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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

Phantastische Akademie

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10 Bücher, die … ein grünes Cover haben!

Wenn jemand ein Buch sucht, von dem er nur noch weiß, dass es ein grünes Cover hatte, könnten meine Rateversuche so aussehen:

  1. Bernhard Hennen, James A. Sullivan – Die Elfen
    Epische Fantasy, die mich immer wieder begeistert. Mein Einstieg in die Elfen-Saga – durch die Zeitsprünge umfasst die Geschichte einen Zeitraum von 1000 Jahren. Mehrfach gelesen.
  2. Fabrice Colin – Mary Wickford
    Französische Fantasy, die im Stil von Christoph Marzis „Lycidas“ geschrieben sein soll. In der jungen Waise Mary Wickford schlummert eine geheimnisvolle Gabe, die das Gefüge der ganzen Welt ins Wanken bringen wird. Ungelesen im Regal.
  3. Sylvia Johanna Hörner – Morrigans Vögel
    In dem Jahr, als die Raben in Schwärmen über das Land ziehen und Lämmer angreifen, verändert sich das Leben der kleinen Maeve für immer. Die Handlung des Romans wird mit den keltischen Jahreskreisfesten verknüpft, die Geschichte hat mich aber auch durch die eindringliche Atmosphäre und die leise aber dennoch geheimnisvolle Erzählweise beeindruckt. Gelesen.
  4. Hope Mirrlees – Flucht ins Feenland
    Das Feenland gleich hinter der Grenze ist den Bewohnern Dorimares ein steter Dorn im Auge – zumal sich der Handel mit den skandalösen Feenfrüchten nicht unterbinden läßt. Ausgerechnet die Sprößlinge aus gutem Haus naschen gern von dem verbotenen Obst, springen über die Hügel und verschwinden. Dorimare droht im Chaos zu versinken – wäre da nicht Bürgermeister Hahnenkamm, der den Ausreißern kurzerhand folgt … Ungelesen im Regal.
  5. Patricia A. McKillip – Die vergessenen Tiere von Eld
    Die Zauberin Sybel misstraut den Menschen und lebt fernab der Menschenwelt unter einer Kristallkuppel hoch über den Bergen. Sie wird von den magischen Tieren, die sie gerufen hat, beschützt. Eines Tages nimmt sie einen Knaben, der in Todesgefahr schwebt, bei sich auf und verstrickt sich bald in menschliche Intrigen, Verrat und Rache … Gelesen.
  6. Petra Röder – Traumfänger
    Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau solch einem Traum trifft sie Matt, der dort seit Monaten gefangen ist. Sie muss beide aus diesem Traum befreien, damit sie überleben, doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich … Ungelesen im Regal.
  7. Astrid Lindgren – Ronja Räubertochter
    Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, wächst mitten im Wald auf, zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden. Eines Tages trifft sie auf Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka, und freundet sich mit ihm gegen den Willen ihrer Eltern an. Eins meiner liebsten Kinderbücher, mehrfach gelesen.
  8. Maike Hallmann – Die Feen
    Benny ist 14 Jahre alt und macht nach dem Tod seiner Mutter eine schwierige Zeit durch, sein Vater steckt ihn in ein schottisches Internat im abgelegenen Glenshee. Dort passieren seltsame Dinge und nach dem spurlosen Verschwinden eines Mitschülers findet Benny heraus, dass in Glenshee Wesen aus der Welt der Feen erscheinen … Es tauchen beispielsweise Morgenlichtelfen, Windgeister, Dämmerungskobolde, Banshees, Herdgeister und ein Kelpie auf. Gelesen.
  9. Claudia Hötzendorfer – Elfen, Nymphen, Trolle und Zwerge
    Die geheimnisvolle Welt der Natur- und Elementargeister: Ein Streifzug durch die Epochen und Genres auf den Spuren von Trollen, Banshees, Peris und Apsaras. Ungelesen im Regal.
  10. Markus Mauthe, Thomas Henningsen – Europas wilde Wälder
    Ein Bildband: Europa ist für uns vor allem durch seine Kulturlandschaften geprägt, dass man hier aber auch noch Urwälder finden kann, ist weniger bekannt. Unberührte Waldgebiete, durch die Braunbären streifen, in denen Bäume an Altersschwäche sterben und sich die Grau-Eule zur Jagd aufschwingt. Auf dem Wunschzettel.

