Willkommen in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

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Fabienne Siegmund – Sternenasche

Erscheinungsjahr: 2011
Gelesen im Juli 2014

Auf Alexander rieselt Sternenasche hinab, denn seine Sterne sind verbrannt, weil seine große Liebe Isa ihn verlassen hat. Er sucht Trost auf dem Friedhof und begegnet dort Luisa, die ihn davon abhält, sich ein Herz aus Stein zu wünschen. Denn wenn man diesen Wunsch dreimal laut ausspricht, kommt das Glasmännlein und erhört ihn. Luisa muss es wissen, denn sie besitzt ein Herz aus Stein – und bittet Alexander darum, ihr dabei zu helfen, es loszuwerden …

Die Geschichte hat mich gleich auf den ersten Seiten gefangen genommen, weil sie etwas in mir zum Klingen gebracht hat. Die Traurigkeit hat mich nicht weniger berührt als die poetische Sprache und die erschaffenen Bilder. So emotional und nah, dass ich das Gefühl hatte, die Geschichte spielt sich in meinem Herzen ab.

Es geht um gebrochene Herzen und um den Schmerz, der diese begleitet. Um Erinnerungen. Um Herzen aus Stein, die nichts mehr fühlen. Aber auch um Trost und Hoffnung. Und darum, ob man an Märchen glaubt – und etwas tut, um sie wahr werden zu lassen.

Mein Blick auf Friedhöfe hat sich verändert, denn nun weiß ich von den Wesen, die zu jedem Friedhof gehören. Ich liebe es, wenn mich ein Roman so intensiv mit Bildern versorgt, die sich mit der Realität verbinden und meine Sichtweise dauerhaft beeinflussen. Und wer weiß, vielleicht ist es ja wirklich so? Das würde auch einiges erklären …

Melancholie und Gefühle verbinden sich zu einer sehr berührenden Geschichte, die mich auch durch die wunderbare Atmosphäre und den poetischen Stil beeindruckt hat. Diese Lektüre hat mich glücklich gemacht, auch wenn ich manchmal Tränchen in den Augen hatte. Einfach weil sie mich tief bewegt und verzaubert hat. :)

Lesungen auf der FeenCon 2014

Da ich jetzt ganz furchtbar schrecklich spontan doch auf die FeenCon fahre, hab ich mir mal die Lesungen rausgesucht:

19.07.14

  • 11:00 Martin Barkawitz – Big Ben. Ermittlungen im Teesalon [Tagungsbüro]
  • 11:00 Alessandra Reß – Vor meiner Ewigkeit [Brunnensaal]
  • 11:00 Stephanie Linnhe – Nicht menschlich Inc. [Kurfürstensaal]
  • 12:00 Laura Jane Arnold – Seelenseher-Trilogie [Brunnensaal]
  • 12:00 André Wiesler – Das Schwarze Auge u.a. [Tagungsbüro]
  • 13:00 Nina “Kerimaya” Bellem – Tödliche Märchenstunde [Kurfürstensaal]
  • 13:00 David “grasi” Grashoff – Das Nerdperium schlägt zurück! [Tagungsbüro]
  • 14:00 Uschi Zietsch – Die Chroniken von Waldsee [Tagungsbüro]
  • 14:00 Markus Heitz – Tobender Sturm (Albae IV) [Kurfürstensaal]
  • 15:00 Hendrik Lalk – Die Bewahrer von Redhor 2 [Tagungsbüro]
  • 15:00 Wolfgang Hohlbein – Irondead [Kurfürstensaal]
  • 16:00 Robert Corvus – Schattenkult [Tagungsbüro]
  • 16:00 Rebecca Hohlbein – Himmelwärts [Kurfürstensaal]
  • 17:00 Fabienne Siegmund – Goldstaub [Tagungsbüro]
  • 17:00 Carola “Carol Grayson” Kickers – Der Grabschänder [Kurfürstensaal]
  • 17:00 Tanya Carpenter – Vampirische Welten [Brunnensaal]
  • 18:00 Armin “B. A. Moon” Rudziok – Highlandstorys über Vampire, Werwölfe und Geister [Tagungsbüro]
  • 18:00 Ann-Kathrin Karschnick – Phoenix. Tochter der Asche [Kurfürstensaal]
  • 19:00 Gabriele Ketterl – Venetian Vampires [Brunnensaal]
  • 19:00 Janika Hoffmann – Drachenkralle [Tagungsbüro]
  • 20:00 Mark Staats – Gesang und Lesung (zwei Stunden) [Brunnensaal]
  • 21:00 Sabrina Zelezny – Milonga! [Kurfürstensaal]
  • 21:00 Judith Vogt – Die Geister des Landes. Gesichtslos [Tagungsbüro]
  • 22:00 Tanja Meurer – Der Rebell (Schattengrenze 2) [Tagungsbüro]
  • 22:00 Hanna Nolden – Funken, Feuer, Flammenzungen [?]
  • 23:00 Tom Daut – Geisterstunde (Vorstellung des Programms aus dem Low-Verlag) [Kurfürstensaal]

