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... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

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Users: Marny, 4 Guests

Die Gewinner der Verlosung zum 8. Blog-Geburtstag!

Da hat mich doch tatsächlich eine sehr hinterlistige Erkältung erwischt, die sich eine Weile als leichte Erkältung getarnt hat, nur um dann ein paar Tage vor dem PAN-Branchentreffen ihr wahres Gesicht zu zeigen. Wie bösartig! Und für mich doppelt ärgerlich, weil ich mich so schön überwunden hatte und zuletzt tatsächlich sehr auf das Branchentreffen gefreut hatte … War von euch jemand da?
Und meine Auslosung musste auch ein wenig warten, aber zumindest das hole ich jetzt nach!

Gewinner

Oder besser gesagt die Shelly-Katze, die wieder als Losfee engagiert wurde. ;) Mit etwas Bestechung hat sie auch durchgehalten und für alle vier Päckchen die Gewinner erpfotelt:

  • #1 Kristallpalast geht an Sarah
  • #2 Morrigan geht an Susi T.
  • #3 Priesterin geht an Karin
  • #4 Lichtsturm geht an Gabriele Höfig

Herzlichen Glückwunsch! Bitte schickt mir eure Adressen per Mail, damit sich eure Päckchen auf den Weg machen können. :)

Übrigens war ich dann auch neugierig, von welchen Autoren ich ganz aktuell die meisten Bücher gelesen habe. Bei mir sieht das so aus:

diagramm-meistgeleseneAutoren

Und die Spitze wird sich dann wohl in diesem Jahr drehen … Immerhin gehören der letzte Drachenelfen-Band und „Nordwärts“ zu den Romanen, auf die ich schon unheimlich gespannt bin und ganz bald lesen will.

Habt ein schönes Wochenende! Und werdet nicht krank. ;)

Verlosung zum 8. Blog-Geburtstag!

Am 12. April gibt es meinen Blog schon 8 Jahre, das will natürlich gefeiert werden! Bloggen gehört zu meinem Leben einfach dazu, und doch klingt das nach einem unheimlich langen Zeitraum. Gerade weil ich immer Phasen habe, in denen ich zweifle und es sich anfühlt, als ob ich so gar nicht in die Blogosphäre passe. Aber ich bin eine Kämpferin – und habe nicht nur meine ganz eigenen Vorstellungen und Ansprüche, sondern auch reichlich Ideen und Herzblut. Ich finde also meinen eigenen Weg und habe Spaß dabei. So soll es sein! Und ich bin stolz auf die 8 Jahre, in denen sich sowohl der Blog als auch ich ganz schön verändert haben. :)

Blog-geb

Verlost werden vier Päckchen, in denen sich nicht nur jeweils ein Buch befindet, sondern auch Tee, Schokolade, Teelichter und gleich mehrere Lesezeichen. Ich habe Bücher ausgewählt, die mir sehr gefallen haben – und hoffe natürlich, dass es euch dann ähnlich geht. ;) Meine Ausgaben gebe ich natürlich nicht her …

Gewinn #1: Kristallpalast

Gewinn1

Gewinn #2: Morrigan

Gewinn2

Gewinn #3: Priesterin

Gewinn3

Gewinn #4: Lichtsturm

Gewinn4

Das Gewinnspiel läuft bis zum 17. April 2016. Eine Teilnahme ist nur innerhalb von Deutschland möglich und es wird keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg übernommen. Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten.

Um teilzunehmen, beantwortet mir als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse (im dafür vorgesehenen Feld nur für Admins sichtbar) und der Info, für welche Päckchen ihr in den Lostopf hüpfen wollt, folgende Frage:

Von welchem Autor habt ihr die meisten Bücher gelesen – und was schätzt ihr an den Geschichten?

Ich hoffe, dass ich mit meiner Auswahl euren Geschmack getroffen habe – ich bin schon sehr gespannt. Viel Glück! :)

[Leipziger Buchmesse 2016] Tag 1

Fast wäre ich ja nicht gefahren, weil ich mir ein paar Tage vorher noch den linken Knöchel gezerrt habe. Ich wollte schon aufgeben, aber dann dachte ich mir: Bei den Raben, lieber weniger auf der Buchmesse machen können als gar nicht zu fahren! Also los, viel ungeplanter als normalerweise – vielleicht fühlte es sich darum auch so gar nicht nach Messe an. ;) Und ich war auch nicht der einzige Krankenfall in meiner netten WG … Bei der Hinfahrt hatten wir einen längeren ungeplanten Aufenthalt in Bitterfeld, aber dafür war ich die meiste Zeit schmerzfrei – und gut beschäftigt, weil ich ja meinen Reader dabei hatte. Und mein Handy, WG-Live-Chat im Zug. Abends waren wir dann bei der Lesung von Torsten Sträter und Dietmar Wischmeyer, worauf ich mich schon riesig gefreut hatte. Wegen Herrn Sträter. Der muss ja manchmal nur gucken und schon hab ich einen Lachanfall. Live kommt das noch besser, ich lag ein paar Mal vor Lachen fast auf dem Boden. :)

Am nächsten Morgen bin ich dann früher als ursprünglich geplant aufgestanden, weil ich angeboten hatte, mit beim Aufbau des Qindie-Standes zu helfen. Also ging es das erste Mal mit Ausstellerausweis in die Messehalle, wo ich dann hauptsächlich die Leseproben-Mappen gefaltet und die Füllung zusammengesucht habe. Nach zwei Stunden habe ich mich dann gegen 10 Uhr losgerissen, weil es nur noch eine Stunde bis zu meiner ersten Lesung war und ich ja zum Pressebereich für die Freischaltung musste und wieder zurück, um den Ausstellerausweis zurück zu Qindie zu bringen. Ich bin dann gerade los Richtung Halle 2, als ich noch schnell abgefangen wurde, um 5 Minuten allein am Stand zu bleiben. Panik! Glücklicherweise nur die ersten Sekunden, dann habe ich mir gesagt, dass die anderen eben damit klarkommen müssen, dass ich das ein wenig anders vorstelle als ein Autor. Also fix ans Tischchen gestellt, die Leseproben-Mappe griffbereit und dann … kam keiner. Ein wenig erleichtert war ich darüber dann doch, aber ich habe auch gemerkt, dass das nicht ganz so schrecklich ist wie gedacht. *g*

