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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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Einträge in der Kategorie Rezension: Anthologie

Sphera Verlag (Hrsg.) – Feuertraum, kühle Lippen

Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im Februar 2012

Diese Anthologie trägt den Untertitel „Fantastische Liebesgeschichten“ und bietet 24 Storys deutschsprachiger Autoren, die einen Einblick in die verschiedenen Facetten der Liebe gewähren. Mir gefällt, dass es hier nicht nur um die rosarote Seite der Liebe geht, sondern auch um die Vergänglichkeit des Glücks und den Schmerz enttäuschter Gefühle. Die auftauchenden fantastischen Wesen sind ebenfalls abwechslungsreich und sorgten bei mir für einige Überraschungen – genauso wie die Tatsache, dass mir eine Vampirstory ganz gut gefallen hatte.

Der Einstieg in diese Anthologie, „Die Windbraut“ von Karin Jacob, konnte mich leider so gar nicht fesseln. Ich liebe den Wind und mochte auch die Idee, aber es fehlte eine Verbindung zu der Geschichte – da kamen irgendwie keine Emotionen bei mir an. Die nächste Story, „Von der Müh ein Herz zu erobern“ von Manuela P. Forst, hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen – und es sollte nicht die letzte sein. Aber danach wurde es besser, denn bei „Wolfswinter“ von Susanne Haberland bin ich hier das erste mal in einer Geschichte versunken. Eindringlich, traurig und doch nicht hoffnungslos.

Gleich danach bin ich bei „Seesüchtig“ von Sinje Blumenstein auf einen echten Schatz gestoßen! Die Story hat mich einfach verzaubert und tief berührt. Das lag nicht nur an dem Thema, welches mir sehr zugesagt hat, sondern auch an der besonderen Atmosphäre und dem vermittelten tiefen Gefühl. Wunderschön! Und ich bin noch öfter auf solche Highlights gestoßen, beispielsweise bei dem märchenhaften Beitrag „Die Prüfung des Raben“ von Bianca Schläger, der tragischen Geschichte „Totenfeuer für einen Alben“ von Rebekka Pax und der sehnsuchtsvollen Story „Shyharatans Rose“ von Kathleen Strobach. Um nur einige zu nennen…

Es gibt Geschichten, zu denen ich keinen Zugang gefunden habe. Geschichten, die mir einfach nicht gefallen haben. Und Geschichten, die mich tief berührt haben – glücklicherweise haben diese eindeutig überwogen! Einige Beiträge haben bei mir intensive Bilder hinterlassen, an die ich noch öfter denken muss. Ich kehre also manchmal zu den Geschichten zurück und freue mich darüber, dass ich manchmal – wenn auch zu selten – eine Anthologie lese.

Fabienne Siegmund (Hrsg.) – Geisterhafte Grotesken

Erscheinungsjahr: 2010
Gelesen im September 2011

Sie sind aus Stein. Schmücken und zieren die Fassaden unserer Kirchen und Häuser. Leiten das Regenwasser von ihnen ab. Vertreiben den Teufel und sein Gefolge.
Wasserspeier.
Doch sind sie wirklich nur in Stein geschlagene Figuren, starr und leblos?

In dieser wundervollen Anthologie rund um das Thema Wasserspeier versammeln sich 23 Geschichten von bekannten und unbekannten Autoren. Diese Mischung mag ich ja immer am liebsten, da man so auch neues entdecken kann und es einfach eine größere Vielfalt gibt. Zu jeder Story findet sich auch eine passende Illustration von Maik Schmidt, zu der ich öfter mal zurückblättern musste – einfach weil sich das Bild immer in der Geschichte wiederfindet und mit dem Wissen darum noch einmal anders wirkt.

Die Storys sind sehr vielfältig und verbreiten jeweils eine ganz individuelle Stimmung. Mir hat jede einzelne von ihnen gut gefallen, fast alle haben auch sehr intensiv auf mich gewirkt und mich noch länger beschäftigt. Manche tun es noch und beflügeln meine Phantasie. Ich hatte schon immer eine „Schwäche“ für Wasserspeier, nach dieser Lektüre ist das aber noch schlimmer geworden – nun gibt es nicht nur die Faszination für die Gargoyles, sondern auch Gedanken über ihre Geschichte.
Die Beiträge meiner neuen Lieblings-Anthologie sind unheimlich, romantisch, düster, mystisch, tragisch, überraschend und berührend. Und sehr fesselnd, zumindest haben sie mich immer schnell in ihre ganz eigene Welt entführt.