20.07.14

  • 10:00 Juliane Seidel – Die vergessenen Kinder (Assjah 2) [Tagungsbüro]
  • 10:00 Torsten Low – Krieger, Killer, Kannibalen (der Verlag Torsten Low stellt die Neuerscheinungen vor) [Kurfürstensaal]
  • 10:00 Sandra Baumgärtner – Seraphim [Brunnensaal]
  • 11:00 Dirk “WiseGuy” Richter – Terralt. Verbündete [Tagungsbüro]
  • 11:00 Hagen Ulrich – Böses Blut [Brunnensaal]
  • 12:00 Tanja Kummer – Der Weltenwanderer [Tagungsbüro]
  • 12:00 Florian Gerlach – Schräge Welten [Brunnensaal]
  • 13:00 Chrissy Lazemare – Überlieferungen vom Rand der Zeit [Tagungsbüro]
  • 13:00 Arne Kilian – Eiskalte Unterhaltung [Brunnensaal]
  • 13:00 Ju Honisch – Schwingen aus Stein [Kurfürstensaal]
  • 14:00 Tom Daut – AMIZARAS-Chronik [Tagungsbüro]
  • 14:00 Annika Dick – Fauler Zauber [Brunnensaal]
  • 15:00 Ute “Die Zeitreisende” Raasch – Eine Zeitreisende und ihre Freunde stellen sich vor [Tagungsbüro]
  • 15:00 Diana Menschig – So finster, so kalt [Kurfürstensaal]
  • 15:00 Simon André Kledtke – Sarania – Das Vermächtnis der Magier [Brunnensaal]

Wow, sind das viele! Die, wo ich unbedingt hin will, sind fett markiert. Am Samstag um 18 Uhr schwanke ich noch … Mich interessieren noch einige Lesungen, aber das entscheide ich dann spontan. Mal sehen, was es dort noch so gibt – ich war ja noch nie auf der FeenCon. Aber so wie ich mich kenne, lande ich wieder auf mehr Lesungen, als ich jetzt im Kopf habe. ;)

Ist von euch auch jemand dort?

Katharina Gerlach – Waffenruhe

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Mai 2014
Buchseite
Autorenseite

Moira Bellamie ist es gelungen, als Anwärterin bei der Gendarmerie Magique, der magischen Polizei, angenommen zu werden, obwohl sie nachweislich kaum Magie besitzt. Ihr großer Traum ist es, eine dauerhafte Anstellung zu erhalten. Dafür steckt sie auch all ihre Energie in die Aufklärung eines Einbruchs in das Nationalmuseum, bei dem wertvolle Waffen gestohlen wurden. Moira hat nicht damit gerechnet, dass ihr dabei die Liebe begegnet – und noch weniger damit, dass sie unkontrollierbare Magie zähmen muss, um die Menschen die sie liebt zu beschützen.

