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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge in der Kategorie Blogtour

[Ankündigung] Blogtour zu „Edda Reloaded: Götterkind 1“ von T.S. Elin

Die Blogtour zum ersten Band der Teilreihe „Götterkind“ von T.S. Elin findet vom 03.-07. Mai statt und ich freue mich, ein Teil davon zu sein. Auch weil die Edda irgendwie „mein“ Thema ist, obwohl ich mich immer noch nicht getraut habe, sie zu lesen. Und sie wird ordentlich aufgemischt!

Worum geht es in der Reihe?

Thor ist nicht der Einzige. Und nicht der Bedeutendste. Er ist nur einer der Söhne Odins.
Entschlossen Asgards Untergang zu verhindern, nahm Odin die Gestalt einer Wölfin an und verführte seinen größten Feind. Schwanger vom Fenriswolf, gebar er sechs Söhne.
Zwei Väter. Keine Mutter.
Die Wölfe Odins.
Zerrissen zwischen den Göttergeschlechtern der Asen, Jötunn und Vanen.
Gefangen zwischen Herkunft und Verlangen.
Sechs Männer – Ein Leitwolf.

Arawn, Odins Pfand gegen den Untergang Asgards, kämpft.
Um sein Leben.
Für seine Liebe.
Um ihre Zukunft.

Als die Wölfe Odins aus dem Schatten ihrer Väter treten, verschiebt sich das von Odin mit eiserner Hand Gefügte. Arawn und seine Brüder werden vom Pfand zur Achillesferse und verändern – alles!

Edda Reloaded – Asgard, die Wahrheit hinter der Legende

Die Autorin

Tiphaine Somer Elin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann im Süden Deutschlands. Im letzten Jahrtausend geboren, schreibt sie seit vielen Jahren, aber das ist ihr erstes Buch. Denn eine Geschichte über Helden, die gezeugt und geboren wurden, um sich jeder Bedrohung entgegen zu stellen, die für eine Liebe kämpfen und den Lauf der Welt für immer verändern, einer Welt, deren bestgehütetes Geheimnis die Wölfe Odins sind, musste einfach geschrieben werden.

Webseite: Edda Reloaded


Ablauf der Blogtour:

    • 03.05. Eva-Maria schreibt auf Schreibtrieb über das Motiv der Liebe.
    • 04.05. Eva widmet sich auf Phantastisch Lesen dem Thema Wölfe.
    • 05.05. Carmen befasst sich auf Carmens Bücherkabinett mit der nordischen Mythologie.
    • 06.05. Ich werde euch auf der Fantastischen Bücherwelt die Göttergeschlechter näher bringen und verraten, was es mit Iduns Apfel auf sich hat.
    • 07.05. Zum Abschluss löchert Susanne die Autorin für Literaturschock in einem Interview.

Was gibt es zu gewinnen?

Verlost werden in jedem Blog unter allen Kommentatorinnen je eine Ausgabe von „Edda Reloaded. Götterkind 1“. Ihr werdet direkt von den Bloggerinnen benachrichtigt. Die Regeln zur Teilnahme findet ihr immer bei den einzelnen Artikeln. Doppelte Gewinne und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.


Ich wünsche euch viel Spaß bei der Blogtour! Vielleicht mögt ihr zur Einstimmung ja schon mal in den Buchtrailer schauen?

Blogtour zu „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch: Interview

Heute begrüße ich euch im Rahmen der Feuerstimmen-Blogtour bei mir! Nachdem es gestern im Filmtheaterlesesaal um Geschlechterrollen in der Fantasyliteratur ging, darf ich nun Christoph Hardebusch ein paar Fragen stellen …

© Casjen Klosterhuis

© Casjen Klosterhuis

Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in München.

 


Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Als Erzähler. Das ist, was sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht.

Und wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Nicht sehr aufregend, muss ich gestehen. Aufstehen, Frühstücken, frisch machen, arbeiten. Und auch wenn dabei Phantasiewelten entstehen, von außen ist die Arbeit vor allem vor dem Computer sitzen und in die Tasten hauen.

Herrscht auf Deinem Schreibtisch eher Chaos oder Ordnung?

Da ich ihn mit zwei Katzen teile und dementsprechend wenig Platz ist, eher Ordnung. Das Chaos wandert auf und in Büroschränke, Regale und oft genug den Boden.

Mit „Feuerstimmen“ kehrst Du nach einem Ausflug ins Historische (Die eiserne Krone) wieder zur klassischen Fantasy zurück. Was schätzt Du an dem Genre?

Fantasy ist seit ich lesen kann Teil meines Lebens. Als ich mit dem Schreiben begann, war es nur natürlich, dass ich bei ihr gelandet bin. Sowohl als Leser als auch als Autor schätze ich die Weite, die Offenheit, diese grenzenlose Kreativität, die man in ihr ausleben kann.

Wie ist die Welt, in der Dein neuer Roman spielt, aufgebaut?

Nach Ausflügen in verschiedene andere Gefilde, kehre ich jetzt wieder zur klassischen Fantasy zurück. Eine magische Welt, deren Besonderheit jedoch ihre Verbundenheit mit der Macht der Musik ist. Harmonie spielt in ihr eine große Rolle …

Verrätst Du uns etwas über die Hauptfiguren?

Die Geschichte wird aus der Sicht zweier Figuren erzählt, die sich wie in einem Duett abwechseln. Da wäre der Barde Aidan, der vor einer dunklen Vergangenheit flieht, und die junge Königin Elena, die von großer Sorge um die ihr anvertrauten Menschen umgetrieben wird. Sie sind sehr unterschiedlich, und natürlich macht dies einen Reiz bei ihrem Zusammentreffen aus.

Ein zentrales und für mich sehr reizvolles Thema sind die Barden. Hast Du zu ihnen einen besonderen Bezug oder mussten sie aus Gründen einfach in die Geschichte?