Mir fällt es darum auch schwer, eine Lieblingsgeschichte zu nennen. War es „Das Märchen von der Liebe, der Blindheit und den steinernen Herzen“ von Christoph Marzi, wunderbar poetisch und märchenhaft? Tanya Carpenters „Steinerne Wächter“, die mich sehr berührt und mit dem Wunsch zurückgelassen haben, mehr über sie zu erfahren? „Sonne Licht und Monden Schein“ von Chris Lind, dessen überraschendes Ende mir sehr gefiel? Oliver Plaschkas wundervoller Beitrag „Drachenschwingen“, in dem auch eine Figur aus „Die Magier von Montparnasse“ auftaucht? „Wächter der Nacht“ von Katharina Seck, die mich mit einem warmen Gefühl zurück ließ? Die erste Kurzgeschichte, die mich zum Weinen gebracht hat – „Niemals mehr“ von Diana Kinne? Und es gab noch mehr tolle Storys… Viel Spaß beim Entdecken! :)

Carsten Polzin (Hrsg.) – Das Fest der Elfen

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Dezember 2009
Verlagsseite

In vereisten Tälern, dunklen Nächten und winterlichen Reichen verbergen sich magische Geheimnisse hier begehen Elfen, Dämonen und Zauberer ihre höchsten Feste, und Helden finden in verschneiten Welten ihr Schicksal. Die beliebtesten phantastischen Autoren widmen sich mit Originalerzählungen den nachdenklichen, turbulenten und ungewöhnlichen Seiten der Weihnachtszeit.

Diese Anthologie bot mir nur eine magere Ausbeute und hat mich ziemlich enttäuscht. Elfen kommen nur spärlich vor – auch wenn ich jetzt nicht in jeder Geschichte welche erwartet hatte, so doch eindeutig mehr als ich bekommen habe. Und dann die Storys… Mir haben nur zwei wirklich gut gefallen, es waren wohl auch zu viele „böse“ Geschichten und Science Fiction für meinen Geschmack dabei.

Mike Shultz – Der Elf, der Weihnachten stahl

Science Fiction ist ja eigentlich gar nicht so meins, von daher war ich anfangs auch ein wenig irritiert. Und diese ganzen technischen Dinge waren eher Stimmungskiller. Trotzdem musste ich einmal laut lachen (Stichwort: Mac), und die Story las sich sehr flüssig. Inhaltsmäßig sicher kein großer Geniestreich, von daher bekommt dieser Beitrag auch bestenfalls nur ein „nett“ von mir – im leider nicht so positiven Sinn.

Marliese Arold – Die Tränensammlerin

Ich musste mich erstmal an die emotionslosen Elfen gewöhnen, aber diese Darstellung ist ja auch ein wichtiger Teil der Geschichte. Es geht hier um Ausgrenzung, Gefühlskälte und der Suche nach sich selbst bzw. seinem Zuhause. Zwar nicht wirklich weihnachtlich, aber zumindest winterlich.

Wunderschön, melancholisch und in einem tollen Stil geschrieben. Nach den ersten Sätzen war ich bereits mitten in der Story, und auch Liliane stand mir sehr nah. Ich bin eindeutig ein Mensch. Und Tränensammler würden bei mir reiche Beute machen…

Tobias O. Meißner – Das Fest der Elfen

Hach, das nenn ich mal Elfen! Wahrlich mysteriös, mit einer ganz eigenen Ausstrahlung. Und bewaffnet mit (fehlenden) Worten und dem wunderschönen Elfenbogen. Der Gesang, die Lichter, der Baum – ich bin wirklich bezaubert worden.
Und natürlich das Fest der Vergebung – eine Verknüpfung zu Weihnachten, auch wenn der Grund für den Austausch von kleinen Geschenken ein anderer ist. Aber durchaus eine Überlegung wert…
Die Ausdrucksweise von Hrengo hat mir aber auch gut gefallen, man könnte sie fast melodisch nennen. Oft musste ich bei seinen Sätzen auch lächeln – es ist toll, seinem Spiel mit den Worten zu folgen.

Julia Conrad – Weihnachtseinkauf

Eine (auch für eine Kurzgeschiche) kurze und recht böse Geschichte, zu der ich keinen Zugang gefunden habe.

Thomas Plischke – Zwei müssen zurück

Diese Geschichte hatte etwas, auch wenn sie ebenfalls eher von der „bösen“ Sorte war. Eine überraschende Story, keine meiner Vermutungen hat überlebt. Aber das Ende gefällt mir – ab nach China!

