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Maxime Chattam – Alterra. Die Gemeinschaft der Drei

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Dezember 2009
Verlagsseite

Ein Orkan bricht über New York herein. Innerhalb weniger Stunden versinkt die Stadt in Eis und Schnee. Aus der Dunkelheit, die folgt, schießen blaue Blitze hervor. Als sie verschwunden sind, ist die Welt eine andere geworden: gefährlich und wild, ohne Technik und Zivilisation – und ohne Erwachsene. Übrig sind nur die Kinder, unter ihnen Matt, Tobias und Ambre. Gemeinsam machen sie sich auf in ein unglaubliches Abenteuer…

Am Anfang des ersten Teils der Alterra-Trilogie lernen wir die Freunde Matt und Tobias in ihrer gewohnten Umgebung kennen. Diese verändert sich nach dem Orkan jedoch tiefgreifend – sie erwachen in einem scheinbar menschenleeren New York ohne Technik und Erwachsene.

Die Hauptfigur Matt war mir schnell sympathisch, wozu sicher auch seine eher ernsthafte Art beitrug. Seine Reaktion auf diese plötzlich so andere Welt konnte ich leicht nachvollziehen – die Ängste und Fragen genauso wie seine Entscheidungen und Überlegungen. Zusammen mit Tobias sucht er nach Antworten, Menschen und seinem Platz in dieser neuen Welt. Denn mit dem Verschwinden gewisser Dinge hört diese Veränderung nicht auf, es betrifft die ganze Erde – mit allem, was auf ihr lebt.

Bereits auf den ersten Seiten hatte mich diese Geschichte gefangen genommen, und entwickelte besonders nach dem Sturm einen immer größeren Sog. Die abwechslungsreiche Atmosphäre bot sowohl unheimliche, bedrückende aber auch hoffnungsvolle Momente. Es geht um Entdeckungen und Hintergründe, Fragen und Antworten, Verschwörungen und Freundschaften. Natürlich bleibt noch einiges offen, sonst wäre die Spannung auf die weiteren Bände ja dahin – aber zumindest sieht man nun ein paar Dinge klarer, auch den weiteren Weg der Gemeinschaft der Drei.

Mir gefällt auch die Tiefe der Geschichte. Man lernt die Hauptfiguren gut kennen, es wird einiges hinterfragt und nicht einfach so hingenommen. Und nicht zuletzt bringt es einen dazu, sich Gedanken über unseren rücksichtslosen Umgang mit der Natur zu machen – und wie es aussehen könnte, wenn diese sich eines Tages gegen die Menschheit wendet, wovon wir durch Naturkatastrophen ja schon den einen oder anderen Vorgeschmack bekommen haben. Aber lernen wir daraus?

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