Musik ist in der Fantasy ja durchaus ein klassisches Thema, und durch die Zusammenarbeit mit Van Canto, einer a capella Band, bot es sich an, dieses aufzugreifen und in den Mittelpunkt zu stellen.

Gibt es eine Figur oder Szene, die Dir besonders nah ist?

Natürlich gibt es Szenen, die während des Schreibens sehr intensiv sind. Ich kann allerdings schlecht auf sie verweisen, ohne wichtige Ereignisse vorwegzunehmen. Bei den Figuren ist es einfach: Durch die Konzentration auf Aidan und Elena sind mir die beiden sehr ans Herz gewachsen. Sie sind sehr unterschiedlich, aber natürlich macht gerade das den Reiz aus, und zu erzählen, wie ihre Wege miteinander verflochten sind, war sehr schön.

Von der ersten Idee zum Buch: Wie lange hast Du daran gearbeitet und welche Klippen galt es dabei zu umschiffen?

Irgendwo zwischen anderthalb und zwei Jahren. Da der Roman in der engen Zusammenarbeit mit Van Canto entstanden ist, war vieles für mich, beziehungsweise uns Neuland. Damit meine ich nicht die ganzen Fragen, die hinter den Kulissen geklärt werden mussten, und für die wir zum Glück mit Piper und edel offene und hilfsbereite Partner hatten – das ist ein eigenes Thema! -, sondern in der direkten kreativen Zusammenarbeit. Wir standen durchgehend in regem Austausch, damit dieses Projekt so werden konnte, wie es unseren Visionen entsprach.

War von Anfang an geplant, daraus ein Multimedia-Projekt zu machen?

Ja, das Buch wurde von der ersten Idee an mit Van Canto entwickelt, so wie das Album auch in Zusammenarbeit mit mir entstanden ist. Alles andere hätte für uns keinen Sinn ergeben.

Wie war die Zusammenarbeit mit der Metal-A-Capella-Band Van Canto und inwieweit habt ihr euch gegenseitig inspiriert?

Es war absolut phantastisch. Es klingt so nach Klischee, aber bei der Freisetzung der kreativen Energien ist etwas entstanden, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Wir haben die ganze Zeit bis ins Detail zusammengearbeitet, uns zusammengesetzt und beraten, uns gegenseitig inspirieren und anregen lassen. Ich bin Van Canto sehr dankbar, auch meine eigene Arbeit auf diese Weise neu entdecken zu können.

Was bedeutet Dir Musik? Und welche Vorlieben hast Du da?

Mir persönlich ist Musik sehr wichtig. Auch beim Schreiben läuft eigentlich immer Musik – meist Soundtracks. Mein Musikgeschmack ist sehr breit, und worauf ich Lust habe, hängt immer auch von Augenblick und Stimmung ab. Man findet mich eigentlich in jedem Jahr einige Male in der Oper, aber auch auf Festivals und Konzerten der härteren Gangart. Ähnlich wie bei der Lektüre schränke ich mich ungern ein; wenn mir etwas gefällt, dann gefällt es mir eben, das Genre ist dabei nicht wichtig.

Was war bisher Dein schönstes Erlebnis als Autor?

Da gibt es so viele. Man vergisst manchmal im Schreiballtag, wie großartig der eigene Beruf ist. Wenn man ein neues Buch zum ersten Mal in der Hand hält. Die Stille bei einer Lesung, bevor man den ersten Satz sagt. Ein nettes Wort, eine nette Email.

Welche Autoren-Macken hast Du?

Es gibt eine Handvoll Vertipper, die mir immer wieder unterlaufen. Inzwischen habe ich dafür Autokorrekturen, so weiß mein Rechner, dass ich nicht nciht schreiben wollte …

Gibt es ähnliche Figuren-Typen, die sich durch deine Geschichten ziehen?

Ich versuche eigentlich, Abwechslung in meine Bücher zu bringen. Nicht nur um meiner Leser/innen willen, sondern auch um meinetwillen. Aber ich denke, dass meine Figuren sich allgemein oft im grauen Spektrum des Seins bewegen; wenn ich etwas versuche, dann vielschichtige Charaktere zu schreiben.

Was liebst Du am Schreiben – und was magst Du nicht so?

Die Freiheit. Sowohl im kreativen Sinn, als auch beruflich. Und schwierig ist … die Freiheit. Es fällt mir manchmal schwer, Strukturen zu schaffen, die ein Unterfangen wie ein Fantasyroman aber benötigt.

Schreibst Du inzwischen anders als vor einigen Jahren?

Ich denke schon. Aber ich fürchte, das Urteil darüber liegt bei den Leser/innen.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich möchte meine Leser/innen unterhalten. Eine spannende Geschichte erzählen. Natürlich fließt meine Sicht auf die Welt in meine Romane ein, und ebenso natürlich freue ich mich, sollte ich hier und da einen Denkanstoß liefern. Aber ich sehe mich nicht als Lehrer; denken muss jede/r für sich selbst.

Was liest Du selbst gern?

Quer durch den Garten. Fantasy, klar, Science Fiction, generell Phantastik. Aber auch historische Romane, den einen oder anderen Krimi. Ich mag Bücher aus anderen Kulturkreisen, die mir ein kleines Fenster in eine mir fremde Welt öffnen. Und sehr viele Sach- und Fachbücher, das bringt die Recherche mit sich, was aber meinen Interessen sehr entgegen kommt.

Woran arbeitest Du gerade?

Wieder Fantasy, aber etwas umfangreicher als „Feuerstimmen“, vor einem der Antike nachempfundenen Hintergrund. Ein sehr altes Projekt, an dem ich schon vor dem ersten Troll-Band gearbeitet habe, und das sich weiter und weiter entwickelt hat und jetzt endlich in Worte gefasst werden kann.

