Willkommen in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

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Archiv für die Kategorie „fantastische Fragerunde“

[fantastische Fragerunde] mit Soleil von Verlorene Werke

Für die fünfte fantastische Fragerunde hat sich Soleil von Verlorene Werke meinen neugierigen Fragen gestellt. Viel Spaß beim Lesen ihrer Antworten!

Wer steckt hinter Verlorene Werke – wie würdest du dich selbst beschreiben?

Eine Frau Anfang Dreißig, die immer ein Buch in der Tasche spazieren trägt. Ich lebe kein ungewöhnliches Leben am Rande der Großstadt, gehe in Alltäglichkeiten auf, erlebe aber auch gern etwas Neues. Daneben habe ich aber auch eine romantische und ich fürchte auch ziemlich kitschige Seite, die sich vor allem in Details zeigt.

Wie sah der Start von deinem Blog aus und welches Ziel hast du dabei verfolgt?

Ein wirkliches Ziel hatte ich nicht, als Verlorene Werke am 03.01.2009 an den Start ging. Da ich seit vielen Jahren das Literaturforum Verlorene Werke betreue, haben sich viele Inhalte von dort auch auf meinen Blog übertragen. Von Blogs im allgemeinen hatte ich damals schon viel gehört und wollte mich auf das Experiment einfach einlassen. Es hat funktioniert!

Wo siehst du dich jetzt, was zeichnet deine Seite aus und welche Schwerpunkte gibt es?

Mein Blog beschäftigt sich in erster Linie mit den Genres „Fantasy“ und „Liebesroman“ und das in ihrer jeweils kompletten Bandbreite. Daneben gibt es Informationen zu Neuerscheinungen oder meinen Lieblingsautoren, Interviews, Filme und Rezensionen. Eben alles, was mit den beiden Genres und Büchern im allgemeinen zu tun hat.
Ganz besonders stolz bin ich momentan auf die „All you need is… Fantasy!“-Challenge, die ich in der Hoffnung gestartet habe, viele Unwissende an das Genre heranzuführen. Und zwar abseits von allem romantischen (inklusive den Paranormals). Es hat funktioniert, was mich unheimlich freut! Die Teilnehmer hören gar nicht mehr auf zu lesen.

Ich glaube, dass ein Blog individuell von einer Person gestaltet wird und das zeichnet ihn dann auch aus. Das ist es, was mir am meisten im Blogger-Universum gefällt, dass so viele Menschen ein Hobby teilen können, aber eben doch ganz persönlich bleiben. Darum sehe ich mich als einen Stern von vielen in eben diesem Universum und hoffe, dass ich genauso hell strahlen kann, wie so viele andere auch.

Wo möchtest du noch hin, denkst du über bestimmte Veränderungen oder Projekte nach?

Leider weiß ich nicht, was die Zukunft bringen wird (das wäre sicher auch langweilig) und darum möchte ich nichts ein- oder ausschließen. Der Geschmack beim Lesen wechselt von Zeit zu Zeit und vielleicht wartet irgendwo noch etwas auf mich, das ich noch nicht entdeckt habe.
Im Moment nimmt die „All you need is… Fantasy!“ – Challenge viel Zeit in Anspruch, so dass ich wohl keine weiteren Projekte dieser Art beginnen werde. Aber wer mich kennt weiß, dass es immer mal eine kleine Überraschung gibt. Und wenn irgendwann die Sieger gekürt sind, gibt es noch ein anderes Genre, das ich sehr mag und das ebenso sträflich vernachlässigt und schlecht geredet wird. Also wer weiß…

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Knifflige Frage. So unterschiedlich Autoren schreiben, so unterschiedlich fallen bestimmt auch die Antworten auf diese Frage aus. Ich muss auf jeden Fall gut unterhalten werden und je nachdem zu welchem Genre ich greife, muss die Handlung dazu passen. Wenn ein Autor es aber trotzdem schafft, zwar auf den altbekannten Pfaden zu bleiben, aber dennoch etwas Neues draus macht, dann hat er mich. Natürlich möchte ich auch genial ausgearbeitete Charaktere, die sind mir bei einer Geschichte ehrlich gesagt am wichtigsten. Ich möchte mit ihnen lachen und weinen, ich will Emotionen! Darum sollten die Beziehungen untereinander ausgereift und gut überlegt sein.
Es kann aber auch sein, dass ein Autor mir eine Geschichte erzählt, die ich so ähnlich schon einige Male anderswo gelesen habe. Dann überzeugt er mich am besten mit seiner Sprache, Ausdrücken und Wortgruppen, die ich so noch nicht kannte. Oder seiner Fähigkeit, mir Dinge so plastisch zu beschreiben, als würde ich sie in den Händen halten.
All solche Sachen, die mich faszinieren, mich aufleben, freuen, weinen lassen. Wo sich mir vor Spannung die Zehennägel einrollen, wo mich das Telefon dazu bringt, einen Herzinfarkt zu bekommen, weil es in der Welt meines Buches noch gar nicht erfunden worden ist. Wenn ich ärgerlich werde, weil ich noch zu einem Termin eilen muss, obwohl ich viel, viel lieber zu Ende lesen möchte.

Welche Themen reizen dich?

Beim Lesen die oben genannten Genres. Mir muss eine Geschichte mitten ins Herz gehen, egal wie. In der Fantasy, in der ich gut ohne Liebesgeschichte auskomme, mag ich es sehr, wenn die Figuren viele Abenteuer durchlaufen müssen. Wenn sie gequält werden und sich ein ums andere Mal beweisen. Dabei muss auch nicht immer alles in einem Happy End ausgehen, auch wenn ich dafür inzwischen ein kleines Faible entwickelt habe.

Welche Titel/Reihen liegen dir besonders am Herzen und sind stets eine Empfehlung wert?

Es ist seltsam bei solchen Fragen, dass einem im ersten Moment der Kopf schwirrt, weil so viele Titel hineinschießen und schon im nächsten Moment Ebbe herrscht. Lesevorlieben sind etwas fast Intimes und man gibt sie nicht immer gern preis.
Mir gefällt Karen Marie Monings Faefever-Serie sehr gut und ich kann den Januar 2011 gar nicht abwarten, wenn der letzte Band im Original erscheinen soll.


