überhaupt tauchen einige neue Hauptfiguren auf, seien es nun bereits bekannte frühere Nebendarsteller oder völlig neue Personen. Die Ereignisse werden daher aus den verschiedensten Blickwinkeln geschildert, was auf mich sehr abwechslungsreich und lebendig wirkt.
Die Atmosphäre ist oft unheimlich und von der Bedrohung durch die Dunkelheit geprägt, die alles Leben vernichten will. Es geht aber auch immer um Freundschaft und Vertrauen, diese Werte machen Hoffnung und bilden mit ruhigen und auch mal humorvollen Szenen einen Gegenpart zu den dramatischen und actionreichen Erlebnissen.

Neben den intensiven Bildern, die sowohl wunderschön als auch alptraumhaft sein konnten, gefallen mir auch besonders die Beschreibungen der Landschaft und die Liebe zum Detail. Dadurch kann ich so richtig tief in dieser Welt versinken und sie mir leicht sehr real vorstellen. Die Zeichnung der Figuren finde ich ebenfalls gelungen, denn im Lauf der Geschichte taucht man noch tiefer in die Hauptcharaktere ein und verfolgt deren innere Konflikte. Auch wenn ich natürlich meine Lieblinge habe, ist mir doch jeder so ans Herz gewachsen, dass ich ihn nicht hätte missen wollen.

Das Ende war für mich dann völlig überraschend, gleichzeitig wunderschön und sehr passend. Und nach all der Anspannung und den Sorgen lässt es einen einfach nur glücklich und gerührt zurück.
Ich hoffe, man merkt meiner Rezension wenigstens einen kleinen Teil meiner Begeisterung an. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, immerhin hat die erste Riege meiner Lieblingsautoren nun Zuwachs bekommen.

Bernd Perplies – Tarean. Erbe der Kristalldrachen

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Januar 2010
Verlagsseite

Tarean weilt als Gast der Vogelmenschen in den Wolkenbergen, als er einen Hilferuf erhält, der ihn gemeinsam mit dem Irrlicht Moosbeere und Prinz Iegi zurück zu den Ruinen von At Arthanoc bringt. Dort finden die Gefährten in einer von Magie verborgenen Höhle einen eingekerkerten Kristalldrachen. Um ihn und seinesgleichen zu befreien, muss Tarean in die fernen Glutlande aufbrechen, wo sich der Eingang zu den sagenhaften Dunkelreichen befinden soll. In dieses Reich haben der Herr der Tiefe und sein Schüler, der Hexenmeister Calvas, vor hundert Jahren die Kristalldrachen verbannt. Tarean steht eine weitere Reise voller Gefahren bevor…

Der zweite Teil der Tarean-Trilogie wirkt von Anfang an viel reifer und tiefgründiger als Band eins. Man spürt die Ecken und Kanten der einzelnen Figuren deutlicher, außerdem stellt sich Tarean auch unbequemen Dingen und macht sich überhaupt mehr Gedanken. Der geheimnisvolle und spannende Prolog befördert einen direkt in die Geschichte, so dass auch ich mir schnell den Kopf über Verbindungen, Hintergründe und Möglichkeiten zerbrach.

Es ist beeindruckend, was für tolle und detaillierte Bilder mir mein Kopfkino bescherte – sei es nun bei Beschreibungen von Landschaften, Wesen oder bestimmten Szenen. Ich konnte völlig in der Welt von Endar versinken, um die Gefährten bangen und mit ihnen hoffen. Gut gefallen hat mir auch die abwechslungsreiche Mischung, es gab sowohl actionreiche als auch ruhige Szenen. Und natürlich die unterschiedlichsten Wesen, wobei ich diesmal besonders die Kristalldrachen erwähnen muss – ich war nie ein großer Fan von Drachen, aber diese haben mich begeistert (übrigens erst das zweite mal, dass mir Drachen gefallen, und daher schon einer besonderen Erwähnung wert).

