Julian Frost – Last Days on Earth
Erscheinungsjahr: 2012
Gelesen im Mai 2012
Karla van Zomeren ist eine Weiße Hexe und Ermittlerin bei der MID, der Magisterischen Informationsdienststelle. Von ihrem letzten Fall, durch den ihr Partner im Krankenhaus gelandet ist, wird sie nach einem Jahr abgezogen. Sie endet jedoch nicht wie befürchtet als Aktenschubse im Innendienst, sondern erhält einen neuen Fall – inklusive neuem Partner. Zusammen mit dem Schwarzmagier Raoul Winter, einem freien Mitarbeiter der ZMA (der Zentralen Magischen Aufklärung), soll sie nun eine Reihe von Diebstählen aufklären. Hinter den entwendeten Büchern steckt so viel mehr, als anfangs ersichtlich ist. Es gibt auch eine Verbindung zu Karlas privaten Weltuntergangsalben, in denen sie Zeitungsausschnitte mit Meldungen über Super-Vulkane, Kometen, Supernova-Explosionen, UFO-Sichtungen, notgelandete Raumschiffe und natürlich dem Ende des Maya-Kalenders archiviert.
Dieser phantastische Weltuntergangs-Thriller wurde von Susanne Gerdom unter ihrem neuesten Pseudonym “Julian Frost” veröffentlicht und dürfte diejenigen, die hier einen “klassischen” Thriller erwarten, überraschen. Hoffentlich positiv. Denn in dieser Welt gibt es die verschiedensten Wesen: Daimonen, Werwesen, Drachen, Vampire, Kobolde, Banshees, Trolle, … Dazu kommen noch jede Menge Magier, die sich auf drei magische Gruppierungen verteilen und manchmal auch die Seiten wechseln.
Das Buch lässt einen nicht vor Spannung nervös an den Fingernägeln knabbern und bei ungewohnten Geräuschen zusammenzucken, es verbreitet eher eine angenehme Spannung, mit der ich mich sehr wohlgefühlt habe und die mich durch den gesamten Roman begleitet hat.
Der Einstieg in die Geschichte war für mich recht heftig und blutig, denn sie beginnt mit einem Mord. Glücklicherweise wurde dieser nicht allzu detailliert beschrieben, ich bin da wohl immer noch ein “Weichei” und habe zudem eine gut trainierte Vorstellungskraft, die sich nicht wirklich steuern lässt. Solche Szenen sind in dem Buch aber eher selten und lassen sich an einer Hand abzählen.
Die abwechslungsreiche Atmosphäre trug dazu bei, dass ich schnell mitten in der Geschichte steckte und sich mein Kopf mit Eindrücken, Spekulationen sowie Fragen füllte. Ich liebe es einfach, wenn ein Buch den Leser auch etwas fordert und dazu einlädt, die grauen Zellen anzustrengen. Mir macht es viel Spaß, auf kleine Hinweise zu achten, Verbindungen zu suchen und wild zu spekulieren.
Die gezeichnete Welt verbreitete eine besondere Stimmung, an vielen Ecken blitzte ein toller Humor durch und es gab soviel zu entdecken! Nicht nur die unterschiedlichen Wesen und ihre Lebensgewohnheiten, sondern auch soviele magische Andeutungen, die mich sehr gefesselt haben. Ich habe da zwar nicht alles bis ins letzte Detail verstanden, aber zu den meisten Dingen doch sehr klare Bilder im Kopf. In den Beschreibungen der Magie habe ich mich immer völlig verloren, weil diese nicht nur zu sehen sondern auch zu spüren waren – ganz nah und intensiv. Das kenne ich ja schon von Susanne, aber es begeistert mich jedes mal aufs Neue!