So sieht der Stand dann „richtig“ besetzt aus:

© Divina Michaelis

© Divina Michaelis

Die Fantasy-Leseinsel habe ich dann gefunden, ohne auf meinen Zettel linsen zu müssen, und habe mich erstmal über die etwas höheren Sitzgelegenheiten gefreut. Und schwupps, bevor ich nervös werden konnte, ging es auch schon mit der Lesung von Bernd Perplies aus „Kampf um Aidranon“ los! Den zweiten Band der Reihe „Imperium der Drachen“ habe ich noch nicht gelesen, aber ich bin schon sehr neugierig, wie es weitergeht. Und die Lesung hat das noch angestachelt, denn da gab es sehr spannende und auch magische Szenen zu hören. Ich war ganz in der Geschichte und hatte tolles Kopfkino, so dass ich mich danach erstmal in die reale Welt zurückblinzeln musste. Ich wusste aber noch, dass ich unbedingt zum Signieren wollte. ;)

BerndPerplies

Danach hat mein Knöchel geschrien, also habe ich mir etwas zu essen gekauft und mich 40 Minuten nach draußen gesetzt, wo ich ihn schön hochlegen konnte. Mitten hinein in den Sonnenschein, es war so angenehm in der Sonne – und nebenbei habe ich mein Korrekturbuch weitergelesen. Danach ging es dann wieder zurück zur Fantasy-Leseinsel, wo Kerstin Merkel aus „Inzani“ gelesen hat. Das Buch hörte sich von der Beschreibung her spannend an, aber leider fand ich die Lesung sehr langweilig – einfach weil leise im gleichbleibenden Tonfall vorgelesen wurde. Ich konnte mich kaum darauf konzentrieren, habe es immer wieder versucht aber war am Ende einfach nur froh, dass die Lesung vorüber war.

KerstinMerkel

Danach war es dann schon Zeit für mein Treffen mit Literaturjunkie! Ich habe mich riesig gefreut, dass es doch noch geklappt hat, und wir haben über alles mögliche gequatscht. Natürlich über Bücher und Autoren. Und über unsere Blogs. Aber nicht nur … Und dabei haben wir uns ein bisschen verquatscht und ich habe die nächste Lesung auf meinem Plan verpasst (aber irgendwann schaffe ich es zu einer Lesung von Anja Bagus!). Aber es war wirklich eine schöne Zeit – und damit ich die nächste Lesung, zu der ich ganz unbedingt wollte, nicht auch noch verpasse, haben wir beide die Uhr im Blick behalten. ;) Und uns (wieder einmal) vorgenommen, uns auch mal außerhalb der Messe zu treffen – wir wohnen ja nicht weit weg voneinander …

Für mich ging es dann wieder zurück zur Fantasy-Leseinsel, wo Oliver Plaschka aus seinem Kurzgeschichtenband „Das öde Land und andere Geschichten vom Ende der Welt“ las. Ich höre ihn ja sehr gerne lesen, und auch bei seinen Kurzgeschichten war ich bisher immer schnell mitten in der Story. Das Buch lese ich gerade in der autorenbegleiteten Leserunde auf www.leserunden.de – ich kann also noch nicht sagen, ob das bei wirklich allen Geschichten in dem Band so ist. Bei den ersten Storys klappt das aber wunderbar, und es ist eine abwechslungsreiche Mischung! Es gibt teilweise sogar Bezüge zu seinen anderen Büchern, sowas mag ich ja immer sehr. Bisher zu meinem Lieblingsbuch von ihm (Die Magier von Montparnasse), aber da kommt auch noch etwas zu anderen. Ich bin gespannt …

Oliver Plaschka

Eigentlich hätte ich jetzt die Halle wechseln müssen, um Florian Tietgen zu lauschen, aber da er krankheitsbedingt erst später kommen würde, bin ich auf der Fantasy-Leseinsel geblieben und habe Christian von Aster zugehört, der aus „Allerfeinste Merkwürdigkeiten“ las. Und wie immer habe ich den Humor und sein Spiel mit der Sprache genossen. Es macht einfach Spaß, ihm zuzuhören.

Christian von Aster

Danach las Tom Jacuba aus „Kalypto 2“, den ersten Band will ich schon seit einiger Zeit lesen – aber irgendwie komme ich nicht dazu. Er hat eine sehr eigene Stimme, die schnell Atmosphäre erzeugt und für Aufmerksamkeit sorgt. Dazu kamen spannende Szenen und Beschreibungen, die mir Kopfkino beschert und mich in die Geschichte gezogen haben. Die Lesung verging wie im Flug! Beim Signieren kam dann heraus, dass der Autor ein ausnehmend gutes Gedächtnis hat, denn ihm sagte mein Name etwas (wir hatten im Mai ganz kurz auf Lovelybooks geschrieben, immerhin war das ja fast schon ein Jahr her!).

