Fantasywoche

Willkommen …

... in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Mein Schwerpunkt liegt bei deutschen Fantasy-Autoren, weil mich ihre Bücher begeistern und ich finde, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.

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10 Bücher, bei denen meine Neugier meine Zweifel besiegt hat …

Es gibt diese Bücher, die einen reizen und gleichzeitig sind da diese Bedenken … Passt die Geschichte zu mir und meinem Lesegeschmack? Meine Neugier führt mich gelegentlich zu Büchern, an die ich mich erst nicht so rangetraut habe. Manchmal geht das daneben und manchmal treffen die Geschichten meinen Geschmack. Hier geht es jetzt um 10 Bücher, die mir dann trotz meiner Zweifel sehr gefallen haben.

  1. Florian Tietgen – … wenn es Zeit ist …
    Belastet mich die Gewalt in diesem Roman zu sehr oder ist er zu „literarisch“ für mich? Nichts von beidem! Die Geschichte um den innerlich zerrissenen Henrik wird sehr feinfühlig und vielschichtig erzählt. Sie thematisiert verschiedene Themen, die keine „leichte“ Kost sind und bedrücken können. Mir war das aber nicht zu viel, weil es auch positives und Hoffnung gab. (Rezension)
  2.  

  3. Selma J. Spieweg – Boris & Olga 1: Tod dem Zaren
    Meine Befürchtung, dass ich mit reinem Steampunk womöglich nicht klar komme, hat sich in diesem Fall nicht bewahrheitet. Vielleicht, weil sich die Mechanik manchmal wie Magie angefühlt hat. Vielleicht aber auch, weil die Geschichte sehr intensiv auf mich wirkte und ich zu Boris mit seinen vielfältigen Empfindungen und Unsicherheiten einen ganz besonderen Zugang hatte. (Rezension)
  4.  

  5. Peter S. Beagle – Das letzte Einhorn
    Ich mag den Film, aber bei dem Buch hatte ich Bammel davor, dass es zu anspruchsvoll für mich ist. Glücklicherweise gab es aber jemanden, der mich immer wieder auf den Roman neugierig gemacht hat – so lange, bis ich es einfach lesen musste und danach völlig begeistert war. Beispielsweise von der wundervollen Sprache, der magischen Poesie, diesen schönen Beschreibungen und Ideen. Ein Held ist nur dann ein richtiger Held, wenn er vom Augenblick seiner Geburt an in Schwierigkeiten steckt. (Rezension)
  6.  

  7. Fabienne Siegmund & Tatjana Kirsten – Der Karussellkönig
    Hier hatten mich die düsteren Andeutungen verunsichert, die ich sowohl beim Verleger als auch bei Fabienne mitbekam. Die Geschichte ist aber nicht nur düster, sondern es gibt auch Hoffnung. Mina sucht nach ihrer Freundin, um sie zu retten. Sie gibt nicht auf und findet schließlich einen Weg zu ihr, aber alles hat seinen Preis. Es gibt Geheimnisse und alte Geschichten. Träume und Erinnerungen. Liebe und Schuld. Antworten, die man vielleicht gar nicht hören möchte. Und einen Helden, der selbst Hilfe braucht. (Rezension)
  8.  

  9. Erik Kellen – Die blaue Königin
    Die Geschichte ist mir 2014 noch als „Die letzte Muse“ unter dem Pseudonym Rebecca Vali begegnet – und wurde als sinnlicher Liebesroman verkauft, was mich ein wenig abgeschreckt hat. Der literarische Bezug, eine Muse und nicht zuletzt die Leseprobe sorgten dann dafür, dass ich das Buch lesen wollte. Die sinnliche Seite ist ein wichtiger Teil des Romans, der sich aber mit vielen anderen Dingen verbindet – und erst das Gesamtpaket berührt mich auf eine sehr intensive Weise. Ich mag die Tiefe der Geschichte, denn es geht auch darum, wie man mit den Wunden, die einem das Leben beibringt, umgeht. (Rezension)
  10.  

  11. Deborah Harkness – Die Seelen der Nacht
    Vampire und ich … sind jetzt ja nicht so die besten Freunde. Aber manchmal bin ich zu neugierig und versuche es doch – hier trugen die Hexen in der Geschichte und die Begeisterung im Freundeskreis dazu bei. Ein Wohlfühlbuch mit einer dichten Atmosphäre und leiser Erzählweise. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Hintergründe, die in die Geschichte eingebaut wurden. Das Wissen, das vermittelt wird, ohne belehrend zu wirken, dafür aber meine Neugier geweckt hat. (Rezension)
  12.  

  13. Christoph Hardebusch – Die Werwölfe
    Werwölfe verband ich vor diesem Buch vor allem mit Horror, und das ist eindeutig nicht mein Genre. Hier hat mich die Beschreibung aber sehr neugierig gemacht – genauer gesagt die Verbindung zwischen Lord Byron und dem geheimnisvollen Erbe der Werwölfe. Die auftretenden historischen Figuren sind abwechslungsreiche und oft nicht ganz einfache Charaktere, die mein Interesse geweckt haben und gelungen in die historisch-phantastische Handlung eingearbeitet wurden. Es geht mystisch und düster zu, außerdem liebe ich die poetischen Szenen! (Rezension)
  14.  

  15. Natalie Matt & Silas Matthes – Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich
    Hier hat mich die Zielgruppe abgeschreckt, die Reihe richtet sich ja an die Fans von „Game of Thrones“ – und das ist einfach nicht so meins. Der Inhalt klang allerdings spannend und nach einer besuchten Lesung war ich mir dann sicher, dass ich es trotz meiner Bedenken einfach mal mit dieser Reihe versuchen muss. Den ersten Band habe ich begeistert gelesen, eine faszinierende und sehr fesselnde Geschichte mit einer unheimlich dichten Atmosphäre. Lange nicht so düster, wie ich befürchtet hatte, sondern eine spannende Mischung aus High Fantasy und Mystery.
  16.  

  17. Bernhard Hennen – Nebenan
    Nach einigen schiefgegangenen Versuchen hatte ich das mit mir und der lustigen Fantasy eigentlich aufgegeben, mein Humor reichte wohl nur für einzelne Figuren – bestenfalls. Hier habe ich dann aber eine Ausnahme gemacht, weil ich einfach zu neugierig darauf war, was mein Lieblingsautor daraus macht. Überraschenderweise (zumindest für mich) hat der Humor voll meinen Geschmack getroffen. Mir hat gefallen, dass dieser nicht so abgehoben oder übertrieben war, sondern fein und leicht schräg. Und mit viel Situationskomik! Außerdem hätte ich ohne diese Geschichte ja nie meinen liebsten Öko-Terroristen kennengelernt … (Rezension)
  18.  

  19. Monika Jaedig – Silbernes Band
    Wieder Vampire. Diesmal konnte ich Island nicht widerstehen – und der stimmungsvollen Leseprobe. Der Roman hat auf mich sehr emotional und vielschichtig gewirkt, denn es geht um verschiedenen Beziehungen, die Welt der Unsterblichen und den Hintergrund der einzelnen Figuren. Außerdem gibt es eingeflochtene Erzählungen im isländischen Sagastil, die ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind. (Rezension)

Fantasywoche vom 06.-12. Februar 2017

Was ist das?

