Willkommen in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

Meine Rezensionen erscheinen auch bei:
Amazon
goodreads
LovelyBooks
Qindie

Auf dem Lesetisch:
  • Testlesebuch ;)
  • Jane Urquhart - Die Ballonfahrerin
  • Andrea "Nebel" Haugen - Die alten Feuer von Midgard

Avallyn_Nebelelfen

Leser-Navi mit Herz: Bücherblogs

Archiv

Online
Blog-Verzeichnis

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogverzeichnis
Bloggeramt.de
Blogverzeichnis
Blog Suche
Blog Verzeichnis
tauschen

Aileen P. Roberts – Der letzte Drache (Weltenmagie 1)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im November 2014
Verlagsseite
Autorenseite

Rezension

Am 25. Geburtstag von Prinz Kayne zeigt sich, dass er kein rechtmäßiger Thronerbe von Albany ist, weil die Drachen ihm die Weihe zur Unsterblichkeit verweigern. Die schon lange existierenden Zweifel an seiner Abstammung waren also berechtigt und sein Vater ist nicht Darian von Northcliff, sondern der Zauberer Samukal, der einst Dämonen beschworen hat.

Kayne will sich allein aus der Burg schleichen, doch dabei hat er die Rechnung ohne seine Freunde, die Nebelhexen Leána und Siah sowie Toran von Northcliff, gemacht. Zusammen reisen sie durch Albany und entdecken ein magisches Portal in unsere Welt, das sie in die schottischen Highlands führt. Dort begegnen sie unter anderem dem geheimnisvollen Rob, der Leána fasziniert und den etwas mit Albany verbindet …

Der Prolog hat mich gleich voll erwischt, weil er sowohl meine mystische als auch meine tragische Seite anspricht. Auf eine sehr stimmungsvolle Weise, die zum Spekulieren einlädt und mich sehr berührt hat. Der Wechsel zum 1. Kapitel hat sich dann ein wenig wie ein Bruch angefühlt, einfach weil es eine ganz andere Atmosphäre war, die mich aber trotzdem überzeugt hat. Ich konnte mich leicht in die “eigentliche” Geschichte fallen lassen und mitfiebern, hatte dabei aber immer noch den wunderbaren Prolog im Hinterkopf und war auf der Suche nach Verbindungen.

Die Weltenmagie-Reihe spielt ungefähr 20 Jahre nach der Weltennebel-Trilogie, die ich ja sehr mag. Daher habe ich mich natürlich gefragt, ob es Aileen P. Roberts schafft, mich mit den Hauptfiguren in Weltenmagie auch wieder so intensiv zu erwischen. Es war ein ganz klein wenig durchwachsener, denn mit einer von ihnen bin ich nicht so wirklich warm geworden. Dafür gab es aber auch Hauptfiguren, die mich gleich angesprungen haben – und auch Nebenfiguren …

Es gab tatsächlich wieder einen Dunkelelfen, der mich fasziniert hat, auch wenn er etwas undurchsichtig und nicht immer nett ist. Aber er hat mich zum Grinsen gebracht und sich irgendwie in mein Herz geschlichen. Es wird sich noch zeigen, ob das gut oder schlecht ist … Meine absolute Lieblingsfigur ist aber Kayne, sicherlich auch wegen seiner tragischen Seite, aber nicht nur. Es gab ein paar Szenen, bei denen ich ihn am liebsten umarmt und etwas getröstet hätte – und das ist etwas, was mir nicht allzu oft passiert.

Und wo ich gerade bei Kayne bin … Ich hätte gerne etwas mehr über seine Magie bzw. darüber, wie er sie erlernt hat, erfahren. Das ist mir zu kurz gekommen, aber vielleicht musste das ja aus dramaturgischen Gründen noch warten – ich hoffe da einfach mal auf die nächsten Bände. ;) Möglicherweise ist mir das besonders aufgefallen, weil es in unserer Welt kaum magische Wesen gibt und mich Albany da doch sehr verwöhnt hat. Ich litt da also auch ein wenig an Heidefee-Entzug. *g*

Es gab auch eine Phase, in der mir die humorvollen Ereignisse aufgrund der fremden Kultur etwas zu viel waren. Das hat zwar gepasst und trifft ganz sicher den Geschmack von vielen Lesern, jedoch nicht so sehr meinen ganz persönlichen Humor. Der hatte dafür an anderen Stellen seinen Spaß. Und die Geschichte entwickelte sich dann ja schnell in eine andere Richtung weiter, die mich wieder voll überzeugen konnte.