Karen Marie Moning – Im Bann des Vampirs

Ebenfalls kann ich Yasmine Galenorns „Schwestern des Mondes“ empfehlen, weil die Mischung bunt und damit unterhaltsam ist. Aber auch Karen Chance weiß mit ihrer Heldin Cassie Palmer beste Lesestunden zu garantieren, denn viele Details sind herrlich abgedreht. Mary Janice Davidson hat den Dreh auch raus, also einfach mal versuchen.
Robert Jordan und sein „Das Rad der Zeit“ begleitet mich inzwischen unendlich viele Jahre. Ich weiß nicht einmal, ob es mir heute immer noch so gut gefallen würde, aber dreizehn Jahre sind eine lange Zeit und die Geschichte ist mit mir gewachsen.
Empfehlenswerte Autoren: Sophie Kinsella, Kristen Britain, Julie Cohen, Storm Constantin, Jennifer Donnelly, Ange Guéro, Helga Hegewisch, Julia Quinn, Ellen Kushner, Wiebke Lorenz, Brigitte Melzer, Daria Charon, Tamora Pierce, Maggie Stiefvater…


Mary Janice Davidson – Traummann an der Angel

Wie äußert sich deine Liebe für das geschriebene Wort, über welche Lesemacken kannst du uns berichten?

Ich bin eine der wenigen lesebegeisterten Menschen, die ein Buch nicht vergöttern müssen. Bücher sind Alltagsgegenstände und so sollten sie auch behandelt werden. Schade, dass sie immer mehr zu Luxusgütern werden und dadurch viele Menschen nicht mehr ihre Lesebedürfnisse befriedigen und vielleicht sogar ganz von ihnen abkommen können.
Was ich an (Vorab-)Druckfahnen so mag ist, dass ich mir bestimmte Stellen merken kann, indem ich das Blatt oben am Rand einknicke oder mir Anmerkungen mit einem Stift an den Rand schreiben kann. Aber Eselsohren in Bücher zu machen, so weit bin ich dann doch noch nicht und glaube, das werde ich auch nie.

Gehst du auf Lesungen oder andere Veranstaltungen?

Ich besuche gern Lesungen, weil ich dort die Möglichkeit habe, nicht nur auf die Autoren meiner Lieblinge zu stoßen, sondern auch andere Fans von Genre und Roman zu treffen. Für gewöhnlich ist das immer eine sehr spannende Sache.
Auch auf den Buchmessen( Leipzig, Frankfurt) oder der BuCon sind Unmengen verrückter Leute anzutreffen, die extrem unterschiedlich und doch in einer Sache völlig gleich sind.

Welche Seiten/Blogs besuchst du gerne?

Ich besuche alle Blogs und Homepages regelmäßig, die sich unter „Links“ bei mir finden. Ein paar davon aber täglich:
Blattgold
Bücher über alles!
Darkstars Fantasy News
Fantastische Bücherwelt
Feenfeuer Fantasy-Blog
Jo’s Truth
Katastrophengebiet
Lesenswert-Empfehlenswert
Mein Lese-Tagebuch
Sarahs Buch-Archiv
Winterkatzes Buchblog
World of Armitage
Zwillingsleiden

Wie würden andere deinen Lesegeschmack beschreiben?

Das kommt darauf an, wen man fragt. Ich bin ja doch meinen beiden Lieblingsgenres verhaftet und breche da nur äußerst selten aus.
Fantasy ist vielen unter Umständen zu realitätsfremd und Liebesromane viel zu kitschig. Aber hey, das ist das, was ICH gerne lese, niemand zwingt die anderen, es mir gleich zu tun. Und ich mache ihnen ihren Lesestoff auch nicht madig. Überhaupt ist das etwas, das uns Leser auszeichnen sollte: Unsere Offenheit und unsere Akzeptanz. Aber auch unsere Neugier und Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber.

Was für ein Lesetyp bist du? Erzähl uns doch etwas über dich als Leser.

Vor der Frage habe ich mich am meisten gegruselt. Da gibt es nichts Spektakuläres, dafür bin ich zu normal. Ich sitze einfach nur da und starre auf die Buchstaben, bis es Zeit ist umzublättern. Manchmal gibt es unbewusste Kommentare von mir, so etwas wie: „Ach, komm schon! Nicht dein Ernst!“ oder einfach ein Knurren oder auch ein zufriedenes Seufzen.
Ich wähle die Bücher, die ich lesen möchte sehr genau aus. Klappentext, Autorenname und Cover spielen dabei eine wesentliche Rolle, ebenso die Leseprobe, auf die ich nicht mehr verzichten kann.
Gefällt mir das Buch, dann behalte ich es nach dem Lesen, aber normalerweise gebe ich es ab, damit ich mir wieder ein neues in mein Zuhause holen kann.
Gefällt mir ein Buch gar nicht, zwinge ich mich nicht, es zu Ende zu lesen, denn dafür gibt es genug anderen Stoff, den ich noch kennen lernen will.
Manchmal schaffen es andere mich zu verunsichern und dann sprechen meine Bücher nicht mehr mit mir. Aber ich finde doch immer wieder zu ihnen zurück und das ist dann wohl wahre Liebe.

fantastische Fragerunde

Liebe Soleil, vielen Dank für deine tollen Antworten und das wunderbare Schlusswort! :) Dann kann man nachträglich ja noch zum zweijährigen Blog-Bestehen gratulieren, ich bin gespannt was dir noch so einfällt… Und wünsche dir ganz viele Bücher, die dein Herz berühren!

[fantastische Fragerunde] mit Katha von “Mein Bücherreich”

Die fantastische Fragerunde geht in die vierte Runde, diesmal hat sich Katha von Mein Bücherreich Zeit für meine Fragen genommen. Und schon geht es los!

Mein Bücherreich

Wer steckt hinter Mein Bücherreich – wie würdest du dich selbst beschreiben?

Oje, Selbstbeschreibungen finde ich ja immer sehr schwierig. Mein richtiger Name ist Katharina, der mir aber viel zu lang ist und von den meisten deshalb „nur“ Katha genannt werde. Ich bin 21 Jahre alt und ich habe vor kurzem ein Studium (Geschichte und Altorientalistik) begonnen, sowie mein heimatliches Nest verlassen. Gelesen habe ich schon immer gerne, wenn auch früher nicht ganz so viel. Dennoch hatte ich Glück eine ältere Schwester zu haben, die mich oft mit neuen Büchern versorgte. Aber neben Büchern liebe ich Katzen, kleine Kinder und natürlich meine Familie und Freunde. Ich verreise gerne, am liebsten ans Meer, ich liebe den Sommer, wenn es schön heiß ist und ich mich hauptsächlich draußen aufhalten und lesen kann, aber auch den Winter wenn Schnee liegt und die ganze Welt ganz verzaubert aussieht.

Wie sah der Start von deinem Blog aus und welches Ziel hast du dabei verfolgt?

Mein Blog habe ich im Januar 2008 eröffnet, nachdem ich mich wenige Monate vorher in einem Bücherforum von Literaturschock.de angemeldet hatte und ich die Idee schön fand, genau festzuhalten, wann ich ein Buch gelesen habe, wie es mir gefallen hat, etc. Denn, wenn ich ehrlich bin, kann ich mich an viele Bücher, die ich z.B. in meiner Kindheit gelesen habe, nur sehr wenig erinnern und ich finde das im Nachhinein doch sehr schade.