Qinterview: Ein Interview mit mir bei Qindie!

Qindie hat mich interviewt und das Ergebnis ist heute online gegangen!

Qinterview

Ich habe mich über die schönen und abwechslungsreichen Fragen gefreut, vielleicht ist es deshalb auch recht lang geworden. Und ziemlich persönlich, weil ich auch von einigen meiner „Macken“ erzählt habe. Es gibt aber auch einige Buchtipps. Schaut doch mal vorbei! :)

Frischer Wind!

Eigentlich wollte ich ja nur auf die neue WordPress-Version aktualisieren, aber dann bin ich auf die Suche nach einem neuen Theme gegangen, weil es mich so genervt hat, dass meins keine Kommentare auf Seiten vorsieht. Und natürlich hat es einige Zeit gekostet, bis ich eins gefunden habe, das mir gefällt und auf den ersten Blick keine anderen Fehler hat. Ich benutze jetzt evolve und freue mich auch über die vielen Einstellungsmöglichkeiten. :)

Und wo ich schon einmal dabei war, bin ich von einem zum anderen gekommen und habe hier einiges verändert. Das hat mich fast mein ganzes kostbares Wochenende gekostet, aber mir gefällt das Ergebnis richtig gut.

Source: picography.com

Source: picography.com

Es hat sich auch einiges geändert, ich fange mal bei den Sidebars an:

  • Für Kommentare, die beliebtesten und die letzten Beiträge gibt es jetzt keine einzelnen Widgets mehr, sondern ein gesamtes – in der linken Sidebar direkt über dem Facebook-Widget. Bei den beliebtesten Beiträgen wird noch nichts angezeigt, ich beobachte das mal und nehme den Reiter schlimmstenfalls raus. (Einfach auf Recent oder Comments klicken, dann gibt es eine Liste.)
  • Das LovelyBooks-Widget habe ich ganz rausgenommen, weil es mir zu groß und präsent war. Falls jemanden interessiert, was ich aktuell lese, kann ich das aber gerne wieder in einem Textfeld aufführen. ;)
  • Neu ist dafür das SERAPH-Logo mit Link zur Phantastischen Akademie. Ich bin da Fördermitglied und habe mir etwas Präsenteres gewünscht, das für mehr Aufmerksamkeit sorgt. Jetzt hat es geklappt.

Bei den Seiten hat sich folgendes getan:

  • Ich habe jetzt ein Gästebuch.
  • Neu ist die Seite „Preise“, zu der es auch schon zwei Unterseiten gibt. Weitere werden noch folgen.
  • Jetzt wo man die Seiten auch kommentieren kann, habe ich meinen Beiträgen zu meinen ausländischen und deutschen Fantasy-Büchern eigene Seiten gegönnt und sie unter „Meine Fantasy-Bibliothek“ versammelt. Und aktualisiert, das war eine Arbeit … (Es könnte höchstens noch das eine oder andere Buch drin stehen, das ich inzwischen aussortiert habe.)
  • Die Übersicht meiner Rezensionen hat eine Haupt-Seite bekommen (und wurde ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht).
  • Die Schwerpunkte-Seiten habe ich rausgenommen, weil das so unausgeglichen geworden ist und für mich nicht mehr gepasst hat. Falls ich morgen aufwache und keine deutsche Fantasy mehr lesen mag, kommen die dann eben wieder. ;) Und meinen Beitrag zur Reihenfolge der Elfenbücher von Bernhard Hennen habe ich jetzt auf der Special-Seite verlinkt, damit ist er ja ähnlich sichtbar.

