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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Von Blogs, Professionalisierung und Geschäftsmodellen …

Wisst ihr, was mich in letzter Zeit nervt? Veranstaltungen über Buchblogs und Buchblogger, bei denen nur in den seltensten Fällen Blogger zu den Vortragenden gehören. Verlagsmenschen, die den Bloggern erzählen, wie viel sie für sie tun und wie Blogs auszusehen haben. Dass und wie sie sich professionalisieren müssen.

Nicht, dass ich etwas gegen Professionalisierung hätte, ganz im Gegenteil. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden – auch, was er darunter versteht. Für mich ist das nicht automatisch eine große Reichweite und Monetarisierung, sondern beispielsweise Dinge wie Impressum, die Gestaltung, die Lesbarkeit und Qualität der Texte. Etwas, was sich im Lauf der Zeit entwickelt. Man lernt beständig dazu und stößt auf neue Themen, ich habe da auch noch ein paar Baustellen.

Es gibt „den Blogger“ einfach nicht! Wir haben ganz unterschiedliche Ziele, Ansprüche, Vorlieben, Schwerpunkte und Zielgruppen. Der eine mag es flauschiger, der andere nüchterner. Der eine schreibt emotional, der andere sachlicher. Der eine orientiert sich an den Neuerscheinungen der großen Verlage, der andere findet seine Buchschätze bei den Kleinverlagen oder Indies. Für den einen ist sein Blog ein reines Hobby, der andere möchte damit auch Geld verdienen. Dazwischen gibt es noch so viele Abstufungen, Überschneidungen, Verbindungen – und genau diese zeigen, wie unterschiedlich wir Blogger sind.

https://pixabay.com Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

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Die Verlage erzählen uns Bloggern ja auch nicht, was sie alles für uns tun und sich von uns wünschen, weil sie so nett sind. Die müssen unternehmerisch denken und zeigen Möglichkeiten auf, durch die sie dann herausfiltern können, welche Blogs die größte Reichweite haben. Wo sich eine Zusammenarbeit am meisten lohnt. Ich möchte eine Zusammenarbeit keineswegs schlecht reden, aber überlegt einfach, wofür ihr euch instrumentalisieren lassen möchtet und wofür nicht. Bei dem großen Anklang so mancher Aktion kann ich nur verwundert den Kopf schütteln …

Und seid vorsichtig bei bezahlten Werbeartikeln zu einem vorgegebenem Thema: Der Kunde (eine Agentur oder ein großer Verlag) möchte nicht, dass es nach Werbung aussieht, obwohl es eine ist und allein rein rechtlich auch als solche kenntlich gemacht werden muss. Deutlich. Mit Blog-Kategorien wie „Sponsored Post“ oder dem Hinweis, dass etwas „mit freundlicher Unterstützung von …“ geschrieben wurde, bewegt man sich da auf Glatteis. Mal ganz davon abgesehen, dass man nicht ganz ehrlich zu seinen Lesern ist. Einen interessanten Beitrag dazu findet ihr hier. Bei bezahlten Beiträgen schreie ich nicht auf, aber sie müssen deutlich als Werbung gekennzeichnet sein und mich davon überzeugen, authentisch zu sein.

Verlage müssen Blogs rein wirtschaftlich betrachten, aber jeder von uns kann selbst entscheiden, ob sein Blog ein Geschäftsmodell werden soll – ob man das eigentlich möchte oder doch etwas ganz anderes. Wir sind frei in unserer Entscheidung, denn wer sollte uns da etwas vorschreiben? Veränderungen gehören dazu, aber nur die, die ihr selbst wollt.

https://pixabay.com Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

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Mein Blog ist für mich mehr als ein Hobby – aber dennoch soll es kein Geschäftsmodell werden, auch wenn mir Professionalisierung, so wie ich sie verstehe, wichtig ist. Einfach weil es sich für mich anders anfühlen würde und ich dann so einige meiner Lesevorlieben opfern müsste. Ich mag aber gerade die bunte Mischung und dass ich euch oft Bücher vorstellen kann, die noch relativ unbekannt sind. Egal ob großer Verlag, Kleinverlag oder Indie. Mein Blog hat also auch einen unterstützenden Charakter. Und auch wenn sich manches als schwieriger als gedacht erweist, macht es mir genau so Spaß. Seit fast 8 Jahren jetzt schon – und das soll auch so bleiben. Außerdem stecke ich die Zeit, die ich erübrigen kann, eben viel lieber in meine eigenen Ideen und Beiträge.

