Willkommen in meiner ganz persönlichen Bücherwelt! Ich tauche besonders gerne in deutsche Fantasywelten ab, halte mich gelegentlich aber auch im "Ausland" auf.

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Auf dem Lesetisch:
  • Manuel Charisius - Weltenlied
  • Aileen P. Roberts - Der letzte Drache
  • Jane Urquhart - Die Ballonfahrerin
  • Andrea "Nebel" Haugen - Die alten Feuer von Midgard

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Blogtour zu “Der letzte Drache” von Aileen P. Roberts

Heute hält die Blogtour zum ersten Teil der Weltenmagie-Trilogie von Aileen P. Roberts bei mir und ich darf ein Interview mit der Autorin führen. Das hatte ich schon länger vor, aber irgendwie ist es nie dazu gekommen. Also ist JETZT wohl einfach der richtige Moment dafür! :) Vielleicht ja auch, weil ich gerade “Der letzte Drache” lese und schon wieder völlig in der magischen Geschichte abgetaucht bin. Ich liebe ja die Weltennebel-Trilogie, aber die Chancen stehen gut, dass mich auch Weltenmagie begeistert. Vielleicht habe ich ja auch Glück und es überleben ein paar meiner Lieblingsfiguren. *g*

Oooh jeeh, das wird nix!
Meine Güte … Horac, bist du das?
Oooh jeeh, das Augenlicht schwindet auch schon!
Neeein, hier ist es nur dunkel.
Oooh jeeh, kein Geld für Strom … Das wird nix!
Neeein, das ist nur gemütlicher. Schau, da drüben brennt eine Kerze.
Oooh jeeh, eine blaue Kerze? Kein Geld für ordentliche Kerzen … Das wird nix!
Das ist eine blaue Meditationskerze. Hat mir Tagilis letzte Woche gegeben …
Oooh jeeh, nicht nur das Augenlicht schwindet, sondern auch der Geist.
Hmpfn.
Oooh jeeh, gefolgt von der Sprache …
Horac! Ich bin nicht verwirrt!
Oooh jeeh, das sagen sie alle … Das wird nix!
Oooh jeeh! Schnell zum Interview …

© Aileen P. Roberts

 
Ich wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Aileen P. Roberts ist mein Pseudonym, in Wirklichkeit heisse ich Claudia Lössl. Nach zahllosen Umwegen und einer abgebrochenen Banklehre (das war wirklich nicht mein Ding!) studierte ich Sozialpädagogik und arbeitete später auch als Reitlehrerin und Reitpädagogin.

Mit 19 Jahren reiste ich zum ersten Mal nach Schottland und entdeckte dort meine keltische Seele. Ich glaube, ich wollte niemals etwas anderes, als mit Pferden umgehen, Bücher schreiben und in Schottland leben – seit Herbst 2013 habe ich mir diesen Traum erfüllt.
 
 

Wie würdest Du Dich selbst beschreiben?

Humorvoll, chaotisch, fantasievoll, manchmal stur.

Wie sieht für Dich ein „normaler“ Tag aus?

Was bitte ist ein normaler Tag??
Einen „normalen“ oder geregelten Tag gibt es bei mir eigentlich nicht. Kommt immer drauf an, an welchen Tagen die Kleine in den Kindergarten geht (momentan nur 3), an diesen Tagen setze ich mich so bald es geht an den Computer und schreibe, und immer dann wenn sie schläft. Erst eine Tasse Tee, dann einen Kaffee oder umgekehrt  . Entweder ich habe einen ganzen Tag zum Schreiben (selten) oder ich muss nachmittags Reitstunden geben, oder ich muss mich um die Pferde kümmern, unser junges Pferd reite ich gerade selbst ein.
Kind abholen, oder sie war ohnehin schon im Stall dabei. Abendessen (Mittagessen vergesse ich in der Regel *g*). Kleinen Wirbelwind ins Bett bringen, dann lesen oder fernsehen oder wenn mein Mann und ich uns noch aufraffen können, noch ein bisschen schreiben. Wie ihr seht, jeder Tag ist anders … Zwischendrin Leserunden, Facebook etc. – manchmal wünschte ich, der Tage hätte sehr viel mehr als 24 Stunden …

Wenn Du Dir einen perfekten Tag wünschen könntest, wie sähe dieser aus und wo würdest Du ihn verbringen?

