Thomas Finn – Weißer Schrecken
Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im Dezember 2010
Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten … Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet.
Dieser Roman hat eine mysteriöse Grundstimmung – von Anfang an passieren Dinge, die man sich nicht erklären kann. Im Verlauf der Geschichte nehmen diese unheimlichen Ereignisse zu, die Atmosphäre wird intensiver und bedrohlicher. Man versucht die Ereignisse, Andeutungen und einzelnen Verbindungen zu einem großen Ganzen zusammenzufügen – und ist schneller als man denkt wild am Spekulieren!
Bis auf ein paar wenige Szenen, die mir etwas zu grausam waren, fand ich den Grusel-Faktor angenehm. Nicht blutig, sondern schaurig und sehr fesselnd. Damit ist es auch für zarter besaitete Gemüter wie mich sehr geeignet. Außerdem gefällt mir die mythische Seite auch sehr – die ganzen dezent eingestreuten Sagen und Bräuche rund um den Nikolaus, Ruprecht, Perchta und die wilde Jagd.
In die 5 Freunde konnte ich mich größtenteils leicht hineinversetzen, nur bei einer Figur hatte ich manchmal Schwierigkeiten, die ein oder andere Handlung so ganz nachzuvollziehen. Die Charaktere wirkten auch aufgrund der beschriebenen Gefühlswelt sehr realistisch und vor allem menschlich auf mich.
Die Geschichte hinterlässt bei mir einen absolut runden Eindruck, auch wenn vieles offen gelassen wurde. So wirkt das Buch aber auch noch länger nach, denn über einige Dinge werde ich sicher noch öfter nachdenken und mir detaillierte Entwicklungen oder Möglichkeiten vorstellen.
Jedenfalls bin ich sehr froh, dass mich die recht spontan besuchte Lesung (was tut man nicht alles für sympathische Autoren und eine nette Begleitung) zu diesem Buch verführt hat. Ich habe die Lesezeit sehr genossen, trotz (oder wegen?) so einiger eiskalter Schauer – und die Zeit rund um Nikolaus sehe ich nun mit ganz anderen Augen. Wer weiß, ob sich in den alten Geschichten nicht doch ein Körnchen Wahrheit verbirgt…
Erster Satz
Der Engel floh vor dem Licht.













Ich wäre ja jetzt schon neugierig darauf mit welchen Charakter du Probleme hattest.
Ich konnte manche Reaktion von Niklas nicht so ganz nachvollziehen, das war mir manchmal ein wenig zu krass. Aber das liegt sicher an mir.
Wieso sollte das an dir liegen? Ich hatte mit dem Charakter auch die meisten Probleme, der war einfach … sperrig. Und gerade gegen Ende hätte ich ihn nur noch schütteln können.
Das wartet bei mir zu Hause auch noch… trau mich aber irgendwie nicht ran…
Aber wenn es nicht blutig, sondern nur etwas gruselig ist… is es ja eigentlich nicht so schlimm!
Na mal sehen, wann ich es schaffe!!
Trau dich, das Buch ist wirklich toll! Es ist unheimlich und eisig, aber nicht blutig – mir war nicht einmal schlecht. Allerdings wirst du Nikolaus danach mit anderen Augen sehen.