Ganz wichtig finde ich aber den Punkt Selbstbewusstsein! Ich bin ja schrecklich schüchtern, aber ich springe öfter über meinen Schatten, wenn mich etwas nur genug reizt – und inzwischen fällt mir das auch sehr viel leichter (große Treffen ausgenommen *g*). Die Dinge, die ich gerne auf meinem Blog hätte, probiere ich inzwischen einfach aus. Es klappt natürlich nicht alles und manches ist auch ganz schön mühsam, aber es bewegt sich etwas. Und ich habe nicht mehr so große Hemmungen wegen meinem „Nischenblog“! Jetzt müsste ich es nur noch schaffen, auch mal eine Anfrage wegen einem Taschenbuch zum Verlosen zu stellen – da habe ich irgendwie noch Skrupel vor … Aber was ich damit eigentlich sagen wollte: Seid selbstbewusst genug, euren eigenen Weg zu finden. Seid euch bewusst, wie wertvoll ihr seid! Und habt den Mut zur Individualität.

https://pixabay.com Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

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Da ich mich mal wieder nicht anpassen mag und es sich für mich so richtig anfühlt, bleibt es hier wohl „nur“ beim Modell Herzblut. Ich habe auch schon wieder viel mehr Ideen als Zeit. Also mal sehen, wohin mich mein Weg noch führt. Habt Spaß beim Bloggen, denn darauf kommt es an! :)

Der engstirnige Genreleser

Es soll da ja einen ganz fiesen Typ Leser geben, der bevorzugt nur ein Genre oder gar Subgenre liest. Man munkelt, dass er immer nur das Gleiche lesen will und allem anderen mit Ignoranz und Überheblichkeit begegnet. Ein Leser, der gar nicht weiß, was ihm so alles entgeht, und einfach nicht offen ist. Engstirnig, überheblich, langweilig – das sind die drei Worte, die mir dazu am häufigsten begegnen. In mehr oder weniger nett formulierten Mails, die mir mein Manko aufzeigen sollen.

Aber das ist nur eine Sichtweise – die negativere. Man kann es auch so sehen, dass „sein“ Genre den Genreleser einfach ausfüllt und er sich dort spezialisiert hat. Dass er nicht immer dasselbe sucht, sondern die Abwechslung innerhalb seines Genres schätzt. Kein langweiliger Leser, sondern einer mit einem Schwerpunktgenre, das ihn einfach voll erwischt hat.

Das ist einfach eine Frage des ganz individuellen Geschmacks und der eigenen Ansprüche an die Lektüre – und an sich. Was ist mir beim Lesen wichtig? Was gefällt mir? Möchte ich lieber eine größere Bandbreite abdecken oder mich eher spezialisieren? Und natürlich kann es auch ganz anders sein. :)

Bei mir ist es so, dass ich Fantasygeschichten aus den unterschiedlichsten Gründen (Details würden dann wohl doch den Rahmen sprengen) heiß und innig liebe, es aber trotzdem noch anderes gibt, was mich reizt. Nur hat das meistens keine Chance. Eine Entwicklung, durch die ich immer mehr zu einem Genreleser geworden bin, der immer wieder neue, spannende, abwechslungsreiche und magische Geschichten entdeckt.

Dass ich nur ein Genre lese, sagt meiner Meinung nach auch nichts darüber aus, ob ich ein offener Leser bin oder nicht. Auch in diesem Genre gibt es Bücher, die sich Schubladen verweigern oder die in eine andere als die erwartete Richtung gehen. Ob das im Einzelnen gefällt, liegt am Geschmack des Lesers und nicht daran, wie viele Genres man so liest.

Bleibt die Frage: Wer ist da jetzt überheblich – der Genreleser oder seine Kritisierer? ;) Lasst uns doch einfach das lesen, was uns anspricht und womit wir uns wohl fühlen. Ganz individuell. Denn sind Bücher nicht genau dafür da?

Nur negative Rezensionen sind ehrliche Rezensionen?

Auf diesen Gedanken könnte man kommen, wenn man die vielen Diskussionen betrachtet, die es seit längerem zu dem Thema Rezensionen gibt. Positive Rezensionen werden gerne als „gekauft“ und „unehrlich“ eingestuft. Und warum? Nur weil es einige Autoren gibt, die sich selbst positive Rezensionen schreiben oder welche kaufen. Für mich ist das unfassbar und auch sehr kurzsichtig, weil sowas natürlich oft auffliegt – wir Leser sind ja auch nicht ganz blöde. Trotzdem finde ich es schade, dass da gerne pauschalisiert wird und die eigene Meinung mittlerweile so leicht als „unecht“ eingestuft wird.