Wo siehst du dich jetzt, was zeichnet deine Seite aus und welche Schwerpunkte gibt es?

Das ist eine wirklich schwierige Frage, zumal mich Besucherzahlen, etc. nicht wirklich „interessieren“, bzw. ich mich von so etwas nicht unter Druck setzen lassen möchte. ;) Der Schwerpunkt liegt natürlich klar auf den Büchern, wobei ich mich nicht wirklich auf ein Genre festgelegt habe, sondern man in meinem Blog Fantasy, historisches, Krimis, etc. findet.

Wo möchtest du noch hin, denkst du über bestimmte Veränderungen oder Projekte nach?

Hier muss ich passen. Im Moment denke ich über keine Veränderung oder ähnliches nach, sondern möchte meinen Blog so halten, wie er ist, da mir momentan eh für vieles andere einfach die Zeit fehlt.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Da spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Ich bin vor allem eine „Gefühlsleserin“, d.h. damit mir ein Buch gefällt, muss ich mit den Charakteren „mitfühlen“ können. Sie können mir zwar unsympathisch sein, sollten aber in ihrem Wesen dennoch glaubhaft wirken. Wenn ich ein Buch nicht aus der Hand legen mag und abends so lange lese, bis mir die Augen zu fallen und ich nach dem Beenden des Buches einfach ein schönes, glückliches Gefühl habe und gerne an das Buch zurückdenke, dann ist es ein gutes, tolles Buch.

Welche Themen reizen dich?

Mich reizen eigentlich viele, unterschiedliche Themen, weshalb es vermutlich einfacher wäre, aufzuzählen, was ich nicht mag. Ich mag es z.B. wenn Fantasybücher nicht immer dasselbe Thema/Welt beinhalten, sondern an anderen, unbekannten Schauplätzen spielen. Bei historischen Büchern bevorzuge ich Romane, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spielen. Oder „Neudichtungen“ von Sagen, Märchen, Mythen, etc. finde ich auch äußerst interessant. Ansonsten habe ich eine kleine Schwäche für Asien, besonders Japan.

Welche Titel/Reihen liegen dir besonders am Herzen und sind stets eine Empfehlung wert?

„Die Uralte Metropole“ (Lycidas, Lilith, Lumen; Somnia) von Christoph Marzi, eine wunderbare Geschichte, aber auch die „Malfuria“-Trilogie, „Heaven – Stadt der Feen“ und „Fabula“ zählen zu meinen Lieblingsbüchern. Ebenso hat es mir der „Elfenzyklus“ („Die Elfen“, „Elfenwinter“, „Elfenlicht“, „Elfenkönigin“) von Bernhard Hennen sehr angetan und ich freue mich, dass ich von diesem Autor noch ein paar Bücher im SuB habe. Vor kurzem erst entdeckt, aber definitiv eine Empfehlung wert ist auch „Die Magier von Montparnasse“ von Oliver Plaschka, ebenso wie Tobias O. Meißner, der mich bisher mit „Die dunkle Quelle“ sehr begeistert hat und ich bin schon gespannt, wie es mit der „Mammut“-Reihe weitergehen wird. Und um noch bei deutscher Fantasy zu bleiben, hat mir der Zweiteiler von Kristin Falck sehr, sehr gut gefallen („Die Hüter der Wolken“, „Der Eid des Steinkönigs“). Dann natürlich „Arkadien erwacht“ und „Arkadien brennt“ von Kai Meyer, die bisher beste Reihe des Autors, wie ich finde.

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Bei Jugendbüchern finde ich vor allem die Romane von Isabel Abedi sehr empfehlenswert („Lucian“, „Isola“, „Imago“) und auch Boris Zatko mit „Anna Fink. Die Fanfare des Königs“. Außerdem natürlich „Harry Potter 1-7“ von Joanne K. Rowling, womit ich ja selbst aufgewachsen bin.
Desweiteren, um mal nicht-fantastische Bücher zu nennen, wären da noch „Tsugumi“, „Dornröschenschlaf“ und „Federkleid“ von Banana Yoshimoto, vermutlich die einzige Autorin, bei der ich für 200 Seiten auch gerne 20 Euro hinlege. Etwas historischer wird es bei den Büchern von Gina Mayer, „Zitronen im Mondschein“ und „Das Lied meiner Schwester“ sind zwei wunderbare, aber auch traurige Romane. Eine Mischung aus Krimi und viel Humor gibt es bei den Kluftinger-Krimis von Michael Kobr und Volker Klüpfl („Milchgeld“, „Erntedank“, „Seegrund“, „Laienspiel“).

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Wie äußert sich deine Liebe für das geschriebene Wort, über welche Lesemacken kannst du uns berichten?

Die äußert sich in vielen Arten. Zum Beispiel muss ich einfach immer ein Buch dabei haben, auch wenn ich nur kurz einkaufen muss und eigentlich weiß, dass ich keine Zeit zum Lesen haben werde. Wenn ich wegfahre, packe ich grundsätzlich zu viele Bücher ein, ich öffne ein Buch niemals ganz, um so Leseknicken zu entgehen. Egal wie müde ich bin, ich muss immer bis zum nächsten Kapitel lesen um aufhören und schlafen zu können, und überhaupt muss ich einfach vor dem Schlafen lesen, das ist mittlerweile schon so etwas wie ein Ritual. Vor meine Bücherregale könnte ich mich stundenlang setzen und mir die Buchrücken anschauen, ab und zu eines herausnehmen, was ich dann unbedingt als nächstes lesen will oder aber um kurz in einem bereits gelesenen Buch zu schmökern.

Gehst du auf Lesungen oder andere Veranstaltungen?

Ja, eigentlich sehr gerne. Nur leider gibt es in meiner Gegend selten Gelegenheit eine Lesung zu besuchen.

Welche Seiten/Blogs besuchst du gerne?

Ich treibe mich gerne in zwei Foren rum, einmal dem Literaturschockforum und auf der Buchcouch. Ansonsten gibt es viele Blogs, die ich gerne und regelmäßig besuche. Da es zu viele sind um sie zu benennen, erwähne ich einfach die, bei denen ich gefühlt am längsten Leser bin. Dazu gehören natürlich die Fantastische Bücherwelt von Seychella, meine erste Anlaufstelle wenn ich auf der Suche nach Fantasy-Anregungen bin, vor allem was deutsche betrifft. Außerdem noch Steff (Büchersammlerin), Kari (Eltragalibros), Libromanie, Frau von Saiten, Papiergeflüster, Stefanie Emmy, Bibliomanie und Irina (Bücher über alles). Das ist allerdings nur eine kleine Auswahl.

Wie würden andere deinen Lesegeschmack beschreiben?

Gute Frage. Momentan würden die meisten wohl eher denken, dass ich nur Fantasy lese und sich dann wundern, wenn sie auch noch andere Genres in meinen Regalen entdecken.