Es gab auch viele Charaktere, zu denen ich eine besondere Verbindung hatte. Karla stand mir da vielleicht am nächsten, sie hat ihren ganz eigenen Kopf und scheint voller Gegensätze zu sein. Wegen ihr habe ich ziemlich gelitten, aber sie hat mich auch sehr beeindruckt! Raoul mochte ich auch sehr, allerdings hat er da ja ein… Problem, das bei mir für einen etwas chaotischen ersten Eindruck gesorgt hat. (Halt die Klappe, Brad!) Und dann gab es da noch eine Figur, die mich einfach erwischt hat, bevor ich geschnallt habe, was das für ein Wesen ist. Puh, und das mir! Ich hätte gerne etwas mehr über ihn erfahren, aber das sollte wohl einfach nicht sein…
Mir hat auch sehr gefallen, dass die Nebenfiguren nicht oberflächlich wirkten und ihren ganz eigenen Charme hatten. Und die eine oder andere Überraschung! Die beiden Drachen, die ich dort etwas näher kennenlernen durfte, waren auch klasse. Jeder auf seine spezielle Art – dabei war mir einer von ihnen dank seines Auftritts doch zuerst ziemlich unsympathisch.
Ein echtes Wohlfühl-Buch, mit dem ich auch noch riesig viel Spaß hatte – beim und nach dem Lesen! Die hier verarbeiteten Ideen haben mich sehr beeindruckt und dafür gesorgt, dass sowohl mein Kopf als auch meine Phantasie auf Hochtouren liefen. Ich liebe die Tiefe dieser Geschichte, die überzeugenden Figuren, die wunderbaren Beschreibungen der Magie, die angenehme Spannung, die vielen Details, Andeutungen und Verwicklungen. Eine überaus gelungene Welt, die ich nur zu gerne wieder besuchen würde!
Allerdings muss ich auch eine Warnung aussprechen: Wer kein Freund von Vampiren ist und dies auch bleiben möchte, sollte dieses Buch besser nicht lesen. Die Gefahr, dass sich das (zumindest bei denen in diesem Roman) ändert, ist einfach zu groß! Ich spreche da aus eigener Erfahrung und mag nun zumindest zwei von denen sehr. Und finde den Rest auch nicht gerade zum Wegrennen – von dem spannenden internen Vampirkram mal ganz zu schweigen. Hilfe!
Erster Satz
Der Lichtschein seiner Taschenlampe glitt über die Reihen der Bücherrücken.
Von Einhörnern, Mythen und… V-Zeug!
Schwupps, schon wieder ist es über zwei Monate her, seitdem ich meine Neuzugänge gepostet habe. Das hat auch schon mal besser geklappt! Aber sie werden nicht vergessen, und bei einem riesigen Stapel denke ich dann spätestens an den Beitrag. So wie jetzt.
Sabrina Qunaj – Elfenmagie
Das Buch musste natürlich bei mir einziehen, immerhin geht es um Elfen!
Es kommt mir durch den großen Zeilenabstand und den teilweise breiten Rand zwar ziemlich aufgebläht vor, was ich nicht so mag, aber auf die Geschichte an sich bin ich trotzdem gespannt. Besonders neugierig bin ich dabei auf den geheimnisvollen Glendorfil, der dem Mädchen Vanora verkündet, dass sie eine Halbelfe ist – und nur durch sie das Reich der Elfen wieder vereint werden kann.
John Stephens – Emerald
Da mir das Cover der broschierten Ausgabe nicht besonders gefällt, habe ich mir die gebundene Ausgabe gebraucht besorgt. Und auch hier gibt es soviel freien Platz, ein riesiger Rand! *seufz* Ich kann mich damit ja nicht wirklich anfreunden… Allerdings hatte mir die Leseprobe einfach zu gut gefallen, um mich davon abschrecken zu lassen. Drei Geschwister, ein abgelegenes Herrenhaus, der geheimnisvolle Dr. Pym und der Kampf um drei magische Bücher – das klingt doch einfach zu verlockend.
[Comic] Peter B. Gillis, Renae De Liz, Ray Dillon – Das letzte Einhorn
Mit der Comic-Adaption von Peter S. Beagles Roman habe ich schon länger geliebäugelt. Ich mag den Stil der Zeichnungen, die einen ganz eigenen Zauber verbreiten. Und ich mag die Geschichte, auch wenn ich bisher nur den Film kenne.
Fabienne Siegmund (Hrsg.) – Die Einhörner
Diese Anthologie habe ich gleich auf der Leipziger Buchmesse gekauft, sie wollte einfach mit. Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichten – und darauf, wo mir dort überall Einhörner begegnen werden. Das von Oliver Plaschka übersetzte Gedicht “Im tiefsten Wald” von Peter S. Beagle hat mich bereits jetzt verzaubert, mehrfach. Und mir auch den letzten Anstoß dazu gegeben, “Das letzte Einhorn” lesen zu wollen…
Christoph Marzi, Monika Parciak – Gespensterfenster
Nachdem mir “Helena und die Ratten in den Schatten” so gut gefallen hatte, musste ich natürlich auch in dieses Buch reinlinsen. Und dann wollte es mit nach Hause. Zusammen mit Jonah, dem Gespenstermädchen Mia und dem geheimnisvollen Nachbarhaus.