Ein Online-Event für alle Fans von Romantic-, Urban-, Dark- und High-Fantasy, das von den beiden Schirmherrinnen Emily Thomsen und Christin Burger finanziert wird. 7 Tage lang wird es Live-Lesungen, Challenges, Gewinnspiele und Überraschungen geben!

Die Veranstaltung findet auf Facebook statt, es gibt aber auch eine Webseite. Auf dem Blog gibt es übrigens auch schon ein paar Beiträge und Videos.

Kostenlose Tickets für Leser und Autoren gibt es hier.

Welche Autoren sind mit dabei?

  • Alana Falk
  • Alexandra Fuchs
  • Amber Auburn
  • Ava Reed
  • Bernhard Hennen
  • Christin Burger
  • Ela Feyh
  • Emily Thomsen
  • I.Reen Bow
  • Ju Honisch
  • Julia Adrian
  • Marie Grasshoff
  • Mella Dumont
  • Mira Valentin
  • Mirjam H. Hüberli
  • Robert Corvus
  • Rose Snow
  • T.S. Orgel

Ich hatte auf der Facebook-Seite von Robert Corvus einen Beitrag zur Fantasywoche gesehen und musste mir dann einfach eines der Blogger-Tickets sichern. Eine Fantasywoche! Nicht ohne mich. ;)

Ich hatte erst befürchtet, dass es da nur um Romantic Fantasy geht – aber es werden ja noch drei weitere Subgenres angesprochen, mit denen ich etwas anfangen kann. Und die High Fantasy ist immer noch eins meiner Lieblingsgenres.

Ich bin also als Blogger mit dabei und unheimlich neugierig, was uns da so alles erwartet. Noch weiß ich nicht, was für einen Beitrag ich beisteuern werde bzw. mit wem – das wird also noch spannend! Ich freue mich aber schon sehr auf die Fantasywoche, wer von euch ist denn mit dabei?

Fabienne Siegmund – Das Herz der Nacht

Erscheinungsjahr: 2015 als eBook bei Forever, 2016 als Hardcover bei Acabus
Gelesen im November 2016
Verlag: Acabus

Rezension

Venedig: Nach sieben Tagen, an denen die Sonne nicht aufgegangen ist, kehrt sie am achten Morgen zurück, aber dafür gibt es nun in der Nacht keine Dunkelheit mehr. Am neunten Morgen ist die Tänzerin Anisa verschwunden – nicht als einzige, wie der Zauberkünstler Matéo bei der Suche nach seiner Gefährtin erfährt. Zusammen mit seinem Kaninchen Jordí gelangt er schließlich in den Zirkus Laylaluna, wo er auch Anisa findet, die sich jedoch nicht an ihn erinnern kann. Dafür lädt sie ihn ein, ebenfalls im Zirkus aufzutreten …

Die Geschichte beginnt damit, dass der größte Magier der Welt erzählt, was für ein Narr er war. Ausgerechnet er hat seine geliebte Layla nicht als das erkannt, was sie war. Als sie nach sieben Tagen und sieben Nächten fortging, war sein Schmerz so groß, dass er Layla in einen Traum gesperrt hat, um das Glück festzuhalten. Doch sie träumt nicht von ihm – und zusammen mit ihr ist so vieles mehr verschwunden.

Mit diesem Beginn hatte mich das Buch emotional erwischt, denn die Tragik dahinter reizte mich nicht nur, sie forderte auch meine Neugier heraus. Wie sah es in diesem Traum aus? Wovon träumte Layla? Gibt es eine Möglichkeit, diesen Traum zu beenden? Geschichten über Träume sprechen mich an, und hier kommt noch etwas märchenhaft-magisches dazu.

Das fängt schon bei den Schneeglöckchen an, die immer wieder auftauchen. Zuerst sind sie „nur“ eine Spur, die Matéo und Jordí zum Zirkus führen, später tauchen sie dann in anderer Form auf und erhalten eine besondere Bedeutung. Und die ist auch bis in meine Realität vorgedrungen und begleitet mich nun immer, wenn ich Schneeglöckchen sehe.

Der Zirkus ist voller Magie, durch seine ganz eigenen Besonderheiten und die Aufführungen. Ich habe mich bei einigen Dingen so gefühlt wie als Kind im Zirkus, alles war voller Wunder und von verheißungsvollen Melodien umwoben. Manche Aufführungen haben mich total verzaubert, beispielsweise Anisas Kunststücke mit den Seifenblasen.

Auch wenn das natürlich nur eine Seite des Zirkus Laylaluna ist, die helle. Es gibt auch Aufführungen, die nicht funktionieren. Einsamkeit, Schmerz, Zweifel und Traurigkeit. Dinge, die man nur sieht, wenn man genau hinschaut. Matéos Versuche, den Traum zu beenden – und die Gefahr, in die er sich dadurch begibt.

Die meisten anderen Künstler wirken anfangs ziemlich verschlossen und kühl, was später aber nachvollziehbar wird. Nach und nach erfährt man etwas über sie – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Dadurch stehen mir die meisten Figuren nah und manche von ihnen habe ich einfach in mein Herz geschlossen.

Das gilt vor allem für Mireia, die Wahrsagerin. Zu ihr spürte ich von Anfang an eine besondere Verbindung, die sich im Verlauf der Geschichte noch vertieft hat. Sie weiß viel, strahlt eine gewisse Melancholie aus und berührt mich einfach sehr. Außerdem liebe ich ihr Tarot der tausend Stimmen!

Das Ende der Geschichte hat für mich auch eine traurige Ebene, obwohl es positiv und ein Neuanfang ist. Es hat etwas mit Träumen und Erinnerungen zu tun. Und natürlich damit, dass ich gern noch mehr über Mireia erfahren hätte. Aber all das passt wunderbar zu der Geschichte, die nicht nur von Magie sondern auch von Melancholie begleitet wurde.

„Das Herz der Nacht“ war für mich eine märchenhaft-poetische Lektüre, die mir den Zirkus-Zauber wieder näher gebracht hat – gemischt mit tragischen Elementen und einem Traum, der ein Gefängnis ist. Der Roman beginnt ruhig, die Spannung baut sich jedoch beständig auf und es gibt einige Szenen, bei denen ich ganz hibbelig geworden bin. Emotional, berührend, mit einem ganz besonderem Tarot und magischen Bildern. Und einem runden Ende, auch weil das Motiv des Schneeglöckchens noch einmal aufgetaucht ist …

Tschüß, 2016!