Was für ein Lesetyp bist du? Erzähl uns doch etwas über dich als Leser.

Das ist eine schöne Frage, auch wenn ich nicht genau weiß, was hier von einem „erwartet“ wird. Ich habe kein festes Genre, sondern lese eigentlich alles querbeet. Mich muss nur der Inhalt, also vor allem der Klappentext ansprechen um ein Buch zu lesen, bzw. zu kaufen. Das Cover ist mir egal, ich kaufe auch Bücher, die ich äußerlich nicht ansprechend, bzw. hässlich finde, solange eben der Inhalt interessant ist und das Buch einen ansprechenden Titel hat, denn sonst wird es schwierig, ein Buch aus dem Regal zu nehmen. Ich lese gerne dicke Bücher. Bücher, die weniger als 300 Seiten haben, lese/kaufe ich eher selten, auch wenn es da auch Ausnahmen gibt. Aber vor allem mag ich es, an einem schönen Schmöker auch mehrere Tage zu lesen, gerne auch mal mehrere Stunden wenn Zeit da ist und die Geschichte zu entdecken, ohne bei einem guten Buch ständig zu befürchten, das Buch ist gleich zu Ende. Deswegen finde ich auch Reihen toll! Ich mag es sehr, Charaktere wiederzutreffen und freue mich, dass deren Geschichte weitergeht und ich fühle mich glatt ein wenig heimisch.

Ich habe manchmal das Gefühl, ich bin ein Leser, der leicht zufrieden zu stellen ist. Ich lese recht oft Bücher, die mich so gefangen nehmen und begeistern, dass ich einfach keine Mängel finde, bzw. nicht auf Teufel-komm-raus, etwas finden will und richtig danach suche. Daher finde ich diese ganzen Qualitäts-Diskussionen auch eher albern und schade, dass man, ich, als Leser das Gefühl bekommt, sich „rechtfertigen“ zu müssen, dass man lieber „Unterhaltungsliteratur“ als Klassiker, etc. liest. Ich finde es auch generell nicht schlimm, wenn Menschen gar nicht lesen und lieber etwas anderes machen. Jedem das seine ;)
Mittlerweile habe ich es mir wieder „angewöhnt“, nur noch ein Buch auf einmal zu lesen, außer wenn es mir zu schwer für unterwegs ist, dann gibt es höchstens noch eine Zuglektüre dazu. Ich quäle mich eigentlich nicht gerne durch einen Roman, deswegen habe ich keine Probleme damit, Bücher abzubrechen, wenn sie mir wirklich nicht gefallen. Auch wenn das eher selten vorkommt. Ab und zu greife ich auch gerne zu einem Hörbuch, da macht dann sogar Hausarbeit Spaß ;)

fantastische Fragerunde

Liebe Katha, vielen Dank für deine detaillierten Antworten, mit denen du uns einen wunderbaren Einblick in dein ganz persönliches Bücherreich gewährt hast! Und ich habe mich sehr darüber gefreut, so viele meiner Lieblingsautoren bei deiner Aufzählung zu finden. Es sieht ja stark danach aus, dass wir in manchen Dingen ähnlich denken und uns somit mehr als ein ganz bestimmter Elf verbindet. ;)

[fantastische Fragerunde] mit Emily vom Papiergeflüster

Für den dritten Beitrag zu meiner fantastischen Fragerunde konnte ich Emily vom Papiergeflüster gewinnen. Lest selbst, was sie auf meine neugierigen Fragen geantwortet hat… Viel Spaß dabei!

Wer steckt hinter Papiergeflüster – wie würdest du dich selbst beschreiben?

Hinter Papiergeflüster steckt ein Bücherwurm, der nichts lieber tut als über Bücher zu reden. Da es dafür viel zu selten Gelegenheit und Opfer gibt, schreibe ich inzwischen auf meinem Blog darüber. Mich selbst zu beschreiben ist schwierig. Ich bin ein Mensch, der sich für viel zu viele Sachen interessiert und deshalb auch querbeet durch verschiedenste Genres liest, im Kino genauso in einem Actionthriller zu finden ist wie in einer Romantikkomödie und dessen Musikregal für die verschiedensten Stimmungen und Geschmäcker Inhalt bietet. Die Tage haben grundsätzlich zu wenig Stunden um all das zu tun, womit ich mich gerne beschäftigen möchte.

Wie sah der Start von deinem Blog aus und welches Ziel hast du dabei verfolgt?

Anfangs sollte es nur eine Sammlung meiner Rezensionen sein. Ich bin schon seit einigen Jahren im Forum von Literaturschock angemeldet und habe dort meine Meinung zum Gelesenen kundgetan. Aber in einem gut besuchten Forum verschwinden die Threads immer recht schnell wieder. Also fing ich an, meine Rezensionen in einem eigenen Blog zu sammeln. Von dem ich anfangs erst gar niemandem erzählte, nach einer Weile beichtete ich ein paar Freunden davon und erst nach einiger Zeit habe ich ihn öffentlich gemacht, indem ich ihn in meiner Signatur im Forum aufnahm und auch twitterte.

Wo siehst du dich jetzt, was zeichnet deine Seite aus und welche Schwerpunkte gibt es?

Inzwischen stehe ich wohl im guten Mittelfeld der unzählbaren Bücherblogs. Meine Besucherzahlen steigen langsam aber stetig an, es gibt immer mehr Leute, die gerne vorbei schauen und lesen, was ich geschrieben habe.
Schwerpunkte gibt es bei mir nicht, da ich gerne die verschiedensten Bücher lese. Auf meiner Seite finden sich Rezensionen zur Fantasy genauso wie zu historischen Romanen, Krimis oder auch der allgemeinen Belletristik.
Zwischendurch berichte ich auch mal über eine Neuerscheinung, die mir aufgefallen ist, oder eine Lesung, die ich besucht hatte.

Wo möchtest du noch hin, denkst du über bestimmte Veränderungen oder Projekte nach?

In Zukunft soll es ab und zu auch Interviews mit Autoren auf meiner Seite geben. Ein erstes Opfer dafür habe ich schon gefunden, wer es ist verrate ich euch, wenn es soweit ist.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gutes Buch sollte mich in seinen Bann schlagen. Wenn ich jede freie Minute mit dem Buch verbringen möchte und eigentlich anstehende Aufgaben liegen lasse, zu spät ins Bett gehe und gleich nach dem aufwachen wieder das Buch in Händen halte, es mich auch nach dem Ende noch eine Weile in Gedanken verfolgt, dann ist es ein gutes Buch.

Welche Themen reizen dich?

Eigentlich alle, wenn sie in gut geschriebenen Büchern stecken. Wenn ich ein Sachbuch lese, ist es meist ein naturwissenschaftliches. Aber in der Belletristik bin ich für alles offen und lasse mich auch immer wieder gerne von etwas ganz Neuem überraschen. Nur mit Chick-Lit kann man mich jagen. ;)

Welche Titel/Reihen liegen dir besonders am Herzen und sind stets eine Empfehlung wert?