Mark Chadbourn – Weltenend
Diese Reihe von Feder & Schwert reizt mich schon länger, ich war mir nur nicht ganz sicher, ob das vielleicht ein wenig zu düster für mich ist. Nachdem ich endlich mal in den Roman reinlesen konnte, da es tatsächlich in unserer Buchhandlung zu finden war, lasse ich es auf einen Versuch ankommen. Es geht um Kreaturen der keltischen Mythologie, die plötzlich überall auf den Britischen Inseln auftauchen. Um das Ende des Zeitalters der Vernunft und um die alten Götter, die nun dabei sind, ihr früheres Reich zurück zu erobern. Und um einen jungen Archäologen, der dazu ausersehen ist, die “Brüder und Schwestern der Drachen” um sich zu versammeln und mit der Hilfe von noch zu findenden magischen Talismanen den übermächtigen Geschöpfen Einhalt zu gebieten.
Colin Meloy – Wildwood
Dieses schön gestaltete Buch habe ich mir von dem Ostergeld meiner Mutti gekauft, auch wenn mich wieder der breite Rand stört. Die Geschichte handelt von der zwölfjährigen Prue, deren kleiner Bruder vor ihren Augen von einem Schwarm Krähen in die Luft gehoben und in die “Undurchdringliche Wildnis” entführt wird. Um ihn zu retten, folgt sie ihm in eine Welt, die von sprechenden Tieren und einer dunklen Herrscherin regiert wird.
Anika Beer – Als die schwarzen Feen kamen
Bereits begeistert gelesen, meine Meinung dazu findet sich hier.
Michael Peinkofer – Splitterwelten
Der Beginn einer neuen Trilogie, die in einer in unzählige Teile zersprungenen Welt spielt. Dort wacht die Gilde der Meisterinnen über die Weltensplitter und deren Bewohner. Nun haben jedoch die Menschen die Vorherrschaft über die Animalen und Chimären gewonnen, die als niedere Geschöpfe betrachtet werden. Es kommt zu Überfällen und tödlichen Angriffen, als die Unterdrückten aufbegehren. Außerdem gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass sich die Verschwörer zum Ziel gesetzt haben, die Gilde endgültig zu stürzen.
Uta Maier – Triklin
Das Buch ist mir auf der Leipziger Buchmesse aufgefallen und nach dem Reinlesen eigentlich nur dort geblieben, weil ich an meinen schweren Koffer gedacht habe.
Aber nun ist es auch hier eingezogen! Die Geschichte spielt in einer Welt, die aus vier Elementenreichen besteht. Im Wasserreich lebt die junge Ana-ha, die während eines alten Rituals im Feuerland dem undurchsichtigen Einzelgänger Iciclos näher kommt. Als die heiligen Symbole der verschiedenen Reiche nach und nach gestohlen werden, befürchtet Ana-ha, dass Iciclos zu den Symbolräubern gehört, die eine göttliche Dimension öffnen wollen. Die Wahrheit erfährt sie, als sie durch seinen vermeintlichen Verrat in die Hände ihres erbittertsten Feindes gerät…
Katja Brandis – Feuerblüte (Teil 1 und 2)
Die ersten beiden Bände der Trilogie sind mir reduziert über den Weg gelaufen und mussten einfach mit, da mir der erste Teil der vorhergehenden Serie “Kampf um Daresh” so gut gefallen hatte, wie man hier nachlesen kann. Die Feuerblüte-Reihe spielt dann eine Generation später und beginnt 14 Jahre nach den letzten Ereignissen aus “Der Ruf des Smaragdgartens”.
Julian Frost – Last Days on Earth
Die liebe Susanne hat mich nicht nur davon überzeugt, dass dieser phantastische Weltuntergangs-Thriller (mit V-Zeug) etwas für mich ist, sondern mich auch noch damit versorgt – inklusive einer süßen Signatur.