Herzlichen Dank für das Interview – ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg! :)

Ich habe zu danken!


Gewinnspiel!

Am Ende der Blogtour werden unter allen TeilnehmerInnen 5x je eine Ausgabe von „Feuerstimmen“ verlost. Ab dem 28.03. erfolgt die Auslosung der Gewinner/innen, die per Mail benachrichtigt und auf den teilnehmenden Blogs bekannt gegeben werden.
Um teilzunehmen, beantwortet mir als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage:

Welche Rolle spielt Musik in eurem Leben?

Das Kleingedruckte:
Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten. Hinterlasse uns eine Möglichkeit (E-Mail etc.), um Dich nach dem Gewinnspiel zu kontaktieren. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist nur innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz möglich. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Wir übernehmen keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg.
Das Gewinnspiel endet am 27. März 2016 um 23:59 Uhr.

blogtour-feuerstimmen


Links:

Auf Fantastische Bücherwelt rezensierte Romane von Christoph Hardebusch:

  • Die Werwölfe (Rezi)
  • Feuerstimmen (Rezi)
  • Smart Magic (Rezi)
  • Sturmwelten 1 (Rezi)
  • Sturmwelten 2: Unter schwarzen Segeln (Rezi)
  • Sturmwelten 3: Jenseits der Drachenküste (Rezi)

Die einzelnen Stationen dieser Blogtour findet ihr in der Ankündigung.
Viel Glück bei der Verlosung – und hoffentlich hat euch unsere Reise mit den Feuerstimmen gefallen! Nach der großartigen Lesung auf der Leipziger Buchmesse, über die Susanne von Literaturschock auch hier berichtet hat, muss ich mir ganz unbedingt noch das Hörbuch kaufen. Vor allem wegen der CD mit den Bardenliedern, von denen war ich ja völlig hin und weg …

[Ankündigung] Blogtour zu „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch

Banner_Hardebusch

Morgen beginnt die Feuerstimmen-Blogtour, auf die ich mich schon sehr freue! Nicht nur, weil mich die Geschichte gefesselt hat, sondern auch weil ich die Mischung der abwechslungsreichen Themen als gelungen empfinde und schon gespannt auf die Beiträge bin.

Worum geht es in dem Buch?

Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen war: die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte – den Gesang der Magie …

Ablauf der Blogtour:

Zu gewinnen gibt es auch etwas! Am Ende der Blogtour werden 5x je eine Ausgabe von „Feuerstimmen“ verlost.

Übrigens startet am 15. April eine autorenbegleitete Leserunde auf leserunden.de – da könnt ihr das Buch dann in netter Begleitung lesen und darüber diskutieren.

[Blogtour „Die Stimmen über dem Meer“] Gewinnerbekanntgabe

Wir haben uns sehr über die große Beteiligung an der Blogtour gefreut, viele haben sogar auf allen Blogs kommentiert. Und jetzt wurde ausgelost! :)

Die Gewinner:

  • Je ein signiertes Buch geht an Nik 75 und Sonjas Bücherecke (ihr erhaltet es direkt von der Autorin).
  • Je ein Buch geht an Martinas Buchwelten, Margareta Gebhardt und Vero Havre (ihr erhaltet es direkt vom Verlag).
  • Der Trostpreis, ein von Hanne zur Verfügung gestelltes Handmade-Kartenset, geht an Monika Buchmann.

Herzlichen Glückwunsch! :)

Ihr habt von Hanne eine Mail erhalten, bitte meldet euch innerhalb einer Woche bei ihr.

Die Stimmen über dem Meer

Blogtour zu „Die Stimmen über dem Meer“ von Bettina Storks: Bretonische Mythen

Heute darf ich euch im Rahmen der Blogtour zu „Die Stimmen über dem Meer“ bei mir begrüßen! :) Nachdem es gestern bei Hanne um Schauplätze, die Gegend und Zitate ging, darf ich mich heute den bretonischen Mythen widmen. Bisher habe ich mich kaum mit den Bretonen beschäftigt, aber der Roman macht eindeutig Lust auf mehr!

Blogtour "Die Stimmen über dem Meer"

Wer sind die Bretonen?

Die Kelten tauchten vor ungefähr 2500 Jahren in der westfranzösischen Bretagne auf. Während sich die Osismer im Norden des Finistére und die Curiosoliten nahe dem heutigen Saint-Brieuc niederließen, gaben die Namneten Nantes, die Redones Rennes und die Veneter Vannes den Namen. 500 Jahre später folgte eine zweite Einwanderungswelle: Als die Römer Britannien verließen, flohen viele Briten vor den Angeln und Sachsen in die Bretagne, die daher auch ihren Namen hat. In den folgenden zwei Jahrhunderten mischten sich die Flüchtlinge mit den ansässigen Kelten und es wurden drei Königreiche gegründet: Dumnonia im Norden, Cornouaille im Süden und Br Erech im alten Gebiet der Veneter.

Baie de Trépassés, die Bucht der Verstorbenen

Dort versammeln sich der Legende nach die Ertrunkenen, um noch einmal an Land zu gehen. Es heißt, an Allerseelen liefen ihre Seelen über die Wellenkämme des Meeres und in der ganzen Bucht erklängen Stimmen, Rufe und Geflüster – die Stimmen über dem Meer.
Einer anderen Sage nach treffen sich die Seelen von Liebenden, die Selbstmord begingen, weil sie nicht heiraten durften, an Allerseelen auf dem Sandstrand der Bucht. Die Flut vereint sie und die Ebbe trennt sie wieder.