Tom Jacuba

Dann habe ich mir etwas zu trinken besorgt und ein bisschen frische Luft geschnappt, bevor es wieder zurück zur Fantasy-Leseinsel ging. Schon wieder … Was haben die denn auch schon am ersten Tag so ein großartiges Programm? Jedenfalls war ich neugierig, was es in der Veranstaltung „SteamPhantasia“ zu hören gab. Katharina Fiona Bode las ihre Geschichte „Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf“ aus der Anthologie „Steampunk Akte Deutschland“ und Fabian Dombrowski aus der Anthologie „Steampunk 1851“. Seine Story spielt im von der Revolution erschütterten Paris, es geht um eine sprechende Katze und einen lebendigen Automaten mit Gewissen. Beide Geschichten haben mir gut gefallen, so dass ich mir die beiden Anthologien mal näher anschauen muss, auch wenn ich mir eigentlich keine mehr kaufen wollte, bis ich nicht auch ein paar mehr gelesen habe. Eigentlich.

Katharina Fiona Bode_Fabian Dombrowski

Danach war es dann auch schon Zeit für die SERAPH-Verleihung! Ich muss zugeben, dass ich da etwas neben mir stand, weil dort auch über Verluste und den Tod von Aileen P. Roberts gesprochen wurde und mich das ziemlich fertig gemacht hat. Ein bisschen habe ich aber doch noch mitbekommen – und alle haben auf Kai Meyer gewartet, der eigentlich eine Laudatio hätte halten müssen.

Seraph_Daniel Illger

Die Preisträger waren:

  • Bestes Debüt: Daniel Illger „Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts“
  • Bestes Buch: Nina Blazon: „Der Winter der schwarzen Rosen“
  • Indie Autor Preis: Hanna Kuhlmann: „Nachtschatten“

Seraph_NinaBlazon

Dass diesmal das erste Mal auch ein SERAPH an einen Selfpublisher vergeben wurde, war schon etwas Besonderes, auch wenn nur diejenigen mitmachen konnten, deren Bücher über neobooks liefen. Mein Favorit hat leider nicht gewonnen, aber das kenne ich ja schon. ;) Aber ich muss mir „Nachtschatten“ nochmal genauer anschauen, das könnte vielleicht etwas für mich sein. Die anderen beiden Preisträger hatte ich „irgendwie“ im Gefühl, und gerade über die Auszeichnung von Nina Blazon werden sich einige freuen …

Seraph_Hannah Kuhlmann

Fehlt noch die Abendplanung! Eigentlich wäre ich ja zu gern zu der Lesung von Oliver Plaschka und Torsten Low gegangen, nur hatte ich es in dem Chaos vor der Abreise nicht mehr geschafft, herauszusuchen wo genau ich da hinmuss (es ist direkt ein Wunder, dass ich weder meine Karte, noch meine Lesungsplanung noch ein Signierbuch vergessen hatte). Und außerdem war ich seelisch so angeschlagen, dass ich das Gefühl hatte, ein paar bekannte Gesichter um mich rum und etwas Quatschen wären da hilfreich. Also bin ich dann doch zum Qindie-Abendessen mit Lesungs-Workshop mitgegangen. Das ist dann ein bisschen nach hinten losgegangen, aber immerhin konnte ich Florian Tietgen doch noch lesen hören – wenn auch ganz anders, als ursprünglich gedacht. ;)

Erik Kellen – Das Blut der Ro’Ar (Nimmerherz-Legende 3)

Erscheinungsjahr: 2016
Gelesen im März 2016
Autorenseite

Rezension

Tahni hat sich zur Königin von Skargerrak ausrufen lassen, um sich Kartak Starksegels Wahnsinn entgegenzustellen und zu verhindern, dass die Clans übereinander herfallen. In Quell muss Ribanna schwere Entscheidungen treffen, um ihr Volk vor dem Untergang zu bewahren. Und Asha verschlägt es in das alte Königreich Idaan, von wo aus er endlich einen Weg nach Hause finden will. Doch seine Pläne werden immer wieder durch den Nimmerherz-Fluch verändert …

Schon nach wenigen Sätzen war ich wieder mitten in der Geschichte, umgeben von großartigen Bildern, abwechslungsreichen Emotionen und „meinen“ Figuren. Diese Reihe hat eine ganz besondere Atmosphäre und Anziehungskraft, sie fasziniert mich sehr intensiv. Ich genieße jede Seite, ganz egal ob ich gerade völlig gebannt bin, mir das Herz aufgeht, ich jemanden auf schlimmstmögliche Art umbringen möchte, weinen oder lachen muss. Manchmal habe ich Angst davor, wie die Reihe wohl enden wird, aber gleichzeitig springe ich mit Anlauf in den Abgrund …

Der Schreibstil ist wunderbar poetisch und klingt nicht nur schön, sondern transportiert die Gefühle und Bilder auch sehr direkt. Und zwischen den Zeilen verbergen sich so viele Feinheiten, es gibt also viel zu entdecken. Den Humor schätze ich auch sehr, er ist leicht schräg und trifft irgendwie genau meinen Geschmack. Asha bringt mich also öfter mal zum Kichern, was bei mir beim Lesen normalerweise nicht so oft vorkommt – und daher auch schon für die eine oder andere lustige Reaktion gesorgt hat.

So sehr, wie ich mich im Eisschild-Clan zu Hause fühle, so sehr liebe ich auch die Ro’Ar. Natürlich kann ich gar nicht anders, als sie zu mögen (das hat bereits der erste Band gezeigt), aber die Intensität, die das inzwischen angenommen hat, überrascht mich doch ein wenig. Jeder kleinste Moment mit ihnen lässt mich selig grinsen, und es gab in diesem Buch wirklich großartige Szenen! Ich sauge sie auf wie ein Schwamm – und vielleicht bekomme ich langsam auch ein Herz aus Eis (die Gletscherträume sprechen dafür), nur wird das von meiner Begeisterung dann wieder erwärmt. Wie praktisch. Also kann ich nachts weiter Ascheherz suchen, der hat es mir nämlich besonders angetan …

In Idaan erwarteten mich nicht nur eine neue Kultur und neue Intrigen, sondern auch eine Figur, die mich angenehm überrascht hat. Anfangs habe ich nicht besonders viel von ihr gehalten, aber durch ihren Hintergrund und ihren Mut hat sich das gewandelt. Eine tragische Figur, die mich berührt und auch beeindruckt hat. Bei bereits bekannten Figuren zeigen sich neue Facetten ihrer Persönlichkeit, die mich nicht weniger begeistert haben. Und Lyria, die ich doch anfangs so gar nicht mochte, hat sich nun fest in mein Herz gekrallt. Ich freue mich darüber, sie immer besser kennenzulernen, denn sie hat mich durch ihre Stärke und Geschichte beeindruckt.

