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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge in der Kategorie Rezension: Science Fantasy

Anke Höhl-Kayser – Das Geheimnis der Sternentränen

Erscheinungsjahr: 2017
Gelesen im Februar 2017
Verlag: Bookspot
Autorenseite

Rezension

Die Erde im Jahr 2162: Die Menschheit hat alle Ressourcen aufgebraucht und die Umwelt zerstört, der Planet ist hoffnungslos verseucht. Jade, eine 32-jährige Wissenschaftlerin, wird einem Geheimprojekt zugeteilt, um einen Zeitkorridor einzurichten und die Umweltbedingungen vergangener Tage zu erforschen. Durch den Korridor gelangt ein junger Mann zu ihr, Ranon – der jedoch nicht aus einer früheren Zeit stammt, sondern von dem mittelalterlichen Planeten Ägeon. Das Portal zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Beide Herrscher wollen es nutzen, um den jeweils anderen Planeten zu erobern. Dabei haben sie Jade und Ranon eine besondere Rolle zugedacht …

Die Bedingungen, unter denen die Menschen auf der Erde leben müssen, fand ich sehr bedrückend. Allein die Vorstellung, so wie Jade noch nie den Wind auf der Haut oder den Sand unter den Zehen gespürt zu haben … Aber auch die Einschränkungen durch die Enge in den Wohntürmen, keine Privatsphäre, das Fehlen jeglicher Freiheit – Individualität ist nicht erwünscht. Das alles ging mir sehr nah, sicher auch weil so eine Zukunft beängstigend realistisch ist.

Die mittelalterliche Fantasy-Welt von Ägeon hat mich jedoch nicht weniger berührt. Das Leben dort ist auch nicht leicht, ganz allgemein (beispielsweise zerstören giftige Dämpfe die Umwelt und viele Kinder sterben, bevor sie laufen können) aber auch speziell für Ranon, dessen Tage von Gewalt und Verachtung geprägt sind. Die Keiare, humanoide Echsenwesen, haben mich fasziniert – genauso wie die Legende um Das Band der Risa, ein milchweißer Sternenarm, der ganzjährig am Himmel zu sehen ist. Diese Legende zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, sie verbindet alles, ist Beginn und Ende.

Es gibt viele Figuren, die mir nah waren und einen intensiven Eindruck hinterlassen haben. Meine Lieblingsfigur ist aber eindeutig Wygo, der Handlanger des Herrschers von Ägeon. Derjenige, der die schwerste und schmutzigste Arbeit erledigen muss – manches davon quält ihn jahrelang. Als Wygo seine väterlichen Gefühle für Jades Zwillingsschwester Melody entdeckt, weiß er nicht mehr, auf welcher Seite er stehen soll. Eine tragische Figur, voller Traurigkeit und Zerrissenheit – es gibt aber auch immer wieder Szenen, in denen man seine liebevolle Seite spürt.

Mein Bezug zu Melody ist nicht ganz so intensiv, aber ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen. Für mich eine besondere und unheimlich liebenswerte Figur, denn sie schlägt sich in einer Welt voller vermeintlich perfekter Menschen mit Down-Syndrom durch. Ich mag ihre ganz eigene Wahrnehmung und den Mut, trotz allem Dinge zu tun, die eigentlich verboten sind. Dinge, die für sie wichtig sind – beispielsweise sich selbst einen neuen Namen zu geben, der besser zu ihr passt.

„Das Geheimnis der Sternentränen“ war für mich eine fesselnde, stimmungsvolle und berührende Lektüre, die mich auch durch ihre Komplexität und den Ideenreichtum begeistert hat. Ich bin davon beeindruckt, wie sich die anfangs klar getrennten ScienceFiction- und Fantasy-Anteile miteinander verbanden und ein harmonisches Gesamtpaket ergaben. Eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte, die mir mal wieder gezeigt hat, dass es sich lohnt, seiner Neugier zu folgen …

Selma J. Spieweg – Der Plan der Zeit (Boris & Olga 3, Clockwork Cologne)

Erscheinungsjahr: 2016
Gelesen im Juli 2016
Autorenseite
Qindie

Rezension

Boris träumt noch immer von einem Häuschen in Sibirien, wo er zusammen mit Olga Frieden finden kann und von der Welt vergessen wird. Doch die Zeit hat noch Pläne mit ihm! Denn sie zerbricht durch die vielen Manipulationen und braucht den Blauen Krieger, um das zu verhindern. Ausgerechnet der Zeitzwilling des Zaren scheint bei diesem Thema den Überblick zu haben, aber kann man ihm auch vertrauen? Und dann ist da noch Nikola – ein Quantenmagier, der seine Fähigkeiten keiner Regierung anbieten will, aber Boris helfen möchte …

Bereits im ersten Kapitel zeigte sich, dass dieses Buch für mich ganz besonders emotional werden würde. Boris stand mir vom ersten Band an sehr nah, aber wie intensiv das inzwischen geworden ist, zeigte sich erst jetzt. Es gab viele Stellen, an denen ich einfach weinen musste, weil sie mir so nah gegangen sind – aus verschiedenen Gründen. Durch tragischen Ereignissen oder bei Szenen zwischen Boris und Olga, die ihr inniges Verhältnis zeigen. Aber auch durch Boris‘ Gedanken über Olga – zu seinen Gefühlen für sie oder was er ihr schenkt, auch wenn er nichts besitzt.