Die Toten

Für die Römer war im Westen der Bretagne die Welt zu Ende, die Kelten dachten darüber jedoch anders – für sie war der Tod auch ein Neubeginn. In den „Triades de l‘ île de Bretagne“ (1560) des Llewelyn Sion heißt es:

Es gibt drei Seinzustände für beseelte Kreaturen: Der erste ist der von Annwfn (Tiefe), in der ihr Ursprung war. Der zweite ist der Abred (Sein), den sie durchqueren müssen, um zur Erkenntnis zu gelangen. Der dritte ist der von Gwynfydd (Lichte Welt), worin sie aufgehen werden.

Nachdem sich die Toten in der Baie de Trépassés versammelt hatten, wurden ihre Seelen von einem Schiff ins Paradies gebracht. Wer jedoch in das Zauberwasser fällt, vergisst alles, kann nicht mehr sprechen, schmecken und riechen. Das Ziel der Fahrt ist die Insel der untergehenden Sonne, die man an dem übernatürlichen Licht erkennt. Außerdem ist dort die Zeit angehalten, es handelt sich um das Land der ewigen Jugend.

Höllisch kaltes Fegefeuer

Le Yeun Elez, der Eingang zum bretonischen Fegefeuer, liegt in einem Torfmoor in den Monts d‘ Arrée. Man sollte ihm nicht zu nahe kommen, denn Gespenster und Dämonen treiben dort ihr Unwesen. Besonders in Sturmnächten ist ein schreckliches Heulen zu hören! Die Weißen Männer sind für die Entsorgung der unreinen Seelen zuständig, die sie überall einsammeln und ins Moor bringen. Den Lebenden gehen sie normalerweise aus dem Weg, ganz im Gegensatz zu den Wäscherinnen der Nacht, die Grabtücher waschen. Sie suchen den Kontakt – in der Hoffnung, von ihrem Fluch erlöst zu werden.

Der Zauberwald von Brocéliande

Hier sind einige Schauplätze der Artus-Legende angesiedelt. Der Wald bedeckte einst nahezu die gesamte innere Bretagne, davon ist als größtes zusammenhängendes Gebiet der Forêt de Paimpont (6.300 Hektar) übrig geblieben. Immerhin steht er unter dem Schutz von Merlin, der hier begraben liegt. Allerdings ist er ja nicht wirklich tot, sondern nur durch neun magische Kreise von unserer Welt getrennt. Gebannt von Viviane, die ihn nur für sich selbst haben will. Die Geschichte der beiden begann an der Quelle von Barenton, dem „Ort der Freuden“, deren Wasser damals heiß aus dem Boden drang. Schon ein Tropfen davon genügte, um einen Sturm oder zumindest Regen herbeizuzaubern, wenn man ihn auf einen ganz bestimmten Stein in der Umgebung goss.

Auf dem Grund des Sees von Quimper baute Merlin seiner Geliebten einen Kristallpalast, wo sie das Waisenkind Lancelot aufzog und schließlich an Artus‘ Hof schickte. Er wurde zum berühmtesten Ritter der Tafelrunde und schmiedete auch das Schwert Excalibur.
Die Fee Morgane, Schülerin Merlins und Schwester von Artus, soll im Val-sans-retour, dem Tal ohne Wiederkehr, untreue Ehemänner, die sich dorthin gewagt hatten, gefangen gehalten haben.

© Bettina Storks

© Bettina Storks

König Gradlon und Dahut

König Gradlon begegnete auf einem Feldzug der Königin des Nordens, Malgven, die ihn dazu brachte, ihren Ehemann zu töten, bevor sie mit ihm floh und auf See seine Tochter Dahut gebar. Malgven bat Gradlon, sie auf einer Insel zurückzulassen, während Dahut bei ihm blieb und ihn immer an ihre Mutter erinnern würde.

Gradlon hatte durch Überfälle und Kriege Reichtum angehäuft und erbaute in der Bucht von Douarnenez auf Wunsch von Dahut, die das Meer liebte, die Stadt Ys. Eines Tages wurde die Stadt überflutet, entweder durch ein Hochwasser oder weil der Meeresspiegel anstieg, daher baute man einen Damm, der die Flut abhielt. Die Tore im Damm wurden bei Ebbe geöffnet, damit Schiffe auslaufen konnten – der König besaß den einzigen Schlüssel dazu.

Die Stadt war voller Sünde und auch Dahut lebte zügellos. Jeder Mann, der in ihren Palast kam, erhielt eine Zaubermaske, die ihn unsichtbar machte, aber auch strangulierte, wenn er Dahut verließ. Man erzählt sich, dass die Leichen von einem Schatten gepackt wurden, der sie wie einen Sack Getreide auf seinem Pferd davontrug und über eine steile Klippe ins Meer warf. Die Stadt war so verkommen, dass Gradlons Patron, der hl. Winwaloe, vor Gottes Zorn warnte. Doch weder Dahut noch die Stadtbewohner beachteten ihn, sie wollten nur trinken und sich amüsieren.

Der Untergang der Stadt Ys

Eines Abends lud Dahut einen gut gekleideten Ritter in ihre Kammer ein, der sie darum bat, als Beweis ihrer Liebe in das Zimmer ihres Vaters zu schleichen und den Schlüssel zu den Toren im Damm zu stehlen. Der Teufel hatte sich als Ritter verkleidet und öffnete bei Flut die Tore, so dass die Wellen Ys zerschmetterten.

König Gradlon schwang sich auf sein magisches Pferd Morvarc’h, das er von Malgven erhalten hatte, und setzte Dahut hinter sich. Als ihn entweder der hl. Winwaloe oder Malgven darum baten, stieß er Dahut jedoch vom Pferd. Sie tauchte nie wieder auf, wurde jedoch die Meerjungfrau Marie-Morgane, deren unglaubliche Schönheit Seeleute auf den Grund des Meeres lockt. So lange, bis in den Kirchen der versunkenen Stadt Ys eine Karfreitagsmesse gehalten wird.

