Amber Kizer – Meridian. Dunkle Umarmung
Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Oktober 2009
Wenn kleine Tiere spüren, dass der Tod nah ist, suchen sie Meridians Nähe, um an sie gekuschelt zu sterben. Das war schon immer so, seit Meridian geboren wurde, und sie macht sich längst keine Gedanken mehr darüber. Doch an ihrem 16. Geburtstag ist plötzlich etwas anders: Als vor Meridians Haus ein schwerer Unfall passiert, empfindet das Mädchen den Schmerz der Sterbenden am eigenen Leib – und entgeht selbst nur knapp dem Tod. Jetzt erst erfährt sie die Wahrheit: Sie gehört zu den Fenestras, die den Seelen der Verstorbenen das Fenster zum Himmel öffnen können. Ihre Gabe ist nun voll erwacht und bringt Meridian in größte Gefahr, denn die Fenestras haben dunkle Gegenspieler…
In dieser Geschichte ist der Tod stets gegenwärtig, er begleitet Meridian bereits ihr ganzes Leben lang – sie kennt es gar nicht anders. Ihre Eltern versuchen sie zu trösten, aber Meridian spürte ihre Angst, Sorge und auch Ekel. Sie ist anders als die anderen, und erst bei ihrer Tante erfährt sie den Grund dafür: Sie ist eine Fenestra, ein Engel mit menschlicher DNA, der die Seelen Verstorbener ins Jenseits geleiten kann. Und Meridian muss schnell lernen, ihre Gabe zu beherrschen, denn ihre Tante wird bald sterben – und die Gegenspieler der Fenestrae werden immer mächtiger.
Es herrscht eine passende düstere Atmosphäre, für die man in der richtigen Stimmung sein muss. Zumindest war das bei mir so, normalerweise lese ich solche dunklen Geschichten nämlich gar nicht. Glücklicherweise werden die meisten Todesfälle nicht allzu detailliert beschrieben – trotzdem gab es ein paar Szenen, bei denen ich erstmal schlucken musste.
Diese bedrückende, spannende und auch berührende Geschichte konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Der Schreibstil ist flüssig und bietet eine schöne Sprache, die ich sehr genossen habe. Dazu kommen noch sympathische Hauptfiguren, die Wölfin Custos, ein Hauch Romantik und einige Geheimnisse. Daher konnte ich mich von diesem schön ausgestattetem Buch nur schwer trennen – und die letzte Seite kam mal wieder so plötzlich. Nur gut, dass der Schluss auf eine Fortsetzung hoffen lässt!
Erster Satz
Die Insekten waren die Ersten, die zu mir kamen; am Morgen, nachdem meine Eltern mich aus dem Krankenhaus nach Hause brachten, mussten sie tote Ameisen aus meinem Tragekörbchen entfernen.
















Obwohl Dunkelheit und Bedrückung sonst eher nicht auf meinen Leselisten stehen, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Für Jugendliche war eigentlich alles dabei – auf für Ältere klar
Ich hoffe ebenfalls auf eine Fortsetzung und darauf, dass wir nicht so lange darauf warten müssen.
gibt es denn jetzt schon eine Fortsetzung?
Ich fand das Buch total toll!!
Nur war das Ende komisch!
Es kam so plötzlich!!
Tens hat das Versteck so müselig aufgebaut und dann wird es so schnell gefunden.Klar, heißt nicht, dass wenn er das “mühsam” aufbaut, dass es auch “toll” (?) sein muss.
aber ich glaube er behauptete auch, dass das ein prima Versteck sei.
Klar, sonst würde er wahrscheinlich nicht dort seine Zelte aufschlagen.
Könnte ja aber auch sein, dass sie (Tens uns Meridian) die (wie hießen die noch gleich…?) “Bösen” unterschätzt haben.
Ach, ich laber hier schon wieder total verwirrendes Zeug.