2016. Im ersten Moment denke ich: Was für ein schreckliches Jahr. Aber das stimmt nicht, die negativen Dinge schwimmen einfach nur weiter oben an der Oberfläche. Ja, das Jahr hielt so einige erschreckende und beängstigende Ereignisse bereit. Und ja, es war für mich persönlich aus unterschiedlichen Gründen ein sehr anstrengendes Jahr. Aber eben nicht nur! Also höchste Zeit, an die schönen Momente 2016 zu denken …

Ich war wieder auf einem Konzert meines Lieblingsmusikers. Bei vielen Lesungen, von Lieblingsautoren aber auch für mich bis dahin unbekannten Autoren. Habe Torsten Sträter live gesehen. War in meiner Lieblingsstadt und an anderen schönen Orten, die mir neue Eindrücke verschafft haben. Ich habe einige liebe Menschen wiedergesehen – und neue kennengelernt. Es gab schöne Sonnenauf- und -untergänge, Nebelwelten, Blumenduft, Mondschein, Katzenmaunzen und Krähenkrächzen. Ich habe es tatsächlich geschafft, an zwei Leserunden teilzunehmen. Es gab einige sehr besondere Momente, die mir viel bedeuten. Und spezielle Geschenke. Meine Buchposter-Sammlung ist wieder gewachsen und ich durfte Schrati adoptieren! Unter anderem …

collage16

Von der persönlichen Entwicklung her hat mir 2016 vor allem eins gebracht: Stärke. Auf dem Blog hat man davon vielleicht nicht soviel gespürt, weil es in Phasen sehr ruhig war und ich ja sogar überlegt hatte, ganz aufzuhören. Hier waren eher die Anfänge zu sehen – der Mut, Anfragen für Interviews zu stellen, auch wenn ich mich dafür mit meinem Nischenblog zu unbedeutend fühlte. Und das Ende, denn den Blog gibt es ja nach wie vor. Ich hoffe im nächsten Jahr läuft das ein wenig runder.

Und wo ich schon beim Blog bin … Ich habe mal geschaut, welche 5 Buchrezensionen im Jahr 2016 am meisten angeklickt wurden:

  1. Erik Kellen – Nimmerherz 2. Der lange Weg des Windes (164 Aufrufe)
  2. Bernhard Hennen, Robert Corvus – Phileasson 1. Nordwärts (141 Aufrufe)
  3. Erik Kellen – Nimmerherz 1. Roter Schnee wird fallen (81 Aufrufe)
  4. James A. Sullivan – Nuramon (80 Aufrufe)
  5. Erik Kellen – GezeitenZauber (67 Aufrufe)

Mögt ihr Listen? Dann kommt hier gleich die nächste, mit den in 2016 veröffentlichten Interviews:

Meinem Lesejahr stehe ich etwas zwiegespalten gegenüber, denn ich habe nur 18 Bücher gelesen – was ich ziemlich deprimierend finde. Allerdings haben mir dafür alle gut gefallen, sie haben mich nur unterschiedlich intensiv erwischt. Das hatte ich so auch noch nicht …

Darum fällt es mir auch schwer, mein(e) Jahreshighlights zu nennen. Ich nehme da jetzt einfach die Geschichten, die mich am intensivsten erwischt haben:

Wenn ihr mich jetzt aber unbedingt auf ein Buch festnageln wollt … Dann die Drachenelfen! Am meisten gelesen habe ich 2016 übrigens von Fabienne Siegmund, ganze drei Bücher.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein phantastisches 2017! Habt eine schöne Zeit, achtet auf euch (und andere) und macht möglichst oft das, was euch am Herzen liegt. Wir lesen uns …

silvester

Bernhard Hennen – Himmel in Flammen (Drachenelfen 5)

Erscheinungsjahr: 2016
Gelesen im September 2016
Verlag: Heyne
Autorenseite

Rezension

Der abschließende Band der Drachenelfen-Reihe beginnt damit, dass über Volodis Palast ein einzigartiger Wolkensammler vor Anker geht, dem ein „alter Bekannter“ entsteigt, der dem Unsterblichem vom wohl größten Geheimnis Nangogs berichtet: Dem Traumeis, das er gefunden und wieder versteckt hat. Mit ihm kann man alles verändern – und einen Weg finden, um die Daimonen endgültig zu vertreiben. Wie wird der Kampf um die Welt Nangog enden?

Schon nach wenigen Seiten wurde ich wieder mitten in die Geschichte gezogen und die Erinnerungen an die vorherigen Bände stiegen immer zahlreicher in mir auf. Ich war fasziniert, genoss die besondere Stimmung und die zahlreichen Erzählperspektiven, die für mich einfach zu dieser Reihe gehören.

Natürlich gibt es Figuren, die mir besonders am Herzen liegen und über die ich möglichst viel erfahren möchte, aber ich liebe auch die Vielschichtigkeit, die durch die verschiedenen Perspektiven geschaffen wird. Dass sich Zeit für Nebenfiguren genommen wird, man ganz unterschiedliche Sichtweisen, Hintergründe und Motivationen kennenlernt. Dadurch wird die Geschichte wunderbar episch!

Mich beeindruckten aber auch viele Ideen und überraschende Entwicklungen. Manche von ihnen haben mich regelrecht umgehauen, so dass ich völlig gebannt vor meinem Buch saß und mein Kopfkino geradezu explodiert ist. In diesen Momenten musste ich mich dann trotz aller Spannung dazu zwingen, kurz anzuhalten, um das Gelesene und meine inneren Bilder dazu zu verarbeiten.

Es gab aber auch ein, zwei Szenen, zu denen ich eine Weiterführung vermisst habe. In denen es Andeutungen zu einer Begegnung gab, über die dann aber nichts weiter kam. Ich und meine Neugier empfanden das vielleicht als besonders schlimm, weil es da auch um eine meiner Lieblingsfiguren ging.

Der Zugang zu einer anderen Lieblingsfigur hat sich dafür aber noch verstärkt bzw. eine andere Ebene erreicht. Ich habe sehr mitgelitten, freue mich aber auch riesig, nun die „Vorgeschichte“ zu kennen. Die Nähe zu den Figuren ist für mich sehr wichtig, daher mag ich es auch, durch die Vergangenheit neue Hintergründe und Facetten zu entdecken.

Bei all der Spannung und den vielen Ereignissen geht der Humor aber nicht verloren. Ich musste öfter grinsen und dieser Satz hat sogar für einen längeren Lachanfall gesorgt:

Schlichtere Gemüter halten es in der Tat immer wieder für Magie, wenn man denkt, bevor man handelt.

Über mich selbst musste ich auch manchmal lachen, beispielsweise als mich ca. 100 Seiten vor dem Ende eine Figur „erwischt“ hat, die mir davor nicht unbedingt sympathisch war. Und das innerhalb von nur ein paar Szenen … Hu, bin ich wirklich so einfach gestrickt?