Das Töchterlein schläft ausnahmsweise mal bis halb 9, gemütliches Frühstück mit Familie mit Blick aufs Meer in unserem Cottage in Schottland. Ausritt mit einem der Pferde, gegen Mittag anfangen zu schreiben, etwa bis zum späten Nachmittag. Pause und gemütlich Tee oder Cappuccino trinken. Abends kommen dann durch ein magisches Portal ein paar gute Freunde aus Deutschland und unsere supernetten schottischen Nachbarn, wir machen uns einen gemütlichen Abend am Kamin (bei gutem Wetter Lagerfeuer) und beobachten, wie der Mond langsam in Richtung der Äußeren Hebriden wandert … Klingt ziemlich perfekt, oder?

War von Anfang an geplant, die Geschichte Albanys in zwei Trilogien zu erzählen oder ergab sich das erst nach der Veröffentlichung von Weltennebel?

Nein, war es nicht und ich bin eigentlich auch kein großer Fan von Endlosserien, deshalb habe ich bewusst Weltennebel mit „Im Schatten der Dämonen“ abgeschlossen. Nur hatte ich das Gefühl, ich hätte in Albany noch etwas zu erzählen und habe – 3 Bücher später – gemeinsam mit einigen anderen Vorschlägen, dem Goldmann Verlag die Idee für eine Fortsetzung geschickt. Ich habe mich sehr gefreut, dass es ihnen gefallen hat. Ich habe aber bewusst versucht so zu schreiben, dass man grundsätzlich Weltenmagie lesen kann, ohne Weltennebel zu kennen. Wenn jemand wissen möchte wie alles begann, bin ich natürlich auch nicht böse. 

Weltenmagie 1

Wie leicht oder schwer ist Dir die Rückkehr nach Albany gefallen?

Sehr leicht, es war fast wie nach Hause kommen.  Mir fällt es immer sehr schwer, eine von mir entworfene Welt und vor allem die Figuren, mit denen ich viel Zeit verbracht habe, zu verlassen und so habe ich mich sehr darauf gefreut. Da es – das verrate ich jetzt schon mal – im 2. Band in eine ganze andere Welt geht, bin ich um das Schaffen einer neuen Welt jedoch auch nicht herumgekommen.

Gibt es dort eine Figur, die Dir besonders am Herzen liegt?

Schwierige Frage, auch wenn ich nicht immer zu allen nett bin, sind sie mir doch alle wichtig. Wenn ich mich entscheiden müsste, ist es vielleicht Kayne. Der junge Zauberer hat es auf Grund seiner Herkunft nicht leicht und manchmal steht er sich selbst im Weg.

Hat Dich während des Schreibens von „Der letzte Drache“ eine bestimmte Musik begleitet oder brauchst Du dazu eher Ruhe?

Nein, diesmal keine besondere Musik, außer man möchte den schottischen Wintersturm, der mich in Teil 1 begleitet hat, als Musik bezeichnen …

Wie sieht Dein Schreibtisch aus, herrscht da eher Chaos oder Ordnung?

CHAOS *räusper*

Zusammen mit Deinem Mann hast Du ja „Der Kampf der Halblinge“ geschrieben, wie seid Ihr dabei vorgegangen?

Zunächst hatten wir überlegt, dass jeder bestimmte Figuren übernimmt und dann deren Part schreibt. Das hat dann aber nicht so richtig funktioniert. Schließlich sind wir dazu übergegangen, Szenenweise zu schreiben, jeder hat die Teile des anderen gelesen und korrigiert oder ein wenig angeglichen. Natürlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten und hin und wieder hat es gekracht, aber wir haben es beide unbeschadet überlebt ;-) und könnten uns auch vorstellen, ein weiteres Buch gemeinsam zu schreiben.