Will Elliot – Mrs. Claus

Hier geht es mal um die Frau des Weihnachtsmanns, die einen subtilen Plan ausheckt um ein paar Dinge im Weihnachtsgeschäft zu ändern. Auch wieder eine etwas „böse“ Geschichte, aus der man allerdings mehr hätte machen können. Ich musste mich schon etwas zwingen, diese Geschichte auch zu Ende zu lesen.

John Christopher – Weihnachtsrosen

Eine interessante Geschichte um einen Raumfahrer zwischen Mond und Erde, der einem Freund einen Weihnachtsbaum mitbringen will. Aber auch über Vorschriften – und Rosen, die Hoffnung erwecken. Das Ende hat mich nicht überrascht, aber doch ein wenig nachdenklich gemacht. Leider wieder Science-Fiction, einfach nicht so meine Welt…

Jeff Carlson – Weihnachtliches Feuer

Nochmal Science Fiction, und diesmal konnte mich die Story überhaupt nicht reizen. Trotz einem irischen Indianer musste ich mich förmlich dazu zwingen, die Geschichte auszulesen. Überhaupt nicht weihnachtlich, dafür krimi- und actionlastig.

Markolf Hoffmann – Der dunkle Hof lässt bitten

Die Auseinandersetzung zwischen schwarzen und lichten Elfen klang zuerst interessant, ebenso der geschlossene Pakt. Hauptsächlich ging es jedoch um die Gier nach den Weihnachtskugeln der Menschen, da hätte ich irgendwie mehr erwartet.

Dan Wells – Gloria

Ein Briefroman als Kurzgeschichte, in der man in seelische Abgründe blickt. Hier bekommt man so gar nichts phantastisches, sondern einen Psychothriller. Trotz unheimlicher Atmosphäre für mich eindeutig am Thema vorbei…

Richard Schwartz – Soltaine

Eine durchaus nette Geschichte aus der Welt von Askir, jedoch können sie wohl nur Askir-kundige ganz verstehen. Ich mochte zwar die Atmosphäre und das Ende, blieb aber irgendwie unbefriedigt zurück, weil ich einige Anspielungen nicht nachvollziehen konnte. Ein paar winzige Erläuterungen hätten da schon sehr geholfen…

Alan Bard Newcomer (Hrsg.) – Sirenenklänge

Erscheinungsjahr: 1988
Gelesen im August 2009

Marion Zimmer Bradley und drei weitere Meisterinnen der Phantasie führen in ferne Reiche voll Wunder und Abenteuer. Die Heldinnen, von denen sie erzählen, müssen sich falscher Zauberer erwehren. Sie sehen sich Dieben gegenüber, die Seelen stehlen, und hinterhältigen Adeligen, die dunkle Pläne hegen. Wird die geheimnisvolle Lythande den Verlockungen eines gefährlichen Zauberspruchs erliegen? Wie kann die Zauberin Martis den Mächten einer Schwarzen Magie entgehen? Wird eine alte Prophezeiung das Schicksal einer edlen Dame und ihres Geliebten besiegeln?

Der Titel dieser Anthologie weckte in mir völlig falsche Erwartungen, leider geht es in keiner der Geschichten auch nur ansatzweise um Sirenen. Die Beiträge von Mercedes Lackey, Marion Zimmer Bradley, Jennifer Roberson und Ru Emerson verbindet eher Magie und Zauberei im Allgemeinen. Allerdings wirkten diese auf mich nicht besonders intensiv, es gab hier und da Andeutungen – manchmal sogar vielversprechende, aber an Details wurde leider gespart.

In einige Storys bin ich nur schwer reingekommen, da mir der Umgang der Figuren untereinander oft hölzern vorkam und ich die Eigenart einer Person, von sich selbst in der dritten Person zu reden, äußerst merkwürdig fand.
Es gab durchaus Momente, die mich fesseln konnten – aber dies hielt nie lang, denn mein Ärger über sparsame Details und Oberflächlichkeit brach schnell wieder durch.

Am besten haben mir die Geschichten von Jennifer Roberson und Ru Emerson gefallen. Dort konnten mich auch die Figuren erreichen, sie weckten Neugier und Anteilnahme. Ich spürte die Verbindung zwischen ihnen, es gab keine plötzliche überraschend-unerklärbare Zuneigung. Und darum hat sich das Durchhalten doch irgendwie gelohnt, denn diese beiden Beiträge haben mich ein wenig für die zwei enttäuschenden Storys von Mercedes Lackey entschädigt.