Die „Weitseher-Trilogien“ und „Die Zauberschiffe“ von Robin Hobb, „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin und „Die Elfen“ von Bernhard Hennen in der Fantasy. Im historischen Bereich die Bücher von Rebecca Gablé, weil sie unterhaltsam und historisch korrekt sind, eine seltene Mischung. Bei den Krimis gehört Arne Dahl zu meinen absoluten Favoriten, in der allgemeinen Belletristik gibt es zu viele verschiedene gute Bücher, die Liste wäre zu lang für ein Interview.


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Wie äußert sich deine Liebe für das geschriebene Wort, über welche Lesemacken kannst du uns berichten?

Lesemacken? Ist es eine Macke, wenn man eigentlich immer ein Buch dabei hat und Handtaschen nach dem Kriterium aussucht, dass auch ein Buch hinein passen muss? Oder zählt die inzwischen halbvolle Schuhschachtel mit gesammelten Lesezeichen als Lesemacke? Zu jedem Buch wird natürlich das passende Lesezeichen ausgesucht. Schuhe einkaufen finde ich grausam, lieber verbringe ich ein paar Stunden in Buchhandlungen. Wahrscheinlich würde schon der ein oder andere behaupten, dass ich eine Macke habe, weil ich meist mehr als fünf Bücher in einem Monat lese.

Gehst du auf Lesungen oder andere Veranstaltungen?

Wenn sich die Möglichkeit bietet, ja. Vor ein paar Tagen war ich zum Beispiel auf einer Lesung von Sebastian Fitzek. Man trifft mich auch öfter mal auf Conventions, wo ich gerne die Lesungen besuche. Es gibt auch immer mehr Lesungen die man online verfolgen kann, so muss man sich gar nicht immer aufraffen, sondern kann es sich auf der Couch gemütlich machen.

Welche Seiten/Blogs besuchst du gerne?

Regelmäßig besuche ich noch immer das Forum auf Literaturschock, auch auf Lovelybooks bin ich immer öfter unterwegs. Die Liste der Blogs im Feedreader ist lang. Die Fantastische Bücherwelt gehört natürlich mit dazu, auch Libromanie ist immer einen Besuch wert, für Fantasyfreunde lohnt es sich mal bei Feenfeuer vorbei zu schauen, tolle Literatur-Podcasts findet man unter Bücherplausch. Ich würde jetzt gerne alle besuchten Blogs aufzählen, schaut einfach mal in meiner Linkliste vorbei und findet eure eigenen Favoriten heraus.

Wie würden andere deinen Lesegeschmack beschreiben?

Meine Kollegen nennen ihn „seltsam“, weil ich auch gerne mal Fantasy lese. „Querbeet“ trifft es auch ganz gut.

Was für ein Lesetyp bist du? Erzähl uns doch etwas über dich als Leser.

Welcher Lesetyp ich bin? Ich bin ein Genrehopper und lese selten zwei Bücher aus ein und demselben Genre hintereinander.
Außerdem bin ich ein Bauchleser. Was ich als nächstes lesen möchte, entscheidet meist mein Bauchgefühl. Dann setze ich mich vor meinen SUB (Stapel ungelesener Bücher), bis ich bei einem Buch das Gefühl habe „das ist es“! Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch lesen „muss“, weshalb ich mich meistens auch nur kurzfristig zu Leserunden anmelde, wenn mir gerade nach dem Buch ist.
Parallelleser bin ich auch, manchmal weil mich zu viele Bücher auf einmal interessieren, manchmal auch einfach weil ein Buch zu dick ist, um es unterwegs dabei zu haben. Dann gibt es ein Handtaschenbuch zusätzlich. Am Bett liegt meistens auch noch mal ein anderes Buch, als Einschlaflektüre, meist etwas mit kurzen Kapiteln, nach denen das Aufhören etwas leichter fällt.

fantastische Fragerunde

Liebe Emily, vielen Dank für deine tollen und detaillierten Antworten! Ich freue mich, dass du Zeit dafür gefunden hast – mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Besonders neugierig hast du mich ja mit deiner Andeutung von Autoreninterviews gemacht – da traue ich mich ja nicht ran. Und bin darum umso gespannter, wer dein erstes Opfer ist! :)

[fantastische Fragerunde] mit der Winterkatze

Als zweites “Opfer” für meine fantastische Fragerunde hat sich die liebe Winterkatze zur Verfügung gestellt. Und ich kann berichten, dass auch sie meine neugierigen Fragen erfolgreich gemeistert hat… Wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Winterkatzes Buchblog

Wer steckt hinter Winterkatzes Buchblog – wie würdest du dich selbst beschreiben?

Hinter „Winterkatzes Buchblog“ steckt eine Frau Ende dreißig mit einem beinah unstillbaren Lesehunger, die sich immer ein bisschen mehr vornimmt, als sie in Ruhe schaffen kann. Mein Leben wird zur Zeit vom Lesen und darüber schreiben bestimmt, ebenso wie von meinen vier Katzen, die immer für eine Überraschung gut sind, und einem Ehemann, der zum Glück mit all den Ideen seiner Frau ganz gut leben kann. Ansonsten bin ich schrecklich neugierig und an fast allem interessiert, bastle gern an neuen Projekten und wünsche mir häufig, der Tag hätte mehr als nur 24 Stunden.

Wie sah der Start von deinem Blog aus und welches Ziel hast du dabei verfolgt?

Mein Blog ging recht ungeplant an den Start. Ich hatte vor einigen Jahren zwar registriert, dass es immer mehr Blogs im Internet gab, war damals aber nur über welche gestolpert, die mich nicht so reizten. Letztes Jahr habe ich dann einige Buchblogs entdeckt und Lust bekommen, selber etwas in der Richtung zu machen. Dabei wollte ich mich nicht nur auf Bücher beschränken, sondern auch etwas mehr von mir, den Katzen und meinem Alltagschaos einbringen. Trotzdem sehe ich die Bücher und meine Rezensionen dazu als Schwerpunkt meines Blogs und genieße es, dass ich dort – ohne mich groß um Objektivität bemühen zu müssen – einfach meine Meinung veröffentlichen kann. Da sich inzwischen auch ein paar Leser auf meinem Blog tummeln, die sich mit mir über Bücher austauschen mögen, habe ich nicht das Gefühl, ich müsste mir noch ein weiteres Ziel setzen. Mein Blog soll einfach ein Hobby bleiben, ohne dass ich mir damit Stress mache – auch wenn ich mir für manche Bereiche (wie meine „kapitelweise“ Wiedergabe eines wirklich schlechten Romans) feste Veröffentlichungstermine gesetzt habe.

Winterkatzes Buchblog

Wo siehst du dich jetzt, was zeichnet deine Seite aus und welche Schwerpunkte gibt es?

