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Diandra Linnemann – Allerseelenkinder (Magie hinter den sieben Bergen 1)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juni 2015
Autorenseite

Rezension

Helena ist eine staatlich geprüfte Hexe und verdient ihr Geld damit, magische Beratung und Lösungen anzubieten. In einer Welt, in der menschliche und nicht-menschliche Wesen offen Seite an Seite leben, ist das ein einträglicher Beruf. Der Bürgermeister von Bonn beauftragt sie damit, eine verschwundene Wicca mit dubioser Vergangenheit zu suchen. Zusammen mit Falk, den ihr der Bürgermeister als Bodyguard vermittelt hat, macht sich Helena auf die Suche und stochert in Dingen herum, die nicht ans Licht kommen sollen …

Der Prolog lässt einen gleich spüren, dass man in einem Fantasy-Krimi gelandet ist und verbreitet eine düster-hoffnungslose Stimmung. Er hat mich gleich gepackt, ich wollte wissen was dahinter steckt und war neugierig darauf, wohin mich die Geschichte führen würde.

Erst einmal zu Helena, die mir schnell sympathisch war. Sie ist der Natur verbunden, eher eine Einzelgängerin und folgt ihrem Bauchgefühl. Mir hat auch gefallen, dass sie die magischen Dinge nicht so hochstilisiert und kein großes Brimborium darum macht. Und ich mag ihren Humor! Sie veranstaltet beispielsweise Familienzusammenführungen mit Verstorbenen, Segnungen, Bannungen, Handfastings und evaluiert die historisch-spirituellen Aspekte von städtischen Renovierungsprojekten.

Die Geschichte spielt in unserer Welt, die aber doch ganz anders ist, weil in ihr menschliche und nicht-menschliche Wesen Seite an Seite leben. Neben Zwergen und Faeries gibt es unter anderem auch Gestaltwandler, von denen sich einige Sippen auf internationale Verbrechen spezialisiert haben. Die Welt fühlt sich also vertraut an, man spürt aber auf jeder Seite die Andersartigkeit und Magie.

Die Ermittlungen wurden von Szene zu Szene spannender, die Ereignisse spitzten sich zu und führten zu dem Ort aus dem Prolog. Es gab überraschende Wendungen, Magie, Kämpfe, Rituale – und es floss auch Blut, aber glücklicherweise waren die Beschreibungen dazu nicht zu detailliert für mich. Mir hat die Mischung aus ruhigeren und actionreicheren Szenen gefallen, denn so konnte ich die Figuren besser kennenlernen, Puzzlestücke sammeln und mich trotzdem von den Ereignissen mitreißen lassen.

Daher war “Allerseelenkinder” eine stimmungsvolle und magische Lektüre, die einen großen Sog auf mich ausübte. Ein sehr fesselndes Buch, sowohl was den Fall als auch die erschaffene Welt betrifft. Besonders gut hat mir auch die Art und Weise gefallen, wie Helenas Eindrücke beschrieben wurden – sie kamen sehr direkt und bildhaft bei mir an. Und jetzt bin ich natürlich gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht, auch weil es abseits vom Fall noch ein paar offene Fragen gibt …

Bisher erschienen sind:

  1. Allerseelenkinder
  2. Spiegelsee
  3. Hexenhaut

Mark Lanvall – Die andere Welt (Lichtsturm 2)

Erscheinungsjahr: 2015
Gelesen im Mai 2015
Autorenseite
Verlag: neobooks Self-Publishing

Rezension

Durch einen alten Zauber verwandeln sich weltweit Menschen in Alben, sie werden zu Außenseitern und müssen mit dem Misstrauen der normalen Menschen zurecht kommen, das manchmal auch in Hass umschlägt. Ben und seine Freunde von der Elvan-Stiftung versuchen möglichst viele der Verwandelten einzusammeln, um ihnen zu vermitteln, was es bedeutet, zum mystischen Lichtvolk der Alben zu gehören.
Als der mächtige Albenmeister Sardrowain die Grenze der Anderswelt überschreitet, bringt er einen alten Krieg in die Welt der Menschen. Sein Ziel ist es, die Elvan-Stiftung zu vernichten – allen voran Larinil und Geysbin.