Boris muss sich in diesem Band auch seiner Vergangenheit stellen und seine Zerrissenheit, die Ängste und Erinnerungen haben mit dazu beigetragen, dass dieses Buch so intensiv und vielschichtig auf mich gewirkt hat. Es wurden auch psychologische Betrachtungen eingestreut, die ich als bereichernd empfinde. Mein persönliches Highlight war aber Boris‘ Humor – nicht nur, dass er ihn zeigt, er passte auch so schön zu meinem eigenen!

Die verschiedenen Zeitebenen vermischen sich immer öfter und auch wenn das natürlich verwirrend ist, fand ich es doch ziemlich faszinierend. Auch die Erläuterungen dazu und zu der Zeit an sich. Das wurde so gut erklärt, dass sogar ich es verstanden habe. Oder zumindest das meiste davon.

Einige der offenen Fragen wurden beantwortet und hielten für mich überraschende Entwicklungen bereit. Mit ganz neuen Verbindungen und Zusammenhängen, wodurch die Geschichte noch komplexer wurde. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass vieles noch mehr zusammenrückt und verknüpft wird. Das betrifft Boris‘ Familie, aber vor allem den Plan der Zeit. Als mir bewusst wurde, wieviel von diesem Plan gesteuert wurde, musste ich einen Moment inne halten und das sacken lassen.

Wassilisa spielt wieder eine größere Rolle, worüber ich mich sehr gefreut habe. Aber ich dachte auch oft an Adele und wollte wissen, was denn nun aus ihr wird – das Ende vom zweiten Band hat sich mir wohl sehr eingeprägt. Glücklicherweise taucht sie wenigstens noch kurz am Ende auf, im nächsten Band werde ich also wohl mehr von ihr haben. Dafür habe ich den Zeitzwilling des Zaren inzwischen in mein Herz geschlossen. Und Erik, der grummelig-liebenswerte Kapitän der Himmelstänzerin, war auch wieder mit dabei! Und noch mehr liebgewonnene Figuren … Außerdem gibt es da noch eine spannende neue Figur, die mir ziemlich sympathisch ist.

„Der Plan der Zeit“ war für mich eine intensive, emotionale und sehr abwechslungsreiche Lektüre, die eine große Komplexität und Figurentiefe bietet. Aber auch Humor, nicht zuletzt durch Olgas ganz eigene Logik und einige von Boris‘ Kommentaren, die direkt mein Humorzentrum treffen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und was nun aus Adele wird. Unter anderem.

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Reihenfolge:

  1. Tod dem Zaren
  2. Die Zeitmaschine des Arabers
  3. Der Plan der Zeit
  4. ?

Selma J. Spieweg – Die Zeitmaschine des Arabers (Boris & Olga 2, Clockwork Cologne)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Oktober 2015
Autorenseite
Clockwork Cologne
Qindie

Rezension

Boris ist mit Olga im tiefsten Sibirien unterwegs, um sich dort ein Häuschen zu bauen und von der Welt vergessen zu werden. Wenn nur die Zeichen nicht wären, die Boris nicht deuten kann. Als er ihnen folgt, fällt er ausgerechnet dem Wissenschaftler in die Hände, der ihn einst missbraucht hat, und erhält vom Zar einen Auftrag: Er soll die Zeitmaschine des Arabers vernichten …

Bereits nach einigen Sätzen war ich wieder ganz nah bei Boris, dem ich etwas Ruhe und Frieden mehr als gegönnt hätte. Mir ging da auch einfach das Herz auf, weil man so schön verfolgen kann, wie er langsam auftaut, Emotionen zeigt und sich immer mehr Gedanken macht. Wobei er ja felsenfest davon überzeugt ist, dass er den Verstand verloren hat und Olga eine Halluzination ist.

Wo Boris ist, ist Olga nicht fern. Auch an ihr hänge ich, wenn auch nicht ganz so intensiv. Dafür bringt sie mich öfter zum Grinsen und hat einen gewissen Einfluss auf meine Essensplanung. Die beiden entwickeln ein sehr inniges Verhältnis, trotz der so unterschiedlichen Wahrnehmung ist der eine der Anker des anderen. Der Mittelpunkt und Halt in einer oft düsteren Welt.