Das Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten gefesselt, weil mir die Stimmung gefiel und ich einfach wissen wollte, wie es mit Moira weitergeht. Ich hatte gleich einen guten Zugang zu ihr und habe mich gefreut, sie und ihr Umfeld im Verlauf der Geschichte so gut kennenzulernen. Überhaupt waren mir viele Figuren sehr nah – sicherlich auch, weil die Autorin es versteht, Gefühle so zu beschreiben, dass sie direkt bei mir ankommen.

Ich mag die ruhige Erzählweise, bei der viel Platz für Details bleibt. Dass es auch ohne ständige Action spannend ist, weil der Fall, die Figuren und die Hintergründe fesseln. Mir gefallen die verschiedenen Arten der Magie und der Aufbau dieser Welt. Neben den Menschen gibt es noch Vampire, Elfen und Werwölfe, aber auch Nerls, die ihre Dienste beispielsweise als Diktiergerät, Wecker oder Anrufbeantworter anbieten und dafür mit einer von den Menschen nicht benötigten Form der Magie bezahlt werden.

Der Fall beginnt mit einem Diebstahl, wird dann aber immer komplexer und rätselhafter. Verschwundene Personen, Morde – wie hängt das alles zusammen? Dazu kommt noch der historisch anmutende Hintergrund der Waffen, welcher mich sehr fasziniert hat. Die Krimi-Ebene verbindet sich mit Magie und Zwischenmenschlichem zu einer für mich abwechslungsreichen und mitreißenden Mischung.

Der phantastische Krimi “Waffenruhe” ist der erste Teil der Serie “Gendarmerie Magique” und hat mich voll überzeugt – ich hoffe also sehr darauf, dass es weitere Bände geben wird. :) Eine ruhig erzählte und doch spannende Geschichte, die ohne allzu viel Blut auskommt, dafür aber mit tollen Ideen und einigen Überraschungen punkten kann. Eine emotionale Lektüre, bei der ich einige Figuren – und nicht zu vergessen die Nerls – in mein Herz geschlossen habe und viele Eindrücke mitnehme. Gut, ein paar Tränchen habe ich auch vergossen – aber das zeigt ja nur, wie sehr mich die Geschichte erwischt hat und dass ich einfach eine emotionale Leserin bin …

Waffenruhe

Susanne Gerdom – Æthersturm

Erscheinungsjahr: 2014
Gelesen im Juni 2014
Verlagsseite
Autorenseite

Der Krieg um die Befreiung der von den Menschen versklavten Elementare ist in vollem Gange. Die Engel stehen vor den Toren Wiens und das Kriegsministerium drängt Professor Tiez mit allen Mitteln dazu, seine Kriegsmaschine fertig zu stellen. Ist der Zeitmeister ein Verräter und hat die Seiten gewechselt oder gehört das alles noch zu seinem Plan, die Elementare zu befreien und eine alternative Energiequelle zu erschaffen?

Das Buch beginnt einige Wochen vor dem Ende des ersten Bandes, Æthermagie, mit der Einführung einer neuen Hauptfigur – dem Halbengel Jenö. Seit dem Tod seiner Mutter lebt er gemeinsam mit seinen vier Elementarwesen in der Kanalisation und ist weder auf Menschen noch auf Engel gut zu sprechen.

Jenö war mir schnell sehr nah – es fühlte sich an, als ob ich ihn schon länger kenne und nicht erst gerade kennengelernt hätte. Sicher liegt es auch daran, dass er einen tragischen Hintergrund hat, aber nicht nur. ;) Da hatte mich dann also gleich eine neue Lieblingsfigur erwischt, die tatsächlich gegen Shenja, Kato, Belpharion und die anderen bestehen konnte. Jenös Elementare habe ich auch in mein Herz geschlossen, wobei die Sylphe schon ein klein wenig die Nase vorn hat. Die Klingende. Tibillibill.