Korrigans

Kleine Geisterwesen mit schönem Haar und leuchtenden Augen. Einst waren sie Prinzessinnen oder Druidinnen, die sich weigerten, zum Christentum zu konvertieren, als die Bretagne missioniert wurde. Daher hassen sie Priester, Kirchen und die Jungfrau Maria. Sie können die Zukunft vorhersagen, ihre Gestalt verändern und blitzschnell reisen. Wie Sirenen und Meerjungfrauen singen sie und kämmen ihr Haar, während sie in Quellen lauern. Wenn sich ein Mann in sie verliebt, töten sie ihn. Sie stehlen Kinder und tauschen sie gegen Wechselbälger aus.

Quellen
Bettina Storks – Stimmen über dem Meer
Tina und Horst Herzig, Ernst-Otto Luthardt – Mythen & Legenden: Bretagne
Ian Barnes – Der große historische Atlas der Kelten
Die heidnische Bretagne, die Pointe du Raz und die Stadt Ys

Die Stimmen über dem Meer

Weiter geht es mit drei thematisch passenden Fragen, die ich Bettina stellen durfte! :)

Warum hast Du die Geschichte ausgerechnet in der Bretagne angesiedelt?

Die Geschichte spielt in der Bretagne, weil ich für einige Zeit einmal dort gelebt habe. Ich fand die Gegend, die raue Natur, die Gezeiten schon immer inspirierend und wunderschön. Außerdem liebe ich den „bretonischen“ Menschenschlag – für mich etwas ganz Besonderes.

Es gibt viele Verbindungen zu Mythen, magst Du diese allgemein recht gerne oder hast Du vielleicht bestimmte Vorlieben?

Nein, ich bin eigentlich gar kein Sagen- und Mythenfan. Ich bin eher zufällig drauf gestoßen, weil ich selbst das mit der „Baie de Trépassés angezettelt hatte und da hat mein Lektor gemeint: „Mach was draus! Das hat Tiefe und könnte als zweite Geschichte sozusagen mitlaufen und Morganas emotionale Verwicklung in ihre eigene Geschichte verstärken.“ Ja, und dann hab ich es gemacht und fand es sehr sehr spannend, was sich da auftat. Das ist so etwas ganz Typisches im Schrifststellerleben: man tut etwas unbewusst und plötzlich bekommt es Gewicht.

Gibt es eine bretonische Sage, die Dich besonders reizt?

Ja, die Sage von der Totenversammlung an der Baie de Trépassés ist meine Lieblingssage. Ich finde das eine schöne Metapher, dass man die, die man geliebt hat, nicht vergisst und mit ihnen in Verbindung bleibt.

Gewinnspiel

Im Rahmen der Blogtour könnt ihr eins von fünf Büchern gewinnen, zwei davon sind signiert. Einen kleinen geheimnisvollen Trostpreis wird es auch geben!

Die Teilnahmebedingungen:

  • Ihr seid 18 Jahre alt – ansonsten brauche ich das Einverständnis eurer Eltern zur Teilnahme am Gewinnspiel.
  • Ihr wohnt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Für verloren gegangene Post wird keine Haftung übernommen.
  • Wenn wir innerhalb einer Woche keine Rückmeldung bzgl. der Adresse erhalten, wird neu ausgelost.

Um teilzunehmen, kommentiert bitte bis zum 18. November mit Angabe eurer eMail-Adresse diesen Beitrag. Anonyme Kommentare nehmen nicht am Gewinnspiel teil!

Ihr könnt auf jedem Blog am Gewinnspiel teilnehmen und hüpft dann mehrfach in den Lostopf. Die Verkündung der Gewinner erfolgt auf jedem Blog.

Viel Glück! :)

Morgen geht es dann bei Sabrina mit der Vorstellung der Charaktere weiter.

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[Ankündigung] Blogtour zu „Die Stimmen über dem Meer“ von Bettina Storks

Am Montag beginnt die Blogtour zu dem wunderbaren Bretagne-Roman, den ich letztens gelesen habe: „Die Stimmen über dem Meer“ von Bettina Storks. Ihr könnt euch auf spannende Beiträge und eine Verlosung freuen:

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In meinem Beitrag wird es um bretonische Mythen gehen, da gibt es wirklich faszinierende Legenden. Ich bin ganz begeistert, was sich da so aufgetan hat und musste mich irgendwann bremsen. ;) Jedenfalls bin ich schon gespannt, wie euch der Beitrag gefällt. Habt viel Spaß mit der Blogtour!

Blogtour zu „Das Lied der Elfen“ von Aileen P. Roberts: Figuren-Interview mit Nordhalan

Heute darf ich euch im Rahmen der Blogtour zum letzten Teil der Weltenmagie-Trilogie bei mir begrüßen! :) Nachdem es gestern bei Yasmin um das Thema „Vaterrolle: DNA macht noch lange keinen Papa aus“ ging, darf ich heute dem Zauberer Nordhalan ein paar Fragen stellen. Kennengelernt habe ich ihn mit der Weltennebel-Trilogie – und es wurde schnell deutlich, dass er eine „meiner“ Figuren ist. Daher freue ich mich natürlich sehr über diese Gelegenheit, bin aber auch ganz schön nervös. Hmmm. Hier ist es ja auch eher unmagisch, zumindest im Vergleich zu Albany. Und vielleicht hätte ich auch noch etwas mehr aufräumen sollen … Aber jetzt ist es zu spät!

Blogtour Weltenmagie 3

Ich freue mich sehr, dass Du Dir Zeit für ein Interview nimmst. Darf ich Dir Tee oder Kaffee anbieten?

Kaffee? Darian hat mir davon erzählt. Er mochte ihn früher sehr. Toran hingegen fand ihn scheußlich. Ich denke, ich nehme einen Tee. Ah, ich sehe dort drüben eine Packung Hexentee. Das klingt doch gut!