Sehr spannend finde ich ja auch die Verbindung zwischen Asha und Klee, wie sie den jeweils anderen sehen. Und dann ist da die Frage, ob zwei so unterschiedliche Charaktere länger befreundet sein können. Mir gefällt, dass da nicht alles rund läuft, sondern die Unterschiede immer mal wieder thematisiert werden und es zu neuen Einblicken kommt.

„Nimmerherz. Das Blut der Ro’Ar“ war für mich eine tiefgründige, überraschende und sehr emotionale Lektüre, die mich völlig gefesselt hat. Mit viel Dramatik, auch was getroffene Entscheidungen und ihre Verarbeitung betrifft. Es geht um Mut, Opfer, Durchhaltevermögen – aber auch um Magie, Geheimnisse und Rache. Und natürlich um Krieg! Sehr komplex und beeindruckend.

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mich vor dem abschließenden Band, der im Sommer/Herbst 2016 erscheinen soll, ein wenig fürchte. Oder auch etwas mehr. Viel zu viele Figuren und Wesen, die ich sehr ins Herz geschlossen habe und die mich jeden Tag begleiten. Und was passiert, wenn der Schild aus Eis doch brechen sollte? Aber ich bin auch sehr gespannt, was uns da noch erwartet …

Reihenfolge:

  1. Roter Schnee wird fallen
  2. Der lange Weg des Windes
  3. Das Blut der Ro’Ar
  4. ?

Von Blogs, Professionalisierung und Geschäftsmodellen …

Wisst ihr, was mich in letzter Zeit nervt? Veranstaltungen über Buchblogs und Buchblogger, bei denen nur in den seltensten Fällen Blogger zu den Vortragenden gehören. Verlagsmenschen, die den Bloggern erzählen, wie viel sie für sie tun und wie Blogs auszusehen haben. Dass und wie sie sich professionalisieren müssen.

Nicht, dass ich etwas gegen Professionalisierung hätte, ganz im Gegenteil. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden – auch, was er darunter versteht. Für mich ist das nicht automatisch eine große Reichweite und Monetarisierung, sondern beispielsweise Dinge wie Impressum, die Gestaltung, die Lesbarkeit und Qualität der Texte. Etwas, was sich im Lauf der Zeit entwickelt. Man lernt beständig dazu und stößt auf neue Themen, ich habe da auch noch ein paar Baustellen.

Es gibt „den Blogger“ einfach nicht! Wir haben ganz unterschiedliche Ziele, Ansprüche, Vorlieben, Schwerpunkte und Zielgruppen. Der eine mag es flauschiger, der andere nüchterner. Der eine schreibt emotional, der andere sachlicher. Der eine orientiert sich an den Neuerscheinungen der großen Verlage, der andere findet seine Buchschätze bei den Kleinverlagen oder Indies. Für den einen ist sein Blog ein reines Hobby, der andere möchte damit auch Geld verdienen. Dazwischen gibt es noch so viele Abstufungen, Überschneidungen, Verbindungen – und genau diese zeigen, wie unterschiedlich wir Blogger sind.

https://pixabay.com Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

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Die Verlage erzählen uns Bloggern ja auch nicht, was sie alles für uns tun und sich von uns wünschen, weil sie so nett sind. Die müssen unternehmerisch denken und zeigen Möglichkeiten auf, durch die sie dann herausfiltern können, welche Blogs die größte Reichweite haben. Wo sich eine Zusammenarbeit am meisten lohnt. Ich möchte eine Zusammenarbeit keineswegs schlecht reden, aber überlegt einfach, wofür ihr euch instrumentalisieren lassen möchtet und wofür nicht. Bei dem großen Anklang so mancher Aktion kann ich nur verwundert den Kopf schütteln …

Und seid vorsichtig bei bezahlten Werbeartikeln zu einem vorgegebenem Thema: Der Kunde (eine Agentur oder ein großer Verlag) möchte nicht, dass es nach Werbung aussieht, obwohl es eine ist und allein rein rechtlich auch als solche kenntlich gemacht werden muss. Deutlich. Mit Blog-Kategorien wie „Sponsored Post“ oder dem Hinweis, dass etwas „mit freundlicher Unterstützung von …“ geschrieben wurde, bewegt man sich da auf Glatteis. Mal ganz davon abgesehen, dass man nicht ganz ehrlich zu seinen Lesern ist. Einen interessanten Beitrag dazu findet ihr hier. Bei bezahlten Beiträgen schreie ich nicht auf, aber sie müssen deutlich als Werbung gekennzeichnet sein und mich davon überzeugen, authentisch zu sein.