Ich glaube das war es. Naja, fast … Ich habe mich dazu entschlossen, keine Beiträge mehr über meine SuB-Zugänge zu schreiben. Ich lese sowas bei anderen immer gerne, aber da ich hier dazu schon ewig keine Rückmeldungen mehr bekommen habe, kann ich die Zeit wohl besser für andere Beiträge nutzen. Vielleicht wird es eine lose 10-Bücher-Reihe geben, da hätte ich einige Ideen.

Hoffentlich gefällt euch das neue Design und auch die Veränderungen! :D

Fabienne Siegmund – Sommerkuss (New York Seasons 1)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Juni 2015
Verlag: bookshouse

Rezension

Der 16-jährigen Rain wurde zum ersten Mal das Herz gebrochen, denn der Junge, in den sie sich verliebt hat, erwidert ihre Gefühle nicht. Auf der Suche nach Trost streift sie durch New York und stolpert dabei fast über ein Bild aus Kreide, das lebendig wirkt. So lernt sie Christian kennen, der sie ihren Schmerz vergessen lässt und ihr ein New York zeigt, in dem alte Märchen lebendig sind. Aber er ist ein Winterkind, ein Sohn von Väterchen Frost und der Schneekönigin, und wurde mit einem Fluch belegt, der auch Rain in allergrößte Gefahr bringen kann …

Ich wurde bereits von den ersten Zeilen dieser Geschichte verzaubert, weil der melancholisch-poetische Schreibstil sehr direkt auf mich wirkt und nicht nur viele Bilder entstehen lässt, sondern auch vielfältige Emotionen auslöst. Mir gefiel auch der Gedanke, dass das Glück blind ist und einen daher oft verlässt, wenn man es am dringendsten braucht. Da waren Trauer und Verlust, aber auch Zuversicht und Verbundenheit.

Die Figuren waren mir sehr nah und haben mich sogar bis in meine Träume begleitet. Rain, die das Glück sehen kann und daran glaubt, dass in jedem Märchen etwas Wahres steckt. Christian, der sich niemals verlieben will und feststellen muss, dass man Liebe nicht beeinflussen kann. Väterchen Frost, der verhindern wollte, dass seinen Kindern jemals das Herz gebrochen wird. Caspar, der seinem ganz eigenen Stern folgt und die alten Geschichten kennt. Danny, der Rain vor dem Taubenfänger rettet und als Sommerkind ein Herz aus Feuer hat.

Ich muss ja zugeben, dass ich mit dem Sommer normalerweise kaum etwas anfangen kann und mich viel mehr dem Winter verbunden fühle. Allerdings ist das hier ein wenig anders, denn Danny habe ich schon sehr in mein Herz geschlossen. Neben Caspar ist er wohl meine Lieblings-Nebenfigur.

Die Geschichte steckt auch voller Musik und es gab immer wieder Titel, nach denen ich geforscht habe. Da ist es fast schon schade, dass ich von dem Buch so gefesselt war, dass ich völlig vergessen habe, mir einen Soundtrack zum Sommerkuss anzulegen. Ich mag sowas ja sehr. :)

Der Roman beinhaltet aber auch viele Überraschungen und beeindruckende Ideen! Beispielsweise Straßen aus Kreidestaub, Engelkrähen und natürlich Gerümpelrunen, die mich so für sich eingenommen haben, dass ich mir selbst welche zulege. Der Anfang ist gemacht und bisher erzählen sie mir auch immer, was sie für mich bedeuten. Überhaupt hat es die Autorin auch mit diesem Buch wieder geschafft, meine ganz persönliche Realität zu verändern, sie zu erweitern. Ich liebe es, wenn so etwas geschieht!

Sehr fasziniert haben mich die miteinander verwobenen Märchen, und da ganz besonders die Geschichten um Väterchen Frost. Von ihm wusste ich auch kaum etwas, während mich die Schneekönigin schon seit meiner Kindheit fesselt und mir in den letzten Jahren die verschiedenen Aspekte von Frau Holle immer mal wieder begegnet sind.