Ich schreibe keine Verrisse und mir ist ganz generell ein respektvoller Umgangston wichtig. In einem Buch steckt viel Arbeit und Herzblut – ganz unabhängig davon, was ich von der Geschichte halten mag. Das heißt jedoch nicht, dass mir alles gefällt oder ich keine Kritik ausübe. Ich tue dies nur in einem höflichen Tonfall. Muss ich mich dafür schämen? Die Art meiner Rezensionen entsprechen meiner Person: Ich bin zurückhaltend, aber ich habe eine Meinung, die ich auch äußere. Und wer meine Rezensionen liest und nicht nur auf den Tonfall achtet, wird diese auch sehen.

Dass die gekauften Rezensionen verunsichern und man sich als Leser verschaukelt fühlt, kann ich gut nachvollziehen. Allerdings habe ich dazu eine etwas positivere Einstellung, weil ich diese Fälle als schwarze Schafe sehe, die es überall gibt. Natürlich kann man diese nicht immer auf den ersten Blick erkennen, was dazu führt, dass Rezensionen und Rezensenten skeptischer betrachtet werden – aber man muss es ja nicht übertreiben.

Und es gibt ja Möglichkeiten, wie man die Gefahr, auf so ein schwarzes Schaf hereinzufallen, minimieren kann. Beispielsweise bieten da Blogs, Portale, Foren und andere Communities viele Vorteile, weil man da ein persönlicheres Bild des Rezensenten erhält und Meinungen besser einordnen kann. Nicht nur, was die Glaubwürdigkeit betrifft, sondern auch was die Deckung mit dem eigenen Geschmack angeht. Das Schöne daran ist auch, dass sich so Bekanntschaften und Freundschaften entwickeln können. :)

Die Angst vor der nordischen Mythologie

Ich habe den Eindruck, dass die nordische Mythologie sowohl bei Lesern als auch Autoren nicht sehr beliebt ist. Zumindest findet sich das Thema nur selten in Büchern – manchmal kommt es mir so vor, als ob nur Wolfgang Hohlbein darüber schreiben darf-kann-will. Und ich kenne auch keine Leser, die sich für die nordische Mythenwelt begeistern. Aber woran liegt das?

Sie ist sicherlich etwas rauer und wilder, wenn ich da beispielsweise an die Schöpfungsgeschichte denke. Odin, Vil und Ve, die ersten Asen, töteten den Urriesen Ymir und formten aus seinem Leichnam die Welt. Aus Ymirs Blut wurden die Ozeane, aus seinen Fleisch wurde Midgard erschaffen, aus seinen Knochen wurden Berge und Täler, aus seinen Zähnen Klippen, seine Haare wurden zur Pflanzenwelt und aus seinem Schädel entstand der Himmel.

Die nordische Mythologie ist möglicherweise auch etwas verwirrend, weil nicht alles eindeutig ist (beispielsweise wird Loki mal als Odins Blutsbruder und mal als sein Bruder bezeichnet), manches offen bleibt, es viele Namen (alleine die Beinamen Odins) und Wesen gibt. Dazu der Weltenbaum: Es gibt neun verschiedene Welten, die von den Wurzeln und Ästen der riesigen Esche Yggdrasil zusammengehalten werden.

Die nordische Mythologie steckt aber auch voller Tricks, Auseinandersetzungen und Gefühle. Sie ist so abwechslungsreich wie die drei Brunnen am Fuß von Yggdrasil: Den Brunnen der Weisheit von Mimir, der Schicksalsbrunnen der Nornen und ein giftiger Brunnen, der die Quelle der Flüsse der Unterwelt ist. Sie ist düster und hell, für mich sehr lebendig und es gibt unheimlich viel zu entdecken.

Ich liebe ja tiefe Geschichten, und diese Mythologie steht mir einfach sehr nah und reizt mich auf verschiedene Weise. Da ist soviel, was mich noch näher interessiert. Einzelne Wesen, aber auch die verschiedenen Welten und Zusammenhänge. Meine Lieblings-Mythologie erwischt mich einfach immer wieder, auch wenn ich nur mal kurz in eins meiner Mythenbücher hineinlinse.

Darum finde ich es auch unheimlich schade, dass ich mit meiner Faszination dafür ziemlich alleine dastehe. Oder täusche ich mich und es gibt doch noch andere, die sich dafür interessieren – oder auch einfach unbekanntere Bücher, von denen ich noch nichts gehört habe? Wie ist das denn bei euch?