Verlage müssen Blogs rein wirtschaftlich betrachten, aber jeder von uns kann selbst entscheiden, ob sein Blog ein Geschäftsmodell werden soll – ob man das eigentlich möchte oder doch etwas ganz anderes. Wir sind frei in unserer Entscheidung, denn wer sollte uns da etwas vorschreiben? Veränderungen gehören dazu, aber nur die, die ihr selbst wollt.

https://pixabay.com Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

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Mein Blog ist für mich mehr als ein Hobby – aber dennoch soll es kein Geschäftsmodell werden, auch wenn mir Professionalisierung, so wie ich sie verstehe, wichtig ist. Einfach weil es sich für mich anders anfühlen würde und ich dann so einige meiner Lesevorlieben opfern müsste. Ich mag aber gerade die bunte Mischung und dass ich euch oft Bücher vorstellen kann, die noch relativ unbekannt sind. Egal ob großer Verlag, Kleinverlag oder Indie. Mein Blog hat also auch einen unterstützenden Charakter. Und auch wenn sich manches als schwieriger als gedacht erweist, macht es mir genau so Spaß. Seit fast 8 Jahren jetzt schon – und das soll auch so bleiben. Außerdem stecke ich die Zeit, die ich erübrigen kann, eben viel lieber in meine eigenen Ideen und Beiträge.

Ganz wichtig finde ich aber den Punkt Selbstbewusstsein! Ich bin ja schrecklich schüchtern, aber ich springe öfter über meinen Schatten, wenn mich etwas nur genug reizt – und inzwischen fällt mir das auch sehr viel leichter (große Treffen ausgenommen *g*). Die Dinge, die ich gerne auf meinem Blog hätte, probiere ich inzwischen einfach aus. Es klappt natürlich nicht alles und manches ist auch ganz schön mühsam, aber es bewegt sich etwas. Und ich habe nicht mehr so große Hemmungen wegen meinem „Nischenblog“! Jetzt müsste ich es nur noch schaffen, auch mal eine Anfrage wegen einem Taschenbuch zum Verlosen zu stellen – da habe ich irgendwie noch Skrupel vor … Aber was ich damit eigentlich sagen wollte: Seid selbstbewusst genug, euren eigenen Weg zu finden. Seid euch bewusst, wie wertvoll ihr seid! Und habt den Mut zur Individualität.

https://pixabay.com Pixabay, Lizenz: CC0 Public Domain

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Da ich mich mal wieder nicht anpassen mag und es sich für mich so richtig anfühlt, bleibt es hier wohl „nur“ beim Modell Herzblut. Ich habe auch schon wieder viel mehr Ideen als Zeit. Also mal sehen, wohin mich mein Weg noch führt. Habt Spaß beim Bloggen, denn darauf kommt es an! :)

Blogtour zu „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch: Interview

Heute begrüße ich euch im Rahmen der Feuerstimmen-Blogtour bei mir! Nachdem es gestern im Filmtheaterlesesaal um Geschlechterrollen in der Fantasyliteratur ging, darf ich nun Christoph Hardebusch ein paar Fragen stellen …

© Casjen Klosterhuis

© Casjen Klosterhuis

Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in München.

 


Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Als Erzähler. Das ist, was sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht.

Und wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Nicht sehr aufregend, muss ich gestehen. Aufstehen, Frühstücken, frisch machen, arbeiten. Und auch wenn dabei Phantasiewelten entstehen, von außen ist die Arbeit vor allem vor dem Computer sitzen und in die Tasten hauen.

Herrscht auf Deinem Schreibtisch eher Chaos oder Ordnung?

Da ich ihn mit zwei Katzen teile und dementsprechend wenig Platz ist, eher Ordnung. Das Chaos wandert auf und in Büroschränke, Regale und oft genug den Boden.

Mit „Feuerstimmen“ kehrst Du nach einem Ausflug ins Historische (Die eiserne Krone) wieder zur klassischen Fantasy zurück. Was schätzt Du an dem Genre?

Fantasy ist seit ich lesen kann Teil meines Lebens. Als ich mit dem Schreiben begann, war es nur natürlich, dass ich bei ihr gelandet bin. Sowohl als Leser als auch als Autor schätze ich die Weite, die Offenheit, diese grenzenlose Kreativität, die man in ihr ausleben kann.

Wie ist die Welt, in der Dein neuer Roman spielt, aufgebaut?

Nach Ausflügen in verschiedene andere Gefilde, kehre ich jetzt wieder zur klassischen Fantasy zurück. Eine magische Welt, deren Besonderheit jedoch ihre Verbundenheit mit der Macht der Musik ist. Harmonie spielt in ihr eine große Rolle …

Verrätst Du uns etwas über die Hauptfiguren?

Die Geschichte wird aus der Sicht zweier Figuren erzählt, die sich wie in einem Duett abwechseln. Da wäre der Barde Aidan, der vor einer dunklen Vergangenheit flieht, und die junge Königin Elena, die von großer Sorge um die ihr anvertrauten Menschen umgetrieben wird. Sie sind sehr unterschiedlich, und natürlich macht dies einen Reiz bei ihrem Zusammentreffen aus.

Ein zentrales und für mich sehr reizvolles Thema sind die Barden. Hast Du zu ihnen einen besonderen Bezug oder mussten sie aus Gründen einfach in die Geschichte?

Musik ist in der Fantasy ja durchaus ein klassisches Thema, und durch die Zusammenarbeit mit Van Canto, einer a capella Band, bot es sich an, dieses aufzugreifen und in den Mittelpunkt zu stellen.

Gibt es eine Figur oder Szene, die Dir besonders nah ist?

Natürlich gibt es Szenen, die während des Schreibens sehr intensiv sind. Ich kann allerdings schlecht auf sie verweisen, ohne wichtige Ereignisse vorwegzunehmen. Bei den Figuren ist es einfach: Durch die Konzentration auf Aidan und Elena sind mir die beiden sehr ans Herz gewachsen. Sie sind sehr unterschiedlich, aber natürlich macht gerade das den Reiz aus, und zu erzählen, wie ihre Wege miteinander verflochten sind, war sehr schön.

Von der ersten Idee zum Buch: Wie lange hast Du daran gearbeitet und welche Klippen galt es dabei zu umschiffen?