Ich konnte mich so richtig schön in die Geschichte fallen lassen, mein Kopfkino genießen und wild spekulieren, was mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Es gab Geheimnisse, nicht so leicht zu durchschauende Figuren, (mögliche) Verräter, rätselhafte Ereignisse, verschwundene Personen – und natürlich die Zeit, die völlig aus den Fugen geraten ist. Bei einigen Dingen war ich auf dem richtigen Weg, aber auf mich warteten auch viele Überraschungen! :)

Aber nicht nur mein Kopf war gut beschäftigt, auch mein Herz. Es gab so viele Figuren, die mir nah waren, daher habe ich da auch ordentlich mitgefiebert und mitgelitten. Sehr emotional und berührend. Wegen einer Figur habe ich mir sogar irgendwann leichte Sorgen um mich selbst gemacht, weil ich mich im Verlauf dieses Romans emotional so stark an sie gehängt habe. Unterbewusst. Mir ist das erst so richtig aufgefallen, als ich zum “Du” übergegangen bin …

Ich hatte aber auch den Eindruck, dass in dieser figurenintensiven Geschichte noch viele Hintergründe und Themen ausgebaut hätten werden können. Dass manche Dinge einfach ein wenig untergegangen sind, weil soviel in diesem Buch steckt. Möglicherweise zeigt das aber auch nur, wie sehr mich der Roman fasziniert hat. Und einzelne Figuren … Also hat meine Phantasie einfach noch etwas zu tun! Und wer weiß, vielleicht besucht mich Belpharion ja irgendwann doch noch und verrät mir etwas – der sträubt sich irgendwie. Frechheit!

Æthersturm wirkte auf mich viel ausgeglichener als der erste Band, der mich ja wegen dem Brünnlfeld und Shenja ganz schön deprimiert hatte. Auch hier sehen wir das Brünnlfeld von innen, aber die Behandlungen waren nicht mehr das zentrale Thema, sondern eines von vielen. Das wunderbare Ende der Reihe war für mich dann auch ein toller Ausgleich für das viele Leid, besonders im ersten Teil.

Die Geschichte hat mich glücklich und tief berührt zurückgelassen – und mit unzähligen wunderbaren Eindrücken, mein Kopfkino war nämlich ein Feuerwerk! Eine intensive und mitreißende Lektüre, die mich noch länger beschäftigt und die ich gar nicht loslassen mag (die Elementarwesen fehlen mir auch sehr). Und ein geniales Rätselbuch! :)

Reihenfolge

  1. Æthermagie
  2. Æthersturm

Geburtstags-Sommer-Gewinnspiel

Amrum

Da ich heute (runden) Geburtstag habe und auch schon im Sommerurlaub bin, gibt es gleich zwei Gründe für ein Gewinnspiel!

Ich bin seit gestern auf Amrum und trotz 9 Stunden Hinreise war ich abends natürlich noch am Strand. Da zieht es mich ja immer magisch hin. *g* Und das Alter … das ist nur eine Zahl. Lustigerweise fühle ich mich “jünger” als bei der letzten 0. Ich frag mich nur, wo die Zeit immer so schnell hin ist …

Bei zwei Gründen gibt es natürlich auch zwei Bücher zu gewinnen. Ich habe mir da zwei Geschichten ausgesucht, die thematisch prima passen – und signiert sind sie auch noch:

  1. Frances G. Hill – Drachenhaut
  2. Regina Mengel – Am dreizehnten Tag (Gesamtausgabe)

Das Gewinnspiel läuft vom 5. – 19. Juli und ist auf TeilnehmerInnen aus Deutschland beschränkt. Um teilzunehmen, beantwortet mir einfach folgende Frage in einem Kommentar zu diesem Beitrag:

Welches Buch möchtet ihr in diesem Sommer unbedingt lesen – und warum?

Geburtstags-Sommer-Gewinnspiel

Wenn ihr nur für eins der Bücher in den Gewinnspieltopf möchtet, gebt das einfach mit an.

Ich wünsche euch viel Glück und bin schon gespannt auf eure Antworten! :)

Neues aus Cöln!