Die Geschichte spielt überwiegend in Cöln, einer anfangs sehr bedrückenden Stadt. Dort wird die Handlung auch mit den beiden anderen Reihen aus dem Clockwork-Cologne-Universum verbunden: „Guy Lacroix“ von Simone Keil und „Magnus“ von Susanne Gerdom. Die beiden Reihen sind keine Voraussetzung, um das Buch zu verstehen, aber man ist mit einigen Figuren und Orte dann schon vertraut. Ich kenne nur den ersten Band von „Guy Lacroix“, daher war ich in Cöln zumindest nicht ganz fremd. Und ich hatte Spaß daran, mich bei der einen oder anderen neuen Figur zu fragen, ob diese nicht eine Schöpfung von Autorin x ist.

Das Spiel mit der Zeit bzw. dem Riss im Zeitkontinuum ist großartig, die verschiedenen Zeitlinien sorgen ja für einiges Chaos. Besonders gelungen fand ich, wie sich die Ereignisse am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzten – nur eben in einer anderen Reihenfolge. Seltsame Reaktionen machten auf einmal Sinn und geheimnisvolle Andeutungen wurden nachvollziehbar.

In diesem Buch gab es wieder viel Potential zum Mitleiden, aber auch eine so rührende Szene, die mich tatsächlich zum Weinen gebracht hat. Ich habe einige neue fesselnde Figuren kennengelernt, die ich in mein Herz geschlossen habe – und auf ein Wiederlesen hoffe. Auf die Begegnung mit einigen alten Bekannten hätte ich dafür gerne verzichtet, die haben mir doch ganz schön zugesetzt. Als „Trostpflaster“ gab es aber Luftschiffe, ich liebe Luftschiffe! Und heiße Schokolade.

„Die Zeitmaschine des Arabers“ war für mich eine unheimlich spannende, abwechslungsreiche und emotionale Lektüre, die viele Eindrücke hinterlässt und sogar den ein oder anderen Lachanfall verschuldet hat. Wunderbar komplex, teilweise verwirrend und mit einer großartigen Entwicklungsgeschichte. Ich bin unsagbar stolz auf Boris und hatte sehr viel Spaß mit diesem Buch!

Reihenfolge:

  1. Tod dem Zaren
  2. Die Zeitmaschine des Arabers
  3. ?

Selma J. Spieweg – Tod dem Zaren (Boris & Olga 1, Clockwork Cologne)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im März 2015
Autorenseite
Clockwork Cologne
Qindie

Rezension

Russland, 1898: Boris Sergejewitsch ist mit Leib und Seele Soldat und hat sein Leben dem Dienst am Zaren verschrieben. Ihm kommen nicht einmal Zweifel, als er einem geheimen Experiment zugeteilt wird und dort nicht nur seinen Arm sondern auch einen Teil seiner Menschlichkeit verliert. Zurück bei seiner Einheit kann er eines Tages seiner Kompanie nicht mehr folgen und während er auf den Tod wartet, erwecken seine quantenmechanischen Teile das Interesse der 12-jährigen Diebin und Revolutionärin Olga. So beginnt ein Abenteuer, das sie zu einem ungewöhnlichen Team zusammenschweißt – und in dem auch ein Flüchtling eine Rolle spielt, der Zar Nikolaus II. zum Verwechseln ähnlich sieht …

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, weil ich die Atmosphäre mochte und von der Tragik gefesselt wurde, die Boris‘ Leben begleitet. Alles fühlte sich so nah an, nicht nur die Figuren und ihre Emotionen sondern auch die beschriebenen Landschaften und Szenen. Ich war also schnell mittendrin, an der Seite von Olga und Boris.

Die erschaffene Welt hat mich sehr fasziniert, diese Mischung aus Realität und Phantasie, in der Mechanik sich manchmal wie Magie anfühlt. Es geht dort rücksichtslos und brutal zu, aber glücklicherweise wurde es für mich nie zu detailliert-blutig. Manche Szenen konnte ich einfach nur noch fassungslos miterleiden – und darauf hoffen, dass sich irgendwie ein Ausweg findet. Als Ausgleich dazu empfand ich die zwischenmenschlichen, freundschaftlichen Szenen. Außerdem gibt es rätselhafte Ereignisse und Zusammenhänge, die sich einem erst später erschließen. Also viel Stoff zum Spekulieren!