Durch all das wurde „Sommerkuss“ zu einer extrem fesselnden Lektüre, die mich emotional völlig mitgerissen und stark beeindruckt hat. Ich liebe die Geschichten, die Figuren, den poetischen Stil, die Atmosphäre und die verschiedenen Bestandteile des Romans. Und das, was er mit mir macht. Selbst wenn ich entdecke, dass meine ganz persönliche Hölle auch ein Sommerzirkus sein könnte. Ich freue mich schon riesig auf den zweiten Teil, der „Winterträne“ heißen wird!

10 Bücher, die … mich vielleicht durch diesen Sommer begleiten werden!

Sommerbücher … Wenn ich den beworbenen Titeln traue, die mir so über den Weg laufen, sind das oft Romane, die nicht nach allzu viel Tiefe klingen. Die man lesen kann, ohne den Kopf zu sehr anzustrengen – irgendwo zwischen dem Meer und den Bergen. Es gibt sicherlich auch viele Leser, für die das passt, aber ich lese im Sommer nicht viel anders als im Rest des Jahres. Es schleichen sich höchstens mehr Bücher ein, die am Meer spielen … Meine Sommerbücher spielen daher auch nicht alle im Sommer, es sind einfach diejenigen, die mich momentan am meisten reizen. Und diese hier könnten mich durch diesen Sommer begleiten:

  1. Evelyn Boyd – Das verwunschene Karussell
    Ein mystisch-spannender Jugendroman um eine überraschende Erbschaft in New England, ein historisches Karussell und einen geheimnisvollen jungen Mann.
  2. Diandra Linnemann – Hexenhaut (Magie hinter den sieben Bergen 3)
    Ich liebe diese Fantasy-Krimi-Reihe! Im dritten Teil erhält Helena von der talentierten Hexe Mara einen Auftrag, der hart am Rande der Legalität ist. Die Serie spielt in unserer Welt, die aber doch ganz anders ist, weil in ihr menschliche und nicht-menschliche Wesen offen Seite an Seite leben.
  3. Thomas Finn – Aquarius
    Ein Thriller um den Berufstaucher Jens Ahrens, der aus einem Keller fliehen kann, wo er mit anderen Männern gefangen gehalten und unter Drogen gesetzt wurde, und Zuflucht in der kleinen Küstensiedlung Egirsholm sucht, welche aber zum Schauplatz rätselhafter Todesfälle wird: Menschen ertrinken – und das sogar auf der Landstraße oder in ihrem Haus!
  4. Britta Strauss – Anshar. Der Atem des Windes
    Lillyan wird von einer einer schattenhaften Gestalt mit nachtschwarzen Schwingen beschützt und glaubt, dass das Geheimnis ihres Wächters immer eines bleiben wird. Bis eines Nachts das Unglaubliche geschieht, und ein Abenteuer beginnt, das sie an die Grenzen ihres Verstandes führt.
  5. Susanne Glanzner, Björn Springorum – Das Amulett der Ewigkeit
    Die Geschichte spielt in London auf zwei Zeitebenen, 1851 und 2014. Es geht um ein Amulett, das eine Brücke in der Zeit schlagen kann, und den Plan einer Dämonin, die Welt durch Asmodeas Auferstehung in die Verdammnis zu führen …
  6. Margo Lanagan – Seeherzen
    Die raue Insel Rollrock Island irgendwo im Norden ist auch ein Ort voller Magie, an dem die Rache des ungeliebten Mädchens Misskaella ihren Lauf nimmt. Sie wirft ihren Zauber aus und lockt wunderschöne Frauen aus den Robbenkörpern. Die schönsten Frauen, die die armen Fischer je gesehen haben …
  7. Stephan Lössl – Jäger im Zwielicht
    Eine Novelle über Herne, den Jäger von Richard II., der nach einer tödlichen Verletzung von Cascadine gerettet wurde, doch zu einem hohen Preis – einem Bann, von dem ihm nur seine Geliebte Cassandra befreien kann. Und über Julia, die nach England fliegt und sich von dieser Legende faszinieren lässt …
  8. Kim Henry – Wen das Meer ruft
    Ein Usedom-Roman über ein altes Spukhaus, mysteriöse Legenden, das tödliche Schicksal einer jungen Frau und den Wahn einer trauernden Hotelbesitzerin.
  9. Maria M. Lacroix – Das Geheimnis der Feentochter
    Nessya besitzt keine Zauberkraft und flieht aus den Feenhügeln, der Heimat ihrer Mutter – ohne Hoffnung auf eine Rückkehr. Der mächtige Sluagh-Fürst Cathal will etwas von ihr, aber sie fürchtet sich vor seiner erotisch-diabolischen Macht. Als ihre beste Freundin Emma von einem grausamen Unseelie-Prinz in den Síd verschleppt wird, kann Nessya ihm nicht länger entkommen: Cathal bietet ihr an, Emma zu retten. Wenn sie ihm dafür etwas gibt, das er mehr begehrt als alles andere – etwas, das sie weiter gehen lässt, als sie in ihren kühnsten Träumen gedacht hätte.
  10. Katharina Gerlach – Der Zwerg und die Zwillinge (Schätze Neu Erzählt 1)
    Ich mag Märchen, die aus einer anderen Perspektive erzählt werden. Hier aus der des Zwergs, der die Mutter von Schneeweißchen & Rosenrot rettete. Angesiedelt in einer Welt, in der Magie und Technik mit unerwarteten Konsequenzen aufeinander treffen …