Der Kampf der Halblinge

Entwickeln sich Deine Figuren auch mal ganz anders als geplant oder nehmen mehr Platz ein?

Das passiert fast jedes Mal! Manche Figuren die überleben sollten sterben „aus Versehen“, andere denen ich nur kleine Rollen zugewiesen hatte, möchten auf einmal mehr Beachtung haben. So war es diesmal bei der Dunkelelfe Jel’Akir, sie sollte eigentlich nur eine Nebenrolle bekommen und dann … na lest selbst …

Deine Geschichten spielen oft in Schottland, in ihnen spürt man auch Deine Liebe zu diesem Land. Warum gerade Schottland?

Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Seitdem ich mit 19 das erste Mal in den Highlands war, zieht es mich immer wieder dort hin. Ich persönlich glaube ja, dass man nicht nur einmal lebt. Vielleicht war ich in einem früheren Leben schon einmal dort …

Mit „Schatten über Duntulm Castle“ ist Dein erster historischer Roman erschienen. Wie aufwändig war die Recherche? Und könntest Du Dir vorstellen, weitere Bücher in diesem Genre zu schreiben?

Sagen wir mal, der erste rein historische. Bei „Der Feenturm“ stand ja Fantasy auch eher im Hintergrund. Und bei beiden Büchern war die Recherche natürlich aufwendiger als in reinen Fantasybüchern, wobei man in diesem Fall Welten entwerfen muss, was auch nicht gerade wenig Arbeit macht. Aber für Duntulm Castle und auch den Feenturm musste ich viele Fachbücher lesen, größtenteils englisch und ich habe auch die meisten Orte für meine Recherche besucht, was mir viel Spaß gemacht hat.
Für „Schatten über Duntulm Castle“ hatte ich lange Zeit keinen Verlag, deshalb habe ich es mehrfach überarbeitet und hatte so auch mehr Zeit, noch mehr geschichtliche Details zu ergänzen.
Ja, doch, historische Romane machen mir auch sehr Spaß, ich könnte mir vorstellen, wieder einen zu schreiben.

Schatten über Duntulm Castle

Gibt es in der Geschichte Schottlands eine Zeit oder eine Persönlichkeit, die Dich besonders interessiert?

Nach wie vor die Keltenzeit – und über diese Persönlichkeiten ist ja leider nichts bekannt. Ich würde zu gern wissen, wer in der alten Ruine des Brochs gelebt hat, der auf dem Hügel hinter unserem Cottage in Schottland steht. Wie haben sie gelebt, was haben sie schon damals gewusst, und was würden sie über uns denken, wenn sie uns heute sehen würden?
Natürlich gibt es auch sonst noch zahlreiche spannende Figuren, Robert the Bruce, Bonnie Prince Charlie, Maria Stewart, aber ich glaube, es sind eher diejenigen, über die noch niemand geschrieben hat, die mich interessieren.

Was ist Dir beim Schreiben wichtig? Was möchtest Du dem Leser vermitteln?

Ich schreibe Bücher, die ich selbst gern lesen würde, deshalb würde es mir auch sehr schwer fallen, über etwas zu schreiben, nur weil es gerade „in“ ist.
Gerade in meinen Schottlandromanen versuche ich den Lesern zu vermitteln, dass Großbritannien mehr ist als Regen und schlechtes Essen. Beides ist weniger dramatisch als man meinen möchte. Schottland ist ein raues Land, das habe ich selbst schon häufig erlebt, aber wenn die Sonne rauskommt und das Meer zum Strahlen bringt, ist das vergessen. Es hat seine eigene Faszination und ich glaube, entweder man mag es oder eben nicht.
Außerdem glaube ich, dass in Fantasyromanen oft mehr Wahrheit steckt als man glauben möchte. Warum soll es nicht andere Welten oder Wesen geben, die die meisten mit ihren Sinnen nur nicht wahrnehmen können …

Was liest Du selbst gern?