Irgendwo zwischen anderthalb und zwei Jahren. Da der Roman in der engen Zusammenarbeit mit Van Canto entstanden ist, war vieles für mich, beziehungsweise uns Neuland. Damit meine ich nicht die ganzen Fragen, die hinter den Kulissen geklärt werden mussten, und für die wir zum Glück mit Piper und edel offene und hilfsbereite Partner hatten – das ist ein eigenes Thema! -, sondern in der direkten kreativen Zusammenarbeit. Wir standen durchgehend in regem Austausch, damit dieses Projekt so werden konnte, wie es unseren Visionen entsprach.

War von Anfang an geplant, daraus ein Multimedia-Projekt zu machen?

Ja, das Buch wurde von der ersten Idee an mit Van Canto entwickelt, so wie das Album auch in Zusammenarbeit mit mir entstanden ist. Alles andere hätte für uns keinen Sinn ergeben.

Wie war die Zusammenarbeit mit der Metal-A-Capella-Band Van Canto und inwieweit habt ihr euch gegenseitig inspiriert?

Es war absolut phantastisch. Es klingt so nach Klischee, aber bei der Freisetzung der kreativen Energien ist etwas entstanden, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Wir haben die ganze Zeit bis ins Detail zusammengearbeitet, uns zusammengesetzt und beraten, uns gegenseitig inspirieren und anregen lassen. Ich bin Van Canto sehr dankbar, auch meine eigene Arbeit auf diese Weise neu entdecken zu können.

Was bedeutet Dir Musik? Und welche Vorlieben hast Du da?

Mir persönlich ist Musik sehr wichtig. Auch beim Schreiben läuft eigentlich immer Musik – meist Soundtracks. Mein Musikgeschmack ist sehr breit, und worauf ich Lust habe, hängt immer auch von Augenblick und Stimmung ab. Man findet mich eigentlich in jedem Jahr einige Male in der Oper, aber auch auf Festivals und Konzerten der härteren Gangart. Ähnlich wie bei der Lektüre schränke ich mich ungern ein; wenn mir etwas gefällt, dann gefällt es mir eben, das Genre ist dabei nicht wichtig.

Was war bisher Dein schönstes Erlebnis als Autor?

Da gibt es so viele. Man vergisst manchmal im Schreiballtag, wie großartig der eigene Beruf ist. Wenn man ein neues Buch zum ersten Mal in der Hand hält. Die Stille bei einer Lesung, bevor man den ersten Satz sagt. Ein nettes Wort, eine nette Email.

Welche Autoren-Macken hast Du?

Es gibt eine Handvoll Vertipper, die mir immer wieder unterlaufen. Inzwischen habe ich dafür Autokorrekturen, so weiß mein Rechner, dass ich nicht nciht schreiben wollte …

Gibt es ähnliche Figuren-Typen, die sich durch deine Geschichten ziehen?

Ich versuche eigentlich, Abwechslung in meine Bücher zu bringen. Nicht nur um meiner Leser/innen willen, sondern auch um meinetwillen. Aber ich denke, dass meine Figuren sich allgemein oft im grauen Spektrum des Seins bewegen; wenn ich etwas versuche, dann vielschichtige Charaktere zu schreiben.

Was liebst Du am Schreiben – und was magst Du nicht so?

Die Freiheit. Sowohl im kreativen Sinn, als auch beruflich. Und schwierig ist … die Freiheit. Es fällt mir manchmal schwer, Strukturen zu schaffen, die ein Unterfangen wie ein Fantasyroman aber benötigt.

Schreibst Du inzwischen anders als vor einigen Jahren?

Ich denke schon. Aber ich fürchte, das Urteil darüber liegt bei den Leser/innen.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich möchte meine Leser/innen unterhalten. Eine spannende Geschichte erzählen. Natürlich fließt meine Sicht auf die Welt in meine Romane ein, und ebenso natürlich freue ich mich, sollte ich hier und da einen Denkanstoß liefern. Aber ich sehe mich nicht als Lehrer; denken muss jede/r für sich selbst.

Was liest Du selbst gern?

Quer durch den Garten. Fantasy, klar, Science Fiction, generell Phantastik. Aber auch historische Romane, den einen oder anderen Krimi. Ich mag Bücher aus anderen Kulturkreisen, die mir ein kleines Fenster in eine mir fremde Welt öffnen. Und sehr viele Sach- und Fachbücher, das bringt die Recherche mit sich, was aber meinen Interessen sehr entgegen kommt.

Woran arbeitest Du gerade?

Wieder Fantasy, aber etwas umfangreicher als „Feuerstimmen“, vor einem der Antike nachempfundenen Hintergrund. Ein sehr altes Projekt, an dem ich schon vor dem ersten Troll-Band gearbeitet habe, und das sich weiter und weiter entwickelt hat und jetzt endlich in Worte gefasst werden kann.

Herzlichen Dank für das Interview – ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg! :)

Ich habe zu danken!


Gewinnspiel!

Am Ende der Blogtour werden unter allen TeilnehmerInnen 5x je eine Ausgabe von „Feuerstimmen“ verlost. Ab dem 28.03. erfolgt die Auslosung der Gewinner/innen, die per Mail benachrichtigt und auf den teilnehmenden Blogs bekannt gegeben werden.
Um teilzunehmen, beantwortet mir als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse folgende Frage:

Welche Rolle spielt Musik in eurem Leben?