Wo ich mich jetzt sehe? Oje, solch eine Frage ist schwer zu beantworten. Im Moment bin ich zumindest mit „Winterkatzes Buchblog“ an einem Punkt, mit dem ich ganz zufrieden bin. Ich schaffe es zwar nicht, all die Bücher, die ich verschlinge, zu rezensieren, bemühe mich aber, ein möglichst breites Spektrum zu besprechen. Das kommt mir auch entgegen, da ich mich als Leser nicht auf ein Genre beschränken will. Mein Schwerpunkt liegt zwar auf den Büchern, aber ich erzähle auch immer wieder von den Katzen, meinen Renovierungsversuchen oder kleinen alltäglichen Begebenheiten, die meinen Lesern die Möglichkeit bieten, mich etwas besser kennenzulernen.

Wo möchtest du noch hin, denkst du über bestimmte Veränderungen oder Projekte nach?

Da mein Blog mein Hobby ist, mache ich mir über Veränderungen oder Projekte recht wenig Gedanken. Wenn mir spontan etwas einfallen sollte, dann nehme ich es vielleicht in Angriff – zumindest, wenn ich der Meinung bin, dass ich ein solches Vorhaben ohne weiteren Stress durchsetzen kann. Ich glaube, gerade die Tatsache, dass ich meinen Blog so locker angehe, sorgt dafür, dass er mir immer noch so viel Spaß macht.

Winterkatzes Buchblog

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gutes Buch kann vieles sein: Ein Roman, dessen Sprache mich verzaubert, eine Geschichte, die mich fesselt oder die meine Fantasie anregt. Ein gutes Buch muss nicht unbedingt ein Roman sein, sondern kann auch ein Bilder- oder Sachbuch sein, aber auf jeden Fall muss es in irgendeiner Weise in mir nachklingen. Ich kann einen Roman als „gut“ empfinden, obwohl die Schreibweise des Autors nicht gerade herausragend ist, wenn mich die Figuren und die Handlung so sehr mitreißen, dass ich am Ende mit Tränen in den Augen und einem breiten Grinsen im Gesicht das Buch zuschlage. Ich kann aber auch mit einer eher gemächlichen Erzählung leben, wenn die Sprache so schön ist, dass sie mich über die Schwächen der Handlung hinwegträgt.

Je mehr ein Buch mich emotional berührt, desto mehr genieße ich aber das Lesen – und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich immer wieder zu genau diesem Roman greife, um mich mitreißen zu lassen.

Welche Themen reizen dich?

Beim Lesen? Oh, das kann ich ganz einfach mit „fast alle“ beantworten. Ich habe immer mal wieder Phasen in meinem Leben gehabt, in denen ich mich sehr intensiv mit einem Genre auseinandergesetzt habe. Aber selbst wenn ich mitten in einer Krimi- oder Fantasyphase stecke, dann brauche ich doch zwischendurch einen historischen Roman, ein Kinderbuch oder eine Liebesgeschichte. Ich bin unheilbar neugierig auf Bücher und das sorgt auch immer wieder für eine bunte Mischung in meinen Regalen. Nur an Horror wage ich mich sehr selten, da dieses Genre keine schönen Auswirkungen auf meine Fantasie hat, und auch Science-Fiction-Romane finden inzwischen nur noch selten den Weg auf meinen SuB.

Welche Titel/Reihen liegen dir besonders am Herzen und sind stets eine Empfehlung wert?

Am liebsten würde ich bei solchen Gelegenheiten immer die Hälfte meines Bestands aufzählen, weil mir so viele Bücher am Herzen liegen. Aber ich versuche mal, mich auf ein paar Neuentdeckungen zu beschränken. Wer epische Fantasy mag, dem würde ich momentan „Die Tochter der Goldzeit“ von Jo Zybell ans Herz legen. Der Roman ist gerade erst vor einigen Wochen bei Hoffmann & Campe erschienen, in sich abgeschlossen und unterscheidet sich angenehm von der Masse. Ansonsten kann ich mir einen Hinweis auf Tamora Pierce, die seit zwanzig Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, nicht verkneifen – allerdings muss man da zu den englischen Ausgaben greifen, da nur recht wenige Titel von ihr auf deutsch erschienen sind. Bei den Liebesromanen verschlinge ich gerade mit Begeisterung die wunderbar amüsanten Regency-Romane von Julia Quinn, die aktuell bei Mira neu aufgelegt werden. Wer hingegen wirklich gut geschriebene Krimis sucht, dem würde ich Deborah Crombie ans Herz legen. Aber auch bei den deutschen Autoren gibt es so einige, die mich in den letzten Monaten begeistert haben – so zum Beispiel das Debüt von Lucie Flebbe (damals noch unter ihrem Mädchennamen Klassen veröffentlicht) mit dem Titel „Der 13. Brief“. Die Fortsetzung ist auch ganz unterhaltsam, hat mich aber lange nicht so begeistert wie der erste Roman. Bei den Kinder- und Jugendbüchern lese ich gerade sehr gern fantastische Titel (wie „Die Wächter von Astaria“-Trilogie von Thomas Finn oder die „Elfenkönig“-Bücher von Vanessa Walder) oder abenteuerliche Romane wie die von Stephen Cole („Snakeroot“, „Aztec Code“, „Bloodline“). Bei den Sachbüchern hat mich zuletzt „Die Kinogänger von Chongjing“ von Barbara Demick beeindruckt, da die Autorin dem Leser mit diesem Buch einen interessanten Blick in das Leben in Nordkorea gewährt.

Wie äußert sich deine Liebe für das geschriebene Wort, über welche Lesemacken kannst du uns berichten?

Ich versuche meine Bücher beim Lesen in einem möglichst guten Zustand zu erhalten – und ich lege niemals den Schutzumschlag ab, weil der ohne Buch in meinem Haushalt viel gefährdeter ist, als wenn ich ihn beim Lesen dranbehalte. Meine Bücher zeigen in der Regel erst nach sehr vielen Jahren (oder Umzügen) die ersten Gebrauchsspuren, aber dann kann ich auch mit jeder abgeschabten Ecke leben. Obwohl ich häufig Bücher aus der Bibliothek ausleihe, kaufe ich nur sehr ungern gebrauchte Bücher, weil ich ein Problem mit dem Geruch habe. Ich weiß, dass das seltsam klingt, aber Papier nimmt nun mal schnell den Geruch eines Haushalts an und mich stört es, wenn meine Bücher fremd riechen. Ansonsten werde ich immer kribbelig, wenn ich kein Lesefutter bei der Hand habe und sorge deshalb dafür, dass ich im schlimmsten Fall wenigstens Papier und Stift in Reichweite habe, damit ich im Zweifelsfall selbst dafür sorgen kann, dass ich etwas zu Lesen vor der Nase habe.