Ulrich Burger (Hrsg.) – Höhlische Geschichten

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Juni 2009

Schon immer fasziniert uns das Unbekannte, das Dunkle geheimnisvolle Innere. Welten von denen wir träumen und die doch manchmal so realistisch erscheinen. Unendliche Tiefen, die Verborgenes niemals ans Licht gelangen lassen.
Geschichten und Gedichte die dies beschreiben.
Mythen, Sagen, Erlebtes?
Wir wissen es nicht.

In dieser höhlischen Anthologie versammeln sich elf Kurzgeschichten und vier Gedichte von 14 verschiedenen Autoren, ergänzt durch die passenden Illustrationen von Victoria Berger (die auch das Coverbild lieferte). Abgerundet wird der Band durch die Vorstellung der einzelnen Autoren und ein Schlusswort.

Mit den Gedichten konnte ich nicht viel anfangen, aber die Geschichten hielten einige Überraschungen für mich bereit. Sie waren sehr unterschiedlich, jede gut zu lesen, viele mit einer besonderen Atmosphäre – und einige weckten auch tolle Bilder und Gefühle in mir, die noch länger nachwirkten. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wieviel mir eine gute Kurzgeschichte geben kann, und wie lange ich mich noch an manche erinnere.

Ganz besonders gut gefallen haben mir „Hand in Hand in Dunkelheit und Licht“ von Kerstin Neukirch, „Das Fest der Zwerge“ von Markus Gregory Pärm, „Des Teufels Großmutter“ von Carolin Arden, „Das Geheimnis von Ungava“ von Ira Garlic und „Die Höhle der tausend Leidenschaften“ von Vera Klee. Diese Beiträge haben mich besonders berührt, so unterschiedlich sie auch sind. Da geht es um Liebe, Magie, Gerechtigkeit, Machtgier und das Alter.
Meinen „Kaufgrund“, die Geschichte von Christoph Marzi, fand ich zwar ganz nett – aber eben nicht mehr. Das Thema war nicht so ganz meins, auch wenn mir das Ende gefallen hat.

Holger Wolandt (Hrsg.) – Elche am Fjord. Die schönsten norwegischen Wintergeschichten

Erscheinungsjahr: 2007
Gelesen im Januar 2009

Schneemänner und winterliche Skiausflüge, unvermutete Begegnungen und ein völlig überraschender Silvesteranruf – all das finden Sie in dieser Zusammenstellung der schönsten und hintergründigsten Wintergeschichten aus Norwegen. Viele bekannte Namen sind enthalten: von Karin Fossum und Jo Nesbø über Jan Kjærstad und Morten Harry Olsen bis zu Klassikern wie Knut Hamsun und Jonas Lie. Sie alle entführen den Leser in die geheimnisvollste Zeit des Jahres im hohen Norden.

Die in diesem Buch versammelten 24 Geschichten lassen sich leicht lesen, so wirklich fesseln konnte mich allerdings noch nicht einmal die Hälfte. Es sind größtenteils auch keine „kuscheligen“ Beiträge, wie man aufgrund des Untertitels erwarten könnte. Untreue, Unfälle, Selbstmord und Tod begegnen einem dort öfter. Vereinzelt aber auch stimmungsvolle weihnachtliche Szenen. Es gab auch Momente, in denen ich die Gedankengänge einiger Personen nicht so ganz nachvollziehen konnte – bei mir blieb dann ein merkwürdiges Gefühl zurück. Manch ein Ende kam mir auch zu abrupt, und ich hätte mir noch ein paar Sätze mehr gewünscht. Vielleicht ist all das aber auch eine Besonderheit bei den norwegischen (oder womöglich auch skandinavischen) Autoren.

Gut gefallen haben mir die Naturbeschreibungen, die oft kalt und winterlich sowie voller Einsamkeit waren. Glücklicherweise gab es auch einige Kurzgeschichten, die etwas besonderes waren und mich für eine Weile an einen anderen Ort geführt haben. „Die Erde ruft“ von Jonas Lie, „Die lange Skitour“ von Kåre Holt und „Neujahrswalzer“ von Jo Nesbø haben mich da am meisten beeindruckt und die Zeit vergessen lassen. Der Anteil an guten und nicht besonders fesselnden Geschichten hält sich ungefähr die Waage, was bei Anthologien ja keine Seltenheit ist…

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

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