Ich lese selbst gerne Fantasy, ab und zu historische Romane, auch mal einen Thriller oder Krimi zwischendrin.

Woran arbeitest Du gerade?

Lektorat von „Das Vergessene Reich“ und ich schreibe Teil 3 von Weltenmagie.

Herzlichen Dank für das Interview – ich wünsche Dir viel Erfolg!

Vielen Dank für das schöne Interview und euer Interesse!
 


 

GEWINNSPIEL

Im Rahmen der Blogtour könnt ihr eins von drei signierten Print-Exemplaren von “Der letzte Drache” gewinnen. Dazu müsst ihr bis zum 3. November folgende Frage als Kommentar (mit Angabe eurer eMail-Addy) beantworten:

Was verbindest du mit Schottland?

Die Gewinner werden auf der Blogtouren-Seite bekanntgegeben.
(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren. Bei Betrugsversuchen wird der Teilnehmer disqualifiziert. Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands.)

Morgen geht es dann bei Barbara mit den bisherigen Veröffentlichungen weiter! :)

[Ankündigung] Blogtour zu “Der letzte Drache” von Aileen P. Roberts

Vom 20. bis 28. Oktober findet die Blogtour zu Der letzte Drache von Aileen P. Roberts statt, bei der ich auch mit dabei bin. Ich würde mich freuen, wenn ihr die Blogtour zum ersten Teil der Weltenmagie-Trilogie verfolgt! :)

Die einzelnen Stationen:

  • 20.10.14   Bianca B.: Interview mit den Protagonisten
  • 21.10.14   Yasmin: Alles über Elfen und Dunkelelfen
  • 22.10.14   Britt: Drachen und deren Bedeutung in der Mythologie
  • 23.10.14   Michael: Die Charaktere
  • 24.10.14   Marny: Autoreninterview
  • 25.10.14   Barbara: Bisherige Veröffentlichungen
  • 26.10.14   Carina: Schottland mit seinen Sitten und Bräuchen
  • 27.10.14   Yagmur: Die Handlungsorte
  • 28.10.14   Bianca L.: Schottische Sagen

Herbst-Reiserei

Meine Herbst-Rumreiserei nähert sich so langsam dem Ende, am Sonntag geht es wieder nach Hause. Vorher aber noch nach Viersen, ich bin ja gespannt, ob ich da was zum Angucken finde. ;) Und wenn nicht, suche ich mir einfach ein schönes Plätzchen und lese. Wenn Thor mitspielt … Warum dann Viersen? Wegen der Lesung von Tom Finn und Diana Menschig – ich freu mich schon!

Die Auszeit tut mir auch blogtechnisch gut, denn in den letzten Wochen hat es wieder Meckermails gehagelt. Ich frage mich ja, warum diese Leute sich die Mühe machen, wenn mein Blog doch so furchtbar schrecklich und uninteressant ist. Er ist eben einfach nur ein bisschen anders – und damit kommt nicht jeder klar. Gut, er hat auch nicht so viele Leser und fällt dadurch bei manchen Aktionen wohl raus. Damit komme ich meist aber sehr gut klar, nur wenn man mit Leuten bereits geschrieben hat und dann nicht im Verteiler für Aktionen oder Pressemeldungen ist, wurmt mich das schon etwas. Aber nur kurz. ;)

Aufgeben ist aber keine Option. Mir macht das Bloggen nämlich immer noch Spaß und es gibt tatsächlich auch Leute, die meine Beiträge gern lesen. :) Wir sind eben etwas … speziell, mein Blog und ich. Und wenn ich eine Aktion machen möchte, denke ich mir eben selbst etwas aus. So. Die Adventskalender-Planung ruft auch schon, sonst wird das nichts mehr. Und ich freue mich schon sehr drauf, auch wenn das immer viel Arbeit ist.