Die Fortsetzung von “Lichtsturm. Die weiße Festung” beginnt überraschend, denn als erstes begegnen wir dem Albenmeister Sardrowain und dem Schwertführer Andrar. Ich hatte mich auf ein Wiedersehen mit Ben, Maus und Larinil gefreut, stattdessen landete ich zuerst in einer neuen Erzählperspektive auf der “anderen” Seite. Sardrowain trägt keine Ehre in sich und liebt es zu töten, aber er bringt Andrar dazu, nicht nur stur an das zu glauben, was ihm seine Lehrer beigebracht haben. Andrar versucht, die Wahrheit herauszufinden – und den richtigen Weg einzuschlagen. Durch seine innere Zerrissenheit wurde er für mich schnell zu einer spannenden Figur.

In der Elvan-Stiftung habe ich dann das Wiedersehen bekommen, auf das ich mich so gefreut hatte! Die Figuren waren präsent und mir gleich wieder sehr nah, es fühlte sich so an, als würde ich alte Freunde treffen. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Ben gefallen, er trägt eine große Verantwortung, wirkt aber nie wie ein Überheld. Er ist nicht perfekt, manchmal sogar unsicher und macht sich viele Gedanken.

Die Geschichte ist abwechslungsreich, oft überraschend und nimmt ordentlich Fahrt auf. Man wird förmlich mitgerissen und so schnell nicht wieder losgelassen, bei manchen Szenen musste ich zwischendurch erstmal tief Luft holen, bevor es weiterging. Es gibt auch ruhigere Szenen, aber die dramatischen Entwicklungen überwiegen einfach – die Spannung steigt mit jeder Seite.

Die verschiedenen sich miteinander verbindenden Erzählperspektiven tragen zur Vielseitigkeit der Geschichte bei, so wird eine dichte Handlung mit ganz unterschiedlichen Eindrücken geschaffen. Mir hat auch gefallen, dass die Magie wieder eine größere Rolle gespielt hat und man einzelne Verwandelte näher kennenlernt. Mein ganz persönliches Highlight war aber das überraschende Wiedersehen mit einer für mich sehr besonderen Figur – und da diese Geschichte in der Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, darf ich mich da auch schon auf den nächsten Band freuen.

“Die andere Welt” war eine berührende und sehr mitreißende Lektüre mit einer dichten Atmosphäre, die viele Eindrücke hinterlässt. Gefühlt plötzlich war das Buch ausgelesen und in meinem Kopf stand in Großbuchstaben: Wie geht es denn jetzt weiter?! Ich bin also mehr als gespannt auf den nächsten Band und frage mich in der Zwischenzeit, wohin die Reise wohl geht …

[neu entdeckt] Feurige Fantasy aus dem Gmeiner-Verlag

Am 1. August erscheinen im Gmeiner-Verlag zwei Bücher, die mich sehr reizen und das Element Feuer im Titel tragen. Leider nur als eBook, aber das ist ein anderes Thema …

Robin Gates: Feuermuse

Auf der Suche nach seinem Skizzenblock, den ihm Mitschüler gestohlen haben, betritt David eine verlassene Villa. Was er nicht weiß: Die Villa gehörte einem verstorbenen Ritualmagier. Von der schönen rothaarigen Elára angelockt, stolpert er durch einen magischen Spiegel und findet sich in einer Parallelwelt wieder, die aus einem Haus mit zahllosen Räumen besteht. Elára ist ein Feuerwesen, dessen größter Wunsch es ist, ein Mensch zu werden. Allerdings sind David Unbekannte gefolgt, die es auf einen von Elára bewachten mächtigen Rubin abgesehen haben. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt.

Musen im Titel sind gefährlich für mich, denn dann muss ich mir die Bücher immer anschauen, weil mich Musen einfach reizen. Hier kommen noch eine verlassene Villa, ein Feuerwesen, ein verstorbener Ritualmagier und ein Haus mit zahllosen Räumen als Parallelwelt dazu. Das klingt nach einer spannenden Mischung!

Stephan Lössl: Die Feuer von Erenor

Die beiden Jugendlichen Alexander und Anna begegnen auf einer Wanderung der geheimnisvollen Askaya und damit ihrem eigenen Schicksal. Die Suche nach vier gestohlenen Stundengläsern verschlug die Kriegerin aus ihrer Welt Esmarillion nach Schottland. Denn nur wenn alle sieben »Gläser der Elemente« wieder vereint sind, kann ihre Parallelwelt gerettet werden, die von den bösartigen Einaren bedroht ist. Zu dritt machen sie sich auf eine Reise, die vom mythischen Herz der Highlands bis in das fantastische Universum Askayas führt.

Stundengläser, die auch als “Gläser der Elemente” bezeichnet werden, wecken ganz schnell meine Neugier! Immerhin verbinde ich viel mit den Elementen und Stundengläser haben für mich seit “Die Elfen” auch etwas magisches … Dann beginnt die Geschichte auch noch in Schottland und es wird von etwas Mythischem gesprochen. Da hab ich doch gleich verloren. ;) Dazu dann noch eine Kriegerin aus einer fremden Welt und eine Suche, die in mehrere Welten führt …

Von beiden Autoren habe ich noch ungelesene Bücher im Regal stehen, allerdings wird mich das wohl eher nicht davon abhalten, mir die eBooks zu kaufen, auch wenn die Vernunft dagegen ist. ;)

Wie sieht das bei euch aus, reizt euch einer der Titel?

Monika Jaedig – Silbernes Band

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Mai 2015
Autorenseite
Verlag: neobooks Self-Publishing

Rezension

Island, 1996: An seinem 18. Geburtstag erfährt Heiðar, dass sein Vater ein Vampir ist. Als seine Mutter dieses Geheimnis lüftet, versteht er endlich, warum er so anders ist als andere Menschen. Heiðar findet Wege, mit seinem Blutdurst und seiner Unrast umzugehen, aber er hat niemanden, mit dem er über seine unsterbliche Seite sprechen kann.

Jahre später begegnet er in einer Buchhandlung Rúna und fühlt zum ersten Mal wie ein Unsterblicher – sie ist die Eine, die er am meisten begehrt. Aufgewühlt flieht Heiðar ins Krankenhaus, um seine todkranke Mutter Kristín zu besuchen und erfährt dort von einem geheimnisvollen Besucher …

Normalerweise mache ich um Vampirgeschichten ja einen Bogen, aber manchmal ist meine Neugier einfach stärker. Bei diesem Buch konnte ich der Kombination aus Unsterblichen und Island nicht widerstehen, außerdem gefiel mir der stimmungsvolle Schreibstil. Die Atmosphäre hat mich beeindruckt, weil sie sich für mich so besonders anfühlt – dicht, intensiv, voller Bilder und Gefühle.

Es steckt so viel Island in dem Roman! Wunderbare Naturbeschreibungen, die mich zum Träumen bringen. Das Flair der Straßen und Cafés. Musiker und Schriftsteller. Eingeflochtene Erzählungen im isländischen Sagastil, die ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind und beispielsweise von Rúnas Vorfahren Bjálfi Grímsson berichten, der angeblich ein Abendwolf war und nach seinem gewaltsamen Tod wiedergekehrt sein soll.

Mir hat Heiðars Unsicherheit gefallen, als es darum ging, Rúna möglichst schonend beizubringen, was er ist. Seine große Angst, sie zu verlieren. Seine Liebe und Verletzlichkeit. Wie seine unsterbliche Seite erwacht, als er die Eine erkennt. Emotional und auch romantisch, aber für mich niemals kitschig.

Es geht aber auch um Heiðars Beziehung zu seinem Vater Fionn, den er erst jetzt kennenlernt. Um die Geschichte seiner Eltern. Um die Welt der Unsterblichen, in die Heiðar nun die ersten Schritte unternimmt, begleitet von seinem Vater. Auch wenn es in dem Roman viele spannende Figuren gibt, ist es doch Fionn, der mich am schlimmsten “erwischt” hat. Er ist gefährlich, aber hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und ist seinen Lieben gegenüber sehr fürsorglich. Und dann wäre da noch die Tragik …

Ruhige und actionreiche Szenen wechseln sich ab, so dass genug Zeit für die Beziehungen und Hintergründe der einzelnen Figuren bleibt. Und auch wenn die Jagd-Kapitel etwas blutiger waren, haben sie mir gut gefallen, weil sie zu den Unsterblichen gehören und in Heiðars Fall auch gezeigt haben, was er dabei empfindet bzw. darüber denkt. Ich fand es auch angenehm, dass man sich als Leser an das Blut nach und nach gewöhnen konnte und nicht zu Beginn davon erschlagen wurde.

“Silbernes Band” war für mich eine sehr berührende und mitreißende Lektüre, die eine intensive und lang anhaltende Wirkung auf mich hat. Eine faszinierende Mischung, der man anmerkt, wie sehr die Autorin Island liebt. Tragisch, romantisch, geheimnisvoll. Mit ein paar Szenen, bei denen ich Rotz und Wasser geheult habe … Ich freue mich schon auf das Lesen der nächsten Bände und bin gespannt, wie es weitergeht!

The Last Unicorn Screening Tour

Peter S. Beagle und die “The Last Unicorn Screening Tour” kommen im Juli nach Deutschland! “Das letzte Einhorn” auf der großen Leinwand, nach der Vorstellung signiert Peter S. Beagle und es gibt auch einen Merchandise-Stand.

Die ersten Termine wurden hier veröffentlicht: Leipzig, Berlin, Hamburg, Garbsen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Erlangen. Es kommen aber noch weitere dazu. Also die Seite im Auge behalten! ;)

Ich würde supergern zu einem der Termine gehen, nicht nur weil ich den Film sehr mag, sondern auch weil mich das Buch und die Sprache noch viel mehr verzaubert haben. Magische Poesie. Aber dummerweise bin ich an dem Wochenende, wo die Tour in Berlin ist, in Bonn. Schlechte Planung … Ich werde die Seite also gut im Auge behalten und hoffe …

Zum Schluss noch eines meiner liebsten Zitate aus dem Buch:

»Wofür gibt es denn dann Magie?«, schrie Prinz Lír wütend. »Wozu gibt es Zauberei, wenn man damit nicht einmal ein Einhorn retten kann?« Er musste sich an des Zauberers Schultern festhalten, um nicht vor Schwäche umzufallen. Schmendrick drehte nicht einmal den Kopf. In seiner Stimme lag eine Spur wehmütigen Spotts, als er sagte: »Dafür gibt es Helden.«

Selma J. Spieweg – Tod dem Zaren (Boris & Olga 1, Clockwork Cologne)

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im März 2015
Autorenseite
Clockwork Cologne
Qindie

Rezension

Russland, 1898: Boris Sergejewitsch ist mit Leib und Seele Soldat und hat sein Leben dem Dienst am Zaren verschrieben. Ihm kommen nicht einmal Zweifel, als er einem geheimen Experiment zugeteilt wird und dort nicht nur seinen Arm sondern auch einen Teil seiner Menschlichkeit verliert. Zurück bei seiner Einheit kann er eines Tages seiner Kompanie nicht mehr folgen und während er auf den Tod wartet, erwecken seine quantenmechanischen Teile das Interesse der 12-jährigen Diebin und Revolutionärin Olga. So beginnt ein Abenteuer, das sie zu einem ungewöhnlichen Team zusammenschweißt – und in dem auch ein Flüchtling eine Rolle spielt, der Zar Nikolaus II. zum Verwechseln ähnlich sieht …

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, weil ich die Atmosphäre mochte und von der Tragik gefesselt wurde, die Boris’ Leben begleitet. Alles fühlte sich so nah an, nicht nur die Figuren und ihre Emotionen sondern auch die beschriebenen Landschaften und Szenen. Ich war also schnell mittendrin, an der Seite von Olga und Boris.

Die erschaffene Welt hat mich sehr fasziniert, diese Mischung aus Realität und Phantasie, in der Mechanik sich manchmal wie Magie anfühlt. Es geht dort rücksichtslos und brutal zu, aber glücklicherweise wurde es für mich nie zu detailliert-blutig. Manche Szenen konnte ich einfach nur noch fassungslos miterleiden – und darauf hoffen, dass sich irgendwie ein Ausweg findet. Als Ausgleich dazu empfand ich die zwischenmenschlichen, freundschaftlichen Szenen. Außerdem gibt es rätselhafte Ereignisse und Zusammenhänge, die sich einem erst später erschließen. Also viel Stoff zum Spekulieren!

Boris ist hier meine absolute Lieblingsfigur, aber nicht nur wegen meiner Schwäche für tragische Figuren. Er hat sehr intensiv auf mich gewirkt, mit vielfältigen Empfindungen und Unsicherheiten. Außerdem hat mich seine Entwicklung sehr beeindruckt! Ihm wurde ein Teil seiner Menschlichkeit und seines Fühlens genommen, im Lauf der Geschichte entwickelt Boris sich aber wieder zu einem fühlenden Menschen und lässt auch den “einfachen” Soldaten hinter sich.

Olga mit ihrer Klugheit und Anhänglichkeit mag ich aber auch sehr. Wie könnte man auch nicht? Genau wie Boris erzählt sie ihre Vergangenheit in Rückblenden, so dass ein facettenreiches Bild entsteht und man ihr ein glückliches Ende wünscht.

Eine Nebenfigur, die es mir sehr angetan hat, ist der Schriftsteller Lew Tolstoi. Aus Sympathie wurde schnell Interesse, denn was er zu erzählen hatte, fand ich sehr spannend. Darum habe ich mir das Glossar auch aufmerksam durchgelesen und überlege sogar, ob ich es nicht mal mit einem Buch von ihm versuche. Auch wenn ich mir bei Klassikern ja nicht soviel zutraue, die Neugier ist jetzt da …

Besonders gelungen finde ich auch die Schilderung einiger Szenen sowohl aus Boris’ als auch aus Olgas Sicht, denn so wird deutlich, wie unterschiedlich diese von beiden wahrgenommen werden. Daran hatte ich viel Freude – und manchmal musste ich auch darüber grinsen.

“Tod dem Zaren” war für mich eine vielschichtige und intensive Lektüre mit einer dichten Atmosphäre und so einigen Überraschungen. Ich wurde von vielen Dingen fasziniert und berührt, außerdem hat mich Boris’ Entwicklung sehr beeindruckt. Die mitreißende Geschichte hinterlässt bei mir bleibende Eindrücke und die Vorfreude auf die Fortsetzung. Denn natürlich bin ich neugierig, wie es mit Boris & Olga weitergeht. Und mit dem einen oder anderen angeschnittenem Thema …

[neu erschienen] Fabienne Siegmund (Hrsg.) – Die Irrlichter

Frisch erschienen ist die von Fabienne Siegmund herausgegebene Irrlichter-Anthologie, auf die ich schon sehr neugierig bin. Warum? Ich mag die Anthologien aus dem Verlag Torsten Low, außerdem reizt mich das Thema und dann wären da noch ein paar Namen, die bei mir irgendwie einen Kaufreflex auslösen. ;)

Irrlichter faszinieren mich, weil sie Verderben aber auch Hoffnung bringen können – also irgendwo zwischen Dunkelheit und Licht stehen. Und weil sie Pfade kennen bzw. finden. Außerdem sind mir auch schon tolle Irrlichter in Büchern begegnet, beispielsweise Moosbeere (Bernd Perplies) oder Dinsdale (Christoph Marzi).

Klappentext:

Irrlichter. Manche sagen, sie führen verirrte Wanderer ins Verderben, locken sie ins Moor. Andere wiederum sagen, dass jene leuchtenden Wesen, die oft als diffus verschwommenes Licht beschrieben werden, alle Pfade kennen. Die Wahrheit liegt – wie wohl alle Wahrheiten – irgendwo dazwischen. Aber vielleicht verhält es sich auch ganz anders …

In dieser Sammlung finden sich 26 Geschichten – 26 Versuche zwischen A wie Abenteuer und Z wie Zwielicht, dem Wesen des Irrlichts auf den Grund zu gehen. Folgen Sie den Lichtern zwischen die Zeilen von Christoph Marzi, Ann-Kathrin Karschnick, Thilo Corzilius, Diana Kinne, Markus Heitkamp und vielen, vielen mehr.

Die Titel vieler Kurzgeschichten wecken auch meine Neugier, ganz wunderbar klappt das bei: “Archibald Leach und die verschollenen Irrlichter” (Markus Cremer), “Der Kongress leuchtet” (Markus Heitkamp), “Totenlicht” (Sandra Lode), “Legenden der Menschen” (Ann-Kathrin Karschnick), “Der verirrte Stern” (Fabian Dombrowski), “Schokokekse über alles” (Ruth M. Fuchs), “Der Gesang der Glockenspieltiere” (Christoph Marzi), “Herzlicht” (Fabienne Siegmund) und “Der Flötenspieler” (Christian Handel).

Christian verrät hier auch folgendes über seine erste professionell veröffentlichte Kurzgeschichte:

“Der Flötenspieler” ist eine Fairy Tale-Fantasy, für die ich zwei Märchenmotive miteinander gekreuzt habe und in der eine Moorlandschaft, eine beinerne Flöte und natürlich Irrlichter eine Rolle spielen.

Wie sieht es denn mit euch und den Irrlichtern aus?
Bei mir wird die Anthologie sicher bald einziehen! :)

Neugierig?

Wer einen Blick in meine Fantasy-Bibliothek werfen möchte...
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