Willkommen in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

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7. Blog-Geburtstag!

Ihr Lieben,

es gibt etwas zu feiern, denn die fantastische Bücherwelt gibt es nun schon seit sieben Jahren! :)
Und ich bin stolz darauf – nicht nur auf das Alter, sondern auch darauf, wie sich mein Blog entwickelt hat. Und ich mit ihm. Hätte mir 2008 jemand erzählt, was ich hier so alles treiben werde, ich hätte ihm niemals nicht geglaubt …

7. Blog-Geburtstag

Es gibt Hochs und Tiefs, sowohl was die Blogosphäre als auch die eigenen Erfahrungen betrifft, und ich musste erst lernen, mit einigen Dingen zurecht zu kommen. Und ganz ehrlich, manchmal fällt mir das auch heute noch ein wenig schwer. Das wichtigste für mich ist aber der Spaß, den mir mein Blog die meiste Zeit macht. Und den habe ich noch immer, weil ich mich nicht verbiegen lasse und mein ganz eigenes Ding mache. Das hier bin einfach ich – von der Art zu schreiben bis hin zu den Themen und ausgewählten Büchern. Glücklicherweise mag das auch jemand lesen! :)

Und glücklicherweise ist mein innerer Krieger nicht zu unterschätzen, denn ohne ihn hätte ich letztes Jahr aufgegeben … Dafür stapelt sich jetzt einiges, auch viele neue Ideen. Wo die auch immer hergeflogen kommen! Nal meint übrigens, dass mir das Ehre macht – und so ganz unrecht hat er damit ja nicht. Und wer Nal kennenlernen möchte, muss unbedingt die Weltenmagie-Reihe von Aileen P. Roberts lesen. ;)

Weil es etwas zu feiern gibt, habe ich mir natürlich auch ein Gewinnspiel für euch überlegt! Ich mag die Novellen-Reihe aus dem UlrichBurger-Verlag ja sehr und habe mich davon inspirieren lassen. Es gibt drei Preise zu gewinnen, jeweils eine Novelle + eine Zugabe. Eine Novelle wurde sogar auf der HomBuch signiert, worauf ich neidisch bin, weil ich meine Ausgabe dummerweise zu Hause vergessen hatte und nun auf eine weitere Möglichkeit zum Signieren hoffe. Puuuh.

Die Preise im Einzelnen:

  1. “Jäger im Zwielicht” von Stephan Lössl, signiert + Tea Time (ein Beutel Bio-Kräutertee)
  2. “Seacrest House” von Lilach Mer + Lesezeichen
  3. “Die Ballade von Tarlin” von Stephan R. Bellem + Lesezeichen

Gewinne

Das Gewinnspiel läuft bis zum 20. April und ist auf TeilnehmerInnen aus Deutschland beschränkt. Um teilzunehmen, beantwortet mir einfach folgende Frage als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Addy:

Welches Buch hat euch als letztes völlig begeistert?

Wenn ihr nicht für alle Preise mit in den Gewinnspieltopf möchtet, gebt das einfach mit an.
Hoffentlich gefallen euch die Preise – ich wünsche euch viel Glück! :)

[Leipziger Buchmesse 2015] Tag 4

Nach einem gemeinsamen Frühstück habe ich meinen Koffer erstmal am Bahnhof geparkt, bevor es weiter zur Messe ging. Da war er schon wieder, der letzte Tag! Länger hängen geblieben bin ich am Stand von Qindie, wo nicht nur mein Nimmerherz-Poster signiert wurde, sondern sich auch noch Zeit zum Quatschen fand. :) Danach habe ich mich dann auf den Weg zur Fantasy-Leseinsel gemacht, um mir einen Eindruck zu “Das Herz der Harpyie” von Rebekka Pax zu verschaffen. Auf das Buch bin ich ja am WerkZeugs-Stand aufmerksam geworden, die Harpyie im Titel hat mich neugierig gemacht und der Klappentext klang spannend. Die Lesung hat mich dann nicht ganz so überzeugt, weil es für meinen Geschmack zu “jugendlich”, zu sehr auf die Liebesgeschichte fixiert klang. Aber da das ja nur einzelne Szenen waren, werde ich mir auf jeden Fall noch die Leseprobe anschauen, bevor ich mich entscheide.