Ich hab auch so viele neue Eindrücke gesammelt, dass die Ideen wieder sprudeln. Leider auch die für Kurzgeschichten – die versuche ich aber wegzuschicken. ;) Und viele nette Kontakte gab es auch. Auch viel zu viele interessante Bücher, manche davon mussten gleich mit. Und (bisher) 4 frisch signierte Bücher. Gestern war ich in der Kölner Flora und danach noch kurz im Zoo, da bin ich natürlich bei den Tigern hängen geblieben:

Tiger im Kölner Zoo

Habt ein schönes Wochenende! :)

[Gastbeitrag] Katharina Gerlach über ihre Serie mit Märchenneuerzählungen

Am 4. Oktober ist die erste Novelle aus Katharina Gerlachs Reihe mit Märchenneuerzählungen erschienen, die sich einem meiner früheren Lieblingsmärchen annimmt: Schneeweißchen und Rosenrot! In diesem Gastbeitrag erzählt uns Katharina, wie es dazu gekommen ist und was sie da noch geplant hat. Jetzt aber viel Spaß beim Lesen! :)

© Katharina Gerlach
 

Ich wurde 1968 geboren und wuchs mit drei jüngeren Brüdern mitten in einem Wald im Herzen der Lüneburger Heide auf. Während einer Lehre zur Landschaftsgärtnerin schrieb ich meinen ersten Roman, ein Buch voller Anfängerfehler. Zum Glück gab es auch Bücher darüber, wie man es richtig macht, und so erschienen bald die ersten Kurzgeschichten.
 
 

Seit ich lesen gelernt habe liebe ich fantastische Geschichten, insbesondere Märchen. Trotzdem dachte ich nicht an eine Serie, als ich anfing meine erste Märchen-Neu-Erzählung zu schreiben. Meine Muse (das ist die Personifikation meiner kreativen Seite – ja, ich bin etwas verrückt) überredete mich dazu, indem sie mich mit Ideen überschüttete.

Bisher schrieb ich Variationen zu “Schneeweißchen und Rosenrot” (Grimm, erhältlich bei Amazon), “Die Schöne und das Biest” (Joseph Jacobs, voraussichtlich Januar 2015), und “Brüderchen und Schwesterchen” (Grimm, evtl. April 2015). Im Augenblick arbeite ich an “Das Waldhäuschen” (Grimm). Es ist das Lieblingsmärchen meiner Mutter und relativ unbekannt. Anfang nächstes Jahr werde ich mich dann der Geschichte “Die sieben Schwäne” zuwenden. Geplant ist eine Veröffentlichung alle 3-4 Monate. Mal sehen, wie schnell ich die Novellen fertig schreiben kann.

Das Besondere dieser Serie kam, als meine Muse nach Beendigung der ersten Geschichte, die ganz mit traditioneller Magie gefüllt ist, darauf bestand, dass der zweite Band eine Steampunk Novelle sein müsse. Als ich sie dazu genauer befragte, erhielt ich die Grundlagen für das dritte Buch der Serie. So wie es meine Muse geplant hat, wird in meiner Welt die Magie langsam von der Technologie verdrängt. Die beiden scheinen sich nicht gut zu vertragen. Je mehr ich über diese Welt lerne, desto mehr Geschichten möchte ich in ihr ansiedeln. Zum Glück gibt es dort ebenso viele winzige (und größere) Königreiche, wie es Märchen gibt, die ich nacherzählen kann.

Das eBook “Der Zwerg und die Zwillinge” enthält die Nacherzählung, eine Bonus Kurzgeschichte und das Original der Brüder Grimm. Es kostet weniger als eine Tasse Kaffee im Bistro um die Ecke.

P.S.: Als Steampunk bezeichnet man Geschichten, die in einem fiktiven Zeitalter spielen, in dem alle Maschinen mit Dampf angetrieben werden. Meistens ist die Gesellschaft viktorianisch geprägt, in meinen Geschichten aber nicht.