Schubladenlesen?

Qindie ist da und explodiert – und meine Trolle, wie vermutet, gleich ein wenig mit. Ich bekomme aber auch einige nett-besorgte Mails, über die ich grinsen muss und die mich ein wenig zum Nachdenken bringen. Und genau darum gibt es auch diesen Beitrag. ;)

Dass ich bei Qindie mitmache, bedeutet nicht, dass ich nun nur noch Qindiebücher lese. Es ist keine Schublade, in der es keine anderen Bücher mehr gibt. Ich lese weiterhin das, was ich möchte und was mich interessiert. Qindies und nicht-Qindies. Verlagsbücher und selbst publizierte Werke, auch welche von nicht-Qindies. Papierbücher und eBooks. Romane von Lieblingsautoren und für mich neuen Autoren. Bunt gemischt – einfach so, wie es meinem Geschmack und meiner Stimmung gefällt.

Grinsen musste ich über die leicht besorgten Nachfragen, ob Bernhard Hennen mich als Leserin verliert. :D Ich hätte nicht gedacht, dass sich jemand darüber Gedanken macht… Wenn es so wäre, würde es ihm sicherlich nicht auffallen, aber da besteht auch gar keine Gefahr. Obwohl das für mein armes Leserherz manchmal sicherlich besser wäre. *g*

Meine Rezensionen schreibe ich auch weiterhin so, wie ich es nun einmal tue. Unangepasst, subjektiv, nach meinen ganz eigenen Bewertungspunkten und Ansprüchen. Qindie gibt da übrigens auch nichts vor, weder zu den Kriterien noch zu der Anzahl der vergebenen „Sterne“.

Es bleibt also eigentlich fast alles so, wie ihr es von mir gewohnt seid. Qindie taucht in meinen Beiträgen sicher öfter auf – oder auch passende Bücher oder/und Autoren. Aber an der Art und Weise, wie bzw. was ich lese und schreibe, ändert sich nichts. Und ich hoffe, dass ich damit nicht zu viele Leser verschrecke. ;)

Das einzige Problem, was ich sehe, ist die wenige Lese- und Schreibzeit, die ich seit längerem habe. Aber ich versuche, daran ein wenig zu arbeiten, denn ich möchte meinen Blog definitiv weiter betreiben. Mir macht das noch immer sehr viel Spaß und es warten auch noch einige Ideen darauf, verwirklicht zu werden. Wir lesen uns also hoffentlich!

Blogger & Individualität

In der letzten Zeit sprießen Beiträge über den Stress beim Bloggen oder das richtige (stressfreie) Bloggen ja wie Pilze aus dem Boden. Dabei wird meiner Meinung nach aber übersehen, dass jeder Mensch ein wenig anders tickt und es eben nicht den „pauschalen“ Blogger gibt. Auch wir Blogger sind ganz individuelle Wesen, mit den unterschiedlichsten Motivationen, Zielen, Ansprüchen und Stress-Empfindungen. Darum kann auch nur jeder für sich entscheiden, was für ihn der richtige Weg ist.

Wichtig ist doch nur, dass man Spaß am Bloggen hat und sich damit wohl fühlt. Dass man sich ein paar Themen bewusst macht und Entscheidungen trifft. Den einen fällt das früher und den anderen später auf. Es können auch ganz unterschiedliche Dinge sein, die einen da bewegen. Von dem Stress über die Art der Beiträge bis hin zu Zielen, was beispielsweise Verlage, Autoren und Leser betrifft. Für mich ist das auch ein lebendiger Prozess. So ein Blog verändert sich stetig, und ich mit ihm. Oder doch andersrum? ;)

Ich habe immer wieder Phasen, in denen ich beispielsweise darüber nachdenke, wo ich mit meinem Blog schwerpunktmäßig hin will und ob ich überhaupt Rezensionsexemplare annehmen kann-darf-soll. Ob ich weiter so speziell bleiben will oder nicht doch lieber ein paar Leser mehr hätte. Ob ich mich nicht etwas mehr anpasse und beispielsweise nur noch überwiegend Rezis poste. Manches davon fällt schnell weg, weil ich mich damit einfach nicht wohl fühlen würde und der Blog dann auch nicht „ich“ wäre. Anderes probiere ich aus.

