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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

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BuCon 2015

Da war doch noch was, da war doch noch was … Mein Bericht von der BuCon fehlt ja noch! ;) Ich war an dem Morgen etwas später dran als geplant, weil ich ein wenig länger geschlafen hatte und auch einen größeren Schüchternheitsanfall überwinden musste. Also schnell gefrühstückt, eine große Flasche Wasser zu den Signierbüchern in den Rucksack gepackt und dann ging es los!

Als erste Lesung hatte ich mir die von Ulf Fildebrandt zu „Dunkelwärts“ ausgesucht, Science Fiction – also ein für mich untypisches Genre. Eine Expedition in die Finsternis des ewigen Eises und Legenden über Götter und Orte, an denen Menschen nicht willkommen sind, machten mich aber neugierig. Das was der Autor als Einführung in seinen Roman und seine Welt erzählte, fand ich auch irgendwie spannend, aber leider haben mich die gelesenen Szenen verschreckt. Und hauptsächlich nicht mal wegen dem Inhalt, sondern wegen der Art, wie gelesen wurde. Gleichtönig, ohne Betonungen, zu schnell – ich hatte Schwierigkeiten, mich darauf zu konzentrieren und richtig zuzuhören.

Ulf Fildebrandt

Danach bin ich spontan zu der Lesung von Ju Honisch gegangen, die aus „Wahre Märchen 2“ las. Eine Sammlung von elf klassischen Märchen in neuem Gewand mit Fotos der Künstlerin Annie Bertram. Ju hat ihre eigene Geschichte „Aschenputtel“ und den Beginn von „Rumpelstilzchen“ von Christian von Aster gelesen. Beides hat mich völlig gebannt und auch zum Lachen gebracht, die stimmungsvollen Neuinterpretationen gefallen mir sehr. Das wunderschöne Buch habe ich schon länger, allein weil mein Lieblingsmärchen von Björn Springorum neu erzählt wird – das wird sicher schön düster. Momentan renne ich aber noch meinem Anspruch und einigen offenen Rezensionen hinterher, aber wenn wieder mehr Luft ist, um auch Anthologien gerecht zu werden, ist das sicher bald dran … Und darauf freue ich mich schon sehr!

Ju Honisch

Nach einem Besuch bei der Asia-Hütte (für mich gab es wieder das leckere Gemüse in Curry-Kokusmilch-Soße mit Reis) musste ich mich dann mal so langsam entscheiden: Folge ich meinem Plan und gehe weiter auf Lesungen oder versuche ich zumindest ein paar der Leute zu finden, die ich treffen wollte? Das Problem ist neu. :) Ich habe mich dann gegen den Plan entschieden und bin zu den Ständen gegangen, wo ziemlich viel los war. Trotzdem habe ich relativ schnell Demetria Cornfield gefunden, die „in echt“ mindestens genauso lieb ist wie auf Facebook. Und ich hatte das Glück, dass sogar noch Exemplare von „Der Wächter des Sternensees“ da waren (am Tag davor war ja die Leserparty) und ich mir ein Taschenbuch kaufen konnte, das mit einer supertollen Signatur aufgehübscht wurde.

Danach habe ich mir am Stand vom Verlag Torsten Low noch den frisch erschienenen Kurzgeschichtenband „Das öde Land und andere Geschichten vom Ende der Welt“ von Oliver Plaschka gekauft, bevor es zur nächsten Lesung ging. Dort las Katharina Gerlach aus „Regen für Juma“ und David Pawn aus „Zaubertränke für Anfänger“. Also zwei Qindie-Autoren in einer Lesung! Das erste Buch hatte mir ja sehr gefallen, daher waren da auch ganz viele Bilder und Gefühle wieder da – es haben nur ein paar Sätze gereicht, und schon war ich wieder mitten in der Geschichte. Bei der Lesung zum anderen Buch musste ich oft grinsen, da gab es einige Szenen, die meinen Humor getroffen haben. Ich war auf der letzten Leipziger Buchmesse auch auf einer Lesung zu dem Roman, diesmal wurden aber überwiegend andere Stellen gelesen – so dass ich da viel Neues entdecken konnte. Seiten, die mich mehr ansprechen und dafür gesorgt haben, dass ich mir das Buch nochmal genauer anschauen muss.

Katharina Gerlach und David Pawn

Danach habe ich mich ein bisschen verquatscht, so dass die nächste „meiner“ Lesungen schon im vollen Gange war. Einerseits war das sehr schade, weil ich es doch endlich mal zu einer Lesung von Judith und Christian Vogt schaffen wollte, aber andererseits habe ich in der unverhofften Pause Fabienne Siegmund getroffen. Nur kurz, aber es hat für eine Umarmung und die Erfüllung eines Signaturwunsches gereicht. Diesmal habe ich ihr „Das zerbrochene Mädchen und andere Erzählungen“ unter die Nase gehalten.

Danach hat mir dann mein Kreislauf mitgeteilt, dass er unbedingt frische Luft braucht. Guter Zeitpunkt! Also habe ich mich eine knappe halbe Stunde draußen rumgetrieben, bevor es zur Drachenelfen-Lesung von Bernhard Hennen ging. Er hatte wieder das Glück, dass Fragen gestellt wurden und sich das Vorlesen daher in Grenzen hielt. ;) Mit den Elfen geht es entweder mit einer in sich abgeschlossenen Geschichte über Emerelles Jugend (was nicht heißt, dass es nicht weitere geben könnte) oder einer Trilogie über Iskendria weiter, die aus der Sicht von Menschen erzählt wird und in der Elfen keine große Rolle spielen (Umfang ähnlich der Elfenritter-Reihe). Es gibt Verhandlungen zu einem Sammelband, der die Elfen-Kurzgeschichten aus den neuen Ausgaben und die nur als eBook veröffentlichte Kurzgeschichte „Kinder der Nacht“ beinhaltet. Die Ganda-Geschichte erscheint möglicherweise auch als Hörspiel, die Finanzierung ist aber noch unklar. Es ging aber auch um Probleme zur englischen Übersetzung (Kosten, Preisaktion und Umsatz), das Elfen-Wiki, die deutsche Dependance von Jacoby & Stuart (Umbruch bei den Verlagen in den nächsten Jahren, weil die Übersetzung ausländischer Bestseller im gleichen Verlag erscheinen wird und nicht mehr bei deutschen Verlagen) und den Einfluss der eBooks.

Bernhard Hennen

Zum Signieren war ich natürlich auch und wir haben ein wenig über die Messe und „King & Fools“ gesprochen. Der Game of Thrones-Vergleich, der mich ja so unsicher macht ob das eine Reihe für mich ist, wurde vom Verlag gewünscht, passt aber nicht so wirklich – daher sind die Autoren darüber auch nicht so glücklich, weil er einfach falsche Erwartungen weckt. Und bei meinem Testlauf sollte ich dann wohl auch dem zweiten Band eine Chance geben, weil Natalie Matt da eine ganz eigene Perspektive mit reinbringt. Ich bin neugierig, mal wieder …

Kurz bevor ich mit dem Signieren dran war, habe ich gesehen, dass Oliver Plaschka noch am Signiertisch nebenan war. Also habe ich mich danach schnell umgedreht … weg war er. Dabei hatte ich ja noch ein Buch, das signiert werden möchte. Statt ihn zu finden, habe ich aber Astrid Rauner getroffen und wir haben uns sehr nett unterhalten. :) Danach stand ich dann vor der Entscheidung, mir entweder einen Sitzplatz für die Verleihung des Deutschen Phantastik-Preises zu sichern oder nochmal zu versuchen, Oliver zu finden. Ich hab es dann mit dem Suchen versucht und nach einer Weile tatsächlich Glück gehabt!

Bei der Verleihung habe ich dann nicht so lange durchgehalten. Anfangs ging es noch, sicher weil ich da öfter mal grinsen musste und auch ziemlich abgelenkt war (hauptsächlich durch die Verleihung des BuCon-Ehrenpreises an Bernhard Hennen und die Laudatio von Tom Finn). Aber dann zog sich die Veranstaltung, die für mich wichtigste Kategorie wollte und wollte nicht kommen, meine Füße haben immer deutlicher gerufen, dass sie nicht mehr können. Und da meine Favoriten ja nie einen Preis gewinnen, bin ich dann irgendwann gegangen. Und was passiert? Mein Favorit gewinnt – Bernd Perplies hat doch tatsächlich in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Roman“ gewonnen! Ich war verblüfft und hab mich riesig gefreut, im Hotelzimmer. ;) Alle Gewinner und die Reihenfolge der Platzierungen findet ihr hier.

BuCon

So sah also die BuCon 2015 für mich aus! Das erste Mal habe ich auch hier deutlich gemerkt, dass ich nicht zu den „typischen“ Bloggern gehöre – nur fühlte es sich hier nicht wie ein Defizit an. Ich hatte jede Menge Spaß, war auf einigen Lesungen und es gab viele nette Gespräche – mal kürzer und mal länger. Und sicher mehr Eindrücke, als ich aufnehmen konnte. :)

3 Kommentare

  1. karin karin
    17. Januar 2016    

    Huhu,

    Katherina Gerlach habe ich gleich erkannt.

    LG..Karin..

  2. Sarah Sarah
    19. Januar 2016    

    Hallo Marny,

    wie der ein sehr schöner Bericht. :-) Die BuCon findet immer zeitgleich mit der Frankfurter Buchmesse statt, oder? Aber ich glaub ich muss da dieses Jahr trotzdem mal den Weg hin finden, dein Bericht klingt nach einer deutlich entspannteren Atmosphäre als auf der Frankfurter Buchmesse^^

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Marny Marny
      31. Januar 2016    

      Ja, die BuCon findet immer am Samstag der Frankfurter Buchmesse statt. Und es ist dort deutlich entspannter als auf der Buchmesse – und auch viel persönlicher durch den kleineren Rahmen. :)

      Liebe Grüße,
      Marny

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