Erscheinungsjahr: 2012
Gelesen im August 2014
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Ronar hat seinen Platz im Volk der Elthen gefunden und eine besonders innige Beziehung zu seiner kleinen Ziehschwester Mané aufgebaut. Es gibt allerdings jemanden, dem der Verlauf der Ereignisse nicht gefällt und der mächtig genug ist, um die Zeit zurück zu drehen. Bevor die Welt in Schwärze und Vergessen versinkt, schafft es Athanian noch, seiner Tochter drei Ähren in die Hand zu legen, damit sie den Rückweg finden. Die Geschichte beginnt wieder am Anfang und Ronar muss sich an sein wahres Ich erinnern, wenn er nicht alles verlieren will.

Kaum habe ich mich über Ronars Selbstbewusstsein und Athanians Stolz auf ihn gefreut, da wird auch schon an der Zeit herumgespielt und wir landen wieder ganz am Anfang. Ronar ist wieder der unsichere Ziehsohn des Schmieds, der wegen seiner Andersartigkeit so manches einstecken muss. Aber vieles ist auch anders, es ist keine Wiederholung der bisherigen Vergangenheit. Es gibt ganz neue Ereignisse – und Figuren, die sich sehr verändert haben und für einige Überraschungen sorgen. Ronar selbst handelt auch anders und beeinflusst dadurch andere Schicksale.

Die Karten wurden also völlig neu gemischt und auch die Zeit ist nicht mehr das, was sie einmal war. Aus Athanians alter Freundin ist eine unberechenbare Gegnerin geworden. Manche Veränderungen haben mich fast zum Weinen gebracht, weil liebgewonnene Figuren plötzlich ganz anders waren. Oft war ich aber auch einfach nur verblüfft – und manchmal sogar froh über die neuen Entwicklungen. Dadurch fand ich diese Geschichte auch sehr spannend, denn alles war irgendwie anders und überraschend. Außerdem habe ich mich fast die ganze Zeit um meine Lieblingsfigur gesorgt, da habe ich ja immer ein „glückliches“ Händchen. ;)

Das Buch hat mich emotional mitgerissen, ich hatte wunderbares Kopfkino und konnte viele intensive Eindrücke mitnehmen. Die poetische Sprache habe ich sehr genossen, sie hat mit dafür gesorgt, dass ich mich beim Lesen so wohl gefühlt habe. Mir haben auch die eingestreuten Weisheiten gefallen, die nie belehrend wirkten sondern einfach ein Teil der Figuren waren und zur Entwicklung der Geschichte passten. Da gab es einige Dinge, die mir wieder bewusst geworden sind. Und eine bestimmte Szene, an die ich denken muss, wenn ich mich mal wieder als zu anders empfinde …

Der letzte Teil der Ronar-Trilogie hat mich glücklich und sehr berührt zurück gelassen. Ich habe mich so gefreut, Zeit mit den einzelnen Völkern zu verbringen, denn auch wenn mich mit den Elthen etwas Besonderes verbindet, so finde ich die Rilten und Anen doch nicht weniger reizvoll. Mir gefällt, dass in dieser Geschichte gezeigt wird, wieviel Einfluss die eigenen Entscheidungen haben – nicht nur auf das eigene Leben, sondern auch auf das anderer. Es ist nichts in Stein gemeißelt, sondern alles im Wandel. Und diese Reihe ist auch wieder ein schönes Beispiel dafür, dass man auch aus Fantasygeschichten einiges für das eigene, ganz reale Leben ziehen kann. ;)

Reihenfolge:

  1. Ronar
  2. Ronar. Zwei Welten
  3. Ronar. Drei Ähren
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