Der Zwerg und die Zwillinge

Zum Buch
Homepage

BuCon und … 2 Tage Buchmesse!

Ich lebe noch – und mein Blog auch. ;) Die letzten Wochen gab es an allen Fronten mehr Arbeit und Dinge, an denen ich Spaß habe, mussten leider meist liegen bleiben. Mein Oktoberurlaub stand auch in den Sternen, aber jetzt ist alles gut und ich durfte sogar noch um zwei Tage verlängern. Ich hab viel vor! :) Die Planung ist etwas chaotischer als sonst, aber das wird schon. Ich habe gerade auch ein tolles Wochenende in Kiel und komme etwas runter. Und Thor verwöhnt mich mit perfektem Wetter!

Meine BuCon-Planung steht jetzt auch, ich könnte tatsächlich den ganzen Tag in Lesungen sitzen. Das geht natürlich nicht, ich muss ja auch mal was essen und freue mich ja auch über Gelegenheiten zum Quatschen und Leute-in-echt-kennenlernen. ;) Die Lesungen, zu denen ich ganz unbedingt will, habe ich fett markiert. Die Entscheidung, zu welcher 16 Uhr-Lesung ich denn gehe, hat mich erst überfordert – ich musste mich da zwischen Ann-Kathrin Karschnick, Aileen P. Roberts und Tom Finn entscheiden. Dafür habe ich aber eine perfekte Lösung gefunden, denn zu Ann-Kathrin gehe ich (unter anderem) heute und Tom liest am 18. in Viersen (zusammen mit Diana Menschig). Darum brauchte ich auch unbedingt eine Urlaubs-Verlängerung. *g*

Wo war ich? Ach ja, die BuCon-Planung:

  • 11 Uhr: Romy Wolf (Die Spione von Edinburgh 1 – Thimble House) und Swantje Berndt (Geflügelte Seelen 1 – Schattenfürst)
  • 12 Uhr: Eva Maria Höreth (Moonwitch – Liebe zwischen Licht und Schatten)
  • 13 Uhr: Bernd Perplies (Imperium der Drachen 1: Das Blut des Schwarzen Löwen)
  • 14 Uhr: Caroline G. Brinkmann (Pans Geheimnis)
  • 15 Uhr: Verlag Torsten Low (Von Dunklen Welten, Blutschwüren und Göttern …)
  • 16 Uhr: Aileen P. Roberts (Der letzte Drache – Weltenmagie 1)
  • 17 Uhr: Bernhard Hennen (Die Elfen – Kurzgeschichten)
  • 18 Uhr: Petra Hartmann (”Darthula” und “Timur”)

Und ich versuche es mal wieder mit der Frankfurter Buchmesse, weil mich der diesjährige Ehrengast Finnland so reizt. Im Programm habe ich schon ein wenig gestöbert, aber da findet sich kaum etwas für mich. Und Fantasy schon mal gar nicht. Hoffentlich langweile ich mich da nicht … ;) Aber mal sehen, ich lasse mich überraschen – wer weiß, was sich spontan ergibt oder wo ich festklebe.

Bonusmaterial der neuen Ausgaben von Die Elfen, Elfenwinter, Elfenlicht und Elfenkönigin

Vor 10 Jahren ist der Roman Die Elfen von Bernhard Hennen und James Sullivan erschienen, dieses Jubiläum feiert der Heyne-Verlag mit neuen Ausgaben von Die Elfen, Elfenwinter, Elfenlicht und Elfenkönigin. In allen Büchern gibt es Bonusmaterial und überarbeitete Karten.