Gehst du auf Lesungen oder andere Veranstaltungen?

Ich bin früher manchmal auf Lesungen gegangen und habe sehr gern Veranstaltungen rund ums Buch oder Comics besucht, aber das hat in den letzten Jahren leider deutlich nachgelassen. Immerhin bin ich dieses Jahr wild entschlossen, es zur Frankfurter Buchmesse zu schaffen.

Welche Seiten/Blogs besuchst du gerne?

Ich verfolge täglich die Blogs, die ich bei „Winterkatzes Buchblog“ unter Lesefutter aufgeführt habe, schaue aber auch regelmäßig bei so einigen anderen Buchbloggern vorbei. Außerdem lese ich immer wieder gern die Rezensionen bei Booklove.de oder verfolge die Diskussionen im Federfeuer.

Wie würden andere deinen Lesegeschmack beschreiben?

Wenn sie mir freundlich gesinnt wären, dann wahrscheinlich als „vielseitig“.

Was für ein Lesetyp bist du? Erzähl uns doch etwas über dich als Leser.

Ich bin jemand, der im Laufe der Zeit immer kritischer geworden ist. Inzwischen muss ein Autor wirklich viel leisten, damit ich absolut hingerissen von seinem Buch bin. Dabei ist es mir nicht wichtig, dass ich immer qualitative Romane lesen, ich kann mich auch ganz hervorragend mit Bücher vergnügen, die allgemein wohl eher als „Schund“ angesehen werden.

Häufig fange ich mehrere Bücher parallel an zu lesen, aber wenn mich erst einmal eine Geschichte gepackt hat, dann nutze ich jede Gelegenheit, um ein paar Seiten weiterzukommen. Je besser ein Buch ist, je mehr ich in die Handlung versinken kann, desto weniger Chancen hat meine Umwelt noch, mit mir zu kommunizieren. Bei den Katzen führt das ganz gerne dazu, dass eine von ihnen dann auf meinem Buch landet, um die nötig Aufmerksamkeit einzufordern. Oft passiert es mir, dass ich nach sehr intensiven Lesephasen, in denen ich hintereinander mehrere Bücher verschlungen habe, eine Auszeit benötige. Doch ganz kann ich auch dann nicht ohne eine Geschichte sein und greife in diesen Zeiten häufig zum Hörbuch.

Es fällt mir schwer, ein Buch „aufzugeben“, das ich einmal begonnen habe – auch wenn ich mich dann oft über die vergeudete Lesezeit ärgere, wenn ich mich wieder einmal von meiner Dickköpfigkeit dazu bringen lassen, ein Buch zu beenden, das mich so gar nicht reizt. Nur sehr selten passiert es mir, dass ich einfach nicht in der Stimmung für eine Geschichte bin. Zuletzt war das so bei „Arkadien erwacht“ von Kai Meyer – das hatte ich gegen Ende des Winter lesen wollen und kam so gar nicht in die richtige Stimmung, um eine Handlung zu verfolgen, die in der Hitze des Sommers spielt. Aber aktuell ist das Wetter gerade richtig, um noch einen Versuch mit diesem Buch zu wagen.

fantastische Fragerunde

Liebe Winterkatze, vielen Dank für deine wunderbaren und detaillierten Antworten! Ich freue mich, dass du Zeit dafür gefunden hast – mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Und “Die Tochter der Goldzeit” ist gleich mal auf meinen Wunschzettel gehüpft…

[fantastische Fragerunde] mit Susanne von Literaturschock

Nun ist es tatsächlich soweit – eine Idee, die mich seit einigen Monaten begleitet, darf nach einem kurzfristigen Aufenthalt in der vielleicht-später-Schachtel nun ans Licht der Öffentlichkeit. Und ich freue mich riesig darüber, dass Susanne von Literaturschock die fantastische Fragerunde eröffnet und sich meinen Fragen erfolgreich gestellt hat. Und jetzt geht es los, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Literaturschock

Wer steckt hinter Literaturschock, Leserunden.de und dem Klassikerforum – wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich bin ein freches **jähriges Mädchen ohne Sommersprossen, dessen rotes Haar nicht in zwei abstehenden Zöpfen geflochten ist. Ich habe zwei eigene Pferde, die ich nicht hochheben kann und somit bin ich zwar nicht das stärkste Mädchen der Welt, dafür habe ich in meiner Villa Kunterbunt aber Platz genug für viele Tiere und Bücher – und ich kann dort tun und lassen, was ich möchte.

Wie sah der Start von Literaturschock aus und welches Ziel hast du dabei verfolgt?

Eigentlich war ich nur genervt von der Tatsache, dass ich den Überblick über meine Bücher verloren habe. Beim ersten Doppelkauf denkt man sich “Was solls. Verschenke ich das doppelte Buch eben”. Beim zweiten Mal ist das schon weniger witzig und beim dritten Mal grübelt man über die eigene Zurechnungsfähigkeit. Da ich mich aber auch nicht mit einer einfachen Excel-Liste zufriedengeben wollte (so etwas wie Buchverwaltungssoftware gab es im Jahr 2000 wenn überhaupt nur rudimentär) und ich mich außerdem mitten im Informatikstudium befand, entschied ich mich für die Bücherverwaltung in Form einer Webseite. Nun versinken die Bücher zwar auch im Chaos – es ist aber etwas geordneter. Und irgendwann machte sich Literaturschock selbständig und fing an zu leben. Das ist mir immer noch unheimlich.

Literaturschock

Wo siehst du dich jetzt, was zeichnet deine Seiten aus und welche Schwerpunkte gibt es?

Das wurde ich zuletzt bei einem Vorstellungsgespräch gefragt ;-)

Ich finde die Frage nach dem “Wo siehst du dich jetzt” immer sehr schwierig zu beantworten. Sie ist für mich nicht so richtig greifbar. Natürlich bin ich nicht am Ziel aller meiner Wünsche angelangt, aber ich befinde mich permanent auf dem Weg dahin. Sicher / hoffentlich werden sie nicht alle in Erfüllung gehen – dafür verändern sie sich zu oft, es erwachen neue Wünsche, für die andere wiederum sterben müssen.

Ob meine Seiten etwas auszeichnet kann ich auch nicht richtig beurteilen. Ich bin aber sehr stolz auf alle Mitglieder des Bücherforums, weil sie nicht nur Leben in die Bude bringen, sondern auch – bis auf sehr wenige Ausnahmen – einen guten Umgangston pflegen. Damit sind Literaturschock und besonders das Bücherforum zwar an manchen Orten als “Kuschelforum” verschrien, das empfinde ich aber eher als Lob, denn als Kritik.