Rebekka Pax

Nachdem ich etwas gegessen hatte, zog es mich dann in die anderen Hallen. Im autoren@leipzig-Forum wollte ich dann eine kurze Sitzpause machen, weil ich nicht mehr laufen konnte, bin dann aber kleben geblieben, weil es zwei interessante Veranstaltungen gab. In den “5 Tipps zum besseren Schreiben” von Tanja Steinlechner & Julia Powalla ging es darum, wie man Raum und Atmosphäre schafft. Die Beispiele konnte ich gut nachvollziehen und habe so ein klein wenig Wissen mitgenommen, falls es mit mir und dem selber-schreiben doch mal etwas wird. Ich habe das zwar fest vor, zumindest für die Schublade, und auch Lust dazu, aber hier ist soviel liegen geblieben, das erstmal abgearbeitet werden will. Ich muss mir regelmäßig Schreibzeit einrichten können, sonst wird das nichts und mein “Projekt” versandet – so wie mein aktuelles. Mitten im Plotten. Ganz grobem Plotten. Die Finger jucken zwar und wollen einfach los schreiben, aber das mit dem Plotten hat bereits am Anfang Vorteile. Und gerade bei dieser Idee, da hat sich einiges verändert, noch bevor ich überhaupt mit dem Schreiben beginne. Zumindest hoffe ich, dass es irgendwann soweit sein wird und ich nicht wieder so unsicher bin, dass ich mich nicht traue! ;)

Schreibhain

Gleich danach fand ein Gespräch mit Wolfgang Tischer vom Literaturcafe und vier Bloggern zum Thema “Was erwarten Blogger von Verlagen und Autoren?” statt, das mich aber überwiegend enttäuscht hat, weil es einfach oft am Thema vorbei ging. Oder zumindest an meiner Vorstellung von Thema und Gesprächsstoff. Einmal hatte ich auch den Eindruck, dass einem Blogger das Mikro abgedreht wurde, als er ein für ihn wichtiges Thema vertieft hat. Es gab durchaus Dinge, die ich interessant fand, nur hatte ich einfach eine ganz andere Vorstellung davon, worüber gesprochen werden könnte. Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn mehr Blogger mit einer langjährigen Erfahrung teilgenommen hätten. Einfach nur, weil man oft erst mit der Zeit und einem größeren Erfahrungsschatz kritischer wird. Und natürlich ging es vorrangig um Verlage … Da hätte ich es schön gefunden, wenn zumindest ein Blog dabei gewesen wäre, der auch mehr mit einzelnen Autoren arbeitet und nicht nur mit Verlagskontakten. ;)

Was-erwarten-Blogger-von-Verlagen-und-Autoren

Danach war es dann auch schon Zeit für meine letzte Buchmesse-Lesung, in der eBook-Lounge las Kerstin Hornung. Nicht aus ihrer Fantasyreihe “Der geheime Schlüssel”, die mich natürlich mehr gereizt hätte, sondern aus dem Roman “Ein Lied aus Tränen“, in dem es um Liebe, Musik und die Macht der Vergangenheit geht. Allerdings hat mich die Geschichte doch irgendwie angesprochen, weil sie sehr emotional auf mich gewirkt hat. Teilweise auch sensibel – und die Musik wird sehr eindrucksvoll beschrieben und mit Gefühlen verknüpft. Das Buch will auch auf die Wunschliste, aber ich wehre mich noch etwas, weil ich mit dem Lesen so gar nicht hinterher komme … Und momentan so einige Bücher laut schreien. ;)

Kerstin Hornung

Danach habe ich mich noch von ein paar Leuten verabschiedet und bin so langsam Richtung Ausgang gewandert, um die nächste Tram zum Bahnhof zu nehmen. Die Zeit in Leipzig verging wieder sooo schnell! Die Messe war für mich dieses Jahr ziemlich anders, auch weil es gar nicht so viele Lesungen gab, zu denen ich wollte. Für meine Verhältnisse. Und trotzdem habe ich nicht alles geschafft, was ich gern gemacht hätte – aber das ist bei Messen wohl immer so. Ich hatte eine überwiegend schöne Zeit, in der ich viele liebe Menschen getroffen habe und tolle Erinnerungen mitnehme. Und es hat sich gezeigt, dass ich selbst in meinem angeschlagenen Zustand mutiger war als gedacht und einfach mein Ding durchgezogen habe, auch wenn es sich nach “zwischen allen Stühlen” angefühlt hat. Aber ich war ich und hatte jede Menge Spaß! :)

Erik Kellen – Die blaue Königin

Erscheinungsjahr: 2015 bzw. 2014 als “Die letzte Muse” unter dem Pseudonym Rebecca Vali
Gelesen im Juli 2014
Autorenseite

Rezension

Dawn Evander, die beste Agentin von Duke & Salomon Publishing, wird mit dem Spezialauftrag nach Irland geschickt, den erfolgreichen Schriftsteller Ulysses C. Darkwater dazu zu bringen, sein seit 5 Monaten überfälliges Manuskript zu vollenden. Auf Achill Island erwartet sie jedoch nicht wie erwartet ein alter Kauz, sondern ein sonderbarer, gut aussehender junger Mann, der von ihrem Eindringen in seine Privatsphäre überhaupt nicht begeistert ist. Nachdem Dawn seine bisher erschienenen Bücher gelesen hat, ist sie völlig fasziniert und gerät in den Bann des Autors und seiner Figuren. Sie beschließt, in die Rolle ihrer Lieblingsfigur zu schlüpfen und verwandelt sich in die blaue Königin, damit er diese nicht sterben lässt.

Die Geschichte ist bereits 2014 unter dem Pseudonym Rebecca Vali als “Die letzte Muse” erschienen, in dieser Ausgabe habe ich das Buch auch gelesen. Inhaltlich hat sich aber nichts geändert.

Das Buch wird als sinnlicher Liebesroman verkauft, allerdings ist es so vielschichtig, dass die Erotik für mich gar nicht so präsent war. Es gab ein paar Szenen, bei denen ich – als bekennendes Weichei – kurz zurückgezuckt bin, aber ich habe das nicht als den Mittelpunkt empfunden. Die sinnliche Seite ist ein wichtiger Teil des Romans, der sich aber mit vielen anderen Dingen verbindet – und erst das Gesamtpaket berührt mich auf eine sehr intensive Weise.

Das Buch verbreitet eine dichte Atmosphäre, mit der ich mich gleich wohlgefühlt habe. Vielleicht auch, weil mich die Geschichte sofort “am Haken” hatte und mir der Schreibstil so gut gefiel. Die teilweise poetische Sprache hat mich einfach verzaubert und intensive Bilder transportiert.
Die kleinen Details rund um die Buch- und Autorenwelt haben mich natürlich auch angesprochen, immerhin ist das etwas, was einfach mit zu meinem Leben gehört. Und es gab auch ein paar Anspielungen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben.

Die Geschichte hat eine phantastische Ebene, die sich für mich vor allem bei der Verbindung zwischen Dawn und ihrer Lieblingsfigur zeigt. Ich mag diese Seite des Romans sehr, sicherlich auch, weil mir meine Lieblingsfiguren oft sehr nah sind und ich mir daher diese spezielle Verbindung gut vorstellen kann.
Es gibt aber auch eine sinnliche Szene, die mich sehr beeindruckt hat – auch weil sie einiges bewirkt, für Einsichten und Veränderung sorgt. Ich muss oft daran denken und frage mich manchmal auch, wie es mir in so einer Situation ergangen wäre, in welche Richtung meine Gedanken gegangen wären.

Ich mag die Tiefe der Geschichte, denn es geht auch darum, wie man mit den Wunden, die einem das Leben beibringt, umgeht. Wie flüchten wir? Und wie können wir Heilung finden? Die Entwicklung von Dawn hat mich da besonders begeistert, vielleicht weil sie als eher kühle Figur eingeführt wird und wir nach und nach die wahre Dawn kennenlernen, die sich öffnet und verändert.

Die Schnipsel aus den Büchern liebe ich einfach! Natürlich sprechen sie mich inhaltlich an, aber vor allem fasziniert mich der Stil. Fesselnd, stimmungsvoll und einfach in einer Sprache geschrieben, die etwas in mir zum Klingen bringt und mich sehr berührt. Ich habe mich sogar schon bei dem Gedanken erwischt, dass es wirklich schade ist, dass es diese Bücher nicht wirklich gibt. ;)

“Die blaue Königin” war für mich eine intensive und unglaublich facettenreiche Lektüre, bei der ich mir bis zur letzten Seite nicht sicher war, wie die Geschichte enden würde. Sehr emotional und mitreißend, oft überraschend, phantasievoll und tiefgründig. Und ein Beweis dafür, dass Schubladen manchmal ein völlig falsches Bild vermitteln, auch wenn sie wohl unumgänglich sind. Also schön neugierig bleiben! :)

Die blaue Königin

[Leipziger Buchmesse 2015] Tag 3

Vor den Massen am Messesamstag habe ich ja immer Bammel, aber auch in diesem Jahr gab es genug, das mich trotzdem zur Messe gelockt hat. Die Tram war dann auch so voll, dass ich lieber auf die nächste gewartet und tatsächlich mit viel Glück einen Sitzplatz erwischt habe. Und so viel später war ich gar nicht da. :)

Als erstes habe ich den Fabylon-Verlag und Uschi Zietsch besucht, glücklicherweise war der Stand am gleichen Ort wie letztes Jahr – denn natürlich habe ich mir mal wieder keine Standnummer aufgeschrieben. Danach habe ich noch einen kurzen Abstecher zum Qindie-Stand gemacht und bin dann zu meiner ersten Lesung des Tages gegangen: Im Nordischen Forum ging es um “In den Wind geflüstert” von Guðmundur Andri Thorsson. Und nach Island! In einem Fischerdorf werden am Abend eines warmen Mittsommertags die meisten Einwohner bei dem Chorkonzert singen, das Kata dirigiert. Die gesamte Handlung spielt während der zwei Minuten, in denen Kata durch die Straßen radelt – es verbinden sich Geheimnisse und Erinnerungen, vergangene Lieben und Sehnsüchte. Man kann das als Kurzgeschichten lesen, aber auch als Roman. Mir gefällt die Sprache sehr, es ist lyrisch und hat für mich etwas Besonderes. Und es geht auch viel um Musik!

Guðmundur Andri Thorsson

Danach ging es weiter zur Verleihung des Indie-Autor-Preises, ein von neobooks vergebener Jurypreis, bei dem besonderer Wert auf das Marketing gelegt wird. Gewonnen haben Farina de Waard (Zähmung), Philip Meinhold (O Jugend, O Westberlin) und Mikki H. (Pilluralli). In diesem Jahr konnten die Leser auch erstmals ihren Favoriten aus der Jury-Shortlist wählen, diesen „Community-Preis“ hat Mona Kasten (Schattentraum) gewonnen. Um “Zähmung” schleiche ich ja schon länger herum und kann mich irgendwie nicht so recht entscheiden. Dafür hat sich “Pilluralli” schon im Oktober auf meine Wunschliste geschlichen! Es scheint sprachlich etwas anders zu sein, aber ich bin neugierig und mir gefällt die Atmosphäre sehr. :)

Verleihung Indie-Autor-Preis

Danach wurden an der Seite ein paar Sitzplätze frei und nach der ganzen Steherei habe ich mich kurz entschlossen erstmal hingesetzt. Auch, um zu überlegen, womit es jetzt für mich weitergeht. Zum Meet & Greet bei neobooks, um Mikki H. kennenzulernen? Zur Lesung von Auður Ava Ólafsdóttir aus “Ein Schmetterling im November” im Nordischen Forum? Zum Meet & Greet von Qindie oder zu dem der Schottland-Autoren? Oder wollte ich versuchen, Bernhard Hennen vor der Lesung zu erwischen? Oha! Das Dilemma hat sich dann aber erstmal verschoben, weil mich Erik Kellen gefunden hat und ich ihm bei der Gelegenheit gleich die Nordic Edition von “Das Lied von Anevay & Robert” zum Signieren unter die Nase gehalten habe. ;)

Mein Unterbewusstsein wollte mich dann wohl gleich von einem Lieblingsautor (Erik Kellen) zum anderen (Bernhard Hennen) schicken, allerdings hat dann mein Kreislauf dazwischen gefunkt. Ich war schon am WerkZeugs-Stand und habe geguckt, wen ich ansprechen könnte, als mir auf einmal schwindelig wurde. Hu, also lieber aufpassen! Die nächste Tür nach draußen genommen, getrunken und frische Luft getankt. Hat allerdings kaum etwas gebracht, also habe ich etwas gegessen und war dann nochmal draußen. Danach ging es glücklicherweise wieder halbwegs, immerhin hatte ich ja noch ein paar Sachen vor. Also zurück zum WerkZeugs-Stand, diesmal hatte ich wohl auch einen guten Moment erwischt, denn da stand gerade jemand und hat sich sein Buch signieren lassen. Es war nicht soviel Zeit, weil da noch jemand wartete, aber es hat gereicht um eine Frage zu stellen und mein Buch signieren zu lassen. Im Interview in der Nautilus stand ja, dass er zusammen mit Robert Corvus Romane zu seiner DSA-Phileasson-Tetralogie schreibt – da war ich natürlich neugierig. Der erste Teil kommt nächstes Jahr raus, es können bis zu zwölf Bände werden. Damit ist er die nächsten 2-4 Jahre beschäftigt. Und man kann die Romane auch wieder ohne Vorwissen lesen, Glück gehabt! ;) Zu den Drachenelfen gab es aber auch noch etwas: Es fand eine kleine Umfrage statt, ob Volodi überleben soll oder nicht. Ich war natürlich gegen das Abmurksen meiner letzten lebenden Lieblingsfigur, aber wer weiß wie das die Mehrheit sieht. Ende des Jahres bin ich dann schlauer …

Danach kam ich dann genau im richtigen Moment, um auf der Fantasy-Leseinsel nach der Lesung von
Eoin Colfer einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Juhu! Als nächstes las David Pawn aus Amortentia, einer Geschichte für Fans von Harry Potter, in der es um Zauberer in Deutschland geht – und um die Frage, wie weit Zauberer gehen, wenn sie eine Frau erobern wollen. Sophus Schlosser ist Fachzauberer für mechanische magische Objekte und braut in seiner Freizeit Liebestränke, deren Wirkung er ausnutzt. Auch Lyra Bascomb will er sich trotz seiner Liebe auf den ersten Blick so gefügig machen, allerdings ahnt er nicht, dass sie keine Muggelfrau ist, sondern eine echte Muggelistin – eine Kämpferin für die Gleichberechtigung der nichtmagisch Begabten und eifrige Leserin der “Hermine”. Damit beginnen Sophus’ Sorgen, denn am nächsten Morgen wird er verhaftet … Mich hat die Geschichte nicht angesprochen, weil – der ein oder andere mag es ahnen – ich mit Harry Potter nicht wirklich etwas anfangen kann.

David Pawn

Danach las Bernhard Hennen aus “Die letzten Eiskrieger”, dem vorletzten Band der Drachenelfen-Reihe. Der Lesungs-Anteil ist bei ihm ja immer eher kurz, aber dafür für mich immer sehr intensiv, weil ich so tief in die Geschichte abtauche. Und da ich es tatsächlich geschafft habe, das Buch vor der Messe zu lesen, kamen da wieder ganz viele Bilder, Eindrücke und Gefühle an die Oberfläche. Bei der Frage-Runde herrschte erstmal Stille, irgendwie wollte keiner die erste Frage stellen. Und irgendwie hab ich mich dann gemeldet, immerhin hatte ich ja noch ein paar Fragen übrig, allerdings habe ich das noch nie auf einer Messe getan. Und kaum hatte ich das Mikro in der Hand, war ich auch ziemlich nervös, aber zumindest hatte ich die Frage nicht vergessen. *g* Ich wollte wissen, ob es für eine Fortsetzung der Gezeitenwelt-Reihe (die er zusammen mit Thomas Finn, Hadmar von Wieser und Karl-Heinz Witzko geschrieben hat) noch eine Chance gibt. Es gibt inzwischen Verlagsinteresse an der Fortsetzung, aber da müssen dann ja erstmal vier Autoren + Projekte unter einen Hut gebracht werden. Wird also noch dauern, aber die Chancen stehen gut. Juhu! :)

Bernhard Hennen

Danach ging es dann Richtung Bahnhof, weil ich den für mich schon traditionellen Fantasy-Abend natürlich nicht verpassen wollte. Bewaffnet mit Brezel und Wasser stand ich dann aber ziemlich perplex vor der Bahnhofsbuchhandlung. Massenhaft Jugendliche! Die kreischten! Drinnen war aber keine Boyband, sondern irgendein youtube-Star (in dem Moment fühlte ich mich dann auch alt *g*). Den Seiteneingang sah man immerhin noch – aber auch, dass da alle Leute abgewiesen wurden. Ich hab dann trotzdem gefragt, und wir durften glücklicherweise durch. Puuh! Und es waren noch nicht viele Leute da, so dass ich auch wieder einen Platz ganz vorne fand. Diesmal mit einem kleinen Tisch davor, auf den ich Kamera, Trinken und Bücher abstellen konnte. Allerdings war ich auch völlig erledigt und froh über etwas Ruhe, also habe ich versucht bis zum Beginn meine Batterien ein klein wenig aufzuladen. Hat geklappt. ;)

Gelesen haben T.S. Orgel, Aileen P. Roberts, Boris Koch und Bernhard Hennen. Über zwei davon hab ich mich natürlich besonders gefreut, aber ich habe die ganze Veranstaltung genossen und konnte nochmal schön abschalten. Ich habe zum ersten Mal etwas aus dem zweiten Teil der Weltenmagie-Reihe gehört und musste öfter lachen – und eine Lieblingsfigur war auch noch dabei! Momentan lese ich das Buch begeistert und musste an der einen oder anderen Stelle kichern, weil meine “normalen” Eindrücke noch durch die aus der Lesung ergänzt wurden. Die gelesene Stelle aus den Drachenelfen kannte ich jetzt ja schon, aber ich glaube, sie war etwas länger. Auf jeden Fall war es aber viel ruhiger als vorhin und ich konnte mehr aufnehmen. Vielleicht war ich auch deshalb völlig entspannt – und abwesend. ;) In der Fragerunde ging es um das Schreiben und Lesen und spannende neue Projekte – von T.S. Orgel erscheint im Oktober der erste Band ihrer neuen Reihe Blausteinkriege. Die Info dazu klingt düster und blutig, macht mich aber auch sehr neugierig! Ich werde dann also mal einen Blick riskieren, vielleicht klappt es ja mit dieser Reihe und mir …

Fantasy-Abend

Nachdem meine beiden Bücher signiert worden waren, ging es für das geschaffte aber glückliche Elfenkind zurück in ihre WG, wo sie sich noch mit in die Küche gesetzt und den anderen Gesellschaft geleistet hat – ein sehr netter und entspannter Abschluss des Tages. :)

[Leipziger Buchmesse 2015] Tag 2

Der zweite Messetag begann für mich mit der Lesung von Cornelia Franke aus “Jamies Quest”, die ich auch als Entscheidungshilfe nutzen wollte. Das Buch ist mir schon öfter über den Weg gelaufen, aber ich war mir einfach nicht sicher, ob das etwas für mich sein könnte oder ob es für meinen persönlichen Geschmack doch zu jugendlich ist. Das Buch wird ab 14 Jahren empfohlen und handelt von Jamie, der eigentlich nur sein neuestes Computerspiel spielen wollte und sich plötzlich in einer anderen Welt wiederfindet, wo ihn alle für den sagenumwobenen Wanderer halten, unter dessen Hand das Land erblühen wird. Leider hat mich die Lesung so gar nicht einfangen können – da war irgendwie nichts, was mich gereizt oder neugierig gemacht hat. Keine Spannung.

Cornelia Franke

Danach hat Ann-Kathrin Karschnick aus dem ersten Phoenix-Band gelesen (Tochter der Asche) und ich war schnell wieder mitten in der Geschichte! Bei Büchern, die ich schon gelesen habe und sehr mag, ist das bei mir oft unheimlich intensiv – da stürmen dann die verschiedensten Eindrücke auf mich ein. Großartig! :) Ann-Kathrin hat auch erzählt, wie es dazu kam, dass sie so unterschiedliche Sachen schreibt. Nach ihrem eher vorsichtigem Erstling, der Kara-Trilogie, wurde es mit den Feuerrittern High Fantasy, mit viel Kämpfen, Blut und Toten. Vielen Toten. Als an der Stelle dann ein “Sorry, Marny!” kam, bin ich erstmal rot geworden – und musste gleichzeitig lachen. Aber es stimmt, ich muss auch nach fast vier Jahren immer noch öfter an meine abgemurkste Lieblingsfigur denken. :rotwerd: Wenn ich der Signatur in meinem frisch aufgehübschten zweiten Band traue, sind die Überlebenschancen im Phoenix aber besser …

Ann-Kathrin Karschnick

Danach habe ich mich etwas bei WerkZeugs rumgetrieben und auch zwei Bücher entdeckt, die ich mir näher angeschaut habe: Flammenwüste von Akram El-Bahay (der Seraph-Preisträger) und “Das Herz der Harpyie” von Rebekka Pax. Zu beiden Büchern gab es auf der Messe auch Lesungen, aber ob ich es dahin auch schaffe? Wer weiß, wer weiß … Flammenwüste ist jedenfalls schon mal auf meinem Wunschzettel eingezogen, die Mischung hatte mich ja schon bei der Preisverleihung gereizt.

Dann ging es zur Lesung von Simon André Kledtke aus “Sarania”, bei der ich herausfinden wollte, ob mir die Geschichte zu dunkel ist oder nicht. Es geht um einen finsteren Hexenmeister, der seine Hände nach den Trümmern eines alten, zerfallenden Zeitalters ausstreckt und die Länder in seine Gewalt bringen will. Und um den fünfzehnjährigen Schmiedesohn Benalir, der über Nacht aus seinem behüteten Leben gerissen wird und zusammen mit seinen Gefährten versucht, das drohende Verhängnis abzuwenden. So ganz konnte mich der Text nicht überzeugen, mir fehlte Atmosphäre und auch etwas, das mich reizte. Aber ich werde wohl mal in die Leseprobe schauen … Was ich allerdings etwas seltsam fand, war seine Aussage dass er keinen 08/15-Antagonisten haben wollte, sondern mehr Tiefgang – also nicht so wie Sauron oder Lord Voldemort . Uuuups, das nenne ich Selbstbewusstsein. Ich kann nachvollziehen, was er damit ausdrücken wollte, aber der Vergleich ist dann vielleicht doch etwas unglücklich. Der Autor scheint von seinem Antagonisten auf jeden Fall sehr begeistert zu sein. ;)

Simon André Kledtke

Danach wurde es dann Zeit für meine einzige richtig feste Verabredung auf der Messe – und ich habe mich riesig gefreut, Literaturjunkie endlich mal wieder zu sehen! Wir haben uns ungefähr zwei Jahre nicht gesehen, obwohl wir in Nachbarstädten wohnen. Es gab also genug zu quatschen, über das Lesen und Bloggen und Schreiben bzw. bei mir vielleicht-schreiben. Nebenbei habe ich auch noch etwas gegessen. ;) Beim Qindie-Stand trennten sich dann unsere Wege, für sie ging es weiter zum Blogger-Treffen und ich bin ein bisschen bei Qindie hängen geblieben. Ich habe es sogar mit dem Fotografieren probiert, aber vorzeigbar ist nur das nah-dran-Foto von Boris, einer Hauptfigur aus der Clockwork-Cologne-Reihe von Selma J. Spieweg:

Boris am Qindie-Stand

Dann ging es wieder zurück in Halle 2, weil ich ja auf gar keinen Fall die Lesung von Bernd Perplies aus dem Auftaktband seiner neuen Reihe “Imperium der Drachen” verpassen wollte! Klassische Fantasy, die aber in einer fiktiven Antike angesiedelt ist. Ich war völlig gefesselt und angefixt, mein Kopfkino hat auch ordentlich zugeschlagen … Und schwupps, schon musste ich zurück in die Realität. Wenn der Verlag mitspielt (also die Verkaufszahlen stimmen), könnte daraus eine längere Reihe werden. Es gibt aber mehrere Stellen, an denen ein früherer Ausstieg möglich wäre … Aber wollen wir das? Also schön kaufen. :)

Beim Signieren hat mich dann völlig überrascht, dass aufgefallen ist, dass ich die letzte Trilogie nicht lesen mochte. Da stand ich dann also und habe versucht meine Gründe zu erklären. Ganz was Neues! Und da der für mich hauptsächlich abschreckende Grund wohl nur ein paar Kapitel im Vordergrund steht, überwiegt meine Neugier wieder deutlich und der erste Teil der Carya-Trilogie hat sich auf meinen Wunschzettel geschlichen. Vielleicht gibt es eine eBook-Preisaktion, aber so wie ich mich kenne wünsche ich mir die Print-Ausgabe zum Geburtstag oder so. ;)

Bernd Perplies

Zeitgleich zu der Lesung mit Bernd Perplies fand auch das Plauderstündchen mit Bernhard Hennen statt, also wäre jetzt ein Blick auf die Uhr nötig gewesen, um zu entscheiden ob sich das noch lohnt. Allerdings hatte inzwischen mein Handy seinen Geist aufgegeben, so dass ich einfach kurzentschlossen in Halle 3 gegangen bin. Da standen auch noch drei Leute, so dass ich mich einfach mal dazu gesellt habe – und überrascht war, wie schnell ich erkannt wurde (das mit meiner Unauffälligkeit sollte ich doch noch mal überdenken). Es kam auch noch eine ältere Dame dazu, die sich ein Autogramm geholt hat, was ich niedlich fand. Als ich dran war, war die Zeit schon rum und der nächste Termin drängte (Blogger-Treffen, war da jemand von euch?), aber für Poster-News und eine ganz kurze Frage hat es noch gereicht. Und ich könnte am nächsten Tag zum Plaudern kommen, er wäre 2-3 Stunden vor der Lesung da. Na, ob ich mich das traue? Wer weiß … ;)

Danach bin ich noch etwas durch die Hallen gelaufen und dabei irgendwie auf den mare-Stand gestoßen, wo ich in einige Bücher reingelinst habe. Das Buch, auf das ich gehofft hatte, war aber leider nicht dabei. “Leviathan oder Der Wal” von Philip Hoare wartet also noch auf seine Chance. Dann habe ich beim Qindie-Stand vorbei geschaut um herauszufinden, wie die Abendplanung aussah. Das hat etwas gedauert, so dass ich die Lesung “Mondgesang und Wolfsgeheul” leider verpasst habe, aber dafür hatte ich einen wirklich schönen Abend in kleiner Runde und wurde lecker bekocht.

Ein Interview, diesmal mit mir …

Susanne Kasper ist jeden zweiten Sonntag im Gespräch mit … BloggerInnen und stellt diese auf Literaturschock vor. Diesmal durfte ich Fragen beantworten, was mir unheimlich viel Spaß gemacht hat! :)

Ich freu mich riesig, dass ich mit dabei sein durfte – den Beitrag findet ihr hier. Schaut doch mal vorbei … ;)

[Leipziger Buchmesse 2015] Tag 1

Um ein Haar wäre die Leipziger Buchmesse für mich tatsächlich ins Wasser gefallen, irgendwann mochte ich auch einfach nicht mehr – aber irgendwie hat sich die kleine Pechmarie dann doch durchgekämpft. Aus Gründen. ;) Einer der Gründe war die WG mit lauter lieben Autoren, in die ich so nett aufgenommen wurde. Ein Teil von uns ist bereits am Mittwoch angereist und wir waren dann abends auch lecker essen – ich hatte einen Falafelteller. :)

Am Donnerstag führte mich mein erster Weg nicht auf die Messe, sondern auf die Suche nach Plastikbechern. Die fehlten nämlich noch für den Qindie-Stand, und da meine erste Lesung ja erst mittags war, hab ich da ausgeholfen, auch wenn ich nicht mehr zum Kernteam gehöre. Die Becher waren auch schnell gefunden, also auf zur Messe! Dort ist mir dann erstmal aufgefallen, dass ich überhaupt nicht nervös war – ganz untypisch. Lag bestimmt am bösen Stress davor, also wenigstens ein Vorteil! ;)

Als erstes bin ich in Halle 5 gegangen, um die Becher bei den Qindies abzuliefern – und hab mich dann prompt ein bisschen verquatscht, so dass ich dann plötzlich ganz schnell weg musste, weil ich doch meine erste Lesung nicht verpassen wollte. Also hurtig in Halle 2 zur Fantasy-Leseinsel, wo ich auch nur einen Tucken zu spät zur Lesung von Björn Springorum aus “Das Amulett der Ewigkeit” kam. Letztes Jahr hatte mir ja seine Lesung aus “Herbstbringer” sehr gefallen, und mit dem neuen Buch ging es mir nicht anders. Wieder so stimmungsvoll, dass ich direkt in der Geschichte gelandet bin und auch Kopfkino hatte. Ich freue mich schon sehr auf das Buch, neben der tollen Sprache reizt mich das Setting – und ich bin einfach unheimlich neugierig, wie es weiter geht. :) Beim Signieren wurde ich tatsächlich wiedererkannt und musste einfach fragen, ob es eine Fortsetzung von Herbstbringer geben wird. Angedacht sind zwei weitere Bände, aber der Verlag hat noch kein Interesse bekundet. Da mag ich mal ein Vampirbuch und dann verkauft es sich nicht gut genug, also wirklich … Ich drücke dann mal die Daumen, dass das noch wird!

Björn Springorum

Gleich im Anschluss war die Lesung von Daniel Illger aus “Skargat”, leider trifft die Geschichte nicht so ganz meinen Geschmack. Der Inhalt klingt reizvoll und auch der Stil gefällt mir, aber für mich ist der Horror-Anteil einfach etwas zu groß. Wer da nicht so empfindlich ist, sollte sich das Buch aber auf jeden Fall mal anschauen! ;)

Daniel Illger

Danach bin ich in Halle 4 gewechselt, um mir im Nordischen Forum eine Veranstaltung über die Literaturpreise des Nordischen Rates anzuschauen. Zwei Teilnehmer kannte ich nicht, dafür aber Kjell Westö und den Moderator Thomas Böhm (von der Frankfurter Buchmesse). Neben dem Literaturpreis gibt es auch einen Kinder- und Jugendbuchpreis. Das war eine sehr interessante Veranstaltung mit sympathischen Teilnehmern! Der Nordische Rat verleiht übrigens auch einen Filmpreis, einen Musikpreis und einen Natur- und Umweltpreis.

Literaturpreise des Nordischen Rates

Danach habe ich mich noch ein wenig bei den Büchern der nordischen Länder rumgetrieben und auch ein paar Finnland-Prospekte mitgenommen. Besonders gefreut habe ich mich da über eine große Karte von Finnland! Und ja, mein Finnland-Virus ist wohl immer noch nicht überstanden … Dann habe ich schon wieder die Halle gewechselt, nicht dass mir noch langweilig wird. ;) In Halle 5 ging es für zwei Lesungen in die eBook-Lounge, die praktischerweise schräg gegenüber vom Qindie-Stand war. Juhu, endlich ein Sitzplatz!

Die Lesung von Regina Mengel aus “Hochzeit mit Huhn” fand ich zwar amüsant, aber ChickLit ist einfach nicht mein Genre – auch wenn es sich hier mit anderen Themen vermischt. Und wenn ich so darüber nachdenke, scheinen “lustige” Bücher ganz generell nicht unbedingt meins zu sein – auch in der Fantasy. Es gibt bisher eine große Ausnahme, die hat mich dafür dann aber umso mehr erwischt, aber ansonsten … Aber ich probiere das immer mal wieder aus. Und falls ich irgendwann mal ChickLit lesen mag, wäre hier ein Kandidat. Allerdings reizt mich die lose Fortsetzung “Ein Pastor zum Verlieben” ja ein wenig mehr, vielleicht weil der Krimi-Anteil da gefühlt größer ist. Leichen auf dem Friedhof, die da nicht hingehören … Oder mit den Worten der Autorin: Romantik mit Leichen!

Nina2

Gleich danach las Asta Müller aus “Relax”, in der Geschichte geht es um ein neues Wundermittel, dass die Erfüllung des Traums von ewiger Jugend verspricht. Traum oder Albtraum? Und es gibt eine Fantasy-Ebene, die meine Neugier anstachelt … Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn ein klein wenig mehr gelesen worden wäre – oder zumindest eher, nicht erst gegen Ende der Veranstaltung. Denn so überwog der Interview-Teil deutlich und vor allem lässt das Interesse schneller nach, wenn man gar kein Gefühl für die Geschichte hat. Keinen Eindruck, den ein gelesener Text vermittelt. Auch wenn die Präsenz der Autorin einiges wieder wett macht …

Asta Müller

Und dann war es auch schon Zeit für die SERAPH-Verleihung, also ging es wieder in Halle 2. :) Für die Kategorie “Bestes Buch” hatte ich einen Favoriten, der aber natürlich nicht gewonnen hat – dafür wurde Kai Meyer für “Die Seiten der Welt” ausgezeichnet. Irgendwie habe ich das ja geahnt … Es ist ein reizvolles Thema, aber ich bin noch unentschlossen, ob ich es da mal wieder mit ihm versuche. Aber es ist ja nicht so, als ob seine Fans in der Minderheit sind. ;) In der Kategorie “Bestes Debüt” hat Akram El-Bahay mit “Flammenwüste” den mit 2.000 Euro dotierten Förderpreis gewonnen. Und die Geschichte macht mich neugierig, weil sie klassische High Fantasy mit orientalischen Märchenelementen verbindet. Es geht um einen Märchenerzähler, der die Gerüchte über einen Drachen für Märchen hält, bis er auf Drachenjagd geschickt wird und in der Wüste auf ein uraltes Wesen trifft, das so schwarz wie die Nacht selbst ist …

SERAPH: Bestes Debüt

Nachdem ich noch etwas gequatscht hatte, war mein erster Messetag auch (schon?) zu Ende. Und da ich ziemlich fertig war und mein Fuß geautscht hat (Pechmarie musste sich eine Ferse ja auch noch kurz vor der Messe heftiger anschlagen), habe ich mich von meiner vielleicht-Abendveranstaltung getrennt und war im Bahnhof nur noch etwas warmes essen. Nudeln mit Tofu und scharfer Mangosoße, sehr lecker! Naja, und wo ich schon mal da war, habe ich mir natürlich auch gleich meine Karte für den Fantasy-Abend am Samstag besorgt. ;)

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