„Himmel in Flammen“ war für mich trotz eines Kritikpunkts ein beeindruckender und ideenreicher Abschluss der Drachenelfen-Reihe, der auf mich sehr intensiv gewirkt hat. Ich konnte alles um mich herum vergessen und war von der Geschichte auch emotional völlig gefesselt. Es gab Verluste, aber überraschenderweise nicht in dem von mir erwarteten Ausmaß. Und einen Übergang zu „Die Elfen“, der auf mich sehr rund gewirkt hat! Diese Reihe lässt mich also begeistert und mit vielfältigen Eindrücken zurück …

Reihenfolge

  1. Drachenelfen
  2. Drachenelfen. Die Windgängerin
  3. Drachenelfen. Die gefesselte Göttin
  4. Drachenelfen. Die letzten Eiskrieger
  5. Drachenelfen. Himmel in Flammen

Interview mit Manuel Charisius

Dieses Interview habe ich für die dritte Ausgabe des Qindie-Magazins geführt, darf es aber auch hier auf dem Blog veröffentlichen. Das Magazin gibt es als Download in den Formaten ePub, Mobi & PDF, man kann es aber auch online lesen. Wer zukünftige Qindie-Aktionen unterstützen möchte, kann das Magazin aber auch für einen Obolus von 1,99 Euro bei Amazon kaufen oder über Kindle-Unlimited ausleihen.


© Manuel Charisius

© Manuel Charisius

 
 
Manuel Charisius, 1979 in Stuttgart geboren, liest und schreibt seit seiner Jugend phantastische Geschichten, bevorzugt mit Mischwesen und Gestaltwandlern in den Hauptrollen. Er studierte Anglistik und Germanistik in Heidelberg und Auckland, Neuseeland.

Manuel Charisius arbeitet hauptberuflich als Autor und Texter in Heidelberg.
 

Neben dem Schreiben macht er Musik und liebt lange Fahrradtouren und Wanderungen, bei denen ihn meist ein lauffreudiger Schlittenhund begleitet. Ab und zu bastelt er auch gerne mit Software und Elektronikkram herum oder spielt Videospiele, die heutzutage als »Retro« bezeichnet werden.

Nie anzutreffen ohne: meinen Hausschlüssel
Besondere Kennzeichen: Pferdeschwanz
Motto: Was ich nicht selber kann, kann ich mir selber beibringen.
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Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Kind der neunziger Jahre mit unstillbarem Hunger nach guten Geschichten und schönen Liedern. Ohne großes politisches Interesse, aber als Wähler definitiv im links-grünen Spektrum zu verorten. Überzeugter Agnostiker und Skeptiker. Seit jeher Einzelkämpfer. Kein Überflieger, aber ein Pedant.

Wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Die Sonne geht auf, ich werde viel zu spät wach, begebe mich über diverse Zwischenstopps in Bad und Küche an den Schreibtisch, surfe viel zu lange im Internet und wundere mich über viel zu viele Dinge, die es eigentlich gar nicht wert sind. Ich bemühe mich um ein ausgewogenes Mittagessen, vertrete meine Eltern in puncto Hundebetreuung, gehe meinen Hobbies nach und produziere alles in allem viel zu wenig Text.
Aber zur Abwechslung gibt es ja immer mal wieder auch diese gewissen »unnormalen« Tage …

Herrscht auf Deinem Schreibtisch eher Chaos oder Ordnung?

Ich sage mal – kontrolliertes Chaos. Mein Arbeitsplatz ist vielleicht nicht penibel geordnet, aber auch nicht mit überflüssigem Kram beladen. Was ich nicht brauche, wird meistens gleich weggeräumt, ich muss also nie irgend etwas suchen.

Während Deines Studiums warst Du auch in Neuseeland, welche Auswirkungen hatte die Zeit in Auckland auf Dich?

Neuseeland vereint nicht nur alle Naturschönheiten, die man sonst von den verschiedensten Teilen der Welt her kennt, auf kaum mehr als zwei größeren Inseln, sondern hat mit der University of Auckland auch eine der besten und renommiertesten Bildungsstätten auf der Südhalbkugel anzubieten. Nicht zuletzt begegnen sich im »Land der langen weißen Wolke« viele Kulturen, vor allem aber die polynesische, die asiatische und die europäische. Gerade Auckland ist eine unglaublich weltoffene, internationale Stadt. Mit anderen Worten, Auckland war von Anfang an mein absolutes Traumziel, dicht gefolgt von Kanada und Südafrika. Das Bewerbungsgespräch verlief eher unglücklich, und umso überraschter und himmelhochjauchzend war ich, als ich das Stipendium erhielt. Ich verbrachte zwei Semester »down under«, und ich kostete jede Sekunde voll aus. Ohne Übertreibung kann ich heute sagen, die Zeit in Auckland war die beste Zeit meines Lebens.

Leider war sie auch die schrecklichste. Ich war noch vollständig sozial eingebettet und keineswegs bereit für eine Rückkehr, da erreichte mich die Nachricht aus der alten Heimat, dass meine ältere Schwester nach einer plötzlichen, schweren Erkrankung im Sterben läge. Natürlich buchte ich meinen Rückflug sofort um. Zwei Tage später war ich wieder zu Hause.
Seither bin ich ein anderer Mensch – zumindest fühle ich mich so. Falls ich eines Tages nach Auckland zurückkehren werde, so wird dies mit großen Schmerzen und noch größeren Ängsten verbunden sein. Also rechne ich nie mehr damit – so sehr ich mich auch nach Neuseeland zurück sehne …

© Manuel Charisius

© Manuel Charisius

Du spielst Flöte, Klavier und Gitarre – wann greifst Du zu welchem Instrument? Und wie unterschiedlich wirkt die Musik auf Dich?

Die Blockflöte war das erste Instrument, das ich überhaupt erlernt habe. Dank privatem Flötenkreis habe ich es bis in die späte Pubertät hinein auch regelmäßig gespielt, zumeist die Tenor- oder Bassstimme. Bis heute besitze ich aus jeder der fünf wichtigen Lagen ein Instrument, nur die Bassflöte fehlt. Allerdings habe ich erst in den letzten Jahren wieder öfter mal Blockflöte gespielt, meist zusammen mit Gitarren- oder Klavierbegleitung. Wie fast alle Blasinstrumente erlaubt es auch die Flöte ihrem Spieler, quasi einen großen Anteil seiner Persönlichkeit in den Klang hineinzuweben. Du gibst deinen Atem, und das Instrument wandelt ihn in Töne um. So lässt sich allein durch die Atmung eine unendliche Fülle von klanglichen Nuancen erzielen, die im Grunde nur noch von Sängern übertroffen wird.

Das Klavier kam dann gegen Ende der Grundschulzeit hinzu. An den Tasten habe ich wohl die meiste Übungspraxis. Unzählige Vorspielabende und Wettbewerbe wie Jugend Musiziert haben wir, d. h. Freunde und ich, im Zusammenspiel (Klavier vierhändig, zwei Klaviere, Klavier und Cello/Geige etc.) bestritten. Auch heute noch spiele ich regelmäßig, um meine Fingerfertigkeit weitgehend zu erhalten. Schmerzlich vermisse ich das gemeinsame Musizieren im Duo oder Trio, nachdem meine damaligen Spielpartner längst in aller Welt verstreut sind. Das Klavier ist für mich eine Art musikalisches Zuhause. Hier fühle ich mich wohl, hier kann ich mich voll entfalten. Und es ist dasjenige Instrument, bei dem ich auch heute noch den meisten Ehrgeiz verspüre. Wenn mir schon die Nachbarn beim Üben zuhören müssen, so sollen sie zumindest auch keine dilettantische Klimperei ertragen müssen.