Und was ich eigentlich sagen will: Der eigene Blog ist etwas sehr persönliches, ein Teil von euch. Niemand sollte euch da vorschreiben dürfen, wie ihr ihn zu führen habt. Macht das so, wie es für euch passt und vor allem auch Spaß macht. Die Art der Beiträge? Die Häufigkeit der Postings? Die Buchauswahl? Der Umgang mit Rezensionsexemplaren, Autoren und Verlagen? Die Art der Rezensionen? Ganz individuell! Habt Freude beim Bloggen und fühlt euch wohl, das spürt man auch beim Lesen der Beiträge.

Habt Mut und traut euch auch, individueller als die große Masse zu sein, wenn ihr das gerne tun würdet. Auch für solche Blogs gibt es Leser – ich spreche da ja aus eigener Erfahrung. ;) Und jetzt will ich auch gar nicht weiter über das Bloggen schwafeln, sondern es einfach tun. Mir kommen ja ständig neue Ideen… Nur das mit der Zeit ist ein Problem.

Blogger als Literaturkritiker

Dieses Thema scheint in der letzten Zeit ja öfter aufzukommen. Da ist von den guten alten Zeiten die Rede, als es einzig die professionelle Kritik gab. Es wird ein Verfall der Qualität beklagt, da nun jeder Hans und Franz Texte oder Videos bloggend ins Internet stellen kann. Die Berufung zum Literaturkritiker, ohne die Fähigkeit dazu…

Mich nervt das zusehends. Aus unterschiedlichen Gründen – und natürlich auch, weil ich selbst davon betroffen bin. Darüber, was denn genau ein „Kritiker“ ist, gibt es sicherlich unterschiedliche Auffassungen. Für mich ist das einfach jemand, der Dinge bewertet. Begründet bewertet. Ich selbst würde mich nicht als einen Kritiker bezeichnen – und doch tue ich genau das. Ich bewerte die Bücher, die ich gelesen habe. Auf meine ganz eigene Weise.

Mir ist bewusst, dass ich von einer „professionellen Kritik“ weit entfernt bin. Aber vielleicht geht es anderen ja ebenso wie mir und sie können mit dieser gar nicht soviel anfangen, weil einfach das persönlich-emotionale fehlt. Ich sehe die unterschiedlichen Arten der Kritik mehr als Möglichkeit, als Angebot an ebenso unterschiedliche Leser. Ich lese recht emotional und kann daher wahrscheinlich auch nur etwas mit persönlich gefärbten Rezensionen anfangen.

Und auch wenn ich nicht studiert habe, finde ich doch, dass meine Bewertungen ein gewisses Maß an Qualität haben. Ich kann und will nicht „professionell-sachlich“ schreiben, daher gibt es auch keine literaturwissenschaftlichen Betrachtungen. Dafür aber bestimmte Punkte, die mir wichtig sind. Und ich schreibe einfach darüber, wie ein Buch auf mich gewirkt hat. Ganz subjektiv und oft emotional – dafür aber mit Leidenschaft. Und das merkt man hoffentlich. ;)

Meiner Meinung nach kann man uns Blogger als Literaturkritiker so pauschal nicht „verteufeln“, es kommt darauf an was der einzelne daraus macht. Und wie festgefahren oder offen der mögliche Leser ist. Was spricht denn gegen zwei so unterschiedliche Arten der Kritik? Jede hat ihre Leser und man muss sich doch auch nicht zwischen ihnen entscheiden. Ist es nicht wichtiger überhaupt über Literatur zu sprechen, als sich darüber zu mokieren, dass es diese Unterschiede gibt? Ich würde mich da über etwas mehr Offenheit und Akzeptanz freuen. Wer weiß, vielleicht lesen manche Leute doch zu wenig Fantasy – denn diese beiden Werte spielen da nicht selten eine Rolle… :elf:

Bloggen – ein Buch mit sieben Siegeln?

Zumindest kommt es mir immer mal wieder so vor… Da wird gefragt, was ein Buchblog denn haben sollte. Oder sich beschwert, dass die deutschen Buchblogs ja alle so langweilig sind. Oder diskutiert, dass man als ernsthafter Buchblogger eben mit der Zeit gehen muss und ein eReader zur Ausstattung gehören sollte. Dabei „bekriegen“ sich dann einzelne Blogger bzw. Blogger-Gruppen…

Ganz ehrlich? Mich nervt das. Ich frage mich nicht nur, wo die Zeiten geblieben sind in denen man sich noch mehr als Gemeinschaft gefühlt hat, sondern auch, ob das Bloggen für mich noch Sinn macht. Mir macht das nach wie vor Spaß, schließlich schreibe ich über das was mich begeistert, aber die ewigen Diskussionen verleiden es mir. Es scheint fast wichtiger geworden zu sein, über das Bloggen zu diskutieren und zur „richtigen“ Gruppe zu gehören.