Boris ist hier meine absolute Lieblingsfigur, aber nicht nur wegen meiner Schwäche für tragische Figuren. Er hat sehr intensiv auf mich gewirkt, mit vielfältigen Empfindungen und Unsicherheiten. Außerdem hat mich seine Entwicklung sehr beeindruckt! Ihm wurde ein Teil seiner Menschlichkeit und seines Fühlens genommen, im Lauf der Geschichte entwickelt Boris sich aber wieder zu einem fühlenden Menschen und lässt auch den „einfachen“ Soldaten hinter sich.

Olga mit ihrer Klugheit und Anhänglichkeit mag ich aber auch sehr. Wie könnte man auch nicht? Genau wie Boris erzählt sie ihre Vergangenheit in Rückblenden, so dass ein facettenreiches Bild entsteht und man ihr ein glückliches Ende wünscht.

Eine Nebenfigur, die es mir sehr angetan hat, ist der Schriftsteller Lew Tolstoi. Aus Sympathie wurde schnell Interesse, denn was er zu erzählen hatte, fand ich sehr spannend. Darum habe ich mir das Glossar auch aufmerksam durchgelesen und überlege sogar, ob ich es nicht mal mit einem Buch von ihm versuche. Auch wenn ich mir bei Klassikern ja nicht soviel zutraue, die Neugier ist jetzt da …

Besonders gelungen finde ich auch die Schilderung einiger Szenen sowohl aus Boris‘ als auch aus Olgas Sicht, denn so wird deutlich, wie unterschiedlich diese von beiden wahrgenommen werden. Daran hatte ich viel Freude – und manchmal musste ich auch darüber grinsen.

„Tod dem Zaren“ war für mich eine vielschichtige und intensive Lektüre mit einer dichten Atmosphäre und so einigen Überraschungen. Ich wurde von vielen Dingen fasziniert und berührt, außerdem hat mich Boris‘ Entwicklung sehr beeindruckt. Die mitreißende Geschichte hinterlässt bei mir bleibende Eindrücke und die Vorfreude auf die Fortsetzung. Denn natürlich bin ich neugierig, wie es mit Boris & Olga weitergeht. Und mit dem einen oder anderen angeschnittenem Thema …

Anja Bagus – Waldesruh (Glasberg-Trilogie 1)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Februar 2015
Autorenseite
Verlag für das Print: Roter Drache

Rezension

Hotel Waldesruh im Hochschwarzwald, 1912: Die adlige und jung verwitwete Minerva möchte ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen und nicht von ihrer divenhaften Mutter als Gesellschafterin in Beschlag genommen werden. Sie lernt den Unternehmer Falk kennen, der eine Glashütte kaufen will – allerdings wurde der Glasmachermeister ermordet und seine wertvolle Forschung gestohlen. Und dann ist da noch ein preußischer Hauptmann, der Interesse an ihr zeigt. Der Æther rund um den mysteriösen Glasberg hat vieles verändert und als in der Silvesternacht uralte Mächte erwachen, müssen sich auch die Gäste des Hotels entscheiden, auf welcher Seite sie stehen …

Die Ætherwelt ist eine alternative Realität, in der seit dem Jahreswechsel zum 20. Jahrhundert ein mysteriöser grüner Nebel über den Gewässern aufsteigt, den die Forscher Æther nennen. Dieser ermöglicht technische Erfindungen wie Luftschiffe und Blitzwaffen, er verändert aber auch Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Gesellschaft wird mit Wesen aus Mythen und Legenden konfrontiert, die wieder zum Leben erwacht sind.

Im Prolog begegnen wir Ulrich, der wegen seiner körperlichen Veränderung aus seinem Dorf vertrieben wird und in den Wald flüchtet, wo er sich weiter wandelt und schließlich als Auserwählter fühlt, der noch beweisen muss, dass er die für ihn vorgesehene Aufgabe auch erfüllen kann. Dadurch begann die Geschichte für mich sehr fesselnd, weil man gleich mitten in die sich verändernde Welt geworfen wird und miterlebt, wie Mythen wieder lebendig werden.

Mir gefielen auch die stimmungsvollen Beschreibungen und die Bilder, die dabei vermittelt wurden. Alles fühlte sich so lebendig an, nah bei mir. Das blieb während des ganzen Buches so, die Geschichte entwickelte einen starken Sog und hat mich sehr fasziniert. Das lag sicher auch an der für mich schönen Mischung: Steampunk ohne zuviel Technik, Mythen, Krimi und eine leise Liebesgeschichte. Dazu kommen dann noch die vielschichtigen Figuren! :)

Minerva ist eine außergewöhnliche Frau, schlagfertig und tough. Aber in einem Maß, das mich nicht abschreckt. Und sie hat auch andere Seiten – sanftere. Sie ist stark, aber auch empfindsam. Mir gefällt, dass sie beides in sich vereint. Falk ist anfangs sehr grob und abweisend, trotzdem hat mich etwas zu ihm hingezogen. Durch das Geheimnisvolle und Kühle blitzte einfach einiges durch … Beides sind keine einfach gestrickten Figuren, aber gerade das macht ihren Reiz aus. Und dazu passt für mich auch die Art und Weise, wie sie sich näher kommen.

