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Maggie Stiefvater – Lamento. Im Bann der Feenkönigin

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Juni 2010
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Es ist nicht leicht, sechzehn zu sein und ziemlich schüchtern. Erst recht nicht, wenn man wie Deirdre davon träumt, mit ihrer Musik die Herzen der Menschen zu berühren – aber vor jedem Auftritt unter schrecklichem Lampenfieber leidet. Bei einem besonders wichtigen Konzert wird es so schlimm, dass sie sich in einen Nebenraum flüchtet. Erst als die sehnsuchtsvollen Töne einer Flöte an ihr Ohr dringen, merkt Deirdre, dass sie dort nicht allein ist: Vor ihr steht Luke, ein Junge, dem sie zwar noch nie begegnet ist, den sie aber trotzdem kennt – aus ihren Träumen. Gemeinsam spielen sie ein wunderbar trauriges, zutiefst bewegendes Lied und verzaubern damit nicht nur das Publikum. Deirdre hat das Gefühl, in Lukes Gegenwart im siebten Himmel zu schweben. Doch die Sache hat einen Haken: Seine Seele gehört schon seit Jahrhunderten der grausamen Feenkönigin – und darum muss Luke ihr als seelenloser Mörder dienen. Sein neues Opfer soll niemand anders sein als… Deirdre!

Diese Geschichte beginnt ruhig, legt später dann aber an Tempo und Spannung zu. Mir gefällt das, da man so die Möglichkeit hat, die Hauptfiguren erst einmal näher kennenzulernen und einen Zugang zu ihnen zu finden. Die mystische Seite der Handlung wird in der ersten Hälfte oft nur angedeutet, auch wenn man sie von Anfang an spürt. Sie rückt einfach ein wenig in den Hintergrund, vordergründig geht es um die Beziehung zwischen Deirdre und Luke. Die Szenen mit den beiden hatten für mich immer etwas besonderes, sie wirkten sehr direkt und auf ihre Art auch magisch.

Passend zur geheimnisvollen Atmosphäre orientiert sich die dargestellte Feenwelt an irischen Mythen. Die Feen wirken gefährlich, eigennützig, wild – und doch geht von ihnen eine Faszination aus, der man sich nur schwer entziehen kann.
Die Musik zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Roman, sie erscheint mir wie die Verbindung zwischen der Welt der Menschen und Feen. Ich selbst spiele kein Instrument, aber in diesen Momenten hatte ich sehr klare Bilder vor Augen, “fühlte” die Musik – und wurde einfach mitgerissen.

Die Mischung aus Geheimnissen, Romantik, Musik, Gefahren und irischen Mythen hat scheinbar genau meinen Geschmack getroffen. Denn ich habe mich mit dem Buch von der ersten Seite an wohl gefühlt und war dem Sog dieser Geschichte hilflos ausgeliefert…

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