Neben den tollen Bildern und der Vielzahl an Ideen zählen für mich die Figuren und der besondere Wert der Freundschaft zu den Highlights dieses Buches. Man lernt die verschiedenen Charaktere sehr genau kennen, ihre Eigenarten und Beweggründe werden detailliert geschildert. Dabei wächst einem jede Figur ans Herz, auch wenn ich natürlich weiterhin meine Lieblinge hatte, um die ich mich besonders gesorgt habe. Jedoch möchte man von den anderen auch niemanden missen, schließlich sind sie im Verlauf der Geschichte von Bekannten zu guten Freunden geworden.

Bernd Perplies – Tarean. Sohn des Fluchbringers (Tarean 1)

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Mai 2009
Verlagsseite

Vor sechzehn Jahren wurden die westlichen Reiche Endars vom Bestienheer des Hexenmeisters Calvas überrannt. Bei dem Versuch, den Hexenmeister aufzuhalten, machte sich der Ritter Anreon von Agialon unwissentlich zu dessen Komplizen, und sein Name ist seither mit einem Fluch beladen. Seitdem wünscht sich Anreons Sohn, der junge Tarean, nichts sehnlicher, als den Namen seines verstorbenen Vaters reinwaschen zu können. Und eines Tages zieht er los, um bewaffnet mit dem magischen Schwert Anreons den Hexenmeister für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen. Es wird ein Weg voller gefährlicher Abenteuer. Aber er trifft auch neue Freunde an den ungewöhnlichsten Orten – das Irrlicht Moosbeere, die Albin Auril und der Werbär Bromm -, die ihm zur Seite stehen und mit ihm bis nach At Arthanoc, zur Festung des Hexers reisen…

Der düstere und für mich ungewöhnlich lange Prolog hat mich förmlich in die Geschichte geschleudert. Trotz der detaillierten Schlachtbeschreibungen gab es auch kleine Einblicke in den ein oder anderen Charakter, wobei vor allem die Gedanken und Gefühle Anreons deutlich wurden.
16 Jahre später treffen wir auf den Sohn des Fluchbringers, dessen Darstellung ich dem Alter entsprechend und angenehm „normal“ empfand. Mit jugendlichen Helden tue ich mich oft schwer, auch weil sie mir meist zu oberflächlich und glatt sind. Aber Tarean ist da ein wenig anders – aufgrund seiner beschriebenen Gedanken, Gefühle und Schwächen wirkt er auf mich sehr menschlich.

Mit einer Vorliebe für lange Sätze und einigen schönen Bildern wird diese abwechslungsreiche Welt detailliert dargestellt. Ich hatte oft wunderschöne, klare Bilder im Kopf – und an manchen Orten wäre ich gern noch etwas länger geblieben, um sie zu erkunden und besser kennen zu lernen. Der Ideenreichtum bezüglich der verschiedenen Wesen und Objekte hat mich überrascht und für viel Abwechslung gesorgt. Manches davon kam mir bekannt vor, wurde aber zu etwas neuem und individuellem zusammengesetzt. Besonders faszinieren mich da die Steinwesen, Vogelmenschen und Luftschiffe.

Tareans Gefährten sind sehr unterschiedlich, sowohl was ihre Charaktere als auch die einzelnen Fähigkeiten betrifft. Daher sollte dort auch für jeden mindestens eine besondere Figur dabei sein, mir haben es ja Auril und Iegi angetan.
Die Magie taucht auf vielfältige Weise auf – es gibt die Macht des Hexenmeisters, die Magie der Alben, magische Schwerter, Wolfszauberer, …
Das Ende ist abgeschlossen, auch wenn natürlich ein paar Fragen offen bleiben. Vor allem hat mich die Geschichte so gepackt, dass ich am liebsten sofort mit dem zweiten Teil der Reihe anfangen würde…

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

Leser-Navi mit Herz: Bücherblogs

Archiv

Blog-Verzeichnis

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogverzeichnis
Bloggeramt.de
Blogverzeichnis
Blog Suche
Blog Verzeichnis
tauschen