Ich lese es gerade und bin schon nach 90 Seiten völlig begeistert tief in der Geschichte versunken. Daher spekuliere ich auch wild vor mich hin, suche Verbindungen und bin wegen einer Figur, die mich da ruckzuck erwischt hat, ziemlich fassungslos. V-Zeug! Und ich!
Tim Binding – Sylvie und die verlorenen Stimmen
Sylvies Vater ist ein liebenswerter aber auch schrulliger Musiker, der so merkwürdige Instrumente wie das Aquakordeon erfindet, um damit die Musik des Meeres zu spielen. Eines Abends wird er entführt – und Sylvie auf der Flucht vor dunklen Gestalten, die sie jagen. Ihr geheimnisvoller Gegner ist der Herr der Lieder, der die Stimmen aller Tiere stiehlt. Sylvie scheint die Einzige zu sein, die ihn aufhalten kann…
Tony DiTerlizzi – Die Suche nach Wondla
In diesem wunderschön illustrierten Buch geht es um die zwölfjährige Eva, die in einem künstlichen Refugium aufwächst und sich nichts mehr wünscht, als endlich die Außenwelt kennenzulernen. Dieser Wunsch geht völlig anders als gedacht in Erfüllung, als ihr Zuhause von einem Eindringling zerstört wird und sie fliehen muss. Sie findet sich in einer von wandelnden Bäumen und wilden Wesen bevölkerten Welt wieder, die voller Gefahren und Wunder ist. Eva beginnt zusammen mit ihren ungewöhnlichen neuen Freunden eine abenteuerliche Reise, um herauszufinden, wer sie wirklich ist und wohin sie gehört.
Erich Ackermann (Hrsg.) – Isländische Märchen und Sagen
Island hat mir noch gefehlt!
Neben den oft düsteren Motiven und Gestalten vieler Sagen aus der skandinavischen Mythologie finden sich auch Geschichten, die an das traditionelle europäische Zaubermärchen mit seinen magischen Verwandlungen erinnern.
Max Kruse – Das silberne Einhorn
Erzählt wird die Geschichte vom traurigen König und der Prinzessin, die sich auf eine abenteuerliche Reise begibt, um ihrem Vater wieder neuen Lebensmut zu schenken, und dabei vieles über die großen Fragen des Lebens erfährt…
Wissen visuell: Mythen der Welt. Helden, Sagen und Symbole
Ich liebe ja schön illustrierte Mythenbücher mit vielen Abbildungen – daher musste ich dieses einfach haben, als ich es im Museumsshop des Pergamon-Museums entdeckt hatte. Vertreten sind die Mythologie des Alten Orients, Süd- und Nordamerika, Australien und Ozeanien. Die ägyptische, griechische, römische, nordische und germanische, keltische, indische, chinesische, japanische, afrikanische Mythologie.
Rolf H. Johannsen – 50 Klassiker. Skulpturen
Das Buch hat mich dann im Museumsshop der Alten Nationalgalerie erwischt. Antike Skulpturen finde ich ziemlich faszinierend und kann mich auch öfter nur schwer von ihnen trennen, da finde ich in diesem Buch bestimmt einige Infos und Anregungen.
Die Hauptstadt ruft!
Hier wird es für eine Woche ruhig sein, weil ich mich tatsächlich nach Berlin wage! Ich kann das selber noch nicht ganz glauben, immerhin war mein bisheriger Eindruck von der Hauptstadt einfach zu hektisch und frech für mich. Aber das ist nun schon sehr lange her, und außerdem locken mich die vielen tollen Museen! So hat es zumindest angefangen. Dann kamen noch zwei Orte dazu, auf die mich Bücher neugierig gemacht haben: Der Grunewald (Nora Melling – Schattenblüte) und die Pfaueninsel (Sabine Wassermann – Das gläserne Tor).
Ich habe immer noch etwas Bammel vor Berlin, aber die Neugier ist einfach größer.