Stand für Dich schon immer fest, dass Du Zauberer werden willst, oder gab ein bestimmtes Erlebnis den Ausschlag?

Ich wurde mit der Gabe geboren und wusste immer darum, daher kam für mich nie ein anderer Weg in Frage. Das war schon damals nicht ganz einfach, weil Magie bei den meisten Menschen verpönt war. Ein Vorteil für die jungen Leute, die heute auf den Geisterinseln ausgebildet werden.

Welche Talente sind bei Dir besonders ausgeprägt?

Zauberstäbe herstellen und – ich glaube ich kann ganz gut unterrichten. :)

Gibt es Völker, die besonders oder nur selten magiebegabt sind?

Bei Elfen ist die Magiebegabung ausgeprägt. Eher selten bei Dunkelelfen. Bei Menschen kommt sie gelegentlich vor, bei Trollen gar nicht, ebenso weiß ich von keinen Gnomenzauberern. Zwergenmagier gibt es ebenfalls weniger. Das größte Talent besitzen die weiblichen Mischlinge, die Nebelhexen – erstaunliche Wesen, die ich sehr schätze.

Gibt es Talente, die nur selten vorkommen?

Hüter der Steine, die die Drachen rufen, sind leider sehr selten geworden seitdem sie von den Dämonen ausgelöscht wurden. Auch das Talent Zauberstäbe herzustellen kommt selten vor.

Darf sich jeder Zauberer einen Zauberstab erschaffen? Und ab welchem Zeitpunkt?

In der Regel gelingt das niemandem, der seine Ausbildung nicht abgeschlossen hat und die Grundausbildung umfasst etwa dreißig Sommer. Anschließend werden die Talente herausgearbeitet und geschult. Ich kenne niemanden, dem das vor seinem 80. Geburtstag gelang. *räusper* Doch, nun kenne ich jemanden …

Wonach wird der Lebensbaum eines Zauberers ausgewählt?

Der Lebensbaum wird nicht gewählt, er wählt den Zauberer!

Das Lied der Elfen

Die Diomár existierten lange Zeit nur im Geheimen, bevor sie zu einem offiziellen Zaubererbund wurden. Was hat sich dadurch verändert?

Die Diomár waren tatsächlich eine Weile ein recht zwielichtiger und eigenbrötlerischer Haufen. Verzeih mir diese Wortwahl, aber so war es. Zum Glück ist das heute anders. Wir sind offener und lassen Wesen, die sich für uns interessieren, auch gerne auf die Geisterinseln. Das haben wir Darian und seinen Freunden zu verdanken. Die Völker beginnen uns zu akzeptieren und uns teilweise sogar zu vertrauen.

Besonders talentierte MagierInnen dürfen nach einer langen Ausbildung in den Kreis der Diomár aufgenommen werden. Die alten Regeln geben um die hundert Sommer und Winter vor, es gibt aber auch Überlegungen, die Gesetze zu lockern. Befindet sich der Zaubererbund im Wandel?

Ja, ich denke das ist er. Aber das ist auch gut so. Das einzig stetige ist der Wandel.

Wie hat sich Dein Leben verändert, als Du das Oberhaupt der Diomár geworden bist?

Es hat sich sehr verändert und ich mag mein neues Leben, auch wenn es viel Verantwortung birgt. Die Menschen achten mich und meine Entscheidungen und die meisten haben mittlerweile gemerkt, dass wir Zauberer nichts Böses tun und jene die jung sind in die richtigen Bahnen lenken. Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten.

Gibt es Orte, an denen Du Dich besonders gern aufhältst?

Ich liebe die Geisterinseln und den Kreis der Seelen, der erfüllt ist von ursprünglicher Magie. Aber auch auf der Nebelinsel fühle ich mich sehr wohl. Dort sind die Wesen sehr offen, freundlich und unkompliziert. Northcliff liegt mir ebenfalls am Herzen, nur könnte ich auf einige Adlige dort gut verzichten.

Wenn Du mal einen freien Tag hättest, wie würdest Du ihn verbringen?

Ich glaube ich würde mir eure Welt genauer betrachten. Schon das was ich jetzt bei diesem kurzen Besuch alles gesehen habe ist erstaunlich!

Was hat Dich geprägt?

Mein langes Leben, die vielen Kriege und Verluste die ich erleiden musste. Natürlich meine Ausbildung, Wesen mit denen ich zu tun hatte. Das alles prägt.

Wer steht Dir besonders nah?

Wo soll ich beginnen? Die gesamte Northclifffamilie. Dann natürlich Lilith, die eine gute Freundin und mir Hilfe ist. Und Kayne. Er ist ein besonderer junger Mann.

Was ist Dir wichtig?

Darian, Leána, Kayne und Toran haben mir viel aus eurer Welt erzählt. Achtet auf sie, zerstört nicht eure Natur, sie ist von Magie und Wesen beseelt, die ihr vermutlich gar nicht wahrnehmen könnt. Und verliert euch nicht in sinnlosen Kriegen. Kriege bringen nur Leid. Öffnet euch der Magie – wir helfen euch dabei!

Herzlichen Dank für dieses Interview! :)

Ich danke dir für dieses … ähm … Interview? Der Hexentee ist übrigens köstlich. Du musst mir verraten welche Kräuter er enthält, ich werde mir einen in Albany zusammenstellen.

Dafür, dass Du meine vielen Fragen beantwortet hast … Im Hexentee waren Apfelminze, Hanfblätter, Zitronenverbene, Ringelblumen, Spitzwegerich und Rosenblüten. ;)

Gewinnspiel

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ihr eins von drei signierten Taschenbüchern von „Das Lied der Elfen“ gewinnen könnt! Um teilzunehmen, müsst ihr 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und mir bis zum 12. November 2015 als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage beantworten:

Wenn ihr nach Albany reisen könntet, was würdet ihr dort machen?