„Waldesruh“ war mein erster Roman von Anja Bagus, aber sicher nicht mein letzter. Neben den tollen Figuren hat es mir besonders die Kombination von Steampunk und Mythen angetan. Da wurde eine für mich sehr faszinierende Welt erschaffen, die beeindruckende Bilder hinterlässt und mich einfach begeistert! Eine sehr berührende Geschichte, die mir gezeigt hat, dass ich wohl doch ein Steampunkmix-Fan bin, wenn es nicht zu technisch wird und so gut gemacht ist. Auch ohne Luftschiffe. ;) Ich freue mich schon darauf, mehr von Minerva und Falk zu lesen!

Ann-Kathrin Karschnick – Phoenix. Tochter der Asche (Phoenix 1)

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im August 2014
Autorenseite
Verlagsseite

Rezension

Nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika liegt Europa in Trümmern, es herrscht Chaos. Eine überirdische Macht, die Saiwalo, übernahmen die Herrschaft und bauten den Kontinent mit Hilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, durch die Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi trifft. Eine Phoenix und sogenannte Seelenlose, die im Auftrag der Saiwalo gejagt wird und etwas mit der Mordserie verbindet, denn sie kannte die Opfer …

Die Geschichte wird auch als Dystopie eingestuft, was mich anfangs abgeschreckt hat, einfach weil das nicht „mein“ Genre ist und ich düstere Bücher ohne Magie normalerweise meide. In diesem Fall war meine Neugier aber stärker, denn mir hatten „Die Feuerritter“ gut gefallen und außerdem reizte mich neben dem Teslapunk auch die Phoenix. Glücklicherweise, denn mir wäre sonst eine sehr fesselnde und ungewöhnliche Geschichte entgangen!

Das Buch beginnt rasant, wir lernen die flüchtende Tavi kennen und werden in dieses so andere Hamburg geworfen, wo die Menschen sich nicht gegen die Unterdrückung durch die Saiwalo wehren, weil sie es so gewohnt sind und niemand absichtlich getötet wird. Zumindest kein Mensch. Die nun als Seelenlose abgestempelten Wesen gibt es seit dem Anbeginn der Zeit, sie sind aber erst durch das fehlgeschlagene Experiment sichtbar geworden.

Tavi war von der ersten Seite an nah bei mir, ich empfand sie als sehr präsent und hatte schnell das Gefühl, sie schon länger zu kennen. Die Phoenix hat für mich eine besondere Ausstrahlung, die sicher auch etwas mit ihrem langen Leben und den vielfältigen Erfahrungen zu tun hat. Und natürlich mit dem, was sie ist.

Zu Leon hatte ich auch einen guten Draht, allerdings verspürte ich öfter den Drang ihn anzuschreien, dass er auf der falschen Seite steht. Bei ihm hat mir gefallen, dass sein familiärer Hintergrund thematisiert wird und er nicht „einfach so“ ein Anhänger der Saiwalo ist. Ich fand ihn sehr glaubwürdig – seine Zweifel, seine Zerrissenheit, seine Reaktionen. Jemand, der allzu schnell die Seiten wechselt, hätte mich da nicht überzeugen können, weil die anerzogenen Werte ja tief in einem stecken. Daher ist Leon für mich eine sehr stimmige Figur, auch wenn mir bei einer Szene dann doch die Nerven durchgegangen sind …

Es gibt auch eine Nebenfigur, die es mir sehr angetan hat – mal wieder. ;) Geheimnisvoll, nicht leicht zu durchschauen und doch hat sie mich gleich berührt. Ich hoffe natürlich auf ein Wiedersehen, auch weil sie mich noch länger beschäftigt hat …

Neben den tollen Figuren haben mich aber auch andere Dinge begeistert: Der Teslapunk, mit dem ich hier zum ersten Mal in Berührung gekommen bin und der mich nicht überfordert hat. Die leise Liebesgeschichte, die nur einen kleinen Teil dieses Romans ausmacht. Details zu der Macht der unheimlichen Saiwalo, zu denen nur ihre Wächter sprechen können. Dieses so andere, düstere Hamburg mit den verschiedenen „Seelenlosen“. Die Spannung, die sich von Seite zu Seite steigerte und von der ich manchmal ganz hibbelig wurde.

Der Auftaktband der Phoenix-Trilogie war für mich eine emotionale und sehr mitreißende Lektüre, die mich überrascht und begeistert hat. Ein abwechslungsreicher Genremix, der einige Schubladen durchbricht und eine ungewöhnliche Geschichte bietet, die mich auf ganz unterschiedliche Weise anspricht. Ich bin schon gespannt darauf, wie es mit der Reihe weitergeht! :)

  1. Tochter der Asche
  2. Erbe des Feuers
  3. ?

Susanne Gerdom – Æthersturm

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juni 2014
Verlagsseite
Autorenseite

Der Krieg um die Befreiung der von den Menschen versklavten Elementare ist in vollem Gange. Die Engel stehen vor den Toren Wiens und das Kriegsministerium drängt Professor Tiez mit allen Mitteln dazu, seine Kriegsmaschine fertig zu stellen. Ist der Zeitmeister ein Verräter und hat die Seiten gewechselt oder gehört das alles noch zu seinem Plan, die Elementare zu befreien und eine alternative Energiequelle zu erschaffen?

Das Buch beginnt einige Wochen vor dem Ende des ersten Bandes, Æthermagie, mit der Einführung einer neuen Hauptfigur – dem Halbengel Jenö. Seit dem Tod seiner Mutter lebt er gemeinsam mit seinen vier Elementarwesen in der Kanalisation und ist weder auf Menschen noch auf Engel gut zu sprechen.

Jenö war mir schnell sehr nah – es fühlte sich an, als ob ich ihn schon länger kenne und nicht erst gerade kennengelernt hätte. Sicher liegt es auch daran, dass er einen tragischen Hintergrund hat, aber nicht nur. ;) Da hatte mich dann also gleich eine neue Lieblingsfigur erwischt, die tatsächlich gegen Shenja, Kato, Belpharion und die anderen bestehen konnte. Jenös Elementare habe ich auch in mein Herz geschlossen, wobei die Sylphe schon ein klein wenig die Nase vorn hat. Die Klingende. Tibillibill.

Ich konnte mich so richtig schön in die Geschichte fallen lassen, mein Kopfkino genießen und wild spekulieren, was mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Es gab Geheimnisse, nicht so leicht zu durchschauende Figuren, (mögliche) Verräter, rätselhafte Ereignisse, verschwundene Personen – und natürlich die Zeit, die völlig aus den Fugen geraten ist. Bei einigen Dingen war ich auf dem richtigen Weg, aber auf mich warteten auch viele Überraschungen! :)

Aber nicht nur mein Kopf war gut beschäftigt, auch mein Herz. Es gab so viele Figuren, die mir nah waren, daher habe ich da auch ordentlich mitgefiebert und mitgelitten. Sehr emotional und berührend. Wegen einer Figur habe ich mir sogar irgendwann leichte Sorgen um mich selbst gemacht, weil ich mich im Verlauf dieses Romans emotional so stark an sie gehängt habe. Unterbewusst. Mir ist das erst so richtig aufgefallen, als ich zum „Du“ übergegangen bin …

Ich hatte aber auch den Eindruck, dass in dieser figurenintensiven Geschichte noch viele Hintergründe und Themen ausgebaut hätten werden können. Dass manche Dinge einfach ein wenig untergegangen sind, weil soviel in diesem Buch steckt. Möglicherweise zeigt das aber auch nur, wie sehr mich der Roman fasziniert hat. Und einzelne Figuren … Also hat meine Phantasie einfach noch etwas zu tun! Und wer weiß, vielleicht besucht mich Belpharion ja irgendwann doch noch und verrät mir etwas – der sträubt sich irgendwie. Frechheit!

Æthersturm wirkte auf mich viel ausgeglichener als der erste Band, der mich ja wegen dem Brünnlfeld und Shenja ganz schön deprimiert hatte. Auch hier sehen wir das Brünnlfeld von innen, aber die Behandlungen waren nicht mehr das zentrale Thema, sondern eines von vielen. Das wunderbare Ende der Reihe war für mich dann auch ein toller Ausgleich für das viele Leid, besonders im ersten Teil.

Die Geschichte hat mich glücklich und tief berührt zurückgelassen – und mit unzähligen wunderbaren Eindrücken, mein Kopfkino war nämlich ein Feuerwerk! Eine intensive und mitreißende Lektüre, die mich noch länger beschäftigt und die ich gar nicht loslassen mag (die Elementarwesen fehlen mir auch sehr). Und ein geniales Rätselbuch! :)

Reihenfolge

  1. Æthermagie
  2. Æthersturm

Bernd Perplies – In den Abgrund (Magierdämmerung 3)

Gelesen im Oktober 2012
Erscheinungsjahr: 2011
Verlagsseite

Wellington ist es gelungen, die Wahre Quelle der Magie unter seine Kontrolle zu bringen – er verfügt somit über eine Waffe, wie sie die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Holmes und Randolph werden vom Luftschiff des Vatikans aufgesammelt, wo sie neben Misstrauen und Geheimnissen auch die Magieragentin Lionida Diodato erwartet. Kendra und Jonathan sind auf einem geheimnisvollen fliegenden Schiff unterwegs zur Wahren Quelle, um diese mit dem Quellschloss zu schließen und so zu verhindern, dass die Welt im Chaos versinkt.

Ich bin wieder gut in die Geschichte hinein gekommen, auch wenn meine Lektüre der ersten beiden Teile schon länger her war. Zum einen lag das an den noch immer intensiven Eindrücken, die ich dazu im Kopf hatte, zum anderen erleichtern die kleinen eingebauten Hinweise dies auch sehr. Schnell stellte sich wieder die für mich so besondere Magierdämmerungs-Stimmung ein und ich bin einfach nur im Buch versunken.

Gleich zu Beginn gibt es eine sehr überraschende Entwicklung, die mich ein wenig sprachlos gemacht hat und staunend an den Seiten kleben ließ. Und das war nicht die letzte, denn die Geschichte ist gespickt mit ihnen und ich konnte nur sehr wenige Dinge im Voraus erahnen. Dazu kommen wunderbares Kopfkino sowie eine ruhige Erzählweise mit viel Platz für Details und die einzelnen Figuren.

Das Wiedersehen mit manchen Charakteren fühlte sich an, als ob man gute Freunde trifft. Sie sind mir im Verlauf dieser Reihe mit ihren ganz individuellen Eigenheiten und Hintergründen doch sehr ans Herz gewachsen. Aber es gibt auch jemanden, der im zweiten Band nur kurz aufgetaucht ist (und mich da schon so schön angelacht hat), und im dritten Teil zu einer Hauptfigur wurde. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Meine Lieblingsfigur wurde jedoch ein ganz neuer, rätselhafter und auch tragischer Charakter, der mich einfach voll erwischt hat. Ich war ihm völlig hilflos ausgeliefert. ;)

Genauso ging es mir mit diesem Buch: Ich habe förmlich an ihm geklebt, mitgefiebert, mitgelitten, mich um alte und neue Lieblingsfiguren gesorgt. Ein mitreißender, magischer und mehr als gelungener Abschluss einer für mich besonderen Reihe, die mich sehr bewegt und beeindruckt hat.

Susanne Gerdom – Æthermagie

Erscheinungsjahr: 2012
Gelesen im November 2012
Verlagsseite

Das Wien zur Zeit des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs steht vor einem Krieg gegen die Engel, welche das sofortige Ende der Jagd auf die Elementarwesen fordern. Denn diese werden von den Menschen eingesperrt und gequält, um die Æthermagie zu erzeugen, mit der beispielsweise Motorwagen und Heizungen betrieben werden.

Die Baronesse Kato von Mayenburg kann die Elementargeister sehen und gehört zu den sogenannten Sensitiven, die ihre besondere Begabung verbergen müssen und in der Gefahr schweben, von der Geheimpolizei abgeholt und zur Kurierung dieser Wahnvorstellungen in die Nervenheilanstalt Brünnlfeld gebracht zu werden. Major Katalin Nagy soll im Auftrag der Kaiserin herausfinden, was dort besonders in der geheimnisvollen Abteilung D vor sich geht. Dazu wird der Kommissär Jewgenij Danilowitsch als vermeintlicher Insasse in die Anstalt eingeschleust, wo er den skrupellosen Behandlungsmethoden hilflos ausgeliefert ist…

Bereits auf den ersten Seiten habe ich die dichte Atmosphäre gespürt, die mich während der ganzen Geschichte begleitet hat. Sie verändert sich, wird düsterer und bedrückender, aber lässt mich niemals los. Es gibt viele Details zu entdecken, so dass ich auch ein genaues und lebendiges Bild dieses etwas anderen Wiens vor Augen hatte. Aber auch einige Zitate, die mich zum Nachforschen und Opern-Video-schauen verführt haben. Und dann war da noch ein ganz wundervolles düsteres Gedicht!

Ich war schnell mitten in der Geschichte und schon wild am spekulieren, bevor mir so richtig bewusst wurde, was ich da tat. Und wie früh. Aber diese Welt war so spannend aufgebaut, dass ich bereits im dritten Kapitel über Verbindungen und Zusammenhänge nachgedacht habe. Im gleichen Kapitel hat mich auch meine Lieblingsfigur erwischt, kaum ist Jewgenij aufgetaucht, war es um mich geschehen. Es kamen noch andere dazu, aber bei ihm ist die Verbindung einfach am intensivsten. Was vielleicht kein Wunder ist, wenn man bedenkt, was er alles durchmachen muss. Und ich habe heftig mitgelitten.

Die Nervenheilanstalt war für mich ein ganz schrecklicher Ort. Diese unheimlichen Behandlungen. Die Hoffnungslosigkeit und das viele Leid. Die Ungerechtigkeit und Gefühlskälte. Das ist scheinbar ein Thema, auf das ich sehr sensibel reagiere. Ganz besonders, wenn man alles so deutlich sieht und die Emotionen so intensiv spürt. Stellenweise hatte ich wegen den Behandlungen und der Hilflosigkeit tatsächlich Angst weiterzulesen. Das war neu für mich. Wie sehr mich der Aufenthalt im Brünnlfeld mitgenommen hat, habe ich auch an meinen Träumen gemerkt. Gruselig!

Die Ereignisse im letzten Drittel des Buches haben mich dann aber davon abgelenkt und auch mein armes gequältes Leserherz heilen lassen. Allein die vier verschiedenen so liebevoll beschriebenen Elementarwesen und ihre ganz speziellen Eigenheiten haben mich versöhnt. Bitte mehr davon! :) Es gab auch noch einige Hintergründe zu entdecken, durch die ich dann gedanklich ein wenig abgedriftet bin, weil plötzlich so viele Fragen und Vermutungen in meinem Kopf explodiert sind.

Für mich sind die Figuren in dieser Geschichte auch etwas ganz besonderes, denn ich empfinde die meisten als facettenreich und tiefgründig – egal, ob es nun Haupt- oder Nebenfiguren sind. Zwei davon sind auch so undurchsichtig, dass ich mir nach dem Ende der Lektüre noch so einige Gedanken über sie gemacht habe. Und über Entwicklungen, hinter denen möglicherweise noch mehr oder etwas ganz anderes steckt, als es momentan den Anschein hat.

Æthermagie war für mich eine intensive Lektüre voller Überraschungen, die mich gleichzeitig fasziniert und gequält hat. Eine Geschichte, die reifer und „erwachsener“ wirkt als die anderen Jugendbücher der Autorin – und auf mich überhaupt gar nicht wie ein Jugendbuch. Ein Buch, das mich noch länger beschäftigt hat und in dem mich einige Andeutungen sehr neugierig auf die Fortsetzung gemacht haben. Ich muss also ganz unbedingt weiterlesen, auch wenn das heißt, wieder ins Brünnlfeld zurückkehren zu müssen. Aber dafür erfahre ich dann ja vielleicht auch mehr über die Elementarwesen und Engel. Und über einen speziellen Engel, der es mir sehr angetan hat. Und das, wo ich doch sonst mit Engeln nicht viel anfangen kann…

Bernd Perplies – Gegen die Zeit (Magierdämmerung 2)

Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im März 2011

London 1897. Der Konflikt zwischen den beiden Magierfraktionen des Silbernen Kreises spitzt sich zu. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und hält die Anhänger Dunholms, darunter Jonathan und seine Mitstreiter, gefangen. Diesen läuft die Zeit davon. Die Wahre Quelle der Magie muss unbedingt geschlossen werden, sonst ist die Menschheit dem Untergang geweiht…

Der zweite Teil der Magierdämmerung schließt nahtlos an den ersten Band an und bietet eine temporeiche Geschichte, von der man einfach mitgerissen wird. Ich habe es genossen, wieder diese besondere Stimmung zu spüren und „alte Bekannte“ wiederzutreffen. Es gibt jedoch auch einen neuen Handlungsstrang und einige neue Figuren zu entdecken.

Die Atmosphäre ist düster, aber nicht hoffnungslos. Sie wird auch durch einige humorvolle Szenen aufgelockert, die mich zum Grinsen brachten. Ganz besonders gilt das für den verbalen Schlagabtausch zwischen Randolph und Jupiter Holmes.
Im Vergleich zum ersten Band wird das Tempo deutlich angezogen, es passiert sehr viel – vor lauter Spannung und Action weiß man manchmal gar nicht, um wen man am meisten bangen soll. Es gibt aber auch ruhige Momente, in denen man etwas Luft holen und so einige Überraschungen verarbeiten kann.

Neben den liebevoll ausgearbeiteten und gut durchdachten Charakteren haben mich aber auch die vielen Bilder beeindruckt, die vermittelt wurden. Stimmungsvoll, intensiv und abwechslungsreich – einfach perfektes Kopfkino!
Das Buch hat mich mitgerissen, berührt und auch etwas leiden lassen. Denn die Figuren werden nicht geschont, und dummerweise hänge ich ja immer sehr an liebgewonnenen Protagonisten und fiebere so richtig mit …

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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