Diandra Linnemann – Allerseelenkinder (Magie hinter den sieben Bergen 1)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juni 2015
Autorenseite

Rezension

Helena ist eine staatlich geprüfte Hexe und verdient ihr Geld damit, magische Beratung und Lösungen anzubieten. In einer Welt, in der menschliche und nicht-menschliche Wesen offen Seite an Seite leben, ist das ein einträglicher Beruf. Der Bürgermeister von Bonn beauftragt sie damit, eine verschwundene Wicca mit dubioser Vergangenheit zu suchen. Zusammen mit Falk, den ihr der Bürgermeister als Bodyguard vermittelt hat, macht sich Helena auf die Suche und stochert in Dingen herum, die nicht ans Licht kommen sollen …

Der Prolog lässt einen gleich spüren, dass man in einem Fantasy-Krimi gelandet ist und verbreitet eine düster-hoffnungslose Stimmung. Er hat mich gleich gepackt, ich wollte wissen was dahinter steckt und war neugierig darauf, wohin mich die Geschichte führen würde.

Erst einmal zu Helena, die mir schnell sympathisch war. Sie ist der Natur verbunden, eher eine Einzelgängerin und folgt ihrem Bauchgefühl. Mir hat auch gefallen, dass sie die magischen Dinge nicht so hochstilisiert und kein großes Brimborium darum macht. Und ich mag ihren Humor! Sie veranstaltet beispielsweise Familienzusammenführungen mit Verstorbenen, Segnungen, Bannungen, Handfastings und evaluiert die historisch-spirituellen Aspekte von städtischen Renovierungsprojekten.

Die Geschichte spielt in unserer Welt, die aber doch ganz anders ist, weil in ihr menschliche und nicht-menschliche Wesen Seite an Seite leben. Neben Zwergen und Faeries gibt es unter anderem auch Gestaltwandler, von denen sich einige Sippen auf internationale Verbrechen spezialisiert haben. Die Welt fühlt sich also vertraut an, man spürt aber auf jeder Seite die Andersartigkeit und Magie.

Die Ermittlungen wurden von Szene zu Szene spannender, die Ereignisse spitzten sich zu und führten zu dem Ort aus dem Prolog. Es gab überraschende Wendungen, Magie, Kämpfe, Rituale – und es floss auch Blut, aber glücklicherweise waren die Beschreibungen dazu nicht zu detailliert für mich. Mir hat die Mischung aus ruhigeren und actionreicheren Szenen gefallen, denn so konnte ich die Figuren besser kennenlernen, Puzzlestücke sammeln und mich trotzdem von den Ereignissen mitreißen lassen.