Mal sehen, ob ich das überlebe. Hu! Und in die Oper traue ich mich auch noch – oder habe das zumindest vor. Lohengrin. Meine erste. Und ein Teil von mir ist immer noch etwas entsetzt, weil das doch gar nicht zu mir passt. Scheinbar. Aber ich werde das ja bald herausfinden…
Neben meinem tollen Reiseführer kommt natürlich meine aktuelle Lektüre mit, “Der Welt gebrochenes Herz” von Oliver Grützner. Ein weiteres Buch wollte ich dann noch mitnehmen, ich war nur ein wenig unentschlossen. Mein Kopf wollte ein Reziexemplar, mein Bauch ein Lieblingsautoren-Buch. So ein Schlamassel! Allerdings ist mir dann eingefallen, dass ich ja ein Lieblingsautoren-Buch habe, das auch in Berlin spielt. Perfekt! Oder doch nur eine Ausrede, um es endlich zu lesen? Egal, “Smart Magic” von Christoph Hardebusch kommt mit auf die Reise…
[Vorfreude] Bernhard Hennen – Drachenelfen. Die Windgängerin
Auf der Verlagsseite ist der zweite Drachenelfen-Band für den 22.10.12 angekündigt, mit ca. 800 Seiten. Mal sehen, ob beides so bleibt.
Ich freue mich jedenfalls schon riesig drauf, auch wenn die Beschreibung etwas erwähnt, das mich fertig machen wird. Am Ende vom ersten Band wird dieses ja schon angedeutet und hat mich voll erwischt. Das sind dann die Momente, in denen ich mich frage, warum ich mir denn bloß keine andere Lieblingsfigur ausgesucht habe…
Die Beschreibung vom Verlag:
Noch herrschen die mächtigen Drachen über Elfen, Zwerge und die anderen Völker Albenmarks. Doch ein unglaublicher Verrat in ihren eigenen Reihen beginnt zu wirken – und plötzlich müssen sich die Drachenelfen entscheiden: Dienen sie weiter ihren Herren oder kämpfen sie für eine neue Zeit, eine Zeit der Elfen . . . Nach dem großen Besteller Drachenelfen legt Bernhard Hennen den heiß ersehnten neuen Roman um die magische Welt der Elfen und Drachen vor.
Die Welt bebt. Während sich im geheimnisvollen Nangog dunkle Geschehnisse häufen und der Unsterbliche Aaron vor der Schlacht seines Lebens steht, ist im Land der Drachen und Elfen das Unglaubliche geschehen: Eine Gruppe findiger Zwerge hat einen der mystischen Drachen getötet. Für seine Drachenbrüder bedeutet dies Rache um jeden Preis, und ein Plan nimmt Gestalt an, der eine Metropole der Zwerge, die Tiefe Stadt, in Schutt und Asche legen soll. Doch damit ist auch das Leben der jungen Elfenkriegerin Nandalee in Gefahr. Auf geheimen Befehl Nachtatems hat sie sich als Spionin unter die Zwerge gemischt, um dort ihre letzte Prüfung zur Drachenelfe zu erfüllen. Nandalee ahnt nicht, dass ihr auch von ganz anderer Seite tödliche Gefahr droht. Laut einer Prophezeiung ist sie es, die den Untergang der Drachen besiegeln wird – und der Drachenelf, der ihr am nächsten steht, wurde bereits als Assassine ausgesandt…
Das wunderschöne Cover kann man auf der Seite auch schon bestaunen. Hach! ♥
Nachtrag: Bei Amazon ist das Cover nun auch zu sehen…
Junge LeserInnen und Serienwerke
Eine Lehramts-Studentin der Uni Wien schreibt zu diesem Thema eine Arbeit und würde dazu gerne eine Art Umfrage in der Bücherblog-Community durchführen. Das ganze hat das Ziel, herauszufinden, warum bestimmte Werke so beliebt sind und was einen dazu bewegt, sie zu lesen. Wo ich schon so nett gefragt wurde und außerdem gerne Bücherfragen beantworte, mache ich dabei natürlich mit. Und schon geht es los!
Liest du eher Serienwerke oder Einzelbände? (als Serienwerke gelten hier: ab einer Trilogie aufwärts)
Ich mag Serien, auch wenn diese Frage für mich kein Entscheidungskriterium ist – da geht es meist nur darum, ob mich die Beschreibung reizt.
Warum?
Weil ich dann länger etwas von den Figuren und Welten habe. Außerdem mag ich es gern episch, da bietet sich eine Serie ja förmlich an.
Welche Art von Literatur liest du am Liebsten? (Romance, Fantasy etc.)
