Antje Babendererde – Lakota Moon
Erscheinungsjahr: 2005
Gelesen im März 2010
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Oliver ist 15 und schwer verliebt in Nina. Und – o Wunder – Nina liebt ihn auch. Doch dann passiert das Unfassbare: Olivers Mutter beschließt wieder zu heiraten und zwar einen waschechten Indianer. Aller Protest nützt nichts – Oliver muss mit seiner Mutter nach Amerika auswandern. Doch im Pine Ridge Indianerreservat ist nichts so, wie er es sich vorgestellt hat, und Oliver möchte nur eins: so schnell wie möglich zurück nach Deutschland zu Nina. Bis eines Tages etwas passiert, das Oliver seiner neuen Familie näher bringt, als er es jemals geahnt hätte…
Die Geschichte ist diesmal aus der Sicht eines Jungen geschrieben, der aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen wird und sich nun irgendwie im Pine Ridge Reservat zurechtfinden muss. Dabei können die üblichen Klischees nicht lange gegen die Wirklichkeit bestehen, denn Oliver lernt nach und nach das Leben der Indianer im Reservat kennen.
Der Zugang zu den Figuren fiel mir wieder leicht, schnell hatte ich sie ins Herz geschlossen und verfolgte gespannt die weiteren Ereignisse. Oliver wirkte auf mich durch die detaillierte Schilderung seiner Gedanken und Gefühle sehr direkt, andere Personen besaßen dafür eine besondere Ausstrahlung und oft auch Ironie.
In diesem berührenden Buch geht es um die Realität eines Lebens im Reservat und unlösbare Konflikte, aber auch um Zusammenhalt und das Miteinander in einer Großfamilie. Außerdem natürlich um Olivers Entwicklung, und auch die Verbundenheit zur Natur begleitet einen durch den Roman. Es gibt wieder kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende sondern einen eher offenen Schluss, genau das passt für mich aber perfekt zu den realistischen Beschreibungen und der Atmosphäre. Und immerhin kann man so die eigene Phantasie spielen lassen, sich die weitere Entwicklung vorstellen und so noch ein wenig in der Geschichte bleiben…













Ich habe Indianer früher -geliebt-! Und das klingt glatt, als wäre es ein Buch für mich. Vor allem, weil Du schreibst, dass es sehr realistisch ist.
Danke für die schöne Rezi!
Vielleicht kommt diese Vorliebe bei dir ja auch wieder zurück? Wer weiß… *grins*
Ging mir ja auch nicht anders, und Christoph Marzi war nicht ganz unschuldig daran. Jedenfalls bin ich gespannt, was ich noch so entdecke. Mein Indianer-Regal muss ich jedenfalls schon wieder umräumen bzw. erweitern…
Ich hab von ihr “Libellensommer” gelsen – das fand ich wirklich toll, berührend und wunderschön geschrieben.
Trotzdem weiß ich nicht so recht, ob “Lakota Moon” was für mich ist – hmmm…
Ich habe von ihr “Libellensommer” und “Die verborgene Seite des Mondes” gelesen. Die Bücher sind wirklich toll und man wird dort schnell gefesselt. Auf meinem SUB hab ich noch von ihr “Tahitha Running Horse” liegen, das ich bald auch noch lesen möchte.
Mal schauen, ob ich mir “Lakota Moon” noch hole.
“Lakota Moon” hab ich mir jetzt auch gekauft und es ist ein gutes Buch. Find ich.
Das hört sich doch schon mal gut an – bin gespannt was du nach der Lektüre dazu sagst.
“Die verborgene Seite des Mondes” und “Tahita Running Horse” sind noch auf meinem SuB, und noch einige andere von ihr… Ein schönes Gefühl!
Ich finde das Buch echt spitze.
))))