Daher war „Allerseelenkinder“ eine stimmungsvolle und magische Lektüre, die einen großen Sog auf mich ausübte. Ein sehr fesselndes Buch, sowohl was den Fall als auch die erschaffene Welt betrifft. Besonders gut hat mir auch die Art und Weise gefallen, wie Helenas Eindrücke beschrieben wurden – sie kamen sehr direkt und bildhaft bei mir an. Und jetzt bin ich natürlich gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht, auch weil es abseits vom Fall noch ein paar offene Fragen gibt …

Bisher erschienen sind:

  1. Allerseelenkinder
  2. Spiegelsee
  3. Hexenhaut

Mark Lanvall – Die andere Welt (Lichtsturm 2)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Mai 2015
Autorenseite
Verlag: neobooks Self-Publishing

Rezension

Durch einen alten Zauber verwandeln sich weltweit Menschen in Alben, sie werden zu Außenseitern und müssen mit dem Misstrauen der normalen Menschen zurecht kommen, das manchmal auch in Hass umschlägt. Ben und seine Freunde von der Elvan-Stiftung versuchen möglichst viele der Verwandelten einzusammeln, um ihnen zu vermitteln, was es bedeutet, zum mystischen Lichtvolk der Alben zu gehören.
Als der mächtige Albenmeister Sardrowain die Grenze der Anderswelt überschreitet, bringt er einen alten Krieg in die Welt der Menschen. Sein Ziel ist es, die Elvan-Stiftung zu vernichten – allen voran Larinil und Geysbin.

Die Fortsetzung von „Lichtsturm. Die weiße Festung“ beginnt überraschend, denn als erstes begegnen wir dem Albenmeister Sardrowain und dem Schwertführer Andrar. Ich hatte mich auf ein Wiedersehen mit Ben, Maus und Larinil gefreut, stattdessen landete ich zuerst in einer neuen Erzählperspektive auf der „anderen“ Seite. Sardrowain trägt keine Ehre in sich und liebt es zu töten, aber er bringt Andrar dazu, nicht nur stur an das zu glauben, was ihm seine Lehrer beigebracht haben. Andrar versucht, die Wahrheit herauszufinden – und den richtigen Weg einzuschlagen. Durch seine innere Zerrissenheit wurde er für mich schnell zu einer spannenden Figur.

In der Elvan-Stiftung habe ich dann das Wiedersehen bekommen, auf das ich mich so gefreut hatte! Die Figuren waren präsent und mir gleich wieder sehr nah, es fühlte sich so an, als würde ich alte Freunde treffen. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Ben gefallen, er trägt eine große Verantwortung, wirkt aber nie wie ein Überheld. Er ist nicht perfekt, manchmal sogar unsicher und macht sich viele Gedanken.

Die Geschichte ist abwechslungsreich, oft überraschend und nimmt ordentlich Fahrt auf. Man wird förmlich mitgerissen und so schnell nicht wieder losgelassen, bei manchen Szenen musste ich zwischendurch erstmal tief Luft holen, bevor es weiterging. Es gibt auch ruhigere Szenen, aber die dramatischen Entwicklungen überwiegen einfach – die Spannung steigt mit jeder Seite.

Die verschiedenen sich miteinander verbindenden Erzählperspektiven tragen zur Vielseitigkeit der Geschichte bei, so wird eine dichte Handlung mit ganz unterschiedlichen Eindrücken geschaffen. Mir hat auch gefallen, dass die Magie wieder eine größere Rolle gespielt hat und man einzelne Verwandelte näher kennenlernt. Mein ganz persönliches Highlight war aber das überraschende Wiedersehen mit einer für mich sehr besonderen Figur – und da diese Geschichte in der Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, darf ich mich da auch schon auf den nächsten Band freuen.