Fantasy. Gerne episch. Mit Schwertfuchtlern, Elfen, vielen anderen Wesen, Prophezeiungen, … Aber auch anderes, der Inhalt muss mich nur reizen. Ich mag tiefgründige Geschichten und Figuren, die mich auch in der lesefreien Zeit beschäftigen. Mit Themen wie Freundschaft, Toleranz und Vertrauen. Welten mit einem eigenen Hintergrund, Magie und verschiedenen Wesen. Und die Liebesgeschichte sollte nicht die Hauptrolle spielen.
Hast du eines der folgenden Werke gelesen (kann auch nur ein Band sein)?
Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
Joanne K. Rowling – Harry Potter
Nein. *duck* Ich mag Geschichten, die an Schulen spielen, einfach nicht so. Aber ich habe es mit den Filmen versucht, der erste Teil hatte mir auch ganz gut gefallen (nur ein wenig oberflächlich). Der zweite war mir dann zu sehr auf “Action” gebürstet – und seitdem meide ich Harry.
Suzanne Collins- Die Tribute von Panem
Nein. Mich reizt der Inhalt überhaupt nicht. Jugendliche, die Gladiatorenkämpfe austragen müssen – das klingt auch zu brutal für mich.
Kerstin Gier- Die Edelstein-Trilogie (Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün)
Nein. Reizt mich ebenfalls nicht, zudem schreckt mich der hohe Liebesgeschichten-Anteil ab. Und die Stellen, die als Beispiel für den tollen Humor zitiert wurden – das ist so gar nicht meins.
Cornelia Funke- Die Tintenherz-Trilogie (Tintenherz, Tintenblut, Tintentod)
Ja, den ersten Teil habe ich gelesen. Die Beschreibung klang märchenhaft und es ging um Bücher, außerdem waren irgendwie alle so begeistert von dem Buch. Ich wurde dann allerdings enttäuscht, weil ich überhaupt keinen Zugang zu der Geschichte bekam, die Figuren flach und farblos fand.
Stephenie Meyer- Die Bis(s)zum…-Serie (also Twilight, New Moon, Eclipse, Breaking Dawn)
Nein. Uuuh, Vampire! Zumindest war das die erste Hürde.
Bei der großen Begeisterung habe ich es dann doch gewagt, mir den Film im Kino anzuschauen (Twilight). So schlecht fand ich ihn dann doch nicht. Und da auch Leute, die sonst keine Liebesgeschichten lesen, so begeistert von den Romanen waren, habe ich in das Buch mal reingelinst. Öfter. Und an jeder Stelle wurde geschmachtet, was für mich sogar fast noch schlimmer war. *schüttel*
Und jetzt bin ich natürlich neugierig, wie ihr das seht!
Warum habt ihr diese Werke gelesen – oder auch nicht?
Außerdem hoffe ich, dass ich nach meinem “Outing” nun nicht mit faulen Tomaten beworfen werde.
Anika Beer – Als die schwarzen Feen kamen
Erscheinungsjahr: 2012
Gelesen im April 2012
Gabriel kann die Kreaturen sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen. Wesen, die Ausdruck ihrer düsteren Gefühle und Ängste sind. Die meisten Menschen kennen ihre Schattenkreatur nicht, lassen sich aber von dessen Bedürfnissen lenken. Etwas an Maries Schatten, einem Schwarm unheimlicher schwarzer Feen, beunruhigt Gabriel so sehr, dass er sie warnt. Aber ihr fällt es schwer, ihm zu glauben, da sie dahinter einen schlechten Scherz einer Freundin vermutet. Erst als es ihrer Mutter schlecht geht und Marie kleine sich bewegende Schatten unter deren Haut sieht, wendet sie sich wieder an ihn. Zusammen versuchen sie das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dafür haben sie allerdings nicht viel Zeit, denn diese sind dabei, in die Realität vorzudringen.
Bereits nach den ersten Sätzen hatte mich die wunderbar dichte Atmosphäre eingefangen und dafür gesorgt, dass ich das Buch nur ungern zur Seite gelegt habe. Mir wurde mal wieder bewusst, wie sehr ich tiefgründige Geschichten mag – und dieser Roman gab mir da einiges! Allein die Idee mit den Schattenkreaturen bietet vieles, worüber man nachdenken kann. Wie fühlt es sich an, diese ständig zu sehen? Wie furchtbar sieht meine eigene aus? Wie sehr beeinflusst mich meine Schattenkreatur? Und gibt es vielleicht auch so eine Art Gegenstück, ein Lichtwesen, das alle positiven Gedanken und schönen Momente verkörpert?
