Carsten Polzin (Hrsg.) – Das Fest der Elfen
Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Dezember 2009
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In vereisten Tälern, dunklen Nächten und winterlichen Reichen verbergen sich magische Geheimnisse hier begehen Elfen, Dämonen und Zauberer ihre höchsten Feste, und Helden finden in verschneiten Welten ihr Schicksal. Die beliebtesten phantastischen Autoren widmen sich mit Originalerzählungen den nachdenklichen, turbulenten und ungewöhnlichen Seiten der Weihnachtszeit.
Diese Anthologie bot mir nur eine magere Ausbeute und hat mich ziemlich enttäuscht. Elfen kommen nur spärlich vor – auch wenn ich jetzt nicht in jeder Geschichte welche erwartet hatte, so doch eindeutig mehr als ich bekommen habe. Und dann die Storys… Mir haben nur zwei wirklich gut gefallen, es waren wohl auch zu viele “böse” Geschichten und Science Fiction für meinen Geschmack dabei.
Mike Shultz – Der Elf, der Weihnachten stahl
Science Fiction ist ja eigentlich gar nicht so meins, von daher war ich anfangs auch ein wenig irritiert. Und diese ganzen technischen Dinge waren eher Stimmungskiller. Trotzdem musste ich einmal laut lachen (Stichwort: Mac), und die Story las sich sehr flüssig. Inhaltsmäßig sicher kein großer Geniestreich, von daher bekommt dieser Beitrag auch bestenfalls nur ein “nett” von mir – im leider nicht so positiven Sinn.
Marliese Arold – Die Tränensammlerin
Ich musste mich erstmal an die emotionslosen Elfen gewöhnen, aber diese Darstellung ist ja auch ein wichtiger Teil der Geschichte. Es geht hier um Ausgrenzung, Gefühlskälte und der Suche nach sich selbst bzw. seinem Zuhause. Zwar nicht wirklich weihnachtlich, aber zumindest winterlich.
Wunderschön, melancholisch und in einem tollen Stil geschrieben. Nach den ersten Sätzen war ich bereits mitten in der Story, und auch Liliane stand mir sehr nah. Ich bin eindeutig ein Mensch. Und Tränensammler würden bei mir reiche Beute machen…
Tobias O. Meißner – Das Fest der Elfen
Hach, das nenn ich mal Elfen! Wahrlich mysteriös, mit einer ganz eigenen Ausstrahlung. Und bewaffnet mit (fehlenden) Worten und dem wunderschönen Elfenbogen. Der Gesang, die Lichter, der Baum – ich bin wirklich bezaubert worden.
Und natürlich das Fest der Vergebung – eine Verknüpfung zu Weihnachten, auch wenn der Grund für den Austausch von kleinen Geschenken ein anderer ist. Aber durchaus eine Überlegung wert…
Die Ausdrucksweise von Hrengo hat mir aber auch gut gefallen, man könnte sie fast melodisch nennen. Oft musste ich bei seinen Sätzen auch lächeln – es ist toll, seinem Spiel mit den Worten zu folgen.
Julia Conrad – Weihnachtseinkauf
Eine (auch für eine Kurzgeschiche) kurze und recht böse Geschichte, zu der ich keinen Zugang gefunden habe.
Thomas Plischke – Zwei müssen zurück
Diese Geschichte hatte etwas, auch wenn sie ebenfalls eher von der “bösen” Sorte war. Eine überraschende Story, keine meiner Vermutungen hat überlebt. Aber das Ende gefällt mir – ab nach China!
Will Elliot – Mrs. Claus
Hier geht es mal um die Frau des Weihnachtsmanns, die einen subtilen Plan ausheckt um ein paar Dinge im Weihnachtsgeschäft zu ändern. Auch wieder eine etwas “böse” Geschichte, aus der man allerdings mehr hätte machen können. Ich musste mich schon etwas zwingen, diese Geschichte auch zu Ende zu lesen.
John Christopher – Weihnachtsrosen
Eine interessante Geschichte um einen Raumfahrer zwischen Mond und Erde, der einem Freund einen Weihnachtsbaum mitbringen will. Aber auch über Vorschriften – und Rosen, die Hoffnung erwecken. Das Ende hat mich nicht überrascht, aber doch ein wenig nachdenklich gemacht. Leider wieder Science-Fiction, einfach nicht so meine Welt…
Jeff Carlson – Weihnachtliches Feuer
Nochmal Science Fiction, und diesmal konnte mich die Story überhaupt nicht reizen. Trotz einem irischen Indianer musste ich mich förmlich dazu zwingen, die Geschichte auszulesen. Überhaupt nicht weihnachtlich, dafür krimi- und actionlastig.
Markolf Hoffmann – Der dunkle Hof lässt bitten
Die Auseinandersetzung zwischen schwarzen und lichten Elfen klang zuerst interessant, ebenso der geschlossene Pakt. Hauptsächlich ging es jedoch um die Gier nach den Weihnachtskugeln der Menschen, da hätte ich irgendwie mehr erwartet.
Dan Wells – Gloria
Ein Briefroman als Kurzgeschichte, in der man in seelische Abgründe blickt. Hier bekommt man so gar nichts phantastisches, sondern einen Psychothriller. Trotz unheimlicher Atmosphäre für mich eindeutig am Thema vorbei…
Richard Schwartz – Soltaine
Eine durchaus nette Geschichte aus der Welt von Askir, jedoch können sie wohl nur Askir-kundige ganz verstehen. Ich mochte zwar die Atmosphäre und das Ende, blieb aber irgendwie unbefriedigt zurück, weil ich einige Anspielungen nicht nachvollziehen konnte. Ein paar winzige Erläuterungen hätten da schon sehr geholfen…