Die Ziehung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Morgen geht es bei Barbara dann mit einem Beitrag zum Thema Freundschaft weiter!

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[Ankündigung] Blogtour zu „Das Lied der Elfen“ von Aileen P. Roberts

Morgen beginnt die Blogtour zum abschließenden Band der Weltenmagie-Trilogie, es wird wieder spannende Beiträge und auch ein Gewinnspiel geben:

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Ich freue mich, wieder mit dabei zu sein und bin schon ganz nervös wegen meinem Interview. *hibbel* Immerhin war Nordhalan bereits in der Weltennebel-Trilogie eine meiner Lieblingsfiguren! Aus Gründen. :)

Blogtour zu „Das vergessene Reich“ von Aileen P. Roberts: Dunkelelfen

Heute darf ich euch im Rahmen der Blogtour zum zweiten Teil der Weltenmagie-Trilogie bei mir begrüßen! Wir sind tatsächlich schon bei der vorletzten Station angelangt und nachdem es gestern bei Yagmur ein Figureninterview zu entdecken gab, widme ich mich nun den Dunkelelfen.

Bereits in der Edda, der isländischen Sammlung germanischer Mythen, werden sie erwähnt. Dort wird vom „kleinen Volk“ der Alben gesprochen, die sich in zwei Gruppen aufteilen: den Lichtalben und den Dunkelalben. Die Lichtalben leben in den Wäldern und Feldern, die Dunkelalben unter der Erde. Aus den Dunkelalben der germanischen Überlieferung wurden die Zwerge und Trolle der deutschen und skandinavischen Überlieferung.

Im Tabletop-Spiel „Warhammer Fantasy“ werden die Dunkelelfen als von Sadismus und Grausamkeit geprägte bösartige Gesellschaft dargestellt, die auf einem kühlen und feuchten Kontinent leben. Eine Negierung der Hochelfen, ihrer verhassten Vettern – ein Bürgerkrieg trennte das einst gemeinsame Volk.

In der sechsteiligen Romanreihe „Die Saga vom Dunkelelf“ von R. A. Salvatore geht es um Drizzt Do’Urden, der nicht so bösartig wie seine Verwandten ist. Er gehört zu den Drow, die auch als Dunkelelfen bekannt sind, und im Unterreich leben. Sie sind Meister im Foltern und schmerzhaften Töten. Das eigene Vorankommen fördern sie durch Mord, Intrigen und Täuschung, auch wenn das Gedeihen der Gemeinschaft über das einzelner Individuen gestellt werden kann.

Blogtour: Das vergessene Reich

Aber wie sind die Dunkelelfen in Albany?

Sie streben danach, ihre Kampfkunst zu verbessern, in der Gesellschaft aufzusteigen und eines Tages ein Còmhragâr zu werden – ein Mitglied der Garde der Herrscherfamilie. Nach 300 Jahren Ausbildung gibt es eine Eignungsprüfung, in der sich entscheidet, ob man aufgenommen wird oder nicht. Zwischen der ersten und zweiten Ausbildungsstufe müssen die Dunkelelfen für etwa zwei Monde die Oberfläche Albanys erforschen, was ihrer Bildung dient. Inzwischen ist es aber auch möglich, dass sie länger an die Oberfläche geschickt werden, denn die Dunkelelfen sind nun ganz offensichtlich ein Teil von Albany.

Ihr Gott ist Marvachân, der Herr des Feuers und des Schwertes. Nach einem ehrenvollen Tod speisen sie bis zur Wiedergeburt an seiner Tafel. Männer und Frauen sind gleichberechtigt, es gibt auch viele Kriegerinnen unter den Còmhragâr. Dunkelelfenfrauen, die für den Erhalt der Art sorgen, genießen großes Ansehen. Sie ziehen die nächsten Krieger des Unterreichs auf und werden mit größtem Respekt behandelt.

Die Gänge nahe der Oberfläche liegen in Finsternis, damit wird es Menschen und Elfen beinahe unmöglich gemacht, sich zurechtzufinden. Das eigentliche Reich der Dunkelelfen beginnt erst darunter, mit magisch schimmernden Moosen und Flechten, Bäumen und Büschen mit leuchtenden Blättern, phosphoreszierenden Steinen und in mattem Grün oder Blau leuchtenden Berghängen. Es gibt viele giftige Kreaturen wie beispielsweise die spinnenartigen Dahmanen, aber auch tödliche Moose oder Pilze. Die große Stadt der Dunkelelfen ist Kyrâstin, dort findet sich auch das Ewige Feuer – ein bis zur Decke reichender Kristallturm auf einer steinernen Insel, in dem Flammen flackern.

Die Dunkelelfen sind ein stolzes und langlebiges Volk, das nicht leichtfertig Bindungen eingeht. Häufig aus politischen Entscheidungen heraus, die Liebe wird jedoch auch hoch geachtet. Ein leidenschaftliches Volk mit einem komplexen aber für Menschen nicht unbedingt leicht nachzuvollziehendem Verhaltenskodex, beispielsweise würde es Schande über einen bringen, wenn man das Mitglied einer ehrwürdigen Familie einfach so um Hilfe bittet. Diese muss man sich verdienen, indem man ihm einen Gefallen tut – erst danach ist man in der Lage, ehrenvoll eine Gegenleistung verlangen zu können.