Die beiden Hauptfiguren waren sympathisch und wirkten auf mich auch sehr nah, so dass ich schnell mit ihnen mitgefiebert habe. In Marie konnte ich mich leicht hinein versetzen, was auch – aber nicht nur – an ihrer zurückhaltenden Art lag. Bei Gabriel war das eher intuitiv, da er ja ein sehr rätselhafter aber für mich auch faszinierender Charakter ist, über den man nach und nach mehr erfährt. Die zarte Liebesgeschichte war ganz nach meinem Geschmack, denn die Annäherung wurde sehr liebevoll und behutsam beschrieben. Ich konnte viel Gefühl spüren, ohne dass große Worte darum gemacht wurden. Einfach schön!
“Als die schwarzen Feen kamen” ist eine Geschichte voller unheimlicher Wesen, die mir öfter eine Gänsehaut verursacht haben. Die Stimmung wird immer düsterer und es scheint so, als ob die anfängliche Hoffnung mit jeder Seite mehr schwindet. Es gibt aber auch Szenen, die einem Halt geben – und in Marie die Kraft wecken, sich ihrer Schattenkreatur zu stellen. Das Buch hat mich aufgewühlt, mir viele Bilder beschert, mich zum Weinen und Nachdenken gebracht. Eine sehr stimmungsvolle und emotionale Lektüre, die einen starken Eindruck bei mir hinterlassen hat. Und einige Dinge, über die ich immer mal wieder nachdenke, da nicht alle Ereignisse bis ins kleinste Detail aufgelöst wurden. Ich mag sowas ja, da ich als Leser auch gern etwas gefordert werde…
Erster Satz
Dick und undurchsichtig türmten sich die Nebelschwaden am rotvioletten Himmel.
Auf mehrfachen Wunsch: Ein Blick in ein weiteres Regal!
Hier häufen sich leicht besorgt-verwunderte Anfragen, wo denn meine Bücher von Bernhard Hennen sind. Oder auch, ich zitiere:
Wo ist denn dein Hennen-Schrein?
Uuups, wie konnte das denn passieren?
Jedenfalls gibt es da keinen Grund zur Sorge, die bewohnen immer noch mein Bücherregal im Schlafzimmer. In der neuen Wohnung steht das nun sogar gegenüber von meinem Bett – eine schöne Aussicht.
Und die sieht so aus:
Das wäre der “obere” Bereich mit den Büchern von Bernhard, nur die Gezeitenwelt und die beiden Anthologien stehen “drüben” in der Stube. Weil ich die Serie gern zusammen stehen haben wollte, und meine Anthologien auch. Bei der Gelegenheit beantworte ich dann gleich drei Fragen, die mir irgendwie ziemlich oft gestellt werden… Das passt gerade so schön. Also hier die Top 3 der Bernhard-Hennen-Fragen:
Hast du alle Bücher von Bernhard Hennen?
Nein! Alle Fantasybücher schon, aber bei den historischen Romanen nur “Könige der ersten Nacht” – zum Ausprobieren.
Gibt es überhaupt noch Bücher von ihm, die Du nicht gelesen hast?
Von denen, die ich besitze, sind tatsächlich die beiden Anthologien und zwei Romane (”Das Jahr des Greifen” und “Könige der ersten Nacht”) noch nicht gelesen. Wobei… eigentlich sogar drei Romane, denn ich habe die schöne Hardcover-Ausgabe von “Die Elfen” noch nicht gelesen. Die beiden Kurzgeschichten natürlich schon, ich bin ja neugierig.
Hast Du überhaupt noch Bücher zum Signieren?
Ja, für ein paar Lesungen reicht es schon noch…
Und nun zurück zum Regal, im “unteren” Bereich…
… finden sich nämlich meine Mythen- und Märchenbücher. Die illustrierten Ausgaben mag ich sehr, ich habe aber auch ein paar Spezialthemen. Neben Elfen, Feen und Meerwesen wäre das die keltische und nordische Mythologie.
Und ganz oben auf dem Regal finden sich auch noch Elfen:













