Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im August 2011

Der Student Darian führt ein ganz normales, komfortables Leben in London. Bis ihm auf einer Reise in die schottischen Highlands seine Kommilitonin Mia sein wahres Schicksal enthüllt: Darian ist der Erbe des Thrones von Albany, einer fantastischen Parallelwelt. Vor 25 Jahren fiel seine ganze Familie einer Verschwörung zum Opfer, er selbst wurde durch ein magisches Portal nach London in Sicherheit gebracht. Jetzt soll er sein Erbe antreten. Doch schon den Übertritt nach Albany wollen Darians Feinde um jeden Preis verhindern, und bald führt der junge König einen verzweifelten Kampf um seinen Thron – und um seine große Liebe …

Wir lernen Darian als einen verwöhnten, etwas oberflächlichen jungen Mann kennen, der von seinem wohlhabenden Adoptivvater geprägt wurde und scheinbar alles hat. Als Mia ihm seine Herkunft und Bestimmung offenbart, muss er sich zwischen zwei Welten entscheiden – aber auch zwischen einem komfortablen Leben und einem kompletten Neuanfang. Darian entwickelt sich im Verlauf der Geschichte weiter, wird aber nicht zum Überhelden sondern muss noch viel lernen – und ganz unten ankommen, ehe er an sich selbst wachsen kann. Durch seine Gedanken spürt man deutlich die immer größer werdende Verzweiflung, welche nach und nach auch bei mir Einzug hielt. Anfangs hätte ich ihn gerne öfter mal geschüttelt, doch irgendwann wurde die Traurigkeit über seine sehr realistisch dargestellte Situation einfach übermächtig. Was mich natürlich nicht davon abgehalten hat, weiter zu hoffen und wild zu spekulieren.

Mit dem Buch habe ich mich sehr wohl gefühlt – das begann schon mit dem ersten Satz und der Erwähnung von uralten knorrigen Bäumen. Ich wurde von der mystischen Atmosphäre verzaubert und durfte viele verschiedene Wesen kennenlernen: Baumgeister, Heidefeen, Nachtnymphen, Sumpfnyaden – aber auch Elfen, Zwerge, Drachen und eine Banshee. Einen besonderen Platz in meinem Herzen haben allerdings die Nebelhexen eingenommen, welche ganz anders als erwartet waren und vielleicht auch deshalb einen so intensiven Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Ich musste einfach jede freie Minute zum Lesen nutzen, da mich die Welt von Albany sehr fasziniert und auch in der restlichen Zeit nicht losgelassen hat. Außerdem gab es so viele lieb gewonnene Wesen und Charaktere, von denen ich mich einfach nicht trennen wollte. Ein Buch, das mich mit Haut und Haaren erwischt hat. Und eine Autorin, die mir mal wieder eine wunderbare Lesezeit und viele Lieblingsfiguren beschert hat.

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