Bild: http://blogtouren.de/

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Und jetzt möchte ich euch noch zwei Dunkelelfen vorstellen, die mir in dieser Reihe besonders ans Herz gewachsen sind. :)

Als erstes Nal’Righal, der mich ziemlich heftig erwischt hat und inzwischen auch dafür sorgt, dass die seltsamen Blicke, mit denen ich bedacht werde, nicht weniger werden. Er ist ein Còmhragâr-Krieger und Abkömmling der Herrscherfamilie, der an die Oberfläche geschickt wurde, um die Soldaten von Northcliff auszubilden. Nal hat dunkelgraue Haare und ein markantes Gesicht mit hohen Wangenknochen. Er ist größer als die meisten Dunkelelfen und – ungewöhnlich für sein filigranes Volk – so muskulös, dass man seine Schultern mit denen eines menschlichen Schmieds vergleichen kann. Nal scheut keine klaren Worte, wenn es um Dinge geht, die ihm wichtig erscheinen. Er ist ein beeindruckender Krieger, der seine leidenschaftliche Seite hinter einer kühlen und fast schon abweisenden Ausstrahlung verbirgt.

Jel’Akir befindet sich noch in der Ausbildung und ist für ihr Volk von eher kleiner Statur. Sie hat feine, anmutige Gesichtszüge und dunkelgraue Haare. Ihre Augen haben eine ähnliche Färbung und zeigen ihre Wissbegier und Klugheit. Jel amüsiert sich manchmal darüber, dass die Menschen sie nicht wahrnehmen, aber sie mag dieses kurzlebige Volk. Besonders verbunden ist sie Leána und Toran. Sie ist von der Wärme und lebenspendenden Energie der Sonne fasziniert, auch wenn das Licht des Tages in ihren Augen schmerzt. Im Unterschied zu den meisten Dunkelelfen mag Jel Pferde, selbst wenn sie noch keine herausragende Reiterin ist. Und sie fühlt sich an der Oberfläche wohl!

Das vergessene Reich

Weiter geht es mit drei Dunkelelfen-Fragen, die ich Aileen stellen durfte! :)

Welche Dunkelelfen-Klischees wolltest Du durchbrechen?

Ich kenne eigentlich gar nicht so viele Dunkelelfenbücher bzw. Klischees über sie. Aber meist werden sie ja als extrem grausam beschrieben, meist die Gegenspieler zu den „guten“ Elfen. Auch bei mir sollten sie kriegerisch sein, aber trotzdem wollte ich auch ihre guten und „menschlichen“ Seiten herausstellen. Stolze Individuen, die sich auch unterscheiden. So gibt es bei mir sogar einen recht gutmütigen senilen Dunkelelfen. :)

Wie hast Du Deine Dunkelelfen und das Unterreich entwickelt, hattest Du da von Anfang an sehr klare Vorstellungen oder ist das nach und nach entstanden?

Ich hatte ein stolzes Volk vor Augen mit seinen eigenen Regeln, ein sehr kultiviertes aber auch strenges Volk, das in Städten von großer Schönheit unter der Erde lebt – lange Zeit unentdeckt von Menschen und anderen Rassen. In „Weltennebel“ lernt man ja die Herrscherstadt Kyrâstin kennen. In Weltenmagie spielt zwar alles auf der Oberfläche, aber die Dunkelelfen sind nun Teil der Welt von Albany und bringen auch etwas von ihrer Kultur und ihrer Kampfkunst mit ein und unterrichten die Soldaten von Northcliff.

Liegt Dir eine Deiner Dunkelelfen-Figuren besonders am Herzen oder hat sich in Deinen Alltag geschlichen?

Nicht nur eine. :) Ich mag den zerstreuten und liebenswürdigen Dunkelelfenmagier Ray’Avan, auch Nal’Righal wurde – eigentlich unabsichtlich – von einer unnahbaren und anfangs wenig sympathischen Figur zu jemandem, mit dem man durchaus befreundet sein könnte (zumindest, wenn man auf Totenköpfe als Teelicht vor seinem Fenster steht). Das war jetzt ein kleiner Insider.
Auch Jel’Akir hat sich derart in das Buch gedrängt, dass ich sie nicht mehr rausbekommen habe. Aber Toran braucht sie – und deshalb durfte sie bleiben.

Gewinnspiel

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es auch ein Gewinnspiel, bei dem ihr eins von drei signierten Taschenbüchern von „Das vergessene Reich“ gewinnen könnt!
Um teilzunehmen, müsst ihr 18 Jahre alt sein, in Deutschland wohnen und mir bis zum 13. Mai 2015 als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage beantworten:

Was würde euch am meisten fehlen, wenn ihr nicht mehr an der Oberfläche leben könntet?

Die Ziehung der Gewinner erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Morgen beendet Yasmin dann die Blogtour mit dem Thema: Umgang mit Verlust und Wut.

Blogtour-Banner

Quellen
Edmund Jacoby – 50 Klassiker. Die Mythen und Sagen des Nordens
http://de.wikipedia.org/wiki/Warhammer_Fantasy
http://de.faerun.wikia.com/wiki/Drow
Aileen P. Roberts – Das Reich der Dunkelelfen (Weltennebel 2)
Aileen P. Roberts – Der letzte Drache (Weltenmagie 1)
Aileen P. Roberts – Das vergessene Reich (Weltenmagie 2)

[Blogtour zu Weltenmagie 2] Ankündigung + vorab-Gewinnspiel

Ab dem 4. Mai findet die Blogtour zu „Das vergessene Reich“ von Aileen P. Roberts statt! Zum zweiten Teil der Weltenmagie-Reihe gibt es wieder spannende Beiträge:

Blogtour zu Weltenmagie 2

Ich freue mich, wieder mit dabei zu sein und bin neugierig, was mir zu meinem Thema noch so einfällt. ;) Ich musste mir einfach die Dunkelelfen schnappen, nicht zuletzt weil mich auch in dieser Reihe wieder einer voll erwischt hat. Und das wird immer schlimmer …

Ich habe die Ehre, vorab ein Exemplar von „Das vergessene Reich“ zu verlosen. :) Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet mir einfach bis zum 03. Mai als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Addy folgende Frage:
Gibt es auch in unserer Welt Magie?

Das Gewinnspiel ist auf TeilnehmerInnen aus Deutschland beschränkt.
Ich wünsche euch viel Glück!

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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