Die Elfen enthält das Bonusmaterial der Hardcover-Ausgabe, allerdings ist der Text des Romans die ungekürzte Originalfassung. Es gibt ein Glossar und diese beiden Novellen:

  • Nuramon der Wanderer (von James Sullivan)

Erzählt wird von einer früheren Inkarnation Nuramons und einer Plage durch die legendären Gelgeroks. (64 Seiten)

  • Farodin (von Bernhard Hennen)

Dies ist die Geschichte über die erste Begegnung Farodins mit der Elfe Aileen, die zu späterer Zeit als Noroelle wiedergeboren werden wird. Sie erzählt von der Liebe der beiden und dem tragischen Ende dieser Liebe, das Farodin mit rastlosem Zorn gegen die Trolle erfüllt. Es ist die Zeit, in der in Farodin die Hoffnung keimt, eines Tages die Reinkarnation Aileens zu finden. Es ist der Ursprung seiner Liebesgeschichte, die im Roman DIE ELFEN erzählt wird. (35 Seiten)

Über die Novelle in Elfenwinter konnten die Leser abstimmen – knapp gewonnen hat:

  • Skanga – Der Blick in den Himmel (von Bernhard Hennen)

Ein Hungerwinter zwingt den Trollkönig Gabrog zu verzweifelten Maßnahmen. All jene, von denen der Herrscher sich in Zukunft nichts mehr verspricht, werden aus dem Königsstein verbannt, damit nur noch die Stärksten von den Vorräten der Höhlenfestung profitieren. Zu diesen Verbannten gehören auch Skanga, deren Vater und ihre beiden Brüder. Sie flüchten zum Geistertal, einem Ort, den eigentlich kein Troll mit Verstand aufsucht und den selbst die Elfen meiden. Doch dort gibt es immer Wild, auch wenn die großen Herden längst ihre Wanderung nach Süden angetreten haben. Im Geistertal wird Skanga der legendären Matha Naht begegnen, einem der finstersten Geschöpfe Albenmarks. (30 Seiten)

Die Novelle in Elfenlicht spielt lange vor den Ereignissen, die in Die Elfen beginnen:

  • Die Schlangenkönigin (von Bernhard Hennen)

Die junge Alathaia genießt noch Emerelles Vertrauen, und ähnlich wie später Farodin wird sie von der Elfenkönigin auf ganz besondere Missionen geschickt. Einsätze, von denen niemals etwas bekannt werden darf. Alathaia soll mit drei Bootsbesatzungen einen geheimnisvollen Tempel inmitten der Mangroven, nicht weit von Vahan Calyd stürmen. Einen Ort, über den Emerelle keine Macht hat und der seine eigene Königin hervorbrachte. Eine Herrscherin, die das Werk des Alben fortzuführen scheint, der in einer vergangenen Epoche als der Fleischschmied bekannt war. Einst war Meliander, Emerelles Bruder, in diesem Tempel, doch nicht einmal er vermochte in dessen Allerheiligstes vorzudringen. Das Wenige, was er in seinen Schriften über diesen Ort hinterlassen hat, bereitet der Elfenkönigin schlaflose Nächte und führt Alathaia in einen schier aussichtslosen Kampf. (44 Seiten)

Die Novelle in Elfenkönigin spielt unmittelbar nach dem Sturz der Königin Emerelle durch die Trolle:

  • Der Weg zurück (von Bernhard Hennen)

Die Lutin Ganda kann sich nicht mehr darin erinnern, wie ihre Mutter aussah. Sie wurde als kleines Kind auf der weiten Grasebene des Windlands gefunden und später am Hof der Elfenkönigin Emerelle aufgenommen. Doch warum war Emerelle immer freundlich zu ihr, obwohl die Lutin als diebisch und verschlagen gelten? Welche Verbindung bestand zwischen ihrer toten Mutter und der Königin? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, sucht Ganda die Hexe Salma auf. Es heißt, sie könne jede Erinnerung wiederbeleben. Doch mancher Schrecken wäre besser vergessen geblieben … (26 Seiten)

Quelle

Björn Springorum – Herbstbringer

Erscheinungsjahr: 2013
Gelesen im September 2014
Verlagsseite

Ein Mädchen wurde an einem Flussufer gefunden und kann sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Im Waisenhaus Sheltering Tree wird sie Emily genannt und auf dreizehn oder vierzehn Jahre geschätzt. Nach fast zwei Jahren wird sie von einer Familie adoptiert, bei der sich Emily schnell wohlfühlt. Jedoch geschehen kurz darauf seltsame Dinge: Der Herbst beginnt ungewöhnlich früh und begleitet Emily, der Herbstwind scheint ihr etwas zuzuflüstern. Welches Geheimnis verbirgt sich im Nebel ihrer Vergangenheit?