Die Schwerpunkte liegen eigentlich auf den Rezensionen der Hauptseite, den Serienvorstellungen und Literaturverfilmungen – eigentlich, weil der größte Teil der Kommunikation über das Forum läuft und ich oft den Eindruck gewinne, dass die wenigsten auch auf die Hauptseite einen Blick werfen (die Besucherzahlen strafen diesen Eindruck zum Glück Lügen). Einen besonderen Status hat aber auch das jüngste Projekt Leserunden.de, das auf autorenbegleitete Leserunden spezialisiert ist. Und auch das Klassikerforum.de mag ich nicht unterschlagen. Es ist zwar nicht ganz so hoch frequentiert, aber mit der Spezialisierung auf Klassiker der Weltliteratur ebenfalls einzigartig im deutschsprachigen Raum.

Leserunden.de

Wo möchtest du noch hin, denkst du über bestimmte Veränderungen oder Projekte nach?

Natürlich denke ich auch immer über Veränderungen nach. Das jüngste Projekt Leserunden.de kommt in der schnellen Internetwelt auch schon in die Jahre – dabei besteht das Forum erst seit 2006. Neben Designveränderungen überlege ich mir schon ständig, wie ich Literaturschock für die Besucher attraktiver machen kann. Derzeit kooperiere ich deshalb auch vermehrt mit Marketingunternehmen, die unermüdlich Preise für Gewinnspiele spendieren. Ich habe den Eindruck, dass dies auch sehr gut bei den “Literaturschocklern” ankommt.

Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Dass ich ganz darin versinken kann. Dass ich weinen und lachen kann. Dass ich mit den Figuren leide, liebe, lache und sterbe.

Welche Themen reizen dich?

Ich bin fast so was wie eine Buchallrounderin. Sehr gerne mag ich Fantasy (der eigentliche Grund für meine Leseleidenschaft), historische Romane und Thriller – das sind auch meine Schwerpunkte. Aber ich lese gerne auch Romane, die sich in keine Schublade pressen lassen, wie aktuell zum Beispiel “Ich, Oliver Tate”. Ein Buch, über das ich mich herzlich amüsieren kann. Gerne aber auch mal Horror oder einen Liebesroman. Erfahrungsberichte und Biografien sind dafür nicht ganz nach meinem Geschmack.

Welche Titel/Reihen liegen dir besonders am Herzen und sind stets eine Empfehlung wert?

Ganz klar: Tobias Meißners “Mammut-Saga”. Ohne wenn und aber kann ich seine Bücher empfehlen (nicht nur die Mammut-Bücher). Meine Fantasyleidenschaft begann aber mit Tad Williams (Osten Ard) und Terry Goodkind (Das Schwert der Wahrheit). Auch Terry Pratchetts Scheibenwelt gehört zu meinen All-Time-Favourites.

Wie äußert sich deine Liebe für das geschriebene Wort, über welche Lesemacken kannst du uns berichten?

Ich schlage meine Bücher grundsätzlich nicht ganz auf, stütze sie beim Lesen mit der einen Hand am Buchrücken – viele meiner Bücher sehen deshalb auch nach dem Lesen wie neu aus. Dagegen machen mir Leseknicke und Eselsohren bei Flohmarktbüchern überhaupt nichts aus. Wenn ich ein Buch zu Ende gelesen habe und ein neues auswähle, dann stehe oder sitze ich erst mal eine Weile vor meinen Regalen und schaue mir die Bücher an. Dann werden ungefähr fünf bis sieben davon ausgewählt, ich nehme sie mit aufs Sofa oder ins Bett und lese alle an. Bei einem gerate ich dann immer ganz sicher in einen Lesesog – es kann aber auch sein, dass ich zwei oder noch mehr Bücher parallel lese.

Gehst du auf Lesungen oder andere Veranstaltungen?

Früher etwas öfter, aber in den letzten Monaten / Jahren fast nicht mehr. Ich habe mir aber vorgenommen, dass sich das ändern wird. Dieses Jahr stehen auf meiner Liste Jenny-Mai Nuyen, John Irving, Petra Durst-Benning, Alfred Biolek, die Kommissare Kluftinger, die BuCon und die Buchmesse in Frankfurt. Auf Literaturschock wird dann natürlich auch wieder darüber berichtet.

Welche Seiten/Blogs besuchst du gerne?

Leider bleibt mir neben Literaturschock nicht mehr ganz so viel Zeit für andere Literaturseiten. Ich versuche aber, regelmäßig hier bei Dir reinzusehen (und meine Wunschliste wächst damit immer mehr). Ansonsten noch bei Steffis-Bücherkiste. Seitdem Parsimony sein Forenhosting aufgegeben hat, beschränkt sich mein Surfen aber ansonsten eher auf meine eigenen Seiten.

Wie würden andere deinen Lesegeschmack beschreiben?

Vermutlich als chaotisch.

Was für ein Lesetyp bist du? Erzähl uns doch etwas über dich als Leser.

Ich bin sehr launisch, was meine Lektüre betrifft und ich sage immer “Jedes Buch braucht seine Zeit”. Es kann sein, dass ich von einem Buch mal total genervt bin, das mir zu einem anderen Zeitpunkt sehr gut gefällt (oder gefallen hat). Deshalb empfinde ich die Aussage “Dieses Buch ist schlecht” als sehr anmaßend und manchmal auch verletzend. Ich sitze ungerne auf einem hohen Roß (deshalb sind meine Pferde auch nicht so groß) und urteile über Bücher und schon gar nicht über die Leser. Fantasy ist Realitätsflucht? Na bitte, dann doch gerne. Es gibt keine so gleichermaßen heldenhafte und erotische Männer wie sie in Liebesromanen vorkommen? Schade (wirklich SEHR schade), aber seis drum. Ist es nicht großartig, dass man überhaupt liest? Egal, ob es nun “Twilight” oder “Felix Krull”, “Harry Potter”, “Hamlet” oder “Der Bergdoktor” ist – Lesen ist etwas Wunderbares und ich bin mit jedem Buch fasziniert davon, wie Menschen soundsoviele Seiten mit Geschichten bereichern können.

Diesen Lobgesängen zum Trotz übe ich natürlich auch Kritik und “schlucke” nicht jede Geschichte, die mir ein Autor da vorlegt. Mit fortschreitender Leseerfahrung wurde mein Geschmack auch etwas eigenwilliger und mir fallen Mängel eher auf. Über vieles kann ich zwar hinwegsehen, wenn mich die Geschichte trotzdem mitreißt, aber es gibt durchaus einige Punkte, die mich immer wieder stören (übertriebene Wiederholungen, platter Humor usw.). Leider bin ich oft zu hartnäckig, um ein Buch mittendrin zu beenden – dafür macht mir der Verriss anschließend umso mehr Spaß.

fantastische Fragerunde

Liebe Susanne, vielen Dank für die tollen und detaillierten Antworten! Ich freue mich auch darüber, dass du meinen Blog öfter mal besuchst – und ich manchmal tatsächlich zur Entwicklung deiner Wunschliste beitragen kann. *grins*

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