Das Kleingedruckte:
Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten. Hinterlasse uns eine Möglichkeit (E-Mail etc.), um Dich nach dem Gewinnspiel zu kontaktieren. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist nur innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz möglich. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Wir übernehmen keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg.
Das Gewinnspiel endet am 27. März 2016 um 23:59 Uhr.

blogtour-feuerstimmen


Links:

Auf Fantastische Bücherwelt rezensierte Romane von Christoph Hardebusch:

  • Die Werwölfe (Rezi)
  • Feuerstimmen (Rezi)
  • Smart Magic (Rezi)
  • Sturmwelten 1 (Rezi)
  • Sturmwelten 2: Unter schwarzen Segeln (Rezi)
  • Sturmwelten 3: Jenseits der Drachenküste (Rezi)

Die einzelnen Stationen dieser Blogtour findet ihr in der Ankündigung.
Viel Glück bei der Verlosung – und hoffentlich hat euch unsere Reise mit den Feuerstimmen gefallen! Nach der großartigen Lesung auf der Leipziger Buchmesse, über die Susanne von Literaturschock auch hier berichtet hat, muss ich mir ganz unbedingt noch das Hörbuch kaufen. Vor allem wegen der CD mit den Bardenliedern, von denen war ich ja völlig hin und weg …

Christoph Hardebusch – Feuerstimmen

Erscheinungsjahr: 2016
Gelesen im März 2016
Autorenseite
Verlag: Piper

Rezension

Nach Jahrhunderten erwacht der fünfte Drache – ein Geschöpf der Finsternis, das die Welt unterwerfen will. Seine Macht wächst im Verborgenen und zeigt sich den Menschen erst spät. Die junge Königin Elena versucht alles, um ihr Volk zu retten, und doch ist es der Barde Aidan, der im Kampf gegen den Drachen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Wenn er die Vergangenheit hinter sich lassen und seiner besonderen Gabe vertrauen kann …

Der Prolog erzählt von den fünf Drachen und der zerbrochenen Harmonie, von überdauernden Liedern und einer Stimme aus Feuer, die zu den Herzen der Sterblichen singt. Denn was schläft, kann mit all seinen Schrecken wieder erwachen. Dieser mystische Einstieg hat mich nicht nur gefesselt, sondern auch unheimlich neugierig gemacht. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft werden hier noch um das verbindende und ausgleichende Element der Harmonie ergänzt, ohne das die Welt zerstört werden würde. Mir hat auch die Vorstellung gefallen, dass jedes Element von einem Drachen verkörpert wird.

Aidan stand mir schnell nah, was sicherlich auch an seiner tragischen Vergangenheit liegt. Ein begabter Barde, der keiner mehr sein will, weil er große Schuld auf sich geladen hat und an dieser Last fast zerbrochen ist. Er ist nicht um Worte verlegen und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen, der auch mal respektlos sein kann. Aidan ist gleichzeitig frech und nachdenklich, eine reizvolle Mischung.

Aber er wäre nichts ohne seinen besten Freund Revus, der ihn mitgeschleift hat, als er voller Verzweiflung und Schuldgefühle war. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, über die Jahre gewachsen und gereift. Revus kann man einfach nur mögen, so unverbrüchlich wie er an der Seite seines Freundes steht.

Elena mochte ich auch, aber der Zugang zu ihr ist mir etwas schwerer gefallen, weil sie für meinen Geschmack manchmal zu perfekt war. Das wurde erst besser, als sie weniger „königlich“ reagiert hat und ich andere Seiten von ihr kennenlernen konnte. Als sie Gefühle zeigte und dadurch für mich zugänglicher wurde.

Das zentrale Thema der Musik hat mich beeindruckt – ein roter Faden, der alles miteinander verbindet und verschiedene Facetten bietet. Lieder, die sich durch das ganze Buch ziehen, mal mit Texten und mal mit der Beschreibung von Gefühlen, Gesängen und Harmonien. Manchmal magisch, manchmal unterhaltend. Sie summen in mir und lassen mich nach der Melodie suchen. Dazu kommen dann noch die Barden selbst, die mich generell reizen und in dieser Geschichte voll erwischt haben. So sehr, dass ich nicht genug von ihnen bekommen kann und mich insgeheim frage, wie wohl der Lebensweg einiger anderer Barden aussehen könnte.

„Feuerstimmen“ war für mich eine sehr fesselnde, magische und stimmungsvolle Lektüre, die mich mit einer abwechslungsreichen Mischung begeistern konnte. Die Musik wurde auf vielfältige Weise eingebunden, es gab wunderbar mitreißende Kampfszenen und eine Liebesgeschichte, die den Roman nicht dominiert hat, obwohl sie wichtig war. Mir hat gefallen, dass die Freundschaft zwischen Aidan und Revus keinen geringeren Stellenwert hatte und mich auch genauso berühren konnte.

Mehr Musik zum Multimedia-Projekt:

  • Hörbuch (3 MP3-CDs) plus 1 Audio-CD mit 18 Bardenliedern
  • Konzeptalbum „Voices of Fire“ von Van Canto

[Ankündigung] Blogtour zu „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch

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Morgen beginnt die Feuerstimmen-Blogtour, auf die ich mich schon sehr freue! Nicht nur, weil mich die Geschichte gefesselt hat, sondern auch weil ich die Mischung der abwechslungsreichen Themen als gelungen empfinde und schon gespannt auf die Beiträge bin.

Worum geht es in dem Buch?

Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen war: die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte – den Gesang der Magie …

Ablauf der Blogtour:

Zu gewinnen gibt es auch etwas! Am Ende der Blogtour werden 5x je eine Ausgabe von „Feuerstimmen“ verlost.

Übrigens startet am 15. April eine autorenbegleitete Leserunde auf leserunden.de – da könnt ihr das Buch dann in netter Begleitung lesen und darüber diskutieren.

Überraschungspost: Von Wundern, Schneeelfen und einer verfrorenen Eule!