“Der letzte Drache” war für mich eine spannende und gleichzeitig sehr emotionale Lektüre, die mich auch mit einem Ereignis konfrontiert hat, an dem ich ganz schön zu knabbern hatte. Eine berührende Geschichte mit tollen Ideen und viel Platz für Spekulationen, die bei mir für wunderbares Kopfkino gesorgt hat. Ich habe mich über das Wiedersehen mit einigen lieb gewonnenen Figuren gefreut, es konnten sich aber auch ein paar neue in mein Herz schleichen. Und natürlich bin ich extrem neugierig, wie es im 2. Teil “Das vergessene Reich” weitergeht! :)

Weltenmagie 1

Manuel Charisius – Weltenlied (Saga der Zwölf 1)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Oktober 2014
Autorenseite

Rezension

Der 14-jährige Léun wird von einem Löwen angefallen und zerfleischt, doch er erwacht unverletzt und trägt fortan den Löwen Káor in sich. Er kann sich in diesen verwandeln, hat das aber nicht unter Kontrolle. Zusammen mit dem Waldhüter Héranon und seinem besten Freund Arrec macht er sich auf die Suche nach einem Weisen, der ihn den Umgang mit seiner Gabe lehren kann.

Zeitgleich wird der junge Steppenläufer Ríyuu von seinem Stammesführer aus der Zeltstadt Wáhiipa verstoßen und darf erst zurückkehren, wenn er die ihm gestellte Aufgabe erfüllt hat. Und dann ist da noch Prinz Gúrguar, Erbe des Throns von Düsterland, der im Auftrag seines Vaters nach einer besonderen Flöte sucht und sie um jeden Preis in seinen Besitz bringen will. Denn wer die Flöte des Yleriánt spielt, kann die Welt verändern …

Die Geschichte konnte mich mit ihren stimmungsvollen Beschreibungen und geheimnisvollen Andeutungen schnell einfangen, dazu kamen noch spannende Figuren und eine abwechslungsreiche Welt, die es zu entdecken gab. Ich war neugierig darauf, mehr über die Zusammenhänge zu erfahren – und natürlich über die Figuren, die mich erwischt hatten.

Ich fühlte mich mitten in der Geschichten, weil alles so nah auf mich wirkte und mein Kopfkino beeindruckende Bilder produziert hat. Viele davon! Mir hat gefallen, wie gut man die einzelnen Figuren und die verschiedenen Kulturen kennenlernt. Es wird sich Zeit dafür genommen und nicht gleich “losgestürmt”, so dass man ein Gefühl für die verschiedenen Lebensweisen aufbauen kann. Beeindruckt haben mich auch die sensibel und liebevoll beschriebenen Beziehungen, die mich sehr berührt haben.

Es gab so einige Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Mit einer von ihnen hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, aber durch die Entwicklung in der Geschichte konnte sie mich dann doch noch sehr für sich einnehmen. Es gab Figuren, die ich als sehr spannend oder faszinierend oder einfach nur sympathisch empfand. Und welche, die mich gleich voll erwischt haben – zum Beispiel Héranon, der Waldhüter. Er hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und reizt mich auch durch die Kombination aus Wissen und Geheimnissen. Darum habe ich hier auch mindestens vier Lieblingsfiguren …

Die Flöte des Yleriánt nimmt in diesem Roman eine sehr wichtige Rolle ein und passend dazu ist das Buch nicht in Kapitel, sondern in Strophen und Zwischenspiele aufgeteilt. Es lohnt sich, diese Geschichte aufmerksam zu lesen, weil man sie dann auf einer tieferen Ebene verfolgen kann. Es gab so einige Anhaltspunkte und eingestreute Informationen, die meine grauen Zellen zum Rotieren gebracht haben. Daher hatte ich auch viel Spaß beim Spekulieren, denn ich werde als Leser auch gerne gefordert und mag es, wenn mir nicht alles wie auf einem Silbertablett präsentiert und erklärt wird.

“Weltenlied” war für mich eine sehr spannende, emotionale und abwechslungsreiche Lektüre, die mich mit vielen Bildern und Eindrücken zurückgelassen hat. Eine berührende Geschichte, die neugierig auf die weiteren Bände macht! Die Reihe wird wahrscheinlich aus drei bis maximal fünf Bänden bestehen – und wenn ich Glück habe, wird es vielleicht auch über Héranon noch einiges zu lesen geben, der kam mir am Ende des Romans ja ein wenig zu kurz. Nicht nur weil ich ihn sehr mag, sondern auch aufgrund bestimmter Ereignisse, über die ich hier aus dramaturgischen Gründen schweige. ;)

Und natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn ich “Weltenlied” irgendwann in mein Papierbuch-Regal stellen könnte, zur Zeit ist es ja nur als eBook erhältlich …

Weltenlied

Qindie (Hrsg.) – Moorgeboren

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Oktober 2014
Buchseite

Rezension

Christin reist für ein verlängertes Wochenende ins Dartmoor, um sich einen Traum zu erfüllen: Seit sie den Film “Der Hund von Baskerville” gesehen hat, möchte sie einmal in so einem Schloss Urlaub machen. Ihr Ziel ist Bovey Castle, das sie in dichtem Nebel eingehüllt erwartet. Christin lässt sich nicht entmutigen und bricht trotzdem zu einem Spaziergang auf, bei dem sie von einem Hotelpagen begleitet wird, damit sie sich nicht im Moor verirrt. Als ihre Begleitung verschwindet, das Licht der Taschenlampe erlischt und ein unheimlicher Schrei ertönt, gerät Christin in Panik. Doch das ist erst der Anfang …

Im ersten Kapitel lernen wir Aimee kennen, die über alte Riten und ein jährliches Opfer nachdenkt. Früher haben sich die Menschen widerspruchslos gefügt, doch heute weiß kaum noch jemand von diesem Ritual. Trotzdem findet der Tod in Gestalt eines uralten Wesens jedes Jahr sein Opfer. Während Christin keine Ahnung davon hat, woran sie geraten ist, weiß die kämpferische Aimee da also mehr.

Alte Riten und ein uraltes Wesen machen mich natürlich neugierig, allerdings hat auch die dichte Atmosphäre dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Ich habe mich anfangs entspannt und war gleichzeitig auf der Hut, denn im Moor konnte einem ja alles mögliche begegnen … Dann wurde es mystisch und kurz darauf auch richtig unheimlich, da war es dann mit der Entspannung vorbei! Ich war ganz kribbelig und verfolgte gebannt das weitere Geschehen.

Die Geschichte hat mich nicht nur mitgerissen, sondern mir auch so einige Schauer über den Rücken gejagt. Manche Szenen waren gruselig, aber nicht blutig-Horror-gruselig, sondern mehr wie ein Schauerroman. Gut für mich, denn ich mag es schaurig, aber nicht zu blutig und detailliert-brutal. Außerdem wurde die Geschichte durch den immer wieder durchblitzenden Humor aufgelockert. Eine Einladung zu einem Spaziergang ins Moor würde ich in nächster Zeit aber doch ablehnen. ;)

Diese Geschichte ist durch ein Mitschreibprojekt von Qindie entstanden, man merkt dem Text aber nicht an, dass verschiedene Autoren beteiligt waren. Er wirkt flüssig, rund und zusammengehörend – wie aus einer Hand. Mit dem Erlös wird übrigens ein verbessertes Webdesign finanziert.

Moorgeboren war für mich eine sehr stimmungsvolle Lektüre, die mir mal wieder gezeigt hat, dass ich Schauerromane mag. Mir hat die mystische Seite mit den verschiedenen Wesen sehr gefallen, aber auch die sich stetig steigernde Spannung inkl. einiger Gänsehaut-Momente.
Und dann hat mich das Ende mit spannend-mystischen Andeutungen noch voll erwischt! Ich hätte sooo gern eine Fortsetzung …

Moorgeboren

Neuigkeiten!

Ihr Lieben,

dem einen oder anderen ist es sicherlich schon aufgefallen, aber nun noch ganz offiziell: Ich habe einen neuen Header! Ich war schon länger auf der Suche, was aber schwierig war, solange ich nicht genau wusste, was ich wollte. Es sollte nicht zu allgemein sein und zu mir passen. Aber sonst? Hmmm … Als ich beim Stöbern bei Fotolia jedoch über diese Fee stolperte, wusste ich einfach, dass das passt. Warum?

  • Fantasy und Bücher!
  • Die Fee ist genauso in ihr Buch vertieft wie ich in gute Geschichten.
  • Die Fee liest in meiner Lieblingsleseposition.
  • Sie wirkt glücklich und begeistert!
  • Die Fee hat etwas verträumtes, was auch gut zu mir passt. Allein schon, weil ich oft intensiv von Büchern, Geschichten und Figuren träume.
  • Dazu dann noch der Kommentar von meiner Trost-Heidefee: Das ist natürlich eine Heidefee! (Die nur auf einem Baum liegt, weil sie gern im Schatten liest. Natürlich. *g*)

Hoffentlich gefällt er euch auch so gut wie mir! :)

Banner

Und es gibt noch eine weitere Neuigkeit: Auch in diesem Jahr wird es einen fantastischen Adventskalender geben! Die ersten Zusagen sind schon da und ich bin gespannt auf das Ergebnis. Das wird wieder eine bunte Mischung, genau so wie ich es mag. Ich freue mich riesig darüber, dass sich tatsächlich Autoren finden, die jedes Mal mitmachen mögen (immerhin ist es schon die 4. Runde). Aber genauso über später entdeckte Autoren und ganz neue Gesichter. Lieben Dank an alle, die sich beteiligen!

Hach, das wird spannend! Und etwas Schönes für ein Gewinnspiel werde ich sicherlich auch noch finden. ;)

fantastischer Adventskalender 2014

Blogtour zu “Der letzte Drache” von Aileen P. Roberts

Heute hält die Blogtour zum ersten Teil der Weltenmagie-Trilogie von Aileen P. Roberts bei mir und ich darf ein Interview mit der Autorin führen. Das hatte ich schon länger vor, aber irgendwie ist es nie dazu gekommen. Also ist JETZT wohl einfach der richtige Moment dafür! :) Vielleicht ja auch, weil ich gerade “Der letzte Drache” lese und schon wieder völlig in der magischen Geschichte abgetaucht bin. Ich liebe ja die Weltennebel-Trilogie, aber die Chancen stehen gut, dass mich auch Weltenmagie begeistert. Vielleicht habe ich ja auch Glück und es überleben ein paar meiner Lieblingsfiguren. *g*

Oooh jeeh, das wird nix!
Meine Güte … Horac, bist du das?
Oooh jeeh, das Augenlicht schwindet auch schon!
Neeein, hier ist es nur dunkel.
Oooh jeeh, kein Geld für Strom … Das wird nix!
Neeein, das ist nur gemütlicher. Schau, da drüben brennt eine Kerze.
Oooh jeeh, eine blaue Kerze? Kein Geld für ordentliche Kerzen … Das wird nix!
Das ist eine blaue Meditationskerze. Hat mir Tagilis letzte Woche gegeben …
Oooh jeeh, nicht nur das Augenlicht schwindet, sondern auch der Geist.
Hmpfn.
Oooh jeeh, gefolgt von der Sprache …
Horac! Ich bin nicht verwirrt!
Oooh jeeh, das sagen sie alle … Das wird nix!
Oooh jeeh! Schnell zum Interview …

© Aileen P. Roberts

 
Ich wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Aileen P. Roberts ist mein Pseudonym, in Wirklichkeit heisse ich Claudia Lössl. Nach zahllosen Umwegen und einer abgebrochenen Banklehre (das war wirklich nicht mein Ding!) studierte ich Sozialpädagogik und arbeitete später auch als Reitlehrerin und Reitpädagogin.

Mit 19 Jahren reiste ich zum ersten Mal nach Schottland und entdeckte dort meine keltische Seele. Ich glaube, ich wollte niemals etwas anderes, als mit Pferden umgehen, Bücher schreiben und in Schottland leben – seit Herbst 2013 habe ich mir diesen Traum erfüllt.
 
 

Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Humorvoll, chaotisch, fantasievoll, manchmal stur.

Wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Was bitte ist ein normaler Tag??
Einen „normalen“ oder geregelten Tag gibt es bei mir eigentlich nicht. Kommt immer drauf an, an welchen Tagen die Kleine in den Kindergarten geht (momentan nur 3), an diesen Tagen setze ich mich so bald es geht an den Computer und schreibe, und immer dann wenn sie schläft. Erst eine Tasse Tee, dann einen Kaffee oder umgekehrt  . Entweder ich habe einen ganzen Tag zum Schreiben (selten) oder ich muss nachmittags Reitstunden geben, oder ich muss mich um die Pferde kümmern, unser junges Pferd reite ich gerade selbst ein.
Kind abholen, oder sie war ohnehin schon im Stall dabei. Abendessen (Mittagessen vergesse ich in der Regel *g*). Kleinen Wirbelwind ins Bett bringen, dann lesen oder fernsehen oder wenn mein Mann und ich uns noch aufraffen können, noch ein bisschen schreiben. Wie ihr seht, jeder Tag ist anders … Zwischendrin Leserunden, Facebook etc. – manchmal wünschte ich, der Tage hätte sehr viel mehr als 24 Stunden …

Wenn Du Dir einen perfekten Tag wünschen könntest, wie sähe dieser aus und wo würdest Du ihn verbringen?

Das Töchterlein schläft ausnahmsweise mal bis halb 9, gemütliches Frühstück mit Familie mit Blick aufs Meer in unserem Cottage in Schottland. Ausritt mit einem der Pferde, gegen Mittag anfangen zu schreiben, etwa bis zum späten Nachmittag. Pause und gemütlich Tee oder Cappuccino trinken. Abends kommen dann durch ein magisches Portal ein paar gute Freunde aus Deutschland und unsere supernetten schottischen Nachbarn, wir machen uns einen gemütlichen Abend am Kamin (bei gutem Wetter Lagerfeuer) und beobachten, wie der Mond langsam in Richtung der Äußeren Hebriden wandert … Klingt ziemlich perfekt, oder?

War von Anfang an geplant, die Geschichte Albanys in zwei Trilogien zu erzählen oder ergab sich das erst nach der Veröffentlichung von Weltennebel?

Nein, war es nicht und ich bin eigentlich auch kein großer Fan von Endlosserien, deshalb habe ich bewusst Weltennebel mit „Im Schatten der Dämonen“ abgeschlossen. Nur hatte ich das Gefühl, ich hätte in Albany noch etwas zu erzählen und habe – 3 Bücher später – gemeinsam mit einigen anderen Vorschlägen, dem Goldmann Verlag die Idee für eine Fortsetzung geschickt. Ich habe mich sehr gefreut, dass es ihnen gefallen hat. Ich habe aber bewusst versucht so zu schreiben, dass man grundsätzlich Weltenmagie lesen kann, ohne Weltennebel zu kennen. Wenn jemand wissen möchte wie alles begann, bin ich natürlich auch nicht böse. 

Weltenmagie 1

Wie leicht oder schwer ist Dir die Rückkehr nach Albany gefallen?

Sehr leicht, es war fast wie nach Hause kommen.  Mir fällt es immer sehr schwer, eine von mir entworfene Welt und vor allem die Figuren, mit denen ich viel Zeit verbracht habe, zu verlassen und so habe ich mich sehr darauf gefreut. Da es – das verrate ich jetzt schon mal – im 2. Band in eine ganze andere Welt geht, bin ich um das Schaffen einer neuen Welt jedoch auch nicht herumgekommen.

Gibt es dort eine Figur, die Dir besonders am Herzen liegt?

Schwierige Frage, auch wenn ich nicht immer zu allen nett bin, sind sie mir doch alle wichtig. Wenn ich mich entscheiden müsste, ist es vielleicht Kayne. Der junge Zauberer hat es auf Grund seiner Herkunft nicht leicht und manchmal steht er sich selbst im Weg.

Hat Dich während des Schreibens von „Der letzte Drache“ eine bestimmte Musik begleitet oder brauchst Du dazu eher Ruhe?

Nein, diesmal keine besondere Musik, außer man möchte den schottischen Wintersturm, der mich in Teil 1 begleitet hat, als Musik bezeichnen …

Wie sieht Dein Schreibtisch aus, herrscht da eher Chaos oder Ordnung?

CHAOS *räusper*

Zusammen mit Deinem Mann hast Du ja „Der Kampf der Halblinge“ geschrieben, wie seid Ihr dabei vorgegangen?

Zunächst hatten wir überlegt, dass jeder bestimmte Figuren übernimmt und dann deren Part schreibt. Das hat dann aber nicht so richtig funktioniert. Schließlich sind wir dazu übergegangen, Szenenweise zu schreiben, jeder hat die Teile des anderen gelesen und korrigiert oder ein wenig angeglichen. Natürlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten und hin und wieder hat es gekracht, aber wir haben es beide unbeschadet überlebt ;-) und könnten uns auch vorstellen, ein weiteres Buch gemeinsam zu schreiben.

Der Kampf der Halblinge

Entwickeln sich Deine Figuren auch mal ganz anders als geplant oder nehmen mehr Platz ein?

Das passiert fast jedes Mal! Manche Figuren die überleben sollten sterben „aus Versehen“, andere denen ich nur kleine Rollen zugewiesen hatte, möchten auf einmal mehr Beachtung haben. So war es diesmal bei der Dunkelelfe Jel’Akir, sie sollte eigentlich nur eine Nebenrolle bekommen und dann … na lest selbst …

Deine Geschichten spielen oft in Schottland, in ihnen spürt man auch Deine Liebe zu diesem Land. Warum gerade Schottland?

Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Seitdem ich mit 19 das erste Mal in den Highlands war, zieht es mich immer wieder dort hin. Ich persönlich glaube ja, dass man nicht nur einmal lebt. Vielleicht war ich in einem früheren Leben schon einmal dort …

Mit „Schatten über Duntulm Castle“ ist Dein erster historischer Roman erschienen. Wie aufwändig war die Recherche? Und könntest Du Dir vorstellen, weitere Bücher in diesem Genre zu schreiben?

Sagen wir mal, der erste rein historische. Bei „Der Feenturm“ stand ja Fantasy auch eher im Hintergrund. Und bei beiden Büchern war die Recherche natürlich aufwendiger als in reinen Fantasybüchern, wobei man in diesem Fall Welten entwerfen muss, was auch nicht gerade wenig Arbeit macht. Aber für Duntulm Castle und auch den Feenturm musste ich viele Fachbücher lesen, größtenteils englisch und ich habe auch die meisten Orte für meine Recherche besucht, was mir viel Spaß gemacht hat.
Für „Schatten über Duntulm Castle“ hatte ich lange Zeit keinen Verlag, deshalb habe ich es mehrfach überarbeitet und hatte so auch mehr Zeit, noch mehr geschichtliche Details zu ergänzen.
Ja, doch, historische Romane machen mir auch sehr Spaß, ich könnte mir vorstellen, wieder einen zu schreiben.

Schatten über Duntulm Castle

Gibt es in der Geschichte Schottlands eine Zeit oder eine Persönlichkeit, die Dich besonders interessiert?

Nach wie vor die Keltenzeit – und über diese Persönlichkeiten ist ja leider nichts bekannt. Ich würde zu gern wissen, wer in der alten Ruine des Brochs gelebt hat, der auf dem Hügel hinter unserem Cottage in Schottland steht. Wie haben sie gelebt, was haben sie schon damals gewusst, und was würden sie über uns denken, wenn sie uns heute sehen würden?
Natürlich gibt es auch sonst noch zahlreiche spannende Figuren, Robert the Bruce, Bonnie Prince Charlie, Maria Stewart, aber ich glaube, es sind eher diejenigen, über die noch niemand geschrieben hat, die mich interessieren.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich schreibe Bücher, die ich selbst gern lesen würde, deshalb würde es mir auch sehr schwer fallen, über etwas zu schreiben, nur weil es gerade „in“ ist.
Gerade in meinen Schottlandromanen versuche ich den Lesern zu vermitteln, dass Großbritannien mehr ist als Regen und schlechtes Essen. Beides ist weniger dramatisch als man meinen möchte. Schottland ist ein raues Land, das habe ich selbst schon häufig erlebt, aber wenn die Sonne rauskommt und das Meer zum Strahlen bringt, ist das vergessen. Es hat seine eigene Faszination und ich glaube, entweder man mag es oder eben nicht.
Außerdem glaube ich, dass in Fantasyromanen oft mehr Wahrheit steckt als man glauben möchte. Warum soll es nicht andere Welten oder Wesen geben, die die meisten mit ihren Sinnen nur nicht wahrnehmen können …

Was liest Du selbst gern?

Ich lese selbst gerne Fantasy, ab und zu historische Romane, auch mal einen Thriller oder Krimi zwischendrin.

Woran arbeitest Du gerade?

Lektorat von „Das Vergessene Reich“ und ich schreibe Teil 3 von Weltenmagie.

Herzlichen Dank für das Interview – ich wünsche Dir viel Erfolg!

Vielen Dank für das schöne Interview und euer Interesse!
 


 

GEWINNSPIEL

Im Rahmen der Blogtour könnt ihr eins von drei signierten Print-Exemplaren von “Der letzte Drache” gewinnen. Dazu müsst ihr bis zum 3. November folgende Frage als Kommentar (mit Angabe eurer eMail-Addy) beantworten:

Was verbindest du mit Schottland?

Die Gewinner werden auf der Blogtouren-Seite bekanntgegeben.
(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren. Bei Betrugsversuchen wird der Teilnehmer disqualifiziert. Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands.)

Morgen geht es dann bei Barbara mit den bisherigen Veröffentlichungen weiter! :)

[Ankündigung] Blogtour zu “Der letzte Drache” von Aileen P. Roberts

Vom 20. bis 28. Oktober findet die Blogtour zu Der letzte Drache von Aileen P. Roberts statt, bei der ich auch mit dabei bin. Ich würde mich freuen, wenn ihr die Blogtour zum ersten Teil der Weltenmagie-Trilogie verfolgt! :)

Die einzelnen Stationen:

  • 20.10.14   Bianca B.: Interview mit den Protagonisten
  • 21.10.14   Yasmin: Alles über Elfen und Dunkelelfen
  • 22.10.14   Britt: Drachen und deren Bedeutung in der Mythologie
  • 23.10.14   Michael: Die Charaktere
  • 24.10.14   Marny: Autoreninterview
  • 25.10.14   Barbara: Bisherige Veröffentlichungen
  • 26.10.14   Carina: Schottland mit seinen Sitten und Bräuchen
  • 27.10.14   Yagmur: Die Handlungsorte
  • 28.10.14   Bianca L.: Schottische Sagen

Herbst-Reiserei

Meine Herbst-Rumreiserei nähert sich so langsam dem Ende, am Sonntag geht es wieder nach Hause. Vorher aber noch nach Viersen, ich bin ja gespannt, ob ich da was zum Angucken finde. ;) Und wenn nicht, suche ich mir einfach ein schönes Plätzchen und lese. Wenn Thor mitspielt … Warum dann Viersen? Wegen der Lesung von Tom Finn und Diana Menschig – ich freu mich schon!

Die Auszeit tut mir auch blogtechnisch gut, denn in den letzten Wochen hat es wieder Meckermails gehagelt. Ich frage mich ja, warum diese Leute sich die Mühe machen, wenn mein Blog doch so furchtbar schrecklich und uninteressant ist. Er ist eben einfach nur ein bisschen anders – und damit kommt nicht jeder klar. Gut, er hat auch nicht so viele Leser und fällt dadurch bei manchen Aktionen wohl raus. Damit komme ich meist aber sehr gut klar, nur wenn man mit Leuten bereits geschrieben hat und dann nicht im Verteiler für Aktionen oder Pressemeldungen ist, wurmt mich das schon etwas. Aber nur kurz. ;)

Aufgeben ist aber keine Option. Mir macht das Bloggen nämlich immer noch Spaß und es gibt tatsächlich auch Leute, die meine Beiträge gern lesen. :) Wir sind eben etwas … speziell, mein Blog und ich. Und wenn ich eine Aktion machen möchte, denke ich mir eben selbst etwas aus. So. Die Adventskalender-Planung ruft auch schon, sonst wird das nichts mehr. Und ich freue mich schon sehr drauf, auch wenn das immer viel Arbeit ist.

Ich hab auch so viele neue Eindrücke gesammelt, dass die Ideen wieder sprudeln. Leider auch die für Kurzgeschichten – die versuche ich aber wegzuschicken. ;) Und viele nette Kontakte gab es auch. Auch viel zu viele interessante Bücher, manche davon mussten gleich mit. Und (bisher) 4 frisch signierte Bücher. Gestern war ich in der Kölner Flora und danach noch kurz im Zoo, da bin ich natürlich bei den Tigern hängen geblieben:

Tiger im Kölner Zoo

Habt ein schönes Wochenende! :)

Neugierig?

Wer einen Blick in meine Fantasy-Bibliothek werfen möchte...
deutsche Fantasy
Fantasy

fantastischer Adventskalender 2014

Qindie-Mag 1

Shelly

Jean

Blogroll