Es gibt Neuigkeiten zur Steampunk-Krimi-Serie Clockwork Cologne! Bisher sind da ja zwei Bücher und ein Sammelband um Guy Lacroix von Simone Keil erschienen, jetzt folgen Romane von Susanne Gerdom und Selma J. Spieweg.

Magnus: Der Blaue Tod

Susanne Gerdom veröffentlicht diesen Monat den Beginn der Reihe um Magnus, “Der Blaue Tod”. Die Geschichte gibt es kapitelweise auch wieder online zu lesen – wöchentlich auf der Clockwork-Cologne-Seite und parallel dazu bei Qindie. Los ging es damit am 29. Juni!

Lord Magnus Algernon Seymour ist ein Globetrotter und zwielichtiger Geselle, der sein Geld mit Kartenspiel und Betrügereien verdient – aber immer mit Stil!
Nach mehreren Jahren im Nahen Osten, wo er in höchst geheimer Mission unterwegs gewesen ist, kehrt er blausüchtig und abgebrannt nach Cöln zurück.
Auf der Suche nach einer alten Freundin, die ihm den Tod wünscht, deren Hilfe er aber dringend benötigt, findet er neue Feinde, unvermutete Verbündete und verliert beinahe sein Leben.

Der Beginn der Reihe um Boris & Olga von Selma J. Spieweg heißt “Tod dem Zaren” und wird wahrscheinlich im Herbst veröffentlicht.

Boris & Olga: Tod dem Zaren

Boris Sergejewitsch ist Soldat, ein treuer Untertan des Zaren. Seit 45 Jahren kämpft er jede Schlacht für Nikolaus II., und es käme ihm nie in den Sinn, einen Befehl zu verweigern. Selbst dann nicht, als er einem geheimen Experiment zugeteilt wird, bei dem eine unbesiegbare Armee aus Blauen Kriegern erschaffen werden soll, Soldaten, die halb Mensch, halb Maschine sind.

Das Projekt entpuppt sich als totaler Fehlschlag. Boris verliert seinen rechten Arm, seine Gesundheit und einen Teil seiner Menschlichkeit. Man schickt ihn zurück zu seiner Einheit.

Eines Tages kann Boris seiner Kompanie nicht mehr folgen und wird zurückgelassen. Die quantenmagische Energiequelle, die den mechanischen Teil seines Körpers antreibt, erweckt das Interesse von Olga, einer 12-jährigen Diebin. Zur Bewegungsunfähigkeit verdammt muss er mitansehen, wie Olga versucht, ihn auseinanderzubauen. Der zu Tode erschöpfte und desillusionierte Boris hätte vielleicht noch akzeptieren können, auf diese Art zu sterben, nicht jedoch, dass die wertvolle Energiequelle ausgerechnet in die Hände von verräterischen Aufständischen fällt, denn Olga macht aus ihrer Gesinnung keinen Hehl. Aber „Tod dem Zaren!“ ist eine Parole, die man niemals in Boris’ Gegenwart aussprechen sollte.

Mit anderen Worten: Ihre erste Begegnung stand unter keinem guten Stern. Ebenso wenig die zweite …

In diese aufgeladene Szenerie platzt jetzt noch ein heruntergekommener Flüchtling, der Zar Nikolaus II zum Verwechseln ähnlich sieht. Nun geht das Abenteuer, das den zarentreuen Boris und die Revolutionärin Olga zu einem bizarren Team zusammenschweißt, erst richtig los.

Na, ist eure Neugier geweckt? ;)

Hier noch eine Übersicht der bisherigen Reihen im Clockwork-Cologne-Universum:

Guy Lacroix von Simone Keil

  1. Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder
  2. In den Klauen des Metamorphen

Magnus von Susanne Gerdom

  1. Der Blaue Tod

Boris & Olga von Selma J. Spieweg

  1. Tod dem Zaren (geplante Veröffentlichung: Herbst 2014)

James A. Sullivan – Nuramon

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im Februar 2014
Verlagsseite
Autorenseite

