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Alexander Ruth – Genug geschlafen (Schmetterlingsgeschichten 1)
Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im Februar 2012
Die Ritter der Blauen Rose wurden vom Universum erschaffen, um die vollständige Vernichtung des Bösen anzustreben. Sie griffen nur selten in das Geschehen ein und veränderten dadurch die Geschichte, aber manchmal war das unausweichlich. Als die Menschen sich dann immer mehr gegen sich selbst richteten, zogen sich die Ritter enttäuscht zurück und legten sich “schlafen”. Doch ihr Geist wanderte von Generation zu Generation weiter und wartete auf den Weckruf von Samis, dessen Geist mit dem Universum verbunden war.
Nach Jahrtausenden der Ruhe breitet sich das Böse in einer erschreckenden Geschwindigkeit wieder aus – und das Erwachen beginnt!
Die Geschichte wird aus der Sicht vieler Figuren erzählt, dabei wechselt die Erzählperspektive ständig und oft auch sprunghaft. Gerade am Anfang muss man aufmerksam lesen, um da mitzukommen. Nach und nach lernt man einige der Charaktere besser kennen, beispielsweise den 13-jährigen Sebastian, seinen Lehrer, eine US-Elite-Soldatin und den drachenähnlichen Bander Garth. Ich hatte zu ihnen einen guten Zugang, auch wenn mir ein wenig Tiefe fehlte – aber da dies der Beginn einer Serie ist, kann sich das ja noch ändern.
Der umgangssprachliche Schreibstil passt gut zur Handlung, war für mich in ein paar wenigen Szenen nur etwas gewöhnungsbedürftig. Das lag aber einfach daran, dass es für mich ungewohnt war, weil es mich meistens doch in andere Welten zieht. Das Buch beginnt ruhig, konnte mich jedoch auch durch den faszinierenden Hintergrund schnell fesseln. Die Idee gefällt mir einfach sehr und bietet die Tiefe, die ich bei den Figuren (noch) vermisse – auch wenn es da Charaktere gibt, die mich besonders ansprechen.
Einen speziellen Charme erhält die Geschichte zudem durch die sprechenden Schmetterlinge, die sehr individuell gezeichnet sind und alle auf ihre ganz eigene Art irgendwie liebenswert wirken. Sonja mag ich da ja besonders gerne – und sicherlich kann dort jeder “seinen” Schmetterling finden. Sie sind ein wichtiger Teil des Romans, aber mehr wird nicht verraten. 
Die Abschnitte mit dem Chronisten der Erde gefielen mir nicht nur gut, sondern machten mich auch neugierig. Ein paar Szenen aus dem Leben der früheren Ritter haben mich da ziemlich berührt und auch für etwas Kopfkino gesorgt.
Das war ja mein erster bewusster Versuch mit einem Fantasy-SciFi-Roman – und wer weiß, wie lange ich noch gezögert hätte, wenn der spannende Hintergrund nicht gewesen wäre. Aber mir hat dieser Ausflug wirklich gut gefallen, ich hatte keine Einstiegsprobleme und auch meine zuviel-Technik-Angst war unbegründet. Und jetzt bin ich einfach nur neugierig darauf, wie es mit der Geschichte und einzelnen Figuren weiter geht…
Erster Satz
Weit vor der Evolution der Menschen, weit vor unserer Gegenwart, schuf und kreierte das Universum bereits Lebensformen auf unzähligen Planeten, die in ihrer Mannigfaltigkeit unübertroffen waren – und es noch immer sind.