Der dramatische und zugleich emotionale Prolog sorgte dafür, dass mich der Roman gleich gefesselt hat und ich mehr als neugierig darauf war, wie dieser Schnipsel mit der restlichen Geschichte verbunden wird. Es gab gleich Stoff zum Spekulieren, was mir ja immer viel Spaß bereitet. Später bin ich gedanklich noch öfter zum Prolog zurückgekehrt, mit den neu gewonnenen Eindrücken setzte sich der Hintergrund zu dieser Szene auch immer detaillierter zusammen.

In Herbstbringer geht es um Vampire – Wesen, die ich normalerweise ja eher meide. Warum wollte ich dieses Vampirbuch also unbedingt lesen? Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht, aber vor allem habe ich den Schreibstil von Björn Springorum sehr genossen. Sein Umgang mit Worten: poetisch, stimmungsvoll und einfach nur schön. Ich habe dann einfach gehofft, dass ich Glück habe und “Zwischen-Vampire” erwische – also weder die glitzernden noch die aus dem Horror-Bereich. Und ich hatte Glück!

Für mich war es auch nicht zu blutig, weil die Beschreibungen sich nicht darauf konzentriert haben bzw. schnell ausgeblendet wurde. Bei zwei Figuren, die mir doch recht unheimlich waren, hat es meine Vorstellungskraft nur manchmal etwas übertrieben. ;) Die Vampire sind in dieser Geschichte aber nicht die einzigen mystischen Wesen, mich hat die erschaffene Welt beeindruckt – und auch die Hintergründe und Zusammenhänge, die man nach und nach erfährt. Mir gefällt, dass es unheimliche und machtgierige Wesen gibt, aber auch welche, mit denen ich Mitleid hatte oder die mich gereizt haben. Es gibt auch eins, das mich ganz besonders erwischt hat, auch wenn es gar nicht so oft auftaucht.

Bei einer Geschichte, die in Großbritannien spielt und von einer Waise namens Emily handelt, musste ich natürlich an andere Bücher und eine andere Emily denken. Es gibt (wenige) Gemeinsamkeiten, die möglicherweise besonders auffallen, weil auch der Schreibstil in eine ähnliche Richtung geht und Anspielungen auf Literatur, Musik und Film enthält. Für mich wurde Herbstbringer aber schnell etwas eigenes – die Geschichte, die Welt und auch Emily sind eine völlig andere.

Es gibt eine zarte Liebesgeschichte, die aber keinen allzu großen Platz einnimmt – was absolut nach meinem Geschmack ist. Ich mag Jake sehr, aber mir gefallen Bücher, in denen die Liebesgeschichte eins von mehreren gleichberechtigten Themen ist und nicht die Hauptrolle einnimmt. Für mich ist wichtiger, dass die Gefühle bei mir ankommen, nicht dass sie ausschweifend beschrieben werden. Und hier war das so.

Herbstbringer war für mich eine abwechslungsreiche, mitreißende und intensive Lektüre, die viel Herbststimmung verbreitet und für einige Überraschungen gesorgt hat. Die Figuren waren mir sehr nah und haben mich berührt, ich habe mit ihnen mitgefiebert und munter vor mich hin spekuliert. Mich hat nicht nur die erschaffene Welt beeindruckt, sondern auch die dichte Atmosphäre und der sensibel-poetische Schreibstil. Ein Buch, das gleichzeitig wunderschön, unheimlich und irre spannend ist! Und kaum aus der Hand zu legen … Ich hoffe ja auf einen zweiten Teil, auch wenn die Geschichte erstmal abgeschlossen ist. ;)

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