Nuramon ist das letzte Albenkind in der Welt der Menschen, nachdem Noroelle und Farodin gemeinsam ins Mondlicht gegangen sind. Nach einer Zeit der Einsamkeit öffnet er sich langsam den Menschen und entschließt sich dazu, seine Magie bei der Verteidigung der Stadt Teredyr einzusetzen. Nuramon verstrickt sich immer mehr in menschliche Angelegenheiten, aber er verliebt sich auch wieder. Doch sein Glück wird von alten und neuen Feinden bedroht …

Der Roman beginnt mit einem Rückblick auf die Ereignisse in “Die Elfen” durch den Orakelblick, der mir nicht nur viele Details, sondern auch eine sehr schöne Atmosphäre bot. Viele meiner Eindrücke wurden wieder lebendig und sorgten dafür, dass zwischen den beiden Büchern auch emotional eine Verbindung bestand.

Der Orakelblick kommt öfter zum Einsatz und wird genutzt, um andere Ereignisse/Blickwinkel kurz anzureißen. Mit manchen Abschnitten, überwiegend Beschreibungen von Schlachten, war es ähnlich – das war für mich anfangs ungewohnt, weil zusammengefasst und nicht detailliert beschrieben wurde. Allerdings hat mir das irgendwann auch gut gefallen, weil sonst der Schwerpunkt zu sehr auf Kriege und Intrigen gelegt worden wäre. So ist die Mischung zwischen temporeichen und ruhigeren Szenen ausgewogener und entspricht damit einfach meinem Geschmack.

Die vielen Namen haben mich zu Beginn manchmal ein klein wenig verwirrt, obwohl ich mir Namen eigentlich ganz gut merken kann. Und auch wenn sich das bei mir recht schnell aufgelöst hat, denke ich doch, dass ein Personenregister eine gute Idee gewesen wäre. ;)

Nuramon hat sich verändert – für mich ist das aber einfach nur schlüssig, weil er nun das Wissen über seine vorherigen Leben besitzt und von anderen Ereignissen, Fähigkeiten und Gefühlen beeinflusst wird. Da hätte es mich dann doch irritiert, wenn das keine Auswirkungen auf ihn gehabt hätte. Es ist aber auch nicht so, als ob er sich selbst verloren hätte, ich erkenne den “alten” Nuramon in vielen Dingen wieder.

Ich mag die Einblicke in die früheren Leben und die Erinnerungen an Albenmark, in die ich gern versinke und auch mal ein paar Tränchen vergieße. Aber genauso lieb sind mir die aktuellen Figuren und Entwicklungen! Daoramu war mir gleich sympathisch und ich war dann so froh, als sie ihr Schicksal in die Hand genommen hat. Bjoremul hat mich auch erwischt, Nerimee und Ceren liebe ich einfach und … ach, es gibt da einfach so viele tolle Figuren!

Die Geschichte bietet eine Menge Magie, ich mag die Beschreibungen dazu sehr! Auch weil ich das immer sehr deutlich vor mir sehe und da einfach eine Verbindung spüre. Ich mag aber auch die Einblicke in Nuramons Gedanken und seine tiefen Empfindungen. Und das wunderbare, überraschende Ende, bei dem ich zum Schluss auch vor Rührung geweint habe!

Ich glaube ein Grund, warum dieses Buch die Leser so spaltet, ist die individuelle Erwartung, die man an einen Roman über Nuramons weiteres Schicksal stellt. Wenn man dort genau den Nuramon aus “Die Elfen” erwartet und da eigentlich keine Veränderungen möchte, kann man schnell enttäuscht werden. Das ist einfach Geschmackssache und eine Frage der persönlichen Einstellung – für mich hat es glücklicherweise gepasst.

“Nuramon” war für mich eine runde, abwechslungsreiche, überraschende und sehr emotionale Geschichte mit tollen Ideen. Ich hatte wunderbares Kopfkino und viel Freude an den Beschreibungen der Magie! Eine sehr fesselnde Lektüre, die für mich viel mehr als “nur” Nuramons weitere Geschichte war, denn sie hielt für mich noch einige neue Lieblingsfiguren bereit …

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