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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge in der Kategorie Rezension: Hörbuch

[Hörbuch] Christoph Marzi – Lycidas 1 (Laing 1)

Erscheinungsjahr: 2007 (das Buch wurde 2004 veröffentlicht)
Dauer: 679 Min. (ungekürzt exklusiv bei audible)
Sprecher: Helmut Krauss
Gehört im November 2010

Mysteriöse Gestalten huschen durch die Winternacht, Menschen verschwinden vom Angesicht der Erde und fremde Nebel suchen London die Stadt der Schornsteine heim. Als die kleine Emily eines Nachts obendrein Besuch von einer sprechenden Ratte erhält, weiß sie, dass nichts in ihrem Leben so bleiben wird, wie es einmal war. Nicht, dass sie ein gutes Leben in dem kleinen Waisenhaus in einem Armenviertel Londons führen würde. Doch dass sie auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft eine phantastische Stadt unter den Straßen Londons entdecken würde und schon bald von den seltsamsten Wesen verfolgt wird, das hätte sich Emily selbst in ihren kühnsten Träumen nicht ausgedacht.

Diese Geschichte entführt uns in ein viktorianisches London, und natürlich in die Stadt unter der Stadt. Noch bevor mich die Figuren in ihren Bann zogen, hatte es mir die besondere Atmosphäre angetan. Geheimnisvoll, faszinierend, ruhig und doch mitreißend. Die Ereignisse werden von Wittgenstein erzählt, dem mürrischen Alchemisten (den ich sehr in mein Herz geschlossen habe) mit einem ganz eigenen Humor (über den ich oft grinsen musste).

Genauso speziell wie der Erzähler ist auch sein Stil, denn es gibt da ein paar Eigenheiten, mit denen sich nicht jeder anfreunden kann. Beispielsweise einige kurze Sätze, die oft wiederholt werden – für mich aber ein Markenzeichen dieser Figur sind. Oder die Angewohnheit Andeutungen zu machen, die erst sehr viel später aufgelöst werden.

Es gibt literarische und musikalische Anspielungen, aber auch viele tolle (und manchmal auch unheimliche) Ideen. Und einige Geschichten innerhalb der Geschichte, die man nach und nach erfährt. Aber auch detaillierte Beschreibungen, poetische Sätze, intensive Bilder und sehr unterschiedliche Figuren. Darunter einige, die man aus Mythen kennt. Jedoch erscheinen diese oft in einem anderen Licht und sind nicht unbedingt so, wie man sie zu kennen glaubt.

Helmut Krauss war für mich durch seine klangvolle Stimme der perfekte Sprecher. Er schafft es, den Humor meiner Lieblingsfigur so eindringlich und lebendig rüberzubringen, dass ich dabei noch öfter als beim Lesen grinsen (und manchmal sogar lachen) musste. Durch die Ruhe, mit der er spricht und die seine Stimme auszeichnet, passt er meiner Meinung nach auch genau zu der Geschichte – sowohl vom Tempo als auch von der Atmosphäre her. Sozusagen als Krönung dieser wunderbaren Geschichte, die ich nun auch ungekürzt hören und genießen kann.

Die (ursprüngliche) Trilogie um die uralte Metropole gibt es als ungekürztes Hörbuch in diesen acht Teilen:

  1. Lycidas (Lycidas)
  2. Lilith (Lycidas)
  3. Licht (Lycidas)
  4. Scherben (Lilith)
  5. Spiegel (Lilith)
  6. Lüge (Lumen)
  7. Limbus (Lumen)
  8. Lumen (Lumen)

Und auch Somnia kann man ungekürzt genießen. :)

[Hörbuch] Bernhard Hennen – Elfenwinter

Erscheinungsjahr: 2007 (das Buch wurde 2005 veröffentlicht)
Dauer: 466 Min. (gekürzt)
Sprecher: Hans Peter Hallwachs
Gehört im September 2010

Von ihrem jubelnden Volk umgeben zieht die ebenso schöne wie kühle Königin der Elfen, Emerelle, zum sagenhaften Fest der Lichter, bei dem die Fürsten aller Elfenstämme Albenmarks ihre Macht bestätigen sollen. Doch unter der glitzernden Oberfläche der Feierlichkeiten schwelen Unzufriedenheit und Machtgier. Zwei Mordanschläge hat die Elfenkönigin nur durch eine glückliche Fügung des Schicksals überlebt. Dennoch versucht Ollowain, der Kommandant ihrer Leibwache, die Herrscherin vergeblich davon abzuhalten, an dem Fest teilzunehmen. Ollowain hegt den Verdacht, dass der Auftraggeber für den Mord unter den Elfenfürsten selbst zu finden ist…

Durch die Intrigen um Macht und Rache sowie die Trollkriege droht in dieser Geschichte die Gefahr von innen und außen. Es gibt daher viele Kämpfe, man wird von den Ereignissen förmlich mitgerissen. Neben den ruhigeren Momenten der Freundschaft und Zuneigung haben es mir auch die tollen Beschreibungen der Schauplätze angetan. Und mir gefällt, dass eine Figur nicht automatisch gut oder böse ist, nur weil sie einer bestimmten Rasse angehört.

Der Sprecher Hans Peter Hallwachs hat eine eindringliche und etwas raue Stimme, die für mich gut zu dieser Reihe passt. Er setzt sie sehr abwechslungsreich ein, so dass ihm zärtliche, tragische und kämpferische Szenen gleich gut gelingen. Man spürt die Veränderung der Atmosphäre, verweilt bei nachdenklichen Momenten, leidet bei tragischen Entwicklungen oder Andeutungen, spürt die Gewalt einer Schlacht und die Verzweiflung.

Im Gegensatz zu „Die Elfen“ konnte ich hier mit den Kürzungen gut leben und habe sie nicht stetig bemerkt. Immerhin habe ich nur wenige Ollowain-Szenen vermisst, dafür wurde bei den Trollen mehr gekürzt. Da ich das Buch schon kenne, kamen beim Hören wieder viele Eindrücke und Bilder hoch, die ich beim Lesen hatte. So war ich wieder tief in dieser Welt verschwunden – und werde das Hörbuch sicher öfter nutzen, wenn ich in Elfenwinter-Stimmung gerate.

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