„Die andere Welt“ war eine berührende und sehr mitreißende Lektüre mit einer dichten Atmosphäre, die viele Eindrücke hinterlässt. Gefühlt plötzlich war das Buch ausgelesen und in meinem Kopf stand in Großbuchstaben: Wie geht es denn jetzt weiter?! Ich bin also mehr als gespannt auf den nächsten Band und frage mich in der Zwischenzeit, wohin die Reise wohl geht …

[neu entdeckt] Feurige Fantasy aus dem Gmeiner-Verlag

Am 1. August erscheinen im Gmeiner-Verlag zwei Bücher, die mich sehr reizen und das Element Feuer im Titel tragen. Leider nur als eBook, aber das ist ein anderes Thema …

Robin Gates: Feuermuse

Auf der Suche nach seinem Skizzenblock, den ihm Mitschüler gestohlen haben, betritt David eine verlassene Villa. Was er nicht weiß: Die Villa gehörte einem verstorbenen Ritualmagier. Von der schönen rothaarigen Elára angelockt, stolpert er durch einen magischen Spiegel und findet sich in einer Parallelwelt wieder, die aus einem Haus mit zahllosen Räumen besteht. Elára ist ein Feuerwesen, dessen größter Wunsch es ist, ein Mensch zu werden. Allerdings sind David Unbekannte gefolgt, die es auf einen von Elára bewachten mächtigen Rubin abgesehen haben. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt.

Musen im Titel sind gefährlich für mich, denn dann muss ich mir die Bücher immer anschauen, weil mich Musen einfach reizen. Hier kommen noch eine verlassene Villa, ein Feuerwesen, ein verstorbener Ritualmagier und ein Haus mit zahllosen Räumen als Parallelwelt dazu. Das klingt nach einer spannenden Mischung!

Stephan Lössl: Die Feuer von Erenor

Die beiden Jugendlichen Alexander und Anna begegnen auf einer Wanderung der geheimnisvollen Askaya und damit ihrem eigenen Schicksal. Die Suche nach vier gestohlenen Stundengläsern verschlug die Kriegerin aus ihrer Welt Esmarillion nach Schottland. Denn nur wenn alle sieben »Gläser der Elemente« wieder vereint sind, kann ihre Parallelwelt gerettet werden, die von den bösartigen Einaren bedroht ist. Zu dritt machen sie sich auf eine Reise, die vom mythischen Herz der Highlands bis in das fantastische Universum Askayas führt.

Stundengläser, die auch als „Gläser der Elemente“ bezeichnet werden, wecken ganz schnell meine Neugier! Immerhin verbinde ich viel mit den Elementen und Stundengläser haben für mich seit „Die Elfen“ auch etwas magisches … Dann beginnt die Geschichte auch noch in Schottland und es wird von etwas Mythischem gesprochen. Da hab ich doch gleich verloren. ;) Dazu dann noch eine Kriegerin aus einer fremden Welt und eine Suche, die in mehrere Welten führt …

Von beiden Autoren habe ich noch ungelesene Bücher im Regal stehen, allerdings wird mich das wohl eher nicht davon abhalten, mir die eBooks zu kaufen, auch wenn die Vernunft dagegen ist. ;)

Wie sieht das bei euch aus, reizt euch einer der Titel?

Monika Jaedig – Silbernes Band

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Mai 2015
Autorenseite
Verlag: neobooks Self-Publishing

Rezension

Island, 1996: An seinem 18. Geburtstag erfährt Heiðar, dass sein Vater ein Vampir ist. Als seine Mutter dieses Geheimnis lüftet, versteht er endlich, warum er so anders ist als andere Menschen. Heiðar findet Wege, mit seinem Blutdurst und seiner Unrast umzugehen, aber er hat niemanden, mit dem er über seine unsterbliche Seite sprechen kann.

Jahre später begegnet er in einer Buchhandlung Rúna und fühlt zum ersten Mal wie ein Unsterblicher – sie ist die Eine, die er am meisten begehrt. Aufgewühlt flieht Heiðar ins Krankenhaus, um seine todkranke Mutter Kristín zu besuchen und erfährt dort von einem geheimnisvollen Besucher …

Normalerweise mache ich um Vampirgeschichten ja einen Bogen, aber manchmal ist meine Neugier einfach stärker. Bei diesem Buch konnte ich der Kombination aus Unsterblichen und Island nicht widerstehen, außerdem gefiel mir der stimmungsvolle Schreibstil. Die Atmosphäre hat mich beeindruckt, weil sie sich für mich so besonders anfühlt – dicht, intensiv, voller Bilder und Gefühle.

Es steckt so viel Island in dem Roman! Wunderbare Naturbeschreibungen, die mich zum Träumen bringen. Das Flair der Straßen und Cafés. Musiker und Schriftsteller. Eingeflochtene Erzählungen im isländischen Sagastil, die ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind und beispielsweise von Rúnas Vorfahren Bjálfi Grímsson berichten, der angeblich ein Abendwolf war und nach seinem gewaltsamen Tod wiedergekehrt sein soll.

Mir hat Heiðars Unsicherheit gefallen, als es darum ging, Rúna möglichst schonend beizubringen, was er ist. Seine große Angst, sie zu verlieren. Seine Liebe und Verletzlichkeit. Wie seine unsterbliche Seite erwacht, als er die Eine erkennt. Emotional und auch romantisch, aber für mich niemals kitschig.

Es geht aber auch um Heiðars Beziehung zu seinem Vater Fionn, den er erst jetzt kennenlernt. Um die Geschichte seiner Eltern. Um die Welt der Unsterblichen, in die Heiðar nun die ersten Schritte unternimmt, begleitet von seinem Vater. Auch wenn es in dem Roman viele spannende Figuren gibt, ist es doch Fionn, der mich am schlimmsten „erwischt“ hat. Er ist gefährlich, aber hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und ist seinen Lieben gegenüber sehr fürsorglich. Und dann wäre da noch die Tragik …

Ruhige und actionreiche Szenen wechseln sich ab, so dass genug Zeit für die Beziehungen und Hintergründe der einzelnen Figuren bleibt. Und auch wenn die Jagd-Kapitel etwas blutiger waren, haben sie mir gut gefallen, weil sie zu den Unsterblichen gehören und in Heiðars Fall auch gezeigt haben, was er dabei empfindet bzw. darüber denkt. Ich fand es auch angenehm, dass man sich als Leser an das Blut nach und nach gewöhnen konnte und nicht zu Beginn davon erschlagen wurde.

„Silbernes Band“ war für mich eine sehr berührende und mitreißende Lektüre, die eine intensive und lang anhaltende Wirkung auf mich hat. Eine faszinierende Mischung, der man anmerkt, wie sehr die Autorin Island liebt. Tragisch, romantisch, geheimnisvoll. Mit ein paar Szenen, bei denen ich Rotz und Wasser geheult habe … Ich freue mich schon auf das Lesen der nächsten Bände und bin gespannt, wie es weitergeht!

The Last Unicorn Screening Tour

Peter S. Beagle und die „The Last Unicorn Screening Tour“ kommen im Juli nach Deutschland! „Das letzte Einhorn“ auf der großen Leinwand, nach der Vorstellung signiert Peter S. Beagle und es gibt auch einen Merchandise-Stand.

Die ersten Termine wurden hier veröffentlicht: Leipzig, Berlin, Hamburg, Garbsen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Erlangen. Es kommen aber noch weitere dazu. Also die Seite im Auge behalten! ;)

Ich würde supergern zu einem der Termine gehen, nicht nur weil ich den Film sehr mag, sondern auch weil mich das Buch und die Sprache noch viel mehr verzaubert haben. Magische Poesie. Aber dummerweise bin ich an dem Wochenende, wo die Tour in Berlin ist, in Bonn. Schlechte Planung … Ich werde die Seite also gut im Auge behalten und hoffe …

Zum Schluss noch eines meiner liebsten Zitate aus dem Buch:

»Wofür gibt es denn dann Magie?«, schrie Prinz Lír wütend. »Wozu gibt es Zauberei, wenn man damit nicht einmal ein Einhorn retten kann?« Er musste sich an des Zauberers Schultern festhalten, um nicht vor Schwäche umzufallen. Schmendrick drehte nicht einmal den Kopf. In seiner Stimme lag eine Spur wehmütigen Spotts, als er sagte: »Dafür gibt es Helden.«

Qindie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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