Ich war schon immer eher der Einzelgänger, darum macht es mir auch hier nichts aus. Ganz im Gegensatz zu der Stimmung, die sich seit meinen Blog-Anfängen doch teilweise sehr verändert hat. Es ist kein Miteinander mehr, sondern oft ein Gegeneinander. Den Sinn dahinter kann ich nicht wirklich nachvollziehen – ich muss mich weder „elitär“ fühlen noch bin ich ein Fan von gleich wirkenden Blogs.

Sind es nicht gerade die Unterschiede und individuellen Schwerpunkte, die einen Blog zu etwas besonderem machen und ihn aus der mittlerweile großen Masse hervorstechen lassen? Kann man die jeweiligen Eigenheiten nicht einfach akzeptieren und sich die für einen persönlich „passenden“ Seiten herausfiltern? Warum wird oft diese Gleichheit gewünscht, auch was die Auswahl der Bücher/Autoren betrifft – dann aber auch wieder bemängelt?

Das Leben ist bunt, vielfältig und individuell – warum sollten es die Blogs nicht sein? Zumindest ist es bei mir so, dass meiner sehr persönlich ist und viel über mich sagt. Ich möchte mich da auch nicht anpassen, eher gebe ich ihn auf – einfach weil ich über das schreiben will, was mich begeistert, auf meine ganz eigene Art. Mir ist es wichtig, dass hinter meinen Beiträgen Herz steckt – und das darf man auch ruhig merken.

Meine Gedanken über zwei Artikel zur Fantasy in Deutschland…

Auf dem Wortwellen-Blog von Sean O’Connell ist letzten Monat der Beitrag Deutsche Fantasy – Die Unzufriedenheit nimmt zu veröffentlicht worden, zu dem ich gern etwas anmerken würde. Es geht mir nicht darum, irgendjemanden anzugreifen – ich möchte einfach nur über meine ganz persönliche Sicht auf einige Dinge schreiben und damit zeigen, dass es dazu auch ein wenig andere Meinungen geben kann.

Und zwar über die Unverfrorenheit, Romane wie am Reißbrett entwickeln zu lassen, immer nach dem gleichen Muster. Engel, Zombies oder Vampire – ICH WILL DAS NICHT (MEHR) LESEN!

Aus Sicht der Verlage finde ich es jetzt nicht so verwunderlich, viele neue Bücher zu gut gehenden Themen zu veröffentlichen – immerhin ist der Markt dafür da. Mich nervt die „Vampir-Schwemme“ zwar auch, aber nur weil ich mit denen möglichst nichts zu tun haben will. Wenn jetzt Elfen die neuen Vampire wären, würde ich mich wahrscheinlich wie ein Keks freuen. Außerdem kommt es für mich auch darauf an, was aus einem Thema gemacht wird – das Auftauchen bestimmter Wesen sagt ja nichts über die Qualität eines Buches aus.

Es erscheint fast nur noch Mist in deutschen Buchhandlungen (ja, ich weiß, so undifferenziert sollte man das nicht sagen – sag ich aber!) und dafür soll ich auch noch zahlen?

Ob das Mist oder nicht Mist ist, ist immer noch eine Sache des Geschmacks. Bei kleinen Buchhandlungen stört mich mehr, dass dort fast nur bekannte Namen zu finden sind und man nichts mehr entdecken kann. Vielleicht hat dies aber auch etwas damit zu tun, ob man in diesem Genre ein Neuling ist oder sich besser auskennt. Auf jeden Fall genieße ich es immer, in anderen Städten größere oder spezialisierte Buchhandlungen zu besuchen und in den Regalen zu stöbern. Natürlich würde ich mich über eine größere Auswahl an etwas anderer Fantasy freuen, allerdings muss sich das für die Läden ja auch rechnen – und viele Käufer scheuen sich einfach davor, zu unbekannten Namen zu greifen. Und genau da kommen für mich die vielen Literaturportale, Foren und Blogs ins Spiel – wenn man dort auch über diese Bücher spricht, macht man sie ein wenig bekannter und verringert möglicherweise diese Hemmschwelle. Es kann also jeder selbst ein wenig dafür tun, gewisse Vorurteile abzubauen…

Vampire, Werwölfe, paranormale Wesen, Geister . . . sie hatten mal ein positives Image.
Jetzt sind sie nur noch Abziehbildchen in dämlichen Romantasy-Romanen (Formel: Romantikthriller + Fantasy = neue Zielgruppe mit hoher Auflage). Wer kann denn jetzt noch diese Wesen ernstnehmen?

Warum sollte es nicht beide „Spielarten“ geben können? Warum sollte man das eine nicht mehr ernst nehmen können, nur weil es nun viel mehr Bücher über das andere gibt? Kommt es da nicht auf die Autoren, die ein individuelles Bild ihrer Figuren vermitteln, und die Leser, die sich darauf einlassen, an? Außerdem gibt es zwischen Romantasy und Horror auch noch andere Geschichten, in denen diese Wesen auftauchen – das heißt aber noch lange nicht, dass ich sie nicht ernst nehmen kann oder zwingend in eine der beiden Schubladen stecken muss.

Es wird auch auf den Beitrag Wie steht es um die Fantasy? – Teil 1 von SF-Fan.de verwiesen, zu dem ich auch noch etwas sagen möchte…

Von einem Boom kann allerdings keine Rede sein. Der kam erst nach den »Herr der Ringe« Filmen, als die Völkerromane von Autoren wie Stan Nicholls (»Die Orks«) und Markus Heitz (»Die Zwerge«) auf die Erfolgswelle aufsprangen und einen beispiellosen Fantasyhype auf dem deutschen Buchmarkt auslösten. Es folgten »Die Elfen«, »Die Trolle«, »Die Goblins« usw. Alles, was man auch nur halbwegs in die Völkerschiene quetschen konnte, erschien mit dem typischen Schwert oder der Axt auf dem Cover.

Dieser Hype hielt sich erstaunlich lange, und ist immer noch nicht ganz abgeebt. In seinem Zuge erschien eine Menge Mist, aber man muss der Entwicklung zugutehalten, dass Fantasy in den Buchhandlungen salonfähig geworden ist, und sich auch für deutsche Fantasyautoren unzählige Publikationsmöglichkeiten auftaten.

Was Mist ist und was nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bücher, die einem nicht so gefallen, gibt es überall – und nicht nur unter den Völkerromanen. Ich finde es schade, dass diese von vielen Leuten pauschal als schlecht oder nicht lohnenswert angesehen werden – ohne jemals etwas davon gelesen zu haben. Amüsant finde ich allerdings, was da alles für Völker „gefunden“ werden (auch wenn die Völkerromane ja nichts mit „Herr der Ringe“ zu tun haben, also keine Fortführung der Geschichte sind).

Zurzeit geht der Trend von Vampiren über zur allgemeiner gehaltenen (also auch ohne Vampire) »Paranormal Romance«. Also weichgespülte romantisch angehauchte Nackenbeißer-Literatur mit phantastischem Einschlag, für junge oder jung gebliebene Leserinnen. Verlage wie Egmont/Lyx scheinen ihr gesamtes Geschäftsmodell auf solchen Werken, aufbaut zu haben.

Zur Paranormal Romance kann ich nichts sagen, nur dieses: Die Romane von Bernd Perplies gehören nicht dazu, auch wenn sie bei Lyx erschienen sind. ;) Dort gibt es auch noch andere High Fantasy, ebenso Urban Fantasy.

Fakt ist leider auch, dass sich diese Romane, die sich deutlich von der Masse des Einheitsbreis abheben, nicht so gut verkaufen. Die originelle, von chinesischen Motiven beeinflusste Reihe von Daniel Fox wurde z. B. nach dem ersten Band wegen schlechter Verkaufszahlen wieder eingestellt.

Für Beispiele kann man da auch bei deutschen Autoren bleiben, ich denke da an die Gezeitenwelt-Saga von Magus Magellan (Bernhard Hennen, Thomas Finn, Karl-Heinz Witzko und Hadmar von Wieser), „Im Zeichen des Mammuts“ von Tobias O. Meißner oder „Der letzte Steinmagier“ von James A. Sullivan.

Was mir persönlich ein wenig auf dem Buchmarkt fehlt sind einzelne, abgeschlossene Fantasy-Romane. Die unzähligen Reihen mit ihren Trilo-, Quadro-, Deka- und Kein-Ende-In-Sich-logien hängen mir inzwischen zum Hals raus. Hier wünsche ich mir etwas mehr Mut bei den Autoren und den Verlagen, aber auch bei den Lesern. Denn die Masse der Fantasyleser scheint ja leider das Bekannte (in Form von Endlosreihen) zu bevorzugen.

In der Tat lese ich gerne Serien, das hat jedoch nichts mit dem „Bekannten“ zu tun. Ich mag es einfach, liebgewonnene Figuren nicht so schnell verlassen zu müssen und sie weiter begleiten zu können. Und es heißt auch nicht, dass ich keine Einzelromane lese. Die Auswahl meiner Lektüre erfolgt immer noch danach, ob mich der Klappentext anspricht – mir ist völlig egal, ob das nun ein Einzeltitel oder der Beginn einer Serie ist.

Das waren jetzt meine ganz persönlichen Anmerkungen, die einseitig sein können, da ich eben „nur“ ein Leser und kein Verlagsmensch oder Autor bin. Und ich finde einfach, dass bei dem großen Spektrum der Fantasy mit ihren einzelnen Spielarten und den vielen Büchern für jeden etwas dabei ist. Vielleicht muss man genauer hinsehen oder Möglichkeiten finden, wie man sich besser informieren kann – aber es sollte doch für jeden Geschmack genug interessante Bücher geben.
Eure Meinung dazu würde mich übrigens sehr interessieren, immerhin bin ich nur ein einzelnes kleines Licht, das zudem sehr von den eigenen Vorlieben und Gefühlen geleitet wird. Oder kurz und knapp: Ich bin einfach nicht objektiv. ;)

Gefährden Tolkiens Völker die Vielfalt der deutschen Fantasy?

Das Online-Magazin Phantastik-Couch hat folgende Frage aufgeworfen:
Tolkiens Völker und kein Ende: Sägt die Fantasy an dem Ast, auf dem sie sitzt?
Warum bestimmen immer wieder Tolkiens Völker die Auflagen? Wie sieht die Zukunft der deutschen Fantasy aus? Die Phantastik-Couch hat den Autor Kai Meyer, den Kritiker Friedhelm Schneidewind und den Lektor Volker Busch dazu hier um ihre Meinung gebeten.
Die Meinungen der User sind nur einen Klick entfernt.

Ich glaube ja, dass Elben/Elfen, Zwerge, Orks & Co. einfach nur bekannter sind. Das liegt nicht nur an der Verfilmung von J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“, sondern auch an der Werbung und der Platzierung im Buchhandel. Diese Bücher gibt es selbst in der kleinsten Buchhandlung noch stapelweise, und nicht nur von dem einen oder anderen Roman – sondern von vielen. Bei größeren Buchhandlungen habe ich sogar den Eindruck, dass sie alle Titel da haben (muss aber nicht stimmen, da mir mittlerweile der Überblick fehlt). Durch diese Masse werden die anderen Titel gewissermaßen zurückgesetzt und unauffälliger.

Ich fände es gerade schön, wenn auf den ins Auge stechenden Sondertischen auch andere (Tolkien-fremde) Bücher liegen würden. Dann hätten sie eine größere Chance, gesehen zu werden und Käufer zu finden. Die bekannteren und gut verkauften Bücher lassen sich sicher auch leicht im Regal finden.
Nach meiner Erfahrung werden sogar Unterschiede gemacht, wenn ein Autor sowohl „tolkienhafte“ als auch „andere“ Fantasy schreibt. Bernhard Hennen ist dafür ein gutes Beispiel – die Elfen-Bücher kann man gar nicht übersehen, aber die Bücher von ihm und seinen drei Autoren-Kollegen als Magus Magellan muss man wirklich suchen (mal ganz davon abgesehen, dass die Gezeitenwelt hier bei uns nicht als Serie sondern getrennt präsentiert wird).

Jemand hatte auch geschrieben, dass die Käufer von Tolkiens Völkern gar nicht nach anderer Fantasy Ausschau halten. Dem muss ich hier mal ganz entschieden widersprechen, es gibt auch Leute die beides lesen – und nach „anderer“ Fantasy Ausschau halten.
Für mich persönlich gilt: die Elfen-Bücher von Bernhard Hennen finde ich genial, aber das hindert mich nicht daran „tolkienfremde“ Bücher zu lesen. Darunter habe ich auch schon einige Schätzchen entdeckt, und freue mich auf weitere. Schließlich sagt auch ein bestimmtes Thema oder ein bestimmtes Wort im Titel rein gar nichts über die Qualität aus, es kann nur ein Interesse wecken.

Fantasy kann vielfältig sein, wenn man ihr eine Chance gibt.
Und genau das gefällt mir unter anderem an ihr!

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

Leser-Navi mit Herz: Bücherblogs

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