Als mir am Freitag in der Postfiliale statt des angekündigten Katalogs ein riesiges Päckchen in die Hand gedrückt wurde, habe ich nicht schlecht gestaunt und war natürlich total neugierig, was mir die liebe Suse von Literaturschock da geschickt hat. Zuhause angekommen wurde natürlich gleich als erstes ausgepackt! Die Neugier und so, ihr kennt das doch sicher …

Überraschungspost

Auf der Karte stand mehr über die Überraschung und den Grund dafür: Das Debüt einer jungen Autorin, das Suse vor allem mit seiner Sprache und den tollen Ideen umgehauen hat. Dadurch entstand der Herzenswunsch, dieses Buch in die Welt zu tragen, um ganz viele Leser*innen zu finden. Den Herzenswunsch kann ich natürlich unheimlich gut nachvollziehen, immerhin gibt es auch so einige Bücher/Autoren, denen ich viel mehr Leser wünsche. Die Literaturschock-Goodie-Bag ist eine geniale Idee, die mit viel Liebe umgesetzt wurde!

Literaturschock-Goodie-Bag

Die Bag ist nicht nur ein toller Hingucker, sondern auch praktisch – man kann sie sowohl über die Schulter tragen als auch wie einen Rucksack. Und dann der Inhalt! Als erstes hüpfte mir die verfrorene Eule in die Hand, sooo niedlich! Eigentlich ein Türstopper, aber auch als Buchstütze einsetzbar. Meine möchte aber wohl einfach in meinen Regalen hin und her hüpfen bzw. fliegen und die Elfen ein wenig aufmischen. ;)

Eule

Danach folgte das Herzensbuch: „Schnee Elfen Herz“ von Sanja Schwarz.

Inhalt:

Weiß wie Schnee, rot wie Blut: Mitten in der Nacht wird Sira von einer wispernden Stimme in den Wald gelockt. Dort trifft sie auf Turak, den Sohn des Schneeelfenkönigs, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Von ihm erfährt sie, dass sie selbst halb Mensch, halb Elfe ist. Noch ahnt Sira nicht, dass sie die Einzige ist, die Turak vor dem sicheren Tod retten kann, denn im Elfenreich herrscht Krieg. Und Turaks erbittertster Feind hat bereits einen teuflischen Plan geschmiedet.

Bis jetzt sagte mir der Titel nichts, allerdings hatte ich in den letzten Wochen auch nicht wirklich die Muße zum Stöbern. Auf jeden Fall reizen mich Schneeelfen immer, weil ich Schnee und Elfen ja sehr mag. Die Beschreibung weckt meine Neugier und ich bin gespannt auf die Figuren und darauf, wie sich die Geschichte entwickelt. Habt ihr das Buch vielleicht schon gelesen?

eule-karte-buch

Und dann steckten in der Tasche auch noch viele Leckereien! Vegane Schokolade, Kekse, ein Energy Drink und Zaubertrunk-Tee, über den ich mich besonders gefreut habe (die „magischen“ Teesorten von Sonnentor trinke ich sehr gern, nur hatte ich irgendwie keinen mehr). Also wirklich alles, um es sich gemütlich zu machen und mal wieder eine Nacht durchzulesen. Und Lesezeichen gab es auch noch. :)

ausgepackt

Es fühlte sich an, als hätte ich Geburtstag und würde das Geschenk von jemandem auspacken, der mich gut kennt! Das war also eine Überraschung, die komplett meinen Geschmack getroffen und mir eine riesige Freude bereitet hat. Mal ganz davon abgesehen, dass ich so das Schneeelfenbuch nicht verpasst habe … Noch mal ganz lieben Dank, Suse! :D

Übrigens hatte die Shelly-Katze noch unheimlich viel Spaß mit dem Karton, der sorgfältig inspiziert, beschnuppert und rund gekuschelt werden musste. Sie arbeitet noch dran … Und ich bin froh, dass sie nicht die Eule für sich vereinnahmt hat!

shellykarton

Schätze zu Büchern!

Vielleicht bin ich ja ein kleiner Lesedrache, denn ich hüte meine Schätze zu Büchern sorgsam und freue mich riesig über sie. Immer wieder. :) Ich gewinne ja eher selten etwas, aber wenn, dann ist es oft etwas Besonderes. Aber am Besten zeige ich euch meine Schätze einfach …

Da wäre das beim „Durch alle Zeiten“-Lese-Event verloste Fan-Paket, ein richtiges Schatzkästchen! Die Drachenkralle habe ich sogar schon mal getragen, als etwas Drachenkraft nicht schaden konnte.

durch alle zeiten

Meine ganz persönliche Trost-Heidefee bekam ich geschenkt, weil in der Weltennebel-Trilogie von Aileen P. Roberts so einige Lieblingsfiguren von mir abgemurkst wurden und ich die Heidefeen so mochte. Die war im Dezember sogar mit in Hamburg und auch auf zwei Konzerten. Klammheimlich.

heidefee

Bei der Blogtour zu „Sommerkuss“ von Fabienne Siegmund habe ich tatsächlich das von mir heiß ersehnte Gerümpelrunen-Starter-Set gewonnen. Auf dem Bild sind auch schon ein paar eigene Gerümpelrunen dabei, ich sammele fleißig …

Gerümpelrunen

Bei Diandra Linnemann habe ich bei „Wider das Sommerloch“ unter anderem einen handgemachten Pentagramm-Kranz gewonnen – so einer wie auf den Buchcovern, mit Wunsch-Design. Der ist bei mir ja genau richtig! :) Ich hatte mich thematisch für Grün und Herbst entschieden:

Hexenkranz

Und dann sind da noch zwei Becher! Die Weltennebel-Tasse rechts habe ich gewonnen, während ich mir den Thermobecher links gekauft habe. Musste ich einfach, wegen hochgradiger Begeisterung. Der war sogar schon mit auf Arbeit, und im März fährt er mit nach Leipzig.

tassen

Das waren sie, meine Schätze zu Büchern. Habt ihr auch welche?

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Lesungen auf YouTube:

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