Die Gitarre kam als letztes hinzu – autodidaktisch und ohne große Ansprüche. Ein paar Lieder begleiten zu können oder mal rasch ein paar neue Akkordfolgen auszudenken, das reicht mir schon. An der Gitarre kann ich entspannen, es ist für mich sozusagen ein reines Chill-out-Instrument. Um keine Gitarristen vor den Kopf zu stoßen: Mir ist natürlich voll bewusst, dass es jede Menge Literatur für die Gitarre gibt, darunter auch hochvirtuose Werke aller möglichen Länder und Epochen. Aber ich habe nicht den Anspruch an mich selber, diese einzustudieren – zumal ich derzeit leider nicht einmal ein eigenes Instrument besitze.

Gibt es ein Instrument, das Du gern noch spielen können würdest?

Neben der Querflöte, die mich schon als Jugendlicher gereizt hat – meine Mutter behauptete allerdings immer, dass sie den Klang nicht mag, also bekam ich auch keinen Unterricht –, würde mich prinzipiell mal ein Streichinstrument tieferer Lage interessieren, z. B. Cello oder Bratsche, zumal das Repertoire an Orchester- und kammermusikalischer Literatur ja ganze Bibliotheken füllt. Und dann ist da natürlich die »Königin der Instrumente«, die Orgel, für die man als Pianist die besten Voraussetzungen mitbringt. Vor vielen Jahren habe ich mich mal daran versucht, fühlte mich durch das zusätzliche Pedal jedoch recht schnell überfordert.

© Manuel Charisius

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Welche Rolle spielt Musik in Deinem Leben?

Sie hat mich seit frühester Kindheit begleitet und geprägt. Sie ist nichts weniger als lebenswichtig für mich.

Welche Musik hörst Du gern?

Am liebsten höre ich Musik, die mir auf schwer beschreibbare Weise Horizonte eröffnet – allermeistens ist das klassische Musik, aber nicht nur. Am besten rede ich nicht lange drum herum und gebe stattdessen ein paar Beispiele: Bach (z. B. h-Moll-Messe), Mozart (Klavierkonzerte, Jupiter-Sinfonie), Beethovens gesamtes Klavierwerk, fast alles aus der Romantik (Chopin, Rachmaninow, Borodin, Ravel, Schumann, Clara Schumann geb. Wieck, Mendelssohn-Bartholdy, Debussy, Brahms, Grieg usw.), des weiteren Mel Bonis (Mélanie Bonis), Darius Milhaud, Jean Sibelius, Paul Hindemith, Erwin Schulhoff, Scott Joplin, George Gershwin, Andrew Lloyd Webber, die Beatles, Peter, Paul and Mary, Simon & Garfunkel, Irisches und (pseudo-)Keltisches aller Art, Erich W. Korngold, Bert Kaempfert, Vangelis, alle mögliche Filmmusik bzw. Soundtracks … um nur einige zu nennen.

Was hat Dich zu „Weltenlied“ inspiriert bzw. kannst Du Dich noch an Deine ersten Ideen dazu erinnern? War der hohe Stellenwert der Musik von Anfang an geplant?

Die allererste Idee war die: Ein Junge verwandelt sich in einen Löwen. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Da war ich gerade 16 Jahre alt. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich diese Idee vor Weltenlied schon einmal als erzählte Geschichte zu verarbeiten versucht; und in der Rückschau bin ich daran gescheitert. Die Musik spielte bereits in der ersten Fassung eine Rolle, allerdings wurde mir erst bei der Planung von Weltenlied der wahre Stellenwert bewusst, den die Flöte und ihre Macht in Bezug auf den Plot haben würden (und seit jeher hatten).

Nachdem sich Léun vor meinem inneren Auge erst einmal manifestiert hatte, ging mir auch seine Geschichte nicht mehr aus dem Kopf. Ich wusste, dass seine Geschichte die Geschichte ist, die ich erzählen muss, koste es, was es wolle. Und mir war klar, dass mein erster Versuch misslungen war. Diese Gewisssheit war ungelogen so schmerzhaft, dass sie mir Alpträume bescherte. Also beschloss ich noch vor dem Erscheinen von Streuner – und entgegen dem Rat meines damaligen Agenten – Léuns Geschichte erneut, das heißt, von Grund auf neu zu erzählen. Für meinen Ex-Agenten wohl ein Desaster, für mich als Autor jedoch eine Art Wiederverpuppung, die mich seither und auch in Zukunft guten Gewissens anstatt Zuckerwasser meine eigene Nektarquelle anfliegen lässt.

Erzähl uns doch bitte etwas über die Welt, in der die Geschichte spielt.

Nýrdan ist eine vermeintlich abgelegene Inselgruppe, in unseren Maßstäben gemessen etwa 2,000 km östlich von Lesh-Tanár gelegen – ja, genau dem Lesh-Tanár, in dem der Streuner Wolf und seine Kumpane ihr Unwesen treiben, wobei die Handlung von Weltenlied wiederum zu einer völlig anderen Zeit spielt …
Wie auch immer – zu Léuns Zeit (und auch lange vor- und nachher) ist Nýrdan eine isolierte Inselwelt, gelegen in einer eher subtropischen Klimazone (daher die Reisfelder und die vergleichsweise milden Winter), mit einem Nachteil: Düsterland, eine wirtschaftlich eher semi-erfolgreiche Region im Südosten, deren dampfmaschinenbasierter technologischer Fortschritt sich nicht jedem erschließt, weshalb die breite Unterstützung seitens der restlichen Bevölkerung auch eher auf sich warten lässt …

Warum Gestaltwandler?

Weil sie mich seit jeher faszinieren.

Es beginnt mit einem Löwen … Was verbindet Dich mit diesen Tieren? Oder hat das rein inhaltliche Gründe?

Kleine und große Katzen, insbesondere Löwen, begleiten und faszinieren mich, solange ich denken kann. Schon als Kind und Jugendlicher sammelte ich alle Bilder und Infos zu Großkatzen, die ich nur bekommen konnte. Das Raubtierhaus in jedem beliebigen Zoo zog mich immer magisch an, trotz des oft genug beißenden Geruchs. Nicht zuletzt wirkte der Disney-Film Der König der Löwen Mitte der neunziger Jahre wie eine Offenbarung auf mich, von C. S. Lewis’ Aslan ganz zu schweigen. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis mich Léuns Geschichte eines Tages treffen würde wie ein Blitz.

Meine Faszination für Großkatzen geht übrigens über Káor und seine Wahrnehmung (bzw. wie er von anderen wahrgenommen wird) weit hinaus: In Weltenlied habe ich eine menschliche Gesellschaft, nämlich die der Steppenläufer, den heutigen Erkenntnissen vom Leben realer Löwenrudel nachgebildet, in denen der Nachwuchs des getöteten Alpha-Männchens vom übernehmenden Männchen getötet wird. Dieser Vorgang, so schrecklich er auch sein mag, findet sich praktisch unverändert (und unhinterfragt, wie in unserer Welt kein Löwe Fragen stellen würde) in der Kultur der Steppenläufer wieder.

© Manuel Charisius

© Manuel Charisius

Wenn Du Dich in ein Tier Deiner Wahl verwandeln könntest, welches würdest Du wählen und warum?

Einen (männlichen) Löwen. Und irgendwie bin ich innerlich von Geburt an einer, auch wenn ich, biologisch gesehen, zu den Trockennasenaffen zähle. Weil ich mich als Löwe geboren fühle.

Gibt es in dem Roman eine Figur, die Dir besonders am Herzen liegt?

Ja: Léun. Er ist ein wesentlicher Teil meines Alter Egos in Weltenlied (lies meinen Vornamen mal rückwärts …). Aber er ist nicht der einzige Teil. Alle Figuren im Roman sind irgendwie mit mir verbunden. Von daher schlägt auch mein Herz nicht nur für Léun, sondern für sie alle.

An welchem Ort in Nýrdan würdest Du Dich gern eine Weile aufhalten? Und warum?

Das ist leicht: Die Stadt Urtán am Großen Salzsee wäre für mich der Ort erster Wahl. Urtán ist in Nýrdan eine Art Weltstadt, ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen, fast wie Auckland in unserer Welt. Davon abgesehen würde ich jederzeit gerne Léuns Heimat Grüntal, die Geisterstadt im Zentrum von Mittwald und natürlich Schloss Larkhâ besuchen – Letzteres ist, wie ich aus sicherer Quelle weiß, für Touristen jederzeit geöffnet (auch wenn das im Roman nicht unbedingt deutlich wird)!

Gibt es Vorbilder für die Musik in „Weltenlied“?

Vorbilder nicht, vielmehr habe ich einige der Musikstücke und Lieder, von denen im Roman die Rede ist, selber auskomponiert.

Was denkst Du über die magische Kraft der Musik?

Deine Frage nimmt meine Antwort schon vorweg: Ich halte Musik – ebenso wie übrigens auch jede Geschichte und jedes Kunstwerk, ob nun mündlich, schriftlich oder bildlich überliefert – für eine real erfahrbare (wenn nicht die einzige!) Form von Magie. Ein Notenblatt mit dem Hauptthema von Smetanas Moldau, eine nordische Saga wie die um Gísli Súrsson, die Höhlenmalereien von Lascaux, ein Ballett wie Tschaikowskis Schwanensee, ein Gemälde wie die Mona Lisa, eine Statue wie Michelangelos David, die Büste der Nofretete, die Venus von Willendorf – all diesen beispielhaft genannten Meisterwerken menschlicher Schöpfungskraft wohnt ein Zauber inne, der sie die Zeiten trotz aller Widrigkeiten hat überdauern lassen. Das ist wahre Magie, finde ich.

© Manuel Charisius

© Manuel Charisius

Auf wie viele Teile ist die „Saga der Zwölf“ angelegt?

Bei der Planung schwebte mir tatsächlich ein monumentales Epos von exakt zwölf Bänden vor – jeweils ein Teilband sollte die Geschichte eines der zwölf Gestaltwandler erzählen, bis sie dann im Finale endlich zusammenfinden. Diese Idee habe ich bereits beim Schreiben von Weltenlied verwerfen müssen, da sich herausstellte, dass die Zwölf viel enger miteinander verbunden sind als gedacht. In Weltenlied kommen ja bereits vier von ihnen vor, von denen zwei mit diesem ersten Band »ihre« Geschichte erleben. Ich gehe davon aus, dass auch in zukünftigen Bänden immer mehr oder weniger kleine Gruppen der zwölf Gestaltwandler zum Zug kommen werden. Band zwei, so viel kann ich schon verraten, wird in der Zeit zurückgehen und sich der recht dramatischen Geschichte um Báss den Schwarzbären und Barúka den Schwertfisch widmen.

Wo schreibst Du am liebsten? Brauchst Du dafür Ruhe oder begleitet Dich Musik?

Der Ort spielt eigentlich keine Rolle. Ob nun am Arbeitsplatz zu Hause in meiner Dachwohnung, am Küchentisch meiner Eltern oder auf dem Balkon – wenn ich schreibe bzw. Texte für andere erstelle, verblasst die Umgebung um mich herum. Als ich noch studiert habe, bin ich öfter mal ins Uni-Rechenzentrum gegangen. Die Arbeitsatmosphäre in den Poolräumen hat mich immer sehr motiviert. Einige Kapitel aus dem vorderen Teil von Streuner sind dort entstanden. Ruhe brauche ich beim Schreiben fast nur im Hinblick auf gesprochene Sprache. Wenn sich Leute in Hörweite unterhalten oder ein Radio vor sich hin quasselt, bringt mich das aus dem Konzept. Einen semantisch neutralen Lärmpegel kann ich zu einem gewissen Grad tolerieren. Dagegen ist Musik für mich stets willkommene Inspiration und Unterstützung, um etwa die emotionale Tragweite einer Szene im Text festzuhalten. Die Stelle in Weltenlied, als Ciára in einer fremden Stadt verkleidet auf Léun wartet – eigentlich sogar fast das ganze Kapitel – ist zu zwei bestimmten Tracks von einer CD mit keltischem Folk entstanden, die in einer Endlosschleife abwechselnd liefen. Auch die Passage auf der Sturmpflug und viele der Kapitel, die aus Ríyuus Perspektive erzählt sind, hatten sozusagen ihren jeweils eigenen »Soundtrack«.

© Manuel Charisius

© Manuel Charisius

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

In Bezug auf meine eigenen Texte wünsche ich mir, dass sie den Menschen etwas geben. Dass du als Leser nach dem letzten Satz innehältst und das Gefühl hast, etwas mitzunehmen, was dich als Individuum bereichert. Und dass du das Buch irgendwann wieder aufschlägst und es noch einmal von vorne liest. Ich will keine Bücher schreiben, die sich in einer Nacht weglesen lassen und am nächsten Tag vergessen sind (und übrigens kann ich es auch nicht – ich habe es mal versucht und bin nach zwanzig Seiten gescheitert). Was jeder Leser für sich mitnimmt, ist übrigens nicht im Text bewusst oder unbewusst angelegt. Meine Bücher haben keine »Message«. Vielmehr ist es für jeden Menschen verschieden und absolut individuell, was meine Geschichte mit dir macht.

Was war bisher Dein schönstes Erlebnis als Autor?

Hm … schwierig. Klar, es gab ein paar echte Highlights, aber die meisten Dinge, von denen praktisch jeder Autor träumt – mehrere Auflagen, die limitierte Prachtausgabe des Erstlings, ein bedeutender Literaturpreis, die Übersetzung ins Englische — sind für mich bislang Träume geblieben. Eines der schönsten Erlebnisse war sicherlich, auf der Leipziger Buchmesse vor über einhundert Fantasy-Fans aus dem Streuner-Manuskript lesen zu dürfen. Das war im Jahr 2009. Seither sind mir zwei unterzeichnete Verlagsverträge, das Heyne-Paket mit den ersten gedruckten Ausgaben von Streuner sowie jede einzelne lobende Rezension eines meiner Bücher besonders im Gedächtnis geblieben.

Welche Autoren-Macken hast Du?

Wenn ich Bücher signiere, ärgere ich mich immer über meine ungelenke Handschrift und würde das gerade signierte Exemplar am liebsten gar nicht weitergeben.

© Manuel Charisius

© Manuel Charisius

Was macht Dir als Selfpublisher am meisten Freude – und was magst Du nicht so?

Am meisten schätze ich die freie, unbeschränkte Arbeitszeit, die für jedes Projekt zur Verfügung steht. Es macht mir viel Freude, eigene Texte in die Schublade zu legen und erst nach vier Wochen oder noch länger wieder anzuschauen, sie umzuarbeiten und daran zu feilen. Diese Phase der Arbeit, das umfassende Redigieren von vorhandenem Text, ist fast immer die produktivste. Erfahrungsgemäß profitiert das Endprodukt auch am meisten davon. Zudem habe ich großen Spaß an der Gestaltung von Layout und Cover, der Kapiteleinteilung, der Titelfindung, dem Verfassen von Teasern und Klappentexten und so weiter. Weniger gut dagegen bin ich in Sachen Werbung und Marketing. Sehr zurückhaltend bin ich mittlerweile auch, was den direkten Austausch mit anderen »Selfpublishern« (ich mag das Wort nicht) angeht – der immense Bücher-Output, der Eindruck allumfassender Kompetenz, das nach außen hin turmhohe Selbstbewusstsein und noch einiges mehr, was viele Autoren in diesem Bereich auszeichnet, all das wirkt auf mich einschüchternd, weckt meinen Fluchtinstinkt.

Was liest Du selbst gern? Welche Bücher, in denen Musik eine wichtige Rolle spielt, würdest Du empfehlen?

Als Leser bin ich nicht auf ein bestimmtes Genre beschränkt. Früher habe ich viel Fantasy gelesen, mit den meisten zeitgenössischen Vertretern der Sparte kann ich jedoch wenig anfangen. Heute lese ich alles, was mich interessiert, vom literarisch ambitionierten SF-Drama über den Gesellschaftsroman der sechziger Jahre bis hin zum kosmologischen Sachbuch.

Musikalisch inspirierte Bücher, die ich empfehlen würde, sind z. B. Hans Bemmanns Märchenroman Stein und Flöte, in dem ein Mensch die Sprache verliert und sich erst mit Flötenmelodien wieder zu äußern vermag; der erste Band der Narnia-Chroniken von C. S. Lewis, Das Wunder von Narnia, in dem der Löwe Aslan durch seinen Gesang die Welt erschafft; Dietmar Daths preisgekröntes Meisterwerk Die Abschaffung der Arten (der musikalische Bezug ergibt sich erst beim Lesen); Maarten ’t Harts großartige Autofiktion Das Wüten der ganzen Welt, deren halbwüchsiger Ich-Erzähler an einer Stelle angesichts eines wertvollen Klaviers, auf dem er unbedingt spielen will, eine Erektion bekommt; Hella Streichers Höhere Welten, ebenfalls ein autofiktionaler Text, der eine lesbische Liebesbeziehung, die Wende ab 1989, den Wahnsinn sowohl des Alltags der späten achtziger und frühen neunziger Jahre als auch der Lehre Rudolf Steiners, der sogenannten Anthroposophie, zum Thema hat; und nicht zuletzt Lars Vollmers pointierter, witziger Business-Ratgeber Wrong Turn, aus dem mir die Umschreibung »erster Draht, drittes Feld« (gemeint ist der Basston G auf der Gitarre) noch jetzt, nach fast zwei Jahren der Lektüre, im Gedächtnis präsent ist und mich abermals schmunzeln lässt.

Woran arbeitest Du gerade?

Daran, besser zu werden.

Herzlichen Dank für das Interview und Deine Geduld!

Ich habe zu danken!

Fröhliche Weihnachten!

kerzen

Ich wünsche euch ein fröhliches Weihnachtsfest, macht es euch schön und kommt zur Ruhe! :) Füllt eure Herzen mit Liebe, Zuneigung und Wärme. Macht das, was euch gut tut und achtet aufeinander. Habt einfach eine schöne Zeit, egal was und wie ihr feiert!

Gestern habe ich mit meiner Familie gefeiert, daher habe ich die restlichen Tage nun nur für mich Zeit. Und ich werde sie nutzen, um möglichst viel Ruhe zu tanken und einfach das zu tun, wozu ich Lust habe. Also lesen, schreiben und Filme gucken. Und Päckchen auspacken!

Dekoriert ist hier kaum, aber gestern Abend war ich noch ein wenig kreativ und habe mich an meinem ersten buchigen Weihnachtsbaum versucht. Die Idee dazu hatte ich durch einen Facebook-Beitrag von Literaturschock – und ich hatte einfach Lust, das mal auszuprobieren. Hier das Ergebnis:

buchwb_1

buchwb_2

Mir gefällt meine Version ziemlich gut. :) Habt ihr so etwas schonmal versucht?

Wintersonnenwende-Gewinnspiel

Wintersonnenwende! Ein hoffnungsvolles Fest, mit dem die Wiedergeburt des Lichts gefeiert wird … Da darf mein traditionelles Gewinnspiel einfach nicht fehlen, auch wenn es hier in den letzten Monaten aus verschiedenen Gründen sehr ruhig war.

Es gibt diese zwei Päckchen zu gewinnen:

Mondliebe

Mondliebe

Streunerwald

Streunerwald

Das Gewinnspiel läuft bis zum 27. Dezember 2016. Eine Teilnahme ist nur innerhalb von Deutschland möglich und es wird keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg übernommen. Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten.

Um teilzunehmen, beantwortet mir als Kommentar mit Angabe eurer eMail-Adresse (im dafür vorgesehenen Feld nur für Admins sichtbar) und der Info, für welche der Päckchen ihr in den Lostopf hüpfen wollt, folgende Frage:

Welches winterliche Buch hat euch zuletzt begeistert oder neugierig gemacht?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! :)

Frankfurter Buchmesse 2016

ffm16_botanischergarten

Am Mittwoch hatte ich mir messefrei genommen und war dafür im Botanischen Garten, was trotz Nieselregen genau die richtige Entscheidung war. Ein wunderschöner Ort, an dem ich durchatmen konnte und auch viele für mich reizvolle Fotomotive fand.

Der nächste Tag war dann so etwas wie ein kleiner Kulturschock: Viele Menschen, Hektik, ein ständiges Drängeln und Schubsen – manchmal auch begleitet von einer gewissen Arroganz. Glücklicherweise gab es aber auch nette Menschen und Dinge, über die ich grinsen musste. Und natürlich Bücher!

Als erstes hat es mich allerdings zur Kalender-Galerie gezogen, das ging gar nicht anders. Ich konnte in wunderbaren Bildern schwelgen, von manchen konnte ich mich nur schwer trennen. Besonders reizen mich ja nordische Länder – und Island war gut vertreten. :) Meine Favoriten wurden dann aber der Polarlicht-Kalender von Palazzi und Moonlight vom Ackermann Kunstverlag. In die hatte ich mich direkt verguckt, vielleicht auch wegen der mystischen Ausstrahlung.

island-kalender

Danach bin ich ein wenig durch die Hallen geschlendert und habe mir Bücher näher angeschaut, die mich vom Titel oder Cover her angesprochen haben. Spannend fand ich die Titel „Atlas der verlorenen Städte“, „Atlas der unheimlichen Orte“ und vor allem den im Januar 2017 erscheinenden „Atlas der sagenhaften Orte“ von Frederking & Thaler. Bei den „Kompakt & Visuell“-Büchern von Dorling Kindersley bin ich dann etwas länger kleben geblieben. Das zum Thema Mythologie muss ich natürlich unbedingt haben, aber auch „Kunst“ und „Architektur“ reizen mich sehr.

mythologie

Und dann war da ja noch meine „Tagesaufgabe“: Oliver Schlick und Björn Springorum zu erwischen! Das hat sogar bei beiden geklappt, auch wenn ich nicht damit gerechnet habe (vor allem, weil ich im einfach-so-Leute-anquatschen ja nicht besonders gut bin). Wir hatten nette Treffen im Gang, über die ich mich sehr gefreut habe. Und arbeiten mussten sie auch ein wenig, ich habe also zwei frisch signierte Bücher:

signbuecher

Danach hatte ich leider noch eine ziemlich unangenehme Begegnung, die auch dafür gesorgt hat, dass ich mich beim Aufwachen am Freitag unsicher und einfach „am falschen Platz“ gefühlt habe. Aber mich vor der Messe zu drücken war keine Option, weil da zwei Veranstaltungen und ein privates Treffen auf mich gewartet haben. Also lange duschen, Koffer packen, auschecken und dann zur Messe schubsen! Dort habe ich mir erstmal Tee und Müsli gegönnt, bevor der Bereich Kunst & Design durchwandert wurde. Und was sehe ich da? Katzen und … Tentakel?!

tentakelkatzen

Alles ist besser mit Tentakeln? Hm. Bevor ich da noch Kopfkino bekam, bin ich lieber weiter – und es wurde auch so langsam Zeit für das Meet & Greet mit Bernhard Hennen und Robert Corvus. Erstaunlicherweise war nicht viel los, es blieb also genug Zeit zum Bücher signieren und Quatschen. Und für die Warnung, dass es in „Der Himmelsturm“ manchmal gruselig wird. Huuu. Das kommt jetzt ein bisschen spät, wo ich mit der Reihe schon angefangen habe und sie mir doch so gut gefällt, dass ich sie unbedingt weiterlesen will. Da muss ich mich also allein dem Grusel stellen! Wobei, so ganz allein bin ich ja nicht – da wäre ja noch Schrati. Und den dritten Band „Die Wölfin“ könnte ich sogar in der Weihnachts-Leserunde lesen, immerhin muss ich dann zumindest nicht arbeiten … Allerdings sollte ich dann davor im Horrorland gewesen sein. Wo ich doch sowieso schon die Befürchtung habe, dass meine Lieblingsfigur (mal wieder) stirbt. Jedenfalls habe ich leider vergessen, ein Foto zu machen (mal wieder). Ich habe erst daran gedacht, als es schon zu spät war … Haaa. Aber es war total nett!

signbuecher2

Danach bin ich zum Lese-Zelt gegangen, wo schon die Veranstaltung mit Ivo Pala, Julia Lange und Markus Heitz begonnen hatte. Die Diskussion fand ich spannend, abwechslungsreich und auch humorvoll. Sie hat mich auch auf „Schwarzer Horizont“ von Ivo Pala neugierig gemacht, aber bei „düster und blutig“ bin ich lieber vorsichtig. Außerdem will ich ja erstmal die Elbenthal-Saga weiter lesen …

fantasy-lesung

Nachdem meine Ausgabe von „Irrlichtfeuer“ signiert worden war, ging es weiter zu einem sehr schönen privaten Treffen. Danach bin ich dann auch nicht mehr so lange auf der Messe geblieben, ich wollte ja auch noch nach Dreieich. ;)

Diese Frankfurter Buchmesse hat mir deutlich wie noch nie gezeigt, wie anders ich bin – und wie schlecht manche Blogger, die sich für den Nabel der Welt halten, damit umgehen können. Auch wenn ich keine Verlagsbloggerin bin, was durchaus auch Nachteile hat, so haben wir doch immer noch eine Gemeinsamkeit: Unsere Begeisterung für Bücher, die wir mit anderen teilen möchten. Und ist das nicht die Hauptsache?

Glücklicherweise gab es aber auch viele schöne Momente. Trotzdem. Es gibt also tatsächlich Leute, die mit mir klarkommen. ;) Dafür bin ich wirklich dankbar, denn ich bin nun einmal so, wie ich eben bin … Und ein wenig anders zu sein, ist ja nichts Schlechtes.

Qindie-Magazin #3: Rock `n` Roll!

Die dritte Ausgabe des Qindie-Magazins ist frisch erschienen und widmet sich den Verbindungen zwischen Literatur und Musik:

Wie viel Musik steckt in Texten? Inwiefern greift ein Kunstgenre ins andere über? Kann das geschriebene Wort Musik werden? Oder liegt ihr Wechselspiel schlicht darin, sich gegenseitig zu inspirieren?
Das sind die Fragen, die wir uns in dieser Ausgabe gestellt haben. Den Antworten auf der Spur, führten wir interessante Interviews, ließen in Lyrik und Kolumnenbeiträgen unseren Gedanken freien Lauf, suchten in Romanen und bei Autoren und fragten bei Musikern, einer Konzertfotografin und einer Lektorin nach. Herausgekommen ist ein bunter, wilder Mix an Artikeln, die vielleicht nicht immer konkrete Antworten, aber doch Anregungen zum Nachdenken bieten. Rock `n` Roll eben!

Diesmal habe ich auch ein wenig mitgemischt! Ein Interview, eine Rezension – und dann war da noch eine spontane Idee für einen Artikel. Mir hat das viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich an der einen oder anderen Stelle überwinden musste. Es ist eben ein Unterschied, ob man nur für den eigenen Blog schreibt oder für ein anderes Medium.

Das Magazin gibt es als Download in den Formaten ePub, Mobi & PDF, man kann es aber auch online lesen (mehr dazu hier). Wer zukünftige Qindie-Aktionen unterstützen möchte, kann das Magazin aber auch für einen Obolus von 1,99 Euro bei Amazon kaufen oder über Kindle-Unlimited ausleihen.

Ich bin gespannt, wie es euch gefällt! :)

SERAPH - Literaturpreis der Phantastischen Akademie

Meine Rezensionen erscheinen auch hier:

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