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Heide Solveig Göttner – Die Königin der Quelle (Die Insel der Stürme 3)

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Oktober 2009
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Krieg droht zwischen dem Süden und dem Norden der Insel. Die Gefährten Jemren und Gorun, Beschützer der magischen Lillia, wollen die Schlacht um jeden Preis verhindern. Denn die Prophezeiung vom Verlorenen Kind besagt, dass der Krieg das Ende der Menschenwelt herbeiführen wird. Jemren bleibt als einzige Hoffnung, Lillias Volk zu finden. Die Verbündeten brechen in die Berge auf, doch der Feind ist ihnen auf der Spur. Es erweist sich, dass Lillias Geheimnis der Schlüssel zur Rettung sein wird – wenn die verfeindeten Völker nicht zuvor die Insel mit blindem Hass in den Untergang treiben.

Der Abschluss der Trilogie um “Die Insel der Stürme” entführt uns erneut in ein zerrissenes Land voller Auseinandersetzungen und Misstrauen. Diesmal erweitert sich die Geschichte noch um die Ebene der Götter und des Glaubens. Wir begleiten Amra, Gorun und Jemren bei ihrer rätselhaften Reise und der Aufgabe, Lillia wieder nach Hause zu bringen und somit die Prophezeiung zu erfüllen. Dabei ist alles im Wandel und so manch eine starre Rolle wird abgelegt.

Das Buch beginnt sehr mystisch und betont so, dass die Götter in diesem Teil eine größere Bedeutung haben als bisher. Dabei spürte ich gleich wieder die besondere Atmosphäre, die diese Reihe ausmacht – und wurde mitgerissen, da ich bereits auf den ersten Seite um eine liebgewonnene Figur bangen musste (und hier meine ich ausnahmsweise einmal nicht Jemren).

Die liebevoll gezeichneten Charaktere sind vielschichtig angelegt und wirken aufgrund ihrer Motive und Emotionen sehr real. Darunter findet sich niemand, der rein “gut” oder “böse” ist, außerdem bleiben alle Handlungen für mich nachvollziehbar. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven erhält man nicht nur ein runderes Bild der Ereignisse, sondern die einzelnen Figuren werden auch aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Dadurch konnte ich mit vielen Personen so richtig mitfiebern, und selbst Gorun ist mir hier ans Herz gewachsen.

Das Ende überraschte mich, wie so einiges in dieser Geschichte. Es war unvorhergesehen aber doch so passend! Dazu noch Jemrens Plan, um die Freiheit des Nordens zu sichern – und der Epilog bietet einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der Insel und hinterlässt ein gutes Gefühl.

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