Erscheinungsjahr: 2006
(wieder) Gelesen im Mai 2009

Von ihrem jubelnden Volk umgeben zieht die ebenso schöne wie kühle Königin der Elfen, Emerelle, zum sagenhaften Fest der Lichter, bei dem die Fürsten aller Elfenstämme Albenmarks ihre Macht bestätigen sollen. Doch unter der glitzernden Oberfläche der Feierlichkeiten schwelen Unzufriedenheit und Machtgier. Zwei Mordanschläge hat die Elfenkönigin nur durch eine glückliche Fügung des Schicksals überlebt. Dennoch versucht Ollowain, der Kommandant ihrer Leibwache, die Herrscherin vergeblich davon abzuhalten, an dem Fest teilzunehmen. Ollowain hegt den Verdacht, dass der Auftraggeber für den Mord unter den Elfenfürsten selbst zu finden ist…

Nach 3 Jahren habe ich „Elfenwinter“ noch einmal gelesen, vor allem um meine leider etwas verblassende Lieblingsfigur wieder etwas aufzufrischen. An einiges konnte ich mich (sicher auch wegen einiger notierter Zitate) noch gut erinnern – aber wieviel war meinem Gedächtnis, das manchmal eben doch eher einem Sieb gleicht, wohl entfallen?

Einige Nebendarsteller aus „Die Elfen“ wurden hier zu Hauptfiguren, die man nach und nach besser kennenlernt. Es gibt viele Details und Hintergründe, die einem den Zugang zu ihnen erleichtern. Dabei werden Andeutungen sowohl weiter ausgeführt als auch offen gelassen.
Allerdings haben mich die offenen Fragen nicht mehr so sehr gestört, auch wenn sie nicht weniger geworden sind. Manche sind zwar weggefallen, dafür kamen jedoch andere dazu.

Diesmal droht die Gefahr sowohl von außen als auch von innen. Intrigen um Macht und Rache sowie die Trollkriege lassen einen nur selten zur Ruhe kommen, sei es in Albenmark oder im Fjordland. Es gibt auch ein paar brutale Szenen, am schlimmsten waren da für mich die Foltermethoden einer Trollschamanin.
Die Trolle wirken natürlich bedrohlich mit ihrer Kraft und dem Hass, der sie antreibt. Aber mit der Zeit kann man manche Dinge nachvollziehen – einer von ihnen wurde mir schließlich auch ziemlich sympathisch.

Als Ausgleich zu den Kämpfen empfand ich die wunderschönen Beschreibungen der Landschaften und Orte. Außerdem gab es auch immer ruhigere Momente der Freundschaft und Zuneigung, die bei mir für Hoffnung sorgten.
Und dann war da natürlich noch Ollowain, auf den ich mich von der ersten Seite an konzentrieren konnte. Trotz aller Tragik war ich wieder fasziniert davon, wie wir ihn Schicht um Schicht kennenlernen durften. Und mich hat es wieder voll erwischt, mein Plan ist also aufgegangen.

Abgesehen davon waren mir manche Zusammenhänge auch bewusster, und zu Alfadas hatte ich einen viel besseren Zugang – und konnte so auch die Beziehung zu seinem Ziehvater mehr genießen.
Einige Dinge hatte ich aber wirklich vergessen, so dass es auch beim zweiten Lesen Überraschungen für mich gab. Und einige kleine Details, an denen ich mich erfreuen konnte – und die nun meine Sammlung von Ollowain-Zitaten ergänzen…

Erster Satz
„Sie